Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Was haltet ihr von einem bedingungslosen Grundeinkommen?

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 18. Oktober 2017, 17:17

Es geht nicht nur ums Geld Pentium, bzw. relativiert sich vieles, siehe den Beirag von Volker.

Also wenn zum Beispiel zwei Menschen Grundeinkommen beziehen und dann - weil es ihnen ein Bedürfnis ist - die örtlichen Parkanlagen pflegen, ohne einen
Cent dafür zu verlangen, dann sparst du Geld ein. Richtig? Und das kannst du nun beliebig ausweiten, denn viele Menschen arbeiten ja nicht, da ihnen ihre
Arbeit ein Bedürfnis ist, sondern weil sie arbeiten müssen, um leben zu können.

Mit einem BGE können sie dann ihre Hobbys voll ausleben und in den Dienst der Allgemeinheit stellen und das spart eine Menge Geld.

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 18. Oktober 2017, 17:25

Spartacus hat geschrieben:Es geht nicht nur ums Geld Pentium, bzw. relativiert sich vieles, siehe den Beirag von Volker.

Also wenn zum Beispiel zwei Menschen Grundeinkommen beziehen und dann - weil es ihnen ein Bedürfnis ist - die örtlichen Parkanlagen pflegen, ohne einen
Cent dafür zu verlangen, dann sparst du Geld ein. Richtig? Und das kannst du nun beliebig ausweiten, denn viele Menschen arbeiten ja nicht, da ihnen ihre
Arbeit ein Bedürfnis ist, sondern weil sie arbeiten müssen, um leben zu können.

Mit einem BGE können sie dann ihre Hobbys voll ausleben und in den Dienst der Allgemeinheit stellen und das spart eine Menge Geld.

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Die örtliche oder besser die städtischen Parkanlagen werden hier von Angestellten der Stadt bzw. von Firmen gepflegt, willst du jetzt diesen Leuten die Arbeit wegnehmen?
Weiter im Text, du lebst in Deutschland! Wer versichert diese Leute mit dem Bedürfnis den Park zu pflegen, was sagt das Finanzamt...u.s.w.

...
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 18. Oktober 2017, 17:30

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Es geht nicht nur ums Geld Pentium, bzw. relativiert sich vieles, siehe den Beirag von Volker.

Also wenn zum Beispiel zwei Menschen Grundeinkommen beziehen und dann - weil es ihnen ein Bedürfnis ist - die örtlichen Parkanlagen pflegen, ohne einen
Cent dafür zu verlangen, dann sparst du Geld ein. Richtig? Und das kannst du nun beliebig ausweiten, denn viele Menschen arbeiten ja nicht, da ihnen ihre
Arbeit ein Bedürfnis ist, sondern weil sie arbeiten müssen, um leben zu können.

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Mein Gott die Leute bekommen dann auch das BGE und regeln kann man alles. [hallo]

Und du wirst die Einführung des BGE noch erleben, da führt kein Weg dran vorbei, oder meinst du die genannten DAX Vorstände sind alles Deppen?

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 18. Oktober 2017, 17:45

Spartacus hat geschrieben:
Die örtliche oder besser die städtischen Parkanlagen werden hier von Angestellten der Stadt bzw. von Firmen gepflegt, willst du jetzt diesen Leuten die Arbeit wegnehmen?
Weiter im Text, du lebst in Deutschland! Wer versichert diese Leute mit dem Bedürfnis den Park zu pflegen, was sagt das Finanzamt...u.s.w.



Mein Gott die Leute bekommen dann auch das BGE und regeln kann man alles. [hallo]

Und du wirst die Einführung des BGE noch erleben, da führt kein Weg dran vorbei, oder meinst du die genannten DAX Vorstände sind alles Deppen?

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Erinnert mich irgendwie an Utopia oder an das Schlaraffenland...du kannst ja dann noch an jede Ecke einen Simsalabimautomaten aufstellen, weil arbeiten wird ja dann niemand mehr, weil alle bekommen das BGE...na ja und deine DAX Vorstände werden schon ihren Grund haben...schon alleine wegen dieser wundersamen Geldvermehrung....ach ja und die Bevölkerung in Deutschland wird sich auch wundersam vermehren...alle wollen dann hier in Deutschland die Parkanlagen pflegen und vom BGE leben!

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 19. Oktober 2017, 17:52

Du verstehst es einfach nicht Pentium. Nur die wenigsten werden mit einem BGE nicht mehr arbeiten. Die meisten werden arbeiten, aber weniger und vielleicht
etwas anderes. Und da wollen ja alle hin, also weniger Arbeit pro Kopf und trotzdem ausreichend Geld zur Verfügung. Das ist der eigentliche Sinn der Sache und
ist im Zuge der Industrie 4.0 auch dringend geboten, es sei denn die Arbeitgeber zahlen weiterhin den selben Lohn, bei zwei Arbeitsstunden pro Tag.

Glaubst du das?

Und genau darum geht es auch den DAX Vorständen, denn sie wissen, kommt das BGE nicht, dann wird man genau das von ihnen fordern. [hallo]

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 20. Oktober 2017, 18:39

Na da schau an.... [shocked]

Frauke Petry:

Entgegen ihrer ursprünglichen Ausrichtung von 2013 bejahe die AfD heute den Mindestlohn. "Damit hat sie viele konservative und liberale Wähler verschreckt." Über ihre neue "blaue Partei" sagte sie: "Wir halten den Mindestlohn für eine Krücke, die es zu überwinden gilt." Deshalb schlage sie "eine negative Einkommenssteuer oder ein Grundeinkommen" vor.

Im Gegensatz zu anderen Konzepten soll das Grundeinkommen nach Petrys Vorstellungen nicht bedingungslos, sondern "aktivierend" sein und so einen "Anreiz zur Arbeit" zu schaffen. Durchgerechnet sei das Konzept noch nicht, sie schätze jedoch, dass ihre Partei eine Höhe von "ungefähr 800 Euro" vorschlagen werde - "vielleicht 200 Euro mehr, vielleicht 200 weniger".

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 21. Oktober 2017, 17:11

sondern "aktivierend" sein und so einen "Anreiz zur Arbeit" zu schaffen.


Die hat doch genauso wenig kapiert, wie die Merkel.

Wenn in naher Zukunft die Arbeit ausgeht, einen "Anreiz zur Arbeit" schaffen. Genial. [flash]

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 21. Oktober 2017, 17:16

Spartacus hat geschrieben:
sondern "aktivierend" sein und so einen "Anreiz zur Arbeit" zu schaffen.


Die hat doch genauso wenig kapiert, wie die Merkel.

Wenn in naher Zukunft die Arbeit ausgeht, einen "Anreiz zur Arbeit" schaffen. Genial. [flash]

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Das mit der "Arbeit ausgehen" in naher Zukunft solltest mal in einem Pflegeheim oder Krankenhaus anbringen...

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 21. Oktober 2017, 17:27

pentium hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
sondern "aktivierend" sein und so einen "Anreiz zur Arbeit" zu schaffen.


Die hat doch genauso wenig kapiert, wie die Merkel.

Wenn in naher Zukunft die Arbeit ausgeht, einen "Anreiz zur Arbeit" schaffen. Genial. [flash]

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Das mit der "Arbeit ausgehen" in naher Zukunft solltest mal in einem Pflegeheim oder Krankenhaus anbringen...

....


Um die geht es auch nicht, sondern um die Industrie und das weißt du auch. Im übrigen setzen die Japaner schon sehr erfolgreich Roboter, oder unterstützende
Systeme in der Pflege ein.

Schau dir das mal an, so als kleine Motivation.

http://www.ardmediathek.de/tv/45-Min/Di ... d=30518382

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 21. Oktober 2017, 17:43

Ja die Japaner! Bleibt die Frage ob so ein "Roboter" dann die Windel im Pflegeheim...und was machen diese unterstützenden Systeme bei Demenz?
Können diese Automaten eigentlich Essen kochen...

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 21. Oktober 2017, 17:49

Klar können die das. Und anschließend bringen die dich sogar ins Bett und legen sich dazu. [grins]
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 22. Oktober 2017, 15:46

Ein interessanter Einwand, den ich auch schon erhoben habe.

Interessanter und pikanter als die Standartgegenargumente sowohl von Marktliberalen als auch von Gewerkschaftern – es drohe eine allgemeine Leistungsentwöhnung einerseits und der Verrat am Versprechen des sozialen Aufstiegs durch Lohnarbeit andererseits – ist aber die Frage danach, wer genau denn nun jene „alle“ sein sollen. An dieser Frage entscheidet sich nämlich, ob das Konzept eine realistische politische Option oder nur eine Fantasterei sein kann. Und diese Frage wäre auch der empfindliche Berührungspunkt mit der Fachkräftemangel-Behauptung: Wie passen Grundeinkommen und Einwanderung zusammen?


Die meisten, die das Grundeinkommen fordern, blenden diese Frage einfach aus. Sie sprechen von „allen“ und „bedingungslos“, ohne zu hinterfragen, ob das nun alle deutschen Staatsbürger sein sollen, einschließlich aller EU-Bürger oder schlicht wirklich alle Menschen, die in Deutschland leben


Der Grundeinkommensstaat wäre, wenn er sich nicht konsequent gegen ausländische Empfänger abschließt, schnell restlos überfordert.

Wer den Sozialstaat langfristig erhalten oder ihn gar zu einer Instanz für die Auszahlung eines bedingungslosen Einkommens umwandeln will, muss sich also klarmachen, dass das kein Grund- oder Menschenrecht sein kann. Je nachhaltiger und zahlungskräftiger man den Sozialstaat machen will, desto konsequenter muss die Abgrenzung gegen nicht Anspruchsberechtigte sein. Andersherum formuliert: Wer von No-Borders und One-World sprechen will, sollte vom bedingungslosem Grundeinkommen lieber schweigen.


http://www.wiwo.de/politik/deutschland/ ... 8-all.html

Sehr gut auf den Punkt gebracht und endlich mal einer, der sich traut das auch auszusprechen, denn anders geht es natürlich nicht.

Grundeinkommen = Grenzen dicht. Alles andere ist tatsächlich nur schöngefärbte Träumerei. [hallo]

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 10:10

Die Mehrheit der Deutschen steht einer Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens positiv gegenüber. Das hat eine aktuelle repräsentative Studie herausgefunden. Doch was würde sich in Deutschland mit dem bedingungslosen Grundeinkommen verändern? Auch das hat das Marktforschungsinstitut Splendid Research in der Online-Befragung mit 1024 Deutschen zwischen 18 und 69 Jahren herausgefunden.

38 Prozent der Beschäftigten in Deutschland würden den Beruf oder den Arbeitgeber wechseln. Oder sie würden ihre Stundenzahl reduzieren oder sogar überhaupt nicht mehr arbeiten. Von den Berufstätigen mit einer abgeschlossenen Lehre würden sogar ein Viertel erwägen, gar nicht mehr zu arbeiten. Unter Akademikern denkt jeder Fünfte darüber nach. Damit könnte sich der Fachkräftemangel in bestimmten Berufen vergrößern, heißt es in der Studie. Unterschiede gibt es auch bei den Geschlechtern: Frauen würden durchschnittlich bereits ab einem Betrag von 1477 Euro aufhören zu arbeiten, Männer hingegen würden erst ab 1830 Euro kündigen.



Das Grundeinkommen würde uns alle überfordern
Der Telekom-Chef wirbt dafür, der Siemens-Boss auch, und im Silicon Valley bekommt so mancher hippe Manager leuchtende Augen: Das bedingungslose Grundeinkommen ist gerade en vogue. Die Idee ist ja auch charmant. Nur: Der Einheitsbrei nutzt keinem.

Ist das BGE eine Allzweckwaffe gegen Zukunftsangst? Eines nicht fernen Tages könnte der Arbeitsgesellschaft die Arbeit ausgehen, wenn Algorithmen die Buchhaltung übernehmen und Roboter Autos fahren. Klauen die Maschinen die Jobs, haben die Menschen das Nachsehen. Kollege Roboter kränkelt nicht, streikt nicht, und eine Rente braucht er auch nicht. Digitalisierung kann ziemlich Angst machen.


Der Kommunismus hat bekanntlich nicht funktioniert, weil er die Menschen überforderte - und das Grundeinkommen könnte uns ebenfalls überfordern.


Der Sozialstaat achtet die Vielfalt einer Gesellschaft, das Grundeinkommen verwandelt sie in Einheitsbrei.
Erinnern Sie sich an die Anfänge der Hartz-Reform. Da dachte der übereifrige Wirtschaftsminister Wolfgang Clement daran, dass man den Arbeitslosen eine Pauschale überweist und damit alles erledigt sei. Keine weitere Bürokratie mehr. Doch dann kam etwas dazwischen: die Realität.
Arbeitslos ist nicht gleich arbeitslos. Es gibt die alleinerziehende Mutter, die arbeiten und ihre Kinder versorgen will. Es gibt den schlecht ausgebildeten jungen Mann, der sucht und sucht. Es gibt den Langzeitarbeitslosen, der mit physischen und psychischen Problemen kämpft. Und. Und. Und. Die Idee der Pauschale wurde still beerdigt.


Wie steht es mit Tarifverträgen oder Kündigungsschutz? Die Arbeitgeber könnten dann jeden sofort rausschmeißen und sagen: "Du hast ja dein Grundeinkommen." Wozu noch Abfindungen oder Betriebsräte? Oder Gewerkschaften? Das alles kann auf den Müllhaufen des Sozialstaats. Da werden die Arbeitgeber jubeln, vielleicht trommeln deshalb manche Manager für die Idee.


https://www.stern.de/wirtschaft/geld/be ... 22194.html
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Volker Zottmann » 25. November 2017, 11:03

Eine Gefahr sehe ich allerdings auch:
Wenns 1000.-€ gratis gibt, würde dann Hilfspostbote oder Zeitungsverteiler noch für 450.-€ über die Dörfer laufen? Wohl kaum. Der bliebe für etwas mehr Geld als jetzt bestimmt öfters zu Hause, bis die ganze Werbebranche zusammenbricht. Nur im Muldental würde alles weiter funktioniere, denn nur dort geht der Verteilermann nicht des Geldes wegen, sondern nur wegen der reinen sächsischen Luft durch die Nacht und würde ebenso genüsslich weiter in fremde Fenster spannen...

Mal ganz was Themenfremdes, wo ist eigentlichder Edelknabe, hat der sich verlaufen? Wie komme ich da nur drauf? [ich auch]


Gruß volker
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 11:57

Volker Zottmann hat geschrieben:Eine Gefahr sehe ich allerdings auch:
Wenns 1000.-€ gratis gibt, würde dann Hilfspostbote oder Zeitungsverteiler noch für 450.-€ über die Dörfer laufen?

Gruß volker


Da 1000 Euro nicht ausreichen, werden die Jungs weiter laufen....das Geld gibts doch dann drauf. [denken]

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Volker Zottmann » 25. November 2017, 13:29

augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Eine Gefahr sehe ich allerdings auch:
Wenns 1000.-€ gratis gibt, würde dann Hilfspostbote oder Zeitungsverteiler noch für 450.-€ über die Dörfer laufen?

Gruß volker


Da 1000 Euro nicht ausreichen, werden die Jungs weiter laufen....das Geld gibts doch dann drauf. [denken]

AZ


Dann träum mal schön weiter. Was meinst Du, wie viele Menschen hier mit ihrer Arbeit immer noch weit unter 1000.-€ Netto leben müssen?
Viele malochen in "niederen" Arbeiten nur, um überhaupt zu überleben. Dazu kommen dann die Tafel-Essenausgaben und die Klamotten der Wohlfahrt. Etliche dieser Niedrigverdiener würden die 1000.- € wie einen Befreiungsschlag erleben und auch auf Arbeit verzichten, davon bin ich überzeugt. Nicht jeder hat den Ansporn, richtig vorwärts zu kommen.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 13:35

Volker, ich träume nicht. Aber mal sehen, wie es Sparta sieht.

Das könnte dich interessieren:

Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage verrät, wer gar nicht mehr oder weniger arbeiten würde - und bei welchem Gehalt Männer und Frauen kündigen würden.

https://www.stern.de/wirtschaft/geld/be ... 60134.html

38 Prozent der Beschäftigten in Deutschland würden den Beruf oder den Arbeitgeber wechseln. Oder sie würden ihre Stundenzahl reduzieren oder sogar überhaupt nicht mehr arbeiten. Von den Berufstätigen mit einer abgeschlossenen Lehre würden sogar ein Viertel erwägen, gar nicht mehr zu arbeiten. Unter Akademikern denkt jeder Fünfte darüber nach. Damit könnte sich der Fachkräftemangel in bestimmten Berufen vergrößern, heißt es in der Studie. Unterschiede gibt es auch bei den Geschlechtern: Frauen würden durchschnittlich bereits ab einem Betrag von 1477 Euro aufhören zu arbeiten, Männer hingegen würden erst ab 1830 Euro kündigen.

Positiver Nebeneffekt: lokales Engagement
Einen positiven Nebeneffekt hätte das bedingungslose Grundeinkommen auf das lokale Engagement in Deutschland. Gut ein Drittel der Bundesbürger kann sich dann vorstellen, in eine Region mit billigen Mieten und niedrigen Preisen zu ziehen und dort ehrenamtlich zu arbeiten oder ein Unternehmen zu gründen. Ein Aufschwung für Regionen mit starker Abwanderung also.


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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 25. November 2017, 16:23

augenzeuge hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Eine Gefahr sehe ich allerdings auch:
Wenns 1000.-€ gratis gibt, würde dann Hilfspostbote oder Zeitungsverteiler noch für 450.-€ über die Dörfer laufen?

Gruß volker


Da 1000 Euro nicht ausreichen, werden die Jungs weiter laufen....das Geld gibts doch dann drauf. [denken]

AZ


Und nicht nur drauf, ganz automatisch müsste der Arbeitgeber den Lohn ordentlich erhöhen. Eben das ist ja der Vorteil eines BGE, denn der
Arbeitnehmer muss nun nicht mehr alles annehmen, was er gerade angeboten bekommt, sondern kann auswählen, hat gewissermaßen einen Trumpf
in der Hinterhand.

Und da wir gerade bei den 450 Euro Jobs sind.

Meine Frau möchte jetzt wieder ein bisschen arbeiten, nur ein paar Stunden pro Woche. Nicht weil sie müßte, sondern weil sie mehr unter Menschen
kommen will. Also habe ich ein bisschen gesucht und bin richtig erschrocken, wie selbst hier in Bayern die Minijobber über den Tellerrand gezogen werden.
Was man da so zu lesen bekommt, grenzt schon an Unverschämtheit und was die dann noch alles für Referenzen für so einen Ausbeuterjob haben wollen.
Einfach nicht zu glauben.

Der absolute Hit war eine Privatperson, die eine Kinderbetreuung suchte. Mo - Fr von 7 - 16 Uhr, für 450 Euro im Monat. [flash]

Ich habe der Dame eine wirklich nette Email geschrieben, mit einer Antwort rechne ich nicht wirklich. [flash]

Ein 450 Euro Job bedeutet für mich eine Wochenarbeitszeit von höchstens 6 Stunden, aber das findest du nirgends. Das geringste was ich fand, waren 12
Stunden, also 48 Stunden im Monat. Das wäre ein Stundenlohn von 9,37 netto. Ein schlechter Witz, für eine schwere Arbeit. Regale einräumen im Supermarkt,
mach das mal als Frau über 50. Kommt natürlich nicht in die Tüte.

LG

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 25. November 2017, 16:33

Klar der Arbeitgeber erhöht so mal aus Jux und Tollerei kräftig den Lohn, egal was so in der Kalkulation steht und wie die Geschäfte so gehen!

...
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 16:36

Spartacus hat geschrieben:Ein 450 Euro Job bedeutet für mich eine Wochenarbeitszeit von höchstens 6 Stunden, aber das findest du nirgends.
Sparta


Wo hast du das denn her? In 4 Wochen (24h) wäre das ein Stundenlohn von über 18 Euro. Den hat es noch nie für einen Minijobber gegeben. [flash]
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 25. November 2017, 16:40

Volker Zottmann hat geschrieben:Mal ganz was Themenfremdes, wo ist eigentlichder Edelknabe, hat der sich verlaufen? Wie komme ich da nur drauf? [ich auch]

Gruß volker


Kurze Themenfremde Antwort:
Der Edelknabe ist unter Rainer-Maria drüben beim Italiener zu finden, nein verlaufen hat er sich nicht, es geht ihm gut und er will im Moment hier im Forum nichts texten...

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 25. November 2017, 16:45

pentium hat geschrieben:Klar der Arbeitgeber erhöht so mal aus Jux und Tollerei kräftig den Lohn, egal was so in der Kalkulation steht und wie die Geschäfte so gehen!

...


Selbstverständlich kann man einen Postboten ordentlich bezahlen und dass muss man dann auch, wenn er die Wahl hat.

Deutsche Post DHL Group mit starkem Umsatz- und EBIT-Wachstum im zweiten Quartal

- Konzernumsatz im zweiten Quartal um 4,4 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro verbessert
- Operatives Ergebnis mit 841 Millionen Euro um 11,8 Prozent über Vorjahr
- Prognose für das Gesamtjahr 2017 bestätigt: Anstieg des EBIT auf rund 3,75 Milliarden Euro erwartet
- CEO Frank Appel: "Wir wachsen profitabel und sind auf bestem Wege, unsere Ziele zu erreichen"


Gibt es halt weniger Gewinn, für, ja für wen eigentlich?

Und genau hierin besteht auch der tiefere Sinn eines BGE, nämlich das hoch profitable Unternehmen ihre "Lohnsklaven" wieder zu vollwertigen Arbeitskräften
machen, die von ihrer Hände Arbeit auch gut leben können.

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 25. November 2017, 16:53

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Ein 450 Euro Job bedeutet für mich eine Wochenarbeitszeit von höchstens 6 Stunden, aber das findest du nirgends.
Sparta


Wo hast du das denn her? In 4 Wochen (24h) wäre das ein Stundenlohn von über 18 Euro. Den hat es noch nie für einen Minijobber gegeben. [flash]
AZ


Wenn ich mir hier so die Facharbeiterlöhne anschaue, ist das nicht zu hoch. Man muss halt immer die Löhne vor Ort berücksichtigen, dann die Lebenshaltungskosten,
die Mieten. Was sind denn heute 450 Euro? Nix. Jedenfalls hier.

LG

Sparta


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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon steffen52 » 25. November 2017, 16:56

Bei mir in der Nähe ist der Supermarkt Netto und eine Bekannte räumt da Regale ein. Bekommt Mindestlohn 8.84 EUR und so bald die 450 EUR erreicht sind, ist Schluss
für diesen Monat. Keine Minute länger, da legt Netto viel wert darauf. Sie sagt so schwer ist die Arbeit nun auch nicht, klar Regale einräumen ist nun etwas schwerer als
auf dem Computer die Tasten zu drücken, Sparta!! [hallo] Aber sie ist zufrieden und sie braucht es auch, da alleine und die Rente nicht so dicke.
Gruß steffen52
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 16:57

Spartacus hat geschrieben:Man muss halt immer die Löhne vor Ort berücksichtigen, dann die Lebenshaltungskosten, die Mieten. Was sind denn heute 450 Euro? Nix. Jedenfalls hier.
Sparta


Nein, so kannst du nicht rangehen. Minijobber sind außen vor. Da spielt das was du sagst keine Rolle. Hier arbeiten nahezu alle Verkäuferinnen bei Bäckern als Minijobber. Immer 450 EUR.
Stundenlohn etwa 8,50-10 EUR. Wir hängen mit den Löhnen seit 20 Jahren weltweit zurück!

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 25. November 2017, 17:00

In Deutschland spricht man auch von einem Minijob oder einem 450-Euro-Job. eine Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis, in dem das regelmäßige Arbeitsentgelt einen gesetzlich definierten Höchstbetrag nicht übersteigt.
Was sollen also deine Träumereien @Sparta, es gibt nur 450 Euro!

...
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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon Spartacus » 25. November 2017, 17:16

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Man muss halt immer die Löhne vor Ort berücksichtigen, dann die Lebenshaltungskosten, die Mieten. Was sind denn heute 450 Euro? Nix. Jedenfalls hier.
Sparta


Wir hängen mit den Löhnen seit 20 Jahren weltweit zurück!

AZ


Das ist das eine Problem, dass andere die Politik die solch eine Ausbeutung zulässt. 450 Euro bei 40 Stunden im Monat, wäre vielleicht in MeckPom "lohnend", aber doch hier nicht.
Das hat schon was damit zu tun, wie halt immer, denn in MeckPom kann ich von 450 Euro wahrscheinlich eine 3 Zimmerwohnung bezahlen.

Hier.... [flash]

Und Pentium, es geht um die Stunden, nicht um die 450 Euro. [hallo]

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 17:25

Spartacus hat geschrieben:Das ist das eine Problem, dass andere die Politik die solch eine Ausbeutung zulässt.

Sparta


Ja klar. Aber der echte Verursacher war nicht Merkel, es war Schröder und Genossen. Merkel hat eben nur profitiert, hat es laufen lassen.
Die Ausbeutung ist deutlich. Man merkt es auch daran, die U. könnten zu den 450 EUR einmal im Jahr eine steuerliche Zuwendung bezahlen. Leider passiert das nicht mal.
Und wenn ich dann so eine Bäckerei sehe....permanente Kameraüberwachung der Verkäuferin, keine Klimaanlage im Sommer, tägliche Wespenbisse....traurige Verhältnisse.

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon pentium » 25. November 2017, 17:30

Beispiele für die Arbeitszeit bei einem Minijob
Diese beiden Beispiele verdeutlichen die Berechnung der Arbeitszeit:
Sie vereinbaren einen Stundenlohn von 10,00 Euro und den vollen Minijob-Lohn von 450 Euro.

Es ergibt sich eine Monatsarbeitszeit von 45 Stunden (45 x 10 Euro = 450 Euro).

Sie vereinbaren einen Stundenlohn von 9,00 Euro und wollen 300 Euro im Monat im Nebenjob verdienen.
Das entspricht damit einer Monatsarbeitszeit von 33,33 Stunden (33,33 x 9 Euro = 300 Euro).
Maximale Stunden im Monat bei einem 450 Euro-Job

Allerdings ergibt sich eine maximale Stundenanzahl pro Monat durch den gültigen gesetzlichen Mindestlohn. Dieser liegt seit 2017 bei 8,84 Euro pro Stunde.

Im 450 Euro-Job bedeutet dies, dass man maximal 50,90 Stunden in einem Monat arbeiten darf. Bis 2016 lag diese Grenze noch bei 52,94 Stunden. Die Erhöhung des Mindestlohns senkte damit die maximale Arbeitszeit um rund zwei Stunden.

https://www.needyou-betreuerboerse.de/b ... eitet-man/

Aber mit dem BGE brauchen wir das ja alles nicht mehr und sehen einer wunderbaren Zukunft entgegen, so wie damals im Garten Eden oder war es das Schlaraffenland....?

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Re: Bedingungsloses Grundeinkommen ja oder nein?

Beitragvon augenzeuge » 25. November 2017, 17:40

pentium hat geschrieben:Aber mit dem BGE brauchen wir das ja alles nicht mehr und sehen einer wunderbaren Zukunft entgegen, so wie damals im Garten Eden oder war es das Schlaraffenland....?

...


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