Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 22. April 2022, 11:41

Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 22. April 2022, 11:50

.............und hier noch die journalistische Recherche dazu.
Nicht das es wieder heißt alles nur russophobe Propaganda.

https://www.berliner-zeitung.de/politik ... -li.222742


Journalist spürt Ehefrau auf, die russischem Soldaten das Vergewaltigen erlaubte
In einem vom ukrainischen SBU mitgeschnittenen Telefonat bewilligt eine Frau ihrem Mann, Frauen in der Ukraine zu vergewaltigen. Ein Journalist fand nun beide.

Peter Althaus, 16.4.2022 - 08:45 Uhr

Artikel anhören

AP
Russischer Soldat vor Häusertrümmern in Mariupol: Familien ermuntern die Täter zu grausamem Vorgehen.
Auch der Informationskrieg ist eine wichtige Säule in diesem brutalen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Nicht alle Informationen stellen sich als korrekt heraus. Besonders aus Russland kommen häufig Falschmeldungen über den Verlauf dieses Krieges. Umso wichtiger ist es, wenn Journalisten daher Informationen verifizieren. Genau das war auch der Impuls, den Mark Krutov verspürte, nachdem er ein schier ungeheuerliches Telefongespräch eines russischen Soldaten mitgehört hatte.

In dem vom ukrainischen Geheimdienst SBU abgehörten Gespräch gibt eine Frau einem russischen Soldaten die Einwilligung, ukrainische Frauen zu vergewaltigen. Sie wolle es jedoch lieber nicht wissen. Und er solle doch ein Verhütungsmittel benutzen. Beide lachen während des Gesprächs.

Protokoll eines abscheulichen Gesprächs
Sie: Also, mach halt, vergewaltige ukrainische Frauen, ja? Und sag es mir nicht. Verstanden? (lacht).
Er: [Ich soll] Vergewaltigen und dir nichts sagen?
Sie: Ja, also ich weiß es nicht. Und was? (lacht).
Er: Ja, kann ich?
Sie: Ja, kannst du. Aber verhüte!
Er: Gut.

Der SBU hatte die Aufnahme am 12. April veröffentlicht. Der Geheimdienst stellt regelmäßig solche Mitschnitte ins Netz, die belegen sollen, wie brutal und gewissenlos die russischen Soldaten in der Ukraine vorgehen. Nicht immer ist es möglich, die Echtheit der Telefongespräche zu überprüfen.

Journalist verifiziert die Echtheit über soziale Netzwerke
Dieses Mal sieht der Fall aber anders aus. Mark Krutov, der die , durchführte, bekam von seinen Quellen die Telefonnummern zugespielt, die zu dem Mitschnitt gehörten. Beides waren russische Telefonnummern. Um mehr über die Personen zu erfahren, forschte er zunächst im Internet nach den Beteiligten. „Ich habe dann geschaut, ob die Telefonnummern genutzt wurden, um ein Konto bei Vkontakte zu registrieren“, sagt Krutiv. Vkontakte ist das russische Gegenstück zu Facebook. Viele Russen besitzen dort ein Konto. Tatsächlich ließen sich die beiden Telefonnummern den Profilen einer Frau und eines Mannes zuordnen.

Umzug auf die besetzte Krim
So fand er das Profil von Roman B. Der Soldat, der aus der russischen Stadt Orel stammt, lebt vermutlich seit ca. 2016 in Feodossia. Die Stadt liegt auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim. Nach der Annektierung der Krim siedelte die russische Regierung dort gezielt viele Bürger an und versprach ihnen besondere Unterstützung. Das Profil von B. sei mittlerweile zwar inaktiv, so Krutov. Jedoch gebe es gleich mehrere Personen aus dem persönlichen Umfeld des Russen, die die Zuordnung bestätigen. So fand Krutov auch dessen Mutter. Irina B. postete bei VK Bilder, die sie in der Stadt Feodossia zeigen. So finden sich dort Posts aus dem Januar und Februar dieses Jahres.


Auch stieß Mark Krutov dort auf das Profil der Frau von B. Olga B. gab 2016 in einem Vkontakte-Post an, auf die Heimkehr ihres Mannes zu warten. Er hatte im 108. Garde-Luftlanderegiment gedient. Seine Einheit war auch an der Besetzung der Krim beteiligt, was auch den Umzug der Familie erklären würde, führen Krutov und seine Kollegin Valeria Egoshina in dem Quellenartikel aus. Auch weitere Posts der Mutter und von Olga B. bestätigen dies. Später diente er noch in einer weiteren Einheit, was durch Posts von seinen Kameraden untermauert wird. Auch weitere Einträge seiner Mutter in einem anderen sozialen Netzwerk bestätigen die Tätigkeit von B. beim russischen Militär.

Soldat liegt mit Verwundung im Lazarett in Sewastopol
Später rief er die Nummern an und sprach mit ihnen. „Ich rief sie an und sie bestätigten, dass ihre Namen mit denen auf VK übereinstimmen.“ Roman B. gab zudem an, in Sewastopol zu sein. Der Anruf war vom SBU im besetzten Cherson abgefangen worden. Die Stadt ist eine wichtige Hafenstadt und Militärbasis auf der von Russland besetzten Krim. Die Frage, ob seine Stimme die des Mitschnittes sei, verneinte er, sagt Krutov.

Etwas auskunftsfreudiger war hingegen Olga B. Sie bestätigte ihren Namen unter der Telefonnummer. Auf die Frage nach ihrem Mann gab auch sie an, dass er in Sewastopol wegen einer Verwundung in einem Lazarett behandelt werde. Kurz darauf erhielt sie eine Nachricht auf das Telefon und brach das Gespräch abrupt ab. Seitdem gehen beide nicht mehr ans Telefon.

Journalist „absolut sicher“, dass Stimmen übereinstimmen
Er habe zwar keine Voice-Match-Expertise eingeholt, sei sich aber dennoch absolut sicher, dass es sich um die selben Personen handelt. „Aus der Aufzeichnung geht hervor, dass es die gleichen Stimmen sind, die in der von der SBU abgehörten Konversation verwendet werden“, sagt Krutov. Er habe deshalb keinen Zweifel. Ihm sei wichtig, die beteiligten Personen zu identifizieren.

Zeugnisse von Plünderungen, Morden und Vergewaltigungen
Das Telefongespräch hatte weltweit Wellen geschlagen. Es ist ein besonders perfides Beispiel für die Verrohung in diesem Krieg. Es reiht sich in andere aus den von Russland besetzten Gebieten mitgeschnittenen und vom ukrainischen Geheimdienst veröffentlichten Telefonaten russischer Soldaten ein.

Darin berichten die Sprecher freimütig über Plünderungen von Häusern und darüber, was sie erbeutet hätten. Familienmitglieder geben mitunter spezielle Wünsche an, was sie haben möchten. Auch erzählen Soldaten, wie und wie viele Ukrainer sie mitunter schon erschossen hätten.

Nicht alle diese Gespräche können verifiziert werden. Dennoch decken sie sich mit Aussagen von Überlebenden aus Gebieten, aus denen sich die russische Armee wieder zurückgezogen hat. Mark Krutov will weitere Gespräche überprüfen. Vor allem wolle er Täter aufspüren, die bereits tatsächlich eine Vergewaltigung begangen haben.
Zuletzt geändert von Kumpel am 22. April 2022, 11:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 22. April 2022, 11:54

nein, das ist gelebter russischer Soldatenalltag.
Olaf Sch.
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Verratnix » 22. April 2022, 11:56

Karnak, dass abgehörte Gespräch ist leider eine Tatsache. Das Paar wohnt seit 2016 auf der Krim, z.Zt. ist er verletzt im Krankenhaus.

Das Paar ist identifiziert, sie haben eine 4 jährige Tochter und die Frau hat nach einem Telefonat mit einem ukrainischen Radiosender bzw Journalist alle Accounts in den sozialen Netzwerken gelöscht.

Das ist definitiv kein Scherz sonder leider bittere Wahrheit.
Zuletzt geändert von Verratnix am 22. April 2022, 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
Verratnix
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 22. April 2022, 11:59

Es geht nicht darum zu bestreiten,dass es solche Typen gibt, es geht darum ähnlich der Methode der AfD bei den Straftaten einzelner Asylbewerber einen Zusammenhang zu einer ganzen Volksgruppe zu konstruieren. Es ist die Methode eines Joseph Goebbels zum Thema der " mongolischen Horden" und was von denen zu erwarten ist.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 22. April 2022, 12:06

Die Truppe von Butscha wurde jedenfalls von Wladimir Wladimirowitsch mal ausgezeichnet.

»Das geschickte und entschlossene Vorgehen des ganzen Personals (der Brigade) während der militärischen Spezialoperation in der Ukraine« seien »Vorbild für die Ausführung der militärischen Pflichten, für Mut, Entschlossenheit und große Professionalität«, erklärte Putin. Die Brigade habe das »Mutterland und staatliche Interessen« verteidigt.



System Karnak , System nicht Rasse.
In der DDR gab es für einen ordentlichen Schuss in den Rücken mit Todesfolge ja auch staatliche Anerkennung.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 22. April 2022, 12:13

was nicht wahr sein darf, kann nicht wahr sein - tja das ist wohl wie mit den Holocaust Leugnern.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 22. April 2022, 12:25

AfD, Asylbewerber, Göbbels...so was muss Putin auch gerade im Kopf rumschwirren. Mal schauen, wann Deutschland an der Reihe ist, mit seinen nicht verfügbaren Mardern, solange es kein "Ringtausch" ist. Da der Ring irgendwie nicht geschlossen ist, könnte es sich auch um einen C-Tausch handeln.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 22. April 2022, 13:06

Polizei leitet Strafverfahren wegen "Z"-Symbol auf Auto ein..
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon steffen52 » 22. April 2022, 15:43

pentium hat geschrieben:Polizei leitet Strafverfahren wegen "Z"-Symbol auf Auto ein..
https://www.sueddeutsche.de/politik/kon ... -99-713485

Was machen den nun die armen Zwickauer( Sachsen)? Bekommen die nun alle neue Nummernschilder oder wie..... [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Transitfahrer » 22. April 2022, 15:44

karnak hat geschrieben:Es geht nicht darum zu bestreiten,dass es solche Typen gibt, es geht darum ähnlich der Methode der AfD bei den Straftaten einzelner Asylbewerber einen Zusammenhang zu einer ganzen Volksgruppe zu konstruieren. Es ist die Methode eines Joseph Goebbels zum Thema der " mongolischen Horden" und was von denen zu erwarten ist.

Aber die Wehrmacht ist in deinen Augen sicherlich eine komplette Kriegsverbrecherarmee gewesen, oder doch nicht?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Transitfahrer » 22. April 2022, 16:00

Ukraine: An der Front fliegen plötzlich Drohnen aus deutscher Fertigung

Weiter hier: https://winfuture.de/news,129244.html
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 22. April 2022, 16:33

Kumpel hat geschrieben:Wobei es nicht einmal stimmt, was da in westlichen Medien über die Ukraine ignoriert worden sein soll.


Richtig!

Scorn, dein Beispiel war leider schlecht gewählt.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 22. April 2022, 17:37

karnak hat geschrieben:Mich würde schon mal interessieren was von diesen angekündigten schweren Waffen von weiß ich woher bei den Ukrainern eigentlich schon angekommen ist.


Würde mich auch interessieren. Mal davon abgesehen, werden die Franzosen nun das nette Ding hier liefern.

Cesar.png



Das CAESAR-Artilleriesystem von Nexter.

Installiert auf LKW und damit sehr mobil, kann das Geschütz in nur einer Minute in Feuerbereitschaft gehen. Kaliber 155 mm und maximale Schussentfernungen bis zu 50 Kilometer.,
ausgestattet mit einem hervorragenden Feuerleitsystem, wird dieses Geschütz den Russen so richtig einheizen. Und es ist kein altes, sondern ein relativ neues und somit modernes
Waffensystem. Der große Vorteil, das Geschütz verschießt innerhalb von nur einer Minute 6 Granaten und kann dann sofort einen sehr schnellen Stellungswechsel vornehmen. Innerhalb
von nur zwei Minuten hat das Geschütz also 6 mal gefeuert und ist dann wieder verschwunden.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 22. April 2022, 17:53

steffen52 hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:Polizei leitet Strafverfahren wegen "Z"-Symbol auf Auto ein..
https://www.sueddeutsche.de/politik/kon ... -99-713485

Was machen den nun die armen Zwickauer( Sachsen)? Bekommen die nun alle neue Nummernschilder oder wie..... [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 22. April 2022, 18:09

Transitfahrer hat geschrieben:Aber die Wehrmacht ist in deinen Augen sicherlich eine komplette Kriegsverbrecherarmee gewesen, oder doch nicht?

Die deutsche Wehrmacht hat natürlich einen auch verbrecherischen Angriffskrieg geführt wie das Militär von Putin. Bei den Deutschen wurden von der Führung nachweislich Kriegsverbrechen angeordnet, bei den Russen, im Augenblick sollte das erst juristisch zweifelsfrei festgestellt werden. Ansonsten, man sollte vielleicht überlegen wie viele US Präsidenten man in Den Haag gemeinsam mit dem Putin auf eine Anklagebank setzen könnte, notfalls auch postum. Wie die Hühner auf der Stange sozusagen. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon augenzeuge » 22. April 2022, 18:17

Spartacus hat geschrieben:Das CAESAR-Artilleriesystem von Nexter.

Sparta


Wieviel dB (A) hat das Ding bei Abschuss?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Spartacus » 22. April 2022, 18:20

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Das CAESAR-Artilleriesystem von Nexter.

Sparta


Wieviel dB (A) hat das Ding bei Abschuss?
AZ


Keine Ahnung, aber laut halt. [flash]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 22. April 2022, 18:39

Das Ziel ist nun deutlich ausgesprochen. Hab ich ja schon vermutet.
Und das wird man wohl auch erreichen.
Ukraine-Krieg: Russland strebt laut General vollständige Kontrolle über Südukraine an - WELT
https://www.welt.de/politik/ausland/art ... ne-an.html
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 22. April 2022, 18:40

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Das CAESAR-Artilleriesystem von Nexter.

Sparta


Wieviel dB (A) hat das Ding bei Abschuss?
AZ


Warum willst du das wissen?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dr. 213 » 22. April 2022, 19:23

Transitfahrer hat geschrieben:Aber die Wehrmacht ist in deinen Augen sicherlich eine komplette Kriegsverbrecherarmee gewesen, oder doch nicht?


Eigentlich tut uns Putin mit seinem verbrecherischen Angriffskrieg auf den ersten Blick sogar einen Gefallen, Ich komme gleich darauf zurück.
Endlich sind wir als Deutsche nicht mehr der Evil on the Top und können die Untaten aus dem 2.WK vergleichen und bequem relativieren.

Bei genauer Betrachtung gerät aber damit in Vergessenheit, daß Russland bei der Vernichtung des Faschismus einen hohen Preis bezahlt hat.
Es werden Forderungen laut, man möge die Kriegsdenkmäler wie in Treptow etwa abreißen und einebnen.
Dafür bin nich auf keinen Fall. Das soll alles schön als Mahnung sichtbar stehen bleiben.
Und das schreibe ich als nun nicht unbedingt großer Freund Russlands und der Stalinistisch/ Kommunistischen Ideologie sowieso.

Auf meiner Frankreich- Rundreise, das muss so um 1992 gewesen sein, haben mich die Gedenkstätten in der Normandie sehr berührt.
Das empfand ich fast schon als ein bischen unangemessen dort zu sein. Ich war ja durch mein Auto sofort als Deutscher zu erkennen.
Im Angesicht der deutschen Militärabenteuer der vergangenen Jahre halte ich solche Mahnstätten des Krieges für unbedingt erforderlich.

Herzlichst
Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Bahndamm 68 » 22. April 2022, 19:56

Dr. 213 hat geschrieben:
Bei genauer Betrachtung gerät aber damit in Vergessenheit, daß Russland bei der Vernichtung des Faschismus einen hohen Preis bezahlt hat.
Es werden Forderungen laut, man möge die Kriegsdenkmäler wie in Treptow etwa abreißen und einebnen.
Dafür bin nich auf keinen Fall. Das soll alles schön als Mahnung sichtbar stehen bleiben.
Und das schreibe ich als nun nicht unbedingt großer Freund Russlands und der Stalinistisch/ Kommunistischen Ideologie sowieso.

Herzlichst
Dr. 213

Ich bin nun wirklich kein Freund der Russen. Ich stimme dir aber zu, dass die Denkmäler der Russen in Deutschland bleiben müssen.
Sie sind Geschichte. Eine Schändung, wie sie in den letzten Tagen schon vorgekommen ist, verurteile ich ebenso.
Wenn Jugendlichen die Gedenkstätten der Konzentrationslager, aber auch die Stasi-Gefängnisse gezeigt und erklärt werden, so müssen auch diese Denkmäler, wie zum Beispiel hier in Treptow erklärt werden.

Frage, gibt es in dieser Größenordnung auch Denkmäler der anderen Alliierten in Deutschland? Mir geht es dabei um Denkmäler und nicht um Soldatenfriedhöfe.
Wer die Vergangenheit nicht kennt,
kann die Gegenwart nicht begreifen
und die Zukunft nicht gestalten.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 22. April 2022, 20:20

Dr. 213 hat geschrieben:[...]

Auf meiner Frankreich- Rundreise, das muss so um 1992 gewesen sein, haben mich die Gedenkstätten in der Normandie sehr berührt.
Das empfand ich fast schon als ein bischen unangemessen dort zu sein. Ich war ja durch mein Auto sofort als Deutscher zu erkennen.
[...]

Das ist heute gar kein Thema/Problem mehr. Deutsche Flaggen gibt es jedoch bis heute nicht zu sehen in dem Invasionsgebiet. Die Pointe du Hoc ist ja auch Denk- und Mahnmal. Dort ist Essen und trinken verboten, was ich bei meinem letzten Besuch, zumal spät Abends gegen 21:30 Uhr, ignorierte. Kann diesbezüglich das Buch von H.K. von Keusgen empfehlen: "Pointe Du Hoc: Rätsel um einen deutschen Stützpunkt".

Ansonsten bin ich natürlich auch dafür, dass die sowjetischen Ehrenmäler in Deutschland erhalten bleiben.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 22. April 2022, 21:23

Beethoven hat geschrieben:[...]
Rein personell, so denke ich, kann Russland nicht siegen. Aber ich schrieb es schon in vorigen Beiträgen.
Hat die Ukraine technisch die Möglichkeit die Angriffe abzuwehren, ob nun am Boden, in der Luft oder auf See, dann haben sie jede Chance, den Aggressor zu besiegen, so lange dort keine Kernwaffen eingesetzt werden.
Du musst immer beachten, dass auf dem Gefechtsfeld, welches Panzergängig ist, der Angreifer eine Überlegenheit von 3 : 1 und im urbanen Gebiet eine Überlegenheit von 10 : 1 besitzen muss, um siegreich sein zu können. Und die vielen anderen Faktoren schrieb ich auch schon in einem anderen Beitrag.

[...]

Nicht Genaues weiß man nicht aber ich traue den Ukrainern zu, dass diese die Russen abwehren können.

Freundlichst

Was auch auf Seiten der Ukraine ist (sein dürfte), ist der Faktor Zeit. Über die Jahre können die ukrainischen Soldaten bzw., falls die Ukraine tatsächlich komplett besetzt werden sollte, Partisanen den Russen ganz schön das Leben schwer machen im Besatzungsgebiet.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 22. April 2022, 21:29

Aus dem Verteidigungsministerium wird gemeldet, dass infolge des Feuers auf der Moskva ein Matrose getötet wurde, es 27 Vermisste gibt und 396 Mann gerettet wurden.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Verratnix » 23. April 2022, 04:37

Meine Vermutung ist das als nächstes Moldawien "dran" ist. Das Land ist klein und lt den "Ansagen" aus Moskau werden die russischstämmigen Bewohner dort ebenfalls unterdrückt. Moskaus Truppe ist dort schon im Land und abgeschnitten. Das will man "zurück drehen".

Die Ukraine wäre dann komplett von den Seehäfen abgeschnitten.

Ob dann das Baltikum dran ist, man wird sehen.
Verratnix
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Beethoven » 23. April 2022, 08:23

Ari@D187 hat geschrieben:
Was auch auf Seiten der Ukraine ist (sein dürfte), ist der Faktor Zeit. Über die Jahre können die ukrainischen Soldaten bzw., falls die Ukraine tatsächlich komplett besetzt werden sollte, Partisanen den Russen ganz schön das Leben schwer machen im Besatzungsgebiet.

Ari


Ich denke, dass Putin sich das nicht leisten kann. So er einen Sieg vermeldet, dass die russischen Truppen die Ukraine besetzt und befriedet haben, ist es für ihn und seine Medien nur sehr schwer erklärbar, warum immer noch russische Soldaten auf ukrainischem Boden sterben? Und das würden, wie Du richtig erkannt hast, sehr viele Zinksärge Richtung Moskau sein.
Nein, darauf wird er sich nicht einlassen können, vermute ich.
Irgendwann einmal wird die Wahrheit auch zur russischen Bevölkerung durch dringen und das wars dann mit Putins Herrlichkeit (hoffe ich).


Verratnix hat geschrieben:Meine Vermutung ist das als nächstes Moldawien "dran" ist. Das Land ist klein und lt den "Ansagen" aus Moskau werden die russischstämmigen Bewohner dort ebenfalls unterdrückt. Moskaus Truppe ist dort schon im Land und abgeschnitten. Das will man "zurück drehen".

Die Ukraine wäre dann komplett von den Seehäfen abgeschnitten.

Ob dann das Baltikum dran ist, man wird sehen.


Nach der Klatsche in der Ukraine wird Putin sich solche eine Handlung dreimal überlegen.
Klar kann man Moldawien, schon von der territorialen Größe und der Bevölkerung her nicht miteinander vergleichen.
Aber der Aufschrei in der Welt und auch in den Staaten der NATO, wäre ungleich lauter als bei der Ukraine, weil eben Moldawien so klein und verhältnismäßig schutzlos ist.
Aber Putin ist alles zu zu trauen.

Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Verratnix » 23. April 2022, 08:33

Übrigens steht heute das gleiche bei ntv und Moldawien hat den Botschafter einbestellt.

Meine Meinung hatte ich gestern spontan nachdem ich die Ausführungen aus dem Kreml gehört hatte.

Seit Beginn des Krieges gibt es immer mal wieder kl Meldungen zu den Truppen und deren Nachschub aus Moldawien. Geht nur über eine Luftbrücke und ich nehme an das man das ändern will.
Verratnix
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 23. April 2022, 09:02

Verratnix hat geschrieben:Übrigens steht heute das gleiche bei ntv und Moldawien hat den Botschafter einbestellt.

Meine Meinung hatte ich gestern spontan nachdem ich die Ausführungen aus dem Kreml gehört hatte.

Seit Beginn des Krieges gibt es immer mal wieder kl Meldungen zu den Truppen und deren Nachschub aus Moldawien. Geht nur über eine Luftbrücke und ich nehme an das man das ändern will.


Kann es sein. das du da was verwechselst? So viel ich weiß sind die russischen Truppen in Transnistrien. Als Staat existiert Moldawien seit 1991, als die Moldauische Sowjetrepublik sich während der Auflösung der Sowjetunion für unabhängig erklärte. Die Region Transnistrien im Osten des Landes hat sich daraufhin einseitig von Moldawien losgesagt. Der Konflikt ist bislang ungelöst.


Historische Geographie

Das Staatsgebiet der heutigen Republik Moldau deckt sich weitgehend mit der östlichen Hälfte des historischen Fürstentums Moldau, die 1812 an das Kaiserreich Russland fiel und mit dem Namen „Bessarabien“ bezeichnet wurde. Nach dem Zerfall des Russischen Reiches wurde im Dezember 1917 die Demokratische Republik Moldau gegründet. Nachdem sie von der rumänischen Armee im Januar 1918 eingenommen worden war, erklärte ein Teil der Mitglieder des Landesrats (Sfatul Țării) am 27. März 1918 den Anschluss an das Königreich Rumänien. Die sowjetrussische Regierung erkannte die Abtrennung des ehemaligen russischen Gouvernements Bessarabien nicht an und errichtete 1924 aus propagandistischen Gründen die kleine Autonome Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik innerhalb der Ukrainischen SSR, die sich aus Gebieten östlich des Dnister zusammensetzte. Am 2. August 1940 wurde Bessarabien nach der Besetzung durch die sowjetische Rote Armee mit der Autonomen Moldauischen SSR zur eigenständigen Moldauischen Sozialistischen Sowjetrepublik (MSSR) zusammengeschlossen, die bis Juni 1941 bestand. Zwei große Distrikte im Süden Bessarabiens wurden der Ukrainischen SSR zugeschlagen. Im Herbst 1940 wurde die deutsche Minderheit auf das Gebiet des Deutschen Reiches umgesiedelt.

Als dessen Bündnispartner konnte Rumänien im Sommer 1941 das Gebiet von der Sowjetunion zurückerobern. Im April 1944 stießen sowjetische Truppen bis nach Kischinau/Chişinău vor. Nach der vollständigen Einnahme Bessarabiens durch die Rote Armee im August 1944 wurde dort erneut die Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik (MSSR) errichtet. Die Grenzziehung wurde bei der Pariser Friedenskonferenz 1947 bestätigt. Die Republik wird seit der Erhebung des Rumänischen – laut Verfassung (1994) „Moldauischen“ – zur Amtssprache als „Republik Moldau“ (Republica Moldova) bezeichnet. Nach dem gescheiterten Putsch in Moskau/Moskva proklamierten am 27. August 1991 die moldauischen Parlamentsabgeordneten die Unabhängigkeit der Republik Moldau. Dagegen wandte sich eine Bewegung der slawischen Minderheit, die einen kleinen Gebietsstreifen, hauptsächlich östlich des Flusses Dnister, zur „Transnistrischen Moldauischen Sozialistischen Republik“ (Pridnestrovskaja Moldavskaja Respublika) erklärte. Diese Republik mit der Hauptstadt Tiraspol wurde jedoch als eigenständiges Staatswesen international nicht anerkannt.
https://ome-lexikon.uni-oldenburg.de/la ... lik-moldau
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Verratnix » 23. April 2022, 09:17

Ja und nein. Dieses Transnistrien gibt es ja offiziell genauso wenig wie die jetzt neu ausgerufenen Staaten Luhansk und Donbas (und was weiß ich noch alles).

Nach meiner Auffassung (die muss aber nicht richtig sein) gehört das nach wie vor zu Moldawien.
Verratnix
 

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