Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 25. September 2014, 07:42

Der war gut, der vom Nov:

"Wir brauchen heute keine erklärenden Worte mehr über den Kalten Krieg, über Missbrauch junger Menschen, über jugendliche Naivität. Das ist hinreichend beleuchtet.
Wer den "Rattenfängern", egal ob aus Glaube an den Sieg des Sozialismus ......"

Warum nur so einseitig? Und was war mit den Rattenfängern der Gegenseite...die die sinngemäß mit der Banane winkten? Auch weil weltweit (in ihrem Herrschaftsbereich)in deren Gewehr/Kanonenöffnungen doch wunderschöne Sträuße von Rosen steckten.Wer es damals glaubte Andreas, der glaubt es wohl heute noch. Bissel naiv was Andreas, bissel naiv doch eigentlich studierter Exlehrer?

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 25. September 2014, 08:40

@Wosch,

Mit Deinem Beitrag kann ich mich nicht identifizieren. Man merkt, dass Du von den Gedanken und Überlegungen, aber auch vom Wissen um die Sache, eines Offiziers in der NVA und vermutlich auch in den GT der DDR, keine Ahnung hast. Woher auch?

Die Gründe, das Studium an einer OHS zu beginnen und anschließend seinen Dienst in irgend einem kleinen Nest zu versehen, wenn man nicht das Glück hatte, nahe oder in einer größeren Stadt seinen Dienst zu versehen, zeugt doch wohl davon, dass es dem Berufssoldaten nicht darum ging, ein feines Leben zu führen, sich keine Gedanken zu machen und irgendwelchen Menschen in den Rücken zu schießen.
Es ging ihm, jedenfalls war das bei mir so und bei meinen Freunden, mit denen ich zusammen diente, einen interessanten, abwechslungsreichen Beruf auszuüben, der den ganzen Kerl fordert, wo man sich als Mensch und Mann beweisen kann, wo man mit Menschen zu tun hat (Technik lag mir noch nie) und (gerade bei unserer Truppe) wo jedwede sportliche Betätigung, zum Berufsbild gehört.
Eine politische Erkenntnis, kam erst mit einer gewissen Reife hinzu.

Am Rande mal ganz schnell. Ich kenne Deinen Neffen nicht und er mich auch nicht. Er war einer der letzten Soldaten des LStR (Luftsturmregiment). Zu jener Zeit war ich bereits seit 4 Jahren nicht mehr im Truppenteil. Seine damaligen Kommandeure waren Frank Lip... und als Letzter Norbert Seif... .

Offizier zu werden in der DDR hatte, gerade in der Zeit, als man noch in der Ebene bis Bataillon diente, also als Zugführer, Kompaniechef bis zum Bataillonskommandeur, ein Knochenjob ohne jeglicher Vorteile und, ihr werdet es nicht glauben, schlecht bezahlt.
Der Dienst begann morgens um 07.00 Uhr (oft genug schon 05.50 Uhr) und ging oft bis 22.00 Uhr. Da rechne ich mal die Tagesdienste (24 Stunden) und wochenlange Übungen und Mehrtägige Ausbildungen (MTA) ohne je die Kaserne oder gar die Familie zu sehen gar nicht hinzu. Von Sommer-, Herbst- und Winterlagern will ich erst gar nicht sprechen. Heute in der BW wird jede Überstunde zwischen 7 bis 17.00 Uhr teuer bezahlt. Das gab es bei uns nicht.
Der junge Leutnant / Zugführer bekam im Monat 1250 Mark der DDR. Er kam locker auf 300 Arbeitsstunden im Monat. Sein Stundenverdienst war somit etwa 4 Mark. Dafür hätte ein Facharbeiter nicht den Hintern aus dem Bett gehoben, vermute ich mal ganz kühn.

Meine Frau, eine studierte Finanzökonomin, bekam auf der Insel Rügen gar keinen Job, in Kloster Lehnin (zweiter Standort des FJB seit 1982), fuhr sie mit einem Überlandbus (Haltestelle 3 km entfernt - mit Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen) 30 km, um als Kindergärtnerin, überhaupt etwas tun zu können.

So hatte der Offizier einen 12 - 15 Stundentag. An Wochenenden Bereitschaft oder gar noch Dienst. Nur wer das alles auf sich nimmt, hat überhaupt die Chance, sich in der Hierarchie aufwärts zu arbeiten aber was bald noch wichtiger ist, von seinen Unterstellten Soldaten auch noch anerkannt zu werden.

Mir ist natürlich klar, dass die Masse der User hier überhaupt nicht verstehen, warum es Streitkräfte in der DDR gab. Das wird ausgeblendet und damit auch die vermeintliche Sinnlosigkeit des Daseins eines Menschen, der sich für einen militärischen Beruf entscheidet.

Und die Offiziere an der Grenze hatten da noch einen zusätzlichen psychologischen Druck auszuhalten. Nämlich den, ob alle seine Männer am Kanten auch heil vom Dienst zurück kommen (es gab ja auch Todesschüsse auf die Grenzer, wie die Gemeinde wohl weiß), ob keine Grenzdurchbrüche zu verzeichnen sind und (jedenfalls bei der Masse der jungen Kommandeure) keine Toten oder Verletzten zu verzeichnen sind.

Ich hatte mir zum Glück darüber nie Gedanken zu machen. Ja, es gab auch in meiner Truppe Verletzte (einen Toten hatte ich bei meinen direkt Unterstellten zum Glück nie). Aber auch das kam vor. So z.B. der Gefreite Witte aus der 2. FJK, der beim Sprung aus 400 m mit voller Gefechtsausrüstung, seinen Stabilisator, nach einer ungewollten Rolle (er setzte mit seinem Fallschirmjägertornister, der beim Sprung unter dem Hintern getragen wurde, in der Tür des Absetzflugzeuges auf und machte eine Rolle vorwärts in der Luft), unter dem Arm bekommen hatte und nicht frei gab, sich somit der Schirm nicht entfalten konnte und er in den Tod stürzte.

Ein junger Offizier hatte mit 21 / 22 Jahren ca. 30 Männer (bei Infanterie) zu befehlen, dazu oftmals noch Technik von einigen 100000.
Das hatte mach gestandener Ingenieur im Betrieb nicht.

Ein Kompaniechef an der Grenze hatte mit seiner Kompanie in der normalen Grenzsicherung, einen Abschnitt von 15 bis 20 km bis 1977, danach wurde das Grenzregime auf Bataillonsebene geregelt (je nach Geographie - im Gebirge weniger, im Norden mehr) hatte das Bataillon 50 - 70 km zu sichern.
Wenn dann noch Grenzübergangsstellen im Abschnitt waren vergrößerten sich die Abschnitte. Damit ist eigentlich klar, das die Grenzer im normalen Grenzregime, gar nicht in der Lage waren, irgendwem aufzulauern um ihm in den "Rücken zu schießen".
Und klar ist somit auch, dass die Grenzer (es war ja immer nur ein Zug je Kompanie), die bei jedem Wetter und jedem Klima am Kanten waren, gar nicht alles überwachen konnten und gerade bei Nacht, Regen oder Schnee, die physische Anstrengung sehr hoch war.
Wenn nun bei einer Grenzverletzung der Grenzer die Waffe anschlägt, dann ist die psychologische Belastung dermaßen hoch, dass das keiner von uns hier bewerten kann, weil keiner von uns je in dieser Situation war.

Ich selber bin sehr froh darüber, dass ich nie vor solch einer Entscheidung stand.

Gruß
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 25. September 2014, 09:10

Die Frage weiter oben im Thread hast du sicher übersehen. Ich stellte dir die Frage: Wie stehst du zu solchen Einsichten (wie @Beethoven) über deine Uffz.-Zeit und das Grenzregime?
Gruß, Andreas
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 25. September 2014, 09:14

Edelknabe hat geschrieben:Der war gut, der vom Nov:

"Wir brauchen heute keine erklärenden Worte mehr über den Kalten Krieg, über Missbrauch junger Menschen, über jugendliche Naivität. Das ist hinreichend beleuchtet.
Wer den "Rattenfängern", egal ob aus Glaube an den Sieg des Sozialismus ......"

Warum nur so einseitig? Und was war mit den Rattenfängern der Gegenseite...die die sinngemäß mit der Banane winkten? Auch weil weltweit (in ihrem Herrschaftsbereich)in deren Gewehr/Kanonenöffnungen doch wunderschöne Sträuße von Rosen steckten.Wer es damals glaubte Andreas, der glaubt es wohl heute noch. Bissel naiv was Andreas, bissel naiv doch eigentlich studierter Exlehrer?

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Lieber Rainer-Maria, der Thread lautet anders als deine Wunschvorstellung.
Deshalb "Rattenfänger" threadbezogen betrachtet. Mach einen neuen Thread auf, dann...
Gruß, Andreas, der früher mal Lehrer war, aber kein naiver
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 25. September 2014, 09:19

Mein post von 9.10 h war an @Vs1400 gerichtet.
Andreas
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 25. September 2014, 12:35

Beitragvon Beethoven » 25. September 2014, 09:40
@Wosch,

Mit Deinem Beitrag kann ich mich nicht identifizieren. Man merkt, dass Du von den Gedanken und Überlegungen, aber auch vom Wissen um die Sache, eines Offiziers in der NVA und vermutlich auch in den GT der DDR, keine Ahnung hast.


Mir ist natürlich klar, dass die Masse der User hier überhaupt nicht verstehen, warum es Streitkräfte in der DDR gab. Das wird ausgeblendet und damit auch die vermeintliche Sinnlosigkeit des Daseins eines Menschen, der sich für einen militärischen Beruf entscheidet.


Nachdem Du in einem vorhergehenden Beitrag bereits Wosch bescheinigt hast, dass er es ja ohnehin nicht verstehen würde und nun schreibst, er hätte keine Ahnung, um letztendlich darin zu gipfeln, dass die Masse der User hier überhaupt nicht verstände, warum es Streitkräfte in der DDR gab, sei doch einfach so freundlich und unterlasse es, die User dieses Forums als dumm hinzustellen.

Die " Gemeinde ", wie Du die Userschaft bezeichnet hast, benötigt auch keinen Oberlehrer, der glaubt sich so äußern zu müssen, dazu berechtigt auch kein " Admiralshügel " oder " eine studierte Finanzökonomin " als Frau, auch wenn der Dünkel es bei Dir wohl anscheinend erforderlich machte, es zu erwähnen.

Es ging ihm, jedenfalls war das bei mir so und bei meinen Freunden, mit denen ich zusammen diente, einen interessanten, abwechslungsreichen Beruf auszuüben, der den ganzen Kerl fordert, wo man sich als Mensch und Mann beweisen kann, wo man mit Menschen zu tun hat (Technik lag mir noch nie) und (gerade bei unserer Truppe) wo jedwede sportliche Betätigung, zum Berufsbild gehört.
Eine politische Erkenntnis, kam erst mit einer gewissen Reife hinzu.


Nachdem Du hier noch einmal bestätigt hast, dass Du das Töten an der Grenze aus damaliger Sicht für gerechtfertigt hälst, hast Du Dich als Mensch nicht bewiesen, sondern disqualifiziert. So jedenfalls nach meiner Auffassung und um diese darzulegen, schreiben wir ja letztendlich in einem Forum.

Es gab auch damals keinen Grund Menschen an der Grenze zu töten.

Das kannst oder willst Du anscheinend nicht verstehen und ignorierst damalige Gesetze der DDR und Menschenrechte.

Was mich aber am meisten erstaunt, dass Du als Offizier, damals im Gegensatz zu der Masse der DDR - Bürger und im Gegensatz zu sehr jungen Menschen, nicht erkannt hast, dass es eben nicht gerechtfertigt war.

Da Du selbst heute noch der Meinung bist, dass es damals gerechtfertigt warst, liegt Deine Meinung jenseits der zivilisierten Gesellschaft.

" Der Interessierte "
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon karnak » 25. September 2014, 13:19

Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte. Aber der Satz"Es gab keinen Grund Menschen zu töten"ist und bleibt populistisch. Weil es den Eindruck vermittelt die DDR-Behörden hatten es sich zum Ziel gemacht an dieser Grenze Menschen ohne wenn und aber zu töten und das war einfach so nicht der Fall. Man wollte die eigenen Bürger daran hindern das Land ohne Erlaubnis zu verlassen, das ist richtig und das verstieß, wie gesagt,gegen elementare Menschenrechte. Notfalls auch unter Anwendung der Schusswaffe und das war auf keinen Fall verhältnismäßig. Es kam dabei zu Todesfällen,auch das ist richtig. Aber es war nicht der große Plan, Menschen die das Land illegal verlassen wollten zu töten. Solches zu behaupten, auch mit der bloßen Benennung des Vorhandenseins eines Schiessbefehls, ohne dabei Details eines Ablaufes der zu dessen Aktivierung geführt hat ist schlichtweg unseriös, entspricht nicht den damaligen Realitäten.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon dein1945 » 25. September 2014, 13:46

karnak hat geschrieben:Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte. Aber der Satz"Es gab keinen Grund Menschen zu töten"ist und bleibt populistisch. Weil es den Eindruck vermittelt die DDR-Behörden hatten es sich zum Ziel gemacht an dieser Grenze Menschen ohne wenn und aber zu töten und das war einfach so nicht der Fall. Man wollte die eigenen Bürger daran hindern das Land ohne Erlaubnis zu verlassen, das ist richtig und das verstieß, wie gesagt,gegen elementare Menschenrechte. Notfalls auch unter Anwendung der Schusswaffe und das war auf keinen Fall verhältnismäßig. Es kam dabei zu Todesfällen,auch das ist richtig. Aber es war nicht der große Plan, Menschen die das Land illegal verlassen wollten zu töten. Solches zu behaupten, auch mit der bloßen Benennung des Vorhandenseins eines Schiessbefehls, ohne dabei Details eines Ablaufes der zu dessen Aktivierung geführt hat ist schlichtweg unseriös, entspricht nicht den damaligen Realitäten.


Hallo Karnak,

auch von mir populistisch, wenn der Fangschuß in den Rücken nicht traf kamen die SM70 zum Zuge, alles nur um die abtrünnigen Verbrecher im Lande zu halten ! Keiner wollte TÖTEN !

Gruß aus Berlin
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon karnak » 25. September 2014, 14:23

dein1945 hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte. Aber der Satz"Es gab keinen Grund Menschen zu töten"ist und bleibt populistisch. Weil es den Eindruck vermittelt die DDR-Behörden hatten es sich zum Ziel gemacht an dieser Grenze Menschen ohne wenn und aber zu töten und das war einfach so nicht der Fall. Man wollte die eigenen Bürger daran hindern das Land ohne Erlaubnis zu verlassen, das ist richtig und das verstieß, wie gesagt,gegen elementare Menschenrechte. Notfalls auch unter Anwendung der Schusswaffe und das war auf keinen Fall verhältnismäßig. Es kam dabei zu Todesfällen,auch das ist richtig. Aber es war nicht der große Plan, Menschen die das Land illegal verlassen wollten zu töten. Solches zu behaupten, auch mit der bloßen Benennung des Vorhandenseins eines Schiessbefehls, ohne dabei Details eines Ablaufes der zu dessen Aktivierung geführt hat ist schlichtweg unseriös, entspricht nicht den damaligen Realitäten.


Hallo Karnak,

auch von mir populistisch, wenn der Fangschuß in den Rücken nicht traf kamen die SM70 zum Zuge, alles nur um die abtrünnigen Verbrecher im Lande zu halten ! Keiner wollte TÖTEN !

Gruß aus Berlin

Wenn Du nicht liest was ich schreibe und zwar zum Thema Schiessbefehl kann ich es auch nicht ändern. Wenn Du die Rolle des Anklägers einnehmen willst ist das Deine Sache, ich habe jedenfalls nicht die Absicht des Verteidigers zu übernehmen. Ich benenne in einem Geschichtsforum Fakten und äußere eventuell meine Meinung dazu.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 25. September 2014, 14:29

Kristian, das ist nicht populistisch sondern sind Feststellungen, die beispielsweise von Menschenrechtskommissionen getroffen wurden. Allerdings wieder einmal ein Beispiel Deiner sich wiederholenden JA ABER Argumentation.

Es gab einen Schießbefehl, es gab tägliche Vergatterungen, es gab einen versoffenen Verteidigungsminister Hoffmann, der sinngemäß sagte: Wer die Grenze verletzt - bekommt die Kugel.

Es wurde beispielsweise der Jugendliche Heiko Runge erschossen, obwohl er schon wieder freundwärts lief, es wurde am Brandenburger Tor ein Bürger mit Schüssen in die Brust aus 4 Metern Entfernung getötet, Einen flüchtenden Bürger überfuhr man bewußt einfach mit einem Boot der GT, auf den schwerverletzen Jugendlichen Wilfried Tewes feuerte man immer weiter, obwohl dieser bereits am anderen Ufer lag usw. usw.

Und da schreibst Du verniedlichend: " Es kam dabei zu Todesfällen,auch das ist richtig. " ??

Du hast recht Wilfried, dass Grenzregime war nicht gerechtfertigt,verstieß massiv gegen elementare Menschenrechte.


Da stimme ich Dir zu, aber Du mußt bitte nicht anschließend hineininterpretieren, ich oder wer auch immer hätte behauptet AGT hätten schießwütig nur gewartet um einen Menschen zu töten und auch die Folge der Abläufe bis es zu gezielten Schüssen kam ist bekannt und wurde nie bestritten, auch wenn sie oftmals eben nicht eingehalten wurden.

Kleiner Trost ist, dass wir uns wenigstens einig sind, dass das Grenzregime nicht gerechtfertigt war. Da schmeckt mir dann das vorhin gekaufte " Balance " und " Aktiv und Fit " doch gleich viel besser.
So und nun kannst Du mir auch gleich wieder das vereinbarte monatliche " Werbehonorar " überwiesen. Nein lieber in bar, wegen der sonst nachvollziehbaren Zahlungen.

" Der Interessierte " [wink]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 25. September 2014, 14:41

Ob das so stimmt Kristian, dass keine Tötungsabsicht bestand?
Nimm nur mal Deinen obersten Befehlsgeber, der schon im Spanienkrieg "seine" missliebigen Freiwilligen dem Geheimdienst überstellte. Wissend, dass es deren Tod bedeutete. Ich las das sinngemäß in Walter Jankas Buch. Der Kerl hatte doch nie Achtung vor dem Leben eines anderen. Was war denn mit seiner Forderung, dass nicht ganze Magazine verballert werden sollen, sondern schon der erste Schuss treffen soll. Irrsinn oder Zynismus?
Heute ist bewiesen und bestätigt, dass er ein Verbrecher war.
Damals saß er an den Schalthebeln. Mir kannst Du nicht erzählen, dass der keine toten "Grenzverletzer" guthieß.
Ebenso der General Hoffmann, "unser" Verteidigungsminister.... Heute weiß man, dass er ein Säufer war und den störten seine getöteten "Feinde" auch nie.
(Das bestätigen ja sogar Tondokumente)

Dir und vielen anderen Uniformträgern war deren Perversion im Denken nur nicht bewusst. Hör doch auf, indirekt die besser darzustellen. Das waren bewusst an die Spitze des Staates gestellte und vom ZK geduldete Verbrecher, die nichts als ihren persönlichen Machterhalt im Schädel hatten.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon karnak » 25. September 2014, 15:00

Volker Zottmann hat geschrieben:
Mir kannst Du nicht erzählen, dass der keine toten "Grenzverletzer" guthieß.

Ich will Dir gar nichts erzählen und das kann schon möglich sein, der Klügste war er ja nun scheinbar sowieso nicht [flash] und er wird nicht der Einzige gewesen sein, der sich für solches "begeistern" konnte. Aber ich rede nicht von Einzelpersonen und ihren fanatischen, klassenkämpferischen Auffassungen , ich rede von den Fakten, von den befohlenen Abläufen bei der Verhinderung eines Grenzdurchbruchs und die belegen nun mal nicht, dass ein Töten ohne wenn und aber vorgesehen war, dass es ursächlich darum ging die Flucht zu verhindern, notfalls auch mit Anwendung der Schusswaffe, dass ist schon richtig. Aber eben nicht mit der Zielstellung den Betreffenden in den Rücken oder in ein anderes Körperteil zu schießen was nach Möglichkeit zum Tod führen sollte, sondern eben in die unteren Gliedmaßen um Ihn zum Stehen zu bringen. Diese Fakten benenne ich und die sind unbestreitbar.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 25. September 2014, 15:06

Eine interessante Logik; Säufer = schlechter Mensch ............... vor so viel Ignoranz kann einem nur Übel werden und da hilft auch kein Doppelter dagegen .......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Wosch » 25. September 2014, 15:11

Beethoven hat geschrieben:@Wosch,

Mit Deinem Beitrag kann ich mich nicht identifizieren. Man merkt, dass Du von den Gedanken und Überlegungen, aber auch vom Wissen um die Sache, eines Offiziers in der NVA und vermutlich auch in den GT der DDR, keine Ahnung hast. Woher auch?

Die Gründe, das Studium an einer OHS zu beginnen und anschließend seinen Dienst in irgend einem kleinen Nest zu versehen, wenn man nicht das Glück hatte, nahe oder in einer größeren Stadt seinen Dienst zu versehen, zeugt doch wohl davon, dass es dem Berufssoldaten nicht darum ging, ein feines Leben zu führen, sich keine Gedanken zu machen und irgendwelchen Menschen in den Rücken zu schießen.
Es ging ihm, jedenfalls war das bei mir so und bei meinen Freunden, mit denen ich zusammen diente, einen interessanten, abwechslungsreichen Beruf auszuüben, der den ganzen Kerl fordert, wo man sich als Mensch und Mann beweisen kann, wo man mit Menschen zu tun hat (Technik lag mir noch nie) und (gerade bei unserer Truppe) wo jedwede sportliche Betätigung, zum Berufsbild gehört.
Eine politische Erkenntnis, kam erst mit einer gewissen Reife hinzu.


Ist ja wohl klar daß Du dich mit meinen Ansichten nicht "identifizieren" kannst, denn dafür liegen unsere Lebensabschnitte nicht nur zeitlich weit auseinander, sondern auch von der Art-und Weise wie wir sie meisterten.
Für meine Ansichten über die Deinen brauche ich überhaupt nicht das Wissen eines Offiziers der NVA bzw, der Grenztruppen, denn dafür reicht mir mein "normaler" Menschenverstand, den ich bei Dir allerdings so nicht feststellen kann.
Ich gehe mal davon aus daß Du seinerzeit in einer, sagen wir mal so, exponierten Stellung als Offizier tätig warst und auch heute noch der Meinung bist, zumindestens was Dich betrifft, alles richtig gemacht zu haben. Daß Du damit einer politisch-kriminellen, machtbesessenenn Clique indirekt geholfen hattest, sich über Wasser zu halten indem Du Deine Dir Unterstellten die Liebe zu diesem Staat, nebst krimineller Führung, "vermitteltest" spricht doch Bände zu Deiner "Tätigkeit".
Natürlich ging es den Berufssoldaten um ein "feineres Leben (nach ihrem Geschmack), etliche von ihnen waren schon "glücklich" wenn sie sich in einer "feineren" Uniform presentieren konnten und nicht als "letzter" Arsch rumlaufen brauchten und dafür gingen sie auch in´s letzte Kaff wenn man es ihnen befahl.
Daß mit den "von hinten in den Rücken schießen" machten sie in der Regel ja auch nicht selber, denn dafür hatten sie Die, denen sie die "Liebe" zur DDR- und damit gleichzeitig den "Hass" auf den "Klassenfeind" vermittelten. Und leider hatte es ja auch (obwohl "Jeder einer zuviel war") etliche Male geklappt.
Einen "abwechselreichen" Beruf gab es nebenbei gemerkt auch woanders und dafür brauchte man sich nicht auf eine OHS zu begeben auf der die politischen Wahrheiten auf den Kopf gestellt wurden.
Was, wann und wodurch hattest Du denn überhaupt eine "politische Erkenntnis" und wann ist Dir das mit der Erlangung einer "gewissen Reife" eingefallen, etwa erst nach dem Du Deinen Dienst quittiert hattest oder etwa suspendiert wurdest?




Am Rande mal ganz schnell. Ich kenne Deinen Neffen nicht und er mich auch nicht. Er war einer der letzten Soldaten des LStR (Luftsturmregiment). Zu jener Zeit war ich bereits seit 4 Jahren nicht mehr im Truppenteil. Seine damaligen Kommandeure waren Frank Lip... und als Letzter Norbert Seif... .

Offizier zu werden in der DDR hatte, gerade in der Zeit, als man noch in der Ebene bis Bataillon diente, also als Zugführer, Kompaniechef bis zum Bataillonskommandeur, ein Knochenjob ohne jeglicher Vorteile und, ihr werdet es nicht glauben, schlecht bezahlt.
Der Dienst begann morgens um 07.00 Uhr (oft genug schon 05.50 Uhr) und ging oft bis 22.00 Uhr. Da rechne ich mal die Tagesdienste (24 Stunden) und wochenlange Übungen und Mehrtägige Ausbildungen (MTA) ohne je die Kaserne oder gar die Familie zu sehen gar nicht hinzu. Von Sommer-, Herbst- und Winterlagern will ich erst gar nicht sprechen. Heute in der BW wird jede Überstunde zwischen 7 bis 17.00 Uhr teuer bezahlt. Das gab es bei uns nicht.
Der junge Leutnant / Zugführer bekam im Monat 1250 Mark der DDR. Er kam locker auf 300 Arbeitsstunden im Monat. Sein Stundenverdienst war somit etwa 4 Mark. Dafür hätte ein Facharbeiter nicht den Hintern aus dem Bett gehoben, vermute ich mal ganz kühn.

Meine Frau, eine studierte Finanzökonomin, bekam auf der Insel Rügen gar keinen Job, in Kloster Lehnin (zweiter Standort des FJB seit 1982), fuhr sie mit einem Überlandbus (Haltestelle 3 km entfernt - mit Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen) 30 km, um als Kindergärtnerin, überhaupt etwas tun zu können.

So hatte der Offizier einen 12 - 15 Stundentag. An Wochenenden Bereitschaft oder gar noch Dienst. Nur wer das alles auf sich nimmt, hat überhaupt die Chance, sich in der Hierarchie aufwärts zu arbeiten aber was bald noch wichtiger ist, von seinen Unterstellten Soldaten auch noch anerkannt zu werden.

Mir ist natürlich klar, dass die Masse der User hier überhaupt nicht verstehen, warum es Streitkräfte in der DDR gab. Das wird ausgeblendet und damit auch die vermeintliche Sinnlosigkeit des Daseins eines Menschen, der sich für einen militärischen Beruf entscheidet.



Mit meinem Neffen hätten wir es denn ja geklärt und Du brauchst Deinen Namen deswegen auch nicht erwähnen, keine Angst-ich werde diesbezüglich auch nicht mehr nachfragen!
Das mit dem "Knochenjob" bei den damaligen Offizieren werden sicherlich auch all die kleinen Soldaten bezeugen können, die auch schon mal "zusammengeschissen" wurden, wenn sie nicht schnell genug die Hacken vor Euch zusammen kriegten. Und von "Vorteilen" bei den Offizieren zu reden wäre ja so was von abwegig, die hatte es natürlich in der DDR nie gegeben. [laugh] Der junge Leutnant mit seinen 1250 (Brutto oder Netto?) war wahrscheinlich im Verhältnis zu Dir (Wieviel bekamst Du eigentlich am Monatsende?) unterbezahlt und strebte deswegen auch nach "Höherem", nicht wahr.
Ich denke aber daß der normale Arbeiter sich für die "mageren" 1250 gerne den Buckel krumm gemacht hätte!
In Deiner "Kühnheit" könntes Du dann aber auch mal darlegen, ob es für die dienstlich-arbeits-und stundenmäßig überstrapazierten mitgenommenen Offiziere nach dem Dienstalltag auch Freie Tage gegeben hatte und ob Du auch mit dem Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zur Familie unterwegs warst?
Da Dir , wie Du es schon im Vorfeld sagtest, ja klar ist daß die "Masse" eh nichts versteht, wirst Du mir meine Fragen ja nicht sonderlich übelnehmen können, dafür erst mal ein recht herzliches Dankeschön.



Und die Offiziere an der Grenze hatten da noch einen zusätzlichen psychologischen Druck auszuhalten. Nämlich den, ob alle seine Männer am Kanten auch heil vom Dienst zurück kommen (es gab ja auch Todesschüsse auf die Grenzer, wie die Gemeinde wohl weiß), ob keine Grenzdurchbrüche zu verzeichnen sind und (jedenfalls bei der Masse der jungen Kommandeure) keine Toten oder Verletzten zu verzeichnen sind.

Ich hatte mir zum Glück darüber nie Gedanken zu machen. Ja, es gab auch in meiner Truppe Verletzte (einen Toten hatte ich bei meinen direkt Unterstellten zum Glück nie). Aber auch das kam vor. So z.B. der Gefreite Witte aus der 2. FJK, der beim Sprung aus 400 m mit voller Gefechtsausrüstung, seinen Stabilisator, nach einer ungewollten Rolle (er setzte mit seinem Fallschirmjägertornister, der beim Sprung unter dem Hintern getragen wurde, in der Tür des Absetzflugzeuges auf und machte eine Rolle vorwärts in der Luft), unter dem Arm bekommen hatte und nicht frei gab, sich somit der Schirm nicht entfalten konnte und er in den Tod stürzte.

Ein junger Offizier hatte mit 21 / 22 Jahren ca. 30 Männer (bei Infanterie) zu befehlen, dazu oftmals noch Technik von einigen 100000.
Das hatte mach gestandener Ingenieur im Betrieb nicht.

Ein Kompaniechef an der Grenze hatte mit seiner Kompanie in der normalen Grenzsicherung, einen Abschnitt von 15 bis 20 km bis 1977, danach wurde das Grenzregime auf Bataillonsebene geregelt (je nach Geographie - im Gebirge weniger, im Norden mehr) hatte das Bataillon 50 - 70 km zu sichern.
Wenn dann noch Grenzübergangsstellen im Abschnitt waren vergrößerten sich die Abschnitte. Damit ist eigentlich klar, das die Grenzer im normalen Grenzregime, gar nicht in der Lage waren, irgendwem aufzulauern um ihm in den "Rücken zu schießen".
Und klar ist somit auch, dass die Grenzer (es war ja immer nur ein Zug je Kompanie), die bei jedem Wetter und jedem Klima am Kanten waren, gar nicht alles überwachen konnten und gerade bei Nacht, Regen oder Schnee, die physische Anstrengung sehr hoch war.
Wenn nun bei einer Grenzverletzung der Grenzer die Waffe anschlägt, dann ist die psychologische Belastung dermaßen hoch, dass das keiner von uns hier bewerten kann, weil keiner von uns je in dieser Situation war.

Ich selber bin sehr froh darüber, dass ich nie vor solch einer Entscheidung stand.

Gruß



Na klar, die Offiziere an der Grenze waren natürlich ganz bedauernswerte Geschöpfe, hatten sie sich doch "freiwillig" dazu entschlossen, ihren Eid aus Überzeugung abgelegt und mußten sich nun auch noch darum kümmern den, unter Anderen Wehrpflichtigen, die "Liebe" zum Staat DDR und das wachsame Auge gegenüber dem republikflüchtigen "Klassenfeind" zu vermitteln. Da darf dann natürlich so ein Ausrutscher wie "Das Schwein blutet aus" das gute Image dieser Grenz-Offiziere nicht kaputt machen, nein sie waren ja Diejenigen, die für den Frieden der Welt verantwortlich waren, ohne sie hätte es den 3. Weltkrieg gegeben, wer sagte das noch mal?
Eine verantwortliche Aufgabe, immer besorgt um die Unversehrtheit ihrer Soldaten, jedenfalls solange bis Die nicht selbst flitzen gehen wollten. Dann, so allerdings, keine Rücksichtsnahme Herr Soldat!
Ach so, es gab auch Todesschüsse auf Grenzer, warum erwähnst Du eigentlich nicht Die Todesschüsse "der" Grenzer? Entschuldige meine Frage, sie entstammt wahrscheinlich wieder meiner "Ahnungslosigkeit"

Weißt Du was, es soll für´s Erste reichen, ich will mich ja bei Dir nicht unbeliebt machen.
Wosch aus Kassel. [ich auch]
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 25. September 2014, 15:18

Thoth hat geschrieben:Eine interessante Logik; Säufer = schlechter Mensch ............... vor so viel Ignoranz kann einem nur Übel werden und da hilft auch kein Doppelter dagegen .......


Mehr gab es nicht festzustellen Thoth?
Nun werde Du mal nicht zum Populisten! [laugh]
Ich schrieb nur von einem Säufer und verallgemeinert hat hier nur einer, und zwar der mit falscher Vorstellungsvita!

Gruß, Dein Biergarten"freund"
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 25. September 2014, 15:32

Wenn Du Neunmalkluger hinterwäldlerischer Vorharzer meine Vita kennen würdest dann wüßtest du das alles was ich schrieb so stimmt. aber was soll das jemanden erklären der am allerliebsten Gerüchten und Vermutungen glaubt .......

Das kannst auch gleich deinem Buddy, dem Flachlandtiroler verklickern ......

So und nun überleg mal fein was da alles stimmt und vor allem wo du das nachlesen kannst, denn in einigen meiner vielen Beiträgen ist es immer mal Splitterweise versteckt. Aber Schaum vorm Mund behindert manchmal recht arg die klare Sicht und mach erkennen unmöglich.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 25. September 2014, 15:42

Woschs zitierten Worte:
"...nun blutet das Schwein aus" ,zeigen ja mehr als jede andere beglaubigte Aussage, was für ein Geist an der östlichen innerdeutschen Grenze, der Demarkationslinie herrschte. Auch wenn diese Worte nur einmal vom Politoffizier Brehme in Benneckenstein/Harz geäußert worden sein sollten, bezeugen sie doch den politisch-kriminell, pervertierten Geist in den Grenztruppen.
Menschenverachtender ging es nicht mehr. Die Worte galten dem ermordeten 15-jährigen Heiko Runge aus Halle-Neustadt. Er lag mit Rückenschuss getötet im Wald, keine 40m vom Postenweg entfernt. Ihm wurde aufgelauert und es wurde bewiesen (!) ohne Vorwarnung geballert. Erst als er kehrt machte und wieder Richtung DDR-Inneres lief, wurde er getroffen. (auf einem der blutigsten Grenzabschnitte Deutschlands)

Was mich bewegt, es immer wieder zu schreiben ist die Hoffnung, dass immer mehr Leser von diesen Ereignissen Kenntnis erlangen. @rafimo hat eine hervorragende Aufarbeitung dieses Falles bewirkt. Mittlerweile sind sich fast alle Schreibenden einig, dass zumindest dieser gerichtlich festgestellte Totschlag moralisch ein vollendeter Mord war.
Langsam kommen wir vorwärts. Da stört mich auch kein verharmlosender @beethoven und kein provozierender Biergartenfreund.

Gruß Volker
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 25. September 2014, 16:00

Thoth hat geschrieben:Wenn Du Neunmalkluger hinterwäldlerischer Vorharzer meine Vita kennen würdest dann wüßtest du das alles was ich schrieb so stimmt. aber was soll das jemanden erklären der am allerliebsten Gerüchten und Vermutungen glaubt .......

Das kannst auch gleich deinem Buddy, dem Flachlandtiroler verklickern ......

So und nun überleg mal fein was da alles stimmt und vor allem wo du das nachlesen kannst, denn in einigen meiner vielen Beiträgen ist es immer mal Splitterweise versteckt. Aber Schaum vorm Mund behindert manchmal recht arg die klare Sicht und mach erkennen unmöglich.


Gerade jetzt verbreitest Du Gerüchte. Dass ich einem fremden Irrtum glaubend aufsaß, war ein einmaliges Ereignis, bitte nicht verleumderisch den Plural verwenden Thoth. Du bist nachtragend, trotz mannigfaltiger Entschuldigungen, nicht nur von mir.
...
Der "Flachlandtiroler" liest doch selbst, warum sollte ich ihm Deine Ausfälle verklickern?
Und "Neunmalkluger" sollte mich das ehren?
So klug, um zu wissen, welche Position Du wann und wo, möglicherweise im ZK bekleidetest, will ich nicht werden. Entweder teilst Du es allein mit oder es unterbleibt. So wichtig bist Du mir nicht, Gevatter.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nov65 » 25. September 2014, 17:20

Die DDR-Führung konnte es sich nicht leisten, dass Töten an der Westgrenze zum Auftrag/Befehl/Kern der Grenzsicherung international propagiert wurde.
Deshalb das Wischi-Waschi mit der Schusswaffengebrauchsbestimmung, der Vergatterung und den realen Zuständen z.B an der Berliner Mauer.
Dort kam ein Postenpaar nicht an einen Grenzverletzer heran. Zwischen dem Postenturm und dem Fluchtfeld bis zur Mauer stand mindestens ein Zaun. Ergo blieb der Besatzung bei einem Fluchtversuch eines GV nur der Anruf mit der Aufforderung stehen zu bleiben. Wenn es die Zeit überhaupt erlaubte...Deshalb peitschten oft ohne Warnruf die MPi-Schüsse.
Warum wurde solch ein Handeln belobigt und nicht bestraft? Warum wurde eine Festnahme durch die Posten baulich gar nicht ermöglicht ?
Weil die Staatsführung ihr Ziel niemanden rüberzulassen erfüllt sah. Nur das hatte die höchste Priorität.
Das Grenzregime war so verlogen wie Putins Tarngebaren auf der Krim.
Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Dr. 213 » 25. September 2014, 20:33

Beethoven hat geschrieben:Ein Kompaniechef an der Grenze hatte mit seiner Kompanie in der normalen Grenzsicherung, einen Abschnitt von 15 bis 20 km bis 1977, danach wurde das Grenzregime auf Bataillonsebene geregelt (je nach Geographie - im Gebirge weniger, im Norden mehr) hatte das Bataillon 50 - 70 km zu sichern.
Wenn dann noch Grenzübergangsstellen im Abschnitt waren vergrößerten sich die Abschnitte. Damit ist eigentlich klar, das die Grenzer im normalen Grenzregime, gar nicht in der Lage waren, irgendwem aufzulauern um ihm in den "Rücken zu schießen".
Und klar ist somit auch, dass die Grenzer (es war ja immer nur ein Zug je Kompanie), die bei jedem Wetter und jedem Klima am Kanten waren, gar nicht alles überwachen konnten und gerade bei Nacht, Regen oder Schnee, die physische Anstrengung sehr hoch war.
Wenn nun bei einer Grenzverletzung der Grenzer die Waffe anschlägt, dann ist die psychologische Belastung dermaßen hoch, dass das keiner von uns hier bewerten kann, weil keiner von uns je in dieser Situation war.

Ich selber bin sehr froh darüber, dass ich nie vor solch einer Entscheidung stand.

Gruß


Deine Begründung ist mir einfach zu schwach.

Auf Flüchtlinge aus Richtung DDR zu lauern, war das nicht die Kernaufgabe der Grenzer ?
Waren die vielen Beobachtungstürme nicht genau zu diesem Zweck aufgebaut worden?

Das mit dem harten Dienst am "Kanten" oder "im Dreck gelegen" lese ich immer wieder.
Es löst bei mir aber keinerlei Bewunderung oder Respekt aus.

Diese scheussliche Grenze hat viele Opfer produziert, Ressourcen gefressen und hat im Grunde
nur die nicht überlebensfähige SED- Diktatur ein paar Jahre länger vor dem Zusammenbruch bewahrt.
Die Lebensjahre der Grenzer waren vertane Zeit, gestohlene Jahre und am Ende alles für die Katz.

Gruß
Dr. 213
Dr. 213
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 25. September 2014, 22:46

Nov65 hat geschrieben:Die Frage weiter oben im Thread hast du sicher übersehen. Ich stellte dir die Frage: Wie stehst du zu solchen Einsichten (wie @Beethoven) über deine Uffz.-Zeit und das Grenzregime?
Gruß, Andreas


@ "Nov65",
ich hab dich gebeten, deine fragen etwas klarer zu definieren,
was dir leider nicht möglich war.

an meinen aussagen, zur damaligen zeit, hat sich nichts geändert
und du kannst sie weiterhin nachlesen.

der user @ Beethoven berichtet sehr real aus seiner zeit,
wirft hier jedoch leider perlen vor die s..e.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon vs1400 » 25. September 2014, 23:04

Volker Zottmann hat geschrieben:Woschs zitierten Worte:
"...nun blutet das Schwein aus" ,zeigen ja mehr als jede andere beglaubigte Aussage, was für ein Geist an der östlichen innerdeutschen Grenze, der Demarkationslinie herrschte. Auch wenn diese Worte nur einmal vom Politoffizier Brehme in Benneckenstein/Harz geäußert worden sein sollten, bezeugen sie doch den politisch-kriminell, pervertierten Geist in den Grenztruppen.
Menschenverachtender ging es nicht mehr. Die Worte galten dem ermordeten 15-jährigen Heiko Runge aus Halle-Neustadt. Er lag mit Rückenschuss getötet im Wald, keine 40m vom Postenweg entfernt. Ihm wurde aufgelauert und es wurde bewiesen (!) ohne Vorwarnung geballert. Erst als er kehrt machte und wieder Richtung DDR-Inneres lief, wurde er getroffen. (auf einem der blutigsten Grenzabschnitte Deutschlands)

Was mich bewegt, es immer wieder zu schreiben ist die Hoffnung, dass immer mehr Leser von diesen Ereignissen Kenntnis erlangen. @rafimo hat eine hervorragende Aufarbeitung dieses Falles bewirkt. Mittlerweile sind sich fast alle Schreibenden einig, dass zumindest dieser gerichtlich festgestellte Totschlag moralisch ein vollendeter Mord war.
Langsam kommen wir vorwärts. Da stört mich auch kein verharmlosender @beethoven und kein provozierender Biergartenfreund.

Gruß Volker


@ Volker Zottmann,
wie oft hast du diese sinngemäße aussage schon genutzt?

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon manudave » 26. September 2014, 05:05

Ich verstehe nicht, warum z.B. Wosch und Interessierter hier jetzt Richter spielen wollen, wenn Zeitzeugen ihre damaligen Beweggründe und den sachlichen Ablauf des Alltags darstellen. Man sollte uber jeden froh sein, der sich, im Wissen der Anwesenheit dieser Scharfrichter, hier dazu äußert. Karnak u. Co haben schon oft genug über die Unverhältnismäßigkeit der damaligen Anweisungen berichtet. Erwartet nicht, dass Stützen dieses Systems, was man ja zweifellos war, alles von damals verfluchen und vor euch auf die Knie fallen. Manchmal glaube ich, dass Ihr genau das erwartet und es würde wahrscheinlich immer noch nicht reichen. Bleibt mal auf dem Teppich, Männers.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Interessierter » 26. September 2014, 06:00

@manudave: Niemand spielt hier Richter oder erwartet einen Kniefall von ehemaligen Unterstützern des Regimes, dass an seiner Grenze eigene Bürger töten ließ. Aber wenn jemand schreibt, dass er auch heute noch das Töten aus damaliger Sicht für gerechtfertigt hält und gleichzeitig erwähnt, dass User so dumm wären und nicht wüssten warum die DDR eine Armee unterhielt, dann widerspreche ich dem mit Nachdruck und da solltest Du selber besser auf dem Teppich bleiben und derartige Unterstellungen unterlassen.

Wenn Du meinen Widerspruch als ungerechtfertigt empfindest, dann ist es Dein gutes Recht in einem Forum Deine anderslautende Meinung zu formulieren, aber bitte ohne derartige Unterstellungen.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 26. September 2014, 06:30

Hallo Hallo Volker, das Ding hieß Lage siehe dein Text an Beethoven:

"Grenzverletzern wurde wenn möglich sehr wohl aufgelauert. Am Fall Heiko Runge ist dies bewiesen. Das bestätigte sogar der User @Oetten, der damals mit wartete. Ansonsten hat dieser hier aber bewiesener Maßen die Unwahrheit gesagt. Das wurde vom 2. Grenzopfer (Uwe Fleischhauer,@Balu) bestätigt. Man ließ beide Jungen herankommen um dann ohne Anruf zu schießen und erledigte einen mit Rückenschuss, weil er DDR-einwärts lief. Fangen stand nicht im Plan."

"Lage" bedeutete wenn ich mich recht erinnere, das ein Grenzverletzer, Sperrbrecher, Sowjetsoldat bewaffnet oder unbewaffnet irgendwo im Abschnitt waren. Somit flogen alle verfügbaren Leutchen raus an den Kanten um die Suche aufzunehmen, sich auch an bestimmten Punkten zu positionieren.Wenn ich solchen.... deinen Wort-Käse lese..."aufgelauert"?

Ja was macht denn der Polizist heute wenn Straftäter XYZ sich im Wohnhaus verschanzt und Polizist Müller nicht weiß in welcher Etage...? Da geht man auf Suche Volker und Kollege Mayer legt sich schon mal an den Hinterausgang vom Block.Du würdest dich wahrscheinlich ans Klingelbrett stellen in der naiven Hoffnung, das Straftäter XYZ an die Wechselsprechanlage geht...

Genau so war das damals an der Grenze Mensch Ex-Baupionier. Bleib bloß gedanklich in deinem Neiden mit der Mauerkelle, da kannst du wenigstens nicht solchen Käse texten.

Rainer-Maria und einen guten Tag allen ins Forum
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Wosch » 26. September 2014, 07:16

[quote="manudave"]Ich verstehe nicht, warum z.B. Wosch und Interessierter hier jetzt Richter spielen wollen, wenn Zeitzeugen ihre damaligen Beweggründe und den sachlichen Ablauf des Alltags darstellen. Man sollte uber jeden froh sein, der sich, im Wissen der Anwesenheit dieser Scharfrichter, hier dazu äußert. Karnak u. Co haben schon oft genug über die Unverhältnismäßigkeit der damaligen Anweisungen berichtet. Erwartet nicht, dass Stützen dieses Systems, was man ja zweifellos war, alles von damals verfluchen und vor euch auf die Knie fallen. Manchmal glaube ich, dass Ihr genau das erwartet und es würde wahrscheinlich immer noch nicht reichen. Bleibt mal auf dem Teppich, Männers.[/quote]

[color=#FF0000]Ich dage;gen, David, verstehe nicht dass Du Dich anmasst derartige "Kritik" auszusprechen. Du magst ja für Dich die "geschmacklosen Beweihraeucherungen" der damaligen "Zustaende" eines Befürwortete des damaligen Unrechts widerstandslos hinnehmen, ich dagegen erlaube mir darauf zu antworten, wie es ihm geziemt.
Wenn Du das in Deiner "Einfälltigkeit" als "Richter-Spielen" bezeichnest, so passt dieser Begriff selbst sehr schön zu Dir.
Dein Statement hat mich nicht sonderlich beeindruckt, ich hätte mehr zum Thema selbst erwartet![/color]
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Edelknabe » 26. September 2014, 07:30

Du Wolfgang...dein letzter Text an den David war irgendwie nicht rot? Hast es bestimmt übersehen.Überprüfe besser mal das Farbband.

Rainer-Maria
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 26. September 2014, 07:48

Jaulen nicht getroffene Hunde????

Hier wird aber jetzt sehr schön die Rechtfertigungsschiene gefahren aus der Richtung der richterlichen Inquisition.

Ach und Volker Zottmann was Du als "moralisch Erwiesen" ansiehst interessiert einen feuchten .......
Du solltest nicht das Sensibelchen raushängen lassen; der der provoziert mich schon wieder, Mami hau den mal ....., so kommt mir dein Gegreine vor.

Thoth
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 26. September 2014, 08:00

Volker Zottmann hat geschrieben:
Gerade jetzt verbreitest Du Gerüchte. Dass ich einem fremden Irrtum glaubend aufsaß, war ein einmaliges Ereignis, bitte nicht verleumderisch den Plural verwenden Thoth. Du bist nachtragend, trotz mannigfaltiger Entschuldigungen, nicht nur von mir.
...
Der "Flachlandtiroler" liest doch selbst, warum sollte ich ihm Deine Ausfälle verklickern?
Und "Neunmalkluger" sollte mich das ehren?
So klug, um zu wissen, welche Position Du wann und wo, möglicherweise im ZK bekleidetest, will ich nicht werden. Entweder teilst Du es allein mit oder es unterbleibt. So wichtig bist Du mir nicht, Gevatter.

Gruß Volker


Die unterstrichenen Textstelle im Zitat ....
als was würdest du das denn bezeichnen Volker Zottmann, als Gerücht, als Vermutung, als Unterstellung, als Provokation, dümmliche Anmache oder der Einfachheit als alles Zusammen?
Aber das Unschuldslamm mimen. Zum 'Neunmalklugen' fehlen dir nach deiner Interpretation mindestens noch 10 Stufen ......

Thoth
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Neuer Beitragvon Beethoven » 26. September 2014, 10:02

Interessierter hat geschrieben:@manudave: Niemand spielt hier Richter oder erwartet einen Kniefall von ehemaligen Unterstützern des Regimes, dass an seiner Grenze eigene Bürger töten ließ. Aber wenn jemand schreibt, dass er auch heute noch das Töten aus damaliger Sicht für gerechtfertigt hält und gleichzeitig erwähnt, dass User so dumm wären und nicht wüssten warum die DDR eine Armee unterhielt, dann widerspreche ich dem mit Nachdruck und da solltest Du selber besser auf dem Teppich bleiben und derartige Unterstellungen unterlassen.

Wenn Du meinen Widerspruch als ungerechtfertigt empfindest, dann ist es Dein gutes Recht in einem Forum Deine anderslautende Meinung zu formulieren, aber bitte ohne derartige Unterstellungen.



Mein lieber Interessierter,

Du wirfst hier oberlehrerhaftes Verhalten vor, bist aber eigentlich jener, der dies andauernd tut und dann auch noch falsch erfasst und interpretiert. Woran liegt das? Entweder mein Lieber, Du kannst nicht im Zusammenhang lesen und begreifen (was ich eigentlich nicht glaube) oder aber, und das scheint mir wahrscheinlicher, Du machst solche Verdrehungen von Geschriebenem bewußt um eine Argumentationslinie aufzubauen, die Dich oh Herr, befriedigt. Wie sagte Herr Freitag seinerzeit zu uns? Es trifft, so meine Meinung, voll auf Dich zu, "... quo quisque stultior eo magis insolescit ... ".

Deine Einlassungen (in rot gechrieben, damit man diesen Müll auch sofort erkenne) sind dermaßen von Unwissen, Verbohrtheit und Ignoranz geprägt, dass es mir einfach zu dumm ist, darauf zu antworten.
Wenn Du irgendwann in der Lage bist, den Schaum vom Munde zu wischen, die Augen auf klar stellst und nicht nur wüste Beschimpfungen von Dir gibst, wirst Du in mir einen anständigen Gesprächspartner finden, der zwar nicht unbedingt Deiner Meinung ist, Deine Meinung aber akzeptiert und seine Argumente dagegen setzt. Denk mal drauf rum und versuche das Niveau Deiner Beiträge wenigstens auf das Niveau eines Achtklässlers anzuheben. Es würde dem Forum gut tun.

Nimm Dir zum Beispiel mal den sachlichen Ton von Volker Z. zum Vorbild. Der würde sicherlich auch den einen oder anderen hier gerne zum Mond schießen aber er bringt es wie ein erwachsener Mensch rüber.

Trennung

Das Grenzregime an der innerdeutschen Grenze war wohl im damaligen Europa eines der gefährlichsten für einen Grenzverletzer. Und die Verhältnismäßigkeit steht völlig außerhalb des Begreifbaren. Das hat heute wohl jeder erkannt.

Gruß
Die größten Vorteile im Leben überhaupt wie in der Gesellschaft hat ein gebildeter Soldat. J. W. v. Goethe

Das Gesetz ändert sich, die Gesinnung nicht.
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