Icke46 hat geschrieben:Also, für sowas braucht man keinen Erfinder, das wurde schon gemacht. Allerdings wurden die Tiere dann eher per Flugzeug in ihre Heimatgewässer überführt. Ist aber vermutlich eine Kostenfrage - und auch eine der Gesundheit: was nutzt die Überführung, wenn das Tier dann in den heimischen Gewässern verendet?
In der Regel werden keine Wale direkt aus der freien Wildbahn per Flugzeug transportiert. Die meisten Flugtransporte betreffen Tiere, die aus der Gefangenschaft (Aquarien) stammen und in Schutzgebiete oder andere Einrichtungen überführt werden.
Es gibt jedoch seltene Fälle von Rettungsaktionen gestrandeter Tiere, bei denen Flugzeuge oder Hubschrauber eine Rolle spielten, sowie spektakuläre Auswilderungsprojekte: [1]
* Rettungsversuche gestrandeter Wale:
* Im Jahr 2022 wurde versucht, einen in der Seine (Frankreich) verirrten [Beluga-Wal] zu retten. Er wurde mit einem Kran aus dem Fluss gehoben und in einem gekühlten Lastwagen transportiert, verstarb jedoch während der Fahrt zum Hafen. Ein Flugtransport war hier nicht möglich, da das Tier bereits zu geschwächt war.
* Es gibt Berichte über kleinere Wale (wie Grindwale), die nach Strandungen per Hubschrauber in tiefere Gewässer zurückgebracht wurden, um ihnen den langen Weg über Land zu ersparen.
* Auswilderung ehemals gefangener Wale:
* Der bekannteste Fall ist der Orca Keiko (bekannt aus "Free Willy"). Er lebte jahrelang in Gefangenschaft und wurde 1998 mit einer [C-17 Globemaster III] der US-Luftwaffe nach Island geflogen, um ihn dort wieder an ein Leben in Freiheit zu gewöhnen.
* Auch die Belugas Little Grey und Little White stammten aus einem Aquarium in China. Ihr Flug nach Island im Jahr 2019 diente dazu, sie in einem [naturnahen Schutzgebiet] unterzubringen, wo sie zwar betreut werden, aber in einer natürlichen Meeresbucht leben. [2, 3, 4, 5, 6]
Warum ist das so selten?
Der Transport eines wilden Wals ist extrem riskant. Wilde Tiere stehen unter massivem Stress, wenn sie aus ihrem Element geholt werden. Zudem sind die logistischen Anforderungen (riesige Wassertanks, konstante Kühlung, medizinische Überwachung) so gewaltig, dass sie fast nur bei langfristig geplanten Umzügen von Tieren aus menschlicher Obhut realisierbar sind. [7, 8, 9, 10, 11]