ABV hat geschrieben:Nein, dass ist nicht egal, ob der Schießbefehl am 09. November 1989 noch in Kraft war, oder nicht. Wenn dem so war, schwebte die Welt an jenem Abend tatsächlich am Abgrund!
Es ist auch nicht egal, was einige hier berichten. Ansonsten wäre solch ein Geschichtsforum nämlich absolut sinnlos und überflüssig. Wenn jeder in irgend eine virtuelle Identität schlüpfen und sich mit " sensationellen Aussagen", wichtig tun kann.
Gruß Uwe
Das tat vielleicht nicht die Welt, aber ganz sicher stand das Volk der DDR vor einem großen Blutvergießen, wenn man berücksichtigt, was im Hintergrund so an Militär aktiviert wurde, gleich ob mit oder ohne Schießbefehl.
Es waren die Massen der Bürger, die Sprachlosigkeit des ZK und die fehlende Unterstützung der SU, die den Einsatz von Schußwaffen unterbleiben ließ und nicht ein bestehender oder nicht bestehender Schießbefehl, jedenfalls meiner persönlichen Meinung nach und zusätzlich die Ungewissheit, ob Angehörige der GT und NVA ihre Waffen gegen diese Menschenmassen gerichtet hätten.
Zu dem nicht zum Thema gehörenden Teil Deines Beitrages:
Ob sich jemand als Zeitzeuge mit dem Schildern eines persönlichen Erlebnisses wichtig tut, bestimmst Du oder der User XYZ ?
Wo bleibt denn da Dein Aufschrei, daß man damit Zeitzeugen vergrault, wie es immer schon passierte wenn man bloß
Meinungen ( keine eigenen Erlebnisse ) von ehemaligen Mitarbeitern von Organen der DDR anzweifelte?
Findest Du es in Ordnung, wenn ich schildere, daß auf einer Behörde außer dem am Schreibtisch sitzenden Beamten noch 1 oder 2 weitere Personen in dessen Büro waren, daß man mir dann sagt, das stimmt nicht, ergo: " Ich lüge " ?
Meinst Du solch eine Verhaltensweise ermuntert Menschen/Zeitzeugen ihre Erlebnisse zu schildern, um sich erneut demütigen zu lassen ?
Haben wir das Recht, nur weil wir es nicht wie geschildert, sondern
anders erlebt haben, den Zeitzeugen der Unwahrheit zu bezichtigen?
Gruß
Wilfried