karnak hat geschrieben:pentium hat geschrieben:karnak hat geschrieben:
Was für einen Waffenstillstand? Ach und machen sich die Holländer auch lächerlich mit ihren Panzerhaubitzen...
Wenn sie die Dinger nicht ins Kampfgebiet bringen, na sicherlich. Dann bleibt nichts weiter übrig als die große Fresse.
Wenn man nämlich aufmerksam alles liest stellt man fest, seit Kriegsbeginn ist bisher vom Westen faktisch überhaupt nichts an schweren Waffen in die Ukraine geliefert worden. So ziemlich alles was die Ukrainer dort im Augenblick haben wurde, teilweise lange vor Kriegseinbruch, an die Ukraine geliefert, vordergründig von den Amerikanern. Und jetzt, nachdem der Putin so in der Patrouille ist,wird er alles unternehmen um diese zukünftigen Lieferungen zumindest massiv zu behindern. Das sollte wesentlich einfacher sein als Städte zu erobern.
Aber ich weiß natürlich ,die Füchse zerlegen die gewaltigen Dinger von Panzehaubitzen in ihre kleinsten Einzelteile und schrauben die dann vor Ort wieder zusammen, schon wieder einfach nur lächerlich.
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Lieber Karnak, entschuldige bitte, aber Du schreibst über Dinge, von welchen Du nur rudimentäre Kenntnisse besitzt, würde ich meinen.
Mal davon abgesehen, dass die Russen keine Luftherrschaft haben und ein Marsch der schweren Technik wie die Haubitze 2000 nicht auf eigenen Ketten, sondern auf Tiefladern, mit hoher Geschwindigkeit, in den Endraum geschieht, wird diese Technik wohl hauptsächlich bei Nacht oder schlechter Sicht, auf Nebenstraßen, unter Ausnutzung jeglicher natürlicher Tarnung, erfolgen.
Die Abstände zwischen den Tieflader wird ziemlich groß sein, so dass, wenn überhaupt, eine Rakete auch nur ein System vernichten kann.
Über diese Marschkolonne wird ein Schirm aus Luftabwehrmittel gelegt und durch Einsatz Funkelektronischer Mittel, jegliche elektronische Steuerung von gegnerischen Waffen unterbunden werden.
Ganz sicher sind die Gefechtsfahrzeuge abgedeckt und getarnt auf den Tiefladern so wie diese selber auch. Da gibt es schon seit langem Tarnnetze, die eine Hitzeabstrahlung weitestgehend verringern. So wird es den Russen schon schwer fallen, die Technik überhaupt aufzuklären. Selbst Drohnen werden es da schwer haben. Klasse wäre es, wenn in dieser Marschkolonne gleich die Gepards ihren Einsatz finden könnten und den Marsch sichern würden.
Die Ukrainer sind, wie einst die Israelis, pfiffige Kämpfer und werden diese, für sie wertvolle Kampftechnik, mit keinen oder nur geringen Verlusten, sicher auf das Gefechtsfeld führen. Da habe ich keine Zweifel.
Ist dieses System erstmal auf dem Gefechtsfeld (eigentlich ja ~ 10 km hinter der vorne kämpfenden Truppe) ist das Waffensystem auch nicht so leicht, nach Aufklärung, zu vernichten.
Wie einst vor 30 Jahren (was die Russen sicher heute noch anwenden), wo ja schießende Artillerie oft durch Schallmesstrupps aufgeklärt und anschließend, durch den Einsatz eigene Artillerie, vernichtet wurde, geht das bei diesem Waffensystem nicht mehr.
Dadurch, dass dieses Waffensystem 6 Granaten in einer Minute abfeuert und in der zweiten Minute schon wieder weg ist, bringt das nicht viel. Übrigens trifft das auf fast alle Artilleriesystem zu, die aus eigener Kraft über den Acker kullern. Da helfen keine Raketen, denn die Vorbereitungszeit (in Stellung fahren, Koordinaten eingeben und feuern) bedarf mindestens 3 Minuten bei einer sehr, sehr gut eingespielten Truppe. Nach 3 Minuten sind die Systeme aber schon 300 - 400 m weg.
Nur wenn diese Systeme durch die Luftwaffe aufgeklärt und sofort bekämpft werden, kann es gefährlich werden. Aber sei versichert, diese zwei Batterien werden einen dichten Luftabwehrschirm über sich haben.
Trennung
Heute immer wieder im TV - Vernichtung eines gepanzerten Bataillons der Russen, durch die Ukrainer, beim Überwinden eines Wasserhindernisses.
Wieder so ein unverzeihlicher, taktischer Fehler der Russen.
Das Forcieren oder die Überquerung eines Flusslaufes, muss minutiös geplant sein. Da darf es an der Übersetzstelle keinerlei Massierung (Stau) geben. Aus einem gedeckten Warteraum heraus, kullern die einzelnen Kompanien auf Signal hin, mit zeitlich und räumlichem Abstand, mit hoher Geschwindigkeit an das Wasserhindernis, überqueren es und verschwinden wieder. So kann lediglich eine Kompanie vernichtet werden, was auch schon enorm ist.
Den Bildern nach geschah dies nicht und so kommen solche Verluste
![Bravo! [bravo]](./images/smilies/bravo.gif)
zu Stande.
Aber so haben wir das einst nicht gelernt und so wurde es auch (bei Übungen und Manövern) nie praktiziert.
Nur beim Überqueren von Wasserhindernissen in der eigenen Tiefe, wo keine gegnerische Artillerie mehr hin schießen kann, wird das ruhiger angegangen. Aber auch da gibt es immer einer starke Luftabwehr über dem Forcierungsabschnitt. Gegen Raketen ist allerdings auch da kein Kraut gewachsen aber es wird nicht gleich ein ganzes Bataillon vernichtet.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.