Betriebsunfälle bei der Bahn

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon pentium » 6. Februar 2013, 18:07

Ein Thread für Bahnunfälle der DR, DB und DB-AG. Zeitraum eigentlich nach dem 2. WK.
Aber ruhig auch vor diesem Zeitpunkt, sollte jemand Informationen darüber haben.

01. Oktober 1958 - Kesselzerknall der Lok 03 1046

03 0046 D 78 von Dresden nach Berlin - Während der Fahrt vor dem "BALT-ORIENT-EXPRESS" - Zuglauf von Bukarest nach Berlin - von Dresden nach Berlin zerknallte der Kessel der Lok bei Wünsdorf. Nach dem Unglück wurden die Kessel der Lok der BR 03.10 untersucht und die Lok in das anlaufende Rekonstruktionsprogramm der DR einbezogen. Als Unfallursache war ein aufgerissener Langkesselschuß ermittelt worden.

Quelle: EK-Verlag - Die Baureihe 03.10

15. Mai 1960 - Unfall Leipzig-Hbf

Am Abend des Tages gegen 20.00 Uhr kam es im Vorfeld des Leipziger Hauptbahnhofes an der Weiche 262 zu einem der schwersten Zugunglücke der Nachkriegszeit bei der DR, als der P 466 von Leipzig nach Halle mit dem E 237 von Halberstadt nach Bad Schandau frontal zusammenstieß. Bei diesem Unglück fanden 54 Menschen den Tod und 240 Menschen wurden verletzt. Die Unfallursache war ein Fehler des Fahrdienstleiters, der keine ordnungsgemäße Fahrwegprüfung durchführte.

Quelle: mdr, Sendereihe "Vergessene Katastrophen - Todesweiche 262"

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Icke46 » 6. Februar 2013, 18:50

Ich habe den Threadtitel mal geändert - "Bahnbetriebsunfälle bei der Bahn" klang ein bisschen holperig [wink] .

Gruss

icke
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon pentium » 6. Februar 2013, 18:51

Stimmt!
pentium bedankt sich!
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Icke46 » 6. Februar 2013, 20:31

Das Zugunglück von Langenweddingen:

Bei dem Eisenbahnunfall von Langenweddingen am 6. Juli 1967 stieß auf der Bahnstrecke Magdeburg–Thale ein Doppelstockzug der Deutschen Reichsbahn in der Nähe der bei Magdeburg gelegenen Ortschaft Langenweddingen an einem Bahnübergang der damaligen Fernverkehrsstraße 81 mit einem Tanklastwagen zusammen, der infolge der Kollision explodierte. Mit einer Zahl von offiziell 94 Todesopfern gilt dieses Unglück nach dem ICE-Unfall von Eschede als das zweitschwerste in der Nachkriegsgeschichte der deutschen Eisenbahn und als einer der folgenschwersten Gefahrgutunfälle in der deutschen Geschichte.

Zum Weiterlesen hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Zugungl%C3 ... nweddingen

Bei der Geschichte gab es auch einen Mann, Werner Moritz, der zum Helden wurde (nach meiner Meinung) und das auch mit dem Leben bezahlte.

Gruss

icke

PS: Ich sehe gerade, der Name ist dort auch nicht in Vergessenheit geraten bzw. der Mann nach der Wende zur Unperson erklärt worden (was ja nicht auszuschliessen wäre) - http://www.grundschule-rogaetz.de/texte ... ?id=123519
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 6. Februar 2013, 21:17

schweres Unglück am 21. August 1994 bei der Harzer Schmalspurbahn (HSB)

http://www.mz-web.de/servlet/ContentSer ... 6046568501
WERNIGERODE/MZ/CIS. Angesichts des Zugunfalls in Sachsen werden Erinnerungen wach an ein schweres Unglück, das sich am 21. August 1994 bei der Harzer Schmalspurbahn (HSB) ereignete. Damals waren zwei Züge auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammengestoßen. 31 Insassen wurden teilweise schwer verletzt. Unfallsursache war menschliches Versagen. Der Zugführer der talwärts fahrenden Bahn hatte einen vorgeschrieben Halt übersehen.
Das Unglück ereignete sich in einer unübersichtlichen Kurve zwischen den Haltepunkten Drei Annen Hohne und Steinerne Renne. In den zehn Waggons der beiden Züge saßen mehr als 300 Fahrgäste. Bei der Kollision entgleisten beide Loks, mehrere Waggons wurden ineinander geschoben oder stellten sich quer. Einer der Verletzten war zwischen Trümmern eingeklemmt und konnte erst nach drei Stunden befreit werden. Bei den Rettungsarbeiten waren 50 Feuerwehrmänner, vier Notärzte und 20 Rettungssanitäter im Einsatz.
Eineinhalb Jahre nach dem Unfall wurden ein Lok- und ein Zugführer zu Bewährungsstrafen von sechs beziehungsweise zehn Monaten verurteilt. Das Amtsgericht Wernigerode warf ihnen damals fahrlässige gefährliche Körperverletzung und einen fahrlässigen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vor. Der Lokführer räumte in der Verhandlung seinen Fehler ein. Der Zugführer hatte erklärt, er sei beim Durchfahren des vorgeschriebenen Haltepunktes von betrunkenen Fahrgästen abgelenkt gewesen.
Neun Jahre nach dem Zugunfall sprach das Oberlandesgericht in Naumburg einem der Schwerverletzten Schmerzensgeld in Höhe von 51 000 Euro zu. Dem Mann war der Unterschenkel amputiert worden. Die HSB hatte zunächst kein Geld an das Opfer bezahlen wollen und ihm dann später 25 000 Euro angeboten.


Sicher beruht das Unglück "nur" auf menschlichem Versagen. Nach dem Unfall wurde das Betreten der Zugplattformen während der Fahrt verboten. Dem eingeklemmten Verunglückten, meinem Cousin hilft das nun nicht mehr. Er muss nun ohne Knie, mit einer sogenannten Umkehrplastik, leben. Er betreute eine Gruppe Jugendliche aus Südamerika, die sich in Quedlinburg zu einem Lehmbauseminar aufhielten.

Fakt ist, dass bei den Harzer Schmalspurbahnen die Geldgier Oberhand behielt. Mittlerweile dürfen wieder 12 Personen während der Fahrt draußen stehen und bei einem möglichen Unfall ebenso zwischen die Puffer geraten.
Im vorigen Jahr fuhr ich vom Brocken in 1,5 Stunden stehend innerhalb EINES Wagens mit 130 Personen bis Wernigerode. (Wir Reisenden fanden das unerhört und haben durchgezählt. Beschwerdebriefe werden als Ausnahme bagatellisiert.) Viehtransporter bieten mehr Bewegungsraum.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon pentium » 6. Februar 2013, 21:46

Hat dein Cousin wenigstens Schmerzensgeld bekommen Volker?
Und was den „Viehtransport“ betrifft. Was kostet doch gleich ein Fahrt bei der HSB? Soll ja nicht das billigste Transportmittel sein!

Aber mal zurück ins Jahr 1913.

Das Zugunglück am Harrasfelsen

Am 14. Dezember 1913 tobte ein schweres Gewitter. Es führte gegen22.00 Uhr zu einem Felsrutsch am Haustein, der einen Tunnelausgang verschüttete. Wenig später fuhr ein Personenzug aus Frankenberg kommend mit zwei Lokomotiven in den Tunnel ein. Erst 5 bis 6 m vor Tunnelende bemerkte der Führer der Vorspannlok das Hindernis und leitete eine Schnellbremsung ein, konnte aber ein Auffahren auf die Felstrümmer nichtverhindern.
Aus Richtung Chemnitz und Frankenberg kamen angeforderte Hilfszüge mit Werkstatt- und Arztwagen. Die Bergung der Verletzten und Toten gestaltete sich in dem engen Tunnel überaus kompliziert. Erschwerend kam hinzu, dass ausströmendes Gas den Aufenthalt fast unerträglich gestaltete und die Gefahr einer Explosion bestand.

Einige Fakten:

- Das Unglück gehört noch heute zu den zehn schwerstenEisenbahnkatastrophen Sachsens
- ca. 100 Kubikmeter Felsmassen warenabgestürzt.
-Die erste Lok kam erst mehrere Meter über denGleisen auf dem Gestein zum stehen.
-Von 18 (?) Wagen wurden 12 beschädigt (7sogar fast vollständig zertrümmert), ebenso beide Lokomotiven.
-Es starben 10 Personen (4 waren sofort tot, 6erlagen ihren Verletzungen später), 11 weitere Personen waren schwer und42 Personen leicht verletzt.
-Eine Zeitung bezifferte den Sachschaden auf 26.600 M.
-Die reparierte Vorspannlok verrichtete bis 1933 Dienst.
-An Entschädigungen zahlte der Staat rund 46.000 M.

Bitte fragt jetzt keiner wo das Gas hergekommen ist! Ich weiß es nicht!

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 6. Februar 2013, 22:07

@Pentium,
Ja sein Schmerzensgeld waren nach jahrelangen Verhandlungen die 51000.- €. Aber ein Behinderter ist er dennoch.
Wir haben voriges Jahr pro Nase zum Brocken 32 Euro bezahlt, ist aber schon wieder teurer geworden. Die Fahrt runterwärts war lebensgefährlich, auch wenn Verantwortliche das bestreiten. Ich mit meinen kaputten Schultern klemmte 90 Minuten unter einer Alu-Gepäckablage. Es gibt KEINERLEI Sicherheit bei dieser Bahn und auch auf Beschwerde kein Geld zurück!
Selbst fahren wir nie wieder auf den Brocken. Da wird gewandert. Die anderen Normalpreis-Strecken sind aber immer ein Erlebnis.

Gruß Volker
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon vs1400 » 7. Februar 2013, 01:10

hm, ist leider nur nen link pentium. [blush]
ich denke aber er passt ... http://www.hettstedt-burgoerner.de/category/fundstuecke/unfall-halle-hettstedter/.

gruß vs
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Nostalgiker » 7. Februar 2013, 12:33

Volker Zottmann hat geschrieben:
Wir haben voriges Jahr pro Nase zum Brocken 32 Euro bezahlt, ist aber schon wieder teurer geworden. Die Fahrt runterwärts war lebensgefährlich, auch wenn Verantwortliche das bestreiten. Ich mit meinen kaputten Schultern klemmte 90 Minuten unter einer Alu-Gepäckablage. Es gibt KEINERLEI Sicherheit bei dieser Bahn und auch auf Beschwerde kein Geld zurück!
Selbst fahren wir nie wieder auf den Brocken. Da wird gewandert. Die anderen Normalpreis-Strecken sind aber immer ein Erlebnis.

Gruß Volker


Sowas nennt sich Kapitalismus, vornehm ausgedrückt "soziale Marktwirtschaft" oder etwas aktueller "selbstregulierende Kräfte auf dem freien Markt" ......
alles schöne Worte, letztendlich geht es um Profit .......

Wer so vehement die Freiheit wollte, sollte auch mit die Schattenseiten dieser Freiheit in Kauf nehmen .......

Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Februar 2013, 13:12

Thoth hat geschrieben:
Wer so vehement die Freiheit wollte, sollte auch mit die Schattenseiten dieser Freiheit in Kauf nehmen .......

Thoth



Nehm ich doch auch! Und Missstände habe ich sogar öffentlich angeprangert! Und niemand hat mich eingesperrt und einer 9 zugeführt...
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Nostalgiker » 7. Februar 2013, 13:28

Volker Zottmann hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben:
Wer so vehement die Freiheit wollte, sollte auch mit die Schattenseiten dieser Freiheit in Kauf nehmen .......

Thoth



Nehm ich doch auch! Und Missstände habe ich sogar öffentlich angeprangert! Und niemand hat mich eingesperrt und einer 9 zugeführt...


Vielleicht weißt Du es noch nicht, zwischen der Benennung von Mißständen und der Diffamierung und Herabwürdigung eines politischen Systems bestehen schon einige kleine unwesentliche Unterschiede ......

Sind die Leserbriefschreiber, Eingabenschreiber, Redakteure von Zeitungen, dem Rundfunk und Fernsehen welche Mißstände in der DDR öffentlich machten, soweit sie damit nicht das politische System der DDR als solches angriffen, alle im Gefängnis gelandet?
Denn genau das versuchst Du hier zu behaupten .......

Aber Du wirst bestimmt aus Deinem reichhaltigen Vorharzer Sagenschatz eine entsprechende Schnurre rauskramen um Deiner Behauptung ein "Gesicht" zu geben .....

Thoth

PS: Zum Thema, an das Leipziger Zugunglück kann ich mich noch genau erinnern weil wir im Zug aus Halberstadt meinen Onkel vrmuteten ........
Er war aber verhindert und konnte mit diesem Zug nicht fahren ......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 7. Februar 2013, 14:16

Thoth, hast was falsch gelesen? Trotz Intelligenz ziehst Du völlig falsche Schlüsse! [laugh]
Missstände habe ich angeprangert und niemand hat mich eingesperrt! Dieser Satz gilt in meinem Fall für beide Systeme!
Ich habe mich damals selbst gewundert, dass Reaktionen ausblieben. Ich habe allerdings auch keine Orden erhalten.
So erlebt, so geschrieben. Nie was anders behauptet!
Also bitte keine weiteren Unterstellungen.
Ich musste noch niemals einen Vorharzer Sagenschatz bemühen!

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon pentium » 7. Februar 2013, 14:43

27. November 1977 - Kesselzerknall der Lok 01 1516 in Bitterfeld

03 2121 D 562 von Leipzig nach Berlin und 01 1516 D 567 von Berlin nach Leipzig -

An diesem Tag wurde der Zug D 562 von Plauen/Vogtland über Leipzig-Hbf nach Berlin-Schöneweide auf dem Streckenabschnitt von Leipzig-Hbf nach Berlin-Schöneweide planmäßig mit der Lok 03 2121 des Bw Leipzig-Hbf-West bespannt. Kurz hinter Lutherstadt Wittenberg lösten sich infolge eines Wassermangels im Kessel beide Schmelzpfropfen der Lok - man hatte die Lok trockengeheizt. Der Kessel der Lok soll ausgeglüht sein. Daraufhin wurde der Zug einschließlich der Lok von einer Diesellok der Baureihe 118 nach Berlin-Lichtenberg geschleppt. Das Lokpersonal war also mit der Lok 03 2121 nur knapp einem Kesselzerknall entgangen.
In der Einsatzstelle Berlin-Lichtenberg wurde dem Leipziger Lokpersonal die Lok 01 1516 des Bw Berlin-Ostbahnhof ersatzweise zur Verfügung gestellt. Die Lok war erst zwei Tage zuvor aus dem Raw Meiningen zurückgekommen und in der Einsatzstelle als Reservelok eingeteilt worden. Dem Leipziger Lokpersonal wurde deshalb in der Lokleitung mitgeteilt, das deshalb unbedingt noch die Vorräte der Lok ergänzt werden müssen. Da aber schon eine größere Verspätung vorhanden war und das Lokpersonal nicht länger warten wollte, wurde nur Kohle aber kein Wasser genommen. Trotzdem wurde der Lokleitung mitgeteilt, das die Vorräte vollständig ergänzt worden waren. So bespannte die Lok 01 1516 den D 567 von Berlin-Schöneweide über Leipzig-Hbf nach Reichenbach/Vogtland von Berlin bis Leipzig.
Zwischen Jüterbog und Lutherstadt Wittenberg wurde dann für Bitterfeld ein Wasserhalt verlangt, nachdem ein Wasserhalt in Lutherstadt Wittenberg abgelehnt worden war. Bei der Einfahrt in den Bitterfelder Bahnhof war der Wasserstand dann jedoch schon soweit gesunken, das bedingt durch den Übergang von der geneigten zur ebenen Strecke und die gleichzeitige Bremsung des Zuges das noch im Kessel verbliebene Wasser nach vorn über die sowieso schon stark überhitzte Strahlungsheizfläche schwappte. Dadurch riß die Feuerbuchsdecke ein und das Führerhaus der Lok wurde zerstört. Der Kessel der Lok, immer noch vom Zylinderblock gehalten, machte eine Drehung im 180 Grad und schleuderte dabei Glut in einen auf dem Nachbargleis einfahrenden Reisezug, von dem sofort zwei Wagen brannten. Dann riß sich der Kessel vom Zylinderblock los und landete zirka 40 Meter vor der Lok, wobei der Kessel sich kalt mit den Fahrschienen verschweißt haben soll. Dabei wurde auf einer Länge von ebenfalls zirka 40 Metern das Bahnsteigdach und auf einer Länge von zirka 60 Metern die Fahrleitung beschädigt. Das Lokpersonal soll bei diesem Unglück den Tod gefunden haben und bei den Aufräumungsarbeiten auf dem zerstörten Bahnsteigdach gefunden worden sein.
Als nach dem Unglück die beiden Lok von den Spezialisten des Raw Meiningen untersucht wurden, stellte sich heraus, das die Tender beider Lok kaum noch Kohle und Wasser enthielten. Bei der Lok 01 1516 hatten außerdem Kesselsteinablagerungen das Lösen der Schmelzpfropfen verhindert. Die Lok 03 2121 wies noch zahlreiche andere Mängel auf, woraufhin eine Untersuchung des gesamten Leipziger Lokbestandes angeordnet wurde. Von diesen Lok wies allein die Lok 03 2137 371 verschiedene Mängel auf, so das eine baldmöglichste Untersuchung im Raw Meiningen erforderlich war. Auch die restlichen Lok des Bw Leipzig-Hbf-West müssen zu einem nächstmöglichen Termin in das Raw Meiningen.

Quelle: Eisenbahn-Kurier 01/1978 und das Buch "Die Baureihe 01" vom Transpress-Verlag

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon josy59 » 14. Februar 2013, 23:00

Volker Zottmann hat geschrieben:schweres Unglück am 21. August 1994 bei der Harzer Schmalspurbahn (HSB)

http://www.mz-web.de/servlet/ContentSer ... 6046568501
WERNIGERODE/MZ/CIS. Angesichts des Zugunfalls in Sachsen werden Erinnerungen wach an ein schweres Unglück, das sich am 21. August 1994 bei der Harzer Schmalspurbahn (HSB) ereignete. Damals waren zwei Züge auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammengestoßen. 31 Insassen wurden teilweise schwer verletzt. Unfallsursache war menschliches Versagen. Der Zugführer der talwärts fahrenden Bahn hatte einen vorgeschrieben Halt übersehen.
Das Unglück ereignete sich in einer unübersichtlichen Kurve zwischen den Haltepunkten Drei Annen Hohne und Steinerne Renne. In den zehn Waggons der beiden Züge saßen mehr als 300 Fahrgäste. Bei der Kollision entgleisten beide Loks, mehrere Waggons wurden ineinander geschoben oder stellten sich quer. Einer der Verletzten war zwischen Trümmern eingeklemmt und konnte erst nach drei Stunden befreit werden. Bei den Rettungsarbeiten waren 50 Feuerwehrmänner, vier Notärzte und 20 Rettungssanitäter im Einsatz.
Eineinhalb Jahre nach dem Unfall wurden ein Lok- und ein Zugführer zu Bewährungsstrafen von sechs beziehungsweise zehn Monaten verurteilt. Das Amtsgericht Wernigerode warf ihnen damals fahrlässige gefährliche Körperverletzung und einen fahrlässigen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vor. Der Lokführer räumte in der Verhandlung seinen Fehler ein. Der Zugführer hatte erklärt, er sei beim Durchfahren des vorgeschriebenen Haltepunktes von betrunkenen Fahrgästen abgelenkt gewesen.
Neun Jahre nach dem Zugunfall sprach das Oberlandesgericht in Naumburg einem der Schwerverletzten Schmerzensgeld in Höhe von 51 000 Euro zu. Dem Mann war der Unterschenkel amputiert worden. Die HSB hatte zunächst kein Geld an das Opfer bezahlen wollen und ihm dann später 25 000 Euro angeboten.


Sicher beruht das Unglück "nur" auf menschlichem Versagen. Nach dem Unfall wurde das Betreten der Zugplattformen während der Fahrt verboten. Dem eingeklemmten Verunglückten, meinem Cousin hilft das nun nicht mehr. Er muss nun ohne Knie, mit einer sogenannten Umkehrplastik, leben. Er betreute eine Gruppe Jugendliche aus Südamerika, die sich in Quedlinburg zu einem Lehmbauseminar aufhielten.

Fakt ist, dass bei den Harzer Schmalspurbahnen die Geldgier Oberhand behielt. Mittlerweile dürfen wieder 12 Personen während der Fahrt draußen stehen und bei einem möglichen Unfall ebenso zwischen die Puffer geraten.
Im vorigen Jahr fuhr ich vom Brocken in 1,5 Stunden stehend innerhalb EINES Wagens mit 130 Personen bis Wernigerode. (Wir Reisenden fanden das unerhört und haben durchgezählt. Beschwerdebriefe werden als Ausnahme bagatellisiert.) Viehtransporter bieten mehr Bewegungsraum.

Gruß Volker


Sehr geehrter User @Volker Zottmann,

dieses tragische Ereignis im August 1994 ist nun mal wie viele andere ähnliche tragische Ereignisse geschehen und nichts kann die Tragik der Betroffenen vollkommen wieder gut machen, heilen. Keine Urteile, keine Strafen für die Verursacher, kein Geld dieser Welt kann da all die Schäden des menschlichen Leids wieder reparieren, lediglich die Folgen mindern.

Nur ertrachte ich es hier als höchst unverschämt, dreist und gar frech, solche Ausdrücke wie "Viehtransport" usw. zu verwenden. Wenn ich im Urlaub bin und sehe ein überfülltes Transportmittel, dann muß ich mich da nicht unbedingt hineinzwängen oder ich steige im E- Fall auch wieder aus, wenn es mir zu eng wird und benutze z. Bsp. die nächste Fahrgelegenheit..., es sei denn, ich bin in einer gewissen Weise sensationslüsternd an derartigen Situationen interessiert.

Ich bezweifele überhaupt Ihre Aussage, das es sich bei dem von Ihnen beschrieben Opfer um ihren Cousin handelt.

Auf weitere Details möchte ich mich hier einfach nicht einlassen, zu primitiv erscheint mir Ihre Polemik, die sie hier anscheinend aus irgendeiner Verbitterung heraus oder aus was für Gründen auch immer, betreiben wollen. Das gebietet mir einfach mein Mitgefühl und der Schutz der Opfer dieses tragischen Ereignisses vor unschönen Diskussionen.

Und nur zur Info, ich selbst war als Helfer damals vor Ort und habe die Aufräumarbeiten mit geleitet. Ich war auch bei 2 Gerichtsverhandlungen als Zeuge geladen..., anwesend. Darum erlaube ich mir auch dieses Statement und erlaube mir weiter zur Vorsicht zu mahnen, derartige und teils herabwürdigende Äüßerungen und Unterstellungen über Personen und ein Unternehmen in einer doch gewissen Öffentlichkeit dieses Forums und in dieser Form zu tätigen und zu verbreiten.

Übrings, nicht die HSB hat an die oder das Opfer damals kein Geld bezahlen wollen, irgendwelche Angebote gemacht..., sondern sind alle Schadenersatzforderungen wie allgemein üblich über die zuständigen Versicher der HSB abgewickelt wurden.

Also, immer schön bei den Tatsachen bleiben. Hokus-Pokus ist besser im Gauklergewerbe aufgehoben...!


josy59
josy59
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Februar 2013, 23:26

@josy59,

Bitte nicht zu förmlich. Alle meine Aussagen stimmen.
1. Als wir, meine Frau und ich mit unseren Freunden, denen wir die Reise zum 70. Geburtstag spendierten, mussten wir ob wir wollten oder nicht zurück mit dem letzten übervollen Zug. Beide sind nierentransplantiert und von uns betreut, oben auf dem Berg gewesen.
Wir waren gezwungen in den besetzten Wagen einzusteigen. Nach uns sind mindestens nochmal so viel Leute nachgesteigen, dass auch keine Möglichkeit des Ausstiegs gewesen wäre. Bis Westerntor stand ich im Wagen, ausgerechnet unter einem niedrigeren Gepäckhalter aus Aluminium. Beschwerden in Wernigerode sofort danach und schriftlich im Anschluss wurden abgewiegelt.

2. Mit Unglücken spaßt man nicht!
Wenn ich sage es war mein Cousin, dann ist es an dem.
Mir da Lüge zu unterstellen ist schlicht weg eine Frechheit. Es handelt sich um Herrn Harald Junge in Quedlinburg. Zweifler können ja nachfragen, er hat Telefon.
Er war derjenige der bei vollem Bewusstsein 3 Stunden zwischen den Puffern ausharrte, bis er abtransportiert werden konnte. Das war so und das kann ja niemand beeinflussen.
Ihm wurde nach etlichen Operationen das Bein oberhalb des Knies amputiert und sein intakter Fuss wurde an Stelle des Knies als sogenannte Umkehrplastik angenäht.
Auch menschliches Versagen ist jederzeit möglich und kann jederzeit passieren. Auch Dir Josy, auch mir.

3. Warum lässt die HSB jetzt aber wieder trotz des schweren Unfalls Fahrgäste auf den unzureichend gesicherten Plattformen mitfahren?

4. Zu meinem Aussagen des letzten Absatzes stehe ich nach wie vor. Wenn die HSB 32.-€ pro Person für Hin-und Rückfahrt kassiert, muss sie auch einen sicheren Transport gewährleisten, wenn ihr Fuhrpark nach dem Kassieren nicht reicht, müsste eben ein Schienenersatzverkehr organisiert werden.

Ich habe völlig sachlich den Verhalt geschildert.

Kurzum, Deine frechen Unterstellungen, besonders zu meinen Familienverhältnissen, sollten Dich beschämen!

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon josy59 » 14. Februar 2013, 23:45

pentium hat geschrieben:Ein Thread für Bahnunfälle der DR, DB und DB-AG. Zeitraum eigentlich nach dem 2. WK.
Aber ruhig auch vor diesem Zeitpunkt, sollte jemand Informationen darüber haben.

01. Oktober 1958 - Kesselzerknall der Lok 03 1046

03 0046 D 78 von Dresden nach Berlin - Während der Fahrt vor dem "BALT-ORIENT-EXPRESS" - Zuglauf von Bukarest nach Berlin - von Dresden nach Berlin zerknallte der Kessel der Lok bei Wünsdorf. Nach dem Unglück wurden die Kessel der Lok der BR 03.10 untersucht und die Lok in das anlaufende Rekonstruktionsprogramm der DR einbezogen. Als Unfallursache war ein aufgerissener Langkesselschuß ermittelt worden.

Quelle: EK-Verlag - Die Baureihe 03.10

15. Mai 1960 - Unfall Leipzig-Hbf

Am Abend des Tages gegen 20.00 Uhr kam es im Vorfeld des Leipziger Hauptbahnhofes an der Weiche 262 zu einem der schwersten Zugunglücke der Nachkriegszeit bei der DR, als der P 466 von Leipzig nach Halle mit dem E 237 von Halberstadt nach Bad Schandau frontal zusammenstieß. Bei diesem Unglück fanden 54 Menschen den Tod und 240 Menschen wurden verletzt. Die Unfallursache war ein Fehler des Fahrdienstleiters, der keine ordnungsgemäße Fahrwegprüfung durchführte.

Quelle: mdr, Sendereihe "Vergessene Katastrophen - Todesweiche 262"

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Der Kesselzerknall der Lokomotive 03 1046 hatte seine Ursache im vorzeitigen Verschleiß durch Ermüdungserscheinungen des s. g. Kesselbaustahles ST 47K. Diese Stahlsorte wurde Ende der 30- er Jahre durch die deutsche Lokomotivbauindustrie im Auftrag der Deutschen Reichsbahn entwickelt und bei Lokomotivkesseln verbaut. Man versprach sich davon bessere Gebrauchswerteigenschaften und auchn eine nicht unerhebliche Gewichtsersparnis. Schon nach etwa 10 Jahren Betriebsdauer zeigten sich erhöhte Verschleißerscheinungen, dieser Kesselbauwerkstoff erwies sich als nicht alterungsbeständig und neigte verstärkt zu Rissbildungen. Hinzu kam die oft prekäre Situation in Unterhaltung und Aufarbeitung der Lokomotiven während des Krieges und der ersten Nachkriegsjahre. Bei der damaligen Deutschen Reichsbahn auf dem Gebiet der DDR noch erschwerend dazu der chronische Lokomotivmangel, hervorgerufen durch in den letzten Kriegswochen veranlaßte Abtransporte ganzer Lokomotivzüge in Richtung der zu erwartenden westlichen Besatzungszonen. Weiterhin war ein nicht unerheblicher Lokomotivbestand durch Kriegseinwirkungen zerstört oder unbrauchbar bzw. in den durch die Sowjetarmee besetzten Ostgebieten verblieben. Auch beanspruchte u. a. die UdSSR eine nicht unerhebliche Anzahl von Lokomotiven als Reparationsgut.
Diese Ermüdungserscheinungen an Lokomotivkesseln gab es auch bei anderen Baureihen der Vorkriegsproduktion, die aus ST 47K gefertigt waren. So u. a. bei den Baureihen 01, 03. 41 und 50. Wie schon richtig dargestellt, bewog letztendlich auch dieser Kesselzerknall der 03 1046 die Deutsche Reichsbahn und das Ministerium für Verkehrswesen der DDR, das Neubau- und Rekonstruktionsprogramm an Dampflokomotiven erheblich zu forcieren. Man setzte dann aus unterschiedlichen ökonomischen aber auch ingineurtechnischen Erwägungen hauptsächlich auf die Rekonstruktion bewährter Baureihen wie die der BR 01, 03, 41, 50 und 52. Alle s. g. Rekolokomotiven wurden mit einem neu und eigens hierfür entwickelten und fast baugleichen und in Vollschweißkonstruktion hergestellten Neubaukessel ausgerüstet. Mit geringen Veränderungen war der größte Teil dieser Kessel untereinander tauschbar.
Weiter vefügten diese Kessel in der s. g. Feuerbüchse (Hinterkessel) über eine s. g. Verbrennungskammer. Diese diente dazu, die wertvolle Strahlungsheizfläche unter Beibehaltung einer für den Heizer zumutbaren moderaten Rostflächengröße entsprechend zu vergrößern. Diese Kesselkonstruktione bewährte sich auch bei der Verfeuerung minderwertiger Brennstoffe zur vollsten Zufriedenheit und erlangte weltweit im damals noch üblichen Dampflokomotivbau höchste Anerkennung. Mit dem späteren Einbau einer Schwer- Ölhauptfeuerung u. a. bei Lokomotiven der BR 01.5 (01.5 war die neue Bezeichnung nach der Rekonstruktion) steigerte man die Leistungsfähigkeit (Dampferzeugungsmenge) dieser Kessel noch weiter, so das man auch heute noch von den leistungsfähigsten Kesseln spricht, die jemals für Dampflokomotiven gebaut wurden. Einige dieser Exemplare der BR 01.5 und anderer Rekobaureihen der ehemaligen Deutschen Reichsbahn der DDR sind auch heute noch betriebsfähig erhalten und zu bewundern,


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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon vs1400 » 14. Februar 2013, 23:46

josy59 hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:schweres Unglück am 21. August 1994 bei der Harzer Schmalspurbahn (HSB)

http://www.mz-web.de/servlet/ContentSer ... 6046568501
WERNIGERODE/MZ/CIS. Angesichts des Zugunfalls in Sachsen werden Erinnerungen wach an ein schweres Unglück, das sich am 21. August 1994 bei der Harzer Schmalspurbahn (HSB) ereignete. Damals waren zwei Züge auf einer eingleisigen Strecke frontal zusammengestoßen. 31 Insassen wurden teilweise schwer verletzt. Unfallsursache war menschliches Versagen. Der Zugführer der talwärts fahrenden Bahn hatte einen vorgeschrieben Halt übersehen.
Das Unglück ereignete sich in einer unübersichtlichen Kurve zwischen den Haltepunkten Drei Annen Hohne und Steinerne Renne. In den zehn Waggons der beiden Züge saßen mehr als 300 Fahrgäste. Bei der Kollision entgleisten beide Loks, mehrere Waggons wurden ineinander geschoben oder stellten sich quer. Einer der Verletzten war zwischen Trümmern eingeklemmt und konnte erst nach drei Stunden befreit werden. Bei den Rettungsarbeiten waren 50 Feuerwehrmänner, vier Notärzte und 20 Rettungssanitäter im Einsatz.
Eineinhalb Jahre nach dem Unfall wurden ein Lok- und ein Zugführer zu Bewährungsstrafen von sechs beziehungsweise zehn Monaten verurteilt. Das Amtsgericht Wernigerode warf ihnen damals fahrlässige gefährliche Körperverletzung und einen fahrlässigen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr vor. Der Lokführer räumte in der Verhandlung seinen Fehler ein. Der Zugführer hatte erklärt, er sei beim Durchfahren des vorgeschriebenen Haltepunktes von betrunkenen Fahrgästen abgelenkt gewesen.
Neun Jahre nach dem Zugunfall sprach das Oberlandesgericht in Naumburg einem der Schwerverletzten Schmerzensgeld in Höhe von 51 000 Euro zu. Dem Mann war der Unterschenkel amputiert worden. Die HSB hatte zunächst kein Geld an das Opfer bezahlen wollen und ihm dann später 25 000 Euro angeboten.


Sicher beruht das Unglück "nur" auf menschlichem Versagen. Nach dem Unfall wurde das Betreten der Zugplattformen während der Fahrt verboten. Dem eingeklemmten Verunglückten, meinem Cousin hilft das nun nicht mehr. Er muss nun ohne Knie, mit einer sogenannten Umkehrplastik, leben. Er betreute eine Gruppe Jugendliche aus Südamerika, die sich in Quedlinburg zu einem Lehmbauseminar aufhielten.

Fakt ist, dass bei den Harzer Schmalspurbahnen die Geldgier Oberhand behielt. Mittlerweile dürfen wieder 12 Personen während der Fahrt draußen stehen und bei einem möglichen Unfall ebenso zwischen die Puffer geraten.
Im vorigen Jahr fuhr ich vom Brocken in 1,5 Stunden stehend innerhalb EINES Wagens mit 130 Personen bis Wernigerode. (Wir Reisenden fanden das unerhört und haben durchgezählt. Beschwerdebriefe werden als Ausnahme bagatellisiert.) Viehtransporter bieten mehr Bewegungsraum.

Gruß Volker


Sehr geehrter User @Volker Zottmann,

dieses tragische Ereignis im August 1994 ist nun mal wie viele andere ähnliche tragische Ereignisse geschehen und nichts kann die Tragik der Betroffenen vollkommen wieder gut machen, heilen. Keine Urteile, keine Strafen für die Verursacher, kein Geld dieser Welt kann da all die Schäden des menschlichen Leids wieder reparieren, lediglich die Folgen mindern.

Nur ertrachte ich es hier als höchst unverschämt, dreist und gar frech, solche Ausdrücke wie "Viehtransport" usw. zu verwenden. Wenn ich im Urlaub bin und sehe ein überfülltes Transportmittel, dann muß ich mich da nicht unbedingt hineinzwängen oder ich steige im E- Fall auch wieder aus, wenn es mir zu eng wird und benutze z. Bsp. die nächste Fahrgelegenheit..., es sei denn, ich bin in einer gewissen Weise sensationslüsternd an derartigen Situationen interessiert.

Ich bezweifele überhaupt Ihre Aussage, das es sich bei dem von Ihnen beschrieben Opfer um ihren Cousin handelt.

Auf weitere Details möchte ich mich hier einfach nicht einlassen, zu primitiv erscheint mir Ihre Polemik, die sie hier anscheinend aus irgendeiner Verbitterung heraus oder aus was für Gründen auch immer, betreiben wollen. Das gebietet mir einfach mein Mitgefühl und der Schutz der Opfer dieses tragischen Ereignisses vor unschönen Diskussionen.

Und nur zur Info, ich selbst war als Helfer damals vor Ort und habe die Aufräumarbeiten mit geleitet. Ich war auch bei 2 Gerichtsverhandlungen als Zeuge geladen..., anwesend. Darum erlaube ich mir auch dieses Statement und erlaube mir weiter zur Vorsicht zu mahnen, derartige und teils herabwürdigende Äüßerungen und Unterstellungen über Personen und ein Unternehmen in einer doch gewissen Öffentlichkeit dieses Forums und in dieser Form zu tätigen und zu verbreiten.

Übrings, nicht die HSB hat an die oder das Opfer damals kein Geld bezahlen wollen, irgendwelche Angebote gemacht..., sondern sind alle Schadenersatzforderungen wie allgemein üblich über die zuständigen Versicher der HSB abgewickelt wurden.

Also, immer schön bei den Tatsachen bleiben. Hokus-Pokus ist besser im Gauklergewerbe aufgehoben...!


josy59


hi josy,

das liest der zukünftige kunde bestimmt sehr gern.

ein zur vorsicht mahnen @ josy59 ist die billigste art, jemandem den mund zu verbieten.
zwei posts nach über nem halben jahr abwesenheit, das erste aus selbstverliebtheit und das kadervergehorsam. [super] [super] [super]

gruß vs
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon josy59 » 14. Februar 2013, 23:47

Volker Zottmann hat geschrieben:@josy59,

Bitte nicht zu förmlich. Alle meine Aussagen stimmen.
1. Als wir, meine Frau und ich mit unseren Freunden, denen wir die Reise zum 70. Geburtstag spendierten, mussten wir ob wir wollten oder nicht zurück mit dem letzten übervollen Zug. Beide sind nierentransplantiert und von uns betreut, oben auf dem Berg gewesen.
Wir waren gezwungen in den besetzten Wagen einzusteigen. Nach uns sind mindestens nochmal so viel Leute nachgesteigen, dass auch keine Möglichkeit des Ausstiegs gewesen wäre. Bis Westerntor stand ich im Wagen, ausgerechnet unter einem niedrigeren Gepäckhalter aus Aluminium. Beschwerden in Wernigerode sofort danach und schriftlich im Anschluss wurden abgewiegelt.

2. Mit Unglücken spaßt man nicht!
Wenn ich sage es war mein Cousin, dann ist es an dem.
Mir da Lüge zu unterstellen ist schlicht weg eine Frechheit. Es handelt sich um Herrn Harald Junge in Quedlinburg. Zweifler können ja nachfragen, er hat Telefon.
Er war derjenige der bei vollem Bewusstsein 3 Stunden zwischen den Puffern ausharrte, bis er abtransportiert werden konnte. Das war so und das kann ja niemand beeinflussen.
Ihm wurde nach etlichen Operationen das Bein oberhalb des Knies amputiert und sein intakter Fuss wurde an Stelle des Knies als sogenannte Umkehrplastik angenäht.
Auch menschliches Versagen ist jederzeit möglich und kann jederzeit passieren. Auch Dir Josy, auch mir.

3. Warum lässt die HSB jetzt aber wieder trotz des schweren Unfalls Fahrgäste auf den unzureichend gesicherten Plattformen mitfahren?

4. Zu meinem Aussagen des letzten Absatzes stehe ich nach wie vor. Wenn die HSB 32.-€ pro Person für Hin-und Rückfahrt kassiert, muss sie auch einen sicheren Transport gewährleisten, wenn ihr Fuhrpark nach dem Kassieren nicht reicht, müsste eben ein Schienenersatzverkehr organisiert werden.

Ich habe völlig sachlich den Verhalt geschildert.

Kurzum, Deine frechen Unterstellungen, besonders zu meinen Familienverhältnissen, sollten Dich beschämen!

Gruß Volker




[sick] [sick] [sick] [sick] [sick] [sick]


josy59
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Februar 2013, 23:50

@josi59,
Statt einen neuen Beitrag einzustellen, hätte ich von Dir eine ordentliche Entschuldigung erwartet.

Volker Zottmann
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon josy59 » 14. Februar 2013, 23:57

vs1400 hat geschrieben:hi josy,

das liest der zukünftige kunde bestimmt sehr gern.

ein zur vorsicht mahnen @ josy59 ist die billigste art, jemandem den mund zu verbieten.
zwei posts nach über nem halben jahr abwesenheit, das erste aus selbstverliebtheit und das kadervergehorsam. [super]

gruß vs




...lieber billig wie gefährlich naiv, tendenziös primitiv.... [peinlich]

Und diese billige Art...des "jemand den Mund zu verbieten" kann doch bestimmt nur ihre Wurzeln in der ach so schlechten DDR- Erziehung haben. [shocked] Bestimmt läßt sich daraus auch eine IM- Tätigkeit oder gar Schdasi- Zugehöhrigkeit rekonstruieren.... [zunge]

...und gute Nacht, bis zum nächsten mal...vielleicht erst wieder in einem halben Jahr! [laugh] [grins]

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Icke46 » 15. Februar 2013, 00:08

Leute - könnt ihr nicht einfach mal versuchen, sachlich zu bleiben - auch wenn es nun dem einen oder anderen schwerfällt?

Versucht doch einfach , die Fakten, um die es geht, abzuarbeiten.

Als Nichtbetroffener stellt sich dass für mich so dar:

Zunächst mal, josy arbeitet bei der HSB - nicht, das jemand glaubt, da will jemand, der vielleicht nicht mal weiss, wo der Harz liegt, ein bisschen Wind
machen. Da ich josy vom Forentreffen 2010 in Schierke kenne, weiss ich, dass er dort tätig ist.

Zweitens: Dieser Unfall, den Volker beschrieb, hat wohl unstreitig stattgefunden - da sind sich die Kampfhähne schon mal einig. Und dass die Entschädigungsstelle, wie es josy schrieb, nicht die HSB, sondern die Versicherung der HSB ist, sollte auch unstrittig sein. Nun habe ich zu Versicherungen meine eigene Meinung - in der Art, dass man eigentlich was an die Versicherung zahlen sollte, damit sie sich mit einem beschäftigen - jedenfalls führen die sich so auf. Jedenfalls sind die Entschädigungsstreitereien nicht der HSB anzulasten, meiner Meinung nach.

Nun kommt man zu den "Viehtransporten" - und da könnte man schon ins Grübeln kommen. Wenn ich das richtig sehe, ist die Bahnfahrt auf den Brocken so organisiert dass eine bestimmte Anzahl Züge eine bestimmte Anzahl Personen auf den Berg bringt - und die entsprechende Zahl Züge die selben wieder runter.
Und an der Stelle klemmts vielleicht (nach meiner laienhaften Meinung): Wenn ich, sagen wir mal, morgens um 10 rauf fahre, will ich natürlich bis zum Ende oben bleiben - und mit dem letzten Zug wieder runter. Da sind natürlich Überfüllungen Tür und Tor geöffnet. Sinnvoll wäre doch eher, Kombifahrkarten auszugeben - sprich, wer um 10 hochfährt, muss eben um 14 oder 15 Uhr (nur so als Beispiel) wieder runter - wenn er das dann nicht will, kann er sich im Brockenhotel einquartieren, und am nächsten Tag die Rückfahrt antreten - wobei diese Zusatzgäste natürlich auch im Zug-Belegungsplan sein sollten.

Nun war das ja eine ungewollte Epistel - obwohl ich eigentlich nur sagen wollte: Jungs, hört auf euch anzugiften und versucht sachlich miteinander zu reden.

Gruss

icke
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon vs1400 » 15. Februar 2013, 00:12

josy59 hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:hi josy,

das liest der zukünftige kunde bestimmt sehr gern.

ein zur vorsicht mahnen @ josy59 ist die billigste art, jemandem den mund zu verbieten.
zwei posts nach über nem halben jahr abwesenheit, das erste aus selbstverliebtheit und das kadervergehorsam. [super]

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...lieber billig wie gefährlich naiv, tendenziös primitiv.... [peinlich]

Und diese billige Art...des "jemand den Mund zu verbieten" kann doch bestimmt nur ihre Wurzeln in der ach so schlechten DDR- Erziehung haben. [shocked] Bestimmt läßt sich daraus auch eine IM- Tätigkeit oder gar Schdasi- Zugehöhrigkeit rekonstruieren.... [zunge]

...und gute Nacht, bis zum nächsten mal...vielleicht erst wieder in einem halben Jahr! [laugh] [grins]

josy59


... besser bis zum nächstem auftritt. [smile]

vs
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Volker Zottmann » 15. Februar 2013, 00:18

@Icke,
prinzipiell siehst Du es richtig.
Wir haben sachlich zu Ünglücken und meiner Brockenfahrt geschrieben.

Es gibt aber keinem Josy59 das recht, mich anzugiften.
Zu der überfüllten Fahrt hat die HSB unsere Beschwerde, die aber niemanden kümmert.
Unverschämt ist aber, einem User zu unterstellen, er nähme ein Unglück um zu polemisieren und verleibe sich X-beliebige Unfallopfer als seine Verwandten ein. Gehts noch schlimmer?
Was geht in dessen Kopf vor?

Ich wäre mit einer Entschuldigung schon zufrieden gewesen, aber Du siehst ja, was josy59 reinsetzt.
Ein Mensch, ohne Anstand.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon vs1400 » 15. Februar 2013, 00:24

icke46 hat geschrieben:Leute - könnt ihr nicht einfach mal versuchen, sachlich zu bleiben - auch wenn es nun dem einen oder anderen schwerfällt?

Versucht doch einfach , die Fakten, um die es geht, abzuarbeiten.

Als Nichtbetroffener stellt sich dass für mich so dar:

Zunächst mal, josy arbeitet bei der HSB - nicht, das jemand glaubt, da will jemand, der vielleicht nicht mal weiss, wo der Harz liegt, ein bisschen Wind
machen. Da ich josy vom Forentreffen 2010 in Schierke kenne, weiss ich, dass er dort tätig ist.

Zweitens: Dieser Unfall, den Volker beschrieb, hat wohl unstreitig stattgefunden - da sind sich die Kampfhähne schon mal einig. Und dass die Entschädigungsstelle, wie es josy schrieb, nicht die HSB, sondern die Versicherung der HSB ist, sollte auch unstrittig sein. Nun habe ich zu Versicherungen meine eigene Meinung - in der Art, dass man eigentlich was an die Versicherung zahlen sollte, damit sie sich mit einem beschäftigen - jedenfalls führen die sich so auf. Jedenfalls sind die Entschädigungsstreitereien nicht der HSB anzulasten, meiner Meinung nach.

Nun kommt man zu den "Viehtransporten" - und da könnte man schon ins Grübeln kommen. Wenn ich das richtig sehe, ist die Bahnfahrt auf den Brocken so organisiert dass eine bestimmte Anzahl Züge eine bestimmte Anzahl Personen auf den Berg bringt - und die entsprechende Zahl Züge die selben wieder runter.
Und an der Stelle klemmts vielleicht (nach meiner laienhaften Meinung): Wenn ich, sagen wir mal, morgens um 10 rauf fahre, will ich natürlich bis zum Ende oben bleiben - und mit dem letzten Zug wieder runter. Da sind natürlich Überfüllungen Tür und Tor geöffnet. Sinnvoll wäre doch eher, Kombifahrkarten auszugeben - sprich, wer um 10 hochfährt, muss eben um 14 oder 15 Uhr (nur so als Beispiel) wieder runter - wenn er das dann nicht will, kann er sich im Brockenhotel einquartieren, und am nächsten Tag die Rückfahrt antreten - wobei diese Zusatzgäste natürlich auch im Zug-Belegungsplan sein sollten.

Nun war das ja eine ungewollte Epistel - obwohl ich eigentlich nur sagen wollte: Jungs, hört auf euch anzugiften und versucht sachlich miteinander zu reden.

Gruss

icke


hi icke,
ich denke nicht das mir der user josy erklärt werden muss, doch bin ich ihm auch keinem dank verpflichtet, weil ich ihn hier oder da mal kennengelernt habe.
die äußerungen, die er von sich gab, bezüglich der fahrgäste ist einfach sehr bedenklich zu betrachten.
falls die anzahl der zu befördernden angegeben ist, sollte dies auch vom personal beachtet und nicht auf den kunden übertragen werden.
wenn josy hier auch nur irgendeinem drohen darf ist es mehr als bedenklich!

gruß vs ... dass recht hat er nicht und dazu erwarte ich auch ne offene meinung deinerseits.
vs1400
 

Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon Edelknabe » 15. Februar 2013, 08:03

Hier geht ja richtig die Post ab wie bei so ner Schnellzuglokomotive. Los Volker und josy Boxhandschuhe an und dann....immer drufgehauen auf die Birnen und wir schließen schonmal Wetten ab. Der Sieger darf dann einen Kesselwagen zum Brocken hochziehen...ne besser schieben.

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon augenzeuge » 15. Februar 2013, 08:40

josy59 hat geschrieben: Und diese billige Art...des "jemand den Mund zu verbieten" kann doch bestimmt nur ihre Wurzeln in der ach so schlechten DDR- Erziehung haben. [shocked] Bestimmt läßt sich daraus auch eine IM- Tätigkeit oder gar Schdasi- Zugehöhrigkeit rekonstruieren.... [zunge]

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Josy, was soll diese unsinnige und billige Argumentation? Bist du diesen Umgang aus anderen Foren gewöhnt? Wenn das dein Beitrag für ein offenes Miteinander sein soll, dann ist das schwach. Erst nach einem halben Jahr auftauchen, dann persönlich angreifen und wenn die Fakten fehlen wieder ne Abstinenz ankündigen.
[muede]

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon pentium » 15. Februar 2013, 14:42

Betriebsunfälle bei der Bahn. Das Thema könnte nicht treffender sein! Auch zwischen Volker und Josy59 hat es einen Unfall gegeben. @Josy59 muss natürlich, als Angestellter der HSB seine Firma verteidigen. Über die Art und Weise kann man diskutieren, aber ich bin im Zweifel ob dieses Forum dafür die richtige Plattform darstellt! Über den Unfall sind wir uns ja einig, er ist passiert! Und ich glaube Volkers Bericht. Auch dem Teil mit seinem Verwandten. Warum er dafür angegriffen wurde, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich will das Thema HSB und volle Züge auch nicht unnötig ausdehnen. Aber nur mal kurz folgende Reisetippbewertung eingestellt. @Josy59 es gibt auch positive Bewertungen! Ja ich bin ein Freund der Bahn besonders der Schmalspur oder Kleinbahnen!

Zitat:
Einmal und nicht wieder
Wir sind am 28.12. mit der HSB um 11.55 Uhr von Wernigerode zum Brocken gefahren. Pünktliche Abfahrt, sauberer Zug, nette Zugbegleitung. Der Zug war schon gut besetzt und die ersten Reisenden standen schon ab Wernigerode. Bis zum Bahnhof Drei Annen war es auch erträglich. Dort mussten wir umsteigen. Unser Zug war schon recht voll. Nun mussten wir aus dem vollen Zug in einen Zug einsteigen der nur noch einige wenige Sitzplätze hatte. Das sah dann so aus, das von uns Fünf immerhin 1 Person noch einen Sitzplatz ergatterte. Die Übrigen standen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf der Plattform. Richtig chaotisch wurde es dann in Schierke, wo in den ohnehin schon völlig überfüllten Zug noch mehr Brockenreisende einsteigen wollten und es auch taten. Die Panoramasicht während der Fahrt war nicht möglich, da auf der Bergseite nicht viel zu sehen war und durch die Überfüllung eine Aussicht zur Talseite nur auf verlängerte Rücken möglich war.
Auch auf dem Brocken selbst war es brechend voll. In der SB-Abteilung des Brockenwirtes waren keine freien Plätze so daß die Leute mit ihren Essentabletts in der Eingangshalle auf dem Boden saßen und gegessen haben.
Allerdings hatten wir das Glück bei strahlenden Sonnenschein eine tolle Fernsicht gehabt zu haben. Das hat ein bischen für die Fahrt entschädigt.
Die Zugfahrt zurück war nicht wirklich besser. Auch hier verbrachten viele Reisende die Fahrt auf der Plattform. Durch geschicktes Einsteigen vom gegenüberliegenden Bahnsteig aus konnten wir wenigstens die erste Etappe der Rückfahrt sitzend verbringen.

Fazit: Wenn die HSB darauf achten würde, dass die Züge nicht unverantwortlich vollgestopft werden könnte man mit dem Fahrpreis von 32,--€ p.P. für Hin- u. Rückfahrt noch leben, denn so einen Ausflug macht man nicht jeden Tag. Aber in Anbetracht des doch sehr teuren Fahrpreises werden wir sicher den Brocken nur noch von unserer Haustür aus betrachten.

Quelle: http://www.holidaycheck.de/reisetipp_be ... 51949.html

Ach so noch etwas: Bahreisende haben nur Anspruch auf Beförderung. Ist der Zug überfüllt, können Sie sogar dazu angehalten werden, den Zug zu verlassen und mit dem Folgezug weiterzureisen. Hat mir mal ein Mitarbeiter der DB erklärt. Gut, ich weiß die HSB ist nicht die DB und dann stehe ich bei Nacht und Nebel auf dem Brocken! Weil der Folgezug erst….!

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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon josy59 » 15. Februar 2013, 16:07

augenzeuge hat geschrieben:
josy59 hat geschrieben: Und diese billige Art...des "jemand den Mund zu verbieten" kann doch bestimmt nur ihre Wurzeln in der ach so schlechten DDR- Erziehung haben. [shocked] Bestimmt läßt sich daraus auch eine IM- Tätigkeit oder gar Schdasi- Zugehöhrigkeit rekonstruieren.... [zunge]

...und gute Nacht, bis zum nächsten mal...vielleicht erst wieder in einem halben Jahr! [laugh] [grins]

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Josy, was soll diese unsinnige und billige Argumentation? Bist du diesen Umgang aus anderen Foren gewöhnt? Wenn das dein Beitrag für ein offenes Miteinander sein soll, dann ist das schwach. Erst nach einem halben Jahr auftauchen, dann persönlich angreifen und wenn die Fakten fehlen wieder ne Abstinenz ankündigen.
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@Augenzeuge, letzlich hat ein sehr(!) bekannter und lieber, netter User, der sich hier aber auch zurückgezogen hat,mir eine Email geschickt.

Treffender konnte er es nicht formulieren...


Zitat: "...Schreiben lohnt sich im Forum momentan eh nicht, weil so ein paar oberschlaue, schonimmerallesgewußthabene Berufsopfer den Zeitgeist bedienen wollen. Früher (vermutlich) straffe SED-Mitglieder, gewendet und heute Opfer, na da kennst Du mich ja, auf diese Leute stehe ich ja..."


Ich glaub, da muß man nichts hinzufügen...


In diesem Sinne, schönes Wochenende!

josy59
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon augenzeuge » 15. Februar 2013, 16:36

Dann hättest du auf ihn unbedingt hören sollen, Josy. [denken]

Frag den User mal, den du für das Orakel hältst, was er zu deinem Beitrag sagt. Wenn er ehrlich ist, bekommst du ein paar hinter die Ohren. Wer sich über andere aufregt, muss besser sein. Im übrigen definiert sich ein Forum nie durch eine Person....
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Re: Betriebsunfälle bei der Bahn

Beitragvon pentium » 15. Februar 2013, 18:04

Ostercappeln 02. August 1982 - Panzer rammt den Nordexpress

Die Nacht von Sonntag, dem 01. August 1982, auf Montag, dem 02. August 1982.

Gegen 1.00 Uhr hat der D 15233, ein Entlastungszug zum D 233 „Nord-Express“, Paris - Kopenhagen, Osnabrück Hbf verlassen und strebt wenige Minuten später bei Ostercappeln seinem nächsten Halt in Bremen entgegen. Im Zug befinden sich neben heimkehrenden Urlaubern auch etliche Bundeswehrsoldaten auf der Rückfahrt aus dem Wochenendurlaub zu ihren Einheiten im Norden. Plötzlich ein Ruck, durch das Abteil fliegende Gepäckstücke, ein entsetzliches Kreischen und splitterndes Fensterglas, als sich der Wagen auf die Seite legt und Funken sprühend über das Gleisbett rutscht. So ein Augenzeugenbericht am nächsten Tag in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Was war passiert?

Gegen Mitternacht hatten zwei 23 und 24 Jahre alte Soldaten der in Osnabrück stationierten britischen Streitkräfte auf dem Gelände der „Mercer-Kaserne“ am Limberg einen der stets startbereiten, 15 Tonnen schweren Schützenpanzer bestiegen, hatten damit einen vier Meter hohen Zaun und einen tiefen Graben überwunden und das Osnabrücker Stadtgebiet in nördliche Richtung verlassen. Mehrere Fahrzeuge der britischen Militärpolizei und neun Streifenwagen der deutschen Polizei nahmen die Verfolgung auf und versuchten die Amok fahrenden Soldaten aufzuhalten, was ihnen aber nicht gelang, da der Panzer an den errichteten Straßensperren jeweils auf Wiesen und Felder auswich. Glücklicherweise kam es wie durch ein Wunder zu keiner Kollision mit unbeteiligten Verkehrsteilnehmern, auch nicht auf der Autobahn A 1, die von dem 50 km/h schnellen Schützenpanzer abschnittsweise befahren wurde. Auf Zurufe der Militärpolizisten während der Amokfahrt reagierte die Panzerbesatzung nicht. Zuletzt wurde der Panzer nach einer Verfolgungsfahrt von über 40 Kilometer von einer Streifenwagenbesatzung um 01.05 Uhr östlich von Ostercappeln gesichtet. Da rumpelte das Kettenfahrzeug bereits über die Gleise der „Rollbahn“ Bremen – Osnabrück. Kurze Zeit später meldete die Streifenwagenbesatzung einen in der Dunkelheit gesichteten stehenden Zug. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich das Unglück bereits ereignet.
Der von 110 149 geführte D 15233, mit der als Wagen mitgeführten 112 268, hatte den Schützenpanzer bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h frontal gerammt und noch 300 Meter weit mitgeschleift. Beide Loks und alle fünf Wagen sprangen aus den Schienen, wobei der zweite Waggon, ein Abteilwagen, umkippte. In diesem Wagen gab es die meisten Verletzten. Dieser Wagen ragte nun in das Profil des Gegengleises. Sämtlicher Zugverkehr auf der Strecke wurde sofort eingestellt. Glücklicherweise hatte ein Gegenzug (vmtl. der Schlaf- und Liegewagenzug D 234, Hamburg – Paris) vier Minuten zuvor die Unfallstelle passiert. Nicht auszudenken, wenn dieser in den umgestürzten Wagen gerast wäre. Zum Glück blieb auch der dritte Wagen, ein Silberling, aufrecht stehen. Die 23 Verletzten, darunter auch die beiden Lokführer (davon einer schwer), wurden auf Krankenhäuser in Ostercappeln und Osnabrück verteilt, welche die meisten allerdings nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnten, während die anderen Reisenden mit Bussen und einem Sonderzug weiterbefördert wurden. Die beiden britischen Soldaten waren sofort tot.
Die Unfallstelle bot einen grausigen Anblick: Umgeknickte Fahrleitungsmasten, zwei beschädigte Lokomotiven, aufgeschlitzte Wagen und ein völlig zerfetzter Schützenpanzer (Wert 425.000 DM), dazu Bücher und Kleidungsstücke der Reisenden. Insgesamt wurde der Schaden mit 2,5 Millionen DM angegeben. Während der Aufräumarbeiten wurde der Fernverkehr über Löhne – Minden – Nienburg umgeleitet. Von den Reisenden gelobt wurde das Verhalten der im Zug befindlichen Bundeswehrsoldaten, die mit Ruhe und Umsicht eine Panik unter den Reisenden verhinderten, indem sie Fenster einschlugen und eingeschlossene Fahrgäste aus dem umgestürzten Waggon zogen.
Über das Motiv der beiden Soldaten lagen am 03. August 1982 noch keine abschließenden Erkenntnisse vor, es wurde allerdings Alkoholgenuss nicht ausgeschlossen. Seitens der Armeeführung und des britischen Verteidigungsministerium wurde geäußert, dass man von diesem traurigen Vorfall sehr betroffen sei.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 03. August 1982
geschrieben von: Rolf Koestner im historischen Forum von Drehscheibe-Online

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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

Freundeskreis Schloss Hubertusburg e. V.
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pentium
 
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