Die Lage in der Ukraine Teil 2

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 09:30

[flash] Ich kann einfach nicht glauben ,dass Du diesen Quatsch und diesen Illusionen anhängst. So wie ich das jetzt sehe wird man die Ukrainer dazu bringen sich zur Neutralität zu entschließen, also definitiv keine NATO, EU soll gehen. Damit hat die Welt gute Chancen an einem neuen kalten Krieg vorbeizuschrammen und wir können versuchen mit einer neuen Variante "Wandel durch Anäherung" den Putin beiseite zu schaffen.
Wenn ich ansonsten jetzt gerade Lanz sehe, auch gestern stand schon fest ,die Amis denken über die Flugzeuge nach, mit unübersehbarer Begeisterung wurde dort diskutiert, die Flugzeuge gehen nun dort hin. Da weiß man was man von solchen Leuten wie dieser Strack- Zimmermann zu halten hat.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon HPA » 9. März 2022, 09:40

Hast Du eigentlich gelesen was ich da verlinkt habe?

Das UK MoD hat eine Einschätzung der Fähigkeiten der Ukrainer im Bezug auf die Luftabwehr abgegeben. Nicht mehr und nicht weniger.

Was ich ja irgendwie witzig finde: als ich davon schrieb, dass sich die DDR mit der Lieferung von Waffen, Munition und Flugzeugen an Syrien zur Kriegspartei machte,noch dazu in einem Angriffskrieg gegen Israel, wurde dieser Vorwurf brüsk zurück gewiesen...die DDR war ja schließlich ein Friedensstaat. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 09:55

Es geht lediglich darum festzuhalten, was der Putin macht ist schlichtweg eine Katastrophe, einfach unhaltbar, völlig unstrittig. Gleichzeitig kann ich nachvollziehen, dass den Russen eine eventuelle NATO Mitgliedschaft nicht gefallen könnte. Deswegen werden die Russen nicht locker lassen und nun einmal angefangen den Krieg nicht verlieren, die Ukraine hat in der Hinsicht einfach nicht wirklich eine militärische Chance, diese lächerlichen Siegesmeldungen werden am Ende einfach nicht zu dem herbeigesehnten Ergebnis führen. Was danach an Bürger oder Partisanenkrieg folgen sollte ist eine andere Frage. Und um es ganz klar zu sagen, wenn das auch bitter ist, kein Land,auch die Ukraine nicht, ist es wert einen Weltenbrand auszulösen, vor dieser Verpflichtung muß der Westen stehen und wird das auch so tun, egal was solche Strack- Zimmermänner labern. Wir werden mit dem Russland umgehen müssen bis zum Ende System Putin und zwar ohne MIG 29.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon HPA » 9. März 2022, 10:31

Deswegen werden die Russen nicht locker lassen und nun einmal angefangen den Krieg nicht verlieren, die Ukraine hat in der Hinsicht einfach nicht wirklich eine militärische Chance, diese lächerlichen Siegesmeldungen werden am Ende einfach nicht zu dem herbeigesehnten Ergebnis führen.


Das sehen nicht wenige ernstzunehmende Analysten mittlererweile anders. Auch angesichts der exorbitanten Verluste der Russen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 9. März 2022, 10:33

und nicht zu vergessen: moralisch und auch finanziell hat Russland diesen Krieg schon längst verloren!
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 10:37

HPA hat geschrieben:


Das sehen nicht wenige ernstzunehmende Analysten mittlererweile anders. Auch angesichts der exorbitanten Verluste der Russen.

Ich werde Dich an die " ernstzunehmenden " Analysten erinnern [flash] , was die analysieren ist einfach nur lächerlich wenn man sich auch nur als Laie das militärische Potential was die Russen zur Verfügung haben vor Augen hält.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 10:38

AkkuGK1 hat geschrieben:und nicht zu vergessen: moralisch und auch finanziell hat Russland diesen Krieg schon längst verloren!

Und das ist einfach nur dümmliches Politikergeschwatz. [flash]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 9. März 2022, 10:55

karnak hat geschrieben:So wie ich das jetzt sehe wird man die Ukrainer dazu bringen sich zur Neutralität zu entschließen, also definitiv keine NATO, EU soll gehen.


So naiv kann man doch gar nicht sein. Eine EU Mitgliedschaft der Ukraine wäre eine Niederlage für Putin und die Ukraine hätte immer noch die Möglichkeit sich aufzurüsten und Verteidigungsbündnisse mit
einzelnen Staaten einzugehen ohne Mitglied der NATO zu werden.
Putins Neutralität bedeutet eine von Russland abhängige Ukraine.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 9. März 2022, 11:00

dümmliches Politikergeschwätz, soso. Dann mach dich mal schlau, was Russland jeden Tag in der Ukraine kostet. Da ist Deutschlands 100 Mrd. Paket ne Lachnummer. Und moralisch? Vom ersten Tag an schon gewonnen. Wenn du das anders siehst, bitte, dann zieh auch die Konsequenzen und melde dich bei Genossen Putin für den Einsatz.

Des weiteren, deine Spezialkenntnisse in Stempeln und Brotausfahren machen dich zum politischen Experten.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 9. März 2022, 11:04

ach ja, verkleiden kannst dich auch ziemlich gut. Nur beim ABC klemmt es ein wenig...
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon HPA » 9. März 2022, 11:04

Ich glaube, karnak Du hast nicht ansatzweise eine Vorstellung davon was es heisst , eine Stadt wie Kiew, welche sich bereits auf eine Verteidigung eingerichtet hat, zu erobern und zu besetzen

Ein Kommentar aus augengeradeaus:


Mit der Aussicht, dass eine wesentliche Vorentscheidung in und um Kiew gesucht und wohl auch stattfinden wird, ein paar Anmerkungen.

1. Bedeutung Kiew
Politisches, wirtschaftliches Zentrum von hoher Symbolkraft für beide Seiten. Flächenmässig etwas kleiner als Berlin (890km2) mit guten Verbindungen Land/Luft/ Dnepr.
Der Besitz Kiew‘s erlaubt jeder Seite das Narrativ für die jeweilige Sache anzupassen. Bsp: RUS könnte nach einer Eroberung die unmittelbaren Kriegsziele für erreicht erklären.
2. Operative Vorbereitungen
RUS bereitet die Einkesselung vor, kommt dabei aber nur sehr langsam voran. Dies begünstigt die ukr Vorbereitungen zur Vtg, einschl. zur Evak von Nicht- Kombattanten.
Kritisch für RUS: wieviele takt. Verbände braucht es, um 840km2 ( vmtl. aber noch mehr) so dicht einzuschliessen, dass weder zu Lande, zu Wasser und durch die Luft ukr. Nsch und Reserven in die Stadt gelangen? Und welche Kr sollen gg. evtl. ukr Entsatzangriffe von aussen eingesetzt werden?
3. Stadtkampf
Es liegen hinreichende qualifizierte Auswertungen zu den Stadtkämpfen mit russ. Beteiligung vor; 1. und 2. Tschetschenien- Krieg, Syrien. Daraus kann mit Blick auf die russ. Fähigkeiten festgehalten werden:
– erhebliche (numerische) Infanterieschwäche,
– erhebliche Ausbildungsmängel in Orts-/Häuserkampf,
– mangelhaftes „Gefecht verbundener Waffen“ bzw. Jointness,
– langsame Versorgung, Mängel i d SanVersorgung
– langsames Führungsverhalten.
Dagegen steht hohe Feuerkraft und der Wille sie weitflächig einzusetzen.

Bisherige Erkenntnisse lassen den Schluss zu, dass die o. a. geschilderten Defizite – nicht- umfassend abgestellt worden sind. Im Gegenteil: in den mot./ mech.BTG ist die strukturelle Absitzstärke ( ca.200) nicht hoch und faktisch inzwischen noch geringer. Es war zu beobachten, dass russ. mot. Schtz nur ungern absitzen und ukr Verteidigern erlauben die PzAbw im Nahbereich erfolgreich zu führen.
Falls zutreffend, sollen entweder Kr oder Berater aus SYR auf russ. Seite eingeführt werden. Entweder als Kanonenfutter oder aber als „Advisors“ – ein Armutszeugnis.

In meinen Augen sind die russ. AngriffsKr für Einschliessung und Stadtkampf zahlenmässig zu schwach, in Ausbildung und Ausstattung der Inf nicht genügend vorbereitet.
Ich bin sicher, es werden weitere Planungsmängel, Führungsfehler und Ausbildungsdefizite sichtbar werden.

Die UKR hat demgegenüber einige Vorteile, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Wesentlich sind aber
– hohe Sperrfähigkeit, einschl. Minenkampf, IED und Geländevstk sowie Schutz vor überlegener Feuerkraft
– ausreichend Versorgung
– funktionierende Führung und Kommunikation.

Der Bindung russ Kr an anderen Stellen kommt grosse Bedeutung zu; deren Eins vor Kiew könnte sonst den Ausschlag geben.
Die UKR haben gute SOF. Vlt ist es ja machbar, solche und andere Kr ausserhalb Kiew gg lange russ. vmtl. schwach gesicherte LoC und Nschwege einzusetzen um temporäre Entlastung zu bringen.

In der Summe-
ist die UKR auch bei Einschliessung Kiews ( noch) nicht verloren. Aber der Stadt, den Menschen und den Verteidigern steht eine sehr schwere Zeit bevor.
HPA
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 9. März 2022, 12:07

karnak hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
Polen will alle MiG-29-Kampfjets der Ukraine zur Verfügung stellen – und über Deutschland liefern

-> Link

Jetzt wird es spannend...höchste Zeit für einen verlängerten Urlaub auf Hawaii.
Hätte nicht damit gerechnet, dass Polen das macht.

Ari

Das ist ja nun vom Tisch, Danke Biden. Diese bescheuerten Polen, unglaublich, wollten sich bei der Gelegenheit gleich noch etwas moderneren Militärmist erschnorren.

Das wurde ja von den USA (Blinken) angeboten und getrieben. Polen sollte jedoch die MiG-29 direkt an die Ukraine liefern und hätte im Gegenzug von den USA US-Fluggerät bekommen.
Sprich, Polen hätte den Kopf hingehalten, den die USA sich nun nicht trauen selbst hinzuhalten.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 9. März 2022, 12:18

Am Maidan sche...... einige Kiewer gerade auf Russland.
-> Link

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 9. März 2022, 12:33

Laut britischem Verteidigungsministerium sind die Russen, aufgrund erheblicher Verluste an modernem Fluggerät, aktuell nicht mehr in der Lage den Luftraum in der Ukraine zu kontrollieren.

Schaun mer mal.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 9. März 2022, 13:07

12:35 Uhr Früheres AKW Tschernobyl ohne Strom Das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist rund zwei Wochen nach der Einnahme durch russische Einheiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Durch Beschuss seien Stromleitungen beschädigt worden, teilte der ukrainische Netzbetreiber Ukrenerho mit. Die staatliche ukrainische Atomenergiefirma Energoatom warnte davor, dass radioaktive Substanzen aus dem AKW austreten könnten. Verbrauchter Kernbrennstoff könne nun nicht gekühlt werden. Arbeiten zur Wiederherstellung der Verbindung und der Stromversorgung der von russischen Soldaten besetzten Anlage seien nicht möglich wegen anhaltender Kämpfe.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Olaf Sch. » 9. März 2022, 13:09

wie blöde ist der GröFazRuNa eigentlich?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Transitfahrer » 9. März 2022, 13:12

pentium hat geschrieben:12:35 Uhr Früheres AKW Tschernobyl ohne Strom Das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist rund zwei Wochen nach der Einnahme durch russische Einheiten von der Stromversorgung abgeschnitten. Durch Beschuss seien Stromleitungen beschädigt worden, teilte der ukrainische Netzbetreiber Ukrenerho mit. Die staatliche ukrainische Atomenergiefirma Energoatom warnte davor, dass radioaktive Substanzen aus dem AKW austreten könnten. Verbrauchter Kernbrennstoff könne nun nicht gekühlt werden. Arbeiten zur Wiederherstellung der Verbindung und der Stromversorgung der von russischen Soldaten besetzten Anlage seien nicht möglich wegen anhaltender Kämpfe.

Das ist die große Gefahr. Wenn jetzt noch die ollen Dieselgeneratoren ausfallen, dann mal gute Nacht. Wie ich hier schon schrieb, sind AKW´s in Kriegszeiten ein Hochrisiko für alle. Es ist für mich ein Unding solche Anlagen anzugreifen.
Die Information ist wegen Quellengefährdung nur zur persönlichen Kenntnisnahme bestimmt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 14:53

HPA hat geschrieben:Ich glaube, karnak Du hast nicht ansatzweise eine Vorstellung davon was es heisst , eine Stadt wie Kiew, welche sich bereits auf eine Verteidigung eingerichtet hat, zu erobern und zu besetzen

.

Es geht also jetzt nur noch um Kiew. Und habe ich abschließend natürlich nicht, aber ich gehe mal davon aus, so in etwa wie Berlin, allerdings ohne immer noch hochgerüstete Wehrmachts und SS Verbänden in der Stadt, nur mit etwas was zu der Zeit unter Volkssturm lief. Wie groß dann der Willen einer Gesamtbevölkerung dieser Stadt ist sich einer besser ausgerüsteten Armee mit Möglichkeiten eines Nachschubs entgegenzuwerfen und zu opfern vermag ich auch nicht zu sagen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 9. März 2022, 15:14

Na ja , dein Vergleich mit Berlin 45 scheint mir einigermaßen daneben.
Ob die Russen tatsächlich wie 45 in Berlin dann Kiew ihre Wiege der russischen Nation in Schutt und Asche legen bleibt die Frage.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 15:22

Sie werden die Stadt besetzen wollen, wie die dann hinterher aussieht, dass sollte von 2 Seiten abhängen. Was ich mir nicht vorstellen kann, dass der Putin jetzt den Schwanz einzieht und vor den Toren es gut sein lässt. Zum Ende hin gedacht, wenn das System Putin erstmal bestehen bleibt, es wird keine andere Möglichkeit geben als den Russen einen Gesichtswahrenden Ausstieg zu ermöglichen wenn es kein Schrecken ohne Ende werden soll.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Dr. 213 » 9. März 2022, 15:23

Rein von der Fläche betrachtet sind Kiew und das heutige Berlin fast gleichauf.
Da kann sich jeder gut vorstellen, daß man das nicht einfach so einnehmen kann.
Dr. 213
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 15:37

Wer sagt,dass das einfach ist,aber es geht und der Putin wird es tun, tun müssen, AUßER man findet einen Dreh den der Putin als Sieg verkaufen kann ohne die Stadt besetzen zu müssen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 9. März 2022, 16:22

karnak hat geschrieben:[...]Zum Ende hin gedacht, wenn das System Putin erstmal bestehen bleibt, es wird keine andere Möglichkeit geben als den Russen einen Gesichtswahrenden Ausstieg zu ermöglichen [...]

Einen gesichtswahrenden Ausstieg wird es wohl nicht geben, nach dem, was man bisher an Gräueln, Leid, Drohungen, etc. gesehen hat.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon pentium » 9. März 2022, 16:27

Kinderkrankenhaus in Mariupol zerstört...
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Beethoven » 9. März 2022, 16:31

An dieser Stelle muss ich HPA 100-ig % Recht geben.
Ich schrieb es ja auch schon vor einer Woche.
An den Gefechten im urbanen Gebiet können sich die Russen eine "fürchterlich blutige Nase holen", schrieb ich damals.

Eine 10-fache Überlegenheit, bei gegenseitig, gleichwertigen Kräften ist erforderlich, um eine Stadt einzunehmen.
Und wenn nur 100.000 Ukrainer oder Kiewer den Kampf im Ort führen, so benötigen Putins Kräfte eine Millionen Soldaten.
Die kann selbst Putin nicht auf die Beine stellen.

Diese Berechnung, die ich einst computergestützt machte, ist vielleicht auf den Kampf in der Ukraine nicht 100-ig % anzuwenden,
weil die technische Überlegenheit auch eine Rolle spielt. Dabei meine ich nicht den Panzer oder den Schützenpanzer, der im Ort vergleichsweise leicht zu knacken ist, sondern eher die Kampfhubschrauber und die Jagdbomberkräfte, die ein verteidigten Häuserblock, ziemlich schnell, auch bei Gefahr des eigenen Abschusses, pulverisieren können.

Aber nur da, wo der Fuß des Infanteristen oder Panzerkette steht, ist das Land erobert.
Wenn die Ukrainer eine geschickte Führung haben, ausreichend Ausweich- und Wechselstellungen vorhanden sind, die Bauten pioniertechnisch ausgebaut sind, wovon ich mal ausgehe, und genug Munition unterschiedlicher Arten und Wirkungsweisen zur Verfügung steht, kann es durchaus sein, dass sich Putins Truppen in den Großstädten tot laufen und er gar nicht so viele Zinksärge bereit stellen kann wie er braucht.
Die Mütter Russland werden ihn dafür hassen so wie die Ukrainer auch.

Trennung

Ich habe heute folgende Mail an ntv gesandt. Mal sehen ob sie es verwenden. Ich glaube zwar nicht aber wer weiß.
----------------------------------------------
Sie haben heute sehr schön erklärt, welche Raketensystem als Kernwaffen zum Einsatz kommen können.

Schlechterdings ist es den betroffenen Menschen eigentlich völlig egal, ob sie von einer

- Kurzstreckenrakete taktische Gefechtsfeldkernwaffe,
- Rakete mittlerer Reichweite operativ-taktische Rakete,
-Langstreckenrakete strategische Kernwaffe,

getötet oder verletzt werden.

Ich empfinde es viel wichtiger, die Menschen über die Vorzeichen aufzuklären, an welchen man erkennen kann, dass der Gegner Kernwaffen einsetzen möchte und an der Wirkungsweise von Kernwaffen und den Unterschieden, zwischen

- einer hohen Luftdetonation (10 km bis zu 30 km über dem Boden),
- einer niedrigen Luftdetonation (200 m bis 10 km) oder
- einer Erddetonation oder gar unterirdischen Detonation.

Zieht der Gegner seine Truppen aus der unmittelbaren Frontlinie zurück,
verteilt diese Kräfte über weite Räume, so kann dies ein untrügliches Zeichen dafür sein, dass ein Kernwaffeneinsatz unmittelbar bevor steht.
Verteilt er gar noch Jodtabletten an die Soldaten, zieht das Material für Plätze der Spezialbehandlung in die Räume, in welcher sich die zurückgezogenen Truppen befinden, so kann man schlussfolgern, das ein Kernwaffeneinsatz bevor steht.

Plätze für Spezialbehandlung und Widerherstellung der Einsatzbereitschaft der Truppen, bestehen neben den

- Med.-Einrichtungen (Chirurgische und Verbrennungsbetten),
- aus großen Waschanlagen für Personal und Technik,
- aus starken Gebläsen und
- aus vorbereiteten Räumen in der Tiefe, in welchen die nun entkontaminierten Soldaten, sich neu einkleiden können und neue Ausrüstung empfangen können.

Daran kann man erkennen (aufklären) ob ein KW-Einsatz bevor steht

Detonationen

Um Städte mit den darin befindlichen Menschen zu töten / verletzen und zu zerstören, diese aber im Anschluss zu besetzen, wird heute vor allem von Luftdetonationen ausgegangen.
Abhängig von der Stärke der kt-Zahl (Kilotonnen - bezeichnet ein Aquivalent im Verhältnis zu einem normalen – z.B. TNT – Sprengstoff)

Der Feuerball – kann bis zu 10.000.000 C° betragen – ist das Erste was man sieht.
Bei einer Luftdetonation geht die Auswirkung dieser Wärmestrahlung erheblich weiter als bei einer Erddetonation und verbrennt alles (abhängig von der kt-Zahl und der Entfernung).

Gleiches gilt für die Druckwelle, die dem Lichtblitz folgt.
Die Druckwelle zerstört Leben und Bauten innerhalb des Wirkungsbereiches.

EMP (Elektomagnetische - Im - Puls), zerstört in seinem Wirkungsbereich alle elektrischen und elektronischen Anlagen, die nicht hart geschützt sind
(faradayscher Käfig).
Selbst Antennen an einem Panzer durchlöchern den harten Schutz, weil diese außerhalb des faradayschen Käfigs stehen.

Bei einer hohen Luftdetonation gibt es verhältnismäßig geringe radioaktive Rückstände (Fallout) in der Atmosphäre.

Bei einer niedrigen Lufdetonation (abhängig von der verwendeten
kt-Zahl), kann / wird der Fallout schon wesentlich höher sein.
Staubpartikel werden aufgesaugt und gelangen dadurch in die Atmosphäre
und rieseln daraus heraus.

Bei Erddetonation ist der Lichtblitz vergleichsweise gering, weil er wegen der Bebauung und dem Bewuchs nicht sehr weit zu sehen ist. Unmittelbar darum herum verbrennt alles.

Hingegen ist hier der zu erwartende Fallout ungleich höher, der in die
Luft geschleudert wird und aus dem bekannten „Pils“ heraus fällt und um die ganze Welt getragen werden kann.

Die Schockwelle, die sich auf dem Erdboden ausbreitet, kann, je nach kt-Stärke und Entfernung vom „Nullpunkt“ einem stehenden Ziel die Beine brechen oder Bauten noch vor der Druckwelle, zum Einsturz bringen.
Die Schockwelle ist unverhältnismäßig stärker als bei einer Luftdetonation. Sie ist verheerend.
Sie kann nicht so tief liegende Bauten, wie U-Bahntunnel, kleiner Bunker,
Keller usw. zum Einsturz bringen.

Erkennt der Beobachter also den Lichtblitz, so heist es, sofort hinlegen und bei Möglichkeit hinter kleinen massiven Bauwerken (Sockel von Gartenzäunen, kleine Erdhügel usw. – Kopf bedecken)

Eine unterirdische Kernwaffenexplosion macht militärisch nur wenig Sinn, es ei denn, man möchte damit schwere, unterirdische Bunker (z.B. Führungsstellen, Raketensilos usw.) knacken.
Hier ist der Lichtblitz fast zu vernachlässigen.
Ist die Detonation tief genug, wird es auch kaum radioaktiven Fallout geben.

Ich finde, dass dem geneigten Hörer zu erläutern ist Wichtiger als ihm zu erläutern, wie weit eine mit Kernwaffensprengkopf versehen Rakete fliegt.

Mit freundlichen Grüßen
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon karnak » 9. März 2022, 16:43

Ari@D187 hat geschrieben:Einen gesichtswahrenden Ausstieg wird es wohl nicht geben, nach dem, was man bisher an Gräueln, Leid, Drohungen, etc. gesehen hat.

Ari

Und was bitteschön ist an diesem Krieg an Gräueln, Leid und Drohungen anders als an anderen Kriegen?
Und was für Vorstellungen hättest Du denn um der Sache ein Ende zu machen, ich gehe mal von Endsiegphantasien über das Reich des Bösen aus.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Nostalgiker » 9. März 2022, 18:21

Beethoven hat geschrieben:
An den Gefechten im urbanen Gebiet können sich die Russen eine "fürchterlich blutige Nase holen", schrieb ich damals.

Eine 10-fache Überlegenheit, bei gegenseitig, gleichwertigen Kräften ist erforderlich, um eine Stadt einzunehmen.
Und wenn nur 100.000 Ukrainer oder Kiewer den Kampf im Ort führen, so benötigen Putins Kräfte eine Millionen Soldaten.
Die kann selbst Putin nicht auf die Beine stellen.



Am Kampf um Berlin 1945 waren von russischer/sowjetischer Seite ca. 2,5 Mio. Soldaten, 6250 Panzer und 7500 Flugzeuge Flugzeuge beteiligt. Ihnen standen rund 1 Mio Wehrmachtsoldaten,1500 Panzer und 3300 Flugzeuge gegenüber.
Die Kampfhandlungen dauerten 16 Tage und forderten geschätzt; genaue zahlen gibt es nicht; über 170.000 Gefallene und 500.000 verwundete Soldaten sowie den Tod mehrerer zehntausend Zivilisten.

Ob Russland bereits, im Gegensatz zur Ukraine, eine allgemeine Mobilmachung befohlen hat ist mir im Wust der Meldungen aus den letzten Tagen durchgerutscht,
Wenn ja, dann hätte Putin seine 1 Million oder 2,5 Million Soldaten ........

---------------------------------------

Ari@D187 hat geschrieben:Einen gesichtswahrenden Ausstieg wird es wohl nicht geben, nach dem, was man bisher an Gräueln, Leid, Drohungen, etc. gesehen hat.

Ari


Gab es etwa bei den letzten auf europäischen Boden stattfindenden Kriegen, von 1991 bis 2001, keine Gräuel, kein Leid, keine geflüchteten und tote Zivilisten?

Bei aller Abscheu über den russischen Angriff auf die Ukraine sollten wir doch nicht so tun als gebe es das allererste mal bei einem Krieg Gräuel und Leid, oder liegt das etwa daran das Russland/Putin die Aggressoren sind?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Edelknabe » 9. März 2022, 18:26

Heute irgendwo gelesen. Der Russe setzt keine Wehrpflichtigen mehr ein. Wer kämpft da jetzt eigentlich auf deren Seite? Offiziersschüler, Söldner, Berufssoldaten, irgendwelche Araber oder Kadyrows Leute..... etc?

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Kumpel » 9. März 2022, 18:28

Nostalgiker hat geschrieben:Gab es etwa bei den letzten auf europäischen Boden stattfindenden Kriegen, von 1991 bis 2001, keine Gräuel, kein Leid, keine geflüchteten und tote Zivilisten?

Bei aller Abscheu über den russischen Angriff auf die Ukraine sollten wir doch nicht so tun als gebe es das allererste mal bei einem Krieg Gräuel und Leid, oder liegt das etwa daran das Russland/Putin die Aggressoren sind?


Die Dimensionen die sich da abzeichnen dürften seit 1945 in Europa einmalig sein. Bereits 2 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine. Tendenz schnell steigend.
Der nächste Horror zeichnet sich bereits im nahen Osten ab aufgrund der exorbitanten Verteuerung von Lebensmitteln und den ausfallenden Lebensmittellieferungen aus der Ukraine.
Kumpel
 

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 2

Beitragvon Ari@D187 » 9. März 2022, 18:36

Nostalgiker hat geschrieben:[...]Gab es etwa bei den letzten auf europäischen Boden stattfindenden Kriegen, von 1991 bis 2001, keine Gräuel, kein Leid, keine geflüchteten und tote Zivilisten?

Bei aller Abscheu über den russischen Angriff auf die Ukraine sollten wir doch nicht so tun als gebe es das allererste mal bei einem Krieg Gräuel und Leid, oder liegt das etwa daran das Russland/Putin die Aggressoren sind?

Die Dimension dessen, was da abläuft wurde seit Jahrzehnten nicht erreicht. Er droht indirekt mit dem Einsatz von A-Waffen, Millionen von Flüchtlingen in Europa, quasi 90% der Welt gegen ihn, das AKW Tschernobyl wohl ohne Strom, die halbe Welt in Angst vor einem 3. Weltkrieg, etc. Schwer vorstellbar, wie Putin dabei gesichtswahrend herauskommen will.

Ari
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