72 Jahre

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 13. Oktober 2021, 20:58

Hat sich das Thema verändert oder was?

AZ
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„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon pentium » 13. Oktober 2021, 21:03

augenzeuge hat geschrieben:Hat sich das Thema verändert oder was?

AZ


Äh, welches Thema?
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 13. Oktober 2021, 21:14

pentium hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Hat sich das Thema verändert oder was?

AZ


Äh, welches Thema?


Na, eigentlich feierte der Beethoven ja Geburtstag. Schon den zweiundsiebzigsten. Nicht seinen, nein. Nur den einen, seiner Lieblingsrepublik, die aber auch dank der Politik seiner Lieblingsbilder-Kameraden schmählich unterging.
Nirgens auf der Welt haben je Untergegangene nach ihrem Ertrinken so gefeiert. Ein @Beethoven kann das. [laugh]

Und schon ist das Thema wieder vorn und gerettet.

Gruß Volker
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 14. Oktober 2021, 09:22

Beethoven hat geschrieben:Heute wäre der Tag der Republik, mit einer Ehrenparade der NVA, eröffnet worden.

Keine Angst, niemand möchte den Staat in den Farben der DDR zurück.
Ich wollte nur mal dran erinnern.

Freundlichst


Das war mein Eröffnungsbeitrag.

Volker Zottmann hat geschrieben:Na, eigentlich feierte der Beethoven ja Geburtstag. Schon den zweiundsiebzigsten. Nicht seinen, nein. Nur den einen, seiner Lieblingsrepublik, die aber auch dank der Politik seiner Lieblingsbilder-Kameraden schmählich unterging.
Nirgens auf der Welt haben je Untergegangene nach ihrem Ertrinken so gefeiert. Ein @Beethoven kann das. [laugh]

Gruß Volker


Hast Du den Eindruck, dass ich den 72. feiere?
Ich nicht. Aber so unterschiedlich können Empfindungen sein, werter VZ.

"Die Zeiten ändern sich und mit Ihnen die Menschen" (oder so ähnlich) sagt man ja.

Nun ob Ihr es glaubt oder nicht, ob Ihr es spürt oder nicht, ist eigentlich Bockwurst.
Natürlich haben sich Menschen wie z.B. Nostalgiker, Merkur, Scorn, Edelknabe u.a. und so auch ich, in den vergangenen drei Jahrzehnten geändert. Sonst würden wir in diesem Gesellschaftssystem nicht bestehen können. Ich behaupte, dass die o.g. mit beiden Beinen fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Keiner von denen und so auch ich nicht, gehören einer links- oder rechtsradikalen Strömung an oder handeln dem entsprechend, wie Radikale.

Was das wirklich Gute an einer Demokratie ist, ist die absolute Meinungsfreiheit, die es in einer Diktatur so nicht gab oder nur unter Androhung von Strafverfolgung. Und noch "schlimmer", ein wahrere Demokrat wird darum ringen, dass ein anderer Mensch seine eigene Meinung haben darf und diese auch ausdrücken darf, selbst wenn diese Meinung seiner Eigenen völlig konträr geht.
Das müssen so einige User hier noch verinnerlichen, denn daran hapert es doch recht stark bei dem Einen oder Anderen.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Oktober 2021, 09:35

Beethoven hat geschrieben:
Keiner von denen und so auch ich nicht, gehören einer links- oder rechtsradikalen Strömung an oder handeln dem entsprechend, wie Radikale.



Freundlichst


Für gefährlich halte ich Dich trotzdem, denn Du stehts immer noch zur DDR-Generalität und zu einem Krenz, zu teils verurteilten Verbrechern.
Das hat ja Gründe!

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Beethoven » 14. Oktober 2021, 10:11

Volker Zottmann hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:
Keiner von denen und so auch ich nicht, gehören einer links- oder rechtsradikalen Strömung an oder handeln dem entsprechend, wie Radikale.



Freundlichst


Für gefährlich halte ich Dich trotzdem, denn Du stehts immer noch zur DDR-Generalität und zu einem Krenz, zu teils verurteilten Verbrechern.
Das hat ja Gründe!

Volker


Die Gründe wirst Du nie verstehen können. Aber selbst von Herrn Krenz und Streletz geht keinerlei Gefahr aus.

Aber halte diese Männer und auch mich ruhig für gefährlich. Wenn Du bei Dunkelheit mit Deinem Hund oder Frau spazieren gehst, solltest Du Dich also immer schön umdrehen. Nicht das Herr Krenz hinter Dir steht oder bewahre Gott, gar ich. Huuuuh. [flash] [wink]

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Interessierter » 14. Oktober 2021, 10:21

Zitat Beethoven:
Was das wirklich Gute an einer Demokratie ist, ist die absolute Meinungsfreiheit, die es in einer Diktatur so nicht gab oder nur unter Androhung von Strafverfolgung. Und noch "schlimmer", ein wahrere Demokrat wird darum ringen, dass ein anderer Mensch seine eigene Meinung haben darf und diese auch ausdrücken darf, selbst wenn diese Meinung seiner Eigenen völlig konträr geht.


Da du das seinerzeit als Diener der SED - Diktatur nicht erkennen wolltest bzw. konntest, bist du ganz sicher nicht der Richtige, um so etwas hier heute abzusondern.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Kumpel » 14. Oktober 2021, 10:31

Die DDR kann Beethoven damit nicht gemeint haben, denn da war bekanntermaßen die Meinungsfreiheit verbrieftes Verfassungsrecht , genau so wie das vom Zaun schießen von Flüchtlingen an der Grenze.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon HPA » 14. Oktober 2021, 12:16

Was das wirklich Gute an einer Demokratie ist, ist die absolute Meinungsfreiheit, die es in einer Diktatur so nicht gab oder nur unter Androhung von Strafverfolgung. Und noch "schlimmer", ein wahrere Demokrat wird darum ringen, dass ein anderer Mensch seine eigene Meinung haben darf und diese auch ausdrücken darf, selbst wenn diese Meinung seiner Eigenen völlig konträr geht.


Wer stellt das hier in Abrede?
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Oktober 2021, 15:40

Beethoven hat geschrieben:
Die Gründe wirst Du nie verstehen können. Aber selbst von Herrn Krenz und Streletz geht keinerlei Gefahr aus.

Aber halte diese Männer und auch mich ruhig für gefährlich. Wenn Du bei Dunkelheit mit Deinem Hund oder Frau spazieren gehst, solltest Du Dich also immer schön umdrehen. Nicht das Herr Krenz hinter Dir steht oder bewahre Gott, gar ich. Huuuuh. [flash] [wink]

Freundlichst


Es sind die Geschichte ignorierende Demagogen, Geschichtsverdreher. Dich eingeschlossen.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2021, 15:54

Mal offen nachgedacht....zum virtuellen 72.

.... die DDR war doch bereits von Anfang an krank.

1. Die Gesellschaft war doch nur auf Feind-Freund-Bild reduziert.
2. Woher leiteten die Funktionäre der DDR eigentlich das Recht ab, die Menschen ihres Machtbereiches als Ware zu betrachten und sie so zu behandeln?
3.Wer erlaubte ihnen, das Freund-Feind Bild zu bestimmen?
4. Woher nahmen sie das Recht zu bestimmen, wer was lesen bzw. sagen darf, wie man zu funktionieren hat?
5.Wer erlaubte Ihnen die Degradierung der Menschen in Claqueure bei angeordneten Aufmärschen?
6. Glaubten diese Führer tatsächlich, das Volk würde sich ewig fremdbestimmen lassen?
7. Wie lange hätte dieses System ohne tausende IM und eine ständig wachsende Überwachungspolizei wirklich funktioniert?
8. Wie weit war man gewillt zu gehen, wenn man das Volk nicht kontrollieren kann?
9. Wer an eine neue DDR und eine echte Wende dieser Führer glaubte, woher sollte diese kommen? Sollte begangenes Unrecht weiter verschwiegen werden? Gar legitimiert? Eine Wende durch die alten überzeugten Genossen? Den gewendeten Genossen? Der Bürgerbewegung? Es war doch gar nichts von all dem möglich, das Volk lief doch bereits weg.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Oktober 2021, 16:13

Angeblich hat ja Krenz das Wort "Wende" kreiert, wäre dann nur von der Masse übernommen worden.

Wie sollte denn eine neu ausgerichtete DDR aussehen? Etwa mit all den bezirksweise schon zu Papier gebrachten Internierungslagern?
Über solche möglichen Auswüchse hat ein @Beethoven sicher noch nie nachgedacht. Auf Mielkes Pfiff hin sollten Zehntausende tagaktuell eingesammelt und weggesperrt werden.
Das alles erfuhren wir wegen der Geheimhaltung erst nach dem DDR-Staatsbankrott.
Gut nur, dass der Zusammenbruch im Herbst 1989 schnell kam. Ich möchte mir nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn Leipzigs Massenaufmarsch beschossen worden wäre. Knüppelheinis der Staatsmacht waren ja genug aufgefahren. Beethoven war ja auch dabei. Und heute wird der Glückseligkeit des friedlichen Endes gedacht. (Die in seiner Lesart natürlich nur Krenz einleitete.)
Was hätte er damals bei dem Befehl "Feuer frei!" getan?
Denn nachgedacht und zu neuen Erkenntnissen ist er ja nach seinem Bekunden erst im Laufe der letzten 30 Jahre gekommen.

Gruß Volker
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2021, 16:27

14.10.1989: Die SED taktiert, die Bürger handeln
Nur wenige Tage nach der großen Montagsdemo in Leipzig treffen sich in Berlin rund 100 Vertreter des Neuen Forums. Die Gruppe gilt noch immer als staatsfeindlich. Trotzdem bietet die SED plötzlich Gespräche an – und entlässt festgenommene Demonstranten vom Tag der 40-Jahresfeier. Im Hintergrund bereitet das Regime gleichzeitig eine Verhaftungswelle vor. Und im Fernsehen der DDR berichtet Erich Honecker über die weitere „Gestaltung der entwickelten sozialistischen Gesellschaft“. Derweil verlassen immer mehr Menschen das Land.

Das Neue Forum hat mittlerweile 25 000 registrierte Anhänger. Die Bewegung diskutiert in Berlin über die weitere Arbeit: Braucht es Parteistrukturen? Soll die Basisdemokratie beibehalten werden? Welche politischen Maßnahmen sind notwendig? Wie können die grundsätzlichen Probleme in Wirtschafts-, Gesellschafts- und Umweltpolitik gelöst werden?

Durch den Verlauf der Montagsdemo in Leipzig sind die DDR-Bürger selbstbewusster geworden. Immer mehr Einrichtungen erklären ihre Unterstützung der Bewegung, darunter die gesamte Belegschaft des DDR-Regierungskrankenhauses. In vielen Betrieben wird offen über Missstände diskutiert.

In Warschau warten etliche DDR-Bürger auf eine Genehmigung zur Ausreise in den Westen. Auf Drängen der polnischen Regierung will die DDR jetzt über ihre Botschaft für Ausreisewillige schnell die notwendigen Dokumente bereitstellen. Über Österreich und die Tschechoslowakei fahren immer mehr DDR-Bürger in die Bundesrepublik. Insgesamt sind es schließlich mehr als 200 000.

Im „Neuen Deutschland“ gibt es neben der üblichen SED-Lobhudelei auch einige kritische Leserbriefe. Das deutet vorsichtige Öffnung an. Erstmals gibt es ein Gesprächsangebot der SED-Diktatoren. Doch die politische Opposition, Kirchenvertreter und Bürgerrechtler sind skeptisch. Sie wollen ein ehrliches Angebot, kein Hinhalten. Gleichzeitig fordern sie die Freilassung der politischen Gefangenen in der DDR.

In der SED wird zur selben Zeit auch das Vorgehen „gegen“ die Oppositionellen diskutiert. Erich Honecker will ein hartes Vorgehen, Hans Modrow eine weiche Linie.


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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 17:02

Jörg mit dem hier:

" Wer an eine neue DDR und eine echte Wende dieser Führer glaubte, woher sollte diese kommen? Sollte begangenes Unrecht weiter verschwiegen werden? Gar legitimiert? Eine Wende durch die alten überzeugten Genossen? Den gewendeten Genossen? Der Bürgerbewegung? Es war doch gar nichts von all dem möglich, das Volk lief doch bereits weg. Textauszug ende

Lassen wir mal die alten Genossen voll weg. Die Bürgerbewegung war doch damals da, siehe die runden Tische? Das waren im übrigen keine Dummen, das waren gestandene Leute die echt in dieser DDR etwas verändern wollten. Und warum sollte wegen paar Millionen(ich schätze heute maximal um die 3 Millionen) die DDR gleich den wirtschaftlich gesellschaftlichen Bach hinunter gehen? Unwahrscheinlich bis..... Der Westen und das schrieb ich schonmal hätte sich wegen seiner Kredite Hundertpro etwas einfallen lassen. Und ja, heute alles Spekulatius.

Begangenes Unrecht ja gut, wäre genau so aufgearbeitet worden. Wie es so dann schon erfolgte.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Oktober 2021, 17:56

Edelknabe hat geschrieben:Jörg mit dem hier:

" Wer an eine neue DDR und eine echte Wende dieser Führer glaubte, woher sollte diese kommen? Sollte begangenes Unrecht weiter verschwiegen werden? Gar legitimiert? Eine Wende durch die alten überzeugten Genossen? Den gewendeten Genossen? Der Bürgerbewegung? Es war doch gar nichts von all dem möglich, das Volk lief doch bereits weg. Textauszug ende

Lassen wir mal die alten Genossen voll weg. Die Bürgerbewegung war doch damals da, siehe die runden Tische? Das waren im übrigen keine Dummen, das waren gestandene Leute die echt in dieser DDR etwas verändern wollten. Und warum sollte wegen paar Millionen(ich schätze heute maximal um die 3 Millionen) die DDR gleich den wirtschaftlich gesellschaftlichen Bach hinunter gehen? Unwahrscheinlich bis..... Der Westen und das schrieb ich schonmal hätte sich wegen seiner Kredite Hundertpro etwas einfallen lassen. Und ja, heute alles Spekulatius.

Begangenes Unrecht ja gut, wäre genau so aufgearbeitet worden. Wie es so dann schon erfolgte.

Rainer Maria

Du schreibst unwissend viel Blödsinn!
Wo ist denn begangenes Unrecht ausreichend aufgearbeitet worden?
Wenn Du aber so genau weißt, wie das damals verquer lief, warum hast Du Dich denn dann nicht als Wegweisender eingebracht? Wirtschaftsminister der gewendeten DDR hätte Dir gut zu Gesicht gestanden. Nur hättest Du dann mal aus Deinem Russenkeller kommen müssen.

Gruß Volker
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 18:08

Volker, du hast meine Geschichten im Forum irgendwie nie richtig gelesen. Denn 1989 war ich bereits mehrere Jahre im Privatbetrieb tätig. Und eben nicht mehr "im Russenkeller". Also meine Wenigkeit selbst bei damaliger Teilnahme hätte was bewirkt? Genau.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2021, 18:08

Edelknabe hat geschrieben: Lassen wir mal die alten Genossen voll weg.
Rainer Maria


Aber die waren doch in allen Ämtern!? Wohin packen wir sie denn? In die dokumentierten Internierungslager des Sozialismus? [laugh]

Da kann man nichts weglassen. Du hast doch gesehen, welche Halbwertzeit politische Entscheidungen hatten. [grins]
Für ein neues Experiment war kein Volk wirklich bereit! Die wollten Anteil an dem, was schon da war.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 18:24

Jörg mit dem hier:

"Für ein neues Experiment war kein Volk wirklich bereit! Die wollten Anteil an dem, was schon da war. "Textauszug ende

Was war denn schon da? Und ja die Intershops, die waren schon da. Und weiter, ein Großteil der Bürger wäre öfters mal hin und her gereist. Und jedes Mal wäre deren Denke erweitert worden, das eben nicht alles glänzte, im Westen. Denn genau das, das ging verloren, durch diese abrupte Wende.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2021, 18:27

Edelknabe hat geschrieben:Jörg mit dem hier:

"Für ein neues Experiment war kein Volk wirklich bereit! Die wollten Anteil an dem, was schon da war. "Textauszug ende

Was war denn schon da? Und ja die Intershops, die waren schon da. Und weiter, ein Großteil der Bürger wäre öfters mal hin und her gereist. Und jedes Mal wäre deren Denke erweitert worden, das eben nicht alles glänzte, im Westen. Denn genau das, das ging verloren, durch diese abrupte Wende.

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Warum sollte es weiter nach der Grenzöffnung zwei Deutsche Staaten geben...und wieso war die Wende abrupt?
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2021, 18:32

Edelknabe hat geschrieben:Jörg mit dem hier:

"Für ein neues Experiment war kein Volk wirklich bereit! Die wollten Anteil an dem, was schon da war. "Textauszug ende

Was war denn schon da? Und ja die Intershops, die waren schon da. Und weiter, ein Großteil der Bürger wäre öfters mal hin und her gereist. Und jedes Mal wäre deren Denke erweitert worden, das eben nicht alles glänzte, im Westen. Denn genau das, das ging verloren, durch diese abrupte Wende.

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Was da war? Eine Bundesrepublik mit zig Möglichkeiten. Chancen, die man jetzt in der DDR vergeblich suchte. Und nochmal warten, so wie 1949? Wem wolltest du das erzählen?

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 18:34

Die Grenzöffnung Pentium? War doch abrupt, oder etwa nicht?

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 18:38

Was denn warten, so wie 1949? Auf was denn? Denn da gründeten sich bedingt durch deren territoriale Besetzung zwei ganz unterschiedliche Gesellschaftssysteme.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2021, 18:38

Edelknabe hat geschrieben:Die Grenzöffnung Pentium? War doch abrupt, oder etwa nicht?

Rainer Maria


War so nicht geplant, aber das ändert nichts an der Tatsache.
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Re: 72 Jahre

Beitragvon Volker Zottmann » 14. Oktober 2021, 18:39

Edelknabe hat geschrieben:Die Grenzöffnung Pentium? War doch abrupt, oder etwa nicht?

Rainer Maria

Abrupt?
40 Jahre haben die Hornochsen gebraucht. Was hast Du nur für komisches Zeitempfinden.

Gruß Volker
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2021, 18:40

Edelknabe hat geschrieben:Die Grenzöffnung Pentium? War doch abrupt, oder etwa nicht?

Rainer Maria


Du vergisst, warum das alles von der SED-Führung beschlossen wurde. Worin bestand der Sinn die Mauer noch stehen zu lassen, wenn eine geordnete Ausreise über die CSSR seit Tagen rollte.
Der Druck aus Prag war ebenfalls enorm. Eine angekündigte Öffnung am Folgetag hätte in der Konsequenz nichts geändert.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 18:49

Du hast sie gebraucht Volker, diese Grenzöffnung, ich nicht unbedingt. Weil, ich kam recht gut zurecht, in dieser damaligen DDR. Und jetzt bitte nicht wieder die üblichen "Totschlagsargumente" weil, mit mir, ohne Frage waren da noch Millionen Bürger genau wie meine Wenigkeit. Eine völlig überarbeitete DDR, ich halte daran fest wäre ebenfalls eine gute und für die damalige Zeit völlig ausreichende Lösung gewesen.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2021, 18:59

Edelknabe hat geschrieben: Eine völlig überarbeitete DDR, ich halte daran fest wäre ebenfalls eine gute und für die damalige Zeit völlig ausreichende Lösung gewesen.

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Und Du meinst wirklich,dass wäre 1990 noch umsetzbar gewesen, was meinste denn wie lange die Überarbeitung hätte dauern müssen?
Ansonsten, ich meine wenn der Wille dagewesen wäre, man hätte ja bei der letzten Wahl nur der SED-PDS die Mehrheit geben müssen, wenigstens eine Konföderation wäre dann drin gewesen. Die einzige minimale Möglichkeit bei offenen Grenzen Deine Überarbeitung zu vollziehen, oder wolltest Du mit " Die Grenzen sind jetzt dicht" Überarbeiten. [flash]
Diese Wahlentscheidung gab es aber nun mal nicht. [hallo]
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Re: 72 Jahre

Beitragvon augenzeuge » 14. Oktober 2021, 19:02

Edelknabe hat geschrieben:Du hast sie gebraucht Volker, diese Grenzöffnung, ich nicht unbedingt. Weil, ich kam recht gut zurecht, in dieser damaligen DDR.
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Welche DDR meinst du? Diese, wo man sich am Volkseigentum auf Baustellen nehmen konnte, was man brauchte? Jene, die dir abends Jobs ermöglichte, die eigentlich nur aufgrund Mangels möglich waren. Oder glaubst du, dass du dann immer noch für gleiche DM hättest arbeiten können? Dein Leben wäre in einer fiktiven, reformierten DDR ebenfalls erledigt gewesen.

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 19:04

Weil mich das Ganze damals eben nicht so interessierte. Bei dieser Wahl so Vortext Karnak, war da die Grenze schon offen?

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Re: 72 Jahre

Beitragvon Edelknabe » 14. Oktober 2021, 19:11

Jörg mit dem hier:

" Dein Leben wäre in einer fiktiven, reformierten DDR ebenfalls erledigt gewesen." Textauszug ende

Genau das glaube ich nicht weil, genau in dem Jahr den Handwerksmeister geschafft und Arbeit ohne Ende stand an. Und bitte, ich schrieb es schon, mir laufen immer diese Totschlagsargumente hinterher(in deinem letzten Text) Wäre nett die wegzulassen.

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