Russland, Putin und die Politik...

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 9. März 2015, 16:15

Danke @pentium für Text und Link.
Ja, dieser Inhalt sollte mehr Verbreitung finden. In erster Linie aber in Russland!
Also nichts mit "alter russischer Erde" und dem Recht, diese heute "einzusammeln".
Gab es nicht schon einmal so eine verniedlichende Bezeichnung für Annexion mit dem simplen Ausspruch "Lebensraum im Osten..." ?
Inhaltlich gleichen sich beide Verdummungs-Ansprüche.
Die Sowjetunion mit ihren Sowjetrepubliken zerfiel, autonome Staaten entstanden. Warum nur billigt man von russischer Seite
(und leider auch in diesem Forum) der Ukraine nicht den gleichen Status wie den ehemaligen Sowjetrepubliken EST,LIT,LET und heutigen autonomen Baltischen Staaten zu, nämlich die Souveränität?
Wohl nur, weil dieses Land noch zu haben ist, wie man meint. Ohne Natomitgliedschaft und nicht in der EU, und deshalb schutzlos.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nostalgiker » 9. März 2015, 17:04

EST,LIT,LET sind die Baltischen Staaten .....
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 9. März 2015, 17:49

Thoth hat geschrieben:EST,LIT,LET sind die Baltischen Staaten .....

Meine Kürzel entsprachen nicht den Kennzeichen, sondern eben den Abkürzungen der Staaten.
Ein kleiner Hinweis auf die korrekten Kfz.-Kennzeichen wäre zu deiner Bemerkung die Alternative gewesen. Du hast die dir eigene Art der Aussage gewählt.
Also die Kennzeichen der baltischen Staaten, richtigerweise für @Thoth.
EST=Estland
LV = Lettland
LT = Litauen
Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nostalgiker » 9. März 2015, 17:53

Du hast von Autokennzeichen geschrieben?
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon pentium » 9. März 2015, 17:55

Können wir mal zum Thema zurückkommen oder wollen wir jetzt eine Runde Haare spallten?

pentium
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 9. März 2015, 17:58

pentium hat geschrieben:Können wir mal zum Thema zurückkommen oder wollen wir jetzt eine Runde Haare spallten?

pentium

Ich gerne. Der Kennzeichenliebhaber sortiert womöglich seine Schilder.
Gruß, Andreas
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nostalgiker » 9. März 2015, 18:19

Ich habe Verständnis für Leute welche unter Zwangshandlungen leiden .......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon tom-jericho » 9. März 2015, 18:31

Och nö mönsch Männers aber ooch, sagt doch einfach wieder Baltikum!
tom-jericho
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon tom-jericho » 9. März 2015, 18:35

Nov65 hat geschrieben:Danke @pentium für Text und Link.
Ja, dieser Inhalt sollte mehr Verbreitung finden. In erster Linie aber in Russland!
Also nichts mit "alter russischer Erde" und dem Recht, diese heute "einzusammeln".
Gab es nicht schon einmal so eine verniedlichende Bezeichnung für Annexion mit dem simplen Ausspruch "Lebensraum im Osten..." ?
Inhaltlich gleichen sich beide Verdummungs-Ansprüche.
Die Sowjetunion mit ihren Sowjetrepubliken zerfiel, autonome Staaten entstanden. Warum nur billigt man von russischer Seite
(und leider auch in diesem Forum) der Ukraine nicht den gleichen Status wie den ehemaligen Sowjetrepubliken EST,LIT,LET und heutigen autonomen Baltischen Staaten zu, nämlich die Souveränität?
Wohl nur, weil dieses Land noch zu haben ist, wie man meint. Ohne Natomitgliedschaft und nicht in der EU, und deshalb schutzlos.
Gruß, Andreas


Und du würdest es auch wieder lustig empfinden, wenn auch noch UKRAINA gezwungen wird der NATO beizutreten???
Solange gehen wohl dann der NATO ihre potenziellen Gegner aus , oder?
tom-jericho
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon augenzeuge » 9. März 2015, 20:02

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 9. März 2015, 22:12

tom-jericho hat geschrieben:
Nov65 hat geschrieben:Danke @pentium für Text und Link.
Ja, dieser Inhalt sollte mehr Verbreitung finden. In erster Linie aber in Russland!
Also nichts mit "alter russischer Erde" und dem Recht, diese heute "einzusammeln".
Gab es nicht schon einmal so eine verniedlichende Bezeichnung für Annexion mit dem simplen Ausspruch "Lebensraum im Osten..." ?
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Die Sowjetunion mit ihren Sowjetrepubliken zerfiel, autonome Staaten entstanden. Warum nur billigt man von russischer Seite
(und leider auch in diesem Forum) der Ukraine nicht den gleichen Status wie den ehemaligen Sowjetrepubliken EST,LIT,LET und heutigen autonomen Baltischen Staaten zu, nämlich die Souveränität?
Wohl nur, weil dieses Land noch zu haben ist, wie man meint. Ohne Natomitgliedschaft und nicht in der EU, und deshalb schutzlos.
Gruß, Andreas


Und du würdest es auch wieder lustig empfinden, wenn auch noch UKRAINA gezwungen wird der NATO beizutreten???
Solange gehen wohl dann der NATO ihre potenziellen Gegner aus , oder?

Hi Tom, der Nato-Beitritt war hier nicht die Frage. Aber: Ohne Nato-Mitgliedschaft lässt sich eben mit der UA leichter spielen...
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon SCORN » 10. März 2015, 00:55

Nov65 hat geschrieben: Ohne Nato-Mitgliedschaft lässt sich eben mit der UA leichter spielen...
Gruß, Andreas


wie darf man denn das verstehen? und bist du Andreas wirklich der meinung dass da kein anderer in der ukraine spielt? ich bin ganz ehrlich, ich respektiere dich als vernünftigen und interessierten gesprächspartner aber wir kommen bei diesem thema nicht auf einen nenner!

mittlerweile konzentriert die ukraine bei debalzewo truppen und technik und verletzt vorsätzlich das minskII abkommen. ich sage hier schon mal für spätestens april eine neue "antiterroroperation" der ukraine vorraus welche wieder zum desaströsen rohrkrepierer wird, und es besteht die gefahr dass dann die dämme brechen könnten!
es dürfte nicht in deinem sinne sein!

gruß
SCORN
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. März 2015, 11:08

Nachlese zur Jauch Runde vom Sonntag

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... land-.html
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon pentium » 10. März 2015, 11:24

Nemzow-Vertrauter zweifelt an Mordtheorie der Justiz

Moskau präsentiert einen geständigen Verdächtigen im Mordfall Nemzow, doch die Zweifel bleiben: Ein Vertrauter des erschossenen Oppositionspolitikers vermutet die Hintermänner des Attentats nicht im Kaukasus - sondern im Kreml.

"Unsere schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden", schrieb Jaschin, der neben Nemzow Co-Vorsitzender der oppositionellen Liberalen Partei in Russland war. Der Mordschütze werde angeklagt, so Jaschin, aber seine Auftraggeber würden ungeschoren davonkommen. Er vermute die Verantwortlichen auch nicht im Kaukasus, sagte Jaschin der britischen BBC.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/b ... 22510.html

Am Ende kommen die Täter immer aus dem Kaukasus!

http://www.spiegel.de/politik/ausland/f ... 22506.html

Maskierte Elitepolizisten schleusen bärtige Männer an Fernsehkameras vorbei ins Gerichtsgebäude, draußen patrouillieren Dutzende Schwerbewaffnete, ein Polizeihubschrauber überfliegt die Szenerie - solche Aufnahmen kennen die Russen seit Jahren aus den Abendnachrichten. Nach Terroranschlägen und spektakulären Mordfällen präsentieren die Strafverfolger schnell Verdächtige - häufig stammen sie aus den Kaukasusrepubliken.

Im Fall Nemzow wiederholt sich das Muster: Der russische Inlandsgeheimdienst FSB ließ fünf Männer aus dem Krisengebiet öffentlichkeitswirksam und unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen nach Moskau schaffen. Alle kommen aus Tschetschenien.

Der Fall Nemzow weist Parallelen zum Mord an der Journalistin Anna Politkowskaja im Oktober 2006 auf. Beide deckten unerschrocken Korruptionsfälle auf und kritisierten Putin. Auch bei Politkowskaja landete nach jahrelangen Ermittlungen ein geständiger korrupter Polizist aus Moskau im Gefängnis, zusammen mit fünf tschetschenischen Tatbeteiligten...]

mfg
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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. März 2015, 12:42

Der Schlächter Kadyrow ist jüngst zusammen mit dem Hauptverdächtigen des Mordes an Litvinenko von Putler mit Orden " geehrt " worden.
Bei der Gelegenheit gab Putler ja nun zu ,den Befehl zur Annexion der Krim gegeben zu haben und gab auch weiterhin zu, sass es sich bei den " grünen Männchen" um Angehörige russischer Spezialtruppen gehandelt hat.

Vielleicht sollte sich auch die Ukraine wieder einen Dreck um das Budapester Memorandum scheren und sich wieder atomar bewaffnen.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Sirius » 10. März 2015, 12:59

HPA hat geschrieben:Nachlese zur Jauch Runde vom Sonntag

http://www.t-online.de/nachrichten/ausl ... land-.html


Noch eine Nachlese:

Eklat hinter den Kulissen: Was die TV-Zuschauer bei Jauchs Russlandrunde nicht sahen

Davon erzählt der Russland-Experte und langjährige FOCUS-Korrespondent Boris Reitschuster auf seiner Facebook-Seite: Nach der Talkshow gestern gerieten sich der Moderator und der Nemzow-Freund Alfred Koch hinter den Kulissen kräftig in die Haare. „Sie wollten mich diskreditieren und fertig machen“, warf Koch, früher Vize-Premier von Russland, Jauch vor. Der Anlass: Der Moderator hatte Koch in der Sendung nach Korruptionsvorwürfen gegen ihn befragt.

„Ich habe selbst Fernsehen gemacht, ich weiß, wie es funktioniert, wie das Medium wirkt, wie leicht man da Leute diskreditieren kann“, sagte der sichtlich erregte Koch zu Jauch. Der antwortete, er werde doch noch Fragen stellen dürfen. Darauf Koch: „Sie stellen so einen Vorwurf in den Raum, und das Motto ist, es bleibt immer etwas hängen. Es war auch ein Versuch, einen aus dem Gleichgewicht zu bringen, unglaubwürdig zu machen. Warum haben Sie das getan?“ Jauch wies die Vorwürfe zurück.

Koch weiter: „Wenn Sie mich nach Korruptionsvorwürfen fragen, warum dann nicht Herrn Platzeck?“ Jauch zeigte sich verwundert: „Mir ist da nichts bekannt!“ Koch: „In Russland hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Herr Platzeck für seine Tätigkeit Geld erhält, dafür, dass er für Putin wirbt.“ Dazu Jauch: „Haben Sie da Beweise? Wenn ja, dann ist es ein großes Thema!“ Koch: „Haben Sie bei mir Beweise? Bei mir hat Ihnen ausgereicht, dass es Gerüchte gibt, um versuchen, mich bloßzustellen. Bei Herrn Platzeck sagen Sie, Sie können die Vorwürfe nicht beweisen, und deswegen sprechen Sie sie nicht an. Das passt doch nicht. Sie waren nicht neutral!“

Die Diskussion ging noch weiter, Koch war aufgebracht und fühlte sich düpiert. Nach dem unterkühlten Abschied von Jauch sagte Koch: „Das ganze hatte doch überhaupt nichts mit dem Thema zu tun. Dass ein deutscher Moderator hier die Kreml-Schmutzkampagne gegen mich aufgreift, finde ich sehr enttäuschend.“ Natürlich kann man sich auch fragen, warum Koch dann nicht gleich auch Platzeck, der als Russlandexperte auftritt und nur rudimentärste Russisch-Kenntnisse hat, zum Flughafen-Debakel befragte. Oder Kondratiew zu seiner Rolle in der Propaganda.

Beim Essen gesellte sich NTW-Korrespondent Konradtiew auch zu einer Runde, in der Schanna Nemzowa, ihre Mutter Raisa und andere zusammenstanden, ich auch. Kondratiew begann wieder, die Rolle Nemzows zu relativieren. „Entschuldigung, ich möchte mir das nicht anhören“, sagte Schanna und ging düpiert davon. Ich lief ihr hinterher. Sie war aufgewühlt: „Ich weiß, das ist vielleicht kein gutes Benehmen, da wegzulaufen, aber ich will mir das nicht antun.“ Ich beruhigte Schanna: „Es bist nicht Du, die hier ein schlechtes Benehmen zeigt.“

Garry Kasparow rief mich nach der Sendung aus New York an. Er zeigte sich sehr zufrieden: „Es ist ein Durchbruch, dass endlich einmal die russische Opposition selbst zu Wort kommt im deutschen Fernsehen. Danke an Herrn Jauch. Es war eine gelungene Sendung. Ich wünsche mir mehr davon“. Schanna selbst war ebenfalls sehr zufrieden: „Ich hoffe, ich habe ein bisschen mitgeholfen, den Menschen in Deutschland die Augen zu öffnen. Ich bin froh und dankbar, dass ich diese Möglichkeit hatte.“

http://www.focus.de/politik/ausland/ukr ... 30869.html


"Koch: „In Russland hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Herr Platzeck für seine Tätigkeit Geld erhält, dafür, dass er für Putin wirbt.“

Gibt´s in Russland solche Gerüchte auch über Gas-Gabi?
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Sirius » 10. März 2015, 13:05

HPA hat geschrieben:Vielleicht sollte sich auch die Ukraine wieder einen Dreck um das Budapester Memorandum scheren und sich wieder atomar bewaffnen.


Über das Thema mache ich mir auch schon seit einiger Zeit Gedanken. Merkwürdigerweise haben sich die Medien in Deutschland noch nicht mit diesem Thema beschäftigt, um die Möglichkeiten bzw. die Probleme einer nuklearen Wiederaufrüstung der Ukraine zu beleuchten.

Heimlich könnte die Ukraine kaum nuklear wiederaufrüsten. Da die ukrainischen Behörden und Organisationen mit russischen Agenten durchsetzt sein sollen, würde das kaum geheim bleiben und die Russen hätten´s wohl schon an die große Glocke gehängt. Also kann man davon ausgehen, dass sie es noch nicht tut. Zudem müsste sie Plutonium aus den AKW abzweigen und dieses in chemisch-physikalischen Prozessen waffenfähig machen, was der IAEO nicht verborgen bleiben würde.

Für die Russen könnte ein ukrainischer Versuch einer atomaren Aufrüstung auch ein Anlass sein, das ganze Land sofort zu besetzen. Diese Gefahr könnte auch ein Grund dafür sein, dass die Ukraine von einem Versuch einer atomaren Aufrüstung bisher Abstand genommen hat.
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. März 2015, 13:30

Sehe ich nicht anders. Ich meinte das nur im Bezug auf das Budapester Memorandum.

Zum Fall Nemzow

Die Mütter der tschetschenischen Angeklagten im Fall des Mordes an Boris Nemzow erklärten, dass ihre Söhne keinen Mord aus religiösen Motiven verüben könnten - sie sind zwar Muslime, interessieren sich aber nicht sonderlich für die Religion. Zaur Dadaew hat sogar Wahabiten bekämpft und dafür Auszeichnungen erhalten. Anzor und Schagid Gubaschews nach Angaben ihrer Mutter haben islamische Bräuche befolgt, waren aber keine religiösen Fanatiker. RA Nemzows und Durizkajas, Wadim Prochorow, erklärte, dass ihm keine Drohungen seitens der Islamisten bekannt sind, die Nemzow angeblich bekommen haben soll. Diese islamische Spur im Verfahren wegen dem Mord an Nemzow ist völlig unverständlich, die Angeklagten stammen aus der Republik, wo solche Spuren "mit glühendem Eisen vernichtet werden." Die Biografien dieser Menschen haben nicht im geringsten etwas mit den fanatischen Islam zu tun. "Die Strafverfolgungsbehörden versuchen den Fokus auf das zu verlagern, was in der FSB-Akademie "Ablenkung auf ein untaugliches Objekt" genannt wird -, sagte Prochorow. Quelle: Slon

https://slon.ru/posts/49165
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Puck » 10. März 2015, 17:51

HPA du solltest vlt. mal im Pentagon nachfragen ,ob die noch jemand brauchen ,der die Werbetrommel rührt !

Vlt. haben die ja noch ne tragbare Atombombe für dich ,damit du endlich dein altmodisches MG ablegen kannst .

Puck
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. März 2015, 18:03

Falls es Deiner geschätzten Aufmerksamkeit entgangen ist: Nicht die Amerikaner haben das Budapester Abkommen gebrochen... [wink]
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Puck » 10. März 2015, 18:05

nee das brauchten sie nicht ! Alles wollen sie ja nun nicht machen .

Puck
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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Spartacus » 10. März 2015, 18:20

Sirius hat geschrieben:
HPA hat geschrieben:Vielleicht sollte sich auch die Ukraine wieder einen Dreck um das Budapester Memorandum scheren und sich wieder atomar bewaffnen.


Über das Thema mache ich mir auch schon seit einiger Zeit Gedanken. Merkwürdigerweise haben sich die Medien in Deutschland noch nicht mit diesem Thema beschäftigt, um die Möglichkeiten bzw. die Probleme einer nuklearen Wiederaufrüstung der Ukraine zu beleuchten.

Heimlich könnte die Ukraine kaum nuklear wiederaufrüsten. Da die ukrainischen Behörden und Organisationen mit russischen Agenten durchsetzt sein sollen, würde das kaum geheim bleiben und die Russen hätten´s wohl schon an die große Glocke gehängt. Also kann man davon ausgehen, dass sie es noch nicht tut. Zudem müsste sie Plutonium aus den AKW abzweigen und dieses in chemisch-physikalischen Prozessen waffenfähig machen, was der IAEO nicht verborgen bleiben würde.

Für die Russen könnte ein ukrainischer Versuch einer atomaren Aufrüstung auch ein Anlass sein, das ganze Land sofort zu besetzen. Diese Gefahr könnte auch ein Grund dafür sein, dass die Ukraine von einem Versuch einer atomaren Aufrüstung bisher Abstand genommen hat.


Da musst du dir keine Gedanken machen Sirius, denn die Ukraine hatte ja nur russische Atomwaffen
( SS 19 + 24) sind also selber gar nicht dazu in der Lage eigene herzustellen.

Also keine Angst, in der Richtung wird nichts passieren. [hallo]

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Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. März 2015, 18:28

Das ist das Trägermittel, nicht das Ei selber Spartacus. Und die Ukraine hat diese Trägermittel selber produziert.

Nicht umsonst heulte der Kreml via seiner Propagandasprachröhren laut auf, als es da letztes Jahr angesichts der Annexion der Krim durch Russland in der Rada Gedankenspiele gab, aus dem Atomwaffensperrvertrag auszusteigen.
Zuletzt geändert von HPA am 10. März 2015, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon HPA » 10. März 2015, 18:30

Der Cicero zu Krone-Schmalz Versuch, Russland zu verstehen.

GABRIELE KRONE-SCHMALZ ÜBER RUSSLAND
Verantwortungslose Verharmlosung der russischen Aggression

Gabriele Krone-Schmalz hat ein Buch verfasst, in dem sie sich einiges vornimmt. Sie möchte „Russland verstehen“. Doch ihr Verständnisappell entwickelt sich zu einer Verteidigungsschrift. Einer Verteidigung der völkerrechtswidrigen Politik Putins

http://www.cicero.de/salon/gabriele-krone-schmalz-ueber-russland-verantwortungslose-verharmlosung-der-russischen
HPA
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 10. März 2015, 19:34

Hi @SCORN,
ich komme jetzt erst dazu, eine Antwort auf deine Vermutung zu geben. Du schreibst
"...wie darf man denn das verstehen? und bist du Andreas wirklich der meinung dass da kein anderer in der ukraine spielt? ich bin ganz ehrlich, ich respektiere dich als vernünftigen und interessierten gesprächspartner aber wir kommen bei diesem thema nicht auf einen nenner!"
Danke für deine Meinung über mich. Vielleicht sind wir zwei ja ein klitzekleines Vorbild, indem wir eben nicht gleicher Auffassung zu einem Thema sind und trotzdem den anderen achten und nicht über den Andersdenkenden herfallen. So soll es auch bleiben!

Zu deiner Frage. Ich bin schon der Meinung, dass nicht nur Russland in der Ukraine seine Interessen wahren möchte.Die USA sind schließlich nicht mit Russland verlobt, sondern sehen wie bereits 70 Jahre lang in Russland einen Kontrahenten in der Weltmachtausübung.Da sind sich beide aber gleich.
Aber warum diese Frage? Nicht die USA haben den Maidan initiiert, sie sind auch nicht auf der Krim in Tarn eingedrungen, haben nicht Separatisten als "Fünfte Kolonne" initiert und unterstützt und sind auch nicht mit Personal und Technik und "Urlaubern" in die Ostukraine, ihrer "Muttererde", reinmarschiert.
Du merkst, ich bin bei dem Thema ziemlich "angefressen". Vor etlichen Monaten habe ich hier im Forum die Meinung vertreten, es wäre gut, wenn die Ukraine erklärte, nicht in die Nato eintreten zu wollen. Ob das aber eine Aggression in der UA verhindert hätte, ist heute mehr als fraglich. Heute bin ich der Meinung, die UA sollte als souveräner Staat auftreten und entscheidet damit selbst, welchen Blöcken sie sich anschließen will. Putin versteht Rücksichtnahme als Schwäche, das meine ich erkannt zu haben und nicht nur ich.
Mal ein Wort zu Platzeck, den ich aus meiner Zeit in Brandenburg ziemlich gut kenne. Was er so von sich gab, ähnelt sehr dem Altkanzler Schröder. Alles bezüglich eigener Interessen sehr verdächtig,unterminiert die Beschlüsse der Koalitionsregierung in Berlin, ist wegen seiner Rolle im d-ru Forum befangen.Eine ehrliche und kritische Meinung versperrt ihm in Moskau jede Tür! Von Frau Krone-Schmalz rede ich lieber nicht...Ihr Buch wird nicht meine Abendlektüre.
Eine atomare Aufrüstung der UA halte ich für eine wenig erfolgsorientierte Option. Vielleicht wäre angesichts der Machtinteressen der beiden Blöcke und der territorialen Lage der UA als Pufferzone die politische Neutralität eine Option?!
Sei gegrüßt von Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Kumpel » 10. März 2015, 20:05

Nov65" schrieb:
................................ Vielleicht wäre angesichts der Machtinteressen der beiden Blöcke und der territorialen Lage der UA als Pufferzone die politische Neutralität eine Option?!


Putin hat keine Angst vor der NATO , seine größtes Problem ist eine Ukraine die sich ähnlich politisch , wirtschaftlich und zivilgesellschaftlich entwickelt wie die Balten oder Polen.
Die Balten haben aufgrund ihrer Winzigkeit kaum Strahlkraft auf die russische Gesellschaft , ganz anders wäre das mit der Ukraine, das sind ja quasi die nächsten Verwandten zu den Russsen.
Sollten nun in der Ukraine europäische Normen einzug halten und diese Transformation auch noch halbwegs gelingen , hat Putinein ernstes Erklärungsproblem an seine eigene Bevölkerung.
Da hilft dann auch die Hasspropaganda aus dem Kreml nicht mehr weiter.
Kumpel
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Interessierter » 11. März 2015, 08:55

Putin hat keine Angst vor der NATO , seine größtes Problem ist eine Ukraine die sich ähnlich politisch , wirtschaftlich und zivilgesellschaftlich entwickelt wie die Balten oder Polen.


Dem zweiten Teil möchte ich gerne in vollem Umfang zustimmen. Allerdings nimmt Rußland wohl nicht unbeeindruckt zur Kenntnis, dass von Berlin bis Tallin die Eu - Staaten ihre Rüstungsetats hochfahren. Finnland und Schweden denken bereits über die Aufnahme in die Nato nach.

Damit noch nicht genug. Im Hafen der lettischen Hauptstadt Riga sind zur gleichen Zeit 750 Panzer, Kampffahrzeuge und Humvees für ein auf drei Monate angelegtes Nato-Manöver im Baltikum an Land gegangen, rund ein Siebentel davon als Geschenk Washingtons an die drei Baltenrepubliken – als Zeichen der Solidarität mit Estland, Lettland und Litauen und als Zeichen der Abschreckung gegenüber Russland und Wladimir Putins potenzielle Begehrlichkeiten in Bezug auf die drei ehemaligen Sowjetrepubliken mit einer mehr oder weniger starken russischer Minderheit. Sergej Lawrow, der russische Außenminister, warf dem Westen prompt Aufrüstung vor der Haustür Russlands vor. Daher meine ich, dass die Nato unter Führung der USA eine starke Macht ist, die ihn mit Sicherheit beeindruckt.
Interessierter
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon SCORN » 11. März 2015, 09:50

wie ein erwachsener mensch im voll besitz seines verstandes allen ernstes die nukleare eskalation in diesem konflikt empfehlen kann ist nicht nachzuvollziehen!

das ist wie russisch roulette, nur mit dem unterschied dass man anstatt einer, sechs patronen in die trommel tut!

ich sah vorgestern einen hollywood film über die kubakriese und die geschehnisse im weißen house in washington damals. sehr authentisch wirkten die us generäle welche um jeden preis ihren krieg wollten! die menschheit stand damals so nah am atomaren abgrund dass es heut noch erschauern lässt mit welcher verantwortungslosigkeit und zynismus die vereinten stabschefs des us militärs damals agierten. und die authentizität der vorgänge ist belegt.

es steht zu befürchten dass die heutigen führenden us-miliärs ähnlich denken, jedenfalls wenn man den lügner und kriegstreiber breedlove als masstab nimmt!

by the way, wenn man ein buch verreist sollte man es wenigstens gelesen haben! [wink]

SCORN
SCORN
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon Nov65 » 11. März 2015, 10:28

Hi @SCORN, deine Aussage
"by the way, wenn man ein buch verreist sollte man es wenigstens gelesen haben! " stimmt ganz allgemein. Aber wenn du mich speziell wegen meiner Kurzaussage zu/über Krone-Schmalz meintest, liegst du nicht richtig. Ich habe nicht ihr Buch zerrissen, weil ich es nicht kenne und auch nicht neugierig auf sie bin. Ich werde es ganz einfach nicht lesen. Mir reichen da bereits ihre einseitigen Schuldzuschreibungen gegen den Westen.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Russland, Putin und die Politik...

Beitragvon SCORN » 11. März 2015, 11:02

Nov65 hat geschrieben:Hi @SCORN, deine Aussage
"by the way, wenn man ein buch verreist sollte man es wenigstens gelesen haben! " stimmt ganz allgemein. Aber wenn du mich speziell wegen meiner Kurzaussage zu/über Krone-Schmalz meintest, liegst du nicht richtig. Ich habe nicht ihr Buch zerrissen, weil ich es nicht kenne und auch nicht neugierig auf sie bin. Ich werde es ganz einfach nicht lesen. Mir reichen da bereits ihre einseitigen Schuldzuschreibungen gegen den Westen.
Grüße von Andreas


Andreas, ich meinte nicht dich! Und um ehrlich zu sein, das Krone-Schmalz und Platzek Bashing zeigt eigentlich nur eins, das Unvermögen sich in die Sichtweise eines anderen auch nur hineinversetzen zu wollen oder zu können! beides sollte aber Vorraussetzung für eine solide Analyse der Entwicklung sein und letztendlich für eine Lösung.....genau wie damals in der Kuba-Krise, wo Gott sei Dank nicht die Militärs sich durchgesetzt haben sondern der Verstand und Geheimdiplomatie! Diesem Umstand haben wir überhaupt zu verdanken dass wir hier alle unsere mehr oder weniger subjektive Sicht ausbreiten können.

ginge es nach den Russlandkreuzzüglern, auch hier im Forum, wäre unser aller Zeit wohl bald abgelaufen, und das mein ich vollkommen ernst!

SCORN
Zuletzt geändert von SCORN am 11. März 2015, 11:07, insgesamt 1-mal geändert.
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