Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 26. August 2022, 19:47

Immer ruhig Blut und Verhältnismässigkeiten beachten. Das was "wir" aktuell unter Hilfe für die Ukraine, bzw. Schwächung von Russland, betreiben, hilft der Ukraine wenig und richtet auf der anderen Seite einen mittlerweile kaum mehr zu kalkulierenden Schaden in Westeuropa an. Frieren im Winter ist da das kleinste Problem. Mit Geschichtsvergessenheit oder Egoismus hat das wenig zu tun.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 26. August 2022, 21:16

Genau so sieht es aus,Ari.

Dille, mit welchen Mitteln haben wir denn in 6 Monaten was erreicht?

Ich finde es sehr gut, wenn es noch ein paar Leute gibt, die nicht nur in Waffenlieferungen die Lösung sehen.

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dille » 26. August 2022, 22:02

augenzeuge hat geschrieben:
Dille, mit welchen Mitteln haben wir denn in 6 Monaten was erreicht?

AZ


Daß die ruhmreiche russische Armee nicht am 27.2.2022 auf dem Maidan eine Siegesparade abhalten
konnte, mit kleinen Mädchen die den russischen Soldaten Blümchen in die Gewehrläufe steckten, das
haben wir erreicht !

Gegenfrage natürlich : was hat die Beschwichtigungspolitik 1938 denn erreicht ?? Ein total zerstörtes
Europa incl. Sowjetunion und Japan. Man darf Erpressungen nicht nachgeben, auch wenn es 2 °C
Raumtemperatur kostet ! Und mal noch in dem Zusammenhang : während der Berlin- Blockade waren
die Raumtemperaturen sicherlich deutlich niedriger, und Amerikaner, Briten und Franzosen haben sich
mit der Luftbrücke den Asch aufgerissen, um wenigstens diese Temperatur zu ermöglichen, und heute
wird nur rumgemault !

Gruß, Dille
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Werner Thal » 27. August 2022, 05:21

Russ Military.jpg

"Großvater - Vater - Sohn".

W. T.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Grenzgänger » 27. August 2022, 06:06

Dille hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Dille, mit welchen Mitteln haben wir denn in 6 Monaten was erreicht?

AZ


Daß die ruhmreiche russische Armee nicht am 27.2.2022 auf dem Maidan eine Siegesparade abhalten
konnte, mit kleinen Mädchen die den russischen Soldaten Blümchen in die Gewehrläufe steckten, das
haben wir erreicht !

Gegenfrage natürlich : was hat die Beschwichtigungspolitik 1938 denn erreicht ?? Ein total zerstörtes
Europa incl. Sowjetunion und Japan. Man darf Erpressungen nicht nachgeben, auch wenn es 2 °C
Raumtemperatur kostet ! Und mal noch in dem Zusammenhang : während der Berlin- Blockade waren
die Raumtemperaturen sicherlich deutlich niedriger, und Amerikaner, Briten und Franzosen haben sich
mit der Luftbrücke den Asch aufgerissen, um wenigstens diese Temperatur zu ermöglichen, und heute
wird nur rumgemault !

Gruß, Dille


So sind die Deutschen leider. Von Ausnahmen natürlich abgesehen. Wir erheben uns gerne über andere Völker, halten uns für den "Nabel der Welt", aber wenn es mal drauf ankommt, wenn Härte angesagt ist, dann ist es mit der deutschen Stärke nicht weit her. Da haben uns andere Völker eine Menge voraus.
Wobei ich immer wieder sagen muss, dass die zu leistenden Härten nicht so weit gehen dürfen, dass die eigene wirtschaftliche Existenz in Gefahr gerät. Wenn ich morgen meine Rechnungen nicht mehr bezahlen und meine Familie nicht mehr ernähren kann, dann wird es mit dem Verständnis für die Maßnahmen gegen Putin schwierig.

Viele Grüße
Uwe
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 27. August 2022, 07:09

Dille hat geschrieben:
Gegenfrage natürlich : was hat die Beschwichtigungspolitik 1938 denn erreicht ?? Ein total zerstörtes
Europa incl. Sowjetunion und Japan. Man darf Erpressungen nicht nachgeben, auch wenn es 2 °C
Raumtemperatur kostet ! Und mal noch in dem Zusammenhang : während der Berlin- Blockade waren
die Raumtemperaturen sicherlich deutlich niedriger, und Amerikaner, Briten und Franzosen haben sich
mit der Luftbrücke den Asch aufgerissen, um wenigstens diese Temperatur zu ermöglichen, und heute
wird nur rumgemault !

Gruß, Dille

Ich weiß nicht was Du von den Leuten erwartest, und zwar nach dem was man ihnen jeden Tag erzählt. Bei dem was angekündigt wird geht es nämlich nicht um die warme Bude, dass wird jedem klar der über die Dinge nachdenkt. Da geht es darum, im Speziellen bei der BRD, wie sie ein Kumpel neuerdings nennt [flash] , dass wir sehenden Auges in eine ökonomische, damit soziale und wenn es ganz dumm läuft politische Katastrophe laufen. Immer vorausgesetzt es trifft das ein was unsere neuen" Experten" ankündigen. Jeder der nicht total bescheuert ist erkennt, es gibt überhaupt keinen Plan um uns gegen die Erpressung eines Putin zu wehren, es kann auch keinen geben. Die Faktenlage ist nämlich, mindestens 2 bis 3 Jahre sind wir von der Energie der Russen abhängig, es gibt in dieser Zeit keinen anderen Ausweg. Bei aller Ablehnung dieses militärischen Überfalls und Unterstützung des Angegriffenen, wir wären gut beraten gewesen mit unserer großen Fresse den Ball wenigstens etwas flach zu halten. Was machen wir denn wenn uns der Russe auch noch die letzten 20% abdreht? Lieber Tod als rot und heldenhaft für die Verteidigung unserer Werte in den Untergang gehen nehme ich mal an, dass sollte es uns schon wert sein, ist es aber der Masse der Bevölkerung nicht, dass kann ich Dir versichern und das sollte im schlimmsten Fall politische Folgen haben, zumindest wenn wir Demokratie weiter zulassen. Ich will der amtierenden Regierung gar nicht fehlendes Bemühen unterstellen, aber was hat man denn an " Maßnahmen " erreicht? In Katar, es gibt nichts, Norwegen,mehr gibt es nichts, Canada, zur Zeit keine Kapazität. Was was übrigbleibt sind dusselige Durchhalteparolen wie Dusch und Waschlappen und Beleuchtungstipps. Mit schrecken denke ich an das dumme Gequatsche wenn Deutschlands heiligstes Fest naht, allen voran wieder dieser Steinmeier, was soll er auch anders von sich geben außer Phrasen, dieses Jahr bleibt der Schwibbbogen dunkel, Dunkelheit für die Freiheit. [flash] Und jeder weiß, dieser Kindergartenkram verändert an der Situation NICHTS. Und jetzt wünschst Du Dir, dass die Masse diesen Irrsinn mitträgt, kannste vergessen, kein Volk der Welt ist so.
Das größte Düngemittelwerk Europas, Piesteritz hat dichtgemacht, es lohnt sich einfach nicht mehr, welches Unternehmen soll denn zu welchen Zweck etwas unternehmen bei dem sie auf ihr Produkt draufzahlt. Piesteritz verarbeitet Gas, verbrennt es eher weniger, zu Harnstoff und Stickstoff im Speziellen. Nun braucht die Landwirtschaft aber Düngung, da Nahrungsmittelproduktion von Sanktionen ausgenommen ist liefert jetzt China, der Iran und RUSSLAND [flash] , natürlich zu entsprechenden Preisen die Du dann bei REWE bezahlst. Aber wir " schnüren" ja das 25. Hilfspaket.
Fällt mir übrigens noch was ein, wird Dich ärgern, warum seit ihr Republikflüchtigen eigentlich nicht alle in der DDR geblieben um Euch heldenhaft gegen Diktatur und Unterdrückung zu stellen, wo es Euch doch nicht um meine Fleischtöpfe und das "Wir, Wir, Wir" dazu ging sondern um die Verteidigung unserer Werte, da hätte man doch den Gürtel der Freiheit doch wohl etwas enger schnallen können bis zum Sieg.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Verratnix » 27. August 2022, 07:31

Übrigens stellte neben Bayer auch Priesteritz Adblue her. Auch vorbei.

Demnächst fährt kein Lkw oder Traktor mehr...zumindest die neuen mit Adblue nicht...tolle Aussichten.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2022, 08:06

Dille hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Dille, mit welchen Mitteln haben wir denn in 6 Monaten was erreicht?

AZ


Daß die ruhmreiche russische Armee nicht am 27.2.2022 auf dem Maidan eine Siegesparade abhalten
konnte, mit kleinen Mädchen die den russischen Soldaten Blümchen in die Gewehrläufe steckten, das
haben wir erreicht !

Gegenfrage natürlich : was hat die Beschwichtigungspolitik 1938 denn erreicht ?? Ein total zerstörtes
Europa incl. Sowjetunion und Japan. Man darf Erpressungen nicht nachgeben, auch wenn es 2 °C
Raumtemperatur kostet ! Und mal noch in dem Zusammenhang : während der Berlin- Blockade waren
die Raumtemperaturen sicherlich deutlich niedriger, und Amerikaner, Briten und Franzosen haben sich
mit der Luftbrücke den Asch aufgerissen, um wenigstens diese Temperatur zu ermöglichen, und heute
wird nur rumgemault !

Gruß, Dille


Dille, ich hab ein wenig das Gefühl, du lässt dich von einer gewissen staatlich geführten Presse mehr beeinflussen (siehe Raumtemperatur) , anstatt mal selbst über die zukünftigen Folgen für die Welt nachzudenken. Nun ja, Corona hat ja den Regierenden die Möglichkeiten der irreführenden Berichterstattung gezeigt, jetzt gehts weiter. Solange der Krieg weitergeht, werden sich weltweit Hungersnöte ergeben, Flüchtlingswellen generieren, es wird eine Situation geschaffen, wo eine Raumtemperatur in D das geringste Übel ist. Man kann doch nicht zig Existenzen in D in die Armut stürzen, aktuell steigen bereits die Insolvenzen, ein Wirtschaftssystem zerstören, welches zwangsweise in die linken und rechten Extreme tendieren wird. Wofür? Am Ende ist nicht nur die Ukraine zerstört, tausende haben dort ihr Leben verloren, es gibt nur noch Frauen und Kinder- WOFÜR? Für dich scheint dabei die Siegesparade eine höhere Priorität zu haben.

Dein Fehler ist, dass du 1938 mit heute vergleichst, die Realitäten sind völlig anders.
Beachte Stärke der russ. Armee, Nato etc.

Zur Luftbrücke. Es war nicht ehrlich so, dass sich die Alliierten den Arsch für uns aufgerissen haben, doch nicht für ein deutsches Volk, welches man vor kurzem erst besiegt hatte, nein, sie haben es für den Erhalt ihrer Machtstellung im kalten Krieg getan. Daran änderten auch die Carepakete nichts, Priorität hatte der Standort! Auch die Amerikaner zu Hause waren damals nicht annäherungsweise in der Situation wie die Europäer heute. Sie mussten sich nicht für D einschränken! Daher hinkt m.E. der Vergleich.

Der Krieg kann nur durch Diplomatie bzw. Einsicht in die eigenen wirtschaftlichen Probleme zu Ende gebracht werden. Wenn wir immer bessere Waffen liefern, wird die Gegenseite immer härtere Waffen einsetzen, es besteht nicht nur die Gefahr, dass uns ein AKW um die Ohren fliegt, und ganz Europa betroffen ist, nein der Krieg kann auch andere Staaten mit einbeziehen. Aber das will keiner.

Immer mehr Waffen, man darf nicht zurückweichen? Denk an die Pershings, SS20.....schon damals erkannten viele Menschen, dass dies kein Weg der Zukunft sein kann.
Den bestehenden Wirtschaftskrieg, den wir forcieren, ist das Dümmste, was man tun kann. Er ist für uns nicht zu gewinnen.

D kommt mir vor als ob es brennt und wir den letzten Eimer Wasser verschenken, aber gleichzeitig in der Förderung von Wasser durch die EU begrenzt werden.
Siehe MwSt für die Umlage. Da ist man nicht mal bereit, D unbürokratisch zu helfen.

AZ
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 27. August 2022, 08:09

@Karnak -

seit - zeitlich - zB. seit 1990 ist der Unsinn der DDR vorbei
sind - seid - seid bereit - "warum seid ihr nicht alle in der DDR geblieben" - ich bin geblieben und es war ein Spaß, den Plumpaquatsch zu beenden. Die, die abgehauen sind, waren für die Wende auch wichtig. Aber das verstehst du nicht, wie auch. Deine plumpe Rhetorik, wer nachdenken könne, müsse deinen Argumenten folgen, ansonsten dumm wie Brot [laugh] bist schon ein Früchtchen, Bananenbrot?. Nur warum wohnst du dann jetzt im "Feindesland" bist du nicht auch letztendlich ein Republikflüchtling?! Verräter oder 5.Kolonne? Schläfer! Hast ne Menge verschlafen [hallo]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 27. August 2022, 08:25

@AZ make love not war funktioniert nur bei einem Palpetine für Arme nicht. Den interessiert der Friedenswille nicht, nur absolute Unterwerfung. Wer destabilisiert denn Europa? Sieh es wie in einer Beziehung, du liebst deine Frau, versuchst alles um die Beziehung zu retten, während die schon mit ihrem Anwalt pennt und gemeinsam aushecken, wie du abgezogen wirst.

Wohin die Reise ab 1938 in Europa ging, wussten auch nur wenige. Aber allen voran der GröFaZ. Tausche die Ukraine mit der Tschecheslowakei, der geforderte Korridor nach Königsberg über Danzig, die verlogene Propaganda und du erkennst keine Parallelen? Dir fehlt wirklich ne kalte Dusche. Die Verlogenheit der Mainstreammedien? Mach ne Gegendarstellung.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Grenzgänger » 27. August 2022, 09:07

Eines der Probleme im "Kampf gegen Putin" - ich nenne das mal so - besteht doch in der Uneinigkeit der EU.- Solange es solche Typen wie den Orban gibt, der Putin jede Menge Öl und Gas abnimmt, werden die Sanktionen nur bedingt greifen. Schade, dass die EU immer dann nicht, oder nur sehr bedingt, funktioniert, wenn es am meisten darauf ankommt.

Gruß an alle
Uwe
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 27. August 2022, 09:12

Olaf Sch. hat geschrieben:@AZ make love not war funktioniert nur bei einem Palpetine für Arme nicht. Den interessiert der Friedenswille nicht, nur absolute Unterwerfung. Wer destabilisiert denn Europa? Sieh es wie in einer Beziehung, du liebst deine Frau, versuchst alles um die Beziehung zu retten, während die schon mit ihrem Anwalt pennt und gemeinsam aushecken, wie du abgezogen wirst.

Wohin die Reise ab 1938 in Europa ging, wussten auch nur wenige. Aber allen voran der GröFaZ. Tausche die Ukraine mit der Tschecheslowakei, der geforderte Korridor nach Königsberg über Danzig, die verlogene Propaganda und du erkennst keine Parallelen? Dir fehlt wirklich ne kalte Dusche. Die Verlogenheit der Mainstreammedien? Mach ne Gegendarstellung.


Vielleicht will oder kann man die Parallelen nicht erkennen.
Hat übrigens 2014 Schäuble im BT getan.
Der Bundesfinanzminister hat vorsichtig Parallelen zwischen dem „lupenreinen Demokraten“ im Kreml und Hitler gezogen. Empörung von Putin-Verstehern ist ihm sicher – dabei liegt er gar nicht so falsch.
https://www.welt.de/geschichte/article1 ... timmt.html


Geschichte wiederholt sich nie exakt. Aber bestimmte politische Mechanismen sind ähnlich. Hier liegt ein Vergleich nahe. Die selbst ernannte Krim-Regierung unter Präsident Sergej Walerjewitsch Aksjonow folgt nicht exakt dem Beispiel von Konrad Henlein, doch Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen.

Das scheindemokratische Referendum auf der Krim erinnert fatal an die Volksabstimmung, die Hitler im April 1938 in Österreich inszenieren ließ. Die russischen Drohgebärden an der Grenze zur Ostukraine unterscheiden sich nicht wesentlich vom Verhalten der Wehrmacht im besetzten Sudetenland Ende 1938 und Anfang 1939.

Die Folgen von Wladimir Putins völkerrechtswidriger Politik müssen nicht die gleichen sein wie nach der Sudetenkrise. Doch die Ingredienzien sind ähnlich. Darauf hingewiesen zu haben ist Wolfgang Schäubles Verdienst – aller Relativierungspolemik zum Trotz.


Wenige Monate später holte er sich, was er eigentlich gewollt hatte: ganz Böhmen und Mähren. Am 15. März 1939 marschierte die Wehrmacht vom Sudetenland aus in der hämisch „Rest-Tschechei“ genannten überwiegend tschechisch geprägten Region in der weiteren Umgebung Prags ein; die Slowakei erklärte sich mit Unterstützung aus Berlin für unabhängig.

Großbritannien kam der Regierung in Prag nicht zur Hilfe, garantierte aber die Integrität Polens. Hitler nahm das nicht ernst und griff am 1. September 1939 Polen militärisch an, woraufhin die Regierungen in London und Paris den Krieg erklärten: Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Verratnix » 27. August 2022, 09:15

Hmm, auch wenn mich einige steinigen...Orban ist aber wenigstens ehrlich. Sagt ganz klar das in die EU, Ukraine und RUS nicht interessiert. Er verkündet: Ich bin in erster Line Ungar.

Damit ist so ziemlich alles gesagt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Gerd Böhmer » 27. August 2022, 09:25

Grenzgänger hat geschrieben:
So sind die Deutschen leider. Von Ausnahmen natürlich abgesehen. Wir erheben uns gerne über andere Völker, halten uns für den "Nabel der Welt", aber wenn es mal drauf ankommt, wenn Härte angesagt ist, dann ist es mit der deutschen Stärke nicht weit her. Da haben uns andere Völker eine Menge voraus.
Wobei ich immer wieder sagen muss, dass die zu leistenden Härten nicht so weit gehen dürfen, dass die eigene wirtschaftliche Existenz in Gefahr gerät. Wenn ich morgen meine Rechnungen nicht mehr bezahlen und meine Familie nicht mehr ernähren kann, dann wird es mit dem Verständnis für die Maßnahmen gegen Putin schwierig.

Viele Grüße
Uwe


Morgens,

meine volle Zustimmung, wie war das noch gleich schon zu Kaiser Willy's Zeiten - am deutschen Wesen soll die Welt genesen ...

Zu Deinem letzten Satz so ist es auch bei mir, ich habe kein Verständnis dafür, das hier internationale nach der Weltherrschaft strebende Konzerne ihre Interessen durchsetzen, denn nur darum geht es in dem gegenwärtigen Konflikt in Osteuropa. Nur leider wollen das einige Herrschaften wie der Selenskey, der Melnyk oder auch die Klitschkos nicht erkennen. Schon die Aussage der Klitschkos, das sie die Freiheit Europas verteidigen ist doch Propaganda.

Letzte Anmerkung - ich verurteile das Vorgehen Russlands auch nach wie vor, das ohne wenn und aber (!)

wünsche ein angenehmes Wochenende,
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Danny_1000 » 27. August 2022, 09:49

@Dille,
ich versuche ja, Deinen Heroismus nachzuvollziehen, auch aufgrund Deiner Lebenserfahrungen. Nur letztlich bedeutet das, dem wortgewaltigen, dicken bulligen Neger aus den USA zu folgen und den Russen so richtig eine aufs Maul zu hauen, damit sie nie wieder Krieg machen können. Die eigenen Kriege und die Millionen Toten der letzten 30 Jahre im Namen der Freiheit und Demokratie werden einfach ausgeblendet, um diesen Krieg als den barbarischsten aller Zeiten propagandistisch auszuschlachten. Das ist Heuchelei in Reinkultur.

1938 ist nicht 2022, der Irre im Kreml ist nicht Hitler und wir als der Westen sind auch nicht per se die Guten, die gegen das Böse kämpfen. Man kann natürlich versuchen, Parallelen zu 1938 und recht akrobatisch dann Ableitungen zu heute herstellen, aber die passen einfach nicht auf diesen Krieg. Damals gab es noch keine Atommächte.

Wenn wir diesen Kurs im Ukrainekrieg so wie bisher fortsetzen, wird es das unermessliche Leid in der Ukraine nur verschlimmern, die sinnlosen Zerstörungen würden fortgesetzt, uns könnte es ökonomisch und politisch ruinieren und Europa erneut in eine Katastrophe stürzen. Da sind die 2 Grad weniger - und da bin ich dann wieder bei Dir - wirklich nur eine Petitesse.

Und zu guter Letzt: Wir können hier noch so viel Propaganda für oder gegen den Krieg betreiben, wir können uns über geschriebene Briefe gegen oder für den Krieg aufregen. Die Entscheidung, wann der Krieg zu Ende sein wird, treffen Washington und Moskau und nicht Kiew oder Europa. Die Ukraine ist in diesem geostrategischen Streit zwischen 2 Großmächten hier nur der Spielball.
Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben
dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Evelyn Beatrice Hall 1868; † nach 1939)
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Bahndamm 68 » 27. August 2022, 09:54

Gerd Böhmer hat geschrieben:Zu Deinem letzten Satz so ist es auch bei mir, ich habe kein Verständnis dafür, das hier internationale nach der Weltherrschaft strebende Konzerne ihre Interessen durchsetzen, denn nur darum geht es in dem gegenwärtigen Konflikt in Osteuropa. Nur leider wollen das einige Herrschaften wie der Selenskey, der Melnyk oder auch die Klitschkos nicht erkennen. Schon die Aussage der Klitschkos, das sie die Freiheit Europas verteidigen ist doch Propaganda.

Letzte Anmerkung - ich verurteile das Vorgehen Russlands auch nach wie vor, das ohne wenn und aber (!)

wünsche ein angenehmes Wochenende,

Wenn die von dir genannten Herrschaften bestimmte Dinge nicht erkennen wollen, dann muss ich dich fragen, ob du die Worte von Putin vergessen hast, dass er ein Großrussisches Reich mit Grenzen vor 1900, sprich Zarenreich wiederherstellen möchte.
Hat Putin nicht ein Problem mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Möchte er viel lieber, die alten Grenzen, die abtrünnigen Staaten wieder zurückhaben?
Wer von all den alten Warschauer Pakt-Staaten, steht heute noch für die Politik von Putin. In erster Linie fällt mir nur Weißrussland ein. Aber auch da wird mit erhobenem Säbel regiert, weil sie abhängig von diesem russischen Bären sind.
Nein, die Menschen, wie auch ich möchten frei sein und offen meine Meinung sagen oder schreiben dürfen. Dies ist unter Putin nicht möglich.
Warum darf das Russische Volk nicht offen vom Krieg sprechen, sie dürfen nur über eine militärische Spezialaktion sprechen. Was ist der Unterschied von beiden Begriffen. In beiden Formulierungen sprechen die Waffen eine deutliche Sprache. Menschen, Sachwerte und Sonstiges werden vernichtet, was in der Vergangenheit mühsam erschaffen wurde.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 27. August 2022, 10:31

Gerd Böhmer hat geschrieben:Morgens,

meine volle Zustimmung, wie war das noch gleich schon zu Kaiser Willy's Zeiten - am deutschen Wesen soll die Welt genesen ...


wünsche ein angenehmes Wochenende,



Am deutschen Wesen soll die Welt genesen...
Ein großes Anliegen des deutsch-national gesinnten Dichters Emanuel Geibel (1815-1884) war die deutsche Einigung unter der Führung Preußens. Diese Idee spielte in vielen seiner Gedichte eine große Rolle. Besonderen Einfluss hatte das Gedicht »Deutschlands Beruf«, das mit den Versen endet: »Und es mag am deutschen Wesen/Einmal noch die Welt genesen.« Der Schlussgedanke dieses Gedichts, bei Geibel noch als Wunsch formuliert, wurde in der Folgezeit in verhängnisvoller Weise zur Forderung erhoben und bis in den Nationalsozialismus hinein als Schlagwort genutzt. In Anspielung auf diese Zeit zitiert man den Satz heute gelegentlich als Mahnung vor übertriebenem deutschen Nationalismus oder als Kritik an zu unnachgiebigem, zu egoistischem oder zu rechthaberischem Verhalten Deutschlands bei Zwistigkeiten und Meinungsverschiedenheiten mit anderen Staaten.

Universal-Lexikon. 2012.

Ebenfalls schönes Wochenende....
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 27. August 2022, 11:45

karnak hat geschrieben:Fällt mir übrigens noch was ein, wird Dich ärgern, warum seit ihr Republikflüchtigen eigentlich nicht alle in der DDR geblieben um Euch heldenhaft gegen Diktatur und Unterdrückung zu stellen, wo es Euch doch nicht um meine Fleischtöpfe und das "Wir, Wir, Wir" dazu ging sondern um die Verteidigung unserer Werte, da hätte man doch den Gürtel der Freiheit doch wohl etwas enger schnallen können bis zum Sieg.


Schon mal einen DDR Knast wie etwa Bützow, Brandenburg und Bautzen von innen gesehen? Ich meine zu DDR - Zeiten? [mundzu]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 27. August 2022, 11:56

Dille hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Dille, mit welchen Mitteln haben wir denn in 6 Monaten was erreicht?

AZ


Daß die ruhmreiche russische Armee nicht am 27.2.2022 auf dem Maidan eine Siegesparade abhalten
konnte, mit kleinen Mädchen die den russischen Soldaten Blümchen in die Gewehrläufe steckten, das
haben wir erreicht !

Gruß, Dille


Richtig Dille.

Das ist in meinen Augen auch das wichtigste und klar, Putin muss unter allen Umständen Einhalt geboten werden. Sollte er in der Ukraine gewinnen, dann wird er
sich der Reihe nach die anderen kleinen ehem. Sowjetrepubliken vornehmen und keine Sau wird es dann mehr interessieren. Mit der NATO wird er sich aber nicht
anlegen. Daher befürworte ich sogar noch bessere und modernere Waffen für die Ukraine.

Die Sanktionen gegen Russland? Nun ja, ein so großes Land mit derart großen Ressourcen kann man eigentlich gar nicht sanktionieren. Hungern und frieren wird dort
garantiert niemand. Bei uns bin ich mir da aber nicht so sicher. Und ein LADA fährt halt auch ohne ESP.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2022, 12:05

Wenn die DDR, theoretisch, alle Wegwollenden eingesperrt hätte, dann wäre der Druck zu gering gewesen, die Wende hätte es nicht gegeben. Denn die Weggegangenen haben ihre Verbindungen in die DDR nie aufgegeben, was letztlich den Druck immens gesteigert hat.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 27. August 2022, 12:20

augenzeuge hat geschrieben:Wenn die DDR, theoretisch, alle Wegwollenden eingesperrt hätte, dann wäre der Druck zu gering gewesen, die Wende hätte es nicht gegeben.
AZ


Wäre gar nicht gegangen, viel zu wenig Platz. [hallo]

Die russische Armee hat nach britischen Erkenntnissen ihre Angriffe in der Ostukraine zuletzt wieder verstärkt. In den vergangenen fünf Tagen habe die Intensität russischer Attacken nahe der Großstadt Donezk wieder zugenommen, teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.Mit den Angriffen wollten die russischen Truppen vermutlich zusätzliche ukrainische Truppen im Osten binden, um eine erwartete ukrainische Gegenoffensive im Süden des Landes zu erschweren, hieß es. Es habe heftige Kämpfe nahe der Städte Siwersk und Bachmut nördlich von Donezk gegeben. Truppen der moskautreuen Separatisten seien vermutlich weiter ins Zentrum des Dorfes Pisky nahe des zerstörten Flughafens Donezk vorgedrungen, hieß es weiter. Insgesamt hätten die russischen Einheiten aber nur wenige Geländegewinne verzeichnet.


Bin gespannt ob wir die ukrainische Gegenoffensive im Süden noch erleben. [hallo]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 27. August 2022, 12:33

augenzeuge hat geschrieben:Wenn die DDR, theoretisch, alle Wegwollenden eingesperrt hätte, dann wäre der Druck zu gering gewesen, die Wende hätte es nicht gegeben. Denn die Weggegangenen haben ihre Verbindungen in die DDR nie aufgegeben, was letztlich den Druck immens gesteigert hat.
AZ


Ist aber eine ganz andere Baustelle. Eingesperrt nicht, im Gegenteil, mit Zügen in den Westen nachgeholfen...Aber es war nur eine Komponente im Herbst 89.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 27. August 2022, 12:38

Das hier ist auch sehr interessant:
https://www.t-online.de/nachrichten/ukr ... raine.html

Es wurde ja immer viel von Putins potemkinsche Armee geredet.

Offenbar sind die Zustände sogar noch krasser als man dachte:
Viele der Soldaten haben nicht einmal Kampftraining erhalten.

Ein Soldat (der im Jahr 2000 in die Armee eingetreten ist) berichtet, dass er und die anderen Rekruten seiner Einheit nur einmal mit einem Gewehr in einem Schießstand posieren mussten, damit daraus ein gestelltes Foto entstand welches ihr Kommandeur an die nächsthöheren Dienstgrade schicken kann (um denen zu zeigen dass das Training der Soldaten angeblich vorangehe). Das ist alles was er an der Waffe bis zur Invasion lernte.

Und zum Einmarsch wurden ihm und seinen Kameraden nur gesagt, dass sie 3 tage lang in der Ukraine stationiert würden um das Land einzuschüchtern ... nix von wegen bevorstehenden Kampfhandlungen oder daß das eine Invasion ist oder was auch immer. Und entsprechend hatten sie auch nur 3 Tage Verpflegung bekommen ... nicht mehr ... und waren komplett Ahnungslos bevor sie das erste Mal beschossen wurden.


So langsam wundert mich nix mehr
und ich glaube den ganzen Stories welche man in der Ukraine über planlose russische Soldaten hörte
(wie jene welche mit ihrem APC vor einer ukrainischen Polizeistation hielten, nach dem Weg fragten,und prompt festgenommen wurden )

Ich frag mich ob die russischen Ersatzkräfte die Putin neu anwirbt besser trainiert werden ... ich hoffe nicht

...
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 27. August 2022, 13:18

"Russlands Befehls-Chaos: Putin entzieht wohl Militärführern Vertrauen – und reißt Ukraine-Ruder an sich"

https://www.merkur.de/politik/wladimir- ... 44134.html

Na, das kann ja heiter werden. An wen erinnert mich das bloß?? *grübel*
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 27. August 2022, 14:36

Spartacus hat geschrieben:
Schon mal einen DDR Knast wie etwa Bützow, Brandenburg und Bautzen von innen gesehen? Ich meine zu DDR - Zeiten? [mundzu]

Sparta

[grin] Darum geht es in dem Zusammenhang nicht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 27. August 2022, 14:53

[quote="Olaf Sch."]@Karnak -

seit - zeitlich - zB. seit 1990 ist der Unsinn der DDR vorbei
sind - seid - seid bereit - "warum seid ihr nicht alle in der DDR geblieben" - ich bin geblieben und es war ein Spaß, den Plumpaquatsch zu beenden. Die, die abgehauen sind, waren für die Wende auch wichtig. Aber das verstehst du nicht, wie auch. Deine plumpe Rhetorik, wer nachdenken könne, müsse deinen Argumenten folgen, ansonsten dumm wie Brot [laugh] bist schon ein Früchtchen, Bananenbrot?. Nur warum wohnst du dann jetzt im "Feindesland" bist du nicht auch letztendlich ein Republikflüchtling?! Verräter oder 5.Kolonne? Schläfer! Hast ne Menge verschlafen





Ich wohne nicht in Feindesland, dieser Begriff hat nach über 30 Jahren für mich keinerlei Bedeutung mehr. Ich wohne dort wo es mir gefällt und genieße die Freiheit diese Entscheidung ideologisch unbeeinflusst treffen zu können. Ich habe vor über 30 Jahre das Land gewechselt ohne umzuziehen und wurde eingemeindet. Jetzt bin ich Bürger der Bundesrepublik Deutschland mit der amtlichen Abkürzung BRD, weil das eine Mehrheit meines alten Vaterlands so wollte. Mit allen Pflichten und Rechten dieses neuen Landes deren Staatsbürger ich jetzt bin. Und jetzt fühle ich mich für dieses in seiner Gesamtheit verantwortlich. [hallo] [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 27. August 2022, 15:02

Dille hat geschrieben:Daß die ruhmreiche russische Armee nicht am 27.2.2022 auf dem Maidan eine Siegesparade abhalten
konnte, mit kleinen Mädchen die den russischen Soldaten Blümchen in die Gewehrläufe steckten, das
haben wir erreicht !
[...]

Am 27.2.2022 waren doch die 5000 Helme noch gar nicht geliefert.

Ari
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Alles wird gut!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 27. August 2022, 15:14

augenzeuge hat geschrieben:
Immer mehr Waffen, man darf nicht zurückweichen? Denk an die Pershings, SS20.....schon damals erkannten viele Menschen, dass dies kein Weg der Zukunft sein kann.



Gaaanz schräger Vergleich mein Guter.
Die Pershings wurden aufgestellt nach dem die Russen ihre SS 20 installierten und waren somit nötige Verhandlungsmasse damit beide Raketentypen durch Verhandlungen wieder verschwanden.
Ohne die Pershings hätte der Westen genau Null Druckmittel gegen Moskau gehabt.
Schon damals hat man sich in Moskau und Ost Berlin die Befindlichkeiten der bundesdeutschen Gesellschaft zu Nutze gemacht.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dille » 27. August 2022, 15:15

augenzeuge hat geschrieben:
Dein Fehler ist, dass du 1938 mit heute vergleichst, die Realitäten sind völlig anders.
Beachte Stärke der russ. Armee, Nato etc.

Zur Luftbrücke. Es war nicht ehrlich so, dass sich die Alliierten den Arsch für uns aufgerissen haben, doch nicht für ein deutsches Volk, welches man vor kurzem erst besiegt hatte, nein, sie haben es für den Erhalt ihrer Machtstellung im kalten Krieg getan. Daran änderten auch die Carepakete nichts, Priorität hatte der Standort! Auch die Amerikaner zu Hause waren damals nicht annäherungsweise in der Situation wie die Europäer heute. Sie mussten sich nicht für D einschränken! Daher hinkt m.E. der Vergleich.

Der Krieg kann nur durch Diplomatie bzw. Einsicht in die eigenen wirtschaftlichen Probleme zu Ende gebracht werden. Wenn wir immer bessere Waffen liefern, wird die Gegenseite immer härtere Waffen einsetzen, es besteht nicht nur die Gefahr, dass uns ein AKW um die Ohren fliegt, und ganz Europa betroffen ist, nein der Krieg kann auch andere Staaten mit einbeziehen. Aber das will keiner.

Immer mehr Waffen, man darf nicht zurückweichen? Denk an die Pershings, SS20.....schon damals erkannten viele Menschen, dass dies kein Weg der Zukunft sein kann.
Den bestehenden Wirtschaftskrieg, den wir forcieren, ist das Dümmste, was man tun kann. Er ist für uns nicht zu gewinnen.

AZ



Ich lasse mich mitnichten von einer "staatlich gelenkten" Presse beeinflussen, ich gleiche immer das was ich sehe und höre mit meiner
Lebenserfahrung ab, mit Aufenthalten in Ländern, die unsere Probleme und "Probleme" gerne hätten !

Zum Vergleich 1938 zu heute ist ja inzwischen sehr viel zutreffendes gesagt worden --- es trifft aus meiner Sicht sehr genau zu.

Zur Luftbrücke : ja klar, die Amerikaner wollten natürlich ihre Position sichern, logisch -- aber entscheidend ist doch, was "hinten rauskommt",
das war die Versorgung der West- Berliner, verbunden mit einer klaren Ansage an die Russen, "bis hierher, und nicht weiter" ! Was wäre denn
sonst passiert ?? "Friedliebende Kräfte" in West- Berlin hätten für die "Einheit" demonstriert, die "Stumm- Polizei" hätte sie "unterdrückt", ein
paar "aufrechte Patrioten" hätten "um Hilfe" ersucht, diese Hilfe wäre von KVP und Roter Armee selbstlos geleistet worden. (selbes Strick-
muster in Ungarn 1956 und CSSR 1968)

Gebetsmühlenartig die "Diplomatie" zu beschwören, bringt auch nicht weiter, zum Verhandeln gehören immer min. ZWEI, was Putin unter "Ver-
handlungen" versteht, hat er mehrfach zum besten gegeben, nämlich eine bedingungslose Kapitulation der Ukraine. Und wir, also Deutschland,
haben da sowieso nichts zu verhandeln.

Und die SS20 und Pershings sind meiner Meinung nach in Deiner Argumentation ein völlig schiefer Vergleich, eher doch ein Beweis dafür, daß
eine konsequente Härte zu einer Lösung führt, denn die Nachrüstung mit Pershing hat doch erst zum beiderseitigen Abbau der Mittelstrecken-
raketen geführt --- und daß gegen die Nachrüstung seinerzeit demonstriert wurde, nun, das erinnert mich an heute, man demonstriert eben
gegen all und jedes.... -- Hauptsache "gegen die Regierung" oder "das System"....

Übrigens verstehe ich auch die Sanktionen nicht so, daß "wir einen Wirtschaftskrieg gewinnen" wollen, es soll an neuralgischen Punkten schmer-
zen, High- tech, Ersatzteile, Maschinenbau etc., es soll soweit schmerzen, daß auch im Land die Menschen zum Nachdenken gebracht werden
über diesen Aggressions- Krieg, daß Rußland weltweit isoliert ist. Hat nicht Helmut Schmidt einmal gesagt, es sei "Ober- Volta mit Atomwaffen",
um diesen Koloß auf tönernen Füßen zu beschreiben ?? BIP kleiner als Italien ?? In der Liste BIP per Einwohner taucht es erst gar nicht mehr
irgendwo vorn auf....... Und da glaubt ihr, Sanktionen schmerzen nicht ??

Gruß, Dille
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 27. August 2022, 15:20

Dille hat geschrieben: Und da glaubt ihr, Sanktionen schmerzen nicht ??

Gruß, Dille


Klar tun die weh Dille, aber die Russen werden weder frieren, noch hungern, noch exorbitante Preise für Energie bezahlen.

Sparta

P.S. Du hast eine PN.


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Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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