Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 11:51

SkinnyTrucky hat geschrieben:Kristian, wie erklärst du dir die Zeitspanne zwischen dem Verlassen der Stammkneipe und dem Unfall....laut dem Wirt war er nicht sturzbettunken aber eine Stunde beim Unfall dann später schon.... [denken]

Entweder deine Exkollegen haben nicht gut genug aufgepasst oder.....

....naja, schon komisch das für die Zeit keine Aufzeichnungen mehr da sind und sich keiner der konspirativen Beschatter einfindet, der die Vermutungen entlasten kann....so bleiben natürlich die Vermutungen bestehen....

....aber vielleicht ist ja noch wat in den Schnipselsäcken....


groetjes

Mara

Du meinst jetzt diese " Aufzeichnungen " ? Du glaubst doch nicht wirklich, dass es sowas wie ein zeitlich lückenloses Observationsprotokoll über ewige Zeiträume zu dem Mann gibt, im Schichtbetrieb von den 20 Leuten erstellt?
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 12:07

Karnak, du wirst dich wundern, nicht nur von ihm. Das MfS hat es sogar mit großen Aufwand geschafft, dass seine Frau von ihm über Dritte jahrelang nichts erfuhr. Denn E. wollte seine Frau nachholen. Mittels Diplomatenfahrzeug. Selbst die Kontaktleute dieser Aktion erkannten, dass sie an die Frau nicht rankamen. Das MfS war letztlich so erfolgreich, dass sie die einsame Lage der Frau, gestreut mit fiesen Fehlinfos, wunderbar ausnutzen konnten. Sie heiratete einen IM, der sie 24h lang überwachte.

Ich bedaure sehr, dass die wichtigsten Akten vernichtet wurden, mit ihnen würde manche Meinung zusammen brechen. Aber vielleicht würdest du das, was im Fall E. alles getan wurde, immer noch nicht glauben. [flash]

Die Story des selbstmörderischen Betrunkenen kannst du mit 100%iger Sicherheit vergessen.
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 12:30

Ich wundere mich wenn die Anlässe dafür gekommen sind. [flash] Bis dahin wundere ich mich über ein paar andere Umstände. [flash]
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 12:53

SkinnyTrucky hat geschrieben:
karnak hat geschrieben: Nach heutigen Zeitgeist wertet das die eigene Biografie natürlich ungeheuer auf. [flash]


Nur hat derjenige ja nur nichts mehr davon....


In dem Fall er nicht, in anderen Fällen immer wieder, aber die Verschwörungstheoretiker werten in dem Fall mit sowas ihre Thesen entsprechend auf. Und das eben in der von mir benannten Form der Hebung jedes einzelnen IM der irgendwann mal einen Kontakt in Form einer Niederschrift formuliert hat in die Rolle eines " Angesetzten ". Das ist nun mal so nicht stimmig.
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 3. April 2019, 13:01

Ob Dir wohl Herr Wolfgang Welsch beipflichten würde? [ich auch]

Auf Musiker samt ihrem Umfeld, die absolut nichts verbrochen hatten, außer unmissverständlich deutsch zu singen, wurden schon nachweislich 27 IM gleichzeitig angesetzt.
Warum sollten wir heute glauben, dass alles normal abgelaufen ist, wenn der irre oberste Dienstherr schon an jeder Ecke Verschwörer roch....

Gruß Volker
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 13:34

Ist das der Lockenkopf mit der runtergefallenen Pfeife [flash] , der Mann der alles konnte, ein James Bond der Superlative, Ich war Staatsfeind Nummer 1 nennt er sich doch wohl ganz bescheiden in einem seiner Bücher. [flash]Zu 10 Jahre im Stasi Knast verurteilt , unter anderem im " Eisraum" der Stasi, danach bei der DEFA arbeiten, heimlich einen DDR kritischen Film drehen, dann doch in den Westen und nebenbei dort noch ein bisschen Fluchthelfer, mal locker über 200 Leute ausgeschleust, nach eigenen Angaben und auch nur diesen , natürlich nur Wissenschaftler und Leute mit deren Auschleusung er nach eigenen Aussagen der DDR möglichst viel Schaden zufügen konnte. Wenn das alles stimmt, ich möchte aber nicht den Wahrheitsgehalt einer derartig atemberaubenden " Karriere " überprüfen können, natürlich eine ganz andere Nummer als ein Mittelklasse Fußballspieler mit scheinbaren Ego Problemen, da würde ich schon nachvollziehen können, dass der Mielke, Erich sauer geworden ist.
Aber brauchen wir nicht weiter reden , ich halte diesen Menschen in großen Teilen seiner Wahnsinns Biographie für einen maßlosen Aufschneider. Trotz seiner berauschenden Verdienste im Kampf gegen die DDR Diktatur hat er es noch nicht mal zum Bundesverdienstkreuz gebracht und so eine Nummer hätte es doch nun wirklich verdient [flash] , aber da ist wohl auch die Bundesregierung etwas skeptisch.
Und gesungen hat der auch noch, oder gab es noch andere Welsche im Widerstand?
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Dr. 213 » 3. April 2019, 14:37

Volker Zottmann hat geschrieben:Ob Dir wohl Herr Wolfgang Welsch beipflichten würde? [ich auch]

Auf Musiker samt ihrem Umfeld, die absolut nichts verbrochen hatten, außer unmissverständlich deutsch zu singen, wurden schon nachweislich 27 IM gleichzeitig angesetzt.
Warum sollten wir heute glauben, dass alles normal abgelaufen ist, wenn der irre oberste Dienstherr schon an jeder Ecke Verschwörer roch....

Gruß Volker


Einfach nur hochrechnen:

Für SED- feindliche Außerungen in den 50er Jahren Knast.
Schauprozesse vor der blutigen Hilde mit Einwegbahnfahrkarte zur Abdeckerei im Moskauer Keller der Freunde.

Bei hartnäckig gefordertem Antrag auf Ausreise in den Westen drohte beruflicher Abstieg und Studierverbot für die Kinder.

Für unkonventionelles Reisen im Kofferraum 2 Jahre Knast wie für einen echten Schwerverbrecher.

Fluchthelfer wie Wolfgang Welsch erwartete Erschießen, Zerfetzen mit Sprengsätzen, oder schlicht Vergiftung mit Frau und Kind.

Für geplanten Übertritt als MfS- Mitarbeiter der unerwartete Schuss in den Hinterkopf.

Und irgendwo in der Skala ist dann Lutz Eigendorf auch zu finden.
Mielke verkündete ja, wie mit "Schurken" zu verfahren ist.

Die abwertenden Betrachtungen zu Wolfgang Welsch finde ich zum ko....
Herr Welsch neigt zwar gelegentlich zum Ausschmücken oder es wirkt nur so.
Aber das liegt wahrscheinlich daran, das bei so einem Thema eigene gemachte Erfahrungen fehlen.
Das kann ja auch gar nicht anders sein weil einen Fluchthelfer kann nicht gerade Jedermann in der eigenen Biografie vorweisen.
Ich selbst würde mir meine eigene Fluchtgeschichte als Leser wahrscheinlich auch nicht glauben.

Wolfgang Welsch ist das Referenzbeispiel für geplanten Stasimord schlechthin. Natürlich strotzt dieser Fall von Unglaublichkeiten.
So finde ich seine Aussagen zu der damals verwendeten Sprachverschleierung mit den Scramblern etwas unglücklich.
Er ist der Meinung, selbst für heutige Geheimdienste wäre es unknackbar, doch da irrt Herr Welsch (wohl unbeabsichtigt) leider.
Sprachzerhackte Gespräche der damaligen Technik setzt ein heutiger Computer mit Leichtigkeit wieder passend zusammen.

Das Thema Welsch ist interessant aber passt nicht wirklich zu Stasi und geflohenen Sportlern.
Man findet aber bei Interesse genug Material über Wolfgang Welsch und den Vorgang "Skorpion" .
Bei der Wahl iherer Decknamen waren die Stasis übrigens viel zu tölpelhaft und das erleichtert heute auch die Entschlüsselung der Akten.

Aber ich verstehe den Verkleideten ja durchaus.
Fluchthelfer waren ja für GÜST- Mitarbeiter sowas wie der Leibhaftige persönlich. Scheinbar kann man dieses Feindbild nicht loswerden.
Was soll man machen, wenn einem über Jahre mit überdosiertem Rotlicht die Synapsen falsch zusammen gelötet wurden.

Herzlichst
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 14:46

[grin] Kannste natürlich zum K... finden und Du kannst auch gerne glauben was Du willst, aber ich muss mich auch nicht verklappsen lassen dürfen. [hallo] Um es kürzer auszudrücken, für mich hat der Mann schlichtweg ein Ei auf dem Kopp. [flash]
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Dr. 213 » 3. April 2019, 14:59

Das größere Ei hatten aber deine Kollegen im Kopf, die einfach mal so eine Familie auslöschen wollten.

Wolfgang Welsch wurde in der DDR jahrelang im Gefängnis gequält, nicht für klassische Kriminalität sondern nur für Opposition.
Kein Wunder das er zum Staatsfeind wurde. Darum teilt er auch gegen SED und Stasi so heftig aus, und das darf er auch.

Herzlichst
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 15:13

Fluchthelfer waren ja für GÜST- Mitarbeiter sowas wie der Leibhaftige persönlich.


[laugh] Das bekommt man vermutlich nie mehr richtig los. Wahnsinn..... [angst]

Eigendorf galt als Beckenbauer des Ostens....von wegen Mittelklasse.....
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 15:20

[grin] Wenn ich nun nicht jahrelang mit der Fluchthilfe befasst gewesen wäre. Die bösen Buben waren namentlich immer Thema bei der Stasi, der Name Mierendorff fällt mir da ein, damals mit dem Zusatz Bande versehen. Eine Welsch Bande ist mir allerdings nie untergekommen und das bei über 200 gelungenen Fluchthilfen, da mache ich mir schon so meine Gedanken über die Bedeutung dieses Mannes in damaliger Zeit. [hallo]
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 15:23

augenzeuge hat geschrieben:
Fluchthelfer waren ja für GÜST- Mitarbeiter sowas wie der Leibhaftige persönlich.


[laugh] Das bekommt man vermutlich nie mehr richtig los. Wahnsinn..... [angst]

Eigendorf galt als Beckenbauer des Ostens....von wegen Mittelklasse.....
AZ

Nur eben im Westen offensichtlich nicht mehr, und das macht es für einen überdurchschnittlich ehrgeizigen Menschen ,der man als Leistungssportler sein muss, schwierig.
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon SkinnyTrucky » 3. April 2019, 15:31

karnak hat geschrieben:Bis dahin wundere ich mich über ein paar andere Umstände.


Andere Umstände.... [denken]

....ist die Heidi in anderen Umständen oder was.... [shocked]

Wenn du dich darüber wunderst, dann hast du das Schiff und sie wohl nicht lückenlos überwacht.... [flash]



groetjes

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 3. April 2019, 15:39

[flash] Über Schwangerschaften brauchen wir uns nun wirklich keine Gedanken mehr machen, eher um den sinnvollen Einsatz von Viagra, Prostafink und Thai Ginseng. [hallo]
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 3. April 2019, 18:12

augenzeuge hat geschrieben:Wenn man mal die Stasi hier weglässt, man so tut, als ob der Sachverhalt heute passiert wäre, mit allen Indizien einen Ablauf rekonstruieren würde, was würde man da denken?

Noch mal zu den 2,2 Promille. Wieviel Bier, er hatte nichts anderes getrunken, muss man da zu sich nehmen?
Und wenn man erkennen kann, dass er das nie getrunken haben kann.....was glaubt man da? Karnak würde sicher sagen, der war schon betrunken in die Kneipe gekommen. [flash]

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Das Problem hättest du mit jedem 'Promillerechner' im Internet lösen können!
Herr Eigendorf war 1,82 Meter groß und wog 78 Kilo, diese Angaben findest du im Netz.
Bei einer Trinkzeit von 2 Stunden reichen 9 Bier; 0,5 Liter, 4,8% Vol. um 2,22 ‰ zu erreichen .......

Er stieg also Volltrunkend und fahruntüchtig in sein Auto ......

Hat den der Wirt aus der letzten Kneipe angegeben wie viel Biere er getrunken hat an diesem Abend? Oder wenn er in der Vergangenheit dort zu Gast war wie viel er für gewöhnlich konsumierte?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 18:21

Du machst Spaß. Ich wollte das gar nicht selbst errechnen..... [hallo]

9 Bier??? Siehst du, hatte er nie. Nach Aussagen von Zeugen hatte er nie mehr als 3 Bier getrunken, maximal, eher weniger. Sorry, ich wusste das schon vorher.

Nach Aussagen von Zeugen ist er nicht "volltrunken" ins Auto gestiegen. Wie HPA schon schrieb, man hätte ihn bei 2,2, eher noch mehr, wegen der Verwässerung am Unfallort....also 2,5 (das wären dann locker 12 Bier!!!)....reinsetzen müssen.

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 18:25

Noch ne Überlegung. Wenn sich jemand wie E. 10-12 Bier relativ schnell reinkippt, fällt der auf, wenn er das 10., 11. 12. bestellt? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich der Wirt, die Servicekraft und andere Gäste daran erinnern?

Wer mal in einer Kneipe war, weiß das.

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 3. April 2019, 18:47

augenzeuge hat geschrieben:Noch ne Überlegung. Wenn sich jemand wie E. 10-12 Bier relativ schnell reinkippt, fällt der auf, wenn er das 10., 11. 12. bestellt? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich der Wirt, die Servicekraft und andere Gäste daran erinnern?

Wer mal in einer Kneipe war, weiß das.

AZ


Dir haftet wohl noch DDR "Trinkverhalten" an?
Da war es üblich den einmal erkämpften Platz in einer Bierkneipe erst zu verlassen wenn man genug hatte.
Im Westen, vor 1989, lernte ich das Kneipen-Hopping kennen ; rein in die Kneipe, ein Bier, zahlen, raus und rein in die Nächste ....., und das alles mit Auto ........

Und wer sagt denn das er es nicht auch praktizierte?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 19:03

Nostalgiker hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Noch ne Überlegung. Wenn sich jemand wie E. 10-12 Bier relativ schnell reinkippt, fällt der auf, wenn er das 10., 11. 12. bestellt? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich der Wirt, die Servicekraft und andere Gäste daran erinnern?

Wer mal in einer Kneipe war, weiß das.

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Dir haftet wohl noch DDR "Trinkverhalten" an?
Da war es üblich den einmal erkämpften Platz in einer Bierkneipe erst zu verlassen wenn man genug hatte.
Im Westen, vor 1989, lernte ich das Kneipen-Hopping kennen ; rein in die Kneipe, ein Bier, zahlen, raus und rein in die Nächste ....., und das alles mit Auto ........

Und wer sagt denn das er es nicht auch praktizierte?


Dein sogenanntes DDR Trinkverhalten kenne ich nicht. Ich musste auch in der DDR nie um einen Kneipenplatz kämpfen.
Und die Antwort auf deine letzte Frage: Alle die ihn kannten sagen das. Es gab nicht einen Tag in seinem West-Leben, wo E. diesbezüglich aufgefallen war.

Am Abend hatte er sich noch mit seinem Fluglehrer getroffen. Er besprach dort seinen bevorstehenden Alleinflug am kommenden Tag. Und da trinkt er sich einen vor die Binde???
Bis 22 Uhr hatte E. 2 Bier getrunken. 1 Stunde später war der Unfall. Bitte sag mir, ob er in 45min 10 Bier getrunken haben kann.....oder hat er sich ne ganze Flasche Schnaps in der Zeit reingekippt?? Etwas, was er noch nie getan hatte!

Und noch ein Indiz. Er war nicht angeschnallt. Auch das passierte bei ihm sonst nie.....

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 3. April 2019, 19:11

eine Flasche Schnaps, 750 ml, 40% Vol. in 45 Min = 3,47 ‰

---------------------------

Wenn ihn angeblich 40 grüne Männeken rund um die Uhr, und das Monatelang, observierten, dann hätte ihnen der Umstand auffallen sollen das er "kaum" Alkohol trank.
Dann wäre den 40 grünen Männekins doch bestimmt was anderes eingefallen als ausgerechnet ein Autounfall durch Volltrunkenheit ......
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon andr.k » 3. April 2019, 21:07

augenzeuge hat geschrieben:
Beethoven hat geschrieben:Lieber AZ,

glaubst Du Deinen Quellen? Das ehrt Dich oder eben auch nicht.

Ein "Killerteam" von 40 Mann für einen geflohenen Fußballer. Das glaubst Du? Ich nicht.


Freundlichst


Nun, Beethoven, es ist erwiesen, dass diese Zahl von Leuten Eigendorf bearbeitet hat.
Du solltest dein Bild über das MfS überdenken. Der Jörg Berger, auch Fußballer, zur ähnlichen Zeit wie E. abgehauen, konnte die Angriffe auf sein Leben laut MfS Akte nachvollziehen.
Es nützt nichts, das schönzureden. Es war so.

Aber deine Argumentation schwimmt auch. Erst lachst du darüber, dann sagst du, welcher Dienst hatte einen Heiligenschein. Na immerhin näherst du dich der Wahrheit an.

AZ


Wurden die DDR Sportler N. Nachtweih, J. Pahl, F. Götz, A. Kruse oder D. Schlegel auch von IM’s "überwacht"?

Wenn ja, dann war ja schon die halbe DDR schon im Westen. [denken]
Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.

Schlaue Menschen diskutieren über Ideen. Durchschnittliche Menschen diskutieren über Ereignisse. Dumme Menschen reden über andere.
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 21:14

Nostalgiker, denk doch mal nach. Willst du die Hinweise nicht sehen? Er freut sich auf den ersten Alleinflug. Und in der Situation, als alles geklärt ist, trinkt er ne Flasche Schnaps in kurzer Zeit? Hast du das mal bei jemandem erlebt? Das geht gar nicht.

Du musst zugeben, die Hinweise, Abläufe passen nicht.

Die oben gemachte Beschreibung passt dagegen perfekt.

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 3. April 2019, 21:28

AZ, glaubst Du etwa an seine Einsicht?

Nichts wird er zugeben! Letzlich warst Du da schon im Westen und Nostalgiker hatte da in der DDR noch sein Berufsverbot, war aber öfters zu Kneipenbummeln im Westen... Rein, raus, rein, weitersaufen, weiterfahren...
Ich glaube ihm jedes Wort!

Mal ganz was Anderes:
Was macht eigentlich jemand der observiert, wenn das Zielobjekt die nächste Kneipe besucht?

Die Gedanken sind frei! Meine auch!

Gruß Volker
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 3. April 2019, 21:49

Volker Zottmann hat geschrieben:AZ, glaubst Du etwa an seine Einsicht?
Gruß Volker


Ich weiß nicht, ob Nostalgiker Einsicht zeigen würde. Vermutlich nicht hier. Er denkt anders, als er es hier vorgibt, da bin ich sicher. Leider haben manche eine virtuelle Blockade [grins] die es ihnen nicht erlaubt, hier Ursachen in der MfS Arbeit zu sehen. Man kann das wunderbar nachverfolgen, wie sich die Meinung einiger vom Anfang bis Ende dreht, je mehr Fakten am Meinungsbild sägen.

Man hat damals auf Seiten der Ermittler unglaubliche Fehler gemacht. Das steht außer Frage. Beweisen kann man den Fall nicht, es sei denn, einer hat die Beweise der Akten noch.

Nun hab ich mich etwas stärker mit dem Fall beschäftigt, weiß mehr als man bei wiki lesen kann, und wenn man wirklich alles bewertet, dann wird heute ein Fachmann der Kripo zumindest stutzig und wird Zusammenhänge auf logischen Ablauf prüfen. Das weiß ich aus meinem Job. Da kommt es gar nicht selten vor, dass man zu 90% weiß, wie es abgelaufen ist, aber der Beweis am Ende leider fehlt.

Noch ein Indiz. Das Verblitzen(wenn es passierte) geschah exakt an einer Stelle, wo es in der Vergangenheit bei schlechten Wetter schon Tote gegeben hatte. Das war bekannt. Also die beste Stelle auf einer häufig benutzten Fahrstrecke.

Ich geh sogar davon aus, der der Tod durch das MfS gar nicht unbedingt das Ziel war. Wenn E. als Fußballer nicht mehr spielte, war das Ziel erreicht.

Noch ein Indiz: E. hätte die geplante Flugstunde am Folgetag mit Alkohol im Blut nie antreten können. Warum gab er sich dann so viel Planungs-Mühe, um sie gut zu absolvieren?

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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon Merkur » 4. April 2019, 03:58

augenzeuge hat geschrieben:Nun hab ich mich etwas stärker mit dem Fall beschäftigt, weiß mehr als man bei wiki lesen kann
AZ


Das ist grundsätzlich gut. Doch auf welcher Basis gründen sich Deine Erkenntnisse? Hast Du Dich mal mit Primärquellen beschäftigt oder argumentierst Du auf der Grundlage dessen, was Andere bereit waren Dich wissen zu lassen. Das wäre mir zu wenig, um objektiv einen solchen Fall zu bewerten.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
Merkur
 
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon augenzeuge » 4. April 2019, 06:40

Merkur, ich würde gerne mehr wissen. Ohne Frage, ich weiß nur das was man aus den Akten gelesen hat. Es wird allerdings unterschiedlich interpretiert.

AZ
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon HPA » 4. April 2019, 07:38

Welche Akten? Die ,welche man durch den Schornstein gejagt hat? [flash]

Ich muss AZ beipflichten. Die Geschichte stinkt.

Und da wiederhole ich mich: Keiner der nicht an Alkohol gewöhnt ist und das ist in diversen Werten im Blut und Urin nachweisbar (!) fährt mit 2,5 + Promille im Blut noch Auto.
Und wenn er ein Alkoholproblem gehabt hätte, wäre das bei der fliegerärztlichen Untersuchung definitiv aufgefallen! Die Überprüfung entsprechender Marker gehörte schon damals zur Routine da Alkoholmißbrauch ein absolutes Untauglichkeitskriterium darstellt ( kann man in den alten Versionen der LuftVZO nachlesen) Noch dazu, wenn er noch Flugschüler war(?) seine Erstuntersuchung (welche noch umfangreicher ist und war) nicht lange zurück liegen konnte!

Man muss über einen längeren Zeitraum, da redet man durchaus von Jahren ,an solche Mengen gewöhnt sein um mit solch eine Spiegel überhaupt noch fahren zu können!
HPA
 

Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 4. April 2019, 07:55

Volker Zottmann hat geschrieben:Was macht eigentlich jemand der observiert, wenn das Zielobjekt die nächste Kneipe besucht?

Die Gedanken sind frei! Meine auch!

Gruß Volker

[flash] Einer geht rein, die anderen Beiden warten vor der Tür, so würde ich es machen.
Ansonsten, ohne Frage hat man sich für ihn in den 4 Jahren im Westen interessiert, hat alles mögliche in die Akte geschrieben was man über ihn in Erfahrung bringen konnte, so machen das nun mal Aktenfüller. Man wird festgestellt haben, dass er in keiner Weise gegen die DDR agiert hat, mit Sicherheit die Sorge die im Raum stand und um die es vordergründig ging und nicht um die Befriedigung irgendwelcher Rachegelüste wie man sich das kindischerweise als Stasi Hobbyaufklärer vorstellt. Dazu hätte man nicht 4 Jahre warten müssen. Und es ist ebenfalls eine kindische Vorstellung selbiger Aufklärer, weil es nun diese Akte gibt ,da sind 4 Jahre lang Tag und Nacht ein paar Typen hinter ihm hergelatscht. Und solcher Mist wird nun auch noch einer Öffentlichkeit als Ergebnis einer Wahrheitsfindung verkauft.
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon karnak » 4. April 2019, 08:04

HPA hat geschrieben:Welche Akten? Die ,welche man durch den Schornstein gejagt hat? [flash]

Ich muss AZ beipflichten. Die Geschichte stinkt.

Und da wiederhole ich mich: Keiner der nicht an Alkohol gewöhnt ist und das ist in diversen Werten im Blut und Urin nachweisbar (!) fährt mit 2,5 + Promille im Blut noch Auto.
Und wenn er ein Alkoholproblem gehabt hätte, wäre das bei der fliegerärztlichen Untersuchung definitiv aufgefallen! Die Überprüfung entsprechender Marker gehörte schon damals zur Routine da Alkoholmißbrauch ein absolutes Untauglichkeitskriterium darstellt ( kann man in den alten Versionen der LuftVZO nachlesen) Noch dazu, wenn er noch Flugschüler war(?) seine Erstuntersuchung (welche noch umfangreicher ist und war) nicht lange zurück liegen konnte!

Man muss über einen längeren Zeitraum, da redet man durchaus von Jahren ,an solche Mengen gewöhnt sein um mit solch eine Spiegel überhaupt noch fahren zu können!

Und wie erklärst Du Dir dann, dass einige seiner Spielerkollegen von einem auffälligen Alkoholkonsum in letzter Zeit berichten, sein Trainer ihn deswegen ermahnt hat? Ich denke wenn man medzinisch ein akutes Alkoholproblem feststellen will muss man schon eine Weile saufen bis die Leber was anzeigt, ein relativ kurzfristiges über den Durst trinken steckt ein gesunder Organismus schon mal weg. Und natürlich kann man besoffen hinter ein Lenkrad klettern, man fährt nur erheblich schlechter als einer der schon lange an der Nadel hängt, der fährt eher schlechter wenn er nicht seinen Pegel hat. [flash]
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Re: Killer-Teams der Stasi bewachten DDR-Sportler

Neuer Beitragvon HPA » 4. April 2019, 08:14

Ich denke wenn man medzinisch ein akutes Alkoholproblem feststellen will muss man schon eine Weile saufen bis die Leber was anzeigt, ein relativ kurzfristiges über den Durst trinken steckt ein gesunder Organismus schon mal weg.


Nur das ein relativ kurzfristiges "über den Durst trinken" nun mal nicht dazu führt dass Du so an Alkohol gewöhnt bist, dass du mit 2, 5 Promille noch Auto fährst!

Merkst du nun,wo die Sache stinkt?

Ein akutes Alkoholproblem kann also nicht vorgelegen haben, das hätte man festgestellt. Sowohl bei den Untersuchungen als Berufssportler als auch als Pilotenlizenzanwärter! Bei ersterem hat der Verein und die Berufsgenossenschaft die Finger drauf, bei Letzterem das LBA! Bei Ersterem geht es um viel Geld, bei Letzterem um die Sicherheit im Luftverkehr!
Warum wohl nimmt man bereits ab 1, 6 Promille an ,dass der Fahrer ,den man mit diesen Werten erwischt, ein latentes Alkoholproblem hat und ordnet regelmäßig die MPU an?
HPA
 

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