
. Wehe diese gegenstimmenden Abgeordneten brauchen mal selbst eine Niere... Denen wünsche ich 10 Jahre Wartezeit, wie es den meisten Betroffenen geht.
Mein Freund hat eine Lebendspende für seine nierenkranke Frau gegeben und ist dabei beinahe drauf gegangen. Das ist zwar nur sehr selten so, doch brauchte er 2 weiter Notoperationen und ist nun stark eingeschränkt. Das alles wäre bei besserer Regelung nie nötig gewesen.
Ich bin mehr als enttäuscht.
Die sogenannte erweiterte Entscheidungslösung sieht vor, dass alle Bürger
mindestens alle zehn Jahre beim Abholen eines Ausweises auf das Thema Organspende angesprochen werden.
Zudem sollen künftig Hausärzte dafür bezahlt werden, dass sie die Patienten beraten.
Die Menschen werden so öfter als bislang aktiv erinnert, über ihre Haltung zur Organspende nachzudenken - aber auf freiwilliger Basis. Ähnlich wie bei der alternativ vorgeschlagenen Widerspruchslösung ist auch bei der erweiterten Entscheidungslösung ein bundesweites Online-Register vorgesehen, aber eben nach umgekehrtem Prinzip: Als Spender wird nur verzeichnet, wer zugestimmt hat. https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 1bd2c962c8
HPA hat geschrieben:In Deutschland wartet ein nierenkranker Patient zwischen 1460 und 2920 Tage auf ein Spenderorgan
Eine 2.Zahl:
Von den hirntoten Patienten ,welche 2019 mögliche Spender gewesen wären, wurden von den Krankenhäusern nur 8,2% zur Transplantation gemeldet.
Und das oft einfach nur aus Kostengründen
Denen wünsche ich 10 Jahre Wartezeit, wie es den meisten Betroffenen geht.
Volker Zottmann hat geschrieben:Selbst wenn Euch der Anruf unerwartet im Urlaub trifft, ist er doch schöner als jeder Lottogewinn!
Ich wünsche Deiner Frau gute Erholung und dass die Niere ihr immer treu verbunden bleibt.
Bei meinem Freund habe ich gesehen, wie schlimm, mit 2 Notoperationen, es einem Lebensspender ergehen kann. Letztlich hat aber seine Frau nun auch schon viele Jahre dessen Niere , wenn auch mit weiteren gesundheitlichen Einschränkungen bei beiden.
Euch alles Gute.
Gruß Volker
![Wink [wink]](./images/smilies/wink.gif)
HPA hat geschrieben:Kein Problem. Dann sollen auch diejenigen ,welche selber Organspende ablehnen im Falle dessen, dass sie selber mal eins brauchen auch keins bekommen.
Das wäre zumindestens konsequent
Man kann nämlich ziemlich fix auf solch einer Liste landen. Eine Autoimmunerkrankung reicht da völlig aus.
OaZ hat geschrieben:HPA hat geschrieben:Kein Problem. Dann sollen auch diejenigen ,welche selber Organspende ablehnen im Falle dessen, dass sie selber mal eins brauchen auch keins bekommen.
Das wäre zumindestens konsequent
Man kann nämlich ziemlich fix auf solch einer Liste landen. Eine Autoimmunerkrankung reicht da völlig aus.
Die Äußerung ist zwar schon paar Tage alt, aber genau so sehe ich das auch. Nur Empfänger, die sich vorher selbst als potenzielle Spender haben registrieren lassen, sollen zum Organempfang berechtigt sein. Vielleicht sogar mit ner Sperre von 3-6 Monaten nach Einwilligung (ähnlich wie das bei Rechtsschutzversicherungen läuft).
OaZ hat geschrieben:Ich weiß, dass das GG eine sehr hohe demokratische Errungenschaft und ohne Frage schützenswert ist.
Verabschiedet wurde es vor mehr als 70 Jahren.
Verantwortlich Handelnde sollten sich bewusst sein, dass 70 Jahre später die eine oder andere Änderung erforderlich ist.
Wir leben nicht mehr in einer Welt von 1949.

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