Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Alles zum Thema Geheimdienste und Sicherheit in der DDR und in der BRD

Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Interessierter » 20. August 2017, 11:24

Der nachstende Bericht hat leider auch heute noch Gültigkeit.

DDR-Staatssicherheit - Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Altkader des DDR-Geheimdienstes Stasi verbiegen auf Konferenzen und in Publikationen immer frecher die Geschichte. Es wird Zeit, ihnen Paroli zu bieten. Von Karl Wilhelm Fricke

Je weiter die Realität der DDR-Staatssicherheit der Gegenwart entrückt ist, desto unverfrorener werden die Legenden, desto dreister erscheinen die Halb- und Unwahrheiten, mit denen die Geschichte des unsäglichen Überwachungs- und Unterdrückungsapparates der zweiten deutschen Diktatur verklärt, verharmlost und verfälscht wird. Ehemalige Spitzenkader des Ministeriums für Staatssicherheit melden sich immer häufiger und mit zunehmender Vehemenz öffentlich zu Wort.

Sie praktizieren gleichsam, was ehedem im MfS als "Desinformation" definiert wurde: die "bewusste Verbreitung von den Tatsachen grundsätzlich oder teilweise widersprechenden Informationen in Wort, Schrift, Bild und Handlungen" mit dem Ziel, "feindliche Kräfte über die eigenen Pläne, Absichten und Maßnahmen zu täuschen."

Tatsächlich hat, wer Rang und Namen in der Staatssicherheit hatte, in den letzten Jahren Memoiren, Erlebnisberichte, Rechtfertigungsschriften und seriös aufgemachte Sachbücher aller Art sowie politische Pamphlete in kaum noch überschaubarer Zahl publiziert. Die Zeit, da ehemalige Stasi-Offiziere politisch irritiert und verunsichert waren, ist längst dem Drang gewichen, aus der Anonymität herauszutreten und über die Medien die Öffentlichkeit zu suchen.

Ausgestattet mit vergleichsweise opulenten Renten einschließlich erklecklicher Nachzahlungen vom früheren "Klassenfeind" und wohl wissend, dass sie kein juristisches Risiko eingehen, wenn sie ihr früheres Unrecht leugnen, geben sie sich mit aufgesetztem Selbstbewusstsein als Ex-Generäle und -Obristen der Staatssicherheit offen zu erkennen, ebenso ihre einstigen Inoffiziellen Mitarbeiter in der DDR sowie ihre ehemaligen Spione und Westagenten, die sich vorzugsweise als "Kundschafter an der unsichtbaren Front" gerieren. Sie alle sagen in trotzig-provokanter Manier Ja zu ihrer Vergangenheit und haben partout nichts zu bereuen. Selbst wissenschaftliche Kontakte suchen sie für ihre Zwecke zu nutzen.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.fr.de/politik/spezials/doku- ... -a-1190053
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Volker Zottmann » 20. August 2017, 12:30

Der Autor stammt aus dem Quedlinburger Nachbarort Hoym.

Gruß Volker
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon zoll » 20. August 2017, 14:22

Das die "Herren" weiterhin so unverfroren auftreten können lieg vor allem an den Vereinbarungen die Kohl und die Alliierten im 2 + 4 Vertrag beschlossen haben.
Keiner von den Erwähnten wollte, dass in der Bundesrepublik 70 Jahre nach der Vereinigung Strafprozesse durchgeführt werden, wie es mit den Naziverbrechern geschehen ist.
Dafür muss sich heute der aufgeklärte und mündige Bürger mit diesen Lügen und Unverschämtheiten abfinden. Politiker eben. Danke.

zoll
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Ari@D187 » 20. August 2017, 19:21

zoll hat geschrieben:Das die "Herren" weiterhin so unverfroren auftreten können lieg vor allem an den Vereinbarungen die Kohl und die Alliierten im 2 + 4 Vertrag beschlossen haben.
[...]

Gibt es da ein geheimes Zusatzprotokoll zu dem 2+4-Vertrag?

Ari
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Dr. 213 » 20. August 2017, 20:41

Diese Verhöhnung findet aber keinen fruchtbaren Boden, wie die Wahlergebnisse der nur umlackierten Parteien zeigen.

Die SED und ihre Stasi- Schlägertruppe wird für immer als Beispiel einer menschenverachtenden Diktatur in die
deutschen Geschichtsbücher eingehen. Dazu ist einfach zu viel originales Aktenmaterial hinterlassen worden.

Ja es gibt die vergessenen Opfer und bei unseren Politikern ist das Thema nach ganz weit hinten gedrückt worden.
Ein wenig auch wohl zu recht, denn es muß ja auch weitergehen irgendwie. Und die Baustellen sind ja eher mehr geworden.
Da muß man einfach mal bei der nächsten anstehenden Wahl seinen Unmut zu Papier bringen.
Die Zeiten, als ich zum Beispiel quasi automatisch mein Kreuz bei einer "Christlichen" Partei gemacht habe, sind lange vorbei.

Man muß aber anerkennen, daß der Zugang zu den Akten immer noch möglich ist und man dort die Klarnamen der
IM's zum Beispiel weitgehend zu erfahren bekommt. Damit kann man als Betroffener solche Verhöhnung wunderbar entzaubern.

Herzlichst
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Merkur » 21. August 2017, 08:54

zoll hat geschrieben:Dafür muss sich heute der aufgeklärte und mündige Bürger mit diesen Lügen und Unverschämtheiten abfinden.
zoll


Ich will mal die Diskussion an dieser Stelle wieder ankurbeln.
M.E. geht man mit dem Begriff "Verhöhnung der Opfer" zu inflationär um, gut zu beobachten auch hier im Forum. Wenn bestimmte Ansichten geäußert werden, die anderen Personen nicht gefallen, wird hypertrophisch und unüberlegt zu diesem Totschlagargument gegriffen.
Dabei müssten objektiv denkende Menschen längst erkannt haben, dass die Gleichung "Bearbeitung/Inhaftierung durch die Stasi = automatisch Opfer" nicht aufgeht. Leider wird dennoch zu wenig differenziert, wer denn ein wirkliches Opfer ist.
Dahingehend müsste ein Umdenken von den Aufarbeitungsverantwortlichen erfolgen. Denn Viele, die reale Straftaten begangen hatten und von der Staatssicherheit bearbeitet/inhaftiert wurden, weichen den Status der wirklichen Opfer auf.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Kumpel » 21. August 2017, 09:07

Merkur hat geschrieben:Denn Viele, die reale Straftaten begangen hatten und von der Staatssicherheit bearbeitet/inhaftiert wurden, weichen den Status der wirklichen Opfer auf.


Dafür gibt es doch bestimmt auch handfeste Belege?
Wobei die Definition Straftat so wie sie in der DDR gehandhabt wurde ebenfalls Fragen aufwerfen dürfte.
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Interessierter » 21. August 2017, 09:52

@Kumpel:
Er weiß doch genau, um welche Verbrechen gegen die Menschlichkeit es sich handelt, über die hier berichtet werden. Sein Versuch " normale " Kriminalität, wie beispielsweise Tötungsdelikte aus Eifersucht oder Eigentumsdelikte ins Spiel zu bringen, demonstriert doch beispielhaft die Vorgehensweise von Schönrednern, um von der Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen dieser SED - Diktatur abzulenken. [denken] [bloed]
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Dr. 213 » 21. August 2017, 11:00

Mit so einem Quark füllt Herr Kierstein ganze Bücher.
Die Stasi war ein Unterdrückungsorgan gegen die Opposition und das war ihre Hauptaufgabe.
Die geheime, politische Staatspolizei der DDR hat bekanntermaßen einfache Ordnungwidrigkeiten
wie "Reisen im Kofferraum" oder auch nur daran zu denken, zu richtigen Verbrechen aufgeblasen.

Von mir gibt's da nachträglich keine Blumen, nur weil die vielleicht bei ihrer wertvollen "Arbeit"
auch mal n'er alten Frau über die Straße geholfen haben.

Ist auch völlig abwegig. Die Menschen haben in 1989 ja auch gebrüllt "Stasi in die Produktion" und nicht,
wie es ehemalige Täter wie Herr Kierstein am liebsten gehabt hätten " Danke Stasi, bitte weiter so"

Lächerliches Beispiel aus der Nachwendezeit waren die aus dem Boden schießenden "Begleitservices"
für alleinstehende Damen. Gegründet von ehemaligen Angehörigen der Organe weil, so deren Logik,
im Kapitalismus ja immer die Frauen auf der Straße überfallen werden.
Da müssen in den Jahren davor Unmengen von Rotlicht verteilt worden sein und viele von denen
glauben offenbar bis heute daran, daß ihre "Arbeit" unverzichtbar wichtig und nützlich war.

Herzlichst
Dr. 213
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon karnak » 21. August 2017, 12:40

Dr. 213 hat geschrieben:
Lächerliches Beispiel aus der Nachwendezeit waren die aus dem Boden schießenden "Begleitservices"
für alleinstehende Damen. Gegründet von ehemaligen Angehörigen der Organe weil, so deren Logik,
im Kapitalismus ja immer die Frauen auf der Straße überfallen werden.

[flash] Wunderbar, die Geschichte könnte von Volker Zottmann stammen. Aber natürlich haste letztlich recht, der ganze Laden wurde in Größenordnungen zur Bekämpfung der inneren Opposition ausgebaut, dass Verhältnis war einfach "unangemessen" ,es hat uns mehr geschadet als genutzt, wir haben damit kaum jemanden für uns gewonnen, dafür aber um so mehr gegen uns aufgebracht,in vielen Fällen ohne wirklich triftigen Grund, es war einer unserer Sargnägel, wir haben unsere Gegner selbst produziert. Nichts auf was man wirklich stolz sein kann, zumindest hat es die eigene Schwäche in jeder Hinsicht offenbart. Das ist einfach nicht wegzudisskutieren, völlig egal wie nützlich man sich an anderer Stelle gemacht haben soll, der Makel bleibt und man hat ihn an der Backe.
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Kumpel » 21. August 2017, 14:47

karnak hat geschrieben:................. dass Verhältnis war einfach "unangemessen" ,es hat uns mehr geschadet als genutzt, wir haben damit kaum jemanden für uns gewonnen,



Na ja , ohne Stasi hätte die DDR nicht so lange existiert, denn sonst hätte man die Genossen schon 53 mit den Dachlatten davon gejagt.
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon karnak » 21. August 2017, 15:11

Das ist doch Geschwatz, sich über solches Gebaren "des Volkes" zu freuen offenbart ein gewisse Geisteshaltung und eine wirre Vorstellung wie sich Gesellschaften organisieren und verändern sollten. Davon mal abgesehen, dass sich keine regierende Macht so einfach mit Dachlatten verjagen lässt. Kannst ja mal mit einer Richtung Kanzleramt rennen, wirst wohl gewaltig die Jacke vollbekommen.
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon augenzeuge » 21. August 2017, 16:08

Kumpel hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:................. dass Verhältnis war einfach "unangemessen" ,es hat uns mehr geschadet als genutzt, wir haben damit kaum jemanden für uns gewonnen,



Na ja , ohne Stasi hätte die DDR nicht so lange existiert, denn sonst hätte man die Genossen schon 53 mit den Dachlatten davon gejagt.


Das ist falsch, denke ich. Es war nie die Stasi. Es war die UdSSR, welche die DDR und auch die Stasi am Leben erhalten hat.

AZ
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Ari@D187 » 21. August 2017, 18:10

augenzeuge hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:................. dass Verhältnis war einfach "unangemessen" ,es hat uns mehr geschadet als genutzt, wir haben damit kaum jemanden für uns gewonnen,



Na ja , ohne Stasi hätte die DDR nicht so lange existiert, denn sonst hätte man die Genossen schon 53 mit den Dachlatten davon gejagt.


Das ist falsch, denke ich. Es war nie die Stasi. Es war die UdSSR, welche die DDR und auch die Stasi am Leben erhalten hat.

AZ

AZ, ich bin erstaunt und erfreut das so aus Deiner Feder zu lesen. Danke für diesen Beitrag. Ich wollte inhaltlich gerade fast das Gleiche schreiben.

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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Huf » 21. August 2017, 18:48

Zum gefühlt 323gsten Mal möchte ich folgendes Statement zum Thema abgeben: Es gab damals in der DDR nicht nur Opfer, sondern viel mehr Betroffene, die unfreiwillig in die Fänge der Stasi gerieten. In allen Ebenen der staatlichen Leitungen, in allen volkswirtschaftlichen und kulturellen Bereichen wurde beäugt, wer denn wegen seiner Eignung erfolgreich in seinem Beruf werden könnte. Und von potentiell entwicklungsfähigen Kadern wurden Dossiers gefertigt, es wurde alles gesammelt, ob wichtig oder nicht... Nur, um ggf. bei der Frage des beruflichen Aufstieges des Betroffenen seinen Segen bekunden oder sein Veto einlegen konnte....Ich meine so eine Art "Vorratsdatenspeicherung"... Nicht nur hier wurde die flächendeckende Schnüfflerei der Stasi in den 80er Jahren bezweifelt... Es gab sie aber, und gerade dies wird noch heute von Ehemaligen überheblich angezweifelt. Dabei wissen wir heute, dass die ehem. HA nur das wussten, was sie selbst zu ihrer Tätigkeit wissen sollten...
Das MfS war das Machtorgan der SED, perfekt entwickelt bis ins Detail aller Orte der DDR und darüber hinaus... Das MfS war 1989 in einem Zustand, das bei entsprechender Befehlslage sogar nur um seiner Existenz willen autark gehandelt hätte...

Ehemalige werden jetzt wieder alles bestreiten, mich verhöhnen oder nach Quellen fragen...bis auf wenige bekannte Ausnahmen.

Ich bleibe dabei, es gibt nicht ein einziges rechtfertigendes Argument für die auf die Unterdrückung der Bevölkerung der DDR gerichtete Tätigkeit des MfS der ehem. DDR, und es kann demzufolge keine Versöhnung mit den zunehmend alternden ehem. arroganten MA geben.

Jeder denke einmal darüber nach, was wäre ohne das tapfere Aufbegehren der Demonstranten der DDR im Herbst 1989 geschehen? Die Stasi hätte auch KZ´s mit allen Konsequenzen betrieben...

Demzufolge bezeichne ich die ehem. Stasi rein moralisch als Verbrecherbande, und dabei werde ich als Betroffener, nicht als Opfer, mein Leben lang bleiben!

Huf
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Ari@D187 » 21. August 2017, 19:54

Huf hat geschrieben:[...]
Jeder denke einmal darüber nach, was wäre ohne das tapfere Aufbegehren der Demonstranten der DDR im Herbst 1989 geschehen? Die Stasi hätte auch KZ´s mit allen Konsequenzen betrieben... [...]

Die sowjetische Besatzungsmacht hat und hätte der DDR-Führung den richtigen Weg gewiesen.
Gorbatschow: "...Gefahren warten nur auf jene, die nicht auf das Leben reagieren."

Auf den wegweisenden Schildern, welche die UDSSR aufgestellt hatte, stand gegen Ende der 80er Jahre: Glasnost und Perestroika. Die Montagsdemos waren eine Folge davon.

Ari
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Wosch » 21. August 2017, 20:00

Huf hat geschrieben:
Ich bleibe dabei, es gibt nicht ein einziges rechtfertigendes Argument für die auf die Unterdrückung der Bevölkerung der DDR gerichtete Tätigkeit des MfS der ehem. DDR, und es kann demzufolge keine Versöhnung mit den zunehmend alternden ehem. arroganten MA geben.

Jeder denke einmal darüber nach, was wäre ohne das tapfere Aufbegehren der Demonstranten der DDR im Herbst 1989 geschehen? Die Stasi hätte auch KZ´s mit allen Konsequenzen betrieben...

Demzufolge bezeichne ich die ehem. Stasi rein moralisch als Verbrecherbande, und dabei werde ich als Betroffener, nicht als Opfer, mein Leben lang bleiben!

Huf




[ Ich hätte es wahrscheinlich anders formuliert, aber im Ergebnis wäre es auf's Gleiche heraus gekommen.
Bravo Klaus.
[super]
Wolfgang.
Wosch
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Kumpel » 22. August 2017, 06:44

augenzeuge hat geschrieben:Na ja , ohne Stasi hätte die DDR nicht so lange existiert, denn sonst hätte man die Genossen schon 53 mit den Dachlatten davon gejagt.
--------------------------------------------------------------------
Das ist falsch, denke ich. Es war nie die Stasi. Es war die UdSSR, welche die DDR und auch die Stasi am Leben erhalten hat.

AZ




Ja ihr Schlaumeier , vorausgesetzt natürlich die außenpolitischen Bedingungen hätten das hergegeben.
Allerdings war Moskau auch stets auf die deutschen Genossen angewiesen um in ihrer westlichsten Kolonie Ruhe zu halten.
Kumpel
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon augenzeuge » 22. August 2017, 07:19

Kumpel hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Na ja , ohne Stasi hätte die DDR nicht so lange existiert, denn sonst hätte man die Genossen schon 53 mit den Dachlatten davon gejagt.
--------------------------------------------------------------------
Das ist falsch, denke ich. Es war nie die Stasi. Es war die UdSSR, welche die DDR und auch die Stasi am Leben erhalten hat.

AZ




Ja ihr Schlaumeier , vorausgesetzt natürlich die außenpolitischen Bedingungen hätten das hergegeben.
Allerdings war Moskau auch stets auf die deutschen Genossen angewiesen um in ihrer westlichsten Kolonie Ruhe zu halten.


Wir brauchen nicht streiten. 1989 hat man gesehen, was das starke MfS ohne die UdSSR war. Kam auch im Mielke Film wunderbar rüber.

AZ
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Kumpel » 22. August 2017, 14:01

augenzeuge hat geschrieben:
Wir brauchen nicht streiten.



Nee brauchen wir nicht. Allerdings bin ich der Meinung , wenn der Wille bei den Verantwortlichen da gewesen wäre hätte man das 1989 in der DDR
niederschlagen können.Auch ohne sowjetische Unterstützung.
Sicherlich mit furchbaren Konsequenzen.
Kumpel
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Dr. 213 » 22. August 2017, 14:49

Man stelle sich vor, Gorbi hätte den Wünschen von Krenz nachgegeben.
Womöglich wäre das Sterben der DDR noch einige Jahre verlängert worden.
Der Westen nämlich hätte wie 1961 nur empörte Protenstnoten verteilt.

Gruß
Dr. 213
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon pentium » 22. August 2017, 14:57

Hätte, hätte Fahrradkette...

...
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon karnak » 22. August 2017, 15:05

Dr. 213 hat geschrieben:Man stelle sich vor, Gorbi hätte den Wünschen von Krenz nachgegeben.
Womöglich wäre das Sterben der DDR noch einige Jahre verlängert worden.
Der Westen nämlich hätte wie 1961 nur empörte Protenstnoten verteilt.

Gruß
Dr. 213

Was hätte er denn sonst tun sollen 61 und eventuell 89, militärisch intervenieren? Es hätte sehr wahrscheinlich, dass Ende der Menscheit bedeutet. Das war es nicht wert, bei aller Diktatur und wer hätte diese Verantwortung übernehmen sollen?
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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon pentium » 22. August 2017, 15:38

karnak hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:Man stelle sich vor, Gorbi hätte den Wünschen von Krenz nachgegeben.
Womöglich wäre das Sterben der DDR noch einige Jahre verlängert worden.
Der Westen nämlich hätte wie 1961 nur empörte Protenstnoten verteilt.

Gruß
Dr. 213

Was hätte er denn sonst tun sollen 61 und eventuell 89, militärisch intervenieren? Es hätte sehr wahrscheinlich, dass Ende der Menscheit bedeutet. Das war es nicht wert, bei aller Diktatur und wer hätte diese Verantwortung übernehmen sollen?


Wo kann man eigentlich diesen Wunsch oder die Wünsche von Krenz an Gorbi nachlesen...? Es muss doch irgendetwas überliefert sein, so wie ("Was sollen wir jetzt machen? Wir können doch nicht mit Panzern schießen!") Erich Mielke im Politbüro.
Und was hat das alles mit dem Artikel von 2007 über Schönferberei zu tun? Fragen über Fragen an die Experten über die Wende und die Ereignisse in der DDR im Herbst 89!

pentium

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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Ari@D187 » 22. August 2017, 19:26

Kumpel hat geschrieben:[...]Allerdings bin ich der Meinung , wenn der Wille bei den Verantwortlichen da gewesen wäre hätte man das 1989 in der DDR
niederschlagen können.Auch ohne sowjetische Unterstützung. [...]

Nicht gegen den Willen der UDSSR. Und die hatte damals Perestroika und Glasnost auf den Fahnen stehen.

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Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Hamiota » 23. August 2017, 22:12

Bla Bla Bla, immer die selben Meinungen zum selben Thema, von den selben 6 Leuten, im hundertsten Faden zum Thema unter immer neuen Themenüberschriften. Nach drei Beiträgen ist man da wo man immer ist: Stasi, Opfer, die "ewig gestrigen", die "schon immer Widerstandskämpfer", die "immer schon alles wussten" und die "super Ober-Schlaumeier" die in allen Themen immer alles wissen!

Und gleich kommt wieder die Keule mit der Rechtschreibung.

Dieses Forum ist zur Karikatur seiner selbst verkommen, für Leute die offensichtlich im realen Leben keine Unterhaltung oder wahrscheinlicher kein Ohr mehr bekommen.

Und da dies sonst kaum noch zu finden ist, liebe ich es !
[super]

Weitermachen, wenn ich aus dem Garten komme brauche ich kein Trash TV ala' "Bares für Rares" mehr, es reicht hier zu lesen! [grins]

https://www.youtube.com/watch?v=Bkj3IVIO2Os

der Peter [hallo]
Hamiota
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Wosch » 24. August 2017, 01:08

Hamiota hat geschrieben:Bla Bla Bla, immer die selben Meinungen zum selben Thema, von den selben 6 Leuten, ...

der Peter [hallo]




Mit Dir sind es dann aber schon 7 Leute, aber Deine Wenigkeit alleine reicht schon aus das kalte Grausen zu kriegen.
Der Wolfgang.
Wosch
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Hamiota » 24. August 2017, 05:09

Wosch hat geschrieben:
.......aber Deine Wenigkeit alleine reicht schon aus das kalte Grausen zu kriegen. [/b]
Der Wolfgang.


Na das freut mich aber sehr! Wenn das kein Erfolg ist! [super]

der Peter [hallo]
Hamiota
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Kumpel » 24. August 2017, 06:34

Ari@D187 hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:[...]Allerdings bin ich der Meinung , wenn der Wille bei den Verantwortlichen da gewesen wäre hätte man das 1989 in der DDR
niederschlagen können.Auch ohne sowjetische Unterstützung. [...]

Nicht gegen den Willen der UDSSR. Und die hatte damals Perestroika und Glasnost auf den Fahnen stehen.

Ari



Die DDR hatte sich vorab bereits vom Weg der Sowjetunion distanziert. Auch ohne Genehmigung aus Moskau.
Kumpel
 

Re: Die Schönfärber verhöhnen ihre Opfer

Beitragvon Ari@D187 » 24. August 2017, 18:07

Kumpel hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
Kumpel hat geschrieben:[...]Allerdings bin ich der Meinung , wenn der Wille bei den Verantwortlichen da gewesen wäre hätte man das 1989 in der DDR
niederschlagen können.Auch ohne sowjetische Unterstützung. [...]

Nicht gegen den Willen der UDSSR. Und die hatte damals Perestroika und Glasnost auf den Fahnen stehen.

Ari



Die DDR hatte sich vorab bereits vom Weg der Sowjetunion distanziert. Auch ohne Genehmigung aus Moskau.

Wir waren gerade bei dem potentiellen Niederschlagen der "friedlichen Revolution". Sich zunächst vom Weg der Sowjetunion zu distanzieren ist eine andere Geschichte.

Ari
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