Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Wosch » 26. September 2014, 11:17

[quote="Beethoven)


"......Das Grenzregime an der innerdeutschen Grenze war wohl im damaligen Europa eines der gefährlichsten für einen Grenzverletzer. Und die Verhältnismäßigkeit steht völlig außerhalb des Begreifbaren. Das hat heute wohl jeder erkannt."
Gruß[/quote]


Ach wäre Dir diese Erkenntnis doch nur zu Zeiten gekommen, über die wir uns heute unterhalten!!
sich statt dessen über "Schaum vor'm Mund" zu mokieren, erhellt Deine diesbezügliche neuere Wahrnehmung.
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 26. September 2014, 11:36

Thoth hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:
Gerade jetzt verbreitest Du Gerüchte. Dass ich einem fremden Irrtum glaubend aufsaß, war ein einmaliges Ereignis, bitte nicht verleumderisch den Plural verwenden Thoth. Du bist nachtragend, trotz mannigfaltiger Entschuldigungen, nicht nur von mir.
...
Der "Flachlandtiroler" liest doch selbst, warum sollte ich ihm Deine Ausfälle verklickern?
Und "Neunmalkluger" sollte mich das ehren?
So klug, um zu wissen, welche Position Du wann und wo, möglicherweise im ZK bekleidetest, will ich nicht werden. Entweder teilst Du es allein mit oder es unterbleibt. So wichtig bist Du mir nicht, Gevatter.

Gruß Volker


Die unterstrichenen Textstelle im Zitat ....
als was würdest du das denn bezeichnen Volker Zottmann, als Gerücht, als Vermutung, als Unterstellung, als Provokation, dümmliche Anmache oder der Einfachheit als alles Zusammen?

Aber das Unschuldslamm mimen. Zum 'Neunmalklugen' fehlen dir nach deiner Interpretation mindestens noch 10 Stufen ......

Thoth



Ich danke Dir Thoth, dass Du beim Unterstreichen auch das Wort möglicherweise hast stehenlassen. Dieses Wort drückt für den Normalgebildeten aus, was ich meine. Du selbst hast mich doch aufgefordert, die kleinen Hinweise in all Deinen Zeilen zu Deiner Vita zu beachten. Da stand schon mal geschrieben, dass Du regelmäßig im ZK ein- und ausgegangen bist. An anderer Stelle erwähntest Du, wovon Du mehr Ahnung hast als ich, in Deinem erlerntem Beruf im Klempnergewerbe. Vielleicht hast Du Dich auch qualifiziert und warst dort oder im Umfeld höher angesiedelt... Wer weiß das schon von uns?
Hinter Deinem Avatar kann also auch der ZK-Hausmeister oder -Klomann stecken. Das ist mir inzwischen aber völlig Wurscht.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Interessierter » 26. September 2014, 12:02

@ Beethoven: Anscheinend ist es Dir in Deiner Aufgeregtheit nur möglich, mir bewußte Verdrehung zu unterstellen. Jedoch an Deiner menschenverachtenden Rechtfertigung des damailigen Tötens von Menschen an der Grenze ändert das rein gar nichts.

Den Schaum vor dem Mund scheinst aber hier wohl eher Du zu haben, sonst würdest Du Dich wohl nicht erdreisten andere Meinungen als Müll zu bezeichnen und vor allem mich nicht bezichtigen in rot zu schreiben, was ich überhaupt nicht mache. [flash]

Ein Mensch, der wie Du das Töten an der Grenze aus damaliger Sicht auch heute noch rechtfertigt, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit als angemessen empfindet, ist für mich kein anständiger Gesprächspartner und wird es auch nie werden.
Interessierter
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nostalgiker » 26. September 2014, 12:48

Volker Zottmann, wie es scheint ist dir ein Unterscheidung zwischen einem Ministerium, dem Ministerrat und dem ZK nicht geläufig.
Wenn du es nicht weißt, such dir bitte einen anderen Erklärbär ......

Thoth

PS.: und 'möglicherweise' ist unter anderem ein Synonym von 'vermutlich' und das kommt von 'vermuten', also stehe zu dem was du schreibst.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Beethoven » 26. September 2014, 13:12

[quote="InteressierterEin Mensch, der wie Du das Töten an der Grenze aus damaliger Sicht auch heute noch rechtfertigt, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit als angemessen empfindet, ist für mich kein anständiger Gesprächspartner und wird es auch nie werden.[/quote]

Na mein Lieber, da hamwas ja wieder.

Wie kommst Du darauf, dass ich heute noch, die Todesschüsse aus der Zeit der der innerdeutschen Grenze, als angemessen empfinde?

Gruß
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nov65 » 26. September 2014, 14:20

Beethoven hat geschrieben:[quote="InteressierterEin Mensch, der wie Du das Töten an der Grenze aus damaliger Sicht auch heute noch rechtfertigt, also Verbrechen gegen die Menschlichkeit als angemessen empfindet, ist für mich kein anständiger Gesprächspartner und wird es auch nie werden.


Na mein Lieber, da hamwas ja wieder.

Wie kommst Du darauf, dass ich heute noch, die Todesschüsse aus der Zeit der der innerdeutschen Grenze, als angemessen empfinde?

Gruß[/quote]

Diese gewandelte heutige Sicht auf die DDR-Zeit habe ich doch seit einigen Tagen bei @Beethoven lesen können. Deshalb verstehe ich den zugespitzten Verlauf der Debatte gar nicht.
Wer hat denn nun etwas übersehen?
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Janko » 26. September 2014, 14:58

Evtl. liegt es am Rauchen im Kleinkindalter...

Ein @Beethoven schildert in einer sehr sachlichen Form einen Lebensabschnitt, die Beweggründe für seine Entscheidung und die Umstände wie er diesen gerecht wurde.
Warum ist es von einigen so schwierig derartiges nachzuvollziehen und mit Unterstellungen "anzugreifen" die er so nicht geschrieben hat. ? Weil er Offizier der NVA war ?...oder warum...?

Wenn Einsichten gefordert werden "die er hätte schon eher haben sollen...und nicht erst jetzt", dann hat das schon was mit einem Richter zu tun oder eben doch von jemand der keine oder wenig Ahnung hat. Ganz schwierig wird es, eine minimale Bereitschaft zu haben, sich in eine Person reinzuversetzen
Man könnte es ignorieren, nur irgendwo im "Mitgliederbereich" gehts dann zu Gange...."Zustand des Forum"..."warum schreibt keiner" es ist schon ein Kreuz
Janko
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Spartacus » 26. September 2014, 17:55

Nov65 hat geschrieben:
Diese gewandelte heutige Sicht auf die DDR-Zeit habe ich doch seit einigen Tagen bei @Beethoven lesen können. Deshalb verstehe ich den zugespitzten Verlauf der Debatte gar nicht.
Wer hat denn nun etwas übersehen?
Grüße von Andreas


Sehe ich genau wie Andreas,

und das Beethoven in seiner aktiven Zeit zur Sache stand, hat er so geschrieben, aber eben auch betont, das
er das heute ganz anders sieht. Mehr geht ja eigentlich schon gar nicht mehr und irgend wie entschuldigen muss
er sich schon gar nicht, denn er war ja bei den Fallsi und nicht an der Grenze. Ich denke er ist mit sich persönlich
im reinen und für mich reicht das dann auch aus.

LG

Sparta


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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Interessierter » 26. September 2014, 19:01

Wer lesen kann ist klar im Vorteil und erkennt, dass ich die Bemerkung des Users Beethoven, dass er es heute in einem andern Licht betrachtet, nicht überlesen habe.

Was ich beanstande, dass er das Töten von Menschen, oftmals mit Schüssen in den Rücken, versucht aus damaliger Sicht zu rechtfertigen. Da es auch damals - nicht nur meiner Meinung nach - keinen Grund gab Menschen an der Grenze zu töten, was international als Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezeichnet wurde und sogar gegen DDR-Recht verstieß, ist das für mich weder vom Inhalt noch von der von ihm benutzen Form, aktzeptabel.

Wer das damalige Töten heute auch unter einem anderen Licht sieht, der bezeichnet die damalige Sichtweise und das damalige Verhalten nicht als gerechtfertigt, sondern distanziert sich davon.

Hier noch einmal ein Auszug aus meinem Beitrag vom 24.9. - 16,24 Uhr


Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Interessierter » 24. September 2014, 15:24
Kristian, die Argumentation in Deinen letzten beiden Beiträgen ist mittlerweile derart, dass ich wohl meine Brotsorte wechseln muß. [grins]

Wenn jemand seine Sichtweise von damals und seine heutige, andere oder geänderte Sichtweise hier einstellt, so ist das nach 25 Jahren für mich etwas ganz selbstverständliches, bei den vielen Orientierungsmöglichkeiten die sich ihm in den zweieinhalb Jahrzehnten boten.

So weit sind wir schon, dass wir das lobenswert erwähnen müssen ? Nur weil es immer noch genügend Menschen gibt, die diesem Regime in unterschiedlichen Formen dienten und heute noch dessen Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen rechtfertigen oder gar bestreiten ?

Zitat Beethoven:

Eines möchte ich aber klar stellen, dass was ich zu Zeiten der DDR und der Grenze zwischen den Blöcken als gerechtfertigt ansah, sehe ich heute auch unter anderem Licht.



Da stelle ich mir die Frage: " Nur weil man Offizier dieses Regimes war, fand man es gerechtfertigt unbewaffneten Menschen in den Rücken zu schießen ? Wie kann ein normal denkender Mensch nur so verwerflich denken ?

Wieso erkannten denn so viele Bürger der DDR, dass die Vorgänge an der Grenze unmenschlich waren, nur trauten sie sich nicht das laut zu sagen ?

Als Offizier oder Diener dieser Diktatur, hatte man doch nicht seine Gefühle und Menschlichkeit im Garten begraben ? Wer sich hier nach 40 Seiten hinstellt und meint er müsse die Verbrechen an der Grenze einmal begründen, ahnen dass er die " Gemeinde " auf die Palme bringt, anderen unterstellt sie hätten Schaum vor dem Mund oder würden ohnehin nicht verstehen, wenn er auf ihren Vorhalt antworten würde, dessen Ausführung sind für mich nicht aktzeptabel.

Übrigens ist es nicht das erste mal, dass User ihr Bedauern über die Getöteten hier ausdrücken, um anschließend zu formulieren, dass die Flüchtenden ja selber Schuld waren, oder wie hier vom User Beethoven geschrieben wurde, aus damaliger Sicht das Töten an der Grenze gerechtfertigt war.

Nun gebietet mir ja mein Demokratieverständnis auch solche Meinungen zur Kenntnis zu nehmen, aber aktzeptieren werde und kann ich so etwas nicht.

Und schon gar nicht jemandem Anerkennung zollen, dass er nach so vielen Jahren nun eine andere Sichtweise hat und im gleichen Atemzug die Richtigkeit aus damaliger Sicht, bezüglich des Tötens der eigenen Bürger an der Grenze, betont.

Wenn ich mir vorstelle, da würde so ein ehemaliger SS - Scherge mir sagen, dass er heute eine andere Sichtweise hätte, aber aus damaliger Sicht die begangenen Verbrechen als gerechtfertigt bezeichnet, ich weiss ja nicht .........

Das soll übrigens kein Vergleich zwischen DDR - Organen und der SS sein, bevor jemand meint mir das unterstellen zu müssen.



Das habe ich beanstandet, eben weil es auch damals keinen Grund gab Menschen an der Grenze zu töten. In einer zivilisierten Gesellschaft schießt man an der Grenze nicht auf unbewaffnete , eigene Bürger, die einfach nur das Land verlassen wollen.

Wer aber trotzdem meint, dass wäre gerechtfertigt, der befindet sich damit - meiner Meinung nach - ausserhalb der Normen einer zivilisierten Gesellschaft.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Wosch » 26. September 2014, 20:50

Ich zitiere mal auszugsweise eine am 24. 9. hier gemachte Aussage von @Beethoven, die im Grunde doch nur die "Mauerschützen" von "ihrer" Schuld freisprechen soll, denn im Umkehrschluß kann seine Aussage doch nur bedeuten daß ihre erschossenen und verwundeten Opfer, auch aus seiner heutigen Sichtweise, an ihrem "Unglück" selbst schuld gewesen wären: "...Jedoch, jeder der über die grüne Grenze ging, wußte worauf er sich einlässt und hätte dieses Unterfangen abbrechen können, wenn er bemerkt, daß es schief geht.."
Zu solch einer Feststellung brauchte er "ausgereifte" 25 Jahre, obwohl sie doch nur dem damaligen offiziellen Gedankengut entnommen wurde. Wenn das die "neuen" Erkenntnisse gewesen sein sollten..., na dann "Prost-Mahlzeit".
Wenn "jeder Tote einer zuviel war" dann hatte sich Jeder (der daran beteiligt war) damit schuldig gemacht und wer diese Sichtweise damals vertrat und billigte machte sich "moralisch" mitschuldig. Auch wenn´s nicht gerne gehört wird, so ist es und nicht anders!
Aus Kassel, Wosch.
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nov65 » 27. September 2014, 07:03

Jeder. der über die grüne Grenze ging, wusste, auf was er sich einließ. Natürlich stimmt auch eine solche Aussage. Sie deutet aber keine Gründe an, weshalb es dennoch viele versuchten. Die Aussage ist so alt wie die DDR-Grenze und gehörte zum Argumentationsmaterial des DDR-Regimes. Auf diese Weise versuchte man auch die Grenzer von einem gewissen Schuldgefühl beim Gebrauch der Waffe zu erlösen. In etwa: Warum wollen die GV hier rüber, sie wissen doch, dass hier auch geschossen wird. Also schuld sind sie selber, wenn sie zu Schaden kommen.
Diese Argumentation sollte heute niemand mehr gebrauchen, da die vielen Mauertoten und Toten an der grünen Grenze zumeist bekannt sind und das gesamte Grenzregime entlarvt ist.
Ein Satz wie: Jeder Tote an der Mauer/Grenze ist einer zu viel, sagt überhaupt nichts. Da gibt es im Forum noch jemanden, der so argumentiert. Tote hatten die Grenzkommandeure auch nicht gern. Das gab nur Ärger und Aufsehen, weshalb man solche Vorgänge sprichwörtlich verdunkeln wollte.

Ich habe aber Aussagen von @Beethoven gelesen, die deutlich machen, dass er heute eine andere Sicht auf die damaligen Sachverhalte hat.
Mich interessieren nicht damalige Einstellungen, die kenn ich zur Genüge, ich bewerte nur die heutige Haltung.
Wohl dem, der damals nicht in der DDR lebte und heute locker aufspielen kann. Hut ab vor denen, die trotz großer Gefahren die DDR verließen, weil sie ihren Kopf nicht senkten und nicht in Nischen abtauchen wollten.
Der Kreis der Kritiker des DDR-Regimes wird in diesem Forum von wenigen Usern angemacht mit selbsternannte Moralisten. Ich denke, diese Abwertungsversuche sind nicht nur nicht zutreffend, weil sich hier niemand selbst ernannt hat und inhaltlich falsch, weil die Worte der so genannten Moralisten mit der Geschichte deckungsgleich sind(IM-Zahlen, MfS, Grenze, Mauerfall, geeintes Deutschland). Aber: Spieglein, Spieglein an der Wand... Wer hat das schon gern.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Janko » 27. September 2014, 10:52

@Nov65....."eder. der über die grüne Grenze ging, wusste, auf was er sich einließ....."...du bestätigst auch die Richtigkeit dieser Aussage....?
Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?

Ich "säe" nochmal..wer abhauen wollte, wußte doch um dieses Grenzregime ?....die "Sturmernte" nehm ich in kauf...
Janko
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Spartacus » 27. September 2014, 12:57

Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?


Nee, als gelernter DDR - Bürger musste er ihn bestimmt nicht fragen, denn das hat er von alleine gewußt.
Der, der da kam, hatte die Schnauze voll, wollte weg, aus welchen Gründen auch immer. Der Grenzer hätte sich
fragen müssen, warum das wohl so ist? Weshalb einer sein Leben riskieren will, um aus dem DDR - Paradies
zu verschwinden? Das wären dann die richtigen Fragen gewesen und ich denke mal, viele Grenzer haben sich genau
solche Fragen häufig gestellt.

LG

Sparta


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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Sirius » 27. September 2014, 13:04

Spartacus hat geschrieben:
Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?


Nee, als gelernter DDR - Bürger musste er ihn bestimmt nicht fragen, denn das hat er von alleine gewußt.
Der, der da kam, hatte die Schnauze voll, wollte weg, aus welchen Gründen auch immer. Der Grenzer hätte sich
fragen müssen, warum das wohl so ist? Weshalb einer sein Leben riskieren will, um aus dem DDR - Paradies
zu verschwinden? Das wären dann die richtigen Fragen gewesen und ich denke mal, viele Grenzer haben sich genau
solche Fragen häufig gestellt.

LG

Sparta


Das stellt sich die Frage, bei wie vielen Grenzsoldaten hat das "heißmachen" - wie es vs1400 nennt - gefruchtet? Wie viele wurden durch die Rotlichtbestrahlung beeinflusst?
Sirius
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 27. September 2014, 13:31

Sirius hat geschrieben:Das stellt sich die Frage, bei wie vielen Grenzsoldaten hat das "heißmachen" - wie es vs1400 nennt - gefruchtet? Wie viele wurden durch die Rotlichtbestrahlung beeinflusst?


Bei den Wenigsten, denke ich! Die Bestrahlung war allenfalls noch das I-Tüpfelchen in der Erziehung. Die nahm kaum noch ein Erwachsener ernst.
Was hingegen ernst genommen wurde, und das geschah auch im Politunterrricht, waren die erzählten und manchesmal wohl nur gestrickten Legenden, wann und wie man in Schwedt "einfährt". So wie es @Rüganer beschreibt war es wohl überall, nicht nur in Grenzeinheiten.
Bei unfertigen Jugendlichen, und das waren eine Vielzahl der GWLer, siegte dann im entscheidenden Moment eher die Angst vor Repressionen, als der Menschenverstand.
Rüganer hat das trefflich in Re: Die höchste Strafe eines Mauerschützenprozesses- es war Mord! dargestellt.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 27. September 2014, 14:15

Spartacus hat geschrieben:
Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?


Nee, als gelernter DDR - Bürger musste er ihn bestimmt nicht fragen, denn das hat er von alleine gewußt.
Der, der da kam, hatte die Schnauze voll, wollte weg, aus welchen Gründen auch immer. Der Grenzer hätte sich
fragen müssen, warum das wohl so ist? Weshalb einer sein Leben riskieren will, um aus dem DDR - Paradies
zu verschwinden? Das wären dann die richtigen Fragen gewesen und ich denke mal, viele Grenzer haben sich genau
solche Fragen häufig gestellt.


LG

Sparta


sehr richtig Spartacus
und die masse wollte eben auch nicht als "held" im knast landen,
was ja einige user, laut ihrer aussagen, auf sich genommen hätten und ihnen nicht abnehme.

ein kollege von mir wartete 5 jahre auf seine ausreise, ihm war das risiko zu groß und daher wartete er lieber.
er sprach vom risiko und dass es ihm das so nicht wehrt gewesen wäre.

gruß vom Torsten [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 27. September 2014, 15:26

Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.

"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.

Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.

Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.

Gruß
Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 27. September 2014, 15:44

Dr. 213 hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.

"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.

Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.

Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.

Gruß
Dr. 213


@ Dr. 213,
dass stimmt eben nicht. denn so wurde es auch nicht vermittelt.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nov65 » 27. September 2014, 16:06

Ich scließe mich der Meinung von @Dr.213an.
Es gab überzeugte Grenzer, die befehlsgemäß handelten.
Die Masse der Soldatenglaubte aber nicht an die Rolle der Grenze als antifaschistischer Scutzwall.
Es gab solche, die dem " Vorgekauten" glaubten, die Flüchtigen seien bewaffnete Kriminelle oder Russen.
Als dann Grenzer im Dienst ums Leben kamen, wurde eine Legende propagiert, die jeden Grenzer als mögliches weiteres Opfer hinstellte.
Und diese Rolle wollte niemand.
Ich erinnere mich an eine Gedenkstunde für den Grenzer Reinhold Huhn, der bei einer Personenkontrolle im Grenzgebiet erschossen wurde, unser Regiment trug seinen Namen.
Wir Teilnehmer kamen sehr bewegt aus dieser Veranstaltung. Jeder machten sich seinen Vers...
Dann standen auf den Postentürmen Grenzer, die sich kannten. Der Flüchtling aber war stets ein Unbekannter.
Bestrafung wegen Dienstvergehens durch den Militärstaatsanwalt..
Dieses Konglomerat von Beweggründen zu schießen war oft stärker als jede kirchliche oder auch nur humanistische Einstellung zum Mitmenschen.

Auszeichnungen oder Beförderungen spielten beim einfachen Grenzer wohl eher kaum eine Rolle jemanden zu erschießen.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nov65 » 27. September 2014, 16:13

Janko hat geschrieben:@Nov65....."eder. der über die grüne Grenze ging, wusste, auf was er sich einließ....."...du bestätigst auch die Richtigkeit dieser Aussage....?
Jetzt stell ich mir den Grenzer vor, ich versuch mich in den reinzuversetzen, weil ich nicht an der Grenze war.
Der steht , oder läuft dort und plötzlich taucht da einer auf, der "den von ihm zu sicherden Bereich wie auch immer verletzt"......und den sollte er jetzt auch noch nach den Gründen fragen, warum er das macht ...?

Ich "säe" nochmal..wer abhauen wollte, wußte doch um dieses Grenzregime ?....die "Sturmernte" nehm ich in kauf...

Ich kann den Sinn deiner Frage nicht richtig orten. Jeder Flüchtling wusste, dass an der Mauer oder grünen Grenze auf Flüchtige geschossen wird. Es gab ja Westfernsehen.
Der Drang, die DDR zu verlassen schien anscheinend stärker als das Abwägen des Risikos.
Natürlich konnte ein Grenzer niemanden nach seinen Fluchtgründen fragen. Das habe ich so nie angedeutet oder geschrieben.
Grüße von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Spartacus » 27. September 2014, 17:13

Mal ein kleiner Videobeitrag zum Thema.

LG

Sparta



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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 27. September 2014, 18:23

Nun haben wir doch den Schießbefehl! Na so etwas?! ...(von Hoffmann unterschrieben.)
Es ist doch mehr aufgehoben und erhalten worden, als Leugnern lieb ist.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 27. September 2014, 18:38

vs1400 hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.

"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.

Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.

Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.

Gruß
Dr. 213


@ Dr. 213,
dass stimmt eben nicht. denn so wurde es auch nicht vermittelt.

gruß vs [hallo]


Doch, sogar genau so.
Ich war nie bei einer Vergatterung der GT dabei. Aber es gibt zahlreiche Berichte zum Inhalt.
Und darum sage ich, du liegst (mal wieder) jenseits der Realität.
Der Interessierte hat zufällig gerade ein Link zu einem Film eingestellt. Danke dafür !

Das erspart mir die Arbeit, für alle zufällig hier mitlesenden Gäste, mein "Egal wie" zu untermauern.

Im Youtube Video "DDR 1990:Wer trägt die Verantwortung für die Toten an der Mauer?"
kann es bei 10:28 jeder hören und sehen: (Nicht ganz korrekt ausgesprochen, denn es hieß wohl im Original):

"Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten"


Auf gut Deutsch: tot oder lebendig ! oder für einfach gestrickte Hirne auch "egal wie"

Gruß
Dr. 213
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 27. September 2014, 18:43

Genau Dr.213,
das ist Hoffmanns Wortlaut im Schießbefehl von 1961. Etwa ab Minute 9 im eingestellten Film von
Spartacus » 27. September 2014, 18:13

Interessant sind die dreisten Lügen des Grenztruppensprechers, direkt zuvor lügt er noch das Blaue vom Himmel runter...

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon manudave » 27. September 2014, 18:56

...und da der Grenzsoldat nicht mit Steinschleuder und Lanze unterwegs war, sondern mit einer AK 47, war es nun mal nichts anderes als ein Schiessbefehl - Feddisch.
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 27. September 2014, 19:16

manudave hat geschrieben:...und da der Grenzsoldat nicht mit Steinschleuder und Lanze unterwegs war, sondern mit einer AK 47, war es nun mal nichts anderes als ein Schiessbefehl - Feddisch.


na loggisch David,
wenns dem großen und ganzen dienlich iss, wat solls. [super]

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 27. September 2014, 19:21

Dr. 213 hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:
Dr. 213 hat geschrieben:Da bin ich ganz anderer Meinung.
Diese Schwedt- Phobie würde ich als Grund zum Schiessen erst ganz unten auf dem Zettel vermuten.

"Ich musste Schiessen, damit ich nicht nach Schwedt komme"
das taugt doch nur als Mittel zur späteren Entschuldigung und Rechtfertigung der AGT,
die damals geschossen haben. Menschlich ist es total nachvollziehbar.

Ich nehme eher an, in erster Linie wollten die AGT ihre Aufgabe bestmöglich erfüllen.
Und die Aufgabe war klar definiert: keinen Flüchtling entkommen zu lassen. Egal wie.
Dazu kommt noch ein gewisser Jagdtrieb der unweigerlich in so einer Situation mitspielt.
Den Grenzern wurde der Einsatz der Waffe als legitim eingetrichtert, also schossen sie im Zweifel.

Angst wird auch eine Rolle gespielt haben. Durchaus berechtigte Angst.
Wer trifft schon gerne im Dunkeln auf einen ebenbürtig ausgerüsteten Russen der nichts mehr zu verlieren hat.

Gruß
Dr. 213


@ Dr. 213,
dass stimmt eben nicht. denn so wurde es auch nicht vermittelt.

gruß vs [hallo]


Doch, sogar genau so.
Ich war nie bei einer Vergatterung der GT dabei. Aber es gibt zahlreiche Berichte zum Inhalt.
Und darum sage ich, du liegst (mal wieder) jenseits der Realität.
Der Interessierte hat zufällig gerade ein Link zu einem Film eingestellt. Danke dafür !

Das erspart mir die Arbeit, für alle zufällig hier mitlesenden Gäste, mein "Egal wie" zu untermauern.

Im Youtube Video "DDR 1990:Wer trägt die Verantwortung für die Toten an der Mauer?"
kann es bei 10:28 jeder hören und sehen
: (Nicht ganz korrekt ausgesprochen, denn es hieß wohl im Original):

"Grenzverletzer sind aufzuspüren, festzunehmen oder zu vernichten"


Auf gut Deutsch: tot oder lebendig ! oder für einfach gestrickte Hirne auch "egal wie"

Gruß
Dr. 213


@ Dr. 213,
genau das ist z.b. ein manko. daher verlässt du dich auf ein 1990 erstelltes video und den aussagen eines, was ist das eigentlich für einer, bürgers.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Dr. 213 » 27. September 2014, 22:07

VS, eine Quelle wäre tatsächlich zu wenig. Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Thema.
Und den Text der Vergatterung habe ich an mehreren Stellen gefunden. Das kann kein Zufall sein.
Der Gefreite Jürgen Albrecht, der als Postenführer den Einsatz der Waffe gegen Heiko Runge befohlen hatte,
sagte es sogar in eine TV- Kamera hinein.

O- TON Archiv SPIEGEL TV
Jürgen Albrecht:

Grenzverletzer aufzuspüren, festzunehmen, unschädlich zu machen, bzw. zu vernichten.
Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.
Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
Auf Dauerfeuer einmal durchdrücken, ist das Magazin leer. Und davon hat ja bloß ein Schuss getroffen!


Einen Bericht zum Mordfall Runge gab es auch mal im SWR2- Radio, den Hörbeitrag habe ich noch.
Hier der Text zur Sendung:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendung ... 121128.pdf

Gruß
Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 27. September 2014, 22:32

Siehe der Gefreite Jürgen Albrecht mit:

"Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt. "

Hat er doch recht treffend beschrieben Doktor, der Gefreite A. Und du Doktor warst bei deiner damaligen Flucht die harmonische Ruhe selber? Warst du eben nicht...damals noch recht junges Kerlchen....wie der Gefreite A. Wie sich doch die Dinge gleichen, der Mensch eben doch in Extremsituationen nicht mehr seiner selbst ist.

Rainer-Maria und manchmal möchte ich anfügen....weil, selber erlebt..."Ihr kleinen Arschlöcher, wenn ihr mal den Helden beiseite lassen würdet klappte das auch besser mit dem gegenseitigen Verstehen....weil, ich war ja selber nie Held"

War der gut? Ich denke doch.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 27. September 2014, 23:06

Dr. 213 hat geschrieben:VS, eine Quelle wäre tatsächlich zu wenig. Ich beschäftige mich schon einige Jahre mit dem Thema.
Und den Text der Vergatterung habe ich an mehreren Stellen gefunden. Das kann kein Zufall sein.
Der Gefreite Jürgen Albrecht, der als Postenführer den Einsatz der Waffe gegen Heiko Runge befohlen hatte,
sagte es sogar in eine TV- Kamera hinein.

O- TON Archiv SPIEGEL TV
Jürgen Albrecht:

Grenzverletzer aufzuspüren, festzunehmen, unschädlich zu machen, bzw. zu vernichten.
Wenn einmal auf Dauerfeuer steht, das ist 1 Sekunde, da ist ein Magazin leer.
Und dann müssen sie auch sehen, die Aufregung. Noch nie gehabt.
Auf Dauerfeuer einmal durchdrücken, ist das Magazin leer. Und davon hat ja bloß ein Schuss getroffen!


Einen Bericht zum Mordfall Runge gab es auch mal im SWR2- Radio, den Hörbeitrag habe ich noch.
Hier der Text zur Sendung:
http://www.swr.de/swr2/programm/sendung ... 121128.pdf

Gruß
Dr. 213


@ Dr. 213,
so ne vergatterung war immer auch etwas individuell, was du jedoch nicht wissen kannst
und kein vorwurf an dich oder andere user betrachtet werden sollte.

deine suche im www, wird dir immer das liefern,
nach dem du suchst.
womit ich dir absolut nichts unterstellen möchte.

entscheidend für jeden agt war die DV
und da konnte ein vergatterer sonst was fordern oder befehlen. die schusswaffengebrauchsbestimmung war das maß der dinge.
nicht mehr und nicht weniger.

darüber diskutierten wir auch, ab frühjahr 1989 und nach den äußerungen unseres batailloners.

nun eine bitte an dich.
lass mal deine argumentativen beispiele aus dem thema raus,
denn dazu gibt es schon eigene.

gruß vs [hallo] ... ne sekund für 30 mumpeln ... ach gottchen ... lies dich bitte "etwas" besser ein.Bild
vs1400
 

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