Was in der DDR gegessen wurde

Alles zum Thema Essen und Trinken, Gastronomie, Küche u.s.w.

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon karnak » 26. August 2015, 10:11

Wosch hat geschrieben:


@Karnack, dabei solltest Du aber nicht vergessen daß wir hier im Forum nicht dafür da sind um so zu schreiben wie Du es gerne hättest, sondern daß wir hier schreiben sollten wie es damals in der DDR so Usus war.
Dein "emotionales Problem" liegt meines Erachtens in einer nicht sachlich aufgearbeiteten eigenen Vergangenheit.
Mit "Ehre" und "aufrechtem Gang" hat das überhaupt nichts zu tun und "verwischt" hat sich bei Dir im Grundsätzlichen auch nach 26 Jahren überhaupt nichts, Du wirst auch nach den nächsten 26 Jahren nicht über Deinen Schatten springen und von Deinen vielen "aber, aber, aber" nicht lassen. Wetten??

Schönen Gruß aus Kassel. [blush]

[grin] Nun meine aber nicht ich hätte keine Antwort für Dich mein lieber Wosch, dem ist bei Weiten nicht so, die hätte ich schon. Aber ich lasse es, da ich sowieso schon dazu neige vom Thema abzuweichen und schließlich muss ich hier Vorbild sein wie damals bei der Partei. Es soll hier um die HO und ihre feilgebotenen Köstlichkeiten gehen.
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Nostalgiker » 26. August 2015, 10:49

Mein Gott, was haben wir früher alles selbst gemacht ....
Eingeweckt denn Tiefkühltruhen gab es noch nicht ....
Schlagsahne haben wir selber gemacht, Eierlikör oder Kakaolikör, Marmelade wurde selber gekocht ......

Heutzutage ist sowas alles wieder sehr Trendy und wird einem per Hochglanzzeitung als authentisches Landleben verkauft.

Ich würde mir da mal keinen Klecks ins Hemd machen nach dem Motto wie darbten wir doch in der DDR .....


Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Dille » 26. August 2015, 11:57

Ich will mal 2 positive Dinge erwähnen, die ich wohl erst richtig so einschätzen konnte, nachdem ich hier den Vergleich "im Westen" hatte.
Zwangsläufig mußte man ja seine Besuche in der DDR langfristig planen, wegen Visaerteilung. Wenn meine Sippe wußte, daß ich komme, kam dann immer auch die Frage von Mutter'n, was ich essen möchte. Und bei mir standen 2 Sachen obenauf : mal wieder ein richtiges Schweinekotelett/ Schweinekamm essen, so richtig durchwachsen und richtig in Fett gebraten.
Unser Schweinefleisch war ja auf möglichst mager gezüchtet und wässrig wegen des Gewichts, und wölbte sich in der Pfanne beim Braten.

Und das Zweite war Wildschwein, das gab es zwar auch nicht immer, aber wie gesagt, man hatte ja "Vorlauf". Und das Wildschwein, was meine Mutter dann kaufte, war noch mit Schwarte und einer Fettschicht darunter, und dann im Ofen gemacht -- und danach gelegen und den Bauch gestreichelt !

Habe ich hier nie gesehen, Wildschwein mit Schwarte, im vorigen Jahr habe ich bei "Hit" mal Wildschwein gekauft und den Metzger darauf angesprochen, aber die Leute mögen es nicht fett und die Sau zu rasieren sei auch zu aufwändig -- also gibt's das nur so als relativ mageren Braten. Vom Preis für Wildschwein mal ganz zu schweigen !

Und gehört zwar nicht direkt zum Thema und schon gar nicht zu typischen "Ost- Gerichten" -- aber selbstverständlich war das Verwöhnen beiderseitig : ich denke gern an eine Dienstreise nach Finnland, auf dem Rückweg über Hamburg nach Tegel geflogen, und vorher auf dem Markt am Hafen in Helsinki ein richtig schönes Stück "Gravad Lachs" gekauft und eine Flasche eines typisch finnischen Likörs (aus lappländischen Moosbeeren glaube ich). Dann Bhf. Friedrichstraße nach Ost- Berlin, eine Bemerkung des Zöllners war nur "..nun, ihre Familie lebt ja nicht schlecht...". Und dann hatten wir bei meinen Eltern, mit Schwester und Schwager und meiner Tante ein leckeres 2. Frühstück.

Gruß, Dille
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 26. August 2015, 17:03

Dille hat geschrieben:, auf dem Rückweg über Hamburg nach Tegel geflogen...
Gruß, Dille


Ich hoffe das wurde dem AG und dem Finanzamt auch so mitgeteilt. Oder gabs noch einen Spesenzuschlag wegen der längeren Dienstzeit? [grins] AZ
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Edelknabe » 26. August 2015, 17:54

Meine Frau meinte gerade, das richtig süße Zeugs mit dem dazu noch gewürzten Rumverschnitt vom Spartacus nannte man zu DDR-Zeiten(70/80er) Lukulus und bestimmt nicht Kalter Hund. Aber na gut, es ist ihre Aussage.

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon pentium » 26. August 2015, 17:57

Edelknabe hat geschrieben:Meine Frau meinte gerade, das richtig süße Zeugs mit dem dazu noch gewürzten Rumverschnitt vom Spartacus nannte man zu DDR-Zeiten(70/80er) Lukulus und bestimmt nicht Kalter Hund. Aber na gut, es ist ihre Aussage.

Rainer-Maria


Ich kenne es als Kalter Hund. Andere Bezeichnungen sind etwa Lukullus, Kalte Pracht, Kekstorte, Kalte Torte, Kalte Schnauze, Schwarzer Peter, Schwarzer Hund, Kalter Igel, Wandsbeker Speck oder Kellerkuchen. Erklärt uns Wiki!

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 26. August 2015, 18:20

pentium hat geschrieben:Ich kenne es als Kalter Hund.
pentium


Ich auch...und auch meine Verwandten im Saalekreis.

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon manudave » 26. August 2015, 18:40

Diesen kalten Hund hatte ich auch noch in Erinnerung und hatte mir mal ein Rezept aus der damaligen Zeit im Netz gesucht. Wurde ja mit Kokosfett (heute Palmin) oder so einem Zeugs gemacht. Alles in allem hat es furchtbar fettig geschmeckt und keiner mochte es...
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon pentium » 26. August 2015, 18:44

Kalter Hund

Zutaten für ca. 14 Stücke:
250 g Palmin®
150 g Zartbitter-Kuvertüre
50 g Kakaopulver, 250 g Puderzucker
150 ml Vollmilch
250 g Butterkekse

Zubereitung:
Palmin® mit Kuvertüre, Kakaopulver, Puderzucker und Milch unter Rühren schmelzen. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen. Die Kekse mit flüssiger Schokoladenmasse bedecken. Eine weitere Schicht Kekse auf die Schokoladenmasse geben. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis die Kekse und Schokoladenmasse verbraucht sind.

Die Form über Nacht in den Kühlschrank stellen. Danach den Kalten Hund aus der Form nehmen.

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Kühlzeit: mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht

http://www.palmin.de/kalter-hund.html

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Jago » 26. August 2015, 18:55

Meine Mutter hat auch immer diesen Kalten Hund mit den Keksen und dem Kokosfett und Cacao gemacht . Einfach unmöglich das Zeug . Irgentwann hat sie dann gemerkt daß das keiner will . [mad]

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Wosch » 26. August 2015, 19:56

karnak hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:


@Karnack, dabei solltest Du aber nicht vergessen daß wir hier im Forum nicht dafür da sind um so zu schreiben wie Du es gerne hättest, sondern daß wir hier schreiben sollten wie es damals in der DDR so Usus war.
Dein "emotionales Problem" liegt meines Erachtens in einer nicht sachlich aufgearbeiteten eigenen Vergangenheit.
Mit "Ehre" und "aufrechtem Gang" hat das überhaupt nichts zu tun und "verwischt" hat sich bei Dir im Grundsätzlichen auch nach 26 Jahren überhaupt nichts, Du wirst auch nach den nächsten 26 Jahren nicht über Deinen Schatten springen und von Deinen vielen "aber, aber, aber" nicht lassen. Wetten??

Schönen Gruß aus Kassel. [blush]



[grin] Nun meine aber nicht ich hätte keine Antwort für Dich mein lieber Wosch, dem ist bei Weiten nicht so, die hätte ich schon. Aber ich lasse es, da ich sowieso schon dazu neige vom Thema abzuweichen und schließlich muss ich hier Vorbild sein wie damals bei der Partei. Es soll hier um die HO und ihre feilgebotenen Köstlichkeiten gehen.



Dann frage ich mich allerdings warum Du dem @Jago die "Ossi/Wessi-Debatte aufgehalst hattest?
Daß Du für Alles eine Antwort hättest ist mir schon bewußt, leider gehst Du bei manchen Deiner "Antworten" des Öfteren immer wieder gerne um den "heißen Brei" herum indem Du meinst daß es ja Alles nicht so schlimm in der DDR war und man dort glücklich und zufrieden leben konnte.
Um auf "Deine" HO-Läden zu kommen, obwohl wir nur ca 60 km von der Ostsee weg wohnten kannte meine damals 20jährige Nichte "Mattjes-Heringe" nur vom Hörensagen. Die, die sie 1984 zum ersten Mal kennen lernen "durfte", hatte ich ihr aus Kassel mitgebracht. Die "Fischläden" in Ludwigslust und Parchim verdienten ihren Namen nicht, wenn´s Salzheringe gab war "Schlangestehen" angesagt und wegen Lachs brauchte man gar nicht erst hin gehen. Silvester gab´s die Karpfen in widerlicher XL-Größe und ansonsten die "Fischaltige Paste" zu 0,80 Maek der DDR für´s Döschen.
Nun kannste wieder behaupten daß das Alles Quatsch ist was ich da geschrieben habe und daß Du auch gut ohne "Kiwi´s" und sonstigem Allerlei zurecht kamst. Es gab ja immer noch den "Fress-EX-Delikat" und wenn´s unbedingt sein mußte konnte man sich ja was westlich dekadentes aus dem "Intershop" holen lassen, nicht wahr?

Schönen Gruß.
Wosch. [blush]
Wosch
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Volker Zottmann » 26. August 2015, 21:51

Selbstredend Wolfgang!
Meine Schwiegereltern hatten Mitte der 1960er Jahre einen Fischladen in Harzgerode. Es gab damals Rollmops, grünen Hering und öfters gar Aal. (man beachte die Zeit! [wink] )
Matjeshering aber gab es NIEMALS. Ich zog erst 1973 hierher, hatte aber von Matjes auch nur gehört, wenn sich Ältere unterhielten. Unser Hohenloher Besuch brachte aber Matjes auf Wunsch der Oma immer mal in den 1980ern mit.
Kinder der DDR hatten jedenfalls keine Ahnung was simpler Matjes ist. Konnten sie nicht haben, außer es kam Westbesuch....

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Volker Zottmann » 26. August 2015, 21:59

Der Kalte Hund hieß im Harz Kalte Schnauze. Esse ich heute noch gern. Aber @jago mag sich weiter schütteln, es liegt nämlich gewaltig an den Zutaten. Die Schokomasse sollte auch so schmecken und keinesfalls nur fettig sein.
Heute ist es für uns einfacher, wir beziehen gute Schokolade aus Wernigeröder Werksverkauf. Immer einige Nummern billiger, weil 2. Wahl mit der Verpackung, doch die essen wir ja in der Regel nicht mit. 1 Pfund (5 Tafeln) feine Bitterschokolade oder mit Vollmilchschokolade gemischt, machen prima Geschmack. Kosten gerade so um 2,50 €.
Weinachtsschokoladen sollte man jetzt erwerben, denn ab November wird für Ostern produziert.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon karnak » 27. August 2015, 06:55

Wosch hat geschrieben:

[b]Dann frage ich mich allerdings warum Du dem @Jago die "Ossi/Wessi-Debatte aufgehalst hattest?
Daß Du für Alles eine Antwort hättest ist mir schon bewußt, leider gehst Du bei manchen Deiner "Antworten" des Öfteren immer wieder gerne um den "heißen Brei" herum indem Du meinst daß es ja Alles nicht so schlimm in der DDR war und man dort glücklich und zufrieden leben konnte.

[grin] Ich habe nicht aufgehalst,mir sind nur ein paar Untertöne sauer aufgestoßen bei denen ich zugegeben etwas übersensibel reagiere. Das hat sich aus den wende nahen Begegnungen und Bekanntschaften so entwickelt.Als mir einige Vertreter Deiner Zunft vom hohen Ross herunter die Welt und mein Leben erklären wollten und wie glücklich ich doch jetzt zu sein habe. Das ich gerne um den heißen Brei herum rede, Du wirst das nur schwer belegen können. Ebenso das mit dem Glück und der Zufriedenheit."Ob im Osten oder Westen, wo man ist ist`s nie am Besten sangen Pannach und Kunert als sie im Westen waren. [flash] Mir geht es nur darum etwas Realismus in die Bewertung der Geschichte zu bringen.
UND, ich hätte mich nun mal lieber Wiedervereinigt mit Dir, dass ich Beigetreten wurde hat mir weniger gefallen. Leider hatten wir keine andere Option, wir waren so ziemlich pleite und hatten damit den Krieg verloren, dass sich ein Kriegsverlierer nicht sonderlich glücklich fühlt, dass kannst Du dem nicht wirklich übelnehmen.ABER, die Zeit heilt alle Wunde, ich habe angefangen Euch alle zu lieben. [grin]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2015, 07:55

Dille hat geschrieben: Dann Bhf. Friedrichstraße nach Ost- Berlin, eine Bemerkung des Zöllners war nur "..nun, ihre Familie lebt ja nicht schlecht...".
Gruß, Dille


Hättest am besten geantwortet, das ist doch nix besonderes.....Lachs gibts im Kapitalismus doch für kleines Geld. [grins]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon karnak » 27. August 2015, 07:56

Das hättest Du gemacht, Provokateur. [grin]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2015, 07:58

karnak hat geschrieben:Das hättest Du gemacht, Provokateur. [grin]


Ja, ich hätte ihn gefragt, ob das bei ihm im Sozialismus etwas Besonderes ist, wenn ja, dann bring ich ihm nächste Woche eine Packung mit. [grin]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon karnak » 27. August 2015, 08:03

Hätte Dir nur eine Seite mehr in Deiner Akte eingebracht.
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2015, 08:14

karnak hat geschrieben:Hätte Dir nur eine Seite mehr in Deiner Akte eingebracht.


Echt? Das hätte also schon gereicht? Jaja, mit der Wahrheit wollten sie es nicht so....[shocked]

Ok, zum Thema....

Wer kannte falsche Bratheringe?

Bild


Zubereitung
1. Rohe und gekochte Kartoffeln sowie weiße Zwiebel fein reiben und mit Salz und Roggenmehl vermischen, bis eine teigartige Masse entsteht. Die gehackten Kräuter untermengen. Salzen und pfeffern. Aus der Masse Fischattrappen formen. Die Heringe panieren und im Öl ausbraten.
2. Für die Marinade die roten Zwiebeln in Ringe schneiden.
3. Wasser, Essig, Gewürzkörner, Zwiebelringe, Lorbeerblatt und Zucker zusammen aufkochen. In eine flache Form füllen und salzen. Die noch heißen Heringe in die Marinade legen und mindestens 48 Stunden ziehen lassen.

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Wosch » 27. August 2015, 12:55

karnak hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:

Dann frage ich mich allerdings warum Du dem @Jago die "Ossi/Wessi-Debatte aufgehalst hattest?
Daß Du für Alles eine Antwort hättest ist mir schon bewußt, leider gehst Du bei manchen Deiner "Antworten" des Öfteren immer wieder gerne um den "heißen Brei" herum indem Du meinst daß es ja Alles nicht so schlimm in der DDR war und man dort glücklich und zufrieden leben konnte.



[grin] Ich habe nicht aufgehalst,mir sind nur ein paar Untertöne sauer aufgestoßen bei denen ich zugegeben etwas übersensibel reagiere. Das hat sich aus den wende nahen Begegnungen und Bekanntschaften so entwickelt.Als mir einige Vertreter Deiner Zunft vom hohen Ross herunter die Welt und mein Leben erklären wollten und wie glücklich ich doch jetzt zu sein habe. Das ich gerne um den heißen Brei herum rede, Du wirst das nur schwer belegen können. Ebenso das mit dem Glück und der Zufriedenheit."Ob im Osten oder Westen, wo man ist ist`s nie am Besten sangen Pannach und Kunert als sie im Westen waren. [flash] Mir geht es nur darum etwas Realismus in die Bewertung der Geschichte zu bringen.
UND, ich hätte mich nun mal lieber Wiedervereinigt mit Dir, dass ich Beigetreten wurde hat mir weniger gefallen. Leider hatten wir keine andere Option, wir waren so ziemlich pleite und hatten damit den Krieg verloren, dass sich ein Kriegsverlierer nicht sonderlich glücklich fühlt, dass kannst Du dem nicht wirklich übelnehmen.ABER, die Zeit heilt alle Wunde, ich habe angefangen Euch alle zu lieben. [grin]



[b]Ach @Karnack, Du kannst mir auf Dauer eigentlich nur noch leid tun, ham´se Dich doch einfach "Beigetreten" und damit Dein so etwas "übersensib´les Gleichgewicht aus den Angeln gehoben. Ja und die "Vertreter meiner Zunft", die Dir vom "hohen Ross" herunter die Welt und Dein Leben erklären wollten (ich weiß zwar nicht wie man Dir etwas erklären könnte), daß sind natürlich die Verantwortlichen für Dein dauerndes Leiden unter diesen "erschwerten" Bedingungen, als tapferen und unverstandenen Krieger für einen besseren Sozialismus und nicht nur "Milch und Honig" für´s treue Gefolge.
Kann es sein, daß es Dich (zeitlich gesehen) mehr oder weniger erst "nervt" seit dem Du Deine "Makarow" abgeben mußtest und Dich danach im normalen Zivil unter´s Volk mischen mußtest? Dein Gerede von "Kriegsverlierern" und "Kriegsgewinnern" entstammt doch Deiner schrägen Auffassung von eigenem "Zurechtgestuftwordensein" in eine "ehrbahrere" Berufsausübung als die bislang beschämende als "verkleideter" Angehöriger der Grenztruppen.
Na und daß Dir trotzdem Keiner Deinen "Schweinestall" in der Toscana neidet, samt fetten Ami und was das Leben sonst noch angenehm macht, darüber brauchste Dich nun wirklich nicht ärgern, oder?
In Anbetracht daß Du mir keinen Smilie übrig gelassen hast, eben ohne.
Wosch.
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Dille » 27. August 2015, 13:28

augenzeuge hat geschrieben:
Wer kannte falsche Bratheringe?


Ich jedenfalls nicht ! Allein die Zubereitung scheint ziemlich aufwändig zu sein -- und wenn es was gab im Fischladen, dann waren es doch grüne Heringe !! Ich kann mich da an keinen Engpaß erinnern, ich glaube 0,39 M kostete das Kilo !
Ich weiß das ziemlich sicher -- ich habe mir oft eingelegte Bratheringe gewünscht, ich hab' die grünen auch schon als Kind gern ausgenommen und geputzt. Dann wurde das Küchenfenster aufgerissen und in einer Stahlpfanne Heringe gebraten, ein blauer Dunst zog in Schwaden aus dem Fenster, und es gab erst einmal frisch gebratene Heringe direkt von der Pfanne auf den Teller.... zum Abendessen.

Die restlichen Heringe wurden dann in einer großen Schüssel eingelegt, Essig, Gewürzgurke, Lorbeer, Pfefferkörner, Zwiebel -- und nach einer Woche gab es dann Bratkartoffeln mit eingelegtem Hering. Zwischendurch hatte ich sicherlich schon heimlich einen "probiert" und kunstvoll die verbliebenen wieder so drapiert, daß es Mutter'n nicht auffiel (oder sie hat sich ein's gegrinst und sich gefreut, daß es mir geschmeckt hat...)

Aber auf die Idee künstlicher "Bratheringe" wäre ich nie gekommen (wäre vielleicht was für Veganer ??).

Gruß, Dille
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2015, 14:00

Naja Dille, da muss ich dich korrigieren. Heringe gab es nicht immer. Wobei der Ort ne Rolle spielt.
Kannst ja mal nach falschen Heringen googeln....du wirst erstaunt sein. [grins]

Heringe waren in der DDR ebenfalls ein ganz rarer Artikel.

http://research.uni-leipzig.de/fernstud ... /zz165.htm
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Spartacus » 27. August 2015, 17:25

augenzeuge hat geschrieben:
Dille hat geschrieben: Dann Bhf. Friedrichstraße nach Ost- Berlin, eine Bemerkung des Zöllners war nur "..nun, ihre Familie lebt ja nicht schlecht...".
Gruß, Dille


Hättest am besten geantwortet, das ist doch nix besonderes.....Lachs gibts im Kapitalismus doch für kleines Geld. [grins]
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Dille schrieb er hätte Graved Lachs mitgebracht. 1 Kilo heute so um die 40,00 Euro [hallo]

Lachs ist nicht gleich Lachs.

LG

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2015, 17:43

Spartacus hat geschrieben:Dille schrieb er hätte Graved Lachs mitgebracht.
Lachs ist nicht gleich Lachs.
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Habe ich gelesen. Gibts doch auch beim Discounter...150g für 2,99 EUR.... [grins] , aber klar, ist anders, wenn er frisch ist. Graved Lachs hält sich nur nicht so lange...
Aber man isst ihn immer mit Dill(e) sauce..... [flash]

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Spartacus » 27. August 2015, 17:50

Also so wie ich Dille kennen gelernt habe, futtert der keinen Graved Lachs aus der Tüte [flash]

Und ich auch nicht.

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon augenzeuge » 27. August 2015, 17:58

Spartacus hat geschrieben:Also so wie ich Dille kennen gelernt habe, futtert der keinen Graved Lachs aus der Tüte [flash]

Und ich auch nicht.

Sparta


Siehste, da kommt der verwöhnte Wossi durch. Der DDR Bürger hätte gern diesen Lachs aus der Tüte genommen. Warum auch nicht. Der schmeckt auch.
Heute fahren die Neureichen im Daimler vor und kaufen bei Aldi ein. Denn die Qualität dort ist nicht die schlechteste....und ich kauf dort auch ein, aus Überzeugung. [hallo]
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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Spartacus » 27. August 2015, 18:31

Ich sag ja schon nichts gegen den ALDI, wir kaufen da ja auch bestimmte Sachen ein.

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Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Wosch » 27. August 2015, 19:07

Volker Zottmann hat geschrieben:Selbstredend Wolfgang!
Meine Schwiegereltern hatten Mitte der 1960er Jahre einen Fischladen in Harzgerode. Es gab damals Rollmops, grünen Hering und öfters gar Aal. (man beachte die Zeit! [wink] )
Matjeshering aber gab es NIEMALS. Ich zog erst 1973 hierher, hatte aber von Matjes auch nur gehört, wenn sich Ältere unterhielten. Unser Hohenloher Besuch brachte aber Matjes auf Wunsch der Oma immer mal in den 1980ern mit.
Kinder der DDR hatten jedenfalls keine Ahnung was simpler Matjes ist. Konnten sie nicht haben, außer es kam Westbesuch....

Gruß Volker



Genau @Volker, man beachte die Zeit!
Meine diesbezüglichen Erinnerungen stammten aus den Jahren 1982 bis 1989.

Beste Grüße in den Harz.
Wosch. [hallo]
Wosch
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Jago » 27. August 2015, 19:24

augenzeuge hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Also so wie ich Dille kennen gelernt habe, futtert der keinen Graved Lachs aus der Tüte [flash]

Und ich auch nicht.

Sparta


Siehste, da kommt der verwöhnte Wossi durch. Der DDR Bürger hätte gern diesen Lachs aus der Tüte genommen. Warum auch nicht. Der schmeckt auch.
Heute fahren die Neureichen im Daimler vor und kaufen bei Aldi ein. Denn die Qualität dort ist nicht die schlechteste....und ich kauf dort auch ein, aus Überzeugung. [hallo]
AZ




[knuddel]


Jago
Jago
 

Re: Typische Ost-Gerichte

Beitragvon Jago » 27. August 2015, 20:25

Volker Zottmann hat geschrieben:Der Kalte Hund hieß im Harz Kalte Schnauze. Esse ich heute noch gern. Aber @jago mag sich weiter schütteln, es liegt nämlich gewaltig an den Zutaten. Die Schokomasse sollte auch so schmecken und keinesfalls nur fettig sein.
Heute ist es für uns einfacher, wir beziehen gute Schokolade aus Wernigeröder Werksverkauf. Immer einige Nummern billiger, weil 2. Wahl mit der Verpackung, doch die essen wir ja in der Regel nicht mit. 1 Pfund (5 Tafeln) feine Bitterschokolade oder mit Vollmilchschokolade gemischt, machen prima Geschmack. Kosten gerade so um 2,50 €.
Weinachtsschokoladen sollte man jetzt erwerben, denn ab November wird für Ostern produziert.

Gruß Volker



Volker , ich gebe dir ja Recht daß es nur an den Zutaten liegt . Meine Erinnerungen sind aus dem Kindesalter von dem Zeug ( kalter Hund ) . Kenne nicht die Zusammensetzung die meine Mutter da gemacht hat . Jedenfalls war die Schokoladenpampe wiederlich süss , und daß sogar für einen Kindergeschmack . Ich meine die Zeit vor dem Werksverkauf . Es war vielleicht auch Vitalade, keine Ahnung .


gruß Jago
Jago
 

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