von Bahndamm 68 » 18. Januar 2026, 17:16
Muss ich Gedanken verschwenden für die Vordenker der anarchistischen Szene, für die gewaltbereiten Menschen?
Warum gibt es immer wieder Demonstrationen und Anschläge der rechten und linken Szene?
Warum ist die demokratische Mitte gegen Gewaltherrschaft?
Demokratie beginnt mit freien Wahlen.
Die Anarchisten untermauern ihre Macht mit Waffengewalt.
Muss das sein?
In Berlin hatten wir eine Mauer mit Stacheldraht. Es zeitigte keinerlei positive Ergebnisse, abgesehen von Todesfällen entlang dieser Demarkationslinie, und ich sah mich genötigt, die Obristen innerhalb dieser Einzäunung zu beschützen.
Welch ein Wahnsinn?
Einige Menschen missbilligen mich aufgrund des geleisteten, jedoch ungewollten Bruchs des Fahneneids. Ein anderer Teil der Menschen kann den Sprung in die freie Welt anerkennen.
Warum ist das so unterschiedlich?
Heute früh gegen 1 Uhr war ein Bericht in Tagesschau 24 über Adenauer und dessen Verhandlungen in Moskau über die Rückkehr der ehemaligen Soldaten aus den Lagern in der Sowjetunion.
Jemand, der dabei war, hat gesagt, dass die Betreuung der Rückkehrer in den Zügen bis zur sowjetischen Grenze gut war. Auf polnischem Gebiet das gleiche Spiel.
In Frankfurt/Oder angekommen 1955/1956, da waren es alles Kriegsverbrecher. Selbst eine Flasche Wasser wurde diesen Menschen in den Viehtransportwagen von Anwohnern nicht zur Verfügung gestellt.
Nach Ankunft in Friedland richtete der damalige Bundespräsident Theodor Heuss mit seiner tiefen, rauen und väterlich anmutenden Stimme lediglich die Worte „Ein herzliches Willkommen“ an die Anwesenden. Ja, und im Anschluss daran wurde die Nationalhymne gesungen. Die ausgemergelten Gestalten entblößten ihre Häupter von den einfachen Kopfbedeckungen und trugen dieses Lied zum Ausdruck der Freude und der Würdigung ihrer Heimkehr in Dankbarkeit gegenüber Adenauer und seinem diplomatischen Geschick in Moskau vor.
Tränen sind nicht nur bei mir gelaufen.
Jeder einzelne Todesfall auf der Straße und an der Mauer stellt einen Fall zu viel dar.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.