Die Lage in der Ukraine Teil 3

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Danny_1000 » 22. Februar 2023, 15:48

Ari@D187 hat geschrieben:......
Von daher bleibt wohl nur, Russland soweit zu schwächen, dass die nächsten Jahrzehnte ein konventioneller Angriffskrieg auszuschliessen ist.

Ari

Ist ja in etwas das Ziel, welches der US- Kriegsminister Austin – und nur in den USA wird entschieden, wie lange dieser Krieg noch dauert - im Frühjahr vergangenen Jahres ausgegeben hat.

Bleibt für mich die Frage: Welchen Blutzoll, welche Zerstörungen und welche Risiken ist der Westen bereit, dafür in Kauf zu nehmen ? Um diese Antworten drücken sich all die, welche sich hinter diesem strategischen Ziel versammeln.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Ari@D187 » 22. Februar 2023, 18:25

karnak hat geschrieben:Dann muß man sich aber wenigstens ehrlich machen und sagen was man eigentlich unter " jahrzehntelang Schwächen" konkret versteht. Soll das so was sein wie mit dem Versailler Vertrag? Und da sage ich, auch diesen Zahn können wir uns ziehen, mit dem Einzug des Atomzeitalters und seit Hiroshima und Nagasaki ist das einfach nicht mehr zu machen. Seit der Zeit in der es nicht nur eine Atommacht gibt, die in der Hinsicht das Monopol besitzt, wie eben 1945, ist dieser Zug einfach abgefahren, zumindest wenn man eine Atommacht wie Russland im Schwitzkasten behalten will damit sie nicht wieder zuschlagen. Das mag ja eine unschöne Situation sein, mir gefällt die auch nicht, aber es ist die Realität mit der man umgehen muß.

Also einen Versailler Vertrag, von dem Maréchal Foch vorhersagte: "Das ist kein Frieden, das ist ein Waffenstillstand auf 20 Jahre.", stelle ich mir dabei weniger vor. Eher genau das Gegenteil, nämlich dass man sich eine so blutige Nase holt, dass man lange Zeit gar nicht mehr in Versuchung kommt andere Staaten anzugreifen. Ein Vertrag à la Versailles ist mit Russland sowieso kaum vorstellbar.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Ari@D187 » 22. Februar 2023, 18:27

Danny_1000 hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:......
Von daher bleibt wohl nur, Russland soweit zu schwächen, dass die nächsten Jahrzehnte ein konventioneller Angriffskrieg auszuschliessen ist.

Ari

Ist ja in etwas das Ziel, welches der US- Kriegsminister Austin – und nur in den USA wird entschieden, wie lange dieser Krieg noch dauert - im Frühjahr vergangenen Jahres ausgegeben hat.

Bleibt für mich die Frage: Welchen Blutzoll, welche Zerstörungen und welche Risiken ist der Westen bereit, dafür in Kauf zu nehmen ? Um diese Antworten drücken sich all die, welche sich hinter diesem strategischen Ziel versammeln.

Danny, andererseits bleibt die Frage, welchen Blutzoll Russland bereit ist zu tragen.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 22. Februar 2023, 18:28

Ari@D187 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Dann muß man sich aber wenigstens ehrlich machen und sagen was man eigentlich unter " jahrzehntelang Schwächen" konkret versteht. Soll das so was sein wie mit dem Versailler Vertrag? Und da sage ich, auch diesen Zahn können wir uns ziehen, mit dem Einzug des Atomzeitalters und seit Hiroshima und Nagasaki ist das einfach nicht mehr zu machen. Seit der Zeit in der es nicht nur eine Atommacht gibt, die in der Hinsicht das Monopol besitzt, wie eben 1945, ist dieser Zug einfach abgefahren, zumindest wenn man eine Atommacht wie Russland im Schwitzkasten behalten will damit sie nicht wieder zuschlagen. Das mag ja eine unschöne Situation sein, mir gefällt die auch nicht, aber es ist die Realität mit der man umgehen muß.

Also einen Versailler Vertrag, von dem Maréchal Foch vorhersagte: "Das ist kein Frieden, das ist ein Waffenstillstand auf 20 Jahre.", stelle ich mir dabei weniger vor. Eher genau das Gegenteil, nämlich dass man sich eine so blutige Nase holt, dass man lange Zeit gar nicht mehr in Versuchung kommt andere Staaten anzugreifen. Ein Vertrag à la Versailles ist mit Russland sowieso kaum vorstellbar.

Ari


Versailles kann ich mir auch nicht vorstellen. Bestimmten linken Kreisen scheint ja mehr eine Art von Münchener Abkommen vorzuschweben....
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon karnak » 22. Februar 2023, 18:47

Ari@D187 hat geschrieben: Eher genau das Gegenteil, nämlich dass man sich eine so blutige Nase holt, dass man lange Zeit gar nicht mehr in Versuchung kommt andere Staaten anzugreifen.

Ari

Und das ist für mich eben völlig unvorstellbar, wenn ich höre was ein Putin zu sagen hat, und wie die russische Gesellschaft in ihrer Mehrheit zu ticken scheint. Propaganda hin oder her, wenn sie bei der russischen Bevölkerung zu greifen scheint sind wir erstmal dumm dran. Ist ja allem Anschein nach nicht viel anders als bei unserem Adolf, wieviel Widerstand in der Masse der Bevölkerung gab es denn da ,und dass bis die rote Armee vorm Führerbunker stand.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon steffen52 » 22. Februar 2023, 20:00

karnak hat geschrieben:Und das ist für mich eben völlig unvorstellbar, wenn ich höre was ein Putin zu sagen hat, und wie die russische Gesellschaft in ihrer Mehrheit zu ticken scheint. Propaganda hin oder her, wenn sie bei der russischen Bevölkerung zu greifen scheint sind wir erstmal dumm dran. Ist ja allem Anschein nach nicht viel anders als bei unserem Adolf, wieviel Widerstand in der Masse der Bevölkerung gab es denn da ,und dass bis die rote Armee vorm Führerbunker stand.

Der Putin verklickert natürlich seiner Bevölkerung was 1993, zum Abzug der Russen aus Deutschland , der damaligen Sowjetunion zugesichert
wurde. Einfach mal nachlesen und sich dann fragen was davon eigentlich eingehalten wurde..... [denken]
Nicht das ich das was Putin hier vom Zaun gebrochen hat für Gut heiße, aber die Sachen die nicht eingehalten wurden, das reibt er seiner
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Gerd Böhmer » 22. Februar 2023, 20:14

steffen52 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Und das ist für mich eben völlig unvorstellbar, wenn ich höre was ein Putin zu sagen hat, und wie die russische Gesellschaft in ihrer Mehrheit zu ticken scheint. Propaganda hin oder her, wenn sie bei der russischen Bevölkerung zu greifen scheint sind wir erstmal dumm dran. Ist ja allem Anschein nach nicht viel anders als bei unserem Adolf, wieviel Widerstand in der Masse der Bevölkerung gab es denn da ,und dass bis die rote Armee vorm Führerbunker stand.

Der Putin verklickert natürlich seiner Bevölkerung was 1993, zum Abzug der Russen aus Deutschland , der damaligen Sowjetunion zugesichert
wurde. Einfach mal nachlesen und sich dann fragen was davon eigentlich eingehalten wurde..... [denken]
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Nabend,

Richtig, das sehe ich genauso. Nur leider wird hier in dieser Debatte das Leiden der ukrainischen Bevölkerung etwas vernachlässigt und gerade es in unseren Medien nur aus der Sicht von diesen Kriegstreibern der Regierung in Kiew gesehen.
Leider kommt auch immer wieder die nicht zu überbietende Arroganz der westlichen Welt und ihrer Marionetten in einigen osteuropäischen Staaten zum Ausdruck. Noch mehr die heuchlerische Verlogenheit einiger Kriegstreiber, ala Strack-Zimmermann oder Stoltenberg.

Da muss ich Danny_1000, Zitat "Bleibt für mich die Frage: Welchen Blutzoll, welche Zerstörungen und welche Risiken ist der Westen bereit, dafür in Kauf zu nehmen ? Um diese Antworten drücken sich all die, welche sich hinter diesem strategischen Ziel versammeln." zustimmen und das Gleiche trifft auf Russland zu.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 22. Februar 2023, 20:21

steffen52 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Und das ist für mich eben völlig unvorstellbar, wenn ich höre was ein Putin zu sagen hat, und wie die russische Gesellschaft in ihrer Mehrheit zu ticken scheint. Propaganda hin oder her, wenn sie bei der russischen Bevölkerung zu greifen scheint sind wir erstmal dumm dran. Ist ja allem Anschein nach nicht viel anders als bei unserem Adolf, wieviel Widerstand in der Masse der Bevölkerung gab es denn da ,und dass bis die rote Armee vorm Führerbunker stand.

Der Putin verklickert natürlich seiner Bevölkerung was 1993, zum Abzug der Russen aus Deutschland , der damaligen Sowjetunion zugesichert
wurde. Einfach mal nachlesen und sich dann fragen was davon eigentlich eingehalten wurde..... [denken]
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Was ist den der SU zugesichert wurden, doch nicht dieser Mythos mit der NATO? Im Zwei-plus-Vier-Vertrag steht nichts davon, das die Polen und die Balten nicht in die NATO dürfen, ansonsten wurde diese Geschichte schon mehrmals aufgewärmt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Ari@D187 » 22. Februar 2023, 20:38

steffen52 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Und das ist für mich eben völlig unvorstellbar, wenn ich höre was ein Putin zu sagen hat, und wie die russische Gesellschaft in ihrer Mehrheit zu ticken scheint. Propaganda hin oder her, wenn sie bei der russischen Bevölkerung zu greifen scheint sind wir erstmal dumm dran. Ist ja allem Anschein nach nicht viel anders als bei unserem Adolf, wieviel Widerstand in der Masse der Bevölkerung gab es denn da ,und dass bis die rote Armee vorm Führerbunker stand.

Der Putin verklickert natürlich seiner Bevölkerung was 1993, zum Abzug der Russen aus Deutschland , der damaligen Sowjetunion zugesichert
wurde. Einfach mal nachlesen und sich dann fragen was davon eigentlich eingehalten wurde..... [denken]
[...]

Also ich habe mal nachgelesen und konnte nichts entdecken was nicht eingehalten wurde.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon augenzeuge » 22. Februar 2023, 22:11

Steffen52 kann es ja mal aufschreiben...

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Danny_1000 » 23. Februar 2023, 07:01

Nun haben wohl die Strack-Zimmermänner - angeführt von Roderich Kiesewetter - ein Manifest gegen das von Wagenknecht & Co initiiert.
Hier ist der Link:
https://www.change.org/p/die-ukraine-jetzt-aufgeben-nicht-in-unserem-namen

Ob das Ding im Vergleich zur Ursprungspedition zu einem medialen Flopp mutiert, wird man sehen. Letztlich ist es ein Abklatsch altbekannter Thesen.
Die Erstunterzeichner gehören meist irgendwelchen den Amis nahestehenden Thinktanks an.
Ihre Argumente verstehe ich zum Teil.

Die für mich entscheidende Frage aber beantworten sie nicht:
Welchen Blutzoll, welches Leid, welche Zerstörungen und welche Risiken für den Weltfrieden ist der Westen bereit, für das angeblich höherwertige, strategische Ziel die Russen zu besiegen, in Kauf zu nehmen?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. Februar 2023, 10:18

pentium hat geschrieben:
Was ist den der SU zugesichert wurden, doch nicht dieser Mythos mit der NATO? Im Zwei-plus-Vier-Vertrag steht nichts davon, das die Polen und die Balten nicht in die NATO dürfen, ansonsten wurde diese Geschichte schon mehrmals aufgewärmt.


Morgens,

Ich hatte steffen52 in Deinem Sinne verstanden, einmal den O-Ton beachten. Zwar wurde 1990 nicht nur im Rahmen der 2+4-Gespräche über die Nato-Osterweiterung gesprochen, aber es kam zu keiner konkreten Vereinbarung. Als es dann 1997 mit der Nato-Osterweiterung Ernst wurde war die SU doch schon Geschichte ...

edit @ danny-1000 - ich werde die von Dir erwähnte Petition dieser Kriegstreiber definitiv nicht zeichnen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon steffen52 » 23. Februar 2023, 10:32

augenzeuge hat geschrieben:Steffen52 kann es ja mal aufschreiben...

AZ

Zum Abzug der Russen gab es eine Zusage von Genscher ( ehemaliger Vizekanzler der BRD) und J. Baker ( ehemaliger Außenminister der USA)
im Februar 1990, das die ehemaligen Warschauer Pakt Mitglieder nicht der Nato beitreten, es keine Nato-Osterweitung geben wird.
Die Amis bleiben in Deutschland stationiert und bis 2004 sind fast alle ehemaligen Mitglieder des Warschauer Paktes in der Nato beigetreten.
Es sollte mit Weißrussland und den 3 baltischen Staaten ein Puffer zwischen Nato und Russland sein. 2004 werden die baltischen Staaten
Mitglied der Nato. 2014 wird in der Ukraine die Russland freundliche Regierung aus dem Amt geputscht und eine USA freundliche Regierung bekommt die Macht.
Es gibt da schon noch mehr Beispiele über das Verhalten der Ukrainer vor dem Krieg von Putin. Wie oft wurden Luhansk und Donezk
von den freien asowschen Brigaden beschossen. Wurden von der Ukraine unterstützt. Das muss man auch wissen und sich darüber
mal Gedanken machen. Auf keinen Fall will ich damit diesen Krieg von Putin für gut heißen und verurteile ihn.
Aber AZ hatte mich gefragt und darauf habe ich geantwortet. Sollte ich falsch liegen, dann könnt ihr gerne auf mich einprügeln..... [hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 10:47

steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Steffen52 kann es ja mal aufschreiben...

AZ

Zum Abzug der Russen gab es eine Zusage von Genscher ( ehemaliger Vizekanzler der BRD) und J. Baker ( ehemaliger Außenminister der USA)
im Februar 1990, das die ehemaligen Warschauer Pakt Mitglieder nicht der Nato beitreten, es keine Nato-Osterweitung geben wird.
Die Amis bleiben in Deutschland stationiert und bis 2004 sind fast alle ehemaligen Mitglieder des Warschauer Paktes in der Nato beigetreten.
Es sollte mit Weißrussland und den 3 baltischen Staaten ein Puffer zwischen Nato und Russland sein. 2004 werden die baltischen Staaten
Mitglied der Nato. 2014 wird in der Ukraine die Russland freundliche Regierung aus dem Amt geputscht und eine USA freundliche Regierung bekommt die Macht.
Es gibt da schon noch mehr Beispiele über das Verhalten der Ukrainer vor dem Krieg von Putin. Wie oft wurden Luhansk und Donezk
von den freien asowschen Brigaden beschossen. Wurden von der Ukraine unterstützt. Das muss man auch wissen und sich darüber
mal Gedanken machen. Auf keinen Fall will ich damit diesen Krieg von Putin für gut heißen und verurteile ihn.
Aber AZ hatte mich gefragt und darauf habe ich geantwortet. Sollte ich falsch liegen, dann könnt ihr gerne auf mich einprügeln..... [hallo]
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"Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. Das gilt übrigens nicht nur in Bezug auf die DDR, die wir nicht einverleiben wollen, sondern das gilt ganz generell."
Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher, Februar 1990

Das hat Genscher tatsächlich so gesagt. Zur Wahrheit gehört aber auch: Genscher gibt tatsächlich nur seine persönliche Haltung wieder. Die Äußerung war kein Zugeständnis in einer Verhandlung, sondern allenfalls ein weiches Signal im Vorfeld der eigentlichen Verhandlungen. Die hatten ja noch gar nicht begonnen. Deshalb auch diese eher unverbindliche Formulierung: Dass „nicht die Absicht besteht, die Nato auszudehnen“ war zu dem Zeitpunkt eine zutreffende Feststellung, denn an eine Osterweiterung war damals noch gar nicht zu denken. In der DDR waren ja noch sowjetische Truppen stationiert, die DDR gehörte, ebenso wie die osteuropäischen Staaten, noch immer dem Warschauer Pakt an.
Bundesaußenminister Genscher konnte nicht für die NATO sprechen
Genscher war zudem als bundesdeutscher Außenminister gar nicht in der Position, für die NATO zu sprechen. In jedem Fall waren diese Äußerungen nur ein kurzfristiger Gesprächsstand vor Beginn der Verhandlungen, der aber am Ende nicht in die eigentlichen Gespräche oder gar den Vertrag einfloss.

Mag sein, dass Genscher das im Februar 1990 ernst gemeint hat, aber die USA gingen ebenso auf Distanz zu dieser Haltung wie Bundeskanzler Helmut Kohl. Und das war auch in den Verhandlungen kein Geheimnis.

Kleine Anmerkung: Der Warschauer Pakt Auflösung: 1. Juli 1991...
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Danny_1000 » 23. Februar 2023, 10:49

steffen52 hat geschrieben:.....
Es gibt da schon noch mehr Beispiele über das Verhalten der Ukrainer vor dem Krieg von Putin. Wie oft wurden Luhansk und Donezk von den freien asowschen Brigaden beschossen. ......
Gruß steffen52

Dazu gibt es eine konkrete, der Russenpropaganda unverdächtige Zahl der OSCE: Im Bericht vom November 2020 kann man lesen, dass im zeitraum 2017 bis 2020 mehr als ¾ der Opfer im Donabs auf den Beschuss durch die ukrainische Armee zurückzuführen sind. Unsere Medien kommentierten diese Zahl nie !
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 11:37

Es gab vor einigen Wochen wunderbare Satire bezüglich #ErichVad Fehleinschätzungen....
FmcQfqZXEAI5bzu.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Ari@D187 » 23. Februar 2023, 12:24

Danny_1000 hat geschrieben:[...]
Die für mich entscheidende Frage aber beantworten sie nicht:
Welchen Blutzoll, welches Leid, welche Zerstörungen und welche Risiken für den Weltfrieden ist der Westen bereit, für das angeblich höherwertige, strategische Ziel die Russen zu besiegen, in Kauf zu nehmen?

Das Problem ist, dass selbst bei Zeichnung eines Friedensvertrages RUS/UKR, mit der heutigen Aufstellung Russlands, der Weltfrieden nach wie vor kaum näherrücken würde. Wahrscheinlich käme kurz nach dem gestillten Hunger weiterer Appetit.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Ari@D187 » 23. Februar 2023, 12:28

pentium hat geschrieben:Es gab vor einigen Wochen wunderbare Satire bezüglich #ErichVad Fehleinschätzungen....

Oder auch: Hätten sich die 1939 bis 1945 angegriffenen Staaten nicht verteidigt oder gar Territorium zurück- und gar Berlin erobert, wäre der Weltfrieden gesichert gewesen.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 12:38

Ein sehr guter Artikel, der viele Themen anspricht, die hier immer wieder vorkommen:
Ein Jahr Ukraine-Krieg: Wo die Deutschen falsch liegen | MDR.DE
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/ost ... n-100.html
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Danny_1000 » 23. Februar 2023, 14:09

pentium hat geschrieben:Ein sehr guter Artikel, der viele Themen anspricht, die hier immer wieder vorkommen:
Ein Jahr Ukraine-Krieg: Wo die Deutschen falsch liegen | MDR.DE
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/ost ... n-100.html

Offensichtlich ist dieses Manifest von Schwarzer und Wagenknecht ein Stich ins „kriegstreiberische Wespennest“ . Anders ist dieses Trommelfeuer aus allen Rohren der wichtigsten Medienhäuser Deutschlands gegen das Papier nicht zu erklären.

Der sogenannte Ostblocker aus Kiew im von Pentium eingestellten Link unterschlägt ganz einfach: Minsk war nie dazu gedacht, den Konflikt in der Ukraine zu befrieden. Es diente – und das sagte nun unsere Angie, gefolgt von Poroschenko und Hollande – nur dazu, Zeit für die militärische Aufrüstung der Ukraine zu gewinnen.

Den beiden Petitionsdamen vorzuwerfen, keinen ausgearbeiteten Friedensplan zu haben, ist einfach nur absurd. Das weiß der Blogger natürlich oder vielleicht doch nicht ?

Zu schwadronieren, ob man gegen eine Atommacht einen Krieg gewinnen kann, wissen wir erst hinterher. Dann ist diese Erkenntnis aber nutzlos. Und ob Trubetskoy (der Blogger) die Unterschiedlichkeit in den Fallkonstruktionen Amis gegen Vietnam und atomares Russland gegen den atomaren Westen intellektuell wirklich erfasst hat, bezweifle ich.

Was mich allerdings am meisten an der Argumentation von Trubetskoy stört: Er schreibt gebetsmühlenartig von den Ukrainern, als sei er deren Sprecher. Welche Ukrainer meint er eigentlich oder noch konkreter: Wie hoch ist der Anteil der ukrainischen Bevölkerung, welche eine unendliche Weiterführung des Krieges und damit des Tötens und Zerstörens also des ganzen Leidens dort befürworten ?

Noch eine kleine Petitesse am Rande:

Sucht man auf https://www.change.org/ – also der Petitionsplattform - über die Suchfunktion nach „Wagenknecht“, findet man ihre Petition nicht.

Gibt man hingegen „Kiesewetter“ in die Suchmaske ein, kommt als erste Headline:

Die Ukraine jetzt aufgeben? Nicht in unserem Namen! - also die Petition der „Strak-Zimmermänner“.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 14:31

Rostock: Sozialsenator Bockhahn tritt aus der Partei Die Linke aus.

Putin, so Bockhahn, sei ein Massenmörder, nicht nur an anderen Völkern, sondern auch an seinem eigenen. Statt Putin zu ächten, würden aber Scheindebatten über die NATO und die USA geführt. Im Parteivorstand sei man zudem auch bereit, mit Rechtsradikalen für den Frieden zu kämpfen - eine Anspielung auf das sogenannte "Manifest für den Frieden", das die ehemalige Fraktionschefin Sahra Wagenknecht initiiert hat.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenb ... hn156.html


Aus dem Link"

"Die Linke schaffe es nicht, so Bockhahn wörtlich, den "faschistischen Diktator Putin als solchen zu benennen und zu ächten", heißt es in seiner Austrittserklärung, die dem NDR vorliegt. Es gelinge ihr nicht, Putin klar zum Täter zu erklären und seine Kriegsverbrechen in der Ukraine anzuprangern, so Bockhahn weiter."
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 16:06

Keine der Möglichkeiten, wie der Krieg in der Ukraine enden könnte, wird für Tschechien und die Nato mehr Sicherheit bedeuten. Russland wird gefährlicher, feindseliger und unvorhersehbar sein. Das sagte der tschechische Generalstabschef Karel Řehka am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, deren Thema „Ein Jahr nach der russischen Invasion in die Ukraine“ war.

Řehka sieht aktuell keinen Weg, um den Konflikt schnell zu beenden. Egal wie der Konflikt endet, wird das Resultat seinen Worten zufolge keine größere Sicherheit bedeuten.

Radio Prag
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. Februar 2023, 16:32

pentium hat geschrieben:Ein sehr guter Artikel, der viele Themen anspricht, die hier immer wieder vorkommen:
Ein Jahr Ukraine-Krieg: Wo die Deutschen falsch liegen | MDR.DE
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/ost ... n-100.html


nunja, so toll ist dieser Artikel nun auch wieder nicht. Das ist wieder einmal nur die seit Jahren übliche Kriegsrhetorik der westlichen Welt und der Nato gepaart mit Russlandfeindlichkeit zur Verschleierung der bereits 1944 geprägten angloamerikanischen Geostrategie. Zu Deinem weiteren Beitrag - von welcher und wessen Sicherheit wird eigentlich von der westlichen Seite, auch der Nato immer wieder gefaselt ?
Fakt ist und bleibt, das die westliche Welt diesen Konflikt im Vorfeld nicht verhindert hat, obwohl es möglich gewesen wäre (!)

vergleiche einmal mit meinen vor etwa einem Jahr gemachten Ausführungen ...

... in diesem Sinne,
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Werner Thal » 23. Februar 2023, 17:03

Russland - "Die vaterländische Pflicht und der Geist der Freiheit - ein Jahr nach Kriegsbeginn
ist Russlands Gesellschaft gespalten und radikalisiert"


https://www.nzz.ch/international/ukrain ... ld.1726801

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 17:13

Gerd Böhmer hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Ein sehr guter Artikel, der viele Themen anspricht, die hier immer wieder vorkommen:
Ein Jahr Ukraine-Krieg: Wo die Deutschen falsch liegen | MDR.DE
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/ost ... n-100.html


nunja, so toll ist dieser Artikel nun auch wieder nicht. Das ist wieder einmal nur die seit Jahren übliche Kriegsrhetorik der westlichen Welt und der Nato gepaart mit Russlandfeindlichkeit zur Verschleierung der bereits 1944 geprägten angloamerikanischen Geostrategie. Zu Deinem weiteren Beitrag - von welcher und wessen Sicherheit wird eigentlich von der westlichen Seite, auch der Nato immer wieder gefaselt ?
Fakt ist und bleibt, das die westliche Welt diesen Konflikt im Vorfeld nicht verhindert hat, obwohl es möglich gewesen wäre (!)

vergleiche einmal mit meinen vor etwa einem Jahr gemachten Ausführungen ...

... in diesem Sinne,


Wie würde ein bekannter ehemaliger Ostbeauftragter sagen:
"Diktatursozialisierung ist dicker als Blut"
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. Februar 2023, 17:25

@ pentium

Zitat - Wie würde ein bekannter ehemaliger Ostbeauftragter sagen: "Diktatursozialisierung ist dicker als Blut"

Majestät haben gelacht - mal in Abwandlung eine Spruches aus dem Osten - & 1 der Westen hat immer Recht, & 2 wenn der Westen im Unrecht ist, tritt automatisch & 1 in Kraft.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 17:26

Für Zwischendurch....
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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon Edelknabe » 23. Februar 2023, 17:45

Napoleon ist aber nun nicht mit Putin zu vergleichen....richtig? Und Wien zu Zeiten wo die Osmanen davor standen nicht mit der Ukraine.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon pentium » 23. Februar 2023, 17:52

Edelknabe hat geschrieben:Napoleon ist aber nun nicht mit Putin zu vergleichen....richtig? Und Wien zu Zeiten wo die Osmanen davor standen nicht mit der Ukraine.

Rainer Maria


Es geht um die Fehleinschätzungen des Herrn Vlad....
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 3

Beitragvon karnak » 23. Februar 2023, 18:08

Aber Du musst doch nun zugeben,dass es irgendwie peinlich ist wenn JEDER der auch nur ein My von der staatlichen verordneten Meinung abweicht sofort irgendwie verdächtig ist auf der falschen Seite zu stehen, dass die gesamte öffentliche Meinungsmaschinerie, wenn der Betroffene absolut nicht einsichtig sein will, eine mehr oder weniger intensive Kampagne gegen ihn anschiebt um den schon ideologisch geformten Durchschnittsbundesdödel auf Linie zu halten. Diese Masche hat man schon bei Corona ausgiebig praktiziert.
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