Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon augenzeuge » 12. Juli 2019, 07:19

Merkur hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:Und wenn es der superduperste Geheimdienst gewesen wäre, welchem Herren haben sie gedient?


Das ist doch polemischer Quark, weil es sich ein solches Organ nun mal nicht aussuchen kann. Wem dient denn gerade die CIA?


Offiziell oder inoffiziell?
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon HPA » 12. Juli 2019, 07:22

Merkur hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:Und wenn es der superduperste Geheimdienst gewesen wäre, welchem Herren haben sie gedient?


Das ist doch polemischer Quark, weil es sich ein solches Organ nun mal nicht aussuchen kann. Wem dient denn gerade die CIA?


Nein, ist es nicht.

Die CIA dient mit Sicherheit nicht einer Partei welche für sich in Anspruch nimmt, Inhaber der alleinigen und unverrückbaren Wahrheit zu sein und diese gegen jede Opposition im Inneren mit diktatorischen Mitteln verteidigt
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Interessierter » 12. Juli 2019, 09:19

Merkur » 12. Jul 2019, 08:17

AkkuGK1 hat geschrieben:
Und wenn es der superduperste Geheimdienst gewesen wäre, welchem Herren haben sie gedient?



Das ist doch polemischer Quark, weil es sich ein solches Organ nun mal nicht aussuchen kann. Wem dient denn gerade die CIA?


Natürlich kann sich ein Geheimdienst nicht sein Regime aussuchen für den er tätig wird. Aber es gibt eben Geheimdienste in Demokratien und Diktaturen. Um das MfS dem Geheimdienst einer menschenverachtenden und verbrecherischen Diktatur geht es hier. Da du doch den Lesungen solcher rechtskräftig verurteilten Verbrecher gerne lauscht, dürfte das dir sicher nicht entgangen sein.

Wenn also ein Geheimdienst sich sein Regime nicht aussuchen konnte, so konnten aber in Teilen dessen Mitarbeiter sich ihren Geheimdienst aussuchen und das taten viele aus voller Überzeugung. Mit dieser " Überzeugung ", dass die Stasi doch ein toller, erfolgreicher und ganz normaler Geheimdienst war, geht der Rest " Ewig Gestriger " auch heute noch schwanger.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 12. Juli 2019, 09:31

Interessierter hat geschrieben:Natürlich kann sich ein Geheimdienst nicht sein Regime aussuchen für den er tätig wird.
Aber es gibt eben Geheimdienste in Demokratien und Diktaturen. Um das MfS dem Geheimdienst einer menschenverachtenden und verbrecherischen Diktatur geht es hier. Da du doch den Lesungen solcher rechtskräftig verurteilten Verbrecher gerne lauscht, dürfte das dir sicher nicht entgangen sein.


Sag ich ja.
Und natürlich gibt es Geheimdienste in Demokratien und Diktaturen. Wenn allerdings demokratische und parlamentarisch kontrollierte Geheimdienste Putsche inszenieren oder fadenscheinige Kriegsgründe (er-)finden bzw. bestimmte politische Gruppierungen steuern, macht es die Sache für mich nicht besser. Die Leidtragenden interessiert es nicht, ob sie Opfer eines Geheimdienstes der Diktatur oder der Demokratie wurden.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon HPA » 12. Juli 2019, 09:36

Ich kann mich nicht erinnern, dass die kleinen und großen Sauereien von Stasi, KGB und Co jemals zu tiefsten DDR Zeiten im Neuen Deutschland von kritischen Journalisten thematisiert wurden!
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 12. Juli 2019, 09:41

HPA hat geschrieben:Ich kann mich nicht erinnern, dass die kleinen und großen Sauereien von Stasi, KGB und Co jemals zu tiefsten DDR Zeiten im Neuen Deutschland von kritischen Journalisten thematisiert wurden!


Ich auch nicht, da sind wir schon zwei. Es hat mich damals aber auch noch nicht interessiert.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Sperrbrecher » 12. Juli 2019, 09:45

HPA hat geschrieben:Die CIA dient mit Sicherheit nicht einer Partei welche für sich in Anspruch nimmt, Inhaber der alleinigen und unverrückbaren Wahrheit zu sein und diese gegen jede Opposition im Inneren mit diktatorischen Mitteln verteidigt

Das MfS diente ausschließlich der SED, nicht dem Staat DDR. Nannte es sich doch
unmissverständlich "Schild und Schwert der Partei."
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Interessierter » 12. Juli 2019, 12:41

Es ist doch immer die gleiche Vorgehensweise. Wenn keine Argumente mehr vorhanden sind, dann kommt völlig hilflos immer wieder gleich einem Grundschüler: " Herr Lehrer, der XYZ hat das aber auch gemacht "!

Damit werden Straftaten und Verbrechen der Stasi aber nicht ungeschehen und die Toten nicht wieder lebendig.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 12. Juli 2019, 15:08

Was dem einen recht ist ist dem anderen billig. Von daher sehe ich das ganz entspannt. [hallo]
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon HPA » 12. Juli 2019, 15:54

Merkur hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:Ich kann mich nicht erinnern, dass die kleinen und großen Sauereien von Stasi, KGB und Co jemals zu tiefsten DDR Zeiten im Neuen Deutschland von kritischen Journalisten thematisiert wurden!


Ich auch nicht, da sind wir schon zwei. Es hat mich damals aber auch noch nicht interessiert.


Das tut es auch heute noch nicht.
HPA
 

Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 12. Juli 2019, 16:31

man kann sich aber als Mensch entscheiden, ob man solch einer Organisation angehören möchte, dies stand für mich nie als Möglichkeit.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 12. Juli 2019, 16:43

AkkuGK1 hat geschrieben:man kann sich aber als Mensch entscheiden, ob man solch einer Organisation angehören möchte, dies stand für mich nie als Möglichkeit.


Dafür hattest Du halt kein Problem damit Angehöriger der Grenztruppen der DDR zu werden. Andere hatten wiederum keine Bedenken Mitarbeiter des MfS zu werden. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon augenzeuge » 12. Juli 2019, 18:13

Merkur hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:man kann sich aber als Mensch entscheiden, ob man solch einer Organisation angehören möchte, dies stand für mich nie als Möglichkeit.


Dafür hattest Du halt kein Problem damit Angehöriger der Grenztruppen der DDR zu werden. Andere hatten wiederum keine Bedenken Mitarbeiter des MfS zu werden. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge.


Es ist alles eine Frage der Kenntnisse. Bei dem was du heute weißt, wärst du sicher nicht ins MfS freiwillig gegangen, oder?
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Nov65 » 12. Juli 2019, 18:36

Wenn ich ein Buch erwerbe oder ausleihe, habe ich vorher geprüft, ob es mich interessiert. Warum sollte ich deshalb ein Buch lesen, welches von den "Genossen" verfasst wurde, die Mitschuld an der Diktatur in der DDR tragen. Die Autoren haben in hohen MfS-Funktionen diese Diktatur nach außen abgesichert, andere "Genossen" haben Druck und Verfolgung nach innen ausgeübt; beide Gruppen gewissermaßen in Arbeitsteilung.
Ich sehe es diesen Autoren in ihrer Unverbesserlichkeit nach, dass sie heute ihre damaligen Erfolge feiern. Rückschau im Alter ist oft mit Verklärung verbunden. Ein Spruch im Volksmund sagt doch: Mit 60 war jeder mal Jugendmeister.
Aber dass die MfS-Aufklärung auch Erfolge feiern durfte, ist unbestritten. Wer dem Bundeskanzler einen Spion unterjubelt, hat Raffinesse bewiesen. Das reicht aber keineswegs, ihnen heute mit Bewunderung zu begegnen(siehe oben).
Jetzt mal zu meinen Erlebnissen: Ich kenne ehemalige NVA und MfS-Offiziere mit einem Diplom oder Doktortitel. Was sie so von sich geben, ist eine Schande für die Akademikerebene. Ganz sicher wurden selbstverständliche Wissensbereiche einer Akademikerausbildung vernachlässigt, die Absicherung des Regimes dagegen tiefgründig vermittelt.
Grüße von Andreas
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 12. Juli 2019, 18:47

augenzeuge hat geschrieben:Es ist alles eine Frage der Kenntnisse. Bei dem was du heute weißt, wärst du sicher nicht ins MfS freiwillig gegangen, oder?
AZ


Zu anderen Diensten übrigens auch nicht.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon augenzeuge » 12. Juli 2019, 18:51

Merkur hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Es ist alles eine Frage der Kenntnisse. Bei dem was du heute weißt, wärst du sicher nicht ins MfS freiwillig gegangen, oder?
AZ


Zu anderen Diensten übrigens auch nicht.


Kann ich verstehen. Wenn die was wollen, kommen sie eh selbst. [angst]
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Olaf Sch. » 13. Juli 2019, 06:03

Ich kann mich nicht erinnern, mich zu den GT der DDR gemeldet zu haben. Das wurde mir 14 Tage vor der Einberufung mitgeteilt.

Bei deiner Romantisierung der Stasi glaube ich schon, dass du Schild und Schwert getragen hättest, mit Andr.en Genossen voller Stolz
Olaf Sch.
 

Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 13. Juli 2019, 09:36

Merkur hat geschrieben:
AkkuGK1 hat geschrieben:man kann sich aber als Mensch entscheiden, ob man solch einer Organisation angehören möchte, dies stand für mich nie als Möglichkeit.


Dafür hattest Du halt kein Problem damit Angehöriger der Grenztruppen der DDR zu werden. Andere hatten wiederum keine Bedenken Mitarbeiter des MfS zu werden. Jeder hat seine eigene Sicht auf die Dinge.


Obwohl Akku schon antwortete:
Warum schreibst Du solchen Quatsch?
Einerseits schreibst Du Bücher, gibst teils nur in Wandlitz Gehörtes gläubig wieder und andererseits willst Du uns veräppeln?
Wehrpflichtige im Grundwehrdienst hatten keinerlei eigenen Einfluss darauf, wo sie eingesetzt werden. Wenn für Einen die Grenze bestimmt war, muste der anrücken. Wen hat man denn gefragt?

Gruß Volker
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2019, 09:43

wärst du sicher nicht ins MfS freiwillig gegangen, oder?


Übrigens, Merkur, weißt du, wie das die alten Herren, die manchmal Bücher über ihre Heldentaten schreiben, heute sehen?

Würden die den gleichen Fehler (den sie als solchen m.E. nicht erkennen) wiederholen? Worin sehen die den Kardinalfehler ihres Tuns selbst?

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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 13. Juli 2019, 09:56

Volker Zottmann hat geschrieben:Einerseits schreibst Du Bücher, gibst teils nur in Wandlitz Gehörtes gläubig wieder und andererseits willst Du uns veräppeln?
Wehrpflichtige im Grundwehrdienst hatten keinerlei eigenen Einfluss darauf, wo sie eingesetzt werden. Wenn für Einen die Grenze bestimmt war, muste der anrücken. Wen hat man denn gefragt?

Gruß Volker


Zum einen Volker, habe ich im Gegensatz zu Dir noch nie etwas geschrieben, was ich in wo auch immer gehört haben soll (ich beziehe mich immer auf konkrete Quellen) und zum anderen handelt es sich im genannten Fall eben nicht um einen Grundwehrdienstleistenden. [hallo]
Zuletzt geändert von Merkur am 13. Juli 2019, 10:03, insgesamt 1-mal geändert.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Nov65 » 13. Juli 2019, 10:03

Merkur hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Einerseits schreibst Du Bücher, gibst teils nur in Wandlitz Gehörtes gläubig wieder und andererseits willst Du uns veräppeln?
Wehrpflichtige im Grundwehrdienst hatten keinerlei eigenen Einfluss darauf, wo sie eingesetzt werden. Wenn für Einen die Grenze bestimmt war, muste der anrücken. Wen hat man denn gefragt?

Gruß Volker


Zum einen Volker, habe ich noch nie etwas geschrieben, was ich in Wandlitz gehört haben soll und zum anderen handelt es sich im konkreten Fall eben nicht um einen Grundwehrdienstleistenden. [hallo]

Das kann @AkkuGK1 sicherlich aufklären. In seinem letzten Post sprach er davon, nicht als GWDL zur Grenze eingezogen worden zu sein.
Egal: Eine NVA-Zeit mit den "Genossen" des MfS da oben gleichzusetzen ist etwas abseits.
Grüße von Andreas
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon karnak » 13. Juli 2019, 10:23

Ich kann es nur wieder mal anmerken, bis ziemlich kurz vor der Wende hatte das MfS bei Weitem nicht diesen schlechten Ruf . Die Leute die wirklich unangenehme Erfahrungen mit der Firma gemacht haben war im Vergleich zu der Gesamtbevölkerung gering. Diese angebliche Angst und vielleicht auch der Hass in einem relevanten Teil der Bevölkerung war einfach nicht vorhanden . Wer kennt denn eigentlich heute jemanden vom VS oder geschweige denn vom BND?
Ein Otto Normalo konnte sich überhaupt nicht vorstellen, dass man über ihn und sein unwichtiges Leben etwas wie eine Akte angelegt haben könnte.
Man soll doch nun nicht so tun als hätten 90 % der DDR Bürger in Opposition zum Staat gestanden. Und man sollte auch realisieren, dass es viele gab die sich durchaus mit diesem Staat identifizierten. Was sollten denn die nun für ein Problem damit haben im MfS Dienst zu tun? Dort wurde ja auch nicht propagiert, wir wollen das Volk möglichst flächendeckend unterdrücken. Man war davon überzeugt, man beschäftigt sich mit Leuten die dem Staat den man diente Schaden zufügen wollen und zwar in einer breitgefächerten Bandbreite. So gut wie kein Mitarbeiter hatte nur in etwa einen Überblick in welche Dimensionen sich das Ganze entwickelt hatte. Ich nehme so schnell keinen ab, dass er der Verlockung zu einer vermeintlich elitären Gruppe zu gehören widerstanden hätte, eine gewisse Grundhaltung natürlich logisch vorausgesetzt. Ein Anhänger der Antifa wird auch nicht für den VS zu begeistern sein.
Und ich rede jetzt nicht von einem IM sondern von einem hauptamtlichen Mitarbeiter.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2019, 10:39

karnak hat geschrieben:Ich nehme so schnell keinen ab, dass er der Verlockung zu einer vermeintlich elitären Gruppe zu gehören widerstanden hätte, eine gewisse Grundhaltung natürlich logisch vorausgesetzt.


Eben. Die hatten die Wenigsten. Weil man in den letzten 10 Jahren der DDR erkannte, dass es abwärts geht, dass die Ideologie nicht stimmte.
Und mir darfst du es abnehmen. [wink]

Das wahre Denken (und der aufrechte Gang) vieler Leute kam natürlich erst dann heraus, als man sich nicht mehr bedroht fühlte. Wäre eine fundamentierte Grundhaltung vorhanden gewesen, wäre man nicht innerhalb kurzer Zeit davon abgewichen.

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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon karnak » 13. Juli 2019, 10:43

Wer fühlte sich denn in diesem Land " bedroht " und dann noch vom MfS, doch wohl auch nur eine absolute Minderheit.
Wie wird sich denn so ein VS Mann fühlen wenn er als V -Mann Führer in der rechten Szene der Bundesrepublik wenigstens erahnt, dass es da ein zumindest merkwürdiges Gebaren " seines Organs" gibt?
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon augenzeuge » 13. Juli 2019, 10:45

karnak hat geschrieben:Wer fühlte sich denn in diesem Land " bedroht " und dann noch vom MfS, doch wohl auch nur eine absolute Minderheit.

Man wusste genau, was man sagen konnte, was nicht. Wirklich bedroht fühlte sich kaum einer, das ist richtig. Nicht mal ich. [grins]

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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon karnak » 13. Juli 2019, 10:51

Ja mein Gott, ist schon was dran, aber auch das wurde über die Zeit immer weniger heiß gegessen als es gekocht wurde, so richtig um den Schlaf gebracht hat das auch immer weniger.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Interessierter » 13. Juli 2019, 12:12

karnak » 13. Jul 2019, 11:23
Ich kann es nur wieder mal anmerken, bis ziemlich kurz vor der Wende hatte das MfS bei Weitem nicht diesen schlechten Ruf . Die Leute die wirklich unangenehme Erfahrungen mit der Firma gemacht haben war im Vergleich zu der Gesamtbevölkerung gering. Diese angebliche Angst und vielleicht auch der Hass in einem relevanten Teil der Bevölkerung war einfach nicht vorhanden . Wer kennt denn eigentlich heute jemanden vom VS oder geschweige denn vom BND?


Angst und Hass waren nicht vorhanden? Und warum wagten die Menschen nicht in der Öffentlichkeit laut und deutlich ihre andere Meinung zur Politik und zum Gebaren dieser SED - Diktatur zu sagen? Willst du uns etwas weismachen, dass die Bürger nicht wussten, dass sie dann evtl. unter fadenscheinigen Begründungen ins Gefängnis geworfen wurden, dass sie nicht zum Studium zugelassen wurden oder ihren Beruf verloren, um als Asozialer abgestempelt zu werden?

Glaubst du eigentlich den Stuss ( dein Lieblingswort ) den du hier auch nach 30 Jahren noch verbreitest?
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Merkur » 13. Juli 2019, 13:43

Interessierter hat geschrieben:Angst und Hass waren nicht vorhanden?


In großen Teilen der Bevölkerung ganz sicher nicht. Da ist nach 1990 viel inszeniert worden, vor allem medial, was bis dahin nicht vorhanden war. Und Du bist das beste Beispiel eines dankbaren aber letztlich realitätsfernen Abnehmers.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon karnak » 13. Juli 2019, 13:53

[grin] Das klingt schon alles gruselig, aber es ist eben nicht zu ändern, Du weißt von den Realitäten in diesem Land in Wahrheit nichts . Kannst schon gar nicht, besser bist nicht Willens, die Veränderungen in dieser Hinsicht die sich in diesem Land über einen Zeitraum von 40 Jahren vollzogen hat werten. Ich, als 59 geborener , habe diese Angst vor Deiner Schreckensherrschaft nie irgendwo gespürt, beobachtet, geschweige denn erfahren und ich war nicht die ganze Zeit bei der Stasi, bevor man mit diesem Quatsch kommt. Und ich wurde auch nie und von irgend jemanden geschnitten oder gemieden, als Offizier der Grenztruppen, was ja mein äußeres Erscheinungsbild war.
Man war zutiefst unzufrieden mit den Lebensumständen, der ständigen Rennerrei nach allen Möglichen, den Beschränkungen in der Freiheit zu reisen, natürlich. Aber das ist etwas Anderes als dieses ständige Schreckensszenario , dass es da gegeben haben soll, dass irgendwelche Knallkörper pausenlos an die Wand malen und das jemand wie Du so gierig aufsaugt. Und so war eben diese Unzufriedenheit mit den Lebensumständen der eigentliche und letztliche Auslöser und die Bereitschaft sich an dem zu beteiligen was man heute friedliche Revolution nennt, dass Erkennen und die Hoffnung auf die einzige Chance sich auf " sicheres Gebiet" zu retten, der Beitritt zur Bundesrepublik mit allen was man sich davon erhoffte und was man davon erwartete. Ohne diese Art von Erkenntnis und Hoffnung hätten die " Initiatoren " dieser friedlichen Revolution keine 100 Leute auf den Ring in Leipzig gebracht.
Ironie der Geschichte, für einen wie mich ist die Rechnung aufgefangen, unteranderem auch deswegen weil mir von Anfang an klar war was ich vom Kapitalismus erwarten kann und was nicht und was ich dafür geben muss. Für Andere war es schwieriger und oder sie hatten weniger Glück, einer der Gründe warum es 30 Jahre danach auf einmal die Klapperköppe von der AfD gibt, es braucht wohl eine Zeit bis so eine Krankheit unbehandelt ausbricht, und es scheint eine Initialzündung zu brauchen, diesmal war es der Bevorstehende Untergang des Abendlandes der zur friedlichen Revolution treibt.
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Re: Und ewig schreibt die Stasi Autogramme

Neuer Beitragvon Interessierter » 13. Juli 2019, 15:13

Zitat Merkur:
Und Du bist das beste Beispiel eines dankbaren aber letztlich realitätsfernen Abnehmers.


Einfach köstlich, was du meinst hier über mich vermitteln zu können... [grins]

Meine " realitätsfernen " Ansichten und Kenntnisse sind beispielsweise die Ergebnisse von namhaften Wissenschaftlern, Historikern und Berichten von Zeitzeugen, die ich mir nach der Wende in unzähligen Stunden erarbeiten konnte.


Deine Kenntnisse aus Buchlesungen rechtskräftig verurteilter Totschläger kann ich allerdings und gottseidank nicht vorweisen.Deine Sichtweise ist übrigens genauso subjektiv wie auch meine. Im Gegensatz zu dir versuche ich jedoch nicht, sie als objektiv hinzustellen.

Mein Fazit und übrigens auch das der meisten Staaten unseres Planeten bleibt aber ingesamt:

" Diese DDR mit ihrer SED - Diktatur war ein menschenverachtendes und verbrecherisches Regime deren freiwillige Diener in den bewaffneten Organen sich in Teilen direkt oder indirekt mitschuldig gemacht haben."

Wenn heute genau diese Menschen als Diener dieses Unrechtsstaates sich heute hinstellen und versuchen Fakten schönzureden, in dem sie beispielsweise die Tätig der VP versuchen zu reduzieren auf normale Tätigkeiten der Polizei in demokratischen Staaten, dann ist genau das realitätsfern und außerdem mehr als peinlich.

Daher, so finde ich, demonstrierst du doch, sehr häufig deine Realitätsferne.

[denken]
Interessierter
 

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