Danny_1000 hat geschrieben:Deine Frage quasi ausweichend zu beantworten und dann noch einen Gegenfrage zu stellen, das macht man höflicherweise nicht.
Aber dennoch frage ich mal: Welche realen Chancen haben denn die Ukrainer, diesen Krieg zu gewinnen (Was ich Ihnen von ganzem Herzen wünschen würde, um diesen Kriegstreiber im Kreml seine Grenzen aufzuzeigen !) ? Und vor allem welchen Preis müssen sie dafür zahlen ?
Und welche Risiken liegen in der Lieferung schwerer Waffen für die unkontrollierte Ausweitung des Konfliktes ? Der Kreml hat ja schon mal vorsorglich deutlich davor gewarnt !
Danny
Ach Danny, damit kann ich gut leben und das schon seit Jahren in diesem Forum. Das ist also kein Problem für mich, wenn Du mit Gegenfragen antwortest.
Tja, was für eine reale Chancen haben die Ukrainer? Eine gute Frage, die wir Dir natürlich nicht beantworten können, weil wir einfach zu wenig über die Kampfkraft der Ukrainer wissen.
Eine haushohe technische Überlegenheit birgt die Vermutung, dass Jener, mit dieser Überlegenheit, den Sieg erringen könnte. Aber das ist eben nur ein Fakt.
Zum Sieg bedarf es aber noch mehrerer Faktoren und der Wichtigste dabei ist der Mensch. Und hier erscheint es so, als ob die Moral, der Kampfes- und Siegeswillen der ukrainischen Truppen ungleich höher ist, als der der russischen Soldaten. Aber die Moral alleine reicht nicht aus, wenn die Angreifer die Verteidiger einfach tot treten ob der technischen und manuellen Überlegenheit.
Die Kenntnis und Ausnutzung des Geländes mit der Einbindung in die taktischen Handlungen, die Aufklärung der Stärke, der möglichen Handlungen und Richtungen des Gegners, die Wetterbedingungen, die Manöverfähigkeit, die Feuerfähigkeit und der Ausbildungsstand der Soldaten sind weitere wichtige Punkte, die ein Kommandeur bei der Erringung des Sieges in seine Überlegungen und sodann in seine Handlungen einbinden muss. Hier erscheint es gegenwärtig so, dass die ukrainischen Kommandeure eine sehr gute Arbeit leisten. Sie könnten und damit auch ihre Soldaten noch bessere Leistungen erbringen, wenn sie noch mehr hochwertige und einsatzfähige Waffen aller Couleur hätten.
Die zahlenmäßige Überlegenheit sollte beim Angreifer mindestens 1 : 3 sein bei allem was auf dem Gefechtsfeld zum Einsatz kommt. Also nicht nur bei schwerer Technik sondern eben auch bei der Manpower, bei der rückwärtigen Sicherstellung usw.
Kumpel hat geschrieben:Komisch , wenn ich deine Beiträge lese bekomme ich unterschwellig immer das Gefühl der Westen ist ja eigentlich daran schuld , dass der Irre im Kreml austickt.
Nun, heute wissen wir, dass Putin im Grunde genommen dieses ganz Gerede um die "NATO-Nähe" nur ein Vorwand war, um die Ukraine "heim ins Reich" zu holen.
Ich war ja auch ein Vertreter derer, die vor dem Krieg gedacht und auch geschrieben haben, dass Putin sich von der NATO umzingelt fühlt und es dadurch zu Handlungen kommen KÖNNTE, die eigentlich keiner will.
Heute denke ich, dass dies Putin völlig Bockwurst war. Er wollte die Ukraine haben, egal zu welchem Preis. Und nun zahlt er augenscheinlich einen sehr hohen Preis dafür und die NTAO steht zusammen wie nie und neue Mitglieder drängen in die Nato und werden den Ring um Russland enger den je schließen.
Das hatte Putin sicher nicht auf seiner Agenda. Entweder wurde er sehr schlecht politisch und militärische beraten, dass seine Agenturaufklärung versagt hat dürfte klar sein, oder er ist einfach ein lebensmüder Mensch und sein Volk ist ihm egal.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.