Thoth hat geschrieben:Volker Zottmann hat geschrieben:
Gerade jetzt verbreitest Du Gerüchte. Dass ich einem fremden Irrtum glaubend aufsaß, war ein einmaliges Ereignis, bitte nicht verleumderisch den Plural verwenden Thoth. Du bist nachtragend, trotz mannigfaltiger Entschuldigungen, nicht nur von mir.
...
Der "Flachlandtiroler" liest doch selbst, warum sollte ich ihm Deine Ausfälle verklickern?
Und "Neunmalkluger" sollte mich das ehren?
So klug, um zu wissen, welche Position Du wann und wo, möglicherweise im ZK bekleidetest, will ich nicht werden. Entweder teilst Du es allein mit oder es unterbleibt. So wichtig bist Du mir nicht, Gevatter.
Gruß Volker
Die unterstrichenen Textstelle im Zitat ....
als was würdest du das denn bezeichnen Volker Zottmann, als Gerücht, als Vermutung, als Unterstellung, als Provokation, dümmliche Anmache oder der Einfachheit als alles Zusammen?
Aber das Unschuldslamm mimen. Zum 'Neunmalklugen' fehlen dir nach deiner Interpretation mindestens noch 10 Stufen ......
Thoth
Beethoven hat geschrieben:[quote="InteressierterEin Mensch, der wie Du das Töten an der Grenze aus damaliger Sicht auch heute noch rechtfertigt, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit als angemessen empfindet, ist für mich kein anständiger Gesprächspartner und wird es auch nie werden.
Nov65 hat geschrieben:
Diese gewandelte heutige Sicht auf die DDR-Zeit habe ich doch seit einigen Tagen bei @Beethoven lesen können. Deshalb verstehe ich den zugespitzten Verlauf der Debatte gar nicht.
Wer hat denn nun etwas übersehen?
Grüße von Andreas
Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls
Beitragvon Interessierter » 24. September 2014, 15:24
Kristian, die Argumentation in Deinen letzten beiden Beiträgen ist mittlerweile derart, dass ich wohl meine Brotsorte wechseln muß.
Wenn jemand seine Sichtweise von damals und seine heutige, andere oder geänderte Sichtweise hier einstellt, so ist das nach 25 Jahren für mich etwas ganz selbstverständliches, bei den vielen Orientierungsmöglichkeiten die sich ihm in den zweieinhalb Jahrzehnten boten.
So weit sind wir schon, dass wir das lobenswert erwähnen müssen ? Nur weil es immer noch genügend Menschen gibt, die diesem Regime in unterschiedlichen Formen dienten und heute noch dessen Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen rechtfertigen oder gar bestreiten ?
Zitat Beethoven:
Eines möchte ich aber klar stellen, dass was ich zu Zeiten der DDR und der Grenze zwischen den Blöcken als gerechtfertigt ansah, sehe ich heute auch unter anderem Licht.
Da stelle ich mir die Frage: " Nur weil man Offizier dieses Regimes war, fand man es gerechtfertigt unbewaffneten Menschen in den Rücken zu schießen ? Wie kann ein normal denkender Mensch nur so verwerflich denken ?
Wieso erkannten denn so viele Bürger der DDR, dass die Vorgänge an der Grenze unmenschlich waren, nur trauten sie sich nicht das laut zu sagen ?
Als Offizier oder Diener dieser Diktatur, hatte man doch nicht seine Gefühle und Menschlichkeit im Garten begraben ? Wer sich hier nach 40 Seiten hinstellt und meint er müsse die Verbrechen an der Grenze einmal begründen, ahnen dass er die " Gemeinde " auf die Palme bringt, anderen unterstellt sie hätten Schaum vor dem Mund oder würden ohnehin nicht verstehen, wenn er auf ihren Vorhalt antworten würde, dessen Ausführung sind für mich nicht aktzeptabel.
Übrigens ist es nicht das erste mal, dass User ihr Bedauern über die Getöteten hier ausdrücken, um anschließend zu formulieren, dass die Flüchtenden ja selber Schuld waren, oder wie hier vom User Beethoven geschrieben wurde, aus damaliger Sicht das Töten an der Grenze gerechtfertigt war.
Nun gebietet mir ja mein Demokratieverständnis auch solche Meinungen zur Kenntnis zu nehmen, aber aktzeptieren werde und kann ich so etwas nicht.
Und schon gar nicht jemandem Anerkennung zollen, dass er nach so vielen Jahren nun eine andere Sichtweise hat und im gleichen Atemzug die Richtigkeit aus damaliger Sicht, bezüglich des Tötens der eigenen Bürger an der Grenze, betont.
Wenn ich mir vorstelle, da würde so ein ehemaliger SS - Scherge mir sagen, dass er heute eine andere Sichtweise hätte, aber aus damaliger Sicht die begangenen Verbrechen als gerechtfertigt bezeichnet, ich weiss ja nicht .........
Das soll übrigens kein Vergleich zwischen DDR - Organen und der SS sein, bevor jemand meint mir das unterstellen zu müssen.
Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?
Spartacus hat geschrieben:Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?
Nee, als gelernter DDR - Bürger musste er ihn bestimmt nicht fragen, denn das hat er von alleine gewußt.
Der, der da kam, hatte die Schnauze voll, wollte weg, aus welchen Gründen auch immer. Der Grenzer hätte sich
fragen müssen, warum das wohl so ist? Weshalb einer sein Leben riskieren will, um aus dem DDR - Paradies
zu verschwinden? Das wären dann die richtigen Fragen gewesen und ich denke mal, viele Grenzer haben sich genau
solche Fragen häufig gestellt.
LG
Sparta
Sirius hat geschrieben:Das stellt sich die Frage, bei wie vielen Grenzsoldaten hat das "heißmachen" - wie es vs1400 nennt - gefruchtet? Wie viele wurden durch die Rotlichtbestrahlung beeinflusst?
Spartacus hat geschrieben:Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?
Nee, als gelernter DDR - Bürger musste er ihn bestimmt nicht fragen, denn das hat er von alleine gewußt.
Der, der da kam, hatte die Schnauze voll, wollte weg, aus welchen Gründen auch immer. Der Grenzer hätte sich
fragen müssen, warum das wohl so ist? Weshalb einer sein Leben riskieren will, um aus dem DDR - Paradies
zu verschwinden? Das wären dann die richtigen Fragen gewesen und ich denke mal, viele Grenzer haben sich genau
solche Fragen häufig gestellt.
LG
Sparta
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Dr. 213 hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.
"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.
Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.
Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.
Gruß
Dr. 213
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Janko hat geschrieben:@Nov65....."eder. der über die grüne Grenze ging, wusste, auf was er sich einließ....."...du bestätigst auch die Richtigkeit dieser Aussage....?
Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?
Ich "säe" nochmal..wer abhauen wollte, wußte doch um dieses Grenzregime ?....die "Sturmernte" nehm ich in kauf...
vs1400 hat geschrieben:Dr. 213 hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.
"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.
Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.
Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.
Gruß
Dr. 213
@ Dr. 213,
dass stimmt eben nicht. denn so wurde es auch nicht vermittelt.
gruß vs

manudave hat geschrieben:...und da der Grenzsoldat nicht mit Steinschleuder und Lanze unterwegs war, sondern mit einer AK 47, war es nun mal nichts anderes als ein Schiessbefehl - Feddisch.
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Dr. 213 hat geschrieben:vs1400 hat geschrieben:Dr. 213 hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.
"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.
Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.
Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.
Gruß
Dr. 213
@ Dr. 213,
dass stimmt eben nicht. denn so wurde es auch nicht vermittelt.
gruß vs
Doch, sogar genau so.
Ich war nie bei einer Vergatterung der GT dabei. Aber es gibt zahlreiche Berichte zum Inhalt.
Und darum sage ich, du liegst (mal wieder) jenseits der Realität.
Der Interessierte hat zufällig gerade ein Link zu einem Film eingestellt. Danke dafür !
Das erspart mir die Arbeit, für alle zufällig hier mitlesenden Gäste, mein "Egal wie" zu untermauern.
Im Youtube Video "DDR 1990:Wer trägt die Verantwortung für die Toten an der Mauer?"
kann es bei 10:28 jeder hören und sehen: (Nicht ganz korrekt ausgesprochen, denn es hieß wohl im Original):
"Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten"
Auf gut Deutsch: tot oder lebendig ! oder für einfach gestrickte Hirne auch "egal wie"
Gruß
Dr. 213
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)

Dr. 213 hat geschrieben:VS, eine Quelle wäre tatsächlich zu wenig. Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Thema.
Und den Text der Vergatterung habe ich an mehreren Stellen gefunden. Das kann kein Zufall sein.
Der Gefreite Jürgen Albrecht, der als Postenführer den Einsatz der Waffe gegen Heiko Runge befohlen hatte,
sagte es sogar in eine TV- Kamera hinein.
O- TON Archiv SPIEGEL TV
Jürgen Albrecht:
Grenzverletzer aufzuspüren, festzunehmen, unschädlich zu machen, bzw. zu vernichten.
Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.
Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
Auf Dauerfeuer einmal durchdrücken, ist das Magazin leer. Und davon hat ja bloß ein Schuss getroffen!
Einen Bericht zum Mordfall Runge gab es auch mal im SWR2- Radio, den Hörbeitrag habe ich noch.
Hier der Text zur Sendung:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendung ... 121128.pdf
Gruß
Dr. 213
... ne sekund für 30 mumpeln ... ach gottchen ... lies dich bitte "etwas" besser ein.Zurück zu Grenztruppen der DDR
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