Abschaffung des Bargelds

Themen welche die EU betreffen.

Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 17. Januar 2015, 13:08

Dille hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Der Euro ist weiter im Sinkflug und man verbreitet mal wieder das Märchen der ach so niedrigen
Inflation.

Als ob man Computer, Flat TV`s essen und Benzin trinken könnte



Nu mal langsam @Sparta, zur Berechnung der Inflationsrate werden gewichtete Warenkörbe herangezogen, für die die Verbrauchsgewohnheiten einer bestimmten Bevölkerungsgruppe herangezogen werden (und immer wieder angepaßt werden).

Und gerade heute habe ich einen interessanten Beitrag gelesen, daß selbst die geringen Tagesgeldzinsen von um die 1 % jetzt noch real einen Gewinn bringen, weil eben die Inflationsrate bei 0,2 % liegt. Und vor längerer Zeit ist mir mal eine Statistik über den Weg gelaufen, der man entnehmen konnte, daß zu über 50 % der Zeit des Euro die Realzinsen negativ waren, also auch in Hochzinsphasen die Inflationsrate über dem Nominalzins lag. Insofern sehe ich die Lage jetzt nicht so dramatisch. Übrigens -- die Schweizer kamen schon immer zum Einkauf von Lebensmitteln nach Deutschland -- jetzt ist es für sie nur noch billiger geworden.

Gruß, Dille


Tja Dille nur die sogenannten gewichtete Warenkörbe spiegeln nun mal nicht die Realität wieder, da sie zum
Beispiel auch Ausgaben für Freizeit, Kultur und Bildung enthalten. Nun zeig mir mal die Durchschnittsfamilie
die sich so etwas ständig - denn das ist ja die Krux - leisten kann. Viele können es sich gar nicht leisten, die
stöhnen schon nach dem wöchentlichen Einkauf, wobei die kluge Hausfrau sogar aufzählen kann, was schon
wieder teurer geworden ist.

AZ.
Bei den angeblichen Preissenkungen nicht vergessen, wie hier teilweise schamlos betrogen wird. Also
größere Verpackung, weniger drinnen. Wenn ich mir vorstelle, das meine Firma so mit ihren Kunden
umgehen würde, dann frage ich mich schon lange, wieso eigentlich solch ein Betrug am Verbraucher
nicht strafbewehrt ist?

LG

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 17. Januar 2015, 13:12

Sirius hat geschrieben:Die Entkopplung des Schweizer Frankens vom Euro ist zu verstehen wie eine "kleine" Wiedereinführung der DM. Bei einer Wiedereinführung der DM gäbe es eine ähnliche Entwicklung, also eine starke Aufwertung der DM an einem Tag. Man kann sich jetzt in Ruhe die Entwicklung in der Schweiz in den nächsten Jahren anschauen. Wie entwickelt sich die Wirtschaft, wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt? Sollte es in den nächsten Jahren eine negative Entwicklung geben, wäre ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro die schlechtere Lösung der Probleme, die Europa durch den Euro hat. Sinnvoller wäre es dann, im Euro zu verbleiben und stattdessen die Problemstaaten zum Verlassen des Euros zu bringen. Dazu braucht man sich nur wieder an den Maastrichtvertrag halten, den Angela M. gebrochen hatte. Also keine Geldzahlungen mehr an Problemstaaten. Diese wären dann zum Verlassen des Euros und Wiedereinführung einer eigenen Währung gezwungen.


Stimme ich dir zu Sirius,

und ich glaube auch nicht, das die schweizer Wirtschaft nun untergehen wird. Ist sie ja früher - vor dem Euro -
auch nicht. Und Recht hast Du, wir warten einfach bis nur noch Deutschland den Euro hat, dann ist alles gut
und wir können dann letztendlich wieder die geliebte DM einführen.

Die DM geht mir wirklich ab, denn wer kennt noch das schöne Gefühl einen Hunderter in der Hand zu halten?
Das war doch was gescheites, was für eine Kaufkraft und heute, was sind schon 50 Euro?

LG

Sparta


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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon augenzeuge » 17. Januar 2015, 16:18

Ich denke, wenn wir jetzt die DM einführen würden, wäre die Freude nur kurzfristig und schnell vergangen. Wir könnten dann sicher billig nach USA fliegen und der Zoll würde sich freuen, wenn man dann mit vollen Einkaufstüten zurückkommt, aber ob die dann noch deutsche Autos in der bisherigen Menge kaufen würden bezweifle ich. Es kommt immer drauf an, was unterm Strich rauskommt, auf Dauer!

Sirius hat schon recht, ich seh es ebenso. Die Schweiz nutzen wir einfach mal als Testballon. [grins]

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon augenzeuge » 17. Januar 2015, 16:34

Spartacus hat geschrieben:AZ.
Bei den angeblichen Preissenkungen nicht vergessen, wie hier teilweise schamlos betrogen wird. Also
größere Verpackung, weniger drinnen.
Sparta


Ja, gibts auch, hier ist das allerdings nicht der Fall.
Schau dir die Preissenkungen seit einem Jahr mal an. Von Zucker, über Kartoffeln, Butter, Obst, Gemüse, Fleisch ist alles dabei.
Natürlich auch bedingt durch Russlands Importstop.

AZ
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon augenzeuge » 17. Januar 2015, 16:50

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[shocked]

AZ
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Dille » 17. Januar 2015, 17:00

Sehr hübsch @AZ -- das ist so meine "Wellenlänge"....

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon karnak » 17. Januar 2015, 17:12

Spartacus hat geschrieben:
Die DM geht mir wirklich ab, denn wer kennt noch das schöne Gefühl einen Hunderter in der Hand zu halten?
Das war doch was gescheites, was für eine Kaufkraft und heute, was sind schon 50 Euro?


Wieso bist Du eigentlich der Meinung, dass 13 Jahre nach der Euroeinführung, wenn wir die DM noch hätten, immer noch das Gleiche "schöne Gefühl einen Hunderter in der Hand zu halten" vorhanden wäre, im Gegensatz zu 50 Euro? Ich verstehe nicht woher man dieses "Trauer" und diese Zuversicht auf diesen Zampano DM nimmt, hätten wir die noch, wäre alles gut, nur weil in der Währung das Wort deutsch vorkommt? Die Währung dieses Landes hätte sich nach wie vor auf einem internationalen Währungsmarkt behaupten müssen. Ob die Kaufkraft der DM bei den Entwicklungen in den vergangenen 13 Jahren die Selbe wäre wie 2002 ist zumindest offen.
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Dille » 17. Januar 2015, 17:50

Die Inflationsrate zu DM- Zeiten betrug allein von 1992 - 2002 aufsummiert über die Jahre 22 % (nur die Summe der einzelnen Jahre), es ist ein Trugbild, daß die DM nun der Hort der Stabilität gewesen wäre. "Gefühlt" allerdings wird wohl so -- auch ich schiele immer noch auf die DM, vergleiche etc., man muß nur in einer stillen Stunde auch mal zu dem Schluß kommen, daß es unlauter ist heutige Preise mit DM zu vergleichen und den inzwischen vergangenen Zeitraum "außen vor" zu lassen, auch die DM wäre heute nur noch 80 Pfg. wert. (oder was immer so die mittlere Inflationsrate über die Jahre so war)

Gruß, Dille
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 17. Januar 2015, 17:56

Kristian die DM war für mich halt was besonderes und wird es auch bleiben. Ich meine mal Dille und ein
paar andere, werden sich noch erinnern können, was man für hundert DM in den 80iger Jahren
alles kaufen konnte. Dagegen sind 50 Euro heute ein schlechter Witz. Meine Frau, die ja im Westen
aufgewachsen ist, kann das nur bestätigen. Natürlich sind für diese Tatsache - nein es ist kein Gefühl -
sehr viele Faktoren zuständig.

LG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Sirius » 17. Januar 2015, 18:14

Dille hat geschrieben:Die Inflationsrate zu DM- Zeiten betrug allein von 1992 - 2002 aufsummiert über die Jahre 22 % (nur die Summe der einzelnen Jahre), es ist ein Trugbild, daß die DM nun der Hort der Stabilität gewesen wäre. "Gefühlt" allerdings wird wohl so -- auch ich schiele immer noch auf die DM, vergleiche etc., man muß nur in einer stillen Stunde auch mal zu dem Schluß kommen, daß es unlauter ist heutige Preise mit DM zu vergleichen und den inzwischen vergangenen Zeitraum "außen vor" zu lassen, auch die DM wäre heute nur noch 80 Pfg. wert. (oder was immer so die mittlere Inflationsrate über die Jahre so war)

Gruß, Dille


Wirklich stabile Währungen gibt es seit Kündigung des Bretton-Woods-Abkommens Anfang der siebziger Jahre kaum noch. Bis dahin galt die Goldbindung des US-Dollars und der mit ihm über das Abkommen verbundenen Währungen. Seit dem ist es für Staaten leichter sich zu verschulden und Geld - im übertragenen Sinne - zu "drucken". Es gibt auch auf wissenschaftlicher Seite die nicht unumstrittene Meinung, dass eine Goldbindung für das Wirtschaftswachstum Nachteile hätte, da Investitionen erschwert würden. In der modernen industriellen Wirtschaft erfolgen Investitionen in einem nicht unerheblichem Maß über Kredite.

Nun gibt es aber außer der Inflation noch andere Faktoren, die von einer Währung bestimmt werden könnten, z.B. die Produktivität:

Eine starke Währung erfordert hohe Produktivität

Dass eine schwache Devise auf Dauer nicht weiterhilft, wusste schon die Bundesbank. In der Vergangenheit vertrat sie stets eine Politik der starken Währung. Die stabile D-Mark zwang die Wirtschaft zu ständigen Produktivitätsschüben – ansonsten hätte man im globalen Wettbewerb keine Chance gehabt. In der 1990er-Jahren lag das Wachstum der ökonomischen Leistungsfähigkeit in Deutschland durchschnittlich bei zwei Prozent.

"Doch seit dem Beitritt zur Währungsunion hat sich dieser Wert halbiert", sagt Charles Dumas, Chefstratege beim unabhängigen Analysehaus Lombard Street Research in London. "Einen solchen Absturz gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr." Das ist problematisch. Im globalen Konjunkturwettstreit setzt sich nur durch, wer anhaltend produktiv ist.

Gerade Deutschland ist heute mehr denn je auf Produktivitätsschübe angewiesen, da die demografische Entwicklung – die Stagnation der arbeitenden Bevölkerung – das Wachstum ohnehin schon kräftig bremst. Das zeigt: Die Bundesrepublik kann einen schwachen Euro langfristig nicht gebrauchen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... rkten.html


Die Kernaussage ist, dass die harte DM die Unternehmen zu ständigen Produktivitätssteigerungen zwang. Diese Produktivitätssteigerungen führten zu Wettbewerbsvorteilen der deutschen Wirtschaft gegenüber ihren Konkurrenten. Ob das so ist, wird man in den nächsten Jahren am "Testballon" Schweiz beobachten können.
Zuletzt geändert von Sirius am 17. Januar 2015, 18:31, insgesamt 2-mal geändert.
Sirius
 

Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Wosch » 17. Januar 2015, 18:18

Hätten wir nicht besser die Ost-Mark einführen sollen, dann brauchten wir uns jetzt um den Euro keinen Kopp machen??
Beim Kurs von 1zu 6, wäre doch schön gewesen, oder?!
Wo sch. [ich auch]
Wosch
 

Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon karnak » 17. Januar 2015, 18:24

Spartacus hat geschrieben:Kristian die DM war für mich halt was besonderes und wird es auch bleiben.

Soll und kann es ja auch, aber das ist ein emotionales, kein rationales Problem.
Wir sind beide im freien Westen gelandet, Du wolltest hin, ich wurde einfach durch Wahlentscheidung hin verfrachtet. Über eines sollten wir uns beide klar geworden sein, Freiheit birgt auch Risiko. Auch diese Euroeinführung birgt ein Risiko und zwar das die ganze Sache scheitert. Aber das Risiko einzugehen war aus meiner Sicht notwendig und die Chance das es klappt ist es wert. Auf Dauer kann und konnte Europa mit ihren nationalen Währungen gegen den Nordamerikanischen und asiatischen Raum nicht konkurrieren. Deswegen halte ich die Entscheidung für die Euroeinführung nach wie vor für richtig.
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon pentium » 17. Januar 2015, 18:31

was man für hundert DM in den 80iger Jahren alles kaufen konnte...

Ja Sparta und erst für hundert Mark zu Kaiser's-Zeiten!

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon augenzeuge » 17. Januar 2015, 18:35

Dille hat geschrieben:Sehr hübsch @AZ -- das ist so meine "Wellenlänge"....

Dille


Dann noch einer.... [flash]

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 18. Januar 2015, 13:49

Soll und kann es ja auch, aber das ist ein emotionales, kein rationales Problem.


Sehe ich anders Kristian.

Durch den Euro - entgegen vermeintlich besseren Wissens - haben wir heute eine jährliche Teuerungsrate,
die wir mit der DM nie erlebt hätten. Das ist natürlich nur meine Meinung, aber schau Dir heute die Mieten,
die Energiepreise, die kommunalen Preis ( Müll, Bus etc.) mal genauer an und vergleiche mal mit früher.
Gut da spielen auch noch die enormen Schulden Deutschlands eine Rolle und damit einhergehend, die
Steuerbelastung des einzelnen Bürgers, aber mach mal, wenn Du noch alte Aufzeichnungen hast.
Du wirst staunen. Ich habe gestern Abend mal noch ein bisserl nach gesehen. Lohn Anfang 1995, ich
war da noch ganz neu in meinem Job, also noch Einstiegsgehalt, 1780 DM netto. Miete zahlte ich 375 DM kalt,
warm gute 520 DM, Strom 23 DM pro Monat, einmal volltanken gute 70 DM.

Heute befinde ich mich Gott sei Dank in der schönen Lage, das ich weit mehr in Euro verdiene, als damals in
DM. Aber wie viele gibt es die Netto gerade mal 1400 Euro verdienen. Das wäre also heute so ziemlich das
doppelte von meinen 1780 DM damals.

Und wie lebt man heute damit?

Ich bin damals mit meinem Gehalt prima zurecht gekommen, wie kommt man da heute als Alleinverdiener
mit 1400 Euro über die Runden? Schaun wir mal wieder bei mir. Miete heute 620 Euro warm, was hier immer
noch sehr günstig ist, die selbe Wohnung übrigens. Strom zahle ich 73 Euro im Monat, obwohl ich nur neue
stromsparende Geräte habe, im Vergleich zu den Stromfressern von früher. Einmal tanken, weiß jeder
selber im Schnitt 70 Euro.

Wenn ich nur 1400 Euro verdienen würde, na dann gute Nacht, meine Frau müsste schon lange wieder
arbeiten. So aber habe ich das Glück, dass es mir heute fast genauso gut geht wie zu DM Zeiten, aber eben
nur fast, denn auch ich muss gewisse Abstriche machen. Zu DM Zeiten, als ich dann 1998 bei guten 2200 DM
angelangt war, war das ein richtig fettes Gehalt mit dem ich was anfangen konnte. Heute 2200 Euro geht
hier in Bayern gerade so, also das man gut über die Runden kommt.

Ich spreche hier immer vom Alleinverdiener.

Mein Fazit fällt daher klar für die DM aus, denn ich konnte mir damals einfach mehr leisten und das hat
dann mit fühlen nichts mehr zu tun.

Kann natürlich jeder anders sehen, aber ich sehe es nun mal so.

LG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon dein1945 » 18. Januar 2015, 14:30

Spartacus hat geschrieben:
Soll und kann es ja auch, aber das ist ein emotionales, kein rationales Problem.


Sehe ich anders Kristian.

Durch den Euro - entgegen vermeintlich besseren Wissens - haben wir heute eine jährliche Teuerungsrate,
die wir mit der DM nie erlebt hätten. Das ist natürlich nur meine Meinung, aber schau Dir heute die Mieten,
die Energiepreise, die kommunalen Preis ( Müll, Bus etc.) mal genauer an und vergleiche mal mit früher.
Gut da spielen auch noch die enormen Schulden Deutschlands eine Rolle und damit einhergehend, die
Steuerbelastung des einzelnen Bürgers, aber mach mal, wenn Du noch alte Aufzeichnungen hast.
Du wirst staunen. Ich habe gestern Abend mal noch ein bisserl nach gesehen. Lohn Anfang 1995, ich
war da noch ganz neu in meinem Job, also noch Einstiegsgehalt, 1780 DM netto. Miete zahlte ich 375 DM kalt,
warm gute 520 DM, Strom 23 DM pro Monat, einmal volltanken gute 70 DM.

Gehe mal noch zwanzig Jahre weiter zurück ! Miete 212 DM warm, Strom 25 DM alle zwei Monate, Gas 20 DM alle zwei Monate, einmal volltanken 40 DM (Ford-Taunus),
nun mal zu Heute Miete 580 € warm, allerdings 400 € Nachzahlung, Strom 48 € monatlich, Gas 28 € monatlich, einmal volltanken 80 € (Audi A6),

Damals 3.500 DM netto, heute zwar umgerechnet etwas mehr an Rente. Ich will mich nicht beschweren,
aber ohne private Vorsorge würde es nicht gehen.


Gruß aus Berlin


Heute befinde ich mich Gott sei Dank in der schönen Lage, das ich weit mehr in Euro verdiene, als damals in
DM. Aber wie viele gibt es die Netto gerade mal 1400 Euro verdienen. Das wäre also heute so ziemlich das
doppelte von meinen 1780 DM damals.

Und wie lebt man heute damit?

Ich bin damals mit meinem Gehalt prima zurecht gekommen, wie kommt man da heute als Alleinverdiener
mit 1400 Euro über die Runden? Schaun wir mal wieder bei mir. Miete heute 620 Euro warm, was hier immer
noch sehr günstig ist, die selbe Wohnung übrigens. Strom zahle ich 73 Euro im Monat, obwohl ich nur neue
stromsparende Geräte habe, im Vergleich zu den Stromfressern von früher. Einmal tanken, weiß jeder
selber im Schnitt 70 Euro.

Wenn ich nur 1400 Euro verdienen würde, na dann gute Nacht, meine Frau müsste schon lange wieder
arbeiten. So aber habe ich das Glück, dass es mir heute fast genauso gut geht wie zu DM Zeiten, aber eben
nur fast, denn auch ich muss gewisse Abstriche machen. Zu DM Zeiten, als ich dann 1998 bei guten 2200 DM
angelangt war, war das ein richtig fettes Gehalt mit dem ich was anfangen konnte. Heute 2200 Euro geht
hier in Bayern gerade so, also das man gut über die Runden kommt.

Ich spreche hier immer vom Alleinverdiener.

Mein Fazit fällt daher klar für die DM aus, denn ich konnte mir damals einfach mehr leisten und das hat
dann mit fühlen nichts mehr zu tun.

Kann natürlich jeder anders sehen, aber ich sehe es nun mal so.

LG

Sparta
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Dille » 18. Januar 2015, 17:26

Hier mal ein Vergleich von Preisen umgerechnet in Arbeitsminuten zwischen 2012 und 1991 bzw. auch 1960. Ist mal ganz interessant reinzuschauen -- auf keinen Fall stützt das aber die Theorie des Kaufkraftvorteils der DM gegenüber dem Euro.

Ich trauere der DM vor allem deshalb nach, weil es so schön war mit Schilling und Lira zu hantieren, für mich gehört das einfach zu einem anderen Land dazu, andere Währung, andere Landschaft, anderes Essen, andere Mentalität.....

Gruß, Dille

http://www.focus.de/finanzen/news/konju ... 02093.html
Dille
 

Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 18. Januar 2015, 17:49

Ja Dille ich kenne diese Vergleiche, nur die hinken ganz gewaltig, da nun mal eine Arbeitsminute
eine Spanne von wohl 1 Cent bis hin zu 500 Euro hat.

So geht das also nicht.

Ansonsten sehe ich es auch so ähnlich wie Du, wen hat schon der Geldumtausch gestört?

Mich nicht, ich fand es auch immer amüsant.

ich war sogar schon öfters Millionär, in Djibouti, im Tschad oder in Zentralafrika zum Beispiel. [flash]

LG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon pentium » 18. Januar 2015, 18:00

US Hedgefonds verliert wegen Frankenwette gesamtes Kapital

Zitat:
Ein großer US-Hedgefonds hat einem Medienbericht zufolge nach der überraschenden Freigabe des Franken-Kurses durch die Schweizer Notenbank (SNB) nahezu sein gesamtes Kapital verloren und wird deswegen geschlossen. Der Fonds ist freilich bei weitem nicht das einzige Opfer des Schweizer Manövers.

http://orf.at/stories/2261677/2261678/

Weitere Opfer finden sich im Link!

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon karnak » 18. Januar 2015, 18:01

Dille hat geschrieben:
Ich trauere der DM vor allem deshalb nach, weil es so schön war mit Schilling und Lira zu hantieren, für mich gehört das einfach zu einem anderen Land dazu, andere Währung, andere Landschaft, anderes Essen, andere Mentalität.....

Gruß, Dille

http://www.focus.de/finanzen/news/konju ... 02093.html

Mir geht es nicht anders, dass ist aber eher ein Generationenproblem. Wir werden sehr bald nicht mehr wirklich mit Geld hantieren,die Globalisierung ist nicht aufzuhalten.
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 18. Januar 2015, 18:07

pentium hat geschrieben:US Hedgefonds verliert wegen Frankenwette gesamtes Kapital

Zitat:
Ein großer US-Hedgefonds hat einem Medienbericht zufolge nach der überraschenden Freigabe des Franken-Kurses durch die Schweizer Notenbank (SNB) nahezu sein gesamtes Kapital verloren und wird deswegen geschlossen. Der Fonds ist freilich bei weitem nicht das einzige Opfer des Schweizer Manövers.

http://orf.at/stories/2261677/2261678/

Weitere Opfer finden sich im Link!

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Ich ahne bereits, dass zu den "Opfern" auch viele oberschlaue Kämmerer von deutschen gemeinden
gehören, die natürlich nur das beste wollten.

Wollen wir wetten?

LG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Dille » 18. Januar 2015, 18:12

Spartacus hat geschrieben:Ja Dille ich kenne diese Vergleiche, nur die hinken ganz gewaltig, da nun mal eine Arbeitsminute
eine Spanne von wohl 1 Cent bis hin zu 500 Euro hat.

So geht das also nicht.



@Sparta --- Du machst es einem aber auch schwer....., man geht bei einem solchen Vergleich selbstverständlich von Durchschnittseinkommen (Durchschnitts- Stundenverdiensten) aus, und rechnet nicht 1991 mit 500,- € und 2011 mit 10,- €, damit's besser ausschaut.
Kannst' mir da vertrauen, schließlich habe ich mal in der Staatlichen Zentralverwaltung für Statistik am Alex gearbeitet -- und das Statistische Jahrbuch der DDR war schließlich auch vertrauenswürdig, oder ??

Gruß, Dille
Dille
 

Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 18. Januar 2015, 18:13

Glaube keiner Statistik, die du nicht................ [flash]

Nix für ungut.

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 19. Januar 2015, 18:24

Noch mal zurück zum schweizer Franken und ja, dass Gejammere ist bereits groß, die üblichen
Verdächtigen haben sich mal wieder verzockt in großen Spielcasino.

Was gestern noch wie eine gute Idee klang, ist heute eine Tölpelei, und noch mehr: "Es ist eine Katastrophe", sagt Lars Martin Klieve (CDU), der Kämmerer von Essen. Seit die Schweizer Nationalbank in der vergangenen Woche aufgehört hat, den Kurs zum Euro zu stützen, hat allein Essen 70 Millionen Euro mehr Schulden. Für alle deutschen Städte steigen die Verbindlichkeiten nach ersten Schätzungen um etwa zwei Milliarden Euro.


http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/a ... -1.2309687

Also alleine Essen mal eben 70 Millionen, als ob die nicht schon genug pleite wären.
Ausbaden müssen es die Essener Steuerzahler, indem sie dann demnächst für alles höhere Gebühren
zahlen müssen. Schwimmbäder und andere kommunale Einrichtungen? Wer braucht so was schon?

Und der Kämmerer, der für den ganzen Mist mit verantwortlich ist, was ist mit dem? Haftung?

Fehlanzeige, denn das konnte er ja nicht ahnen?

Diese Dilettanten, falls die Stadt Essen mal jemanden braucht, der durchsieht, dann sollen sie sich
hier melden, denn es war doch schon seit gut einem Jahr absehbar, das die schweizer Nationalbank
( SNB) nicht ewig den Euro aufkaufen und somit stützen kann.

Die SNB hat momentan ca. 525 Milliarden Franken in ihren Büchern, fast drei mal soviel wie 2008.
Ein Wahnsinn für das kleine Land.

Zurück zu den deutschen Superkämmerern, die also 2 Milliarden Euro verzockt haben und das, wo doch
die deutschen Städte und Gemeinden sowieso schon permanent pleite sind.

Na, dass war doch wieder mal ganz großes Kino. [bravo]

LG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 22. Januar 2015, 17:57

Neue Geld-Bazooka: EZB kauft Anleihen für 1140 Milliarden Euro


http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 22398.html

Der helle Wahnsinn und das Merkel schweigt, tut nichts, wie immer halt.

Die Börse jubelt, der Euro stürzt weiter ab.

Wen wird es dann wieder erwischen, wenn es an`s eingemachte geht?

Ich bin gespannt, wie lange sich die Deutschen das noch anschauen, wann dass endlich mal thematisiert
wird?

Aber wie sagte ein junges Mädchen so schön:

Ich habe keine Ahnung, was eine Warmmiete ist, was Nebenkosten, was Zinsen usw. sind.

LG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon augenzeuge » 22. Januar 2015, 18:05

Nach Einschätzung der Deutsche Asset & Wealth Management stellt die Abwertung des Euro die positivste Wirkung von QE (Quantitative Easing) auf die Konjunktur und die Aktienmärkte dar. "Diese kommt einem kleinen Konjunkturprogramm gleich. Darüberhinaus dürften sich die Auswirkungen in Grenzen halten", sagte Chief Investment Officer Johannes Müller. Der schwächere Euro dürfte die Unternehmensgewinne stützen. Insgesamt bleibe festzuhalten, dass Staatsanleihenkäufe weder ein Allheilmittel gegen die Wirtschaftsflaute seien, noch dass dadurch ein großer Schaden entstehen werde, so Müller skeptisch.


[shocked]

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Spartacus » 22. Januar 2015, 18:19

Der schwächere Euro dürfte die Unternehmensgewinne stützen.


Der Typ merkt doch nichts mehr.

Wir sind eine Exportnation und so werden die Gewinne einbrechen. Einerseits durch die Umrechnungskurse,
andererseits, weil wir im Ausland sehr viel zukaufen müssen. Also selber teurer einkaufen und billiger
verkaufen, aber so was muss man halt wissen.

Alleine bei meiner Firma werden sich wieder Millionen in Rauch auflösen, ein Investitionsstopp wurde
just heute ausgesprochen.

OMG

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon Volker Zottmann » 22. Januar 2015, 19:44

Was uns Waigel und Kohl einst mit dem Euro bescherten, wird nun immer deutlicher. Gelogen haben alle. Denn die Währung war nie mehr so stabil wie die DM.
Bei Griechenlands Aufnahme wurde nur mit den Hühneraugen gesehen, denn die richtigen haben alle zugekniffen. Und unter Schröder wurde die 3%-Hürde von Deutschland selbst, sicher wegen der Vorbildwirkung, gebrochen.
Wir wurden für ein einheitliches offenes Europa allesamt ins Ungewisse geschickt.
Meine "Währungsreserven" sind verbraucht oder gut investiert. Muss mir da wohl die wenigsten Sorgen machen. Und wenn es wirklich mal demnächst zum Krachen kommt, ..... im Harz wohne ich schon. [flash]
Ach ja, der Goldpreis klettert...!

Gruß Volker
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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon pentium » 22. Januar 2015, 20:06

SPON klärt auf!

Wird's im Supermarkt jetzt teurer? Lohnt sich ein Hauskauf? Und was ist mit den Aktien? Der milliardenschwere EZB-Anleihenankauf wirft viele Fragen auf. Hier finden Sie Antworten.

Folgen des EZB-Anleihenkaufs: Sparer leiden, Kreditnehmer jubeln

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 14441.html

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Re: Das Ende des Euro's?

Beitragvon SCORN » 24. Januar 2015, 03:23

der euro befindet sich im freien Fall! ich kann mir nicht vorstellen dass dies rundherum so gut sein soll!
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