karnak hat geschrieben:pentium hat geschrieben:
Wo deine Frau war spielt doch hier überhaupt keine Rolle. Willst du das nicht begreifen oder was? Wieder mal nach dem Motto verschont mich mit Fakten....Man hat damals in den Wendewirren die Leute einfach übernommen, weil man sie gebraucht hat. Wir sind in den 90zigern. Das wurde dir schon gefühlte tausendmal erklärt....
![Grinsen [grin]](./images/smilies/evilgrins.gif)
Erzähle mir doch nicht solche Geschichten. JEDER der in den öffentlichen Dienst wollte wurde gegauckt, wenn er Karriere gemacht hat immer wieder. Was nun das Schreddern der Personalakten angeht, meine umfasst über 200 Seiten, da steht drin, dass ich auf der Bezirksparteischule war, APO Sekretär und operativer Mitarbeiter bei der VI,Güst Drewitz und Sttolpe.
Was willst du jetzt mit deiner Kaderakte? NIchts für ungut. Aber du bist falsch unterwegs. Lies endlich mal was andere schreiben, sonst hat das hier keinen Sinn! Die Übernahme von Sven Hüber (und rund 5.000 weiteren ehemaligen DDR-Grenzoffizieren, Volkspolizisten und Stasi-Mitarbeitern) in den westdeutschen Bundesgrenzschutz (BGS) – die heutige Bundespolizei – erfolgte direkt in der Wendezeit 1990. Sie basierte auf den rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der Wiedervereinigung. [1] (
https://www.sueddeutsche.de/politik/vom ... m-1.890725)
Angehörige der DDR-Volkspolizei und der Grenztruppen (sofern diese polizeiliche Aufgaben wahrnahmen) konnten vorläufig in den Dienst des Bundes oder der Länder übernommen werden. Es gab eine gesetzliche Probezeit von mehreren Jahren, in der die ehemaligen DDR-Beamten auf ihre Eignung geprüft wurden.
Es wurde geprüft, ob eine Verpflichtung als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) oder eine hauptamtliche Tätigkeit für das Ministerium für Staatssicherheit vorlag. Da Hüber damals die Standard-Überprüfungen durchlief und keine direkten Ausschlussgründe festgestellt wurden (auch wenn 2026 neue Vorwürfe und Stasi-Dokumente über eine Registrierung als IM auftauchten), galt er rechtlich als unbelastet.
Nach dem Mauerfall mussten die Grenzübergänge und die neuen Außengrenzen im Osten schnell gesichert werden. Der Bundesgrenzschutz (BGS) stand vor einer riesigen logistischen Aufgabe und hatte akuten Personalmangel in den neuen Bundesländern. Man war auf das Orts- und Fachwissen der ehemaligen DDR-Grenzschützer angewiesen, sofern diese bereit waren, auf den demokratischen Rechtsstaat einen neuen Eid zu schwören.
Obwohl die Übernahme damals rechtlich legal ablief, blieb sie politisch und moralisch hochgradig umstritten. Kritiker wie der Historiker Hubertus Knabe oder Journalisten bemängelten immer wieder, dass Politoffiziere in der DDR gezielt dafür ausgebildet wurden, die Truppe ideologisch auf den Schießbefehl einzuschwören. Dass diese Vergangenheit Hübers Karriere in der Bundespolizei nicht behinderte, führte bis zu seinem Rücktritt im August 2026 zu heftigen Debatten.
So weit so gut.
Hier sind einige der bekanntesten Beispiele aus verschiedenen Bereichen:1. Im Polizeidienst
Uwe Kilz: Er ist eines der extremsten Beispiele aus der sächsischen Polizei. Kilz war zu DDR-Zeiten hauptamtlicher Offizier im Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Nach 1990 wurde er in den sächsischen Polizeidienst übernommen, machte dort Karriere und stieg bis zum Polizeidirektor und Revierchef von Bautzen auf. Seine Stasi-Vergangenheit wurde erst 2016 durch Medienberichte einer breiten Öffentlichkeit bekannt. [1] (
https://www.alles-lausitz.de/bautzener- ... hrung.html), [2] (
https://www.welt.de/politik/deutschland ... izier.html), [3] (
https://www.bild.de/regional/dresden/st ... .bild.html)
Kerstin Kaiser: Die Politikerin der Partei Die Linke war Spitzenkandidatin bei den Landtagswahlen in Brandenburg und langjährige Fraktionsvorsitzende im Landtag. Sie ging stets offen damit um, dass sie während ihres Studiums in Leningrad (UdSSR) ab 1979 als IM „Kathrin“ für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet hatte. Trotz dieser bekannten Vergangenheit wurde sie mehrfach von den Bürgern in ein hohes politisches Mandat gewählt.
Dr. Hartmut Mangold: Er machte im sächsischen Staatsdienst eine steile Karriere und stieg bis zum Staatssekretär im sächsischen Wirtschaftsministerium auf. Jahre nach seiner Ernennung kam durch Aktenfunde heraus, dass er in seiner Jugend als Wehrdienstleistender in der DDR Verpflichtungserklärungen gegenüber der Stasi abgegeben hatte. Im Jahr 2016 wurde er nach politischen Debatten in den einstweiligen Ruhestand versetzt.
Im Bereich der Justiz gab es jahrelang juristische Kämpfe um die Nennung von Namen. So scheiterte beispielsweise die Bild-Zeitung gerichtlich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), als sie versuchte, die Namen von aktiven Richtern in Brandenburg mit Stasi-Vergangenheit öffentlich zu machen. Der Opferschutz und die Persönlichkeitsrechte der Richter – die das reguläre Überprüfungsverfahren der 90er-Jahre bestanden hatten – wurden vom Gericht höher gewichtet als das Informationsinteresse der Presse.
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