Russland, Putin und die Politik...

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Kumpel » 18. Juni 2015, 07:22

Spartacus hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Ich hoffe doch, dass Scorn zu den einzelnen Punkten etwas schreibt.

AZ


Ich nehme nur einen einzigen, sehr wichtigen Punkt, AZ.

Als Zeichen für die einzigartige Rolle Russlands im euro-atlantischen Sicherheitsgefüge haben die NATO und Russland 1997 die Grundakte über gegenseitige Beziehungen, Zusammenarbeit und Sicherheit unterzeichnet, in deren Rahmen der Ständige Gemeinsame NATO-Russland-Rat geschaffen wurde. Im Jahr 2002 wurde diese Beziehung durch die Schaffung des NATO-Russland-Rats (NRR) gefestigt.


Antworten lasse ich einen Kenner der Materie.

Die Wiederaufnahme des NATO-Russland-Rates wird also für heute erwartet. Sehen Sie es mit gemischten Gefühlen, oder stimmen Sie dem uneingeschränkt zu?

Ischinger: Ich stimme dem uneingeschränkt zu. Das ist eine überfällige Entscheidung. Die Entscheidung im vergangenen Sommer, die Sitzung des NATO-Russland-Rates zu suspendieren, hielt ich schon damals für falsch. Das Gremium, das wir im Kern ja schon vor zwölf Jahren geschaffen haben, war doch nicht gedacht als Schönwettergremium, das nur tagt, wenn alle sich einig sind - dann brauchen wir das auch überhaupt nicht -, sondern es war doch genau dafür gedacht, Möglichkeiten des Dialogs zwischen der NATO und Russland zu schaffen, gerade in Zeiten, wenn es kriselt. Deswegen ist es richtig, dass man diese falsche Entscheidung des letzten Sommers revidiert und dass endlich wieder ein Gesprächsfaden offizieller Art zwischen der NATO als Institution und Russland in Gang kommt.


http://www.deutschlandfunk.de/wolfgang- ... e_id=66882

Man kann, wenn man nur will, alles in Frage stellen, alles schlecht machen, aber man kann auch wieder
zu einander finden.

Warum also tagt gerade jetzt der NATO-Russland-Rat nicht mehr?

Gerade jetzt wäre es doch wichtiger, als je zu vor!

LG

Sparta


Ich dachte schon ich habe was verpasst.
Das Interview ist ja uralt und seit dem hat sich einiges geändert. Hier das Interview vom 17.05.15 mit Ischinger zum Thema. http://www.deutschlandfunk.de/russische ... _id=322826
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 18. Juni 2015, 07:36

Das sind doch durchaus nachvollziehbare Ansichten des Herrn Ischinger.
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 18. Juni 2015, 15:59

In Russland ein großes Thema, in deutschen Medien noch nirgends zu lesen: In Belgien und Frankreich kam es zur Beschlagnahme von russischem Staatseigentum aufgrund der Klage von ehemaligen Aktionären des Yukos-Konzerns. Französische Gerichtsvollzieher ließen die Konten diverser russischer Firmen sperren.

Ihre belgischen Kollegen blockierten Vermögen mit einem Gesamtwert von 1,6 Milliarden Euro. Die Justiz folgt damit einem Urteil des Schiedsgerichts in Den Haag, das den russischen Staat verurteilt hat, den Yukos-Aktionären Entschädigungen mit einem Umfang von 50 Milliarden Euro auszuzahlen. Russland weigert sich, den Gerichtsentscheid auszuführen und hat entsprechende Fristen verstreichen lassen.

Der Yukos-Konzern des Kreml-Kritikers Michail Chodorkowski war 2003 in einem politisch motivierten Verfahren zerschlagen worden. Federführend war der Generalstaatsanwalt Unstinow, der wiederum mit dem Putin-Intimus Setschin verschwägert ist, dessen Konzern "Rosneft" sich große Teile des Yukos-Imperiums einverleibte, laut Kritikern weit unter Wert und unterstützt von der einstigen Dresdner Bank, bei der in Russland wiederum der Putin-Intimus und Ex-Stasi-Offizier Matthias Warnig eine federführende Rolle spielte, der seinerseits gemeinsam mit dem Putin-Freund und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder die umstrittene Ostseepipeline kontrolliert bzw leitet.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 18. Juni 2015, 17:25

Wladimir Kaminer:

[flash]
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 19. Juni 2015, 12:41

19. Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Russlands Energieriese Gazprom kündigt den Ausbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream an - ein Schlag für das Transitland Ukraine. Andere westliche Konzerne schließen Milliarden-Deals beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Überwindet die Wirtschaft die politische Krise?

Russische und vor allem europäische Unternehmer nutzen das 19. Internationale Wirtschaftsforum in der früheren Zaren-Metropole, um ungeachtet der politischen Krise ihre Kontakte voranzutreiben.

Das Forum in St. Petersburg - der russische Gegenentwurf zum Forum im Schweizer Kurort Davos - ist traditionell Schauplatz für den Abschluss von Milliarden-Geschäften. Siemens etwa unterzeichnete am Donnerstag einen Vertrag mit der russischen Staatsbahn RZD über 1,7 Milliarden Euro für die Wartung von Zügen. Trotz politischer Spannungen kamen in diesem Jahr mehr Topmanager aus dem Ausland, auch aus dem Westen, in Putins Heimatstadt.

Der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, rief im ARD-"Morgenmagazin" zum weiteren Dialog auf. "Gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit ist die beste Friedenssicherung", sagte er. Der Wirtschaftsexperte kritisierte die geplante Fortsetzung der EU-Sanktionen. Länder wie China, die sich nicht beteiligten, könnten den Westen als Partner verdrängen.

"Es ist richtig, die ostasiatische Konkurrenz im Blick zu behalten, aber ich würde vor Panik warnen", meinte indes Frank Schauff, Chef des Verbandes Europäischer Unternehmer (AEB) in Russland. Der Handel zwischen der EU und Russland sei zwar stark eingebrochen, doch der Anteil der EU am russischen Außenhandel sei mit 49 Prozent stabil.

quelle:
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirts ... 36,3282426

Gerade bringt Phönix die Rede von Putin auf dem Wirtschaftsforum.

mfg
pentium
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Hamiota » 19. Juni 2015, 15:51

pentium hat geschrieben:19. Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg

Russlands Energieriese Gazprom kündigt den Ausbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream an - ein Schlag für das Transitland Ukraine. Andere westliche Konzerne schließen Milliarden-Deals beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

mfg
pentium


Was soll man denn davon halten? Im Morgenmagazin wurde der Eindruck vermittelt dass kaum westliche Teilnehmer dort seien und vor allem namhafte deutsche Unternehmen und Manager so gut wie nicht dort sind? Russland sei wirtschaftlich isoliert, jedenfalls war das für mich die Nachricht welche ich dem Morgenmagazin entnahm! Und nun diese Meldung von Pentium.
[denken]

der Peter [hallo]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 19. Juni 2015, 17:47

Trotz politischer Spannungen kamen in diesem Jahr mehr Topmanager aus dem Ausland, auch aus dem Westen, in Putins Heimatstadt.


Ist doch klar, denn die sehen ihre Felle wegschwimmen. Russland ist solvent und hat Bedarf an Gütern aller
Art, ohne Ende. Gibt es in Europa einen besseren Markt?

So läuft das nun mal.

LG

Sparta


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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon SCORN » 19. Juni 2015, 23:40

Spartacus hat geschrieben:
Trotz politischer Spannungen kamen in diesem Jahr mehr Topmanager aus dem Ausland, auch aus dem Westen, in Putins Heimatstadt.


Ist doch klar, denn die sehen ihre Felle wegschwimmen. Russland ist solvent und hat Bedarf an Gütern aller
Art, ohne Ende. Gibt es in Europa einen besseren Markt?

So läuft das nun mal.

LG

Sparta
!

genau so ist das Sparta! der russische markt ist riesig! us und canadische energiekonzerne denken nicht im geringsten daran sich das geschaeft vermiesen zu lassen.
man fragt sich allen ernstes wie die europaeer so bloed sein koennen und sich selbst das geschaeft da vermasseln. jenseits des atlantics denkt man pragmatischer!
in den usa und canada ist die politik fuer die wirtschaft aktiv, in europa scheint es im moment anders herum zu laufen, so die allgemeine meinung. man sieht diese entwicklung durchaus positiv ....... fuer sich! [wink]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 20. Juni 2015, 07:13

Unsinn. Man sollte sich vllt mal die Mühe machen und nachlesen, was von der EU mit Sanktionen belegt wurde. Gerade Siemens war schon zu tiefsten Breshnev Zeiten Handelspartner der Russen.

Hat hier nicht vor einiger Zeit jemand getönt, dass doch Putin derjenige war ,welcher das Labd vor " Ausplünderung" westlicher Energiekonzerne bewahrt? [grin]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Hamiota » 20. Juni 2015, 08:13

HPA hat geschrieben:Unsinn. Man sollte sich vllt mal die Mühe machen und nachlesen, was von der EU mit Sanktionen belegt wurde. Gerade Siemens war schon zu tiefsten Breshnev Zeiten Handelspartner der Russen.

Hat hier nicht vor einiger Zeit jemand getönt, dass doch Putin derjenige war ,welcher das Labd vor " Ausplünderung" westlicher Energiekonzerne bewahrt? [grin]


Guten Morgen HPA, meinst du Spartacus oder Scorns Beitrag, oder beide?

der Peter [hallo]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 20. Juni 2015, 09:00

HPA hat geschrieben: Gerade Siemens war schon zu tiefsten Breshnev Zeiten Handelspartner der Russen.


Richtig. Und warum hat sich Siemens aus Russland zurückgezogen? Zu einer Zeit, wo Putin nichts zu sagen hatte...
AZ
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Zicke » 20. Juni 2015, 09:25

Siemens schließt Servicevertrag mit Russland

Die staatliche russische Eisenbahngesellschaft RZD hat Siemens einen Auftrag zur Instandhaltung von Zügen vom Typ Desiro RUS für den regionalen Einsatz in Russland erteilt. Beide Unternehmen hatten im Rahmen des Fertigungsauftrags für diese Züge im Jahr 2011 eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet. Der Instandhaltungsvertrag hat eine Laufzeit von 40 Jahren. Damit werden die Arbeitsplätze bei Siemens weiter gesichert.

Die Fertigung der aus insgesamt 1200 Wagen bestehenden 240 Züge begann 2013. Zunehmend wurden dabei die Arbeiten in Jekaterinburg ausgeführt. Die ersten zehn Zuggarnituren wurden laut Siemens bereits produziert und zertifiziert. Die Auslieferung an die RZD soll bis zum Jahr 2020 erfolgen.


http://www.wz-newsline.de/lokales/krefe ... -1.1957336
Zicke
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 20. Juni 2015, 10:53

"Das Russland-Geschäft ist allgemein stark eingebrochen, unseres ist etwa um die Hälfte zurückgegangen", sagte Vorstandschef Joe Kaeser.
Siemens werde die Sanktionen weiter unterstützen. Siemens macht eigenen Angaben zufolge in Russland rund 2 Milliarden Euro Umsatz, hauptsächlich mit Zügen und Energietechnik. Einige Güter produziert Siemens aber auch in Russland, da greifen die Sanktionen nicht.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 20. Juni 2015, 17:27

Pressemitteilung Siemens Division Mobility
http://www.siemens.com/press/de/pressem ... tm&content[]=MO

München, 18. Juni 2015

Die staatliche russische Eisenbahngesellschaft RZD erteilte Siemens einen Auftrag zur Instandhaltung von Zügen vom Typ Desiro RUS für den regionalen Einsatz in Russland, nachdem beide Unternehmen im Rahmen des Fertigungsauftrags für diese Züge im Jahr 2011 eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet hatten. Der Instandhaltungsvertrag hat eine Laufzeit von 40 Jahren.

Die Fertigung der aus insgesamt 1.200 Wagen bestehenden 240 Züge begann 2013 mit zunehmender Lokalisierung der Arbeiten in Jekaterinburg. Die ersten zehn Zuggarnituren wurden bereits produziert und zertifiziert. Die Auslieferung an die RZD erfolgt bis 2020. Die Züge sollen vor allem in den schnell wachsenden Metropolen des Landes im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden.

Im Jahr 2011 erteilte RZD Siemens bereits einen Instandhaltungsauftrag über eine Laufzeit von 40 Jahren für 54 Regionalzüge. Der heute unterzeichnete Instandhaltungsvertrag beinhaltet den früheren Vertrag, so dass die Gesamtzahl der zu wartenden Züge nun 294 beträgt.

Die Depots in Adler bei Sotschi und in Moskau werden von RZD zur Verfügung gestellt. Siemens ist unter anderem für die Leitung der Servicearbeiten, für die Logistik und die Lieferung von Ersatzteilen zuständig. Der Vertrag mit einer Laufzeit von 40 Jahren umfasst die präventive Instandhaltung des Desiro RUS sowie aller Inspektionen in unterschiedlichen Zeitintervallen. In Spitzenzeiten werden bis zu 100 Mitarbeiter gleichzeitig Instandhaltungsarbeiten an den Zügen in beiden Depots durchführen.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 21. Juni 2015, 10:18

bürger der ddr hat geschrieben:Auch die von der NATO und USA "ferngelenkte" Rußlandkrise.


Wie hätten deiner Meinung nach die Nato und die USA auf die Annektion der Krim reagieren müssen?

Ist es nicht absurd davon auszugehen, das Flugabwehrtechnik eine Bedrohung darstellt, wenn die Raktenabschußbasen gleichzeitig fehlen?

Ist es dagegen nicht viel gefährlicher, anzukündigen, dass neue, jede Abwehrtechnik überwindbare, Raketen von russ. Seite installiert werden sollen?

Überhaupt zu denken, dass die Nato Russland bedroht ist m.E. verrückt.

AZ
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Hamiota » 21. Juni 2015, 10:42

augenzeuge hat geschrieben:
bürger der ddr hat geschrieben:Auch die von der NATO und USA "ferngelenkte" Rußlandkrise.


Wie hätten deiner Meinung nach die Nato und die USA auf die Annektion der Krim reagieren müssen?

Überhaupt zu denken, dass die Nato Russland bedroht ist m.E. verrückt.

AZ


Hallo Augenzeuge, hast du ganz vergessen daß der Sache mit der Krim eine ganze Menge Ereignisse in der Ukraine vorraus gingen?
Es ist in hohem Maße unseriös die Ursachen dafür einfach auszublenden und die Zurückholung der Krim als den Beginn der Krise definieren zu wollen!

Es ist auch verrückt zu denken Russland bedroht die NATO! Nicht Russland rückt doch an die NATO heran sondern die umgekehrte Entwicklung ist der Fall!

der Peter [hallo]
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 21. Juni 2015, 11:26

Hamiota hat geschrieben: Hallo Augenzeuge, hast du ganz vergessen daß der Sache mit der Krim eine ganze Menge Ereignisse in der Ukraine vorraus gingen?


Achso, und damit hältst du das Vorgehen Putins für korrekt oder akzeptabel? Da denke ich anders.

Das "Heranrücken" der Nato ist doch keine Bedrohung. Oder wirft man atomare Waffen ab, wenn man nah dran ist?
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 21. Juni 2015, 14:09

Beiträge welche die Ukraine bzw. die Krim betreffen in den Ukraine-Thread verschoben.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon pentium » 25. Juni 2015, 13:28

Interview zur NATO und Russland: "Es fehlt eine Strategie"

Russland will sein atomares Waffenarsenal ausbauen, die NATO ihre Präsenz in Osteuropa. Spätestens seit der Ukraine-Krise herrscht Misstrauen. In dieser kritischen Situation fehlt der NATO eine richtige Strategie, sagt der Friedensforscher Brzoska im tagesschau.de-Interview.

http://www.tagesschau.de/ausland/nato-russland-111.html

Brzoska: Im Moment erkenne ich keine Strategie bei der NATO. Sie reagiert nur auf russische Schritte. Und ich halte auch den Weg einer militärischen Eskalation für falsch. Gerade weil diese größtenteils noch aus Ankündigungen besteht, ist jetzt eine verbale Abrüstung geboten. Es müssen jetzt Lösungen gefunden werden, wie man dem Konflikt politisch begegnen kann. Man muss vermeiden, dass aus dieser schwerwiegenden politischen Krise nicht eine größere, militärische Krise wird.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Interessierter » 27. Juni 2015, 07:55

Erstes Telefonat seit Monaten - Putin protestiert gegen Verlegung schwerer Waffen

Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit US-Präsident Barack Obama telefoniert. Anlass: Die Nato hat zuvor angekündigt, erstmals schwere Waffen in ehemaligen Staaten der Warschauer Paktes zu stationieren.

Obama konterte Putins Kritik an der neuerlichen Aggression des Westens, mit der Forderung, Russland möge alle angeblich in der Ukraine eingesetzten Waffen und Soldaten aus dem Land abziehen. Die russische Regierung hat allerdings wiederholt erklärt, keine Truppen in der Ukraine einzusetzen.

Der vollständige Beitrag hier:
http://www.freiewelt.net/nachricht/puti ... -10062375/
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 27. Juni 2015, 21:17

Russlands Präsident Wladimir forderte bereits benachbarte Länder dazu auf, "Präventionsmaßnahmen" im Kampf gegen den IS zu ergreifen. Wie stark die Gefahr ist, zeigt die Gründung des "Emirat Kaukasus" und folgender Artikel, er handelt u.a. davon, wie intelligente Russinnen nach Syrien reisen um sich dem IS anzuschließen.

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... isier.html

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 28. Juni 2015, 13:18

Die Russen haben in der Hinsicht die selben Probleme, wie das restliche Europa.

Eine große Chance, wenn das mal ein paar Politiker begreifen und auf die Russen zugehen würden.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 28. Juni 2015, 13:21

Spartacus hat geschrieben: Eine große Chance, wenn das mal ein paar Politiker begreifen und auf die Russen zugehen würden.
Sparta


Warum gehen die Russen nicht auf die bereits tätige Anti-IS-Koalition zu und schließen sich ihr an?
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 29. Juni 2015, 14:13

Na,da wird Putler wohl wieder auf Lada umsteigen müssen:

http://m.rp-online.de/politik/ausland/r ... -1.5185672

[flash]

p.s.Lada geht auch nicht.Ist ne Fiat Tochter.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 29. Juni 2015, 17:53

HPA hat geschrieben:Na,da wird Putler wohl wieder auf Lada umsteigen müssen:

http://m.rp-online.de/politik/ausland/r ... -1.5185672

[flash]

p.s.Lada geht auch nicht.Ist ne Fiat Tochter.


Genauere Kenntnisse würden viele seiner Landsleute davon abbringen, deutsche Waren zu kaufen, glaubt der Parlamentarier.


Na glauben kann der viel, nur wissen tut er anscheinend nichts. [flash]

Die Russen kennen also keine deutschen Waren? Mönsch die haben die schon zu DDR - Zeiten ganz
genau gekannt. Ist wahrscheinlich nur ein Witz, kommt ja die Sommerpause, gelle.

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon augenzeuge » 29. Juni 2015, 18:09

Gut zwei Wochen nach ihrem Treffen in Rom haben Kremlchef Wladimir Putin und der italienische Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi nun ein gemeinsames Wochenende in Sibirien verbracht.
Die beiden Politiker ließen sich im Altai-Gebirge in einem Gästehaus des staatlichen Ölunternehmens Gazprom Neft nieder, wie Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte.

Informationen zu weiblichem Begleitservice gab es nicht.... [grins]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon HPA » 30. Juni 2015, 17:26

Und der russische Revisionismus geht weiter.
War die Anerkennung der Unabhängigkeit der baltischen Staaten illegal? Diesen Verdacht prüft jetzt zumindest die russische Generalstaatsanwaltschaft - auf Antrag mehrerer Parlamentsabgeordneter. Das Resultat der Prüfung werde ähnlich ausfallen wie bei der Krim, zitieren russische Medien Ermittlerkreise- auch im Falle der Halbsinsel kam die Behörde zu dem Schluss, deren Übergabe an die Ukrainische SSR 1954 sei illegal gewesen.

Man sollte die russische Duma und die russische Generalstaatsanwalt für das Guiness-Buch nominieren, für den Weltrekord an irrsinnigen und aggressiven Initiativen. Und prüfen, ob es nicht einen Paragraphen gibt, unter denen solche Vorstöße gegen Nachbarländer und deren Unabhängigkeit fallen. Man stelle sich mal vor, die Bundesanwaltschaft würde auf Initiative mehrerer Bundestagsabgeordneter prüfen, ob Kaliningrads "Anschluss" an Russland illegal war und ob die Stadt nicht doch noch zu Deutschland gehöre. Oder ob Österreichs Unabhängigkeit nach 1945 dem Gesetz entspricht.

http://www.newsru.com/russia/30jun2015/genprok.html
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Spartacus » 30. Juni 2015, 17:53

Man sollte die russische Duma und die russische Generalstaatsanwalt für das Guiness-Buch nominieren, für den Weltrekord an irrsinnigen und aggressiven Initiativen.


Das stimmt natürlich, denn man kann nicht die Vergangenheit korrigieren. Die Krim sehe ich aber nach wie
vor als Sonderfall.

LG

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Neuer Beitragvon Sirius » 30. Juni 2015, 17:55

HPA hat geschrieben:Und der russische Revisionismus geht weiter.
War die Anerkennung der Unabhängigkeit der baltischen Staaten illegal? Diesen Verdacht prüft jetzt zumindest die russische Generalstaatsanwaltschaft - auf Antrag mehrerer Parlamentsabgeordneter. Das Resultat der Prüfung werde ähnlich ausfallen wie bei der Krim, zitieren russische Medien Ermittlerkreise- auch im Falle der Halbsinsel kam die Behörde zu dem Schluss, deren Übergabe an die Ukrainische SSR 1954 sei illegal gewesen.

Man sollte die russische Duma und die russische Generalstaatsanwalt für das Guiness-Buch nominieren, für den Weltrekord an irrsinnigen und aggressiven Initiativen. Und prüfen, ob es nicht einen Paragraphen gibt, unter denen solche Vorstöße gegen Nachbarländer und deren Unabhängigkeit fallen. Man stelle sich mal vor, die Bundesanwaltschaft würde auf Initiative mehrerer Bundestagsabgeordneter prüfen, ob Kaliningrads "Anschluss" an Russland illegal war und ob die Stadt nicht doch noch zu Deutschland gehöre. Oder ob Österreichs Unabhängigkeit nach 1945 dem Gesetz entspricht.

http://www.newsru.com/russia/30jun2015/genprok.html


Der Besitz der Krim durch die Russen war auch im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert illegal - sie gehört eigentlich der Türkei als Nachfolger des osmanischen Reichs. Russland an sich ist auch ein illegaler Staat. Das Gebiet wurde den Mongolen und Polen/Litauen illegal entzogen. [wink]

Jetzt im Ernst; was diese Provokationen sollen, ist nicht ganz klar. Den Westen zu militärischen Gegenmaßnahmen (Stationierung weiterer Truppen im Baltikum u.s.w.) provozieren, um der eigenen russischen Bevölkerung den Westen als angeblichen Kriegstreiber zu präsentieren? Ich habe keine Ahnung was der Grund dafür ist. Vielleicht gibt es auch keinen tieferen Sinn, und ein paar Ultranationalisten - manche würden sie Faschisten nennen - möchten sich nur verbal austoben und wie die Axt im Wald benehmen.
Sirius
 

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