
Edelknabe hat geschrieben:Der war gut, der vom Nov:
"Wir brauchen heute keine erklärenden Worte mehr über den Kalten Krieg, über Missbrauch junger Menschen, über jugendliche Naivität. Das ist hinreichend beleuchtet.
Wer den "Rattenfängern", egal ob aus Glaube an den Sieg des Sozialismus ......"
Warum nur so einseitig? Und was war mit den Rattenfängern der Gegenseite...die die sinngemäß mit der Banane winkten? Auch weil weltweit (in ihrem Herrschaftsbereich)in deren Gewehr/Kanonenöffnungen doch wunderschöne Sträuße von Rosen steckten.Wer es damals glaubte Andreas, der glaubt es wohl heute noch. Bissel naiv was Andreas, bissel naiv doch eigentlich studierter Exlehrer?
Rainer-Maria und einen guten Tag allen ins Forum
Beitragvon Beethoven » 25. September 2014, 09:40
@Wosch,
Mit Deinem Beitrag kann ich mich nicht identifizieren. Man merkt, dass Du von den Gedanken und Überlegungen, aber auch vom Wissen um die Sache, eines Offiziers in der NVA und vermutlich auch in den GT der DDR, keine Ahnung hast.
Mir ist natürlich klar, dass die Masse der User hier überhaupt nicht verstehen, warum es Streitkräfte in der DDR gab. Das wird ausgeblendet und damit auch die vermeintliche Sinnlosigkeit des Daseins eines Menschen, der sich für einen militärischen Beruf entscheidet.
Es ging ihm, jedenfalls war das bei mir so und bei meinen Freunden, mit denen ich zusammen diente, einen interessanten, abwechslungsreichen Beruf auszuüben, der den ganzen Kerl fordert, wo man sich als Mensch und Mann beweisen kann, wo man mit Menschen zu tun hat (Technik lag mir noch nie) und (gerade bei unserer Truppe) wo jedwede sportliche Betätigung, zum Berufsbild gehört.
Eine politische Erkenntnis, kam erst mit einer gewissen Reife hinzu.
karnak hat geschrieben:Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte. Aber der Satz"Es gab keinen Grund Menschen zu töten"ist und bleibt populistisch. Weil es den Eindruck vermittelt die DDR-Behörden hatten es sich zum Ziel gemacht an dieser Grenze Menschen ohne wenn und aber zu töten und das war einfach so nicht der Fall. Man wollte die eigenen Bürger daran hindern das Land ohne Erlaubnis zu verlassen, das ist richtig und das verstieß, wie gesagt,gegen elementare Menschenrechte. Notfalls auch unter Anwendung der Schusswaffe und das war auf keinen Fall verhältnismäßig. Es kam dabei zu Todesfällen,auch das ist richtig. Aber es war nicht der große Plan, Menschen die das Land illegal verlassen wollten zu töten. Solches zu behaupten, auch mit der bloßen Benennung des Vorhandenseins eines Schiessbefehls, ohne dabei Details eines Ablaufes der zu dessen Aktivierung geführt hat ist schlichtweg unseriös, entspricht nicht den damaligen Realitäten.
dein1945 hat geschrieben:karnak hat geschrieben:Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte. Aber der Satz"Es gab keinen Grund Menschen zu töten"ist und bleibt populistisch. Weil es den Eindruck vermittelt die DDR-Behörden hatten es sich zum Ziel gemacht an dieser Grenze Menschen ohne wenn und aber zu töten und das war einfach so nicht der Fall. Man wollte die eigenen Bürger daran hindern das Land ohne Erlaubnis zu verlassen, das ist richtig und das verstieß, wie gesagt,gegen elementare Menschenrechte. Notfalls auch unter Anwendung der Schusswaffe und das war auf keinen Fall verhältnismäßig. Es kam dabei zu Todesfällen,auch das ist richtig. Aber es war nicht der große Plan, Menschen die das Land illegal verlassen wollten zu töten. Solches zu behaupten, auch mit der bloßen Benennung des Vorhandenseins eines Schiessbefehls, ohne dabei Details eines Ablaufes der zu dessen Aktivierung geführt hat ist schlichtweg unseriös, entspricht nicht den damaligen Realitäten.
Hallo Karnak,
auch von mir populistisch, wenn der Fangschuß in den Rücken nicht traf kamen die SM70 zum Zuge, alles nur um die abtrünnigen Verbrecher im Lande zu halten ! Keiner wollte TÖTEN !
Gruß aus Berlin
Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte.
![Wink [wink]](./images/smilies/wink.gif)
Volker Zottmann hat geschrieben:
Mir kannst Du nicht erzählen, dass der keine toten "Grenzverletzer" guthieß.
und er wird nicht der Einzige gewesen sein, der sich für solches "begeistern" konnte. Aber ich rede nicht von Einzelpersonen und ihren fanatischen, klassenkämpferischen Auffassungen , ich rede von den Fakten, von den befohlenen Abläufen bei der Verhinderung eines Grenzdurchbruchs und die belegen nun mal nicht, dass ein Töten ohne wenn und aber vorgesehen war, dass es ursächlich darum ging die Flucht zu verhindern, notfalls auch mit Anwendung der Schusswaffe, dass ist schon richtig. Aber eben nicht mit der Zielstellung den Betreffenden in den Rücken oder in ein anderes Körperteil zu schießen was nach Möglichkeit zum Tod führen sollte, sondern eben in die unteren Gliedmaßen um Ihn zum Stehen zu bringen. Diese Fakten benenne ich und die sind unbestreitbar.Beethoven hat geschrieben:@Wosch,
Mit Deinem Beitrag kann ich mich nicht identifizieren. Man merkt, dass Du von den Gedanken und Überlegungen, aber auch vom Wissen um die Sache, eines Offiziers in der NVA und vermutlich auch in den GT der DDR, keine Ahnung hast. Woher auch?
Die Gründe, das Studium an einer OHS zu beginnen und anschließend seinen Dienst in irgend einem kleinen Nest zu versehen, wenn man nicht das Glück hatte, nahe oder in einer größeren Stadt seinen Dienst zu versehen, zeugt doch wohl davon, dass es dem Berufssoldaten nicht darum ging, ein feines Leben zu führen, sich keine Gedanken zu machen und irgendwelchen Menschen in den Rücken zu schießen.
Es ging ihm, jedenfalls war das bei mir so und bei meinen Freunden, mit denen ich zusammen diente, einen interessanten, abwechslungsreichen Beruf auszuüben, der den ganzen Kerl fordert, wo man sich als Mensch und Mann beweisen kann, wo man mit Menschen zu tun hat (Technik lag mir noch nie) und (gerade bei unserer Truppe) wo jedwede sportliche Betätigung, zum Berufsbild gehört.
Eine politische Erkenntnis, kam erst mit einer gewissen Reife hinzu.
Ist ja wohl klar daß Du dich mit meinen Ansichten nicht "identifizieren" kannst, denn dafür liegen unsere Lebensabschnitte nicht nur zeitlich weit auseinander, sondern auch von der Art-und Weise wie wir sie meisterten.
Für meine Ansichten über die Deinen brauche ich überhaupt nicht das Wissen eines Offiziers der NVA bzw, der Grenztruppen, denn dafür reicht mir mein "normaler" Menschenverstand, den ich bei Dir allerdings so nicht feststellen kann.
Ich gehe mal davon aus daß Du seinerzeit in einer, sagen wir mal so, exponierten Stellung als Offizier tätig warst und auch heute noch der Meinung bist, zumindestens was Dich betrifft, alles richtig gemacht zu haben. Daß Du damit einer politisch-kriminellen, machtbesessenenn Clique indirekt geholfen hattest, sich über Wasser zu halten indem Du Deine Dir Unterstellten die Liebe zu diesem Staat, nebst krimineller Führung, "vermitteltest" spricht doch Bände zu Deiner "Tätigkeit".
Natürlich ging es den Berufssoldaten um ein "feineres Leben (nach ihrem Geschmack), etliche von ihnen waren schon "glücklich" wenn sie sich in einer "feineren" Uniform presentieren konnten und nicht als "letzter" Arsch rumlaufen brauchten und dafür gingen sie auch in´s letzte Kaff wenn man es ihnen befahl.
Daß mit den "von hinten in den Rücken schießen" machten sie in der Regel ja auch nicht selber, denn dafür hatten sie Die, denen sie die "Liebe" zur DDR- und damit gleichzeitig den "Hass" auf den "Klassenfeind" vermittelten. Und leider hatte es ja auch (obwohl "Jeder einer zuviel war") etliche Male geklappt.
Einen "abwechselreichen" Beruf gab es nebenbei gemerkt auch woanders und dafür brauchte man sich nicht auf eine OHS zu begeben auf der die politischen Wahrheiten auf den Kopf gestellt wurden.
Was, wann und wodurch hattest Du denn überhaupt eine "politische Erkenntnis" und wann ist Dir das mit der Erlangung einer "gewissen Reife" eingefallen, etwa erst nach dem Du Deinen Dienst quittiert hattest oder etwa suspendiert wurdest?
Am Rande mal ganz schnell. Ich kenne Deinen Neffen nicht und er mich auch nicht. Er war einer der letzten Soldaten des LStR (Luftsturmregiment). Zu jener Zeit war ich bereits seit 4 Jahren nicht mehr im Truppenteil. Seine damaligen Kommandeure waren Frank Lip... und als Letzter Norbert Seif... .
Offizier zu werden in der DDR hatte, gerade in der Zeit, als man noch in der Ebene bis Bataillon diente, also als Zugführer, Kompaniechef bis zum Bataillonskommandeur, ein Knochenjob ohne jeglicher Vorteile und, ihr werdet es nicht glauben, schlecht bezahlt.
Der Dienst begann morgens um 07.00 Uhr (oft genug schon 05.50 Uhr) und ging oft bis 22.00 Uhr. Da rechne ich mal die Tagesdienste (24 Stunden) und wochenlange Übungen und Mehrtägige Ausbildungen (MTA) ohne je die Kaserne oder gar die Familie zu sehen gar nicht hinzu. Von Sommer-, Herbst- und Winterlagern will ich erst gar nicht sprechen. Heute in der BW wird jede Überstunde zwischen 7 bis 17.00 Uhr teuer bezahlt. Das gab es bei uns nicht.
Der junge Leutnant / Zugführer bekam im Monat 1250 Mark der DDR. Er kam locker auf 300 Arbeitsstunden im Monat. Sein Stundenverdienst war somit etwa 4 Mark. Dafür hätte ein Facharbeiter nicht den Hintern aus dem Bett gehoben, vermute ich mal ganz kühn.
Meine Frau, eine studierte Finanzökonomin, bekam auf der Insel Rügen gar keinen Job, in Kloster Lehnin (zweiter Standort des FJB seit 1982), fuhr sie mit einem Überlandbus (Haltestelle 3 km entfernt - mit Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen) 30 km, um als Kindergärtnerin, überhaupt etwas tun zu können.
So hatte der Offizier einen 12 - 15 Stundentag. An Wochenenden Bereitschaft oder gar noch Dienst. Nur wer das alles auf sich nimmt, hat überhaupt die Chance, sich in der Hierarchie aufwärts zu arbeiten aber was bald noch wichtiger ist, von seinen Unterstellten Soldaten auch noch anerkannt zu werden.
Mir ist natürlich klar, dass die Masse der User hier überhaupt nicht verstehen, warum es Streitkräfte in der DDR gab. Das wird ausgeblendet und damit auch die vermeintliche Sinnlosigkeit des Daseins eines Menschen, der sich für einen militärischen Beruf entscheidet.
Mit meinem Neffen hätten wir es denn ja geklärt und Du brauchst Deinen Namen deswegen auch nicht erwähnen, keine Angst-ich werde diesbezüglich auch nicht mehr nachfragen!
Das mit dem "Knochenjob" bei den damaligen Offizieren werden sicherlich auch all die kleinen Soldaten bezeugen können, die auch schon mal "zusammengeschissen" wurden, wenn sie nicht schnell genug die Hacken vor Euch zusammen kriegten. Und von "Vorteilen" bei den Offizieren zu reden wäre ja so was von abwegig, die hatte es natürlich in der DDR nie gegeben.Der junge Leutnant mit seinen 1250 (Brutto oder Netto?) war wahrscheinlich im Verhältnis zu Dir (Wieviel bekamst Du eigentlich am Monatsende?) unterbezahlt und strebte deswegen auch nach "Höherem", nicht wahr.
Ich denke aber daß der normale Arbeiter sich für die "mageren" 1250 gerne den Buckel krumm gemacht hätte!
In Deiner "Kühnheit" könntes Du dann aber auch mal darlegen, ob es für die dienstlich-arbeits-und stundenmäßig überstrapazierten mitgenommenen Offiziere nach dem Dienstalltag auch Freie Tage gegeben hatte und ob Du auch mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zur Familie unterwegs warst?
Da Dir , wie Du es schon im Vorfeld sagtest, ja klar ist daß die "Masse" eh nichts versteht, wirst Du mir meine Fragen ja nicht sonderlich übelnehmen können, dafür erst mal ein recht herzliches Dankeschön.
Und die Offiziere an der Grenze hatten da noch einen zusätzlichen psychologischen Druck auszuhalten. Nämlich den, ob alle seine Männer am Kanten auch heil vom Dienst zurück kommen (es gab ja auch Todesschüsse auf die Grenzer, wie die Gemeinde wohl weiß), ob keine Grenzdurchbrüche zu verzeichnen sind und (jedenfalls bei der Masse der jungen Kommandeure) keine Toten oder Verletzten zu verzeichnen sind.
Ich hatte mir zum Glück darüber nie Gedanken zu machen. Ja, es gab auch in meiner Truppe Verletzte (einen Toten hatte ich bei meinen direkt Unterstellten zum Glück nie). Aber auch das kam vor. So z.B. der Gefreite Witte aus der 2. FJK, der beim Sprung aus 400 m mit voller Gefechtsausrüstung, seinen Stabilisator, nach einer ungewollten Rolle (er setzte mit seinem Fallschirmjägertornister, der beim Sprung unter dem Hintern getragen wurde, in der Tür des Absetzflugzeuges auf und machte eine Rolle vorwärts in der Luft), unter dem Arm bekommen hatte und nicht frei gab, sich somit der Schirm nicht entfalten konnte und er in den Tod stürzte.
Ein junger Offizier hatte mit 21 / 22 Jahren ca. 30 Männer (bei Infanterie) zu befehlen, dazu oftmals noch Technik von einigen 100000.
Das hatte mach gestandener Ingenieur im Betrieb nicht.
Ein Kompaniechef an der Grenze hatte mit seiner Kompanie in der normalen Grenzsicherung, einen Abschnitt von 15 bis 20 km bis 1977, danach wurde das Grenzregime auf Bataillonsebene geregelt (je nach Geographie - im Gebirge weniger, im Norden mehr) hatte das Bataillon 50 - 70 km zu sichern.
Wenn dann noch Grenzübergangsstellen im Abschnitt waren vergrößerten sich die Abschnitte. Damit ist eigentlich klar, das die Grenzer im normalen Grenzregime, gar nicht in der Lage waren, irgendwem aufzulauern um ihm in den "Rücken zu schießen".
Und klar ist somit auch, dass die Grenzer (es war ja immer nur ein Zug je Kompanie), die bei jedem Wetter und jedem Klima am Kanten waren, gar nicht alles überwachen konnten und gerade bei Nacht, Regen oder Schnee, die physische Anstrengung sehr hoch war.
Wenn nun bei einer Grenzverletzung der Grenzer die Waffe anschlägt, dann ist die psychologische Belastung dermaßen hoch, dass das keiner von uns hier bewerten kann, weil keiner von uns je in dieser Situation war.
Ich selber bin sehr froh darüber, dass ich nie vor solch einer Entscheidung stand.
Gruß
![Erzaehl [ich auch]](./images/smilies/ich auch.gif)
Thoth hat geschrieben:Eine interessante Logik; Säufer = schlechter Mensch ............... vor so viel Ignoranz kann einem nur Übel werden und da hilft auch kein Doppelter dagegen .......
Thoth hat geschrieben:Wenn Du Neunmalkluger hinterwäldlerischer Vorharzer meine Vita kennen würdest dann wüßtest du das alles was ich schrieb so stimmt. aber was soll das jemanden erklären der am allerliebsten Gerüchten und Vermutungen glaubt .......
Das kannst auch gleich deinem Buddy, dem Flachlandtiroler verklickern ......
So und nun überleg mal fein was da alles stimmt und vor allem wo du das nachlesen kannst, denn in einigen meiner vielen Beiträgen ist es immer mal Splitterweise versteckt. Aber Schaum vorm Mund behindert manchmal recht arg die klare Sicht und mach erkennen unmöglich.
Beethoven hat geschrieben:Ein Kompaniechef an der Grenze hatte mit seiner Kompanie in der normalen Grenzsicherung, einen Abschnitt von 15 bis 20 km bis 1977, danach wurde das Grenzregime auf Bataillonsebene geregelt (je nach Geographie - im Gebirge weniger, im Norden mehr) hatte das Bataillon 50 - 70 km zu sichern.
Wenn dann noch Grenzübergangsstellen im Abschnitt waren vergrößerten sich die Abschnitte. Damit ist eigentlich klar, das die Grenzer im normalen Grenzregime, gar nicht in der Lage waren, irgendwem aufzulauern um ihm in den "Rücken zu schießen".
Und klar ist somit auch, dass die Grenzer (es war ja immer nur ein Zug je Kompanie), die bei jedem Wetter und jedem Klima am Kanten waren, gar nicht alles überwachen konnten und gerade bei Nacht, Regen oder Schnee, die physische Anstrengung sehr hoch war.
Wenn nun bei einer Grenzverletzung der Grenzer die Waffe anschlägt, dann ist die psychologische Belastung dermaßen hoch, dass das keiner von uns hier bewerten kann, weil keiner von uns je in dieser Situation war.
Ich selber bin sehr froh darüber, dass ich nie vor solch einer Entscheidung stand.
Gruß
Nov65 hat geschrieben:Die Frage weiter oben im Thread hast du sicher übersehen. Ich stellte dir die Frage: Wie stehst du zu solchen Einsichten (wie @Beethoven) über deine Uffz.-Zeit und das Grenzregime?
Gruß, Andreas
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)
Volker Zottmann hat geschrieben:Woschs zitierten Worte:
"...nun blutet das Schwein aus" ,zeigen ja mehr als jede andere beglaubigte Aussage, was für ein Geist an der östlichen innerdeutschen Grenze, der Demarkationslinie herrschte. Auch wenn diese Worte nur einmal vom Politoffizier Brehme in Benneckenstein/Harz geäußert worden sein sollten, bezeugen sie doch den politisch-kriminell, pervertierten Geist in den Grenztruppen.
Menschenverachtender ging es nicht mehr. Die Worte galten dem ermordeten 15-jährigen Heiko Runge aus Halle-Neustadt. Er lag mit Rückenschuss getötet im Wald, keine 40m vom Postenweg entfernt. Ihm wurde aufgelauert und es wurde bewiesen (!) ohne Vorwarnung geballert. Erst als er kehrt machte und wieder Richtung DDR-Inneres lief, wurde er getroffen. (auf einem der blutigsten Grenzabschnitte Deutschlands)
Was mich bewegt, es immer wieder zu schreiben ist die Hoffnung, dass immer mehr Leser von diesen Ereignissen Kenntnis erlangen. @rafimo hat eine hervorragende Aufarbeitung dieses Falles bewirkt. Mittlerweile sind sich fast alle Schreibenden einig, dass zumindest dieser gerichtlich festgestellte Totschlag moralisch ein vollendeter Mord war.
Langsam kommen wir vorwärts. Da stört mich auch kein verharmlosender @beethoven und kein provozierender Biergartenfreund.
Gruß Volker
![Hallo [hallo]](./images/smilies/hallo.gif)



Volker Zottmann hat geschrieben:
Gerade jetzt verbreitest Du Gerüchte. Dass ich einem fremden Irrtum glaubend aufsaß, war ein einmaliges Ereignis, bitte nicht verleumderisch den Plural verwenden Thoth. Du bist nachtragend, trotz mannigfaltiger Entschuldigungen, nicht nur von mir.
...
Der "Flachlandtiroler" liest doch selbst, warum sollte ich ihm Deine Ausfälle verklickern?
Und "Neunmalkluger" sollte mich das ehren?
So klug, um zu wissen, welche Position Du wann und wo, möglicherweise im ZK bekleidetest, will ich nicht werden. Entweder teilst Du es allein mit oder es unterbleibt. So wichtig bist Du mir nicht, Gevatter.
Gruß Volker
Interessierter hat geschrieben:@manudave: Niemand spielt hier Richter oder erwartet einen Kniefall von ehemaligen Unterstützern des Regimes, dass an seiner Grenze eigene Bürger töten ließ. Aber wenn jemand schreibt, dass er auch heute noch das Töten aus damaliger Sicht für gerechtfertigt hält und gleichzeitig erwähnt, dass User so dumm wären und nicht wüssten warum die DDR eine Armee unterhielt, dann widerspreche ich dem mit Nachdruck und da solltest Du selber besser auf dem Teppich bleiben und derartige Unterstellungen unterlassen.
Wenn Du meinen Widerspruch als ungerechtfertigt empfindest, dann ist es Dein gutes Recht in einem Forum Deine anderslautende Meinung zu formulieren, aber bitte ohne derartige Unterstellungen.
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