Stasi Akten öffnen oder schließen?

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 11:18

augenzeuge hat geschrieben:
Bist du wirklich der Meinung,dass die von dir bewiesenen Dinge das bewiesene Unrecht in den Schatten stellen?
Wenn es so wäre, dass wäre das für deine Objektivität bedauerlich.
AZ


Es geht doch hier gar nicht darum, Dinge in den Schatten zu stellen. Es geht lediglich darum, dass es Ereignisse und Vorgänge gibt, die durch die Behörde keinerlei Erwähnung finden, weil sie nicht in das politische diktierte Konzept passen.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon augenzeuge » 10. April 2015, 12:31

Merkur, tut mir leid, aber den Vergleich muss ich bemühen. Es ist auch korrekt, dass sich immer Geheimpolizisten, -dienste vergangener Diktaturen mit Dingen beschäftigt haben, die heute als sachlich korrekt bewertet werden müssen.
AZ
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 13:01

augenzeuge hat geschrieben:Merkur, tut mir leid, aber den Vergleich muss ich bemühen. Es ist auch korrekt, dass sich immer Geheimpolizisten, -dienste vergangener Diktaturen mit Dingen beschäftigt haben, die heute als sachlich korrekt bewertet werden müssen.
AZ


Es muss Dir nicht leid tun und ich denke, dass Du den Vergleich gern bemühst. Letztlich stellt sich mir die Frage, warum man über solche Dinge im Kontext einer allumfassenden Darstellung nicht berichtet. Sonst ist man doch bemüht, jeden noch so unwichtigen Puzzelstein breitzutreten. Nur man verkennt, dass das Gesamtbild nie stimmig werden wird, wenn man bestimmte Zusammenhänge außen vor lässt. Aber vielleicht möchte man ja gar kein allumfassendes und stimmiges Gesamtbild.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Spartacus » 10. April 2015, 16:55

Spartacus hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Die STASI war somit auch nach DDR - Recht eine verbrecherische Organisation.
Schon mal drüber nachgedacht?

Sparta


Das magst DU so sehen, was Dir unbenommen sein soll.
Juristisch ist sie das gewiss nicht. Und das lag ganz sicher nicht daran, dass es derartige Gedanken und Bemühungen nicht gegeben hätte, sie in die Nähe einer solchen Organisation zu rücken. Mal drüber nachgedacht?



Keine Ahnung wo her du deine Überzeugung hast, aber eben gerade juristisch gesehen, ist es genau so,
wie ich es geschrieben habe. Stell dir mal vor, das die meisten politischen Urteile in der DDR heute
von bundesdeutschen Gerichten annulliert werden, da sie auch gegen damals geltendes DDR - Recht
verstoßen haben. Habe ich zum Beispiel in meinem Rehablitationsurteil schwarz auf weiß.

Des weiteren, nenne mir einen - nur einen - maßgeblichen DDR - Paragraphen der DDR Verfassung,
gegen den die STASI nicht selbst verstoßen hat?

Nehmen wir spaßenshalber diesen einmal.

Artikel 100

(1) Über die Zulässigkeit von Untersuchungshaft hat nur der Richter zu entscheiden. Verhaftete sind spätestens am Tage nach ihrer Verhaftung dem Richter vorzuführen.
(2) Der Richter oder der Staatsanwalt haben im Rahmen ihrer Verantwortung jederzeit zu prüfen, ob die Voraussetzung der Untersuchungshaft noch vorliegen.
(3) Der Staatsanwalt hat nächste Angehörige des Verhafteten innerhalb von 24 Stunden nach der ersten richterlichen Vernehmung zu benachrichtigen.
Ausnahmen sind nur zulässig, wenn durch die Benachrichtigung der Zweck der Untersuchung gefährdet wird. In diesen Fällen erfolgt die Benachrichtigung nach Wegfall der Gefährdungsgründe.


In meinem Fall hat dieser Artikel anscheinend überhaupt nicht existiert, denn ich wurde keinem Richter
vorgeführt, Punkt 2 kann ich natürlich nicht wissen, aber auch meine Angehörigen wurden nicht informiert
und wußten lange Zeit gar nicht, wo ich war.

Und ich war da ganz bestimmt kein Einzelfall.

Aber du kannst ja ruhig mal versuchen, mir einen Artikel der staatsbürgerlichen Rechte zu nennen, gegen
den die STASI inklusive Richter, Staatsanwälte und dem ganzen Gesockse, nicht verstoßen haben.

Viel Spaß, denn hier hat schon Karnak klein bei gegeben. [hallo]

LG

Sparta


Zitiere ich mich mal selbst Merkur, da Du schon wieder mit dem "stimmigen Gesamtbild " daher kommst.

Also, wie passt das ständige Brechen der bestehenden Verfassung der DDR durch die STASI in dein
" stimmiges Gesamtbild " ?

Vielleicht kommt da ja mal eine Antwort von Dir?

LG

Sparta


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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 19:01

Spartacus hat geschrieben:Zitiere ich mich mal selbst Merkur, da Du schon wieder mit dem "stimmigen Gesamtbild " daher kommst.
Also, wie passt das ständige Brechen der bestehenden Verfassung der DDR durch die STASI in dein
" stimmiges Gesamtbild " ?
Vielleicht kommt da ja mal eine Antwort von Dir?


Du kannst Dich gern selbst zitierten, ich habe damit kein Problem. Allerdings entscheide ich für mich, ob und wann ich wem antwortete.
Ich kenne weder Deinen Fall noch die Akten. Daher weiß ich nicht, worüber ich mit Dir diskutieren soll. Ich bestreite auch nicht, dass es Unregelmäßigkeiten oder Verfehlungen gegeben hat. Von mir aus auch in Deinem Fall. Ich gehe davon aus, dass dies in jedem Rechtssystem der Welt so ist. In den so hochgelobten USA sitzen Unschuldige in der Todeszelle und nachweislich wurden auch Unschuldige hingerichtet. Nur würde niemand auf die Idee kommen, die USA als Unrechtsstaat zu bezeichnen. Auch hier geschieht Unrecht, weil Menschen falsch agieren bzw. ungesetzmäßig handeln. Und auch in der DDR geschah selbstverständlich Unrecht. Nur ist sie deswegen nach meiner Auffassung kein Unrechtsstaat.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Interessierter » 10. April 2015, 19:25

Merkur, Du scheust Dich nicht einmal davor Gefangene, die in allen Staaten der Welt aufgrund eines Justizirrtums irrtümlicherweise einsitzen oder einsaßen mit den Gefangenen in der DDR zu vergleichen, die dieser Staat in Zuchthäuser warf, nur weil sie Andersdenkende waren, die man teilweise solange physisch und psychisch bearbeitete, bis sie alles Gestanden und unterschrieben.

Diese ewiggestrige " Objekivität " zieht sich wie ein roter Faden durch Deine Beiträge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 19:34

Interessierter hat geschrieben:Merkur, Du scheust Dich nicht einmal davor Gefangene, die in allen Staaten der Welt aufgrund eines Justizirrtums irrtümlicherweise einsitzen oder einsaßen mit den Gefangenen in der DDR zu vergleichen
Diese ewiggestrige " Objekivität " zieht sich wie ein roter Faden durch Deine Beiträge.


Na dann lies mal, warum Debra Milke 25 Jahre in der Todeszelle saß. Sind dort von den Ermittlern nicht maßgebliche Beweise manipuliert worden?
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 10. April 2015, 19:36

Merkur, wer nicht so dachte oder redete wie es die Obrigkeit der DDR verlangte, der ist weg vom Fenster gewesen! Das soll laut Deinen Worten Demokratie gewesen sein? [frown]
Da es so wahr, hat dieser damalige Staat(DDR) das Wort Unrechsstaat verdient! Das es auch heute noch solche gibt, bestreite ich nicht! Aber wir wollen doch beim Thema bleiben und nicht, was ja einige sehr gut können, ablenken! Das konnten die Genossen in der DDR auch sehr gut!!!!! [wut]
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Huf » 10. April 2015, 19:49

Und wenn mir nun auch hier oder sonstwo die Meinungsäußerung verboten werden würde, es gibt historisch gesehen keinerlei objektiv begründbaren, schon gar nicht entschuldigenden Grund für das Wirken jener Linien des MfS, die sich ausschließlich mit der Observation der eigenen Bevölkerung und mit dem terrorähnlichen Vorgehen gegen Andersdenkende in der DDR abgegeben haben!

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 19:59

Huf hat geschrieben:Und wenn mir nun auch hier oder sonstwo die Meinungsäußerung verboten werden würde, es gibt historisch gesehen keinerlei objektiv begründbaren, schon gar nicht entschuldigenden Grund für das Wirken jener Linien des MfS, die sich ausschließlich mit der Observation der eigenen Bevölkerung und mit dem terrorähnlichen Vorgehen gegen Andersdenkende in der DDR abgegeben haben!

VG Huf [hallo]


Nach meiner Kenntnis hat es eine solche Linie auch nicht gegeben.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Huf » 10. April 2015, 20:06

Natürlich gab es keine Kräfte, die Bürger der ehem. DDR vom MfS beobachtet, fotografiert haben und durch Denunzianten beobachtet worden sind...und dann deren teilweise denunziativ verfassten Berichte in die Berichte der Stasi eingegangen sind...

Danke für Deinen Beitrag, @Merkur, eine persönliche Verhakung wollte ich eigentlich vermeiden.

VG Huf [hallo]
Zuletzt geändert von Huf am 10. April 2015, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon bürger der ddr » 10. April 2015, 20:09

Nur gut das die heutigen Geheimdienste ihre Akten nicht offen legen müssen........
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 20:15

Huf hat geschrieben:Natürlich gab es keine Kräfte, die Bürger der ehem. DDR vom MfS beobachtet, fotografiert haben und durch Denunzianten beobachtet worden sind...und dann in die Berichte der Stasi eingegangen sind...

Danke für Deinen Beitrag, @Merkur, eine persönliche Verhakung wollte ich eigentlich vermeiden.

VG Huf [hallo]


Mir würde es reichen, wenn Du mir die Linien nennst, "die sich ausschließlich mit der Observation der eigenen Bevölkerung und terrorähnlichen Vorgehen gegen Andersdenkende in der DDR abgegeben haben."
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 10. April 2015, 20:19

Merkur hat geschrieben:
Huf hat geschrieben:Und wenn mir nun auch hier oder sonstwo die Meinungsäußerung verboten werden würde, es gibt historisch gesehen keinerlei objektiv begründbaren, schon gar nicht entschuldigenden Grund für das Wirken jener Linien des MfS, die sich ausschließlich mit der Observation der eigenen Bevölkerung und mit dem terrorähnlichen Vorgehen gegen Andersdenkende in der DDR abgegeben haben!

VG Huf [hallo]


Nach meiner Kenntnis hat es eine solche Linie auch nicht gegeben.

Erstaunlich was Du alles so weißt! Wer wurde den nun, Deiner Meinung nach, observiert? Komisch, scheint meine Akte gefälscht zu sein! Bestimmt vom BND! [laugh]
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 20:28

steffen52-1 hat geschrieben:Erstaunlich was Du alles so weißt!
Grüsse steffen52-1


Ich finde es eher erstaunlich, was Viele so alles nicht wissen, die hier tagtäglich ernsthaft mitdiskutieren. Du kennst das Linienprinzip?
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 10. April 2015, 20:45

Merkur hat geschrieben:
steffen52-1 hat geschrieben:Erstaunlich was Du alles so weißt!
Grüsse steffen52-1


Ich finde es eher erstaunlich, was Viele so alles nicht wissen, die hier tagtäglich ernsthaft mitdiskutieren. Du kennst das Linienprinzip?

Sollte ich es nicht kennen. Dann erkläre es mir, da ich wahrscheinlich zu blöd bin es zu verstehen! Steffen setzen 6!! [frown]
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 10. April 2015, 20:52

steffen52-1 hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
steffen52-1 hat geschrieben:Erstaunlich was Du alles so weißt!
Grüsse steffen52-1


Ich finde es eher erstaunlich, was Viele so alles nicht wissen, die hier tagtäglich ernsthaft mitdiskutieren. Du kennst das Linienprinzip?

Sollte ich es nicht kennen. Dann erkläre es mir, da ich wahrscheinlich zu blöd bin es zu verstehen! Steffen setzen 6!! [frown]
Grüsse steffen52-1


Ich denke, wenn man ernsthaft zum Thema diskutieren möchte, sollte man die Strukturen kennen. Daraus ergibt sich dann das Linienprinzip. Alles in den BStU-Handbüchern nachlesbar.
Wenn mir der Huf die entsprechende Linie genannt hat, erkläre ich Dir anhand dieser das Linienprinzip.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 10. April 2015, 21:10

Merkur hat geschrieben:
steffen52-1 hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
steffen52-1 hat geschrieben:Erstaunlich was Du alles so weißt!
Grüsse steffen52-1


Ich finde es eher erstaunlich, was Viele so alles nicht wissen, die hier tagtäglich ernsthaft mitdiskutieren. Du kennst das Linienprinzip?

Sollte ich es nicht kennen. Dann erkläre es mir, da ich wahrscheinlich zu blöd bin es zu verstehen! Steffen setzen 6!! [frown]
Grüsse steffen52-1


Ich denke, wenn man ernsthaft zum Thema diskutieren möchte, sollte man die Strukturen kennen. Daraus ergibt sich dann das Linienprinzip. Alles in den BStU-Handbüchern nachlesbar.
Wenn mir der Huf die entsprechende Linie genannt hat, erkläre ich Dir anhand dieser das Linienprinzip.

Willst Du damit sagen, das ich nicht ernsthaft diskutiere? Ich schreibe das was ich erlebt habe in fast 40 Jahren in der DDR! Was mir wieder fahren ist, von den Genossen des MfS und deren Spitzel!
Was ist daran falsch? Brauche ich da ein Handbuch oder eine Linienprinzip? Die Leidlinie habe ich am eigenen Leib erlebt und da braucht mir keiner etwas dazu erklären! Erlebt und halt die Wahrheit, mehr
nicht! Was das MfS für Richtlinien hatte in Beziehung Geheimdienst ist mir Wurst, mir geht es einfach nur um das bespitzeln der eigenen Bürger und das ist leider denen ihre Hauptaufgabe gewesen!
Das sie(MfS) auch noch andere Aufgaben hatte, bestreite ich ja nicht, jeder Staat braucht einen Geheimdienst, aber nicht so einen der es im großen und ganzen auf die eigenen Bürger abgesehen hatte! [wut]
Daran ist doch zu erkennen, was die Damalige für eine Angst hatte, das ihre Bürger vielleicht doch nicht ihrer Meinung zu der DDR haben! Wie krank ist das gewesen?
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 10. April 2015, 21:32

Keine Antwort, ist auch eine Antwort! [hallo] Gute Nacht!
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon andr.k » 10. April 2015, 21:50

steffen52-1 hat geschrieben:Merkur, wer nicht so dachte oder redete wie es die Obrigkeit der DDR verlangte, der ist weg vom Fenster gewesen! Das soll laut Deinen Worten Demokratie gewesen sein? [frown]
[wut]
Grüsse steffen52-1


Moin Steffen,

Es gab sogar gewisse Mitarbeiter in den Reihen der Polizei, die sich erfolgreich vor einer SED-Mitgliedschaft drücken konnten. Klingt für Dich sicherlich unwahrscheinlich, war aber so. [grins] Und, selbst ohne "Partei" konnte man ein Studium für Kriminalistik an der Humboldt-Universität zu Berlin absolvieren.

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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon andr.k » 10. April 2015, 22:22

steffen52-1 hat geschrieben:Willst Du damit sagen, das ich nicht ernsthaft diskutiere? Ich schreibe das was ich erlebt habe in fast 40 Jahren in der DDR! Was mir wieder fahren ist, von den Genossen des MfS und deren Spitzel!
Was ist daran falsch? Brauche ich da ein Handbuch oder eine Linienprinzip? Die Leidlinie habe ich am eigenen Leib erlebt und da braucht mir keiner etwas dazu erklären! Erlebt und halt die Wahrheit, mehr
nicht! Was das MfS für Richtlinien hatte in Beziehung Geheimdienst ist mir Wurst, mir geht es einfach nur um das bespitzeln der eigenen Bürger und das ist leider denen ihre Hauptaufgabe gewesen!
Das sie(MfS) auch noch andere Aufgaben hatte, bestreite ich ja nicht, jeder Staat braucht einen Geheimdienst, aber nicht so einen der es im großen und ganzen auf die eigenen Bürger abgesehen hatte! [wut]
Daran ist doch zu erkennen, was die Damalige für eine Angst hatte, das ihre Bürger vielleicht doch nicht ihrer Meinung zu der DDR haben! Wie krank ist das gewesen?
Grüsse steffen52-1


Sorry, Steffen, eigentlich konntest Du doch erst nach dem Lesen Deiner Akte wissen, dass Du ins Visier des MfS geraten bist. Die Gründe dafür stehen sicherlich auch in Deiner Akte.

AK
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon tom-jericho » 11. April 2015, 02:01

steffen52-1 hat geschrieben:
Merkur hat geschrieben:
Huf hat geschrieben:Und wenn mir nun auch hier oder sonstwo die Meinungsäußerung verboten werden würde, es gibt historisch gesehen keinerlei objektiv begründbaren, schon gar nicht entschuldigenden Grund für das Wirken jener Linien des MfS, die sich ausschließlich mit der Observation der eigenen Bevölkerung und mit dem terrorähnlichen Vorgehen gegen Andersdenkende in der DDR abgegeben haben!

VG Huf [hallo]


Nach meiner Kenntnis hat es eine solche Linie auch nicht gegeben.

Erstaunlich was Du alles so weißt! Wer wurde den nun, Deiner Meinung nach, observiert? Komisch, scheint meine Akte gefälscht zu sein! Bestimmt vom BND! [laugh]
Grüsse steffen52-1


Deine vielleicht nicht, aber ...

Vielleicht warst Du im Wendeherbst ein zu kleines Licht?
tom-jericho
 

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon tom-jericho » 11. April 2015, 02:08

Hier spricht Edgar ... ähm ... euer Unrechts-Tom

Die Themenüberschrift ist falsch gewählt.

Besser wäre:

"MfS-Täter-und Opferakten weiterhin für offen erklären oder schließen"

Denn um andere Akten scheint es euch ja in diesem Forum nicht zu gehen.

Der Vollstrecker der Linie XI [hallo]
tom-jericho
 

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Nov65 » 11. April 2015, 10:19

Nun sollte nichts vermauschelt, bagatellisiert oder vereinfacht werden. Die menschenverachtende Seite des MfS ist ausreichend belegt, auch durch noch lebende Opfer. Dass es ganz sicher auch Handlungendes des MfS in der Abwehr von Alltagsgefahren für die DDR-Bevölkerung gegeben hat, sollte auch nicht bestritten werden. Aber: Ist das eine Aufgabe für einen Geheimdienst? In einer Diktatur ja! Allzuständigkeit dieses Instrumentes der Machterhaltung des Regimes!
In einem Rechtsstaat ist die erste Frage: Wer ist zuständig? Übereifer ist nicht gefragt und auch nicht angebracht.

Jede versuchte "Reinwaschung" des MfS trifft auf die Ablehnung vieler ehemaliger DDR-Bürger. So meine Meinung. Es ist nicht alles aufgehellt, und vieles bleibt in den verbrannten Aschehaufen von '89.
Nennenswert ist doch die Integration von hauptamtlichen Mitarbeitern in den Alltagsprozess der Menschen. IM haben es nicht so leicht. Sie werden als "Verräter von nebenan" gesehen. Das wiegt in vieler Augen schwerer.
Deshalb, die Akten sollen weiterhin zugänglich sein.
Gruß, Andreas
Nov65
 
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Merkur » 11. April 2015, 11:11

Nov65 hat geschrieben:Dass es ganz sicher auch Handlungendes des MfS in der Abwehr von Alltagsgefahren für die DDR-Bevölkerung gegeben hat, sollte auch nicht bestritten werden. Aber: Ist das eine Aufgabe für einen Geheimdienst? In einer Diktatur ja!
Gruß, Andreas


Andreas, das MfS betrachtete sich nicht als Geheimdienst, sondern als Schutz- und Sicherheitsorgan.
Der Unterschied zum Geheimdienst besteht beispielsweise darin, dass das MfS nach der Strafprozessordnung als Untersuchungsorgan legitimiert war. Natürlich arbeitete das MfS auch mit konspirativen Mitteln und Methoden.
Es ist für mich letztlich keine Frage der Staatsform. Auch das BKA zum Beispiel arbeitet mit verdeckten Methoden und ist auch kein Geheimdienst. Letztlich sind es Fragen der Organisation und der Struktur.
Für das MfS war der Auftrag klar umrissen und abgegrenzt zur "normalen" Polizeiarbeit. Alles nachlesbar in den entsprechenden Statuten. Man muss sie nur mal lesen.
Selbstverständlich muss jeder seine individuelle Sicht bzw. Meinung haben und schreiben. Quelle: Augenzeuge.
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Olaf Sch. » 11. April 2015, 11:30

die Stasi/KGB und Partner/Vorläuferorganisationen - Abbild der Regierenden.
Olaf Sch.
 

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Bahndamm 68 » 11. April 2015, 12:01

Merkur hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Dass es ganz sicher auch Handlungendes des MfS in der Abwehr von Alltagsgefahren für die DDR-Bevölkerung gegeben hat, sollte auch nicht bestritten werden. Aber: Ist das eine Aufgabe für einen Geheimdienst? In einer Diktatur ja!
Gruß, Andreas


Andreas, das MfS betrachtete sich nicht als Geheimdienst, sondern als Schutz- und Sicherheitsorgan.
Der Unterschied zum Geheimdienst besteht beispielsweise darin, dass das MfS nach der Strafprozessordnung als Untersuchungsorgan legitimiert war. Natürlich arbeitete das MfS auch mit konspirativen Mitteln und Methoden.
Es ist für mich letztlich keine Frage der Staatsform. Auch das BKA zum Beispiel arbeitet mit verdeckten Methoden und ist auch kein Geheimdienst. Letztlich sind es Fragen der Organisation und der Struktur.
Für das MfS war der Auftrag klar umrissen und abgegrenzt zur "normalen" Polizeiarbeit. Alles nachlesbar in den entsprechenden Statuten. Man muss sie nur mal lesen.


All dies hier Geschriebene lass ich so stehen, wie beschrieben.

In meiner Stasi–Akte habe ich lesen können, dass u.a. in meiner Grenzer Zeit der Briefverkehr mit meinen Eltern kontrolliert wurde. Und dies alles vom MfS.
War dies nun alles gut und richtig?
VG Bahndamm 68
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon steffen52-1 » 11. April 2015, 19:37

Bei mir ist jeder Brief, welchen ich in die alte BRD geschrieben habe, in der Stasiakte kopiert und fest gehalten! Eine riesen Sauerei! Der Vorteil für mich, kann alles nachlesen was ich vor mehr als 35 Jahren alles
geschrieben habe!! [laugh]
Grüsse steffen52-1
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Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon Olaf Sch. » 11. April 2015, 20:48

tja Ehrenmänner lesen keine fremde Post!
Olaf Sch.
 

Re: Stasi Akten öffnen oder schließen?

Beitragvon wibi » 12. April 2015, 20:42

Hallo zusammen,Die Frage muss eine andere werden,die Akten der Stasimitarbeiter müssen endlich geöffnet werden,das die Welt erfährt was das für Gesinnungsgenossen waren die wie die Nazis das Volk verflogt haben ohne jeden Skrupel.Wer bei Stasi mitgemacht hat ist und bleibt ein S... Heute gedenken wir der Befreiung von Buchenwald und dieses System wurde lückenlos erst durch die Russen und dann von"DDR"weiter geführt noch perfekter nur mit weniger Toten.Das ganze Datenschutz gequatsche hat sowieso kein Fundament (siehe USA) und muss für die Stasileute außer kraft gesetzt werden.Es müssen im Internet Bilder von den Peinigern gezeigt werden dürfen,damit jeder sie sieht.Dank Diestel leben sie schön in der Anonymität mit einer dicken Pension.Den NS Opfern mache ich den Vorwurf,das sie zu den"DDR Zeiten "keinen Ton zu der Weiterführung des NS Systems unter einer anderen Farbe gesagt haben.Vielleicht bekommen es die Stasiverbrecher auch noch hin das die Opfern sagen werden ihr war ja so lieb und alles hatte seine Richtigkeit.
wibi
 

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