Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Warum mußte Alexander Selchow sterben? (1991)

Neuer Beitragvon SkinnyTrucky » 4. März 2017, 14:15

Mal was aus der Vergangenheit

Warum mußte Alexander Selchow sterben? (1991)

keinvergessen.wikia.com hat geschrieben:Die Tat

Der 21-jährige hatte in einem Haus in der Rosdorfer Bahnhofstraße mit Freunden Silvester gefeiert, bevor er sich kurz nach Mitternacht auf den Weg zu seiner Familie machte. In der Friedensstraße trafen Selchow und ein Freund auf die beiden 17-jährigen Nazi-Skinheads Oliver Simon und Sven Scharf, die ebenfalls in Rosdorf gefeiert hatten. Ihr Vorsatz für das neue Jahr: „Wir gehen jetzt Linke aufmischen“. Ihren vermeintlichen Feind finden sie in dem Bundeswehrsoldaten, den sie mit mehreren Messerstichen und Stiefeltritten gegen den Kopf töten. Anschließend kehren sie zur Feier zurück, berichten „wir haben einen erwischt“ und gehen schlafen.

Selchows Begleiter klingelt an einem Nachbarhaus, in dem eine Krankenschwester lebt, die erste Hilfe leistet, bis der Notarzt eintrifft. Schon kurz darauf kommt es zu Attacken der Neonazis auf die Partygäste in der Bahnhofstraße. Augenzeugen berichten: „Plötzlich stehen um 1.20 Uhr zwanzig Faschisten vor der Haustür. Sie wollen das Gebäude stürmen, werden jedoch von Polizeibeamten verscheucht. Statt nun die Faschisten zu verfolgen, um zumindest ihre Personalien festzustellen, beginnen die Beamten, die Anwesenden zu durchsuchen. Durch dieses Polizeiverhalten ermutigt, versuchen die Nazis noch weitere vier Male, die Menschen in der Bahnhofstraße anzugreifen“.


Justiz

Ab August 1991 fand die juristische Aufarbeitung der Tat zum Jahreswechsel statt: im so genannten Silvestermord-Prozess mussten sich Oliver Simon und Sven Scharf vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Wegen ihres Alters zum Tatzeitpunkt wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, die Eltern von Alexander Selchow verfolgen die Verhandlung im Gerichtssaal. Knapp ein Jahr nach der Tat wurde Simon als Haupttäter wegen schwerer Körperverletzung mit Todesfolge zu einer sechsjährigen Jugendstrafe verurteilt, die Rede ist von „verminderter Schuldfähigkeit“. Sven Scharf erhielt „als Denkzettel“ vier Wochen Dauerarrest, den er aufgrund der Untersuchungshaft nicht antreten musste.





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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 9. März 2017, 17:49

Sahra Wagenknecht:
„Ich hatte ja keinen Migrationshintergrund, aber ich sah fremdländisch aus“ berichtete Wagenknecht gegenüber dem „Zeit Magazin“ von ihrer Kindheit in der DDR. Sie ist die Tochter einer Deutschen und eines Iraners. „Da gab es immer wieder unschöne Erlebnisse, Kinder, die mich gehänselt haben.“


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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 9. März 2017, 18:55

Gestern Abend beim "Singspiel" gab es die Sahra gleich in dreifacher Ausführung auf der Bühne und dann natürlich noch im original am Biertisch.

Ich war begeistert. [grins] [hallo]

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon pentium » 9. März 2017, 19:02

Spartacus hat geschrieben:Gestern Abend beim "Singspiel" gab es die Sahra gleich in dreifacher Ausführung auf der Bühne und dann natürlich noch im original am Biertisch.

Ich war begeistert. [grins] [hallo]

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Es gab aber schon bessere Nockherberg Reden und Singspiele.

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 9. März 2017, 19:08

Die Rede war schlecht, aber das Singspiel fand ich gut, vor allem halt die Sahra und dann natürlich die kiffende Merkel, im Rausch verbandelt mit Schulz. [flash]

LG

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 11. März 2017, 15:37

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Keine Satire, sondern bittere Realität.

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon HPA » 11. März 2017, 19:05

Schwachsinn
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 11. März 2017, 19:18

Ab 2017: Jeder, der Erdogan Widerspruch entgegenbringt. [grins]
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon steffen52 » 11. März 2017, 19:49

HPA hat geschrieben:Schwachsinn


Deine Meinung, mehr aber nicht! Ein Großteil der Bevölkerung sieht es so, natürlich außer eben Ausnahmen. [denken]
Gruß steffen52
Menschen sind in drei Kategorien zu unterteilen: Die Wenigen, die dafür sorgen, das etwas geschieht...., die Vielen, die zuschauen, wie etwas geschieht...,und die überwältigte Mehrheit, die keine Ahnung hat, was überhaupt geschieht...
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon HPA » 11. März 2017, 19:58

Na klar Steffen, der Großteil... [flash]

Ein Großteil der Bevölkerung sieht es so


Glauben oder Wissen?

Bild
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon HPA » 2. Oktober 2019, 16:35

Der Nauener Ex NPD Funktionär Maik Schneider ist erneut in einem Revisionsprozess wegen Brandstiftung zu über 9 Jahren Haft verurteilt worden:

https://m.tagesspiegel.de/berlin/hohe-h ... ph9l-hw85E
HPA
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon HPA » 3. Oktober 2019, 13:16

Einst marschierte er...
...mit diversen AfD-"Spitzenpolitikern" wie Franz Wiese oder Christoph Berndt bei "Bärgida" um sich die "deutsche Männlichkeit" zurückzuholen und "echt deutsche Traditionen," wie den Hitlergruß, zu pflegen.
Dann zeigte er sich als leicht inkontinent in der Straßenbahn und versuchte die "deutsche Tradition" des Zündelns zu pflegen.
Anders gesagt: Christoph Schulze ist ein echter "Herrenmensch" (wie er im Gericht auch betont hat) und gehört zu "Alices Messermännern und sonstigen Taugenichtsen" die echten "deutschen Dichter und Denker". Natürlich hat er auch als "Flüchtling" gezeigt, wie "deutsche Tradition und Werte" aussehen und was ein echter "Herrenmensch" ist.
Seit November 2018 sitzt der "Flüchtling" jetzt in einem Gefängnis in Kambodscha. Ob er ausgeliefert wird ist fraglich, er kann sich da aber sicher glücklich schätzen, schließlich weiß man als "Herrenmensch", dass es in Deutschland ohnehin nur "schlechte Knäste" gibt.

https://m.tagesspiegel.de/rechtsextreme ... fXHvzr4aF4
HPA
 

Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 3. November 2019, 11:42

Der Schock war groß nach der Landtagswahl in Thüringen: 24 Prozent für die AfD – wie kann das sein? Wie kann eine Partei, deren Spitzenkandidat offen rechtsextrem und faschistisch auftritt, derart großen Zuspruch erhalten? Wer in Ostdeutschland aufgewachsen ist, der weiß: Der Rechtsextremismus war schon immer da.

Auf Twitter lässt sich das jetzt gut beobachten. Unter dem Hashtag #Baseballschlaegerjahre teilen Menschen ihre Erfahrungen mit gewaltbereiten Neonazis, vor allem in Ostdeutschland, vor allem in den Neunzigern. „Verprügelt und zusammengetreten weil ich Punk war“, schreibt etwa ein Nutzer. „Und niemand, nicht einmal die eigenen Eltern glaubten mir, dass es Nazis waren.“ Eine andere Userin erzählt von einem Club in Ost-Berlin, in dem sie in den 1990ern gearbeitet habe.

„Die kleine Tresenfrau bekam einen Aschenbecher ins Gesicht“

„Wegen diverser Vorfälle wurde Skins der Eintritt verboten“, schreibt sie. „Kurz danach eines Nachts Hooligan-Überfall, nur noch wenige Gäste, ich, 2 Kolleginnen und 2 Kollegen da, wir wurden verprügelt, ich mit Springerstiefeln in den Unterleib getreten. Die kleine Tresenfrau bekam einen Aschenbecher ins Gesicht geschlagen. Der Laden wurde verwüstet.“ „Nazis, die mit Teleschläger und Schlagring an der Haltestelle aufs Unterrichtsende warten“, schreibt ein weiterer User. „‘Besuch‘ in den Hofpausen, wenn man was falsches sagt.“ Ob die Berichte alle einzeln so stimmen, lässt sich nicht überprüfen. Wer jedoch die hunderten Erzählungen auf Twitter zusammennimmt, für den ergibt sich ein klares Bild.

https://www.focus.de/politik/deutschlan ... 99093.html
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 5. November 2019, 10:36

Ist rechte Gewalt im Osten ein Erbe der DDR?

Almuth Berger war Ausländerbeauftragte der DDR. Heute fühlt sie sich oft an den Rassismus der Wendezeit erinnert. Woher kommt der Hass, Frau Berger?

Es muss Ende der 80er Jahre gewesen sein. Almuth Berger war Pfarrerin der Bartholomäus-Gemeinde in Friedrichshain, Ost-Berlin. Sie hatte von einem Angriff auf einige Vietnamesen gehört. Rassistische Beleidigungen, ganz in der Nähe ihrer Kirche. Es war eine Zeit, in der die wenigen schwarzen Menschen in der DDR oft „Braunkohle“ genannt und Vietnamesen „Fidschies“ gerufen wurden.

Die Pfarrerin ging also, so war der Dienstweg, zum Mitarbeiter der Stadtverwaltung für Inneres, wollte die Tat anzeigen. „Liiiebe Frau Berger“, habe der Mann gesagt, „sie wissen doch: Ausländerfeindlichkeit gibt es bei uns nicht – bei uns gibt es nur Solidarität!“

Einige Jahre später, die Mauer war gerade gefallen, gab es diesen Moment, da dachte Berger, es laufe etwas gewaltig aus dem Ruder. Es war der 25. November 1990. In der Nacht war der angolanische Vertragsarbeiter Amadeo Antonio Kiowa im brandenburgischen Eberswalde von einer Gruppe Neonazis angegriffen worden.

Er wurde brutal verprügelt, einer der Täter sprang Kiowa mit beiden Füßen auf den Kopf. Da lag er schon am Boden. Kiowa starb an seinen schweren Verletzungen. Während der Tat hielten sich Polizisten ganz in der Nähe auf. Sie griffen nicht ein.


Baseballschlägerjahre. So nennt der in Frankfurt/Oder aufgewachsene Journalist Christian Bangel diese Zeit nach der Wende. Die DDR war zusammengebrochen und es schien, als breite sich an Stelle des zerbröselnden SED-Regimes ein Recht des Stärkeren, Brutaleren aus. Rostock-Lichtenhagen, Hoyerswerda und Guben sind Ortsnamen, die sich durch unfassbare Gewalttaten in das kollektive Gedächtnis eingebrannt haben. Migranten und Andersaussehende wurden von Rechtsextremen gejagt, verprügelt, ermordet. Nicht nur im Osten, ja – aber dort besonders.

9000 Propaganda- und Gewalttaten unter Verschluss

In der DDR, sagt sie, sei viel von Völkerfreundschaft geredet worden, aber im täglichen Leben habe das kaum eine Rolle gespielt. Rechtsradikalismus und Rassismus durfte es hinter dem sogenannten antifaschistischen Schutzwall nicht geben. Die Bösen, das waren die anderen. Hakenkreuzschmierereien an Schulen oder Heil-Hitler-Rufe gab es zwar. Sie wurden von den Verantwortlichen aber als Dumme-Jungen-Streiche abgetan und als bedauerliche Einzelfälle.

Der Historiker Harry Weibel hat in jahrelanger Archivforschung fast 9000 Propaganda- und Gewalttaten gegen Ausländer gefunden, die die DDR-Staatssicherheit unter Verschluss hielt. Bei etwa 200 Anschlägen wurden Tausende Menschen aus 30 Ländern verletzt, mindestens zehn kamen ums Leben, einige von ihnen wurden geradezu gelyncht. Weibel kommt in einem Beitrag für die „Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat“ zu dem Schluss, dass die rassistischen Übergriffe der Neunziger und Nullerjahre nahtlos an diese Tradition anschließen.

Nachdem 1989 die Mauer geöffnet wurde, brach die schon Jahre auf Verschleiß laufende DDR-Industrie endgültig zusammen – Millionen Menschen verloren ihren Job. „Das war eine schwierige Zeit. Arbeitslosigkeit gab es quasi nicht in der DDR“, sagt Berger. Betriebsdirektoren erhielten Briefe, in denen sie mit dem Tod bedroht wurden, falls sie einen Deutschen rausschmeißen würden, statt einen der ausländischen Vertragsarbeiter.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohe ... 82938.html

Hakenkreuzschmierereien an Schulen oder Heil-Hitler-Rufe gab es zwar. Sie wurden von den Verantwortlichen aber als Dumme-Jungen-Streiche abgetan und als bedauerliche Einzelfälle.


So wie es auch heute bestimmte User hier immer wieder schönrednerisch und verharmlosend versuchen.. [denken]
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 21. Februar 2020, 11:15

Hinter dem antifaschistischen Schutzwall - Alte und neue Nazis in der DDR

Der Antifaschismus in der DDR wurde im Westen immer belächelt, weil er "von oben verordnet" sei. Grundsätzlich wäre gegen "verordneten Antifaschismus" nichts einzuwenden. Wenn es denn funktionieren würde. Aber auch jenseits des antifaschistischen Schutzwalls funktionierte es nicht.

Auch im Osten konnten Altnazis Karriere machen, in der Politik, in der Justiz, in der Medizin, beim Militär. Der Historiker Harry Waibel stellte 1.500 Kurzbiographien von Personen zusammen, die zunächst während des NS-Regimes und dann in der DDR tätig waren, "in wichtigen gesellschaftspolitischen Berufen, wie Politiker, Soldaten und Polizisten, Ärzte, Mediziner, Wissenschaftler, Manager, evangelische Theologen und Pfarrer, Künstler und Sportler", wie er sagt.

Den vollständigen, längeren Beitrag findet man hier:
https://www.heise.de/tp/features/Hinter ... ?seite=all
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Interessierter » 2. Dezember 2020, 17:12


Negation und Verharmlosung


Über den Umgang mit rechtsextremer Gewalt in Ostdeutschland


Politisch rechtsmotivierte Gewalt ist seit der Wiedervereinigung im Osten Deutschlands besonders präsent. Diese Präsenz wurde nicht zuletzt durch das aktive Verschweigen der Neonazi-Problematik in der DDR begünstigt. Nahezu dreißig Jahre später ist die Gefahr, Opfer rechtsextremer Gewalt zu werden, im Osten deutlich größer als im Westen. Doch eine intensive Auseinandersetzung mit der rechtsextremen Szene findet in vielen Teilen Ostdeutschlands bis heute nicht statt.

Als die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ am 1. Mai durch ihr martialisches Auftreten deutschlandweit für Aufsehen sorgte, wunderte sich wohl kaum jemand darüber, dass das gruselige Spektakel ausgerechnet in einem sächsischen Ort stattfand. Tatsächlich ist Plauen erst zum Zentrum der in Westdeutschland gegründeten rechtsradikalen Partei geworden, nachdem die bayrischen Behörden den Druck auf die Neonazis in deren Stammgebiet erhöht hatten.[1] In Plauen gab es bereits eine aktive Szene und in Sachsen, so scheint es, sind die Behörden nicht sonderlich aktiv, wenn es um die Eindämmung rechtsextremer Strukturen geht.

Frühestens seit den Ausschreitungen von Chemnitz, Bautzen, Freital, Heidenau, aber auch nach dem Überfall auf den Leipziger Stadtteil Connewitz wird sie bereits erneut vielfach diskutiert: die Frage nach den ostdeutschen Besonderheiten, die rechtsextreme Gewalt fördern. Einig sind sich alle, dass einfache Erklärungsansätze zu kurz greifen. Vor historischen Erklärungen wird mitunter gewarnt. Allein die Sozialisation von Ostdeutschen in der DDR als Grundlage heranzuziehen, wirkt tatsächlich oftmals konstruiert. Allerdings gibt es gute Gründe, abseits von soziodemografischen Faktoren auf die historischen Gegebenheiten zu schauen, um zu bestimmen, weshalb rechtsextreme Gewalt seit der Wiedervereinigung weitaus häufiger im Osten vorkommt.

Das Bundesministerium des Innern (BMI) etwa zählte kurz nach dem Ende der DDR rechtsextreme Akteur*innen in der Bundesrepublik und untersuchte dabei auch separiert die Zahlen für Ost und West. Laut BMI waren in dem viermal so großen Westdeutschland weniger Neonazi-Skinheads anzutreffen als in den neuen Bundesländern.[2] Zu dieser Zeit war die häufig als größte Ursache für das Problem des Rechtsextremismus‘ in den neuen Bundesländern herangezogene deutliche Divergenz von Alter, Geschlecht und Einkommen zwischen ost- und westdeutscher Bevölkerung erst im Begriff zu entstehen.

Ein Problem, das es nicht geben durfte


Neonazis waren in der DDR seit Anfang der 1980er Jahre bereits zu einem Problem für die SED geworden. Zu einem Problem, das es in dem Staat nicht geben durfte, in dem der Faschismus sehr früh als „mit Stumpf und Stiel ausgerottet“ betrachtet wurde, und in dem der Antifaschismus fest im staatlichen Gründungsnarrativ verankert war. Anstatt sie zu verharmlosen und zu relativieren, wurde rechtsextreme Gewalt deshalb schlicht verschwiegen.

Der interessante, längere Beitrag geht hier weiter:
https://zeitgeschichte-online.de/node/57614

Das Problem wurde unter " Rowdytum " verharmlost und dafür verurteilte Rechtsextremisten wurden vom Westen freigekauft und gliederten sich in die westdeutsche Rechte Szene ein, um nach der Grenzöffnung im Osten Rechte Strukturen aufzubauen.
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 25. Januar 2024, 17:23

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 22. Juni 2024, 18:36

Der Neonazi-Nachwuchs von Dresden

Für den Staatsschutz gilt die Gruppe als Keimzelle rechtsextremer Gewalt, die sogar Politiker krankenhausreif schlagen. Doch das Problem mit der »Elblandrevolte« reicht weit über die Grenzen Dresdens hinaus.

Video, 13min.
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 286f1a98e8

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2024, 16:16

Skandal! Frau Faeser muss sofort einschreiten! Wo bleiben die Demos gegen Rääääächts

Auschwitz: Schüler machen Hitlergruß auf Klassenfahrt
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 23. Juni 2024, 16:31

Einschreiten muss man da. Oder etwa nicht?

AZ
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 23. Juni 2024, 16:37

pentium hat geschrieben:Skandal! [...]

Hätten sie mal lieber nur öffentlich ein Kalifat eingefordert...

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 23. Juni 2024, 18:29

augenzeuge hat geschrieben:Einschreiten muss man da. Oder etwa nicht?

AZ


Wer schreitet ein, wenn hier im Lande schon fast stündlich Juden in aller Öffentlichkeit bedroht werden?

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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon augenzeuge » 23. Juni 2024, 18:53

Spartacus hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Einschreiten muss man da. Oder etwa nicht?

AZ


Wer schreitet ein, wenn hier im Lande schon fast stündlich Juden in aller Öffentlichkeit bedroht werden?

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Ja, klar. Hier besteht überall ein Mangel an Courage. Manche haben ja schon Angst ihre Meinung zu sagen oder im Forum zu schreiben. [grin]
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon pentium » 23. Juni 2024, 19:20

Nun das soll ja in den besten Kreisen vorkommen, da wird oder wurde selbst eine Grüne in Berlin zum Nazi, weil sie doch tatsächlich während einer Verkehrskontrolle volltrunken in Anwesenheit der Polizei den Hitlergruß zeigte ... was erlauben ...
Berlin: Nach Suff-Fahrt! Hitlergruß-Skandal um Grünen-Politikerin
https://www.bild.de/regional/berlin/ber ... nin-server
Nach Alkoholfahrt und Hitlergruß: Berliner Grünen-Politikerin Jutta Boden legt Mandat nieder
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach ... 22153.html
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Re: Der braune Sumpf in (Ost)Deutschland

Neuer Beitragvon Spartacus » 24. Juni 2024, 10:19

pentium hat geschrieben:Nun das soll ja in den besten Kreisen vorkommen, da wird oder wurde selbst eine Grüne in Berlin zum Nazi, weil sie doch tatsächlich während einer Verkehrskontrolle volltrunken in Anwesenheit der Polizei den Hitlergruß zeigte ... was erlauben ...
Berlin: Nach Suff-Fahrt! Hitlergruß-Skandal um Grünen-Politikerin
https://www.bild.de/regional/berlin/ber ... nin-server
Nach Alkoholfahrt und Hitlergruß: Berliner Grünen-Politikerin Jutta Boden legt Mandat nieder
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach ... 22153.html


Ich hoffe doch, dass sie viele Nachahmer aus ihrer Gilde findet. [flash]

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