Kriegsende in Mitteldeutschland

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (1933–1945)

Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 22. Juli 2026, 18:45

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
Der Russe war lange damit beschäftigt in ganz Berlin die Industrieanlagen abzubauen und in Richtung Osten zu verfrachten. Als Briten, Amerikaner und Franzosen Anfang Juli kamen, fanden sie vielerorts ausgeräumte Betriebe vor.

Ari


[b]Richtig, die verhielten sich kaum anders.[...]

Den Amerikanern blieb letztlich gar keine andere Wahl als abzuwarten, bis der Russe in den berliner Westsektoren alles geplündert hatte und sich in den Ostteil zurückzog.

Ari


Dabei hatten die Sowjets einen klaren Fahrplan, wie sie die Berliner Bezirke wieder zurückbekommen. Mit dem großen Widerstand gegen ihre Blockade hatten sie nur nicht gerechnet.
Ob das Karnak bisher ausgeblendet hat?

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon karnak » 22. Juli 2026, 18:48

Keiner bestreitet das mit den "Plünderungen" die die Russen wahrscheinlich als Reparationen angesehen haben. Ist aber etwas ganz anderes als das was in Thüringen abgelaufen ist, da ging es nicht um " Plünderungen", da ging es um die Sicherung von militärischer Hochtechnolgie als Vorteilsnahme für eine schon festgeschriebene militärische Konfrontation mit einem NOCH Verbündeten. Man hätte es ja gerne gesehen wenn der Adolf das erledigt hätte, hat aber leider nicht geklappt ,also musste eine neue Variante in die Gänge kommen [grin]
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 22. Juli 2026, 18:51

karnak hat geschrieben:Keiner bestreitet das mit den "Plünderungen" die die Russen wahrscheinlich als Reparationen angesehen haben. Ist aber etwas ganz anderes als das was in Thüringen abgelaufen ist, da ging es nicht um " Plünderungen", da ging es um die Sicherung von militärischer Hochtechnolgie als Vorteilsnahme für eine schon festgeschriebene militärische Konfrontation mit einem NOCH Verbündeten. Man hätte es ja gerne gesehen wenn der Adolf das erledigt hätte, hat aber leider nicht geklappt ,also musste eine neue Variante in die Gänge kommen [grin]


Überlesen?
Die Sowjets sicherten parallel gezielt deutsche Forschungs- und Rüstungsanlagen, darunter Einrichtungen der Raketenentwicklung (V1/V2). Auch wissenschaftliche Unterlagen, Laborausrüstung und Spezialisten waren ein Ziel.


Wer konnte, nahm mit, was er bekommen konnte.

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Ari@D187 » 22. Juli 2026, 19:03

augenzeuge hat geschrieben:
Die Sowjets sicherten parallel gezielt deutsche Forschungs- und Rüstungsanlagen, darunter Einrichtungen der Raketenentwicklung (V1/V2). Auch wissenschaftliche Unterlagen, Laborausrüstung und Spezialisten waren ein Ziel.


Wer konnte, nahm mit, was er bekommen konnte.

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Nun, die russischen Freunde beraubten der SBZ durch Demontagen grob 40% ihrer Industriekapazität.

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon pentium » 22. Juli 2026, 19:17

augenzeuge hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Keiner bestreitet das mit den "Plünderungen" die die Russen wahrscheinlich als Reparationen angesehen haben. Ist aber etwas ganz anderes als das was in Thüringen abgelaufen ist, da ging es nicht um " Plünderungen", da ging es um die Sicherung von militärischer Hochtechnolgie als Vorteilsnahme für eine schon festgeschriebene militärische Konfrontation mit einem NOCH Verbündeten. Man hätte es ja gerne gesehen wenn der Adolf das erledigt hätte, hat aber leider nicht geklappt ,also musste eine neue Variante in die Gänge kommen [grin]


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Zumal Werner von Braun mit seinen Leuten schon im fernen Bayern weilte.
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Gerd Böhmer » 22. Juli 2026, 19:46

ich habe diesen Thread gerade einmal durchgeschaut.
Das Vorgehen der Siegermächte in Mitteldeutschland und Berlin entsprach den Vereinbarungen gemäss dem Londoner Protokoll vom Herbst 1944, der Konferenz von Jalta im Januar 1945, sowie der Erklärung der Siegermächte vom 04. Juni 1945. Es wurde vereinbart, das sich die Westalliierten aus Mitteldeutschland zurück ziehen und im Gegenzug ihre Sektoren in Berlin übernehmen. Darin wurde schriftlich auch die Vereinbarung über den Zugang der Westalliierten nach Berlin geregelt (ein Strassen-, Eisenbahn- und Luftkorridor). Weitere Beschlüsse wurden im Sommer 1945 auf der Konferenz von Potsdam gefasst, die letzte Vereinbarung war das Viermächteabkommen des Jahres 1971.
Zu den Ursachen der Berlin-Blockade 1948/49 siehe unter http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=160&t=16912&p=494299&hilit=p494299 ...
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Icke46 » 22. Juli 2026, 21:07

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Keiner bestreitet das mit den "Plünderungen" die die Russen wahrscheinlich als Reparationen angesehen haben. Ist aber etwas ganz anderes als das was in Thüringen abgelaufen ist, da ging es nicht um " Plünderungen", da ging es um die Sicherung von militärischer Hochtechnolgie als Vorteilsnahme für eine schon festgeschriebene militärische Konfrontation mit einem NOCH Verbündeten. Man hätte es ja gerne gesehen wenn der Adolf das erledigt hätte, hat aber leider nicht geklappt ,also musste eine neue Variante in die Gänge kommen [grin]


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Mal abgesehen davon, dass der Mann Wernher von Braun hieß: Was ich interessant fand, ist, dass die Amis, nachdem sie alles hatten, was sie wollten, ihre Hiwis als das behandelt haben, was sie waren - Altnazis.
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 22. Juli 2026, 21:11

Nur den Braun nicht. Der schaffte es sogar Kennedy zu überzeugen, auf dem Mond zu landen.

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 23. Juli 2026, 12:53

Die ersten Sektorenschilder in Berlin sahen noch anders aus.

Erst hieß es es. Entering the.... später you are leaving.. [grins]

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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Edelknabe » 23. Juli 2026, 15:00

Das Mädel hat aber tolle Schuhe an, das wäre direkt was fürs Heute, ordentlich besohlt und dazu luftig sommerlich leicht gekleidet. Also echt was die Sowjets abgebaut haben nee, wir im Urlaub in der Uckermark und selbst Dörfer rund um Templin hatten zu Reichszeiten Bahnanschluss? Das war Moderne pur und heute, da ist bis auf paar Meter Schiene über die Landstrasse alles weg? Aber war ja folgerichtig weil der Deutsche bei Denen(den Sowjets) auch keinen Stein auf dem anderen gelassen hatte.Und am Ende sogar den Schienenwolf bemühte, diese Verbrecher. Da war das wohl mehr wie gerecht, diese Reparationen.

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon pentium » 23. Juli 2026, 16:57

augenzeuge hat geschrieben:Die ersten Sektorenschilder in Berlin sahen noch anders aus.

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Berlin gehört nicht zu Mitteldeutschland
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon pentium » 23. Juli 2026, 17:00

Edelknabe hat geschrieben:Das Mädel hat aber tolle Schuhe an, das wäre direkt was fürs Heute, ordentlich besohlt und dazu luftig sommerlich leicht gekleidet. Also echt was die Sowjets abgebaut haben nee, wir im Urlaub in der Uckermark und selbst Dörfer rund um Templin hatten zu Reichszeiten Bahnanschluss? Das war Moderne pur und heute, da ist bis auf paar Meter Schiene über die Landstrasse alles weg? Aber war ja folgerichtig weil der Deutsche bei Denen(den Sowjets) auch keinen Stein auf dem anderen gelassen hatte.Und am Ende sogar den Schienenwolf bemühte, diese Verbrecher. Da war das wohl mehr wie gerecht, diese Reparationen.

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Klar die Schuhe sind natürlich ganz wichtig für das Thema....
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 23. Juli 2026, 17:38

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Die ersten Sektorenschilder in Berlin sahen noch anders aus.

Erst hieß es es. Entering the.... später you are leaving.. [grins]

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Berlin gehört nicht zu Mitteldeutschland


Genau das hab ich erwartet. [angst] Ich hoffe nur, es interessiert keinen. [grins]

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Ari@D187 » 23. Juli 2026, 17:48

Nun, das Kriegsende in Mitteldeutschland ist nunmal nicht völlig unabhängig vom Kriegsende in Berlin. Und auch wiederum nicht unabhängig vom 20. Juli, aus dessen Thema das hier vorliegende entstand.

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon andr.k » 23. Juli 2026, 18:52

pentium hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Das Mädel hat aber tolle Schuhe an, das wäre direkt was fürs Heute, ordentlich besohlt und dazu luftig sommerlich leicht gekleidet. Also echt was die Sowjets abgebaut haben nee, wir im Urlaub in der Uckermark und selbst Dörfer rund um Templin hatten zu Reichszeiten Bahnanschluss? Das war Moderne pur und heute, da ist bis auf paar Meter Schiene über die Landstrasse alles weg? Aber war ja folgerichtig weil der Deutsche bei Denen(den Sowjets) auch keinen Stein auf dem anderen gelassen hatte.Und am Ende sogar den Schienenwolf bemühte, diese Verbrecher. Da war das wohl mehr wie gerecht, diese Reparationen.

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Klar die Schuhe sind natürlich ganz wichtig für das Thema....

Das fortwährende Gemecker darüber, dass etwas nicht zum Thema passe, mindert zunehmend die Bereitschaft, hier noch Beiträge zu verfassen. Verbirgt sich dahinter möglicherweise ein System?

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. Juli 2026, 19:50

Ari@D187 hat geschrieben:Nun, das Kriegsende in Mitteldeutschland ist nunmal nicht völlig unabhängig vom Kriegsende in Berlin. Und auch wiederum nicht unabhängig vom 20. Juli 1944, aus dessen Thema das hier vorliegende entstand.
Ari

Korrekt, wurden noch Ende April 1945 noch Kräfte aus Mitteldeutschland für den Endkampf um Berlin abgezogen, nur konnten diese Kräfte am Kriegsende nichts mehr ändern, der Entsatzversuch für Berlin scheiterte und die Stadt kapitulierte mit den Resten der deutschen Wehrmacht unter General Weidling am 02. Mai 1945.
29. April 1945 Funkspruch aus dem Führerbunker in Berlin an Generaloberst Jodl: "wo sind die Spitzen von Wenck ? Wann greifen Sie weiter an ? Wo ist die 9. Armee ? Wohin bricht die 9. Armee durch ? Wo sind die Spitzen von Holste ?

Am 30. April 1945 kam dann die Meldung, das die Armee Wenck südlich Berlins im Bereich Schwielowsee, Ferch-Lienewitz den Kampf einstellen musste und der Entsatzangriff auf Berlin nicht fortgesetzt werden könne. Ein grosser Teil der noch verbliebenen deutschen Truppenteile zog sich anschliessend über die Elbe auf von den Westalliierten besetztes Gebiet zurück.
Am 07. Mai 1945 wurde von Generaloberst Jodl, der am Tag zuvor noch von Dönitz eine militärische Auszeichnung erhalten hatte, im alliierten Hauptquartier von Eisenhower in Reims die Kapitulation Deutschlands unterzeichnet.
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon andr.k » 23. Juli 2026, 21:15

Generaladmiral von Friedeburg wurde in Eisenhowers Hauptquartier in Reims gebracht, wo sich ihm am 6. Mai Generaloberst Jodl anschloß. Sie versuchten, eine Teilkapitulation an der Westfront auszuhandeln und im übrigen Zeit zu gewinnen, damit sich ein größtmöglicher Teil ihrer Armee und der Flüchtlinge von der russischen Front absetzen und die von den Westmächten kontollierten Gebiete gelangen konnte. Eisenhower stellte ein zeitlich befristetes Ultimatum auf Gesamtkapitulation.

Jodl meldete Dömitz: "General Eisenhower besteht darauf, dass wir heute unterzeichnen. Widrigenfalls werden Personen, die sich einzeln ergeben wollen, an der Westfront abgewiesen werden. Ich sehe keinen Ausweg: Unterzeichnung oder Chaos. Bitte bestätigen Sie mir unverzüglich durch Funk, dass ich zur Unterzeichnung der Kapitulation bevollmächtigt bin."


Die totale bedingungslose Kapitulation wurde am 7. Mai, 02:41 Uhr morgens, in Gegenwart von russischen und französischen Offizieren von den Generälen Bedell Smith und Jodl unterzeichnet. Dementsprechend endeten alle Feindseligkeiten am 8. Mai um Mitternacht. In den Frühstunden des 9. Mai organisierten die Russen in Berlin die Ratifikation durch das Oberkommando der Wehrmacht. Für Eisenhower zeichnete Oberluftmarschall Tedder, für die Russen Marschall Schukow und für Deutschland Generalfeldmarschall Keitel.

So lese ich es in meinen Quellen.
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 23. Juli 2026, 21:23

andr.k hat geschrieben: In den Frühstunden des 9. Mai organisierten die Russen in Berlin die Ratifikation durch das Oberkommando der Wehrmacht. Für Eisenhower zeichnete Oberluftmarschall Tedder, für die Russen Marschall Schukow und für Deutschland Generalfeldmarschall Keitel.


https://shorturl.at/kNIIl

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon andr.k » 24. Juli 2026, 12:12

In Deutschland rückten die Armeen der Sieger von allen Seiten mit unwiderstehlicher Kraft heran, und der sie trennende Raum schwand von Tag zu Tag. Anfang April hatte Eisenhower den Rhein überschritten und stieß nach Deutschland und Mitteleuropa hinein vor, und wenn der Gegner auch an manchen Orten Widerstand leistete, war er doch außerstande, das Vorstürmen der siegreichen Armeen einzudämmen. Viele militärische und politische Entscheidungen von größter Tragweite reiften an. Polen ereilte in dieser Zeit leider keine Hilfe. Ähnlich standen die Dinge um Wien. Die Russen setzten sich nach einem Zangenangriff von Osten und Süden am 13. April in den Besitz der Stadt. Dagegen schien nichts die westlichen Alliierten davon abzuhalten, Berlin zu nehmen. Die Russen standen nur noch sechzig Kilometer von der Stadt entfernt, aber die Deutschen hatten sich vor Ort eingegraben, und die Rote Armee sollte noch schwere Kämpfe zu führen haben, ehe sie den Übergang erzwingen und den letzten Vormarsch beginnen konnte.

Die neunte Armee andererseits war in einem Blitzvorstoß am 12. April bei Magdeburg über die Elbe gegangen und stand noch etwa hundert Kilometer von Berlin entfernt. Aber hier blieb sie stehen. Vier Tage später setzte die Rote Armee zum Angriff an und schloss am 25. die Hauptstadt ein. Stalin hatte Eisenhower mitgeteilt, er werde seinen Hauptschlag ungefähr in der zweiten Maihälfte führen, doch war er imstande, schon einen ganzen Monat früher zuzuschlagen. Der schnelle Vormarsch der Westarmeen zur Elbe mag dazu etwas beigetragen haben.

Am selben 25. April traf die Vorhut der amerikanischen Ersten Armee, die aus Leipzig kam, bei Torgau an der Elbe auf die Rote Armee. Die Zerschneidung Deutschlands in zwei Teile war damit abgeschlossen. Die deutsche Armee löste sich faktisch auf.
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Gerd Böhmer » 24. Juli 2026, 14:26

andr.k hat geschrieben:In Deutschland rückten die Armeen der Sieger von allen Seiten mit unwiderstehlicher Kraft heran ... Dagegen schien nichts die westlichen Alliierten davon abzuhalten, Berlin zu nehmen.
Am selben 25. April 1945 traf die Vorhut der amerikanischen Ersten Armee, die aus Leipzig kam, bei Torgau an der Elbe auf die Rote Armee. Die Zerschneidung Deutschlands in zwei Teile war damit abgeschlossen. Die deutsche Armee löste sich faktisch auf.

Ergänzend dazu, an diesem Tag, dem 25. April 1945 vereinigten sich die beiden auf Berlin vorrückenden Teile der Roten Armee westlich von Berlin bei Ketzin, damit war Berlin eingeschlossen. Im Stadtgebiet von Berlin standen die Einheiten der Roten Armee bereits am Eisenbahninnenring. Die Stadtgrenze Berlins wurde bei Eiche/Ahrensfelde bereits am 21. April 1945 erreicht. Für die Westalliierten lag Berlin im zukünftigen Einflussbereich der Sowjetunion und war somit laut Eisenhower "nur noch ein geographischer Ort auf der Landkarte".
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon andr.k » 24. Juli 2026, 15:31

Gerd Böhmer hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:In Deutschland rückten die Armeen der Sieger von allen Seiten mit unwiderstehlicher Kraft heran ... Dagegen schien nichts die westlichen Alliierten davon abzuhalten, Berlin zu nehmen.
Am selben 25. April 1945 traf die Vorhut der amerikanischen Ersten Armee, die aus Leipzig kam, bei Torgau an der Elbe auf die Rote Armee. Die Zerschneidung Deutschlands in zwei Teile war damit abgeschlossen. Die deutsche Armee löste sich faktisch auf.

Ergänzend dazu, an diesem Tag, dem 25. April 1945 vereinigten sich die beiden auf Berlin vorrückenden Teile der Roten Armee westlich von Berlin bei Ketzin, damit war Berlin eingeschlossen. Im Stadtgebiet von Berlin standen die Einheiten der Roten Armee bereits am Eisenbahninnenring. Die Stadtgrenze Berlins wurde bei Eiche/Ahrensfelde bereits am 21. April 1945 erreicht. Für die Westalliierten lag Berlin im zukünftigen Einflussbereich der Sowjetunion und war somit laut Eisenhower "nur noch ein geographischer Ort auf der Landkarte".



andr.k hat geschrieben:Vier Tage später setzte die Rote Armee zum Angriff an und schloss am 25. die Hauptstadt ein.


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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon augenzeuge » 24. Juli 2026, 16:00

Wo waren in Mitteldeutschland die Kämpfe besonders verlustreich?
Wo verhinderte die SS die friedliche Übergabe?

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Ari@D187 » 24. Juli 2026, 17:10

Gerd Böhmer hat geschrieben:[...]Für die Westalliierten lag Berlin im zukünftigen Einflussbereich der Sowjetunion und war somit laut Eisenhower "nur noch ein geographischer Ort auf der Landkarte".

Die Aufteilung der Sektoren stand ja auch größtenteils bereits fest.

In Bezug auf Mitteldeutschland: Eisenhower sendete bereits am 28. März 1945 ein Telegramm an Stalin, in dem er ankündigte, den Hauptstoß Richtung Erfurt–Leipzig–Dresden zu führen, um die Wehrmacht zu spalten. Und das unter Umgehung Berlins. Rund um den 28. März war genau der Zeitraum, als die Amis hier die Orte besetzten und es war ihnen wohl klar, wie schnell sie z.B. Leipzig erreichen konnten, falls der Widerstand nicht erheblich zunehmen würde. Aber wahrscheinlich war, je weiter man im Osten wohnte, jeder froh, von den Amis statt von den Russen "befreit" zu werden.

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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon Gerd Böhmer » 24. Juli 2026, 19:11

Ari@D187 hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:[...]Für die Westalliierten lag Berlin im zukünftigen Einflussbereich der Sowjetunion und war somit laut Eisenhower "nur noch ein geographischer Ort auf der Landkarte".

Die Aufteilung der Sektoren stand ja auch größtenteils bereits fest.
In Bezug auf Mitteldeutschland: Eisenhower sendete bereits am 28. März 1945 ein Telegramm an Stalin, in dem er ankündigte, den Hauptstoß Richtung Erfurt – Leipzig – Dresden zu führen, um die Wehrmacht zu spalten. Und das unter Umgehung Berlins. Rund um den 28. März 1945 war genau der Zeitraum, als die Amis hier die Orte besetzten und es war ihnen wohl klar, wie schnell sie z.B. Leipzig erreichen konnten, falls der Widerstand nicht erheblich zunehmen würde. Aber wahrscheinlich war, je weiter man im Osten wohnte, jeder froh, von den Amis statt von den Russen "befreit" zu werden.
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@ ari@D187 - Das ist auch in Deinem Sinne historisch belegt.
@ andr.k - ich wollte in meinem Beitrag vom heutigen Nachmittag, 15:26 Uhr Deine Ausführungen im Beitrag von 13:12 Uhr lediglich ergänzen und deswegen einleitend geschrieben Ergänzend dazu ...
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Re: Kriegsende in Mitteldeutschland

Beitragvon andr.k » 24. Juli 2026, 19:56

Ari@D187 hat geschrieben:In Bezug auf Mitteldeutschland: Eisenhower sendete bereits am 28. März 1945 ein Telegramm an Stalin, in dem er ankündigte, den Hauptstoß Richtung Erfurt–Leipzig–Dresden zu führen, um die Wehrmacht zu spalten. Und das unter Umgehung Berlins. Rund um den 28. März war genau der Zeitraum, als die Amis hier die Orte besetzten und es war ihnen wohl klar, wie schnell sie z.B. Leipzig erreichen konnten, falls der Widerstand nicht erheblich zunehmen würde. Aber wahrscheinlich war, je weiter man im Osten wohnte, jeder froh, von den Amis statt von den Russen "befreit" zu werden.


Genau, Eisenhowers Plan sah vor, nach der Einkesselung des Ruhrgebiets seinen Hauptstoß in Richtung Erfurt, Leipzig und Dresden zu führen, um dort mit der Roten Armee zusammenzutreffen. Dies hätte zur Aufspaltung der deutschen Streitkräfte geführt. Ein sekundärer Vorstoß über Regensburg nach Linz, bei dem er ebenfalls auf die Rote Armee hoffte, sollte zudem die Konsolidierung des deutschen Widerstands in der "Festung Alpenland" verhindern.
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