Interessierter hat geschrieben: Merkur, wir schreiben hier nicht die ganze Zeit über vormilitärische Ausbildung sondern über Wehrsportübungen im Schulunterricht, wie Du unschwer dem Titel dieses Threads entnehmen kannst.
" Der Interessierte "
Schön, dass ihr Wessis uns wieder erklären wollt, wie wir gelebt und was wir wie getan haben. Für mich war der Wehr(kunde)unterricht der erste Teil der vormilitärischen Ausbildung.
Jetzt erkläre ich Dir mal was Du Schlauberger:
Der Wehrunterricht war in der DDR fester Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsprozesses in der Klassen 9 und 10 der POS und diente der Wehrerziehung der Jugend. Er förderte die Entwicklung der Wehrbereitschaft und der Wehrfähigkeit. Er ermöglichte es den Schülern, sich auf die Wahrnehmung des in der Verfassung festgelegten Rechts und der Pflicht zum Schutz des Friedens, des Vaterlandes und der soz. Staatengemeinschaft vorzubereiten, die internationalistische Haltung weiter auszuprägen und ihre Wehrmotivation zu festigen sowie sich durch die Aneignung entsprechender Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten systematisch und planmäßig auf die Anforderungen des Wehrdienstes und der Zivilverteidigung vorzubereiten.
Der Wehrunterricht umfasste die Stunden zu Fragen der Landesverteidigung, eine Wehrausbildung auf freiwilliger Grundlage in Lagern für Jungen der 9. Klassen und einen Lehrgang Zivilverteidigung für Mädchen und diejenigen Jungen, die nicht an der Wehrausbildung im Lager teilnahmen. Diese Ausbildung vermittelte erste Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf dem Gebiet der vormilitärischen Ausbildung, machte mit den Grundelementen militärischer Disziplin und Ordnung vertraut und trug zur Festigung des physischen Leistungsvermögens bei.










