Stasi Akten öffnen oder schließen?

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 12. März 2026, 07:49

Das erstaunt mich auch. Ich weiß nicht, ob es früher weniger waren. Meine ist von1984.. Und heute weiß ich, dass die Überwachung im Westen anfangs noch erfolgte.

Aus der Akte geht hervor, dass der Aufwand riesig war. Soviel zum Normalo der an die Fleischtöpfe wollte,... [flash]

Aus diesem Grund und natürlich aufgrund meines Verhaltens wurde die Sache vorgeschlagen. Das ich zuvor auch bei Vogel war, eine Rechtsanwältin aus Berlin West sich bemühten, steht nicht in der Akte.

AZ
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon karnak » 12. März 2026, 10:21

augenzeuge hat geschrieben:
Ich staune. Die volle Fehlinterpretation! Das liest du alles aus den Schnipseln heraus? Also ob das alles so einfach gewesen wäre. Du tust so, als ob es völlig normal war, dass jemand ohne nix zu tun, rauskam.
Keine Ahnung, was die alles versucht haben, mich zu halten. Bei Gelegenheit kann ich es ja mal erzählen. Aber ich werde meine Akte hier nicht ausbreiten.

Karnak, hatte denn ein unauffälliger Antragsteller, der nur an die Fleischtöpfe wollte, ne OPK? Oder gabs da vielleicht etwas, warum, die eröffnet wurde?
Etwas enttäuscht über deine fehlenden Kenntnisse bin ich schon. Aber das zeigt, dass MfS eben nicht gleich MfS war.

Was waren denn die Ziele des MfS bei einem OPK-"Patienten"? Wer die kennt, versteht auch, dass am Ende gar nix anderes stehen konnte. Also, ehrlich.

AZ

Eine OPK war sowas wie eine Voruntersuchung, die bekam faktisch jeder verpasst der Irgendwie ins Blickfeld des MfS geriet, im Positiven wie im Negativen. Der Mensch wurde durchleuchtet und Erkenntnisse zu seinem Umfeld und Tun gesammelt. Gab es irgendwas" feindlich- negatives" konnte ein OV , ein operativer Vorgang, angelegt werden, dass war dann das was man sich unter dieser Stasispizelei vorstellt. Bei Dir gab es diese Erweiterung augenscheinlich nicht, die OPG wurde eingestellt und nicht zum OV erweitert. Das ist dem eingestellten Text zu entnehmen, ich kann es nicht ändern. [flash] Da Du mehr von Deiner Akte nicht zeigen willst sind auch keine weiteren Schlüsse möglich. Und dann ist es für mich so, wenn Opfer der Stasi und der Diktatur, die sich ja eigentlich dafür nicht schämen müssen, eher im Gegenteil, ein Geheimnis um ihre vermeintliche Akte machen die alles beweisen soll. Also ich finde das zumindest merkwürdig, eigentlich macht es mich eher misstrauisch. [grin] Und ich begegne immer wieder dieser Merkwürdigkeit. Als Beispiel hier nur der Steffen52 oder der Hans genannt. [hallo]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon karnak » 12. März 2026, 10:34

augenzeuge hat geschrieben:Das erstaunt mich auch. Ich weiß nicht, ob es früher weniger waren. Meine ist von1984.. Und heute weiß ich, dass die Überwachung im Westen anfangs noch erfolgte.



AZ

[grin] Du sagst jetzt wirklich allen Ernstes Du wurdest im Westen weiter überwacht? Da ich das als kleiner Eternitbudensitzer nun alles nur aus der Theorie kenne, dass müsstest Du mir schon irgendwie an einem, wenigstens kleinen, Detail belegen. [flash] Denn dann müsstest Du in der DDR schon eine fette aufsässige Person gewesen sein, und das wäre nicht mit einer OPK erledigt gewesen. [hallo]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 12. März 2026, 11:03

Natürlich gab es eine Erweiterung zum OV. Ich habe das jetzt nicht im Kopf, ich reiche die Info, ob es so war, noch nach. Ich glaube, die wurde nach meinem Besuch in der StäV eröffnet.

Und was den Westen betrifft, es gibt eine Notiz zu meiner neuen Wohnung, die später erfolgte. Die Zusammenfassung der Akte oben entstand auch erst später.

Um es deutlich zu machen, ich war nie der Widerstandskämpfer, wie z. B Sparta. Mit war es nicht egal ob ich im Knast Lande. Ich habe sehr genau überlegt, was ich wann tue. Natürlich bestand die Gefahr der feindlichen Verbindungsaufnahme, als ich mir Zugang zur StäV verschafft habe. Aber ich hab das von mir aus sofort offen kommuniziert, es als legitime Info dargestellt. Natürlich habe ich nicht erzählt, dass Vogel und Frau von der Schulenburg involviert worden waren . Aber natürlich hatte das Folgen. Die PM 12 kam, im Job setzte Schikane ein.

Einiges musste ich tun, ich war überzeugt, sonst versauere ich dort. Am Ende wars auch erfolgreich. Mir ging es nicht um Fleischtöpfe, ausschließlich um ein freies, selbst bestimmtes Leben. Das man die Leute als Besitz behandelte, konnte ich nicht mehr akzeptieren.
Übrigens, das Studium, was mir anfangs verweigert wurde, sollte ich plötzlich machen dürfen. Ich muss zugeben, sie kämpften auch. Aber es war zu spät. Am Ende wollte ich nur weg. Leider hatten sie mich zu lange hingehalten. Am Ende ging ich nicht alleine, nahm noch ne Bürgerin mit.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Danny_1000 » 12. März 2026, 11:34

Der olle STASI- Gaul scheint mittlerweile irgendwie tot geritten. Für Betroffene, die vom DDR- System geschurigelt oder gar eingesperrt wurden ist das sicherlich ärgerlich, weil die mehr und mehr aus dem Fokus des öffentlichen Interesses geraten.

Hier mal einige Fakten: Seit 1992 stellten etwa 3,5 Millionen Bürger ein Einsichtsersuchen in ihre Akte bei der STASI- Unterlagenbehörde. Mehr als 2 Millionen Menschen haben tatsächlich Einsicht in ihre Akte genommen was unterstellt, dass Akten gefunden und eingesehen werden konnten. Sozusagen ein persönliche Blick in 40 Jahre DDR- Unterdrückung für viele Menschen.

Runter gebrochen auf das Jahr waren das etwa 50 Tsd. Fälle bei mehr als 16 Millionen DDR- Einwohnern. Bei mehr als 1,5 Millionen Anträgen gab’s keine relevanten Unterlagen beim MfS über diese Personen.

Wobei: Ich habe recht konservativ gerechnet. Andere Quellen sprechen von 1 bis 1,2 Millionen Anträgen mit tatsächlich relevanten Funden. Quelle: Verschiedene KI- Systeme
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon karnak » 12. März 2026, 12:11

augenzeuge hat geschrieben:Natürlich gab es eine Erweiterung zum OV. Ich habe das jetzt nicht im Kopf, ich reiche die Info, ob es so war, noch nach. Ich glaube, die wurde nach meinem Besuch in der StäV eröffnet.



AZ

Wenn das so ist. Dem was ich hier bisher lesen kann ist das aber nun mal nicht zu entnehmen. Mehr will ich ja gar nicht sagen. [grin]
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 12. März 2026, 15:27

karnak hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Natürlich gab es eine Erweiterung zum OV. Ich habe das jetzt nicht im Kopf, ich reiche die Info, ob es so war, noch nach. Ich glaube, die wurde nach meinem Besuch in der StäV eröffnet.



AZ

Wenn das so ist. Dem was ich hier bisher lesen kann ist das aber nun mal nicht zu entnehmen. Mehr will ich ja gar nicht sagen. [grin]


Ok, du hast recht, bei mir blieb es beim OPK. Ich hatte das tatsächlich nicht mehr alles im Kopf. Wir wollen ja, dass es bei der Wahrheit bleibt.

.................

Mich haben PM erreicht, mit der Frage, was das bedeutet:
Mein Ergebnis, es gab 2. Aber ich denke, der mit dem größeren verdienst wars. Richtig?

240843414727;98;84;00;;PRUEFER, PETER:;;;22125,00
160843415041;08;00;65;;PRUEFER, PETER:;;;36000,00


Die Pers.Nr. steht links (am Anfang ist das Geburtsdatum, 24.08.1943)
Die Kennzahlen folgen (sie stehen für Dienstgrade, Stufen oder Leistungsmerkmale – z. B. Entgeltgruppe/Stufe (Tarifgruppe).
Die Zahlen am Ende sind der Jahresverdienst.

Karnak kann es gern ergänzen. [hallo]

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