Mythos Bergbau

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Dezember 2014, 16:43

Mein Satz:
Zumindest in Roßleben war man so schlau, die Stützpfeiler des Gebirges mächtig genug stehen zu lassen. So gab es hier keinen Gebirgsschlag. Den hätte man seinem Klassenfeind, so weit weg von der Grenze, auch kaum unterjubeln können.
... weiter oben geschrieben hatte schon Sinn und war ernst gemeint.

Südlich von Artern liegt Roßleben, und daher stammt wiederum ein Kumpel aus NVA-Zeiten. (Kann jeder bei meinen Bildbeschreibung zu den Truppenfotos in meiner NVA-Abhandlung nachvollziehen, dass auch diese Angaben stimmig sind)
Daher habe ich auch über Roßleben einige Kenntnisse. Dort hätte es solchen Stützpfeiler-Zusammenbruch in Kettenreaktion wie in Bischofferode nicht geben können.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 21. Dezember 2014, 19:10

Zwischendurch kurz ins Erzgebirge.

Zitat:
Die traditionellen Bergparaden im Erzgebirge sind mit einem Rekord zu Ende gegangen. Zur großen Abschlussparade in Annaberg-Buchholz am vierten Adventssonntag kamen nach Angaben der Stadtverwaltung mehr als 30.000 Zuschauer - gut 10.000 mehr als im vergangenen Jahr. Die Präsentation bergmännischer Traditionen gilt als Höhepunkt der Brauchtumspflege im sächsischen Erzgebirge.

Rund 1.000 Teilnehmer aus ganz Deutschland zogen am Nachmittag in prächtiger Paradekleidung durch die Stadt. Los ging’s am Busbahnhof, dann über die Wolkensteiner Straße hinunter zum Weihnachtsmarkt. Von dort aus liefen die Berghauptmänner, Steiger, Hauer und Bergzimmerleute die steile Gasse hinauf zur Annenkirche, dem Ziel der 2,5 Kilometer langen Strecke. Auf den Stufen der spätgotischen Hallenkirche klang die Parade mit einem großen Bergkonzert aus...

http://www.mdr.de/sachsen/bergparade-annaberg104.html

mfg
pentium
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 21. Dezember 2014, 20:57

Volker Zottmann hat geschrieben:Mein Satz:
Zumindest in Roßleben war man so schlau, die Stützpfeiler des Gebirges mächtig genug stehen zu lassen. So gab es hier keinen Gebirgsschlag. Den hätte man seinem Klassenfeind, so weit weg von der Grenze, auch kaum unterjubeln können.
... weiter oben geschrieben hatte schon Sinn und war ernst gemeint.

Südlich von Artern liegt Roßleben, und daher stammt wiederum ein Kumpel aus NVA-Zeiten. (Kann jeder bei meinen Bildbeschreibung zu den Truppenfotos in meiner NVA-Abhandlung nachvollziehen, dass auch diese Angaben stimmig sind)
Daher habe ich auch über Roßleben einige Kenntnisse. Dort hätte es solchen Stützpfeiler-Zusammenbruch in Kettenreaktion wie in Bischofferode nicht geben können.

Gruß Volker


@"Volker Zottmann",
falls du kenntnisse hast, dann lass uns doch bitte teilhaben und nein, nicht in deinen darstellungen.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Volker Zottmann » 21. Dezember 2014, 22:50

@"Blödheit" könnte einen Namen haben....

... wird auch so sein und bleiben, kann ich aber nie erklären, da meine Darstellungen nicht erwünscht sind.... [bloed]

Gruß zum Abend für das übrige Forum.
Volker Zottmann
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 22. Dezember 2014, 00:10

Volker Zottmann hat geschrieben:@"Blödheit" könnte einen Namen haben....

... wird auch so sein und bleiben, kann ich aber nie erklären, da meine Darstellungen nicht erwünscht sind.... [bloed]

Gruß zum Abend für das übrige Forum.



... ach gottchen @"Volker Zottmann",
hat dir dein "kumpel" etwa nur berichtet, dass man damals aus fehlern anderer gelernt hatte
und nichts weiter aus seinem bergmännischen leben?

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Interessierter » 23. Dezember 2014, 13:44

DDR-Innovationsprojekt in Roßleben (3): Neues Werk sollte Kalisalz für Dünger-Export reiner aufbereiten

DDR-Innovationsprojekt in Roßleben (3): Neues Werk sollte Kalisalz für Dünger-Export reiner aufbereiten

Roßleben, 21. Dezember 2014: In den 1960er Jahren ließ die DDR-Wirtschaftsführung das Kali-Bergwerk Roßleben aufwendig modernisieren, um mehr devisen-trächtiges Kalisalz für den Westexport zu gewinnen. Warum dieses Kernziel letztlich scheiterte, schildern wir in unserem innovationspolitischen Fallbeispiel. Nachdem wir im zweiten Teil die Modernisierung unter der Erde skizziert haben, wird hier die „tabula rasa“ an den Aufbereitungs- und Logistikanlagen über der Erde geschildert. So überstand übertage nur das unter Denkmalschutz stehende Verwaltungsgebäude den praktisch totalen Abbruch und Neubau schadlos. Es musste ein komplett neuer, dann weithin sichtbarer Förderturm in Stahlskelettbauweise her. Er wurde ausgemauert mit den auch für das aggressive Kali unanfechtbaren rotbraunen Klinkern.

Großmühle mahlte Fördergut klein


In unmittelbarer Nachbarschaft entstand eine groß dimensionierte Mahlanlage, in der das Rohsalz auf die technologisch geforderte Korngröße gebracht wurde. Das Sprengen der alten Gebäude erfolgte fast auf Tuchfühlung zueinander, ging aber stets glimpflich ab.

Rotationsanlage statt Heißlöse trennte nun das Kali


Für die Aufbereitung des Salzes zur Trennung von Beimengungen und Anreicherung auf den im Staatsplan geforderten Anteil von 40 Prozent Kaliumdioxid (K2O) im Endprodukt kam ein Rotationsverfahren zum Einsatz. Es löste das im Kali-Bergbau traditionelle Heißlöseverfahren ab. Beim alten Verfahren wurden die unterschiedlichen Löslichkeiten der Salzarten bei verschiedenen Temperaturen, beim neuen Verfahren die unterschiedlichen Wichten für die Trennung genutzt. Die Fabrik- und Schwimmanlage sowie die große, mit Kohlenstaub gefeuerte Trockenanlage, waren fortan die wichtigsten Aufbereitungsanlagen.

Weiter mit dem 3. Teil hier:
http://computer-oiger.de/2014/12/21/fal ... more-32192
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 23. Dezember 2014, 18:46

Bergknappschaft feiert Mettenschicht nach alter Überlieferung

Mit einem Spalier haben gestern Abend die Mitglieder der Bergknappschaft Schlettau knapp 100 Besucher im Schloss begrüßt. "Wir feiern die Mettenschicht nach alter Überlieferung", sagt Vorsitzender Conny Göckeritz. Das heißt, es gibt vier Teile: Die vom Pfarrer gehaltene Bergmette, Steigerehrung, Bergschmaus sowie schließlich das Singen und Erzählen.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGE ... 071022.php

Die alljährliche Mettenschicht ist eine sehr alte Tradition der Bergleute, die in den einzelnen Bergbauregionen unterschiedlich durchgeführt worden ist.
Es war die letzte Schicht vor dem Heilig Abend, in welcher sich die Bergleute mit ihren Steigern zusammengesetzt haben. Sie begann mit dem Berggottesdienst und dem Gedenken an die toten Bergleute.
Außerdem erfolgte die Quartalsabrechnung durch den Bergobersten. Danach saßen die Bergleute noch gemütlich zusammen, erzählten sich kleine Geschichten und sangen Lieder, bei Essen und Trinken.
Diese alte Tradition wird heute noch von vielen Vereinen in unterschiedlicher Form gepflegt.

Glück Auf!
pentium

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

Edwin Bauersachs
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Interessierter » 26. Dezember 2014, 09:34

DDR-Kaliwerk-Projekt (4): Roßkur in Roßleben

Mit eiserner Hand und Schnaps zur modernsten Kalidünger-Fabrik der DDR

Es war eine wahre Rosskur, die der Belegschaft bei diesem Staatsplanvorhaben zugemutet wurde: Das Kaliwerk Roßleben sollte nach dem Willen der zentralen Wirtschaftslenker zur modernsten DDR-Düngerfabrik in ihrer Art ausgebaut werden. Während des laufenden Betriebes nicht nur einfach zu produzieren, sondern auch die Planziele Monat für Monat zu erreichen – was letztlich sogar gelang –, grenzte an ein Wunder. Eine Grundvoraussetzung dafür war, dass es insbesondere dem Werkdirektor Helmut Schirmer gelang, die Belegschaft davon zu überzeugen, dass es zu den Zielstellungen und den Terminen keine Alternative gibt.

Schon früh in der Grube: Direktor ging in Roßleben mit gutem Beispiel voran

Schirmer wirkte glaubhaft, weil er an sich selbst die höchsten Forderungen stellte, das war bekannt. Wenn das Führungs- und Leitungspersonal gegen 5.30 Uhr seinen Dienst antrat, kam der Direktor häufig schon aus der Grube oder von einem Rundgang durch den Übertagebereich zurück. Beim üblichen täglichen Morgenrapport konnte ihm keiner mit faulen Ausreden kommen. Schirmer weiß Bescheid, das war bekannt.

Viele junge Ingenieure kapitulierten unter der eisernen Regie

Die Verantwortungsträger führte er mit eiserner Hand, war geradezu gnadenlos, sicher für den Einen oder Anderen ein echter Horror. Nicht wenige junge Ingenieure kapitulierten unter diesen Bedingungen, verließen Rossleben, suchten sich einen weniger anstrengenden Arbeitsplatz. Die aber blieben, erwarben sich die uneingeschränkte Achtung der Belegschaft. Die Arbeit schweißte zusammen!

Bild
Slivovitz gehört mit bis zu 70 % Alkoholgehalt zu den hochprozentigsten Schnäpsen überhaupt – und wurde als Gratikfikation im Kaliwerk verteilt. Foto: Chris Capoccia, Wikipedia, Public Domain

Hochprozentige Gratifikation für „unsere Besten“

Wer fordert, der belohnt auch. So hielt es Schirmer mit der Belegschaft und mit den vielen Monteuren aus über 20 Betrieben, die auf der Großbaustelle zeitweilig arbeiteten. Am letzten Arbeitstag vor Weihnachten gibt’s ein Präsent. Gesagt, getan, jeder erhielt schon in den Vormittagsstunden eine Flasche hochprozentigen Slivovitz. Da war bald beste Stimmung auf dem Schacht. Im Folgejahr wurden schlicht drei Handtücher ausgegeben.

Der vollständige Beitrag hier:
http://computer-oiger.de/2014/12/25/ddr ... more-32255
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 26. Dezember 2014, 23:05

Der Rothschönberger Stolln

Seit dem 12. Jahrhundert wird im Freiberger Revier Bergbau betrieben. Konnte das Silbererz zu Beginn an der Oberfläche oder in geringen Tiefen abgebaut werden, so mußte im Laufe der Zeit immer tiefer in den Berg vorgedrungen werden. Dabei traten schon sehr bald Probleme mit dem anstehenden Grundwasser auf. Die Bergleute lösten das Wasserproblem, in dem sie Entwässerungsstolln bauten, über welche sowohl das Grundwasser als auch das Aufschlagwasser der Kunsträder abgeleitet wurde. Der bis ins 19. Jahrhundert tiefste und wichtigste Stolln war der "Alte Tiefe Fürstenstolln", welcher bereits im 14. Jahrhundert vorgetrieben wurde und das Wasser ins Muldental, bei Freiberg, ableitete. Die tiefen Stolln hatten im Bergbau drei Aufgaben

Aufnahme des Wassers aus den oberen Grubenbauen
Aufnahme des durch Wasserhebemaschinen gehobenen Wassers aus den unteren Grubenbauen
Energieerzeugung für Förderanlagen und Pumpen

Jedoch ist der Bau tieferer Stolln auch mit hohen Baukosten verbunden.

Ende des 18. Jahrhunderts / Anfang des 19. Jahrhunderts kam es im Freiberger Revier zu einer neuen Blüte des Bergbaus. Die Gründung der Bergakademie Freiberg im Jahre 1765 gab dem Berg- und Hüttenwesen neue Impulse. Neuentwickelte Technik und eine verstärkte Anwendung der Montanwissenschaften, trugen dazu bei tiefere Lagerstätten zu erkunden und abzubauen. Jedoch reichten die vorhandenen Entwässerungssysteme (z.B. der "Alte Tiefe Fürstenstolln" oder der "Anna-Stolln") zur Bewältigung der Grubenwässer nicht mehr aus. Außerdem war die Energieerzeugung mittels der Wasserkunst an ihre Grenzen gestoßen, bedingt durch die begrenzte Fallhöhe zwischen den Kunstgräben und den tiefsten Stolln. Im Steinkohlenbergbau wurden bereits Dampfmaschinen eingesetzt. Der damalige Oberberghauptmann, Freiherr von Herder, ließ 1829 die Kosten für Wasserkraft und Dampfkraft, bezogen auf das Freiberger Revier, berechnen. Dabei wurde festgestellt, dass es für die Freiberger Verhältnisse wesentlich ökonomischer war, die Wasserkraft als Energiequelle einzusetzen, da der Transport der Kohle zu hohe Kosten verursachte.

Im Jahre 1824 wurden 6000 Taler von den Ständen für die Projektierung eines Stollns bewilligt, welcher die Grundwasserfrage lösen sollte. Unter anderem wurde die Weiterführung des 1817 bei Dresden-Cotta für das Kohlerevier im Plauenschen Grund angesetzte Zauckeroder Elbstolls bis ins Freiberger Revier diskutiert. Dieser Vorschlag scheiterte an der ungenügenden Höhenlage.
1838 veröffentlichte der Oberberghauptmann Freiherr von Herder sein Projekt "Tiefer Meißner Erbstolln" zusammen mit zwei Gutachten von Goethe und Alexander von Humboldt, welche das Projekt befürworteten. In diesem Projekt wurden verschiedene Vorschläge zum Bau eines tiefen Stolln bis ins Muldental bei Gersdorf (östlich von Roßwein), ins Elbtal bei Meissen und in das Triebischtal bei Rothschönberg dargestellt. Karl Gustav Adalbert von Weissenbach (1797-1848) konkretisierte das Projekt zum Bau des Rothschönberger Stollns. 1844 wird auf Beschluß des Landtages mit dem Bau des Rothschönberger Stollns begonnen. Aus finanziellen Gründen wurde er nicht ganz so tief und lang gebaut, wie Freiherr von Herder es geplant hatte. Der fiskalische Teil (aus staatlichen Mitteln bezahlt) betrug 13,9 km. Die Kosten für die Stolln durch die Grubenfelder innerhalb des Reviers mußten die Gruben selbst übernehmen. Am 21. März 1877 erfolgte der Durchschlag zwischen den beiden Teilen des Rothschönberger Stollns. Damit konnten, nach 33 Jahren Bauzeit, die meisten Freiberger Gruben an den Rothschönberger Stolln angeschlossen werden und ihre Grubenwässer ableiten.

http://www.gupf.tu-freiberg.de/bergbau/roth_stolln.html

Der Stollen selbst ist bis in die heutige Zeit hin voll funktionstüchtig. Immer noch wird Grubenwasser aus den inzwischen stillgelegten Gruben des Freiberger Reviers abgeleitet. Jährliche Inspektionen durch das Bergamt Freiberg garantieren die Funktionstüchtigkeit des Stollens.

mfg
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Spartacus » 27. Dezember 2014, 13:43

An den wollte ich auch mal erinnern, denn er wird immer mehr vergessen. Kein Wunder, bei den
sinnvollen Versen.

Mog's Schicksal aah sei Spiel mit uns treibn,
de Hauptsach is, deß mir Deitsche bleibn! (1920)

Ich bi kaa Politiker, Gelerter kaich aah net sei,
mei Haamit is mei Arzgebirg, mei Volk is mei Partei! (1925)

Därfst net när deitsch reden,
deitsch singe, deitsch schreibn,
du mußt aah deitsch denken,
deitsch hanneln, deitsch bleibn! (1920)


Gemeint ist natürlich Anton Günther, der in meiner Familie immer noch hochgehalten wird.
Oft hat mir früher mein Großvater aus seinen Werken vorgelesen und dabei spitzbübisch mit
den Augen geplinzelt. Ein Anton Günter wäre wohl zu DDR - Zeiten auch im Knast gelandet.

LG

Sparta

http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_G%C3 ... dichter%29

Bild


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 27. Dezember 2014, 19:43

Was hat denn nun der Anton Günther mit Bergbau zu tun? Sparta eröffne doch einen Thread: "Vergaß dei Haamit net ... "

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 30. Dezember 2014, 22:41

Und wieder einmal hat sich die Erde aufgetan....

Im Schacht 38 wurde einst bis 540 Meter in die Tiefe gebuddelt. Die Anwohner haben Angst, dass der Boden vor ihrer Haustür noch weiter nachgibt. Die Wismut untersucht.

Bad Schlema. Andreas Weiß ist überwältigt: "Als sich am Sonntagmittag das Loch auftat, war es zuerst fußballgroß", erzählt der Anwohner der Anton-Günther-Straße. Doch dann habe es plötzlich gerauscht wie ein Wasserfall. Danach klaffte ein etwa sechs Quadratmeter großes Loch im Erdboden zwischen der Anton-Günther-Straße und dem Grunertberg in Bad Schlema. Gestern Mittag teilte Wismut-Experte Olaf Wallner mit: "Das Erdreich ist nochmals nachgebrochen." Seinen Angaben zufolge war das Loch zu diesem Zeitpunkt zehn Meter lang, vier Meter breit und zehn Meter tief.

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGE ... 074516.php

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 30. Dezember 2014, 23:00

pentuim,
so nen bruch verfüllt man doch nicht ohne zu wissen wie es dort unten aussieht. [shocked]

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 30. Dezember 2014, 23:11

vs1400 hat geschrieben:pentuim,
so nen bruch verfüllt man doch nicht ohne zu wissen wie es dort unten aussieht. [shocked]

gruß vs [hallo]


Die Wismut untersucht die Sachlage, hat ja das oberste Bergamt aus Freiberg verkündet und das schreiben die alten Kumpels in ihrem Forum.
http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=33&t=7117

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 30. Dezember 2014, 23:49

pentium hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:pentuim,
so nen bruch verfüllt man doch nicht ohne zu wissen wie es dort unten aussieht. [shocked]

gruß vs [hallo]


Die Wismut untersucht die Sachlage, hat ja das oberste Bergamt aus Freiberg verkündet und das schreiben die alten Kumpels in ihrem Forum.
http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=33&t=7117

mfg
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pentium,
die gehen ihrer pflicht nach und dass sollten die anwohner auch erwarten dürfen.
doch was die presse vermittelt ist eben bedenklich.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon Interessierter » 2. Januar 2015, 15:32

Kaliwerk Roßleben (5): Kaum fertiggestellt, schon veraltet

DDR-Innovationslenker brauchten viel zu lange und planten am Weltmarkt vorbei

Roßleben, 1. Januar 2015: In den 1960er Jahren ließen die DDR-Wirtschaftslenker das Kaliwerk im thüringischen Roßleben mit großem Aufwand modernisieren, um mehr Devisen im Westen mit Kalidünger zu erlösen. Trotz bevorzugter Ressourcen-Zuteilung als Staatsplan-Vorhaben dauerte dieses zentral gesteuerte Innovationsprojekt jedoch viel zu lange, um mit der Entwicklung auf den Weltmärkten Schritt zu halten. Die Folge: Die neuen Dünger-Anlagen waren bereits veraltet, als sie endlich in Betrieb gingen.

DDR-Planungschef Schürer persönlich kam zum Betriebsstart


Als im Beisein von DDR-Staatsplanungschef Gerhard Schürer (SED) in der neuen Verladeanlage am Bahnhof Rossleben der erste Waggon mit Kali beladen wurde, war es geschafft. Ja, was? Mit der Zielstellung, für die DDR das modernste Kaliwerk der Welt zu schaffen, war das Staatsplanvorhaben Rossleben um das Jahr 1960 beschlossen wurden. Nun, fast ein Jahrzehnt später, zeigten sich für das Werk bereits erste Wolkenschleier am vermeintlich strahlend blauen Kali-Himmel.

Westen wollte 60-%-Dünger – doch neues Werk konnte nur 40er Kali liefern

Die Gründe hierfür waren eigentlich ganz simpel: Die weltweite Intensivierung der Landwirtschaft hatte ein höheres Tempo vorgelegt als es die DDR-Planer gewollt hatten. Statt Düngemittel mit einem Kaliumoxyd-Gehalt von 40 Prozent, für den das Werk modernisiert worden war, verlangte der Weltmarkt nun 60 Prozent. Dafür waren die nagelneuen Anlagen aber nicht geeignet, für Rossleben war dies ein Ding der Unmöglichkeit.

Weiter geht es hier:
http://computer-oiger.de/2015/01/01/kal ... more-33629
Interessierter
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 2. Januar 2015, 19:30

Detaillierte Beschreibung der Grube Roßleben findet man im Buch
,,Kalibergbau an Unstrut und Finne" herausgegeben vom Bergmannsverein ,,Glück Auf"
Roßleben ISBN: 3-930036-75-4

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 3. Januar 2015, 21:11

Verrückte Sache!

Tagebruch: Ursachenforschung scheitert an geschlossenem Archiv
Noch immer herrscht bei der Wismut Ratlosigkeit darüber, warum es in Bad Schlema seit knapp einer Woche ein großes Loch gibt. Zur Vorsicht hat man gestern schon mal Beton reinlaufen lassen.

Zitat:
Bad Schlema. Die ersten 200 Kubikmeter sind sprichwörtliche fast ins Bodenlose verschwunden und bei der Wismut heißt es: "Wir müssen am Montag nochmals das Zweifache an Beton nachfüllen." Das sagt Olaf Wallner, der für das Bundesunternehmen das ehemalige Uranbergbaugebiet Schlema-Alberoda und damit auch den Tagebruch, der sich vergangenen Sonntag in Bad Schlema Am Grunertberg aufgetan hat, betreut. Inzwischen vermutet er, dass sich unter dem Loch, das nun einen Durchmesser von acht Metern hat, ein sogenannter Wetterkanal befindet. Anfang Woche war Wallner davon überzeugt, ein Kellersystem, das zum Schacht 38 gehörte, sei sichtbar geworden.
...
Wallner hatte am Montag gegenüber "Freie Presse" gesagt, dass ihm dazu die Unterlagen fehlen. Die würden im Wismutarchiv in Chemnitz liegen und das sei in dieser Woche wegen der Feiertage nicht besetzt. Doch das Loch, das sich unter einem betonierten Fußweg aufgetan hatte und anfangs nur rund halb so groß war, vergrößerte sich stetig. Schließlich stürzte am Silvestertag auch der "freischwebende" Fußweg in die Tiefe.

"Es wird langsam zum Notfall", sagt Oliver Titzmann, der Ortschronist von Bad Schlema. "Die Gefahr, die offenbar auch von den Bergbauexperten nicht einschätzbar ist, verunsichert." Aber offensichtlich wird der Fall von den Verantwortlichen nicht als Notfall eingeschätzt. Olaf Wallner: "Die Wismut hat Betriebsruhe." Erst am Montag sei das Archiv wieder zugänglich. Auch steht fest, dass nächste Woche an die 20 Erkundungsbohrungen rund um das Loch angesetzt werden...

http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGE ... 076981.php

Na dann Glück Auf! Wenn die Betriebsruhe bei der Wismut beendet ist, ich meine im Archiv!

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 3. Januar 2015, 22:34

vorsorglich versenkt man erstmal 200 m3 beton und hofft auf die zeit nach den feiertagen. [flash] [frown]
das ist eindeutig der nachteil einer marktwirtschaft.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 3. Januar 2015, 22:46

vs1400 hat geschrieben:vorsorglich versenkt man erstmal 200 m3 beton und hofft auf die zeit nach den feiertagen. [flash] [frown]
das ist eindeutig der nachteil einer marktwirtschaft.

gruß vs [hallo]


Das Problem sind eher die Anwohner und ihre Sorgen, VS. Zu aktiven Wismut-Zeiten standen dort bestimmt keine Häuser. Und die Strassennahmen "Zechenweg", "Grubenstraße" oder "Haldenweg" haben eine gewisse historische Bedeutung und wenn dann noch einige Halden in der Nähe sind, wäre ich mit dem Hausbau in so einer Gegend etwas vorsichtig!
Also kippen wir erst mal Beton in das Loch, beruhigt die Anwohner um dann, wenn das Wismut-Archiv seinen Weihnachtsschlaf beendet hat und man die alten Unterlagen gesichtet hat, richtig loszulegen...

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 3. Januar 2015, 23:03

pentium hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:vorsorglich versenkt man erstmal 200 m3 beton und hofft auf die zeit nach den feiertagen. [flash] [frown]
das ist eindeutig der nachteil einer marktwirtschaft.

gruß vs [hallo]


Das Problem sind eher die Anwohner und ihre Sorgen, VS. Zu aktiven Wismut-Zeiten standen dort bestimmt keine Häuser. Und die Strassennahmen "Zechenweg", "Grubenstraße" oder "Haldenweg" haben eine gewisse historische Bedeutung und wenn dann noch einige Halden in der Nähe sind, wäre ich mit dem Hausbau in so einer Gegend etwas vorsichtig!
Also kippen wir erst mal Beton in das Loch, beruhigt die Anwohner um dann, wenn das Wismut-Archiv seinen Weihnachtsschlaf beendet hat und man die alten Unterlagen gesichtet hat, richtig loszulegen...

mfg
pentium


pentium,
dass problem sind die behörden und dass es keine entscheider mehr gibt. jeder duckt sich und verweist auf die nächste instanz, womit eigentlich nur inkompetenz sehr deutlich sichtbar wird.
wenn die häuser samt anwohner mal wieder verschwunden sind, dann finden sich wieder andere die alles auch immer besser machen,
soweit es für "sie" vertretbar ist.

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon augenzeuge » 3. Januar 2015, 23:11

In NRW gab es nicht wenige dieser Vorfälle. Ich hatte immer das Gefühl, dass man seitens der Behörden wusste was man tat. Illegaler Bergbau beziehungsweise in Vergessenheit geratene Stollen waren meist die Ursache. Im Ruhrgebiet findet man immer wieder Bergbauschächte unter Autobahnen die zu Einstürzen führen können.
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 3. Januar 2015, 23:16

Es ist etwas komplexer VS, zumindestens in Sachsen. Ich meine was den Bergbau angeht. Du kannst nicht einfach dieses Loch zuschütten, wäre zu einfach. Es könnte sich ja um Altbergbau handeln als Beispiel und da, ist kein Witz, greift in Sachsen der Denkmalschutz. Dann ist bei solchen Bergbauangelegenheiten immer Freiberg mit im Boot oder die Bergsicherung in Schneeberg, dann wie hier in Schlema, eben auch die Wismut.
Und Häuser sind im Erzgebirge noch nicht im Erdboden verschwunden!

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*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon vs1400 » 3. Januar 2015, 23:37

pentium hat geschrieben:Es ist etwas komplexer VS, zumindestens in Sachsen. Ich meine was den Bergbau angeht. Du kannst nicht einfach dieses Loch zuschütten, wäre zu einfach. Es könnte sich ja um Altbergbau handeln als Beispiel und da, ist kein Witz, greift in Sachsen der Denkmalschutz. Dann ist bei solchen Bergbauangelegenheiten immer Freiberg mit im Boot oder die Bergsicherung in Schneeberg, dann wie hier in Schlema, eben auch die Wismut.
Und Häuser sind im Erzgebirge noch nicht im Erdboden verschwunden!

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pentium,
genau das ist es doch, keiner hat sich wohl an die bergsicherung gewendet.
die haben keine feiertage und stets leute in rufbereitschaft.
ich bin nicht so blöd und labere hier nur, den altbergbau gibt es auch in meiner region und die letzten größeren vorfälle gab es zb. in hettstedt/sandberg/altbergbau.
in eisleben mussten anwohner ihre häuser verlassen und in gerbstedt musste der rat der stadt und der rat der gemeinde für zwei jahre den standort wechseln.
in keinem dieser drei fälle wurde vorsorglich beton entsorgt.

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 3. Januar 2015, 23:44

ich bin nicht so blöd und labere hier nur...

Diesen Satz habe ich überlesen VS!
In Schlema kommen eben erstmal die Betonmischer. Mal sehen wie es weiter geht in Schlema? Ich bleibe an der Sache...

Einen schönen Sonntag.

Glück Auf!
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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 11. Januar 2015, 15:49

Das Loch von Schlema: Weiterer Bergschaden bestätigt
Der Erzbergbau vergangener Jahrhunderte hat bis heute Spuren hinterlassen. Mit den negativen Folgen beschäftigen sich gerade Experten in Freiberg und Bad Schlema.

Zitat:
Erneut hat sich in der Region die Erde aufgetan. Nachdem in den letzten Tagen des vergangenen Jahres in Bad Schlema ein täglich größer werdendes Erdloch für Aufsehen sorgte, hat auch Freiberg mit einem Bergschaden zu kämpfen - ebenfalls schon seit dem vergangenen Jahr. Passanten bemerkten davon kaum etwas, denn die Schadstelle befindet sich in einem alten Wohnhaus in der Bahnhofsvorstadt. Nach Angaben des sächsischen Oberbergamtes in Freiberg war im Keller des Gebäudes der Fußboden durchgebrochen und dabei ein zwei mal drei Meter großes Loch sichtbar geworden. Man habe recherchieren können, dass der Tagesbruch in Zusammenhang mit dem hier verlaufenden Rothe-Grube-Erzgang steht, also auf Altbergbau zurückzuführen ist. Weitere Erkundungs- sowie Sicherungs- und Verwahrungsarbeiten laufen.
...
In Bad Schlema ist inzwischen klar, dass der Einbruch in Zusammenhang mit Bergbauaktivitäten der SAG und der SDAG Wismut steht, wie Wismut-Sprecher Frank Wolf gestern sagte. Damit sei das Bundesunternehmen auch zuständig für die Sanierung und die Kosten - im Gegensatz zu Schäden, die durch Altbergbau entstehen. Nur etwa 30 Meter neben der Schadstelle habe die Wismut Ende der 1940er- und Anfang der 1950er-Jahre hier mit dem Schacht 38 einen ihrer drei größten Schächte in diesem Revier geteuft. Dazu sei seitlich ein zusätzlicher Bewetterungs-, also Frischluftkanal angelegt worden, der vermutlich nicht dokumentiert wurde und mit dem Einbruch in Verbindung stehen dürfte.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/S ... 82617.php#

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 11. Januar 2015, 19:04

Freiberg darf sich offiziell Universitätsstadt nennen

Freiberg darf als erste Kommune in Sachsen offiziell den Beinamen "Universitätsstadt" tragen. Innenminister Markus Ulbig verlieh der Bergstadt bei deren Neujahrsempfang am Sonntag den Titel. Damit soll die prägende Rolle der Technischen Universität Bergakademie für Freiberg unterstrichen werden. Bei der Zeremonie würdigte Ulbig die enge Beziehung von Bürgern und Bergakademie.

"Die Universität steht wie keine andere Einrichtung für Freibergs Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft."
Bernd-Erwin Schramm, Oberbürgermeister von Freiberg

Eine untrennbare Verbindung

In Vorbereitung des 250. Geburtstages der Bergakademie in diesem Jahr stellte Freiberg erneut einen Antrag beim sächsischen Innenministerium und hatte Erfolg. Die Behörde erklärte, die Hochschule habe seit ihrer Gründung 1765 einen herausragenden Einfluss auf die Entwicklung Freibergs und bestimme in vielen Teilen das Ortsbild. Studenten- und Stadtleben seien eng verzahnt. Zudem ist die Einrichtung laut Ministerium mit rund 1.850 Beschäftigten wichtigster Arbeitgeber in der Stadt und habe großen Anteil an der Ansiedlung zahlreicher Wirtschaftsunternehmen der Halbleiter- und Solarbranche in ihrem Wirkungsumfeld.

quelle:
http://www.mdr.de/nachrichten/universit ... 417e7.html

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 18. Januar 2015, 21:11

Die Revierwasserlaufanstalt Freiberg



Dokumentarfilm zur Revierwasserlaufanstalt Freiberg im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung Sachsen
Mehr Informationen unter http://www.smul.sachsen.de/ltv

Die Revierwasserlaufanstalt Freiberg (RWA) ist eine Staumeisterei der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. Über ein etwa 70 km langes System aus Kunstgräben und Röschen mit elf Kunstteichen versorgt sie den Freiberger, Chemnitzer und Dresdner Raum mit Trink- und Brauchwasser. Überdies dienen die größeren Teiche dem Hochwasserschutz.

Angelegt wurde das System jedoch zur Versorgung des Freiberger Bergbaus mit Aufschlagwasser. Der Bau begann bereits 1558 und erstreckte sich über drei Jahrhunderte bis 1882.

Die als technisches Denkmal geschützte Revierwasseranstalt Freiberg ist eine ausgewählte Stätte für die vorgesehene Kandidatur zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge.

quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Revierwass ... t_Freiberg

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 26. Januar 2015, 11:09

Die Wismut saniert seit über 20 Jahren die Hinterlassenschaften des Uranbergbaus. Bis 2022 sollen auch die Altschäden beseitigt sein, die aus den Anfangsjahren stammen.

Zitat:
Chemnitz. In Sachsen wird in diesem Jahr so viel Geld für die Sanierung von Altstandorten des Wismut-Uranbergbaus ausgeben wie nie zuvor: 16 Millionen Euro. Auch bis 2020 stehen jedes Jahr Mittel in diesem Umfang zur Verfügung. Sie kommen je zur Hälfte von Bund und Land.
...
Nach Angaben des Projektverantwortlichen für die Wismutaltstandorte, Manfred Speer, beginnen 2015 für etwa 50 Projekte die Planungen oder die eigentlichen Arbeiten. 2014 war an insgesamt 54 Projekten zwischen Vogtland und Freital zeitgleich gearbeitet worden. Die Zahl der Kommunen, die Altschäden angemeldet haben, sei inzwischen auf 45 gestiegen. Vor 15 Jahren waren es 33. In vielen Fällen seien aktuelle Bergschäden der Anlass für neue Meldungen, bestätigt das sächsische Oberbergamt in Freiberg. So geschehen 2014 in Dorfchemnitz bei Zwönitz, ebenso Callenberg im Landkreis Zwickau. In den ersten Wochen dieses Jahres wurden weitere drei neue Schadensfälle angezeigt, die vermutlich auf frühe Wismuttätigkeit zurückzuführen sind. "Nicht alles wurde in den Anfangsjahren sorgfältig dokumentiert. Wir gehen deshalb davon aus, dass auch nach 2022 mit dem Auslaufen des Alt-standorteabkommens weiterer Finanzbedarf bleibt", sagt Projektleiter Speer. Für große Vorhaben, wie sanierte Althalden und Uranabsetzbecken, bestehe zudem noch auf Jahre eine Überwachungs- oder Nachsorgepflicht.

quelle: Freie Presse

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Re: Mythos Bergbau

Beitragvon pentium » 5. Februar 2015, 23:02

Die älteste Talsperre Sachsens

„Der große Filzteich ist deshalb so genannt, weil seine Südseite an ein Terrain anstößt, das aus Granitverwitterung besteht und mit Torf, welches von dem Volke Filz genannt wird, bedeckt ist.“

So schrieb einst Johann Wolfgang von Goethe 1786 bei seinem Besuch im Schneeberg-Neustädtler Bergrevier. „Der Bergsee, ein Naturwunder, berwältigend schön im Anblick der herrlichen Wasserfläche, umgeben von tiefgrünen Fichtenwäldern, liegt auf einer bewaldeten Hochebene bei der alten Bergstadt Schneeberg im Erzgebirge.“ (Zitat)

Technische Daten

Älteste Talsperre Sachsens, von 1483 bis 1485 errichtet
Größe der Wasserfälche: 23 ha
Fassungsvermögen: 370000 m³ Wasser
Höhe des Wasserspiegels: 544,69 m . NN

Bis in das 19. Jahrhundert wurden die meisten Maschinen im Schneeberger Bergbau mit Wasserkraft angetrieben. Als wichtigstes Wasserreservoir zur Überbrückung von Trockenzeiten wurde bereits 1483-1485 der Filzteich angelegt. Über Gräben und Röschen wurde das Wasser zu den einzelnen Gruben geleitet. Seit der Vergrößerung des Teiches 1708 hat er einen Inhalt von ca. 370 000 m³ Wasser. Im Jahre 1783 brach der Damm, wodurch 18 Todesopfer in Zschorlau und viel Schaden zu beklagen war. Nutzung von 1485 bis 1932 ausschließlich für bergbauliche Zwecke.

Ab 1933 Strandbad

Für die aktive Erholung gibt es viele Möglichkeiten. Neben der 85 m langen Großwasserrutsche stehen Sprungturm, Wassertreter, Ruderboote, eine Kinderrutsche, Tischtennisplatten, eine Freikegelbahn, eine Großwippe, eine Hängeseilbahn, ein Großschachplatz sowie mehrere Kinderspielplätze zur Verfgung. Aber auch Strandkörbe, Liegen, Liegestühle und Sonnenschirme zum Ausleihen sowie ein FKK-Strand sind vorhanden.

In Freiluftgaststätten und Kiosken wird für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Während der Badesaison werden eine Reihe von Veranstaltungen angeboten, wie Filzteichfest, Strandkonzerte, Diskos und Kinderfeste sowie Freilichtkino. Sportwettkämpfe in den Disziplinen Duathlon und Triathlon sind über die Grenzen des Freistaates hinaus bekannt. Die Bekanntmachung erfolgt über die lokalen öffentlichen Medien und durch Aushänge am Strandbad.

Der Filzteich besitzt auch als Naturgewässer große Bedeutung. Das Wasser des Zulaufes entspringt in einem Hochmoor des Hartmannsdorfer Forstes. Es hat eine bräunliche Färbung, welche durch Moortrübstoffe hervorgerufen wird. Da bekanntlicherweise Moor ein anerkanntes Naturheilmittel ist, kann man davon ausgehen, dass ein Bad im Filzteich der Gesundheit nur zuträglich sein kann.

quelle:
http://www.schneeberg.de/html/filzteich2.html

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