Lieber AZ, mal ehrlich, diese Politiker, ob Wladimir, ob Biden, ob Scholz oder sonst wer, alle quatschen und keiner tut echt was für die Entspannung der Situation. Keiner traut sich einen ersten Schritt zur Entspannung zu machen. Warum ist das so? Ich will es Dir sagen.
Weil keiner dem anderem traut. Beide Parteien haben sich gegenseitig schon zu oft hintergangen. Das Verhältnis ist absolut vergiftet.
Zieht sich Russland zurück, sind NATO-Soldaten schnell in der Ukraine. Weicht die NATO, so werden die Russen schnell einmarschieren, könnte man und kann man vermuten.
Es sieht bald so aus, wie ein politisches Patt. Militärisch gesehen eine hoch brisante Situation und keiner möchte weichen. Ich kann die Ukrainer sehr gut verstehen, dass sie sich bedroht fühlen und als Spielball der "Supermächte" herhalten müssen.
pentium hat geschrieben:
@Beethoven du kannst ja mal in Polen, den Balten-Staaten, Ungarn, Tschechien und Slowakei nach den wohl taten Russlands fragen. Vielleicht fällt dir dann auch ein, warum diese Staaten in die Nato wollten.
Nun ja, werter Pentium, "wollen" und tatsächlich in die NATO "aufnehmen", sind zwei paar Schuhe.
Tschechien und die Slowakei hatten / haben nun wirklich so gar nichts von den Russen zu befürchten. Aber die NATO war seit 1997 bemüht, einen Ring von NATO-Staaten um die einstige Sowjetunion zu ziehen und haben dies auch geschafft. All die Beteuerungen und Versprechen aus den frühen 90-er Jahren waren Schall und Rauch. Bis dahin hat Russland alle gemachten Versprechen eingehalten.
Und dass Russland Milliarden dafür bekam, seine Truppen abzuziehen, hatte wohl eher damit was zu tun, dass die Sowjetunion / Russland zu jener Zeit selber in einer Krise war und einfach kein Geld hatte, die Truppen abzuziehen und im großen Land unterzubringen. Wer das Eine will, muss das Andere mögen.
Das Baltikum und die Polen, liebten die Russen noch nie. Allerdings hatten die Polen auch die Ukrainer nicht so gerne und umgekehrt.
Der NATO kam deren Aufnahmeanträge sehr recht. Russland natürlich nicht. Warum ist klar und wer hat wiederum seine Versprechen gebrochen und das Vertrauen missbraucht?
Die Russen waren es nicht, kann ich Dir verraten.
Die NATO sollte ja eigentlich nicht einmal im Osten Deutschlands präsent sein. Schon 94, nach Abzug der letzten Truppen der CA aus Deutschland, rückte die NATO um mehr als 300 km nach Osten.
Wer also lieber Pentium, hat begonnen das Vertrauen zu zerstören? Und sodann, ab 1997, ging es Schlag auf Schlag. Die NATO nahm so ziemlich jeden Staat auf, der unter ihr Dach kriechen wollte.
Diese Situation war und ist wohl für die Russen unhaltbar.
Das Beispiel mit den "Rockern" ist wohl eher an den Haaren herbei gezogen.
Denn bevor die "Rocker" ihre Zelt auf des Nachbarn´s Grundstück aufschlugen, wurde der "Nachbar" so oft beschissen, dass es für den "Nachbarn" als ein probates Mittel erschien, den "Rockern" die Möglichkeit des "Campens" gab, um seine eigenen, berechtigten Interessen durchzusetzen.
Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich finde es überhaupt nicht prickelnd, wie sich die Situation bis heute entwickelt und ich könnte heulen darüber.
Mein sehnlichster Wunsch ist, dass die Russen nicht einmarschieren. Obschon, verstehen kann ich die gegenwärtigen Handlungen der Russen schon auch wenn ich diese nicht für gut halte.
Wichtig ist nur, dass es zu keinem Krieg kommt. Und wenn dafür die Situation, die wir gegenwärtig an den Grenzen haben, noch viele Jahre aufrecht erhalten wird, soll mir das Recht sein. Hauptsache es wird kein Schießkrieg.
Freundlichst
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe
Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.