Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 30. September 2022, 14:20

karnak hat geschrieben:Am Ende ist es wie mit den DDR Flüchtlingen, 90 % von denen hatten nie einen Konflikt mit der Diktatur,


Gaanz dünnes Eis! Vorsicht Einbruch.
Oder redest du von der Zeit ab 15.10.89? [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 30. September 2022, 14:36

Die WASHINGTON POST : „Stellen Sie sich Putin als einen Spieler vor, der das größte Risiko seiner Karriere einging, als er am 24. Februar in die Ukraine einmarschierte. Keine seiner großen Wetten ist seither aufgegangen, und er hat fast jedes Blatt verloren. Dennoch hat er sich an den Tisch gekettet und scheint bereit zu sein, alles zu geben, um seine Gegner einzuschüchtern und zum Einknicken zu bringen. Putins Annexion von vier Regionen in der Ukraine ist ein Verzweiflungstrick. Er könnte versuchen, dies als Sieg darzustellen und zu behaupten, dass er nun die Ziele seiner ‚militärischen Sonderoperation‘ erreicht habe. Das ist Unsinn. Die Annexion ist der eklatanteste illegale Versuch, ein Gebiet zu erobern, seit Adolf Hitler im Zweiten Weltkrieg versuchte, Europa einzunehmen“


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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dille » 30. September 2022, 15:07

karnak hat geschrieben:Am Ende ist es wie mit den DDR Flüchtlingen, 90 % von denen hatten nie einen Konflikt mit der Diktatur, waren nie in einem Knast oder haben einen Stasi Ausweis vor die Nase gehalten bekommen, sie hatten nur das Bedürfnis nach einem besseren Platz an einem Fleischtopf, und auch denen kann ich das nicht übel nehmen, nur die Heuchelei nervt halt.


Diese "Fleischtöpfe" trägst du wie eine Monstranz vor dir her -- das war schon vor 6 Jahren Blödsinn, als wir darüber diskutiert haben (übrigens mit dem Ergebnis, daß du mir zugestanden hast, nicht wegen irgendwelcher "Fleischtöpfe" diesen "Staat" verlassen zu haben !).

Und vor allem mußte man auch nicht direkten Kontakt mit Knast oder Stasi- Ausweisen gehabt haben, das tägliche Leben reichte, die Versuche zwanghaft die
Meinungshoheit zu erlangen (Versuch, das Hören und Sehen von Westsendern zu verbieten, Antennen abzusägen), einen Heirich Böll habe ich mir aus Bulgarien mitgebracht, gedruckt in Leningrad als Schulbuch mit russischen Erläuterungen, eine Albert Camus aus Budapest (Vaci Utca), die Erziehung zur Heuchelei (Kinder, das bleibt hier im Haus...), eine Medienlandschaft, die zur Karikatur verkommen war, eine Militarisierung der gesamten Gesellschaft......, usw. usw.....

Und ja, auch die Reisefreiheit gehört NICHT zu den "Fleischtöpfen", wenn es nämlich schon keine Rechtssicherheit gab, diesen rosa Zettel (Reiseanlage) zu
erhalten, oder so ein Clown von der Paßkontrolle uns 2 Studenten in Bad Schandau um 3 Uhr morgens dämlich angequatscht hat, daß wir unsere Reiseanlage
um 3 Stunden "überschritten" hatten (fahrplanmäßiger Zug), und das in dem Spruch gipfelte, er würde das nicht verstehen "...wo unser Staat doch in jeder Beziehung schon so großzügig wäre..." ---- nein @Karnak, du machst es dir zu einfach mit deinen "Fleischtöpfen" !!

Und mit deinen "Fleischtöpfen" machst du es dir auch deshalb zu einfach, weil man Heimat, Familie, Freunde, Ruderei nicht so einfach hinter sich läßt, diesem
Regime mußte man ja zutrauen, daß Eltern den Sohn niemals wiedersehen --- man wägt all das sehr wohl ab, und der Augenblick am Morgen, als ich die
Wohnungstür in Ost- Berlin hinter mir zugezogen habe, geht mir heute noch durch und durch....

So, und nun erklär' mir das wieder mit den "Fleischtöpfen".......

Gruß, Dille
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Beethoven » 30. September 2022, 15:10

Na meine Herren, ich gebe Karnak recht.

90 % der "Flüchtlinge" aus der DDR hatten politisch eher keine Probleme. Aber die ökonomische Situation war wohl nicht so prickelnd wobei es den
Bürgern der DDR immer noch besser ging als vielen andern Bürgern des Ostblocks.
Und hätte es nicht die Bundesrepublik gegeben, an der sich die Bürger die Augen aus dem Kopf schauen konnten, wären diese Menschen wohl nicht geflohen.
Aber da werden wir hier nie einer Meinung werden.

Trennung

Sollte Putin nun, nach erfolgreichen Angriffen und der Rückeroberung von den nun widerrechtlich integrierten Staatsgebiete der Ukraine, gegen die Ukraine Kernwaffen einsetzen, wäre eine Stufe erreicht, die unumkehrbar ist und Russland wohl weltweit ächten würde.

So lange dies "nur" Gefechtsfeldkernwaffen sind, also taktische Kernwaffen, sind die Schäden vergleichsweise "gering", wenn auch diese Gebiete auf Jahrzehnte hin unbenutzbar sein werden.
Man kann nur hoffen, dass die Befehlshaber vor Ort da nicht mit machen. Aber das bezweifle ich.
Sollten die Russen dann trotzdem verlieren, werden diese Männer, Putin sowieso, als Kriegsverbrecher gelten.

Was kann die Ukraine dagegen tun?

Ich kann mir da nur vorstellen, dass die Ukraine von den USA ebenfalls taktische Kernwaffen erhält und damit zurück schlägt.

Nun höre ich den Aufschrei. Verständlich.
Aber was soll die Ukraine anderes tun, wenn es nicht die Waffen strecken will?

Reagiert die Ukraine nicht darauf, so könnte sich Putin darin bestärkt sehen, dass man mit Kernwaffen alles erreichen kann, was er will und würde vor nichts mehr zurück schrecken.
Dazu darf es nicht kommen, selbst bei allergrößten Opfern nicht.

Nun könnt Ihr mich zerreißen.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 30. September 2022, 15:32

augenzeuge hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Am Ende ist es wie mit den DDR Flüchtlingen, 90 % von denen hatten nie einen Konflikt mit der Diktatur,


Gaanz dünnes Eis! Vorsicht Einbruch.
Oder redest du von der Zeit ab 15.10.89? [flash]
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Allein die Einberufung zur NVA oder den GT war genug Konflikt. Schau dir nur den Rainer an, der hat bis heute diesen Konflikt nicht überwunden.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 30. September 2022, 15:38

Beethoven, eine A-Bombe der Stärke der Hiroshima-Bombe dürfte wohl gerade noch in Richtung heutiger, taktischer Kernwaffen gehen.
Ein Szenario wäre, dass Putin zunächst so einen Doppel-Wumms in z.B. Lwiw und Schytomir androht, wenn die Volksrepubliken weiter angegriffen werden. Oder er tut es einfach.

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Zuletzt geändert von Ari@D187 am 30. September 2022, 15:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 30. September 2022, 15:38

@beethoven sehe ich nicht so, die Mongolei hat ihre Wende auch ohne Westmongolei und Flüchtlingen hinbekommen. Und die haben 1992 schwer gelitten für die Freiheit.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 30. September 2022, 15:40

Ari@D187 hat geschrieben:Eine A-Bombe der Stärke der Hiroshima-Bombe dürfte wohl gerade noch in Richtung heutiger, taktischer Kernwaffen gehen.
Ein Szenario wäre, dass Putin zunächst so einen Doppel-Wumms in z.B. Lwiw und Schytomir androht, wenn die Volksrepubliken weiter angegriffen werden. Oder er tut es einfach.

Ari


Eine Atomwaffe mit 2 KT Sprengkraft auf Lemberg ist als Angriff auf EU und Nato zu werten und würde wohl das Ende der Menschheit einleuten.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 15:43

Dille hat geschrieben:
Diese "Fleischtöpfe" trägst du wie eine Monstranz vor dir her -- das war schon vor 6 Jahren Blödsinn, als wir darüber diskutiert haben (übrigens mit dem Ergebnis, daß du mir zugestanden hast, nicht wegen irgendwelcher "Fleischtöpfe" diesen "Staat" verlassen zu haben !).

Und vor allem mußte man auch nicht direkten Kontakt mit Knast oder Stasi- Ausweisen gehabt haben, das tägliche Leben reichte, die Versuche zwanghaft die
Meinungshoheit zu erlangen (Versuch, das Hören und Sehen von Westsendern zu verbieten, Antennen abzusägen), einen Heirich Böll habe ich mir aus Bulgarien mitgebracht, gedruckt in Leningrad als Schulbuch mit russischen Erläuterungen, eine Albert Camus aus Budapest (Vaci Utca), die Erziehung zur Heuchelei (Kinder, das bleibt hier im Haus...), eine Medienlandschaft, die zur Karikatur verkommen war, eine Militarisierung der gesamten Gesellschaft......, usw. usw.....

Und ja, auch die Reisefreiheit gehört NICHT zu den "Fleischtöpfen", wenn es nämlich schon keine Rechtssicherheit gab, diesen rosa Zettel (Reiseanlage) zu
erhalten, oder so ein Clown von der Paßkontrolle uns 2 Studenten in Bad Schandau um 3 Uhr morgens dämlich angequatscht hat, daß wir unsere Reiseanlage
um 3 Stunden "überschritten" hatten (fahrplanmäßiger Zug), und das in dem Spruch gipfelte, er würde das nicht verstehen "...wo unser Staat doch in jeder Beziehung schon so großzügig wäre..." ---- nein @Karnak, du machst es dir zu einfach mit deinen "Fleischtöpfen" !!

Und mit deinen "Fleischtöpfen" machst du es dir auch deshalb zu einfach, weil man Heimat, Familie, Freunde, Ruderei nicht so einfach hinter sich läßt, diesem
Regime mußte man ja zutrauen, daß Eltern den Sohn niemals wiedersehen --- man wägt all das sehr wohl ab, und der Augenblick am Morgen, als ich die
Wohnungstür in Ost- Berlin hinter mir zugezogen habe, geht mir heute noch durch und durch....

So, und nun erklär' mir das wieder mit den "Fleischtöpfen".......

Gruß, Dille

[grin] Davon mal abgesehen, dass ich diese DDR Fluchtbeschreibung nur als weiteres Beispiel der Geschichte verwendet habe, wenn sie auch hackt weil man dort nicht mit einem Krieg konfrontiert war. Ich habe von 90 % gesprochen, bleiben immer noch 10% zu denen Du Dich als Intellektueller gerne rechnen darfst. [flash] Aber es war und ist nun mal so, dass die damaligen und auch heutigen Flüchtlinge aus der Ukraine am allerwenigsten politische und Kriegsflüchtlinge sind, wenn es die natürlich auch dort ohne Frage gibt. Was übrigens überhaupt nicht ehrenrührig gemeint ist, es sollte durchaus nachvollziehbar sein, wer will sein Leben schon nicht auf einem möglichst hohem Lebensstandard leben. Der Aufbau einer besseren Welt die man selbst nicht mehr genießen kann, besonders wenn Nebenan die Chance liegt das doch ausleben zu können, wer findet das schon so prickelnd.
Wenn sich morgen die DDR neugründen würde, ich hätte auch nicht das dringende Bedürfnis wieder zurückflüchten um sie mit aufzubauen.
Hast Du eigentlich eine Vorstellung wie viele Bundesbürger, wie viele DDR Bürger ein Bedürfnis danach entwickeln, entwickelt haben, dringend sowas wie Heinrich Böll zu lesen? Du meinst allen Ernstes, solche Möglichkeiten sind es nach denen die Masse des Homo Sapiens strebt und die Verweigerung dieser Möglichkeiten lösen unter dem deutschen und anderen Micheln, also dem Otto- Normalo, Massenfluchtbewegungen aus? Tut mir leid, ein solches Szenario existiert nur in der Phantasie von Euch Intellektuellen. [flash] Wäre es dem Erich gelungen dem DDR Mensch die Fleischtöpfe zu füllen, der Ring in Leipzig hätte sich nur mit ein paar hundert Heinrich Böll Lesern füllen lassen und der große Rest des DDR Michels hätte Verständnis dafür gehabt, dass die Volkspolizei diese " Spinner" von der Straße jagt . Tut mir ja leid, aber so ist unsere Spezies nun mal im Durchschnitt, deswegen sind ja Diktaturen auch nur möglich.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 30. September 2022, 15:48

Nein, nur du und deine Stasispießgesellen sehen das so. Du hast doch in den 80ern den Kontakt zur normalen Bevölkerung verloren und lebtest mit vollen Fleischtöpfen in deiner Schdasibubble.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 15:50

augenzeuge hat geschrieben:
Gaanz dünnes Eis! Vorsicht Einbruch.
Oder redest du von der Zeit ab 15.10.89? [flash]
AZ

Also ich bitte Dich herzlich, was soll ich denn jetzt von jemanden wie Dir dazu erwarten? Natürlich bist Du nur wegen der Werte weg die Dir so wichtig sind und immer waren. Ich war ja auch nur bei der Stasi weil ich den Sozialismus aufbauen wollte. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 15:54

Olaf Sch. hat geschrieben:Nein, nur du und deine Stasispießgesellen sehen das so. Du hast doch in den 80ern den Kontakt zur normalen Bevölkerung verloren und lebtest mit vollen Fleischtöpfen in deiner Schdasibubble.

Hat alles nichts mit der Ukraine zu tun, aber dieses Klischee haben Dir die Eppelmänner, Gaucks und die Sieger der Geschichte aus der Bundesrepublik Alt ins Gehirn geimpft, dass ist alles. In der Hinsicht bist Du genauso ein Opfer von Geschichtsklitterei wie ich es mal war. [flash] [hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 30. September 2022, 16:02

Beethoven hat geschrieben:Na meine Herren, ich gebe Karnak recht.

90 % der "Flüchtlinge" aus der DDR hatten politisch eher keine Probleme. Aber die ökonomische Situation war wohl nicht so prickelnd wobei es den
Bürgern der DDR immer noch besser ging als vielen andern Bürgern des Ostblocks.
Und hätte es nicht die Bundesrepublik gegeben, an der sich die Bürger die Augen aus dem Kopf schauen konnten, wären diese Menschen wohl nicht geflohen.
Aber da werden wir hier nie einer Meinung werden.


Freundlichst


Beethoven, du kanntest doch nicht einen einzigen Flüchtling. Zu der Zeit, wo ich weg wollte, wusstest du von den Problemen fast gar nichts. Das musst du zugeben.
Wenn die wirtschaftliche Situation politisch hervorgerufen wird, entstehen zwangsweise politische Probleme.

Ich verstehe nicht, wie du oder Karnak das immer noch nicht begriffen habt.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 30. September 2022, 16:30

Ach Karnak, ich bin bestimmt kein Opfer und deine beste DDR aller Zeiten ist zum Glück untergegangen, nur leider 40 Jahre zu spät. Was du anscheinend gar nicht auf dem Schirm hast, ist der technologische Abstand der in den 90ern und 2000ern exponentiell zugenommen hätte. Nix internet, nix telefon, nix gasheizung. Aber du wolltest ja Nordkorea.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon steffen52 » 30. September 2022, 16:31

augenzeuge hat geschrieben:

Wenn die wirtschaftliche Situation politisch hervorgerufen wird, entstehen zwangsweise politische Probleme.



AZ

Der Satz von Dir passt auch auf die heutige Zeit. [rose]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dille » 30. September 2022, 16:45

Nun, wenn du solch ein Bedürfnis hast, an den "Fleischtöpfen" zu kleben in deiner Argumentation, dann noch eines : nach der Wende ist ja immer
auch damit "argumentiert" worden, daß die Bundesrepublik die DDR- Bürger mit Bananen gelockt hätte.....

Wir Studenten waren 1965 auf einer Floßtour auf der Moldau, beginnend ganz im Süden der CSSR, am Lipno- Stausee, wirklich "..in the middle of nowhere..",
und auch dort gab es am Kiosk Bananen, wie auch auf der ganzen Route (Cesky Krumlov, Hluboka, Budweis.....), und die CSSR hatte keinen "Überseehafen",
sondern eine Zollfreizone im Hamburger Hafen, von wo alles per Schiff die Elbe hinauf bzw. per Lkw über Zinnwald transportiert wurde.

Was will ich sagen ??? Es war alles eine Frage der Prioritäten, ob "man" die Bedürfnisse der Bevölkerung priorisiert hat (und sie ruhiggestellt hat ??), oder
ob "man" andere Prioritäten gesetzt hat, wie eine überspannte Sicherheitsdoktrin und Militarisierung der Gesellschaft, wie in der DDR.

Und an einem Böll brauchst du dich auch nicht abzuarbeiten, der Böll steht für den geistigen Mief in der DDR, Prag 1968 und Budapest stehen für ein "offenes"
Fenster, wo man mal durchatmen konnte, wo man auch mal mit anderen Ideen in Berührung kam --- und auch mit "Fleischtöpfen", z.B. dem "Gulasch- Kommu-
nismus" des Janos Kadar. Und dem DDR- Bürger gingen in der Budapester Markthalle die Augen über.....

So --- also das DDR- System hätte auch bis zu einem gewissen Maß die "Fleischtöpfe" füllen können -- hätte man die Prioritäten entsprechend gesetzt, aber
das durfte oder wollte man ja nicht....

Übrigens sind auch die "Fleischtöpfe" deshalb kein Argument, da als ich wieder "rüber"fahren durfte (ab 1973) mir immer "Spezialitäten" bestellt habe,
wie Schweinekottelets richtig durchwachsen, oder Hasen, oder Wildschwein -- weil es da diesen "Magerwahn" nicht gab..... (und ja, meine Eltern haben
sich da schon wochenlang vorher den A... aufgerissen, z.B. Wildschwein aufzutreiben....)

Du merkst -- diese "Fleischtöpfe" als Fluchtgrund sind ein rotes Tuch für mich, und eigentlich ganz tief unten nur der Versuch, sich die Fluchtbewegung
und die absurde Grenzbefestigung schönzureden, "....wir konnten ja gegen die vollen Schaufenster im Westen nicht ankommen......", B.S. !

Gruß, Dille
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 16:53

Dille hat geschrieben:
So --- also das DDR- System hätte auch bis zu einem gewissen Maß die "Fleischtöpfe" füllen können -- hätte man die Prioritäten entsprechend gesetzt, aber
das durfte oder wollte man ja nicht....



Du merkst -- diese "Fleischtöpfe" als Fluchtgrund sind ein rotes Tuch für mich, und eigentlich ganz tief unten nur der Versuch, sich die Fluchtbewegung
und die absurde Grenzbefestigung schönzureden, "....wir konnten ja gegen die vollen Schaufenster im Westen nicht ankommen......", B.S. !

Gruß, Dille

Du meinst man wollte oder durfte seine Bürger nicht" glücklich " machen, warum nicht und von wem angeordnet ?
Und ich liebe es rote Tücher aufzuhängen [wink] , manchmal bringt es mir sogar Erkenntnisgewinn, was ich natürlich auf keinen Fall zugeben kann, auch das gehört zum Spiel der Ideologen. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dille » 30. September 2022, 16:54

steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:

Wenn die wirtschaftliche Situation politisch hervorgerufen wird, entstehen zwangsweise politische Probleme.



AZ

Der Satz von Dir passt auch auf die heutige Zeit.
Gruß steffen52


Hör doch bloß mal auf, hier und heute irgendwelche Proteste oder Unruhen herbeizubeten, um dann ein rechtes Süppchen daran kochen zu wollen !!

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 16:57

[flash] Die Hoffnung sollte vergeblich sein, dafür hat man Doppelwummse. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dille » 30. September 2022, 17:11

karnak hat geschrieben:Du meinst man wollte oder durfte seine Bürger nicht" glücklich " machen, warum nicht und von wem angeordnet ?


Wie ich oben schrieb : ".... eine überspannte Sicherheitsdoktrin und Militarisierung der Gesellschaft, wie in der DDR."

"Eure" Souveränität war doch eine Farce (wie sich anhand von Fakten leicht nachweisen läßt), und alles was in der DDR geschah, hatte
sich den Interessen der großen Sowjetunion unterzuordnen. Und wenn diese davon träumte, das ganze Proletariat Europas zu "befreien",
hatte die militarisierte DDR die Speerspitze zu stellen -- falls dann mal der "Hilferuf" aufrechter Kräfte aus dem Westen kommt und man
selbstlos zu Hilfe eilen würde.
Dem hatte sich Schwerindustrie (Priorität) und Konsumgüterindustrie unterzuordnen, den potentiellen Interessen der ruhmreichen Sowjet-
union !!
Übrigens ist das für mich eine Linie : auch heute werden wohl bevorzugt Nicht- Russen in diesem verbrecherischen Krieg in und gegen die
Ukraine verheizt.

Gruß, Dille
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 30. September 2022, 17:12

Beethoven hat geschrieben:Sollte Putin nun, nach erfolgreichen Angriffen und der Rückeroberung von den nun widerrechtlich integrierten Staatsgebiete der Ukraine, gegen die Ukraine Kernwaffen einsetzen, wäre eine Stufe erreicht, die unumkehrbar ist und Russland wohl weltweit ächten würde.


Nun könnt Ihr mich zerreißen.

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Die russischen Truppen führen keine taktischen Kernwaffen mit sich, also müssen sie erst mal aus einem Depot geholt werden und schon da hat sie der Ami auf dem Schirm. Dann bekommt der Putin sicherlich
einen gut gemeinten Anruf und die Kernwaffen kehren ins Depot zurück.

So wird das ablaufen, wenn Putin überhaupt so blöd ist, taktische Kernwaffen in Marsch setzen zu wollen. [hallo]

Und nein ich zerreiße dich nicht.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 30. September 2022, 17:15

karnak hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:
Wenn du das nur halbwegs belegen könntest , könnte man sich darüber unterhalten.
Ansonsten ist es lediglich üble Hetze in AfD Manier, selbst wenn du in deiner Großzügigkeit das nicht übel nimmst.
Zumal viele Ukrainer nach einigen Wochen trotz Warnungen zurück in die Ukraine gegangen sind.

Das ergibt sich schon aus der Tatsache in welchen wenigen Gebieten dieses Landes die Russen überhaupt militärisch aktiv waren.


Jetzt muss ich schon noch mal fragen wie du auf deine These kommst mit den 90 Prozent der Ukraineflüchtlinge, so aus dem Bauch raus oder wie??
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 17:18

Spartacus hat geschrieben:
Die russischen Truppen führen keine taktischen Kernwaffen mit sich, also müssen sie erst mal aus einem Depot geholt werden und schon da hat sie der Ami auf dem Schirm. Dann bekommt der Putin sicherlich
einen gut gemeinten Anruf und die Kernwaffen kehren ins Depot zurück.

So wird das ablaufen, wenn Putin überhaupt so blöd ist, taktische Kernwaffen in Marsch setzen zu wollen. [hallo]

Und nein ich zerreiße dich nicht.

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Ich gehe davon aus, man wird der Ukraine langsam klammheimlich flüstern, lasst es erstmal gut sein, die Russen bekommen wir schon irgendwann, dann bekommt ihr eure Gebiete zurück, bis dahin versüßen wir euch als Ersatz das Leben so weit es irgendwie geht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 30. September 2022, 17:20

karnak hat geschrieben:Ich gehe davon aus, man wird der Ukraine langsam klammheimlich flüstern, lasst es erstmal gut sein.............


Genau , deshalb bekommen die Ukrainer auch noch mal 18 HIMARS. [grin]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 30. September 2022, 17:21

Wir werden sehen. [hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Edelknabe » 30. September 2022, 17:22

Unser Jörg mit dem hier:

"Wieso, die Bevölkerung hat doch immer ukrainisch gesprochen. Russisch war nur Notbehelf. Unnormal wäre es, wenn sie heute russisch sprechen würden...." Textauszug ende

Um so etwas zu schreiben müsstest du dort Jahrzehnte gelebt haben. Hast du aber nicht...."du kleiner Neunmal-Klugscheißer". Noch nicht einmal der Rainer als sinngemäß Leipziger Sachse hätte da den genauen Überblick, wer in Leipzig in meinen gut 46 Jahren Verbleib in der Stadt nun konkret Sächsisch oder Hochdeutsch oder sich sonst etwas unterhalten hatte.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 30. September 2022, 17:23

Was Karnak vergisst, es war ja eine 100%ige Annektion der Ukraine durch Russland geplant. Raketenangriffe gab es ja am Anfang des Krieges auf alle größeren Städte.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 30. September 2022, 17:24

karnak hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Die russischen Truppen führen keine taktischen Kernwaffen mit sich, also müssen sie erst mal aus einem Depot geholt werden und schon da hat sie der Ami auf dem Schirm. Dann bekommt der Putin sicherlich
einen gut gemeinten Anruf und die Kernwaffen kehren ins Depot zurück.

So wird das ablaufen, wenn Putin überhaupt so blöd ist, taktische Kernwaffen in Marsch setzen zu wollen. [hallo]

Und nein ich zerreiße dich nicht.

Sparta

Ich gehe davon aus, man wird der Ukraine langsam klammheimlich flüstern, lasst es erstmal gut sein, die Russen bekommen wir schon irgendwann, dann bekommt ihr eure Gebiete zurück, bis dahin versüßen wir euch als Ersatz das Leben so weit es irgendwie geht.


Das kannst du vergessen, denn wenn Russland die Oberhand behalten würde, würde das gleichzeitig grünes Licht für China bedeuten. Außerdem machen die Ukrainer immer noch Fortschritte - falls du es nicht mitbekommen hast -
und ich denke eher, es wird ziemlich schwierig für den Westen werden, die Ukraine nach dem Gewinn der alten Gebiete, von der Rückeroberung der Krim abzuhalten. Und mal ehrlich, ich wüsste gerade auch nicht, warum die
Ukraine die Krim nicht zurück holen dürfte?

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Edelknabe » 30. September 2022, 17:29

Unser Olaf mit dem hier:

"Was Karnak vergisst, es war ja eine 100%ige Annektion der Ukraine durch Russland geplant." Textauszug ende

Wo stand, steht das denn gleich nochmal....und möglichst schriftlich ....so wenn der Rainer bitten dürfte?

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Werner Thal » 30. September 2022, 17:30

Vor einigen Stunden faselte der russische Kriegsverbrecher Putin u. a. plötzlich etwas von "Verhandlungen".

Die Frage ist: mit wem will er international eigentlich verhandeln? Vielleicht seine eines Tages stattfindende
Überführung zum Internationalen Gerichtshof nach Den Haag?!

https://www.bmz.de/de/service/lexikon/i ... stgh-14550

W. T.
Werner Thal
 

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