Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Wosch » 23. August 2014, 19:00

karnak hat geschrieben:Na siehste, so schlimm waren wir doch manchmal gar nicht. [flash] Aber trotzdem fand eine Kontrolle statt und mir ist nicht klar wie so die Geschenke die in die DDR eingeführt wurden finanziell begrenzt sein sollten. Und zwischen diesen Dingen und dem Unterlassen einer Kontrolle hinsichtlich einer eventuellen Republikflucht lagen Welten und diese erfolgte logischerweise bei Ausreise aus der DDR. Und hättest Du bei Ausreise Waren im Wert von 2000 DM mitgeführt, also aus der DDR ausgeführt hätte die Welt mit Sicherheit auch anders ausgesehen.



Erst mal richtig lesen @Karnak, es war nicht die Rede von Waren im Werte von 2000,-Mark sondern von 20000 DDR-Mark.
Um Dir die Sache einfacher und verständlicher zu machen kläre ich dahingegen auf, daß gerade für solche Sachen die Einfuhr (neuwertig) gegen Zahlung einer hohen Summe zolltechnisch kein Problem dargestellt hätte. Ein Farbfensehgerät, daß nach DDR-Maßstäben schon mal 5500 Mark kostete wurde beisbielsweise bis zu 50 % besteuert (dieser Betrag mußte allerdings 1:1 in Westmark beglichen werden. Für andere "Güter" gab es teilweise unterschiedliche Zoll-Sätze so um die 20% . Es war nicht die Rede davon daß die Einfuhr solcher Sachen begrenzt war, es sei denn daß man den "Zoll" nicht zahlen wollte.
Daß die Genossen gerade bei der Ausreise sehr pingelig waren habe ich mehrfach am eigenen Leibe zu spüren bekommen, wenn sie wollten waren sie dabei schon ganz "schlimme Finger". Es kam aber auch immer drauf an, an wen man da geriet und wenn sie zu zweit waren, waren sie noch schlimmer, Einer hatte mehr Angst vor dem Anderen, den Eindruck habe ich zumindestens im Nachhinein.

Weißt Du @Karnak, wieso Die immer zu Zweit liefen?
"Na weil 8 Klassen Pflicht waren". [flash] (War Spaß!!)
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Sirius » 23. August 2014, 19:24

Wosch hat geschrieben:
Sirius hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:Für meine ganze Verwandtschaft hatte ich die Weihnachtsgeschenke dabei, der Zöllner stammelte nach Sicht auf die "Zählkarte, oder wie der Zettel hieß, auf der ich die mitgeführten Geschenke aufgelistet hatte, in etwa : "mein Gott das kann ich ja gar nicht machen-nach unseren Preisen macht das ja über 20000 Mark".


Hallo Wosch,

jetzt habe ich eine Frage dazu. Was meinte er mit "das kann ich ja gar nicht machen-nach unseren Preisen macht das ja über 20000 Mark"?

Gruß
Sirius



@Sirius, er wollte mir damit offentsichtlich sagen daß er mir die mitgebrachten Sachen so ohne Weiteres nicht durchgehen lassen konnte. Es handelte sich bei meinen "Mitbringseln" hauptsächlich um Geräte der Unterhaltungstechnik und in der Größenordnung (nach DDR-Bestimmungen) wäre zumindestens ein erheblicher Zoll-Betrag in Westwährung fällig gewesen. Mein Glück daß der Mann alleine war, ich konnte nur noch "Danke" sagen und weg war ich.
Noch Fragen?
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Danke für die Erklärung! Das war ja dann ein richtig "Anständiger", der Dir nicht das Weihnachstfest mit einigen Tausend DM Zoll vermiesen wollte. Wenn ich darüber nachdenke, hätte es nur eine realistische Möglichkeit gegeben, den Verwandten solche Dinge zollfrei zukommen zu lassen. Wenn man im Transit morgens um 03:00 Uhr auf der Autobahn fährt, dort auf der Standspur anhält und den Verwandten die Ware übergibt, die sie dort in ihr Fahrzeug lädt - natürlich vorher fest vereinbarte Zeit und Ort und man nur sehr kurz anhält. Wo ist der Haken oder Denkfehler, abgesehen davon, dass man sich nicht erwischen lassen durfte?

Kristian, wurde schriftlich festgehalten, wenn z.B. ein neuer Fernseher im Karton verpackt im Transit transportiert wurde?
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 23. August 2014, 19:27

Wosch hat geschrieben:

Erst mal richtig lesen @Karnak, es war nicht die Rede von Waren im Werte von 2000,-Mark sondern von 20000 DDR-Mark.
Um Dir die Sache einfacher und verständlicher zu machen kläre ich dahingegen auf, daß gerade für solche Sachen die Einfuhr (neuwertig) gegen Zahlung einer hohen Summe zolltechnisch kein Problem dargestellt hätte. Ein Farbfensehgerät, daß nach DDR-Maßstäben schon mal 5500 Mark kostete wurde beisbielsweise bis zu 50 % besteuert (dieser Betrag mußte allerdings 1:1 in Westmark beglichen werden. Für andere "Güter" gab es teilweise unterschiedliche Zoll-Sätze so um die 20% . Es war nicht die Rede davon daß die Einfuhr solcher Sachen begrenzt war, es sei denn daß man den "Zoll" nicht zahlen wollte.
Daß die Genossen gerade bei der Ausreise sehr pingelig waren habe ich mehrfach am eigenen Leibe zu spüren bekommen, wenn sie wollten waren sie dabei schon ganz "schlimme Finger". Es kam aber auch immer drauf an, an wen man da geriet und wenn sie zu zweit waren, waren sie noch schlimmer, Einer hatte mehr Angst vor dem Anderen, den Eindruck habe ich zumindestens im Nachhinein.

Weißt Du @Karnak, wieso Die immer zu Zweit liefen?
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Ok. wenn das so war. Bei diesen Entrichten von Zoll bin ich nicht so sattelfest. Aber dieses "großzügige" Verhalten dieses Zöllners zum Schaden der DDR ist natürlich kein Beweis dafür, dass auch gegen elementare "Kontrollbedürfnisse" verstoßen wurde, dass wäre, wie schon gesagt eine andere Liga gewesen.
Und das mit dem"einer hatte mehr Angst vor dem Anderen",Du hattest nicht nur den Eindruck, diese Vorstellung gefällt Dir einfach, es passt einfach in Dein Weltbild. [grin] Übrigens organisiert man auch heute in gewissen Bereichen die man für Sicherheitsrelevant hält ein gewisses Misstrauen um"Kungelei" zu erschweren, bei Geldtransportfirmen ist das so, sogar bei den Schließdiensten von Supermärkten, man vermeidet, dass immer die beiden Gleichen den Markt auf und wieder abschließen.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 23. August 2014, 19:35

Sirius hat geschrieben:
Danke für die Erklärung! Das war ja dann ein richtig "Anständiger", der Dir nicht das Weihnachstfest mit einigen Tausend DM Zoll vermiesen wollte. Wenn ich darüber nachdenke, hätte es nur eine realistische Möglichkeit gegeben, den Verwandten solche Dinge zollfrei zukommen zu lassen. Wenn man im Transit morgens um 03:00 Uhr auf der Autobahn fährt, dort auf der Standspur anhält und den Verwandten die Ware übergibt, die sie dort in ihr Fahrzeug laden - natürlich vorher fest vereinbarte Zeit und Ort und man nur sehr kurz anhält. Wo ist der Haken oder Denkfehler, abgesehen davon, dass man sich nicht erwischen lassen durfte?

Kristian, wurde schriftlich festgehalten, wenn z.B. ein neuer Fernseher im Karton verpackt im Transit transportiert wurde?

[flash] Mit dem "Anständig" das ist natürlich relativ, kommt darauf an aus welcher Sicht man es sieht. Entscheidet man sich als Zöllner für einen Staat zu arbeiten sollte man auch die Interessen dieses Staates wahr nehmen oder man sollte den Job einfach lassen. Ich kann mich nicht als Bediensteter eines Staates anwerben lassen und dann gegen ihn arbeiten.
Und nein, darum hat man sich nicht gekümmert, konnte man ja auch gar nicht, es fand keine Zollkontrolle statt, niemand konnte wissen was sich im Kofferraum befand. Man konnte vom Prinzip alles durch die DDR transportieren, durfte es auf dem Gebiet der DDR nur nicht ausladen, deswegen hieß es ja auch Transit.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Sirius » 23. August 2014, 19:45

karnak hat geschrieben:
Sirius hat geschrieben:
Danke für die Erklärung! Das war ja dann ein richtig "Anständiger", der Dir nicht das Weihnachstfest mit einigen Tausend DM Zoll vermiesen wollte. Wenn ich darüber nachdenke, hätte es nur eine realistische Möglichkeit gegeben, den Verwandten solche Dinge zollfrei zukommen zu lassen. Wenn man im Transit morgens um 03:00 Uhr auf der Autobahn fährt, dort auf der Standspur anhält und den Verwandten die Ware übergibt, die sie dort in ihr Fahrzeug laden - natürlich vorher fest vereinbarte Zeit und Ort und man nur sehr kurz anhält. Wo ist der Haken oder Denkfehler, abgesehen davon, dass man sich nicht erwischen lassen durfte?

Kristian, wurde schriftlich festgehalten, wenn z.B. ein neuer Fernseher im Karton verpackt im Transit transportiert wurde?

[flash] Mit dem "Anständig" das ist natürlich relativ, kommt darauf an aus welcher Sicht man es sieht. Entscheidet man sich als Zöllner für einen Staat zu arbeiten sollte man auch die Interessen dieses Staates wahr nehmen oder man sollte den Job einfach lassen. Ich kann mich nicht als Bediensteter eines Staates anwerben lassen und dann gegen ihn arbeiten.
Und nein, darum hat man sich nicht gekümmert, konnte man ja auch gar nicht, es fand keine Zollkontrolle statt, niemand konnte wissen was sich im Kofferraum befand. Man konnte vom Prinzip alles durch die DDR transportieren, durfte es auf dem Gebiet der DDR nur nicht ausladen, deswegen hieß es ja auch Transit.


Kristian, sicher hast Du Recht damit. Das ist ja auch heute so, wenn sich jemand entscheidet für den Staat zu arbeiten. Natürlich war die Bezeichnung "Anständiger" subjektiv. Jetzt kommt aber das "aber". 50 % Zoll in DM auf ein Farbfernsehgerät - gerechnet nach DDR-Verkaufspreisen - kann man durchaus als dreiste "Abzockerei" ansehen, um die Staatskasse aufzufüllen, und das auch noch von Privatleuten für Weihnachtsgeschenke. Fair wäre doch dann der Umtauschkurs im Warenhandel von 1:4,5 gewesen oder ein deutlich niedriger Prozentsatz, oder zumindest über die Weihnachtsfeiertage ein temporäres Aussetzen solcher Abzockerei. Das mit der dreisten Abzockerei für Weihnachtsgeschenke hat wohl auch "Wosch´s Zöllner" so gesehen.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Wosch » 23. August 2014, 19:50

karnak hat geschrieben:
Wosch hat geschrieben:

Erst mal richtig lesen @Karnak, es war nicht die Rede von Waren im Werte von 2000,-Mark sondern von 20000 DDR-Mark.
Um Dir die Sache einfacher und verständlicher zu machen kläre ich dahingegen auf, daß gerade für solche Sachen die Einfuhr (neuwertig) gegen Zahlung einer hohen Summe zolltechnisch kein Problem dargestellt hätte. Ein Farbfensehgerät, daß nach DDR-Maßstäben schon mal 5500 Mark kostete wurde beisbielsweise bis zu 50 % besteuert (dieser Betrag mußte allerdings 1:1 in Westmark beglichen werden. Für andere "Güter" gab es teilweise unterschiedliche Zoll-Sätze so um die 20% . Es war nicht die Rede davon daß die Einfuhr solcher Sachen begrenzt war, es sei denn daß man den "Zoll" nicht zahlen wollte.
Daß die Genossen gerade bei der Ausreise sehr pingelig waren habe ich mehrfach am eigenen Leibe zu spüren bekommen, wenn sie wollten waren sie dabei schon ganz "schlimme Finger". Es kam aber auch immer drauf an, an wen man da geriet und wenn sie zu zweit waren, waren sie noch schlimmer, Einer hatte mehr Angst vor dem Anderen, den Eindruck habe ich zumindestens im Nachhinein.

Weißt Du @Karnak, wieso Die immer zu Zweit liefen?
"Na weil 8 Klassen Pflicht waren". [flash] (War Spaß!!)
Aus Kassel, Wosch. [hallo]

Ok. wenn das so war. Bei diesen Entrichten von Zoll bin ich nicht so sattelfest. Aber dieses "großzügige" Verhalten dieses Zöllners zum Schaden der DDR ist natürlich kein Beweis dafür, dass auch gegen elementare "Kontrollbedürfnisse" verstoßen wurde, dass wäre, wie schon gesagt eine andere Liga gewesen.
Und das mit dem"einer hatte mehr Angst vor dem Anderen",Du hattest nicht nur den Eindruck, diese Vorstellung gefällt Dir einfach, es passt einfach in Dein Weltbild. [grin] Übrigens organisiert man auch heute in gewissen Bereichen die man für Sicherheitsrelevant hält ein gewisses Misstrauen um"Kungelei" zu erschweren, bei Geldtransportfirmen ist das so, sogar bei den Schließdiensten von Supermärkten, man vermeidet, dass immer die beiden Gleichen den Markt auf und wieder abschließen.



Dem Croupier in ´ner Spielbank sind zum Beispiel die Hosentaschen zugenäht.
Für was aber ist denn mein "Erlebnis" ein Beweis? Ich denke schon, wenn sie zu zweit gewesen wären hätte er es sich nicht "getraut". Also doch "Angst" vor´m Nachbarn?
Sag mal @ Karnak, gab es bei Euch etwa keine sporadischen Taschenkontrollen, oder sonst was ähnliches?
Ich denke mal daß ich mir schon lange vor Dir ein objektiveres "Weltbild" zulegen konnte, denn im Gegensatz zu Dir konnte ich ab 1962 in der Welt rumfahren wie es mir beliebte (DDR natürlich nach meiner Flucht ausgenommen, aber mein DDR-Bild, was ich ja auch schon hatte, hatte mich ja zur Flucht animiert).
Vielleicht solltest Du Dich mal intensiver um Dein eigenes "Weltbild" kümmern, manchmal kommt es mir so vor als ob Du immer noch auf der Suche nach den "Guten Seiten" der DDR bist. Na ja, wer will´s Dir für übelnehmen: "Alles für die Katz" gewesen, das muß man erst mal verkraften.
Wenn Du willst schaffst Du das, ich drücke Dir die Daumen,

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dille » 23. August 2014, 19:53

Sirius hat geschrieben:Wenn ich darüber nachdenke, hätte es nur eine realistische Möglichkeit gegeben, den Verwandten solche Dinge zollfrei zukommen zu lassen. Wenn man im Transit morgens um 03:00 Uhr auf der Autobahn


Nein @Sirius, Dinge, die dem Wert nach vom DDR- Zoll für Abgaben- pflichtig befunden wurden, konnte man jederzeit Abgaben- frei per Postpaket verschicken ! Einzige Beschränkung war hier Gewicht (bis 20 kg) und Abmessungen (also Fernseher ging schlecht). Ich habe das selbst mehrmals praktiziert, z.B. mit einem seinerzeit angesagten Radio/ Phono/ Kasetten- Turm, wo ein vergleichbares Gerät in der DDR über 3.000,- Mark kostete, habe ich problemlos mit der Post geschickt (ich glaube, lt. Zollvorschriften hätte ich es nicht einmal als Reisegeschenk einführen dürfen, von den Abgaben mal abgesehen) -- als "Geschenksendung - keine Handelsware" ging es problemlos.

Gruß, Dille
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Wosch » 23. August 2014, 20:07

Bevor ich mich jetzt hier zurückziehe um dem "Kimble" wieder das Feld zu überlassen möchte ich aber noch schnell hinzufügen, daß der über die Güst eingeführte und zu "verzollende" Farbfernseher neuwertig sein mußte.
"Meinem" Zöllner hatte am Heiligabend Keiner über die Schulter gschaut und er hatte mit seiner dadurch möglichen "menschlichen" Haltung ein Zeichen gesetzt, wie weit seine "Staatstreue" im "Konfliktfall" gehen könnte und ich möchte nicht in seiner Haut gesteckt haben.

Das war´s für´s Erste mal wieder aus Kassel. [hallo]
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 23. August 2014, 20:21

Wosch hat geschrieben:

Dem Croupier in ´ner Spielbank sind zum Beispiel die Hosentaschen zugenäht.
Für was aber ist denn mein "Erlebnis" ein Beweis? Ich denke schon, wenn sie zu zweit gewesen wären hätte er es sich nicht "getraut". Also doch "Angst" vor´m Nachbarn?
Sag mal @ Karnak, gab es bei Euch etwa keine sporadischen Taschenkontrollen, oder sonst was ähnliches?
Ich denke mal daß ich mir schon lange vor Dir ein objektiveres "Weltbild" zulegen konnte, denn im Gegensatz zu Dir konnte ich ab 1962 in der Welt rumfahren wie es mir beliebte (DDR natürlich nach meiner Flucht ausgenommen, aber mein DDR-Bild, was ich ja auch schon hatte, hatte mich ja zur Flucht animiert).
Vielleicht solltest Du Dich mal intensiver um Dein eigenes "Weltbild" kümmern, manchmal kommt es mir so vor als ob Du immer noch auf der Suche nach den "Guten Seiten" der DDR bist. Na ja, wer will´s Dir für übelnehmen: "Alles für die Katz" gewesen, das muß man erst mal verkraften.
Wenn Du willst schaffst Du das, ich drücke Dir die Daumen,

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Was heißt nicht getraut, erst mal hat er seine Arbeit nicht gemacht zu der er sich verpflichtet hatte. Und nein, Du wirst es nicht glauben, aber so was gab es nicht.
Ich bin nicht auf der Suche nach den guten Seiten der DDR wie andere meinen es gab nur schlechte Seiten die sie noch nicht mal suchen müssen. Ich will nur einen Beitrag leisten die Geschichte objektiv zu betrachten und zu bewerten, wenn es geht ohne ein ideologisches Brett vor dem Kopf. Andere Bestrebungen wirst Du mir nur schwer nachweisen können.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Volker Zottmann » 23. August 2014, 21:27

Weil es zu den Zollabgaben passt, will ich was schildern:
Als ich 1989 vor dem Mauerfall aus dem Westen wieder in Oebisfeld einreiste und genau im Grenzbahnhof umsteigen musste, weil ich durch meinen Hannoveraner Messebesuch den Zug (Mumienexpress) nach Magdeburg über Marienborn verpasste, wurde ich gründlichst gefilzt.
Selbst ein Stofftier wurde durch den Röntgenapparat geschoben. Einen Kassettenrekorder, den ich für 165.-DM in Düsseldorf kaufte hatte ich nun zu verzollen. Dafür berappte ich über 130 Ostmark. Um ganz genau zu berichten, müsste ich erst rumkramen. Es waren wohl 137.-Mark, wenn ich mich recht erinnere. Ich weiß nur noch, dass das Gerät auf nahezu 800 Ostkröten geschätzt wurde.
Im Mumienexpress fragte bei den anderen drei Reisen niemals der Zoll nach Westwaren. Und da führte ich auch Radios , Pocketfernseher, Ölradiatoren und ein Solarium mit ein.
Es war also auf dem Bahnhof Oebisfelde in der Ödnis reine Willkür nach "Zollwürdigem" zu suchen, um sich die lange Weile zu vertreiben. Denn von den etwa 6 bis 8 Umsteigenden war ich der einzig Jüngere. Die anderen Reisenden blieben unbehelligt.

Sachen per Post zu schicken ging natürlich @, nur kassierte der Zoll dann den Empfänger ab. Auch bei "Geschenksendung- keine Handelsware". So ist es uns oft ergangen bei Sendungen aus Westdeutschland und Kanada.

Gruß Volker
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2014, 21:44

Auch heutzutage kann es einem passieren das man für Ware welche aus dem Ausland zu einem per Post kommt Einfuhrzoll bezahlen muß .....
Ist mir selber passiert das ich zum Zoll mußte um ein Paket "auszulösen".
In der Regel, wenn kein Zoll erhoben wird ist zumindest ein Aufkleber vom Zoll Frankfurter Flughafen auf dem Paket oder Päckchen.

Einfuhrzoll scheint keine spezifische Erfindung der DDR zu sein.

Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Volker Zottmann » 23. August 2014, 21:46

Das stimmt! Heute erfolgt aber Gleichbehandlung und keine Willkür.

Gruß Volker
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Nostalgiker » 23. August 2014, 22:10

Ich empfand es als Willkür.

Thoth
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 24. August 2014, 05:24

Volker Zottmann hat geschrieben:Das stimmt! Heute erfolgt aber Gleichbehandlung und keine Willkür.

Gruß Volker

Dann hoffe ich doch einfach mal,dass das Nichtbezahlen durch Wosch nicht zur Kategorie Willkür zählt. [flash] Aber Du hast natürlich recht, im Großen und Ganzen kann man sich in diesem Land auf Recht und Gesetz verlassen, es ist bekannt und nachvollziehbar was passiert, was man zu erwarten hat wenn man das oder das tut oder will. Ein unbestrittener Vorteil dieses Rechtssystems. Wenn es natürlich auch einen Aspekt gibt der mir nicht gefällt, verfügt man über eine entsprechende Menge Geld kann man dem Recht und Gesetz erheblich nachhelfen, sind vor dem Gesetz alle gleich nur ein paar sind etwas Gleicher.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 24. August 2014, 05:32

Volker Zottmann hat geschrieben:Es war also auf dem Bahnhof Oebisfelde in der Ödnis reine Willkür nach "Zollwürdigem" zu suchen, um sich die lange Weile zu vertreiben.

[flash] Den Eindruck und das gewisse Vorurteil wird der"Zollwürdige"und Abkassierte natürlich immer haben, das liegt in der Natur der Sache.Natürlich sucht der Zoll auf Grund entsprechender Kriterien nach seinen"Opfern", zumindest ist das bei einem Grenzübertritt so, auch heute noch. Du bist nun mittlerweile in einem Alter in dem Du nicht unbedingt in das Raster eines Drogenkuriers fällst [flash] , also hast Du an einem Flughafen gute Chancen nicht zu einer Kontrolle gebeten zu werden.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Interessierter » 24. August 2014, 10:05

Da es in diesem Thread ja um die Abfertigung von Lkws geht, kurz zu meinen Erfahrungen über den Transit Marienborn - Drewitz der sporadisch in den Jahren 1988/89 erfolgte.

Zitat karnak:
Der Dienst hätte nicht nur so sein müssen, er war so, immer,24 Stunden lang,dafür hat man gesorgt, dass kann ich Dir versichern


Mein lieber Kristian, als Zeitzeuge der über Deine Dienststelle nach Westberlin einreiste, widerspreche ich Deiner obigen Aussage entschieden.
Die Kontrollen verliefen überhaupt nicht immer gleich. Ich habe es nicht einmal erlebt, dass jemand die Stufen hinaufgeklettert ist, um von oben auf die Plane zu schauen. Selbst wenn es ein oder zwei Mal geschehen ist und ich es einfach nach den vielen Jahren vergessen habe, macht es Deine Aussage nicht richtiger.

Wenn Du es so gehandhabt hast, will ich das auf keinen Fall bezweifeln oder wenn die in Deiner Schicht Dir untergebenen es so handhabten, heißt es noch lange nicht, dass ohne Dich in anderen Schichten genauso 200prozentige gab.

Wie überall im Leben gab es auch dort " Solche und Solche ". Deine Handhabung hier anderen Menschen Deine total vorschriftsmäßige Handlungsweise überstülpen zu wollen, widerspricht nicht nur meinen Erfahrungen an Deiner ehemaligen Dienstelle, sondern auch dem Verhalten von Menschen allgemein.

Irgendwann kannten die Fahrer schon ihre Pappenheimer und fluchten leise vor sich hin, wenn sie sahen, dass sie schon wieder von diesem einen unangenehmen Korintenkacker kontrolliert wurden. Ich werde nie vergessen, welchen Aufstand so ein Typ machte, weil der Belader meines Lkws die Zollschnur versehentlich durch eine einzige Öse nicht hindurchgezogen hatte. Der Bundeszöllner hatte es auch übersehen, da dieser nur kurz in die Papiere schauten und so gut wie keinen Blick in den Laderaum warfen, um dann das Fahrzeug zu verplomben.

Schlußendlich schließe ich mich gerne Volkers Meinung, dass ja wohl nicht so viele Menschen hätten über Güst fliehen können, wenn alle Handhabungen und Menschen so 200prozentig gedacht und funktioniert hätten, wie vielleicht Du.

Das waren in Kurzform meine Erlebnisse und Erfahrungen an den Güst Marienborn und Drewitz.

" Der Interessierte "
Interessierter
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dille » 24. August 2014, 10:18

Volker Zottmann hat geschrieben:Sachen per Post zu schicken ging natürlich @, nur kassierte der Zoll dann den Empfänger ab. Auch bei "Geschenksendung- keine Handelsware". So ist es uns oft ergangen bei Sendungen aus Westdeutschland und Kanada.


Hier irrst Du @Volker - der Geschenkpaketverkehr zwischen der Bundesrepublik und der DDR unterlag keinen Abgaben, auch nicht im Osten ! In meiner Dienstreisezeit in den USA habe ich die Levis für meine Neffen immer im Reisegepäck in die Bundesreublik zurückgebracht, um sie dann per Postpaket weiterzuschicken (aus USA hast Du Recht -- da hätte meine Schwester in der DDR "Genehmigungsgebühren" zahlen müssen). Ich weiß das auch deshalb so genau, weil bei dem zitierten Phono- Turm (vergleichbares DDR- Gerät um die 3.000,- Mark) ebenfalls keine "Gebühren" angefallen sind.
Sinn ist auch relativ einleuchtend -- im Reiseverkehr konnte man Devisen "abgreifen", von DDR- Bürgern aber "nur" Mark der DDR.

Für Kanada hast Du natürlich Recht.

Gruß, Dille

(und hoffentlich schreibt der Doc bald weiter, damit es hier nicht ausfranst, Asche auch auf mein Haupt)
Dille
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Volker Zottmann » 24. August 2014, 11:05

karnak hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Es war also auf dem Bahnhof Oebisfelde in der Ödnis reine Willkür nach "Zollwürdigem" zu suchen, um sich die lange Weile zu vertreiben.

[flash] Den Eindruck und das gewisse Vorurteil wird der"Zollwürdige"und Abkassierte natürlich immer haben, das liegt in der Natur der Sache.Natürlich sucht der Zoll auf Grund entsprechender Kriterien nach seinen"Opfern", zumindest ist das bei einem Grenzübertritt so, auch heute noch. Du bist nun mittlerweile in einem Alter in dem Du nicht unbedingt in das Raster eines Drogenkuriers fällst [flash] , also hast Du an einem Flughafen gute Chancen nicht zu einer Kontrolle gebeten zu werden.


So ist es. Damals war es vielleicht auch Rassismus [wink] [wink] . Denn ich hatte noch dunkle Haare, war um die 38 und sah durch den Schauzer mehr wie ein Türke aus... [laugh]
Volker Zottmann
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Volker Zottmann » 24. August 2014, 11:15

Dille hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Sachen per Post zu schicken ging natürlich @, nur kassierte der Zoll dann den Empfänger ab. Auch bei "Geschenksendung- keine Handelsware". So ist es uns oft ergangen bei Sendungen aus Westdeutschland und Kanada.


Hier irrst Du @Volker - der Geschenkpaketverkehr zwischen der Bundesrepublik und der DDR unterlag keinen Abgaben, auch nicht im Osten ! In meiner Dienstreisezeit in den USA habe ich die Levis für meine Neffen immer im Reisegepäck in die Bundesreublik zurückgebracht, um sie dann per Postpaket weiterzuschicken (aus USA hast Du Recht -- da hätte meine Schwester in der DDR "Genehmigungsgebühren" zahlen müssen). Ich weiß das auch deshalb so genau, weil bei dem zitierten Phono- Turm (vergleichbares DDR- Gerät um die 3.000,- Mark) ebenfalls keine "Gebühren" angefallen sind.
Sinn ist auch relativ einleuchtend -- im Reiseverkehr konnte man Devisen "abgreifen", von DDR- Bürgern aber "nur" Mark der DDR.

Für Kanada hast Du natürlich Recht.

Gruß, Dille
(und hoffentlich schreibt der Doc bald weiter, damit es hier nicht ausfranst, Asche auch auf mein Haupt)


Danke Dille.
Irren ist menschlich. Wir, Reimonde und ich, beredeten die Sache gerade noch mal:
Bei 2 Paketen um 1989 mit der Aufschrift "Geschenksendung- keine Handelsware" mussten wir beim Zoll vorstellig werden... Näheres ist unwichtig und bleibt auch meinem Lebenslauf erspart.
Ergo, es waren nur bei unseren Kanadapaketen normale Zollabgaben fällig.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Volker Zottmann » 24. August 2014, 15:55

Wie gehts denn nun weiter mit Deiner autobiographischen Geschichte Dr.213? [ich auch]
Volker Zottmann
 

Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Spartacus » 24. August 2014, 16:17

Doc hat geschrieben.

Ohne Papiere würde ich spätestens an der nächsten Grenze ernsthafte Probleme bekommen.
Und die dänische Polizei, so hatte ich gehört, liefert Flüchtlinge auch schon mal gelegentlich an die DDR aus.
Ob es nur ein Gerücht ist wollte ich lieber nicht testen. Und so versuchte ich auch alles und jedem der eine Uniform trug aus dem Weg zu gehen.


Also so blauäugig wie ich damals war, wäre ich in der Situation eben genau einfach zur nächsten Polizeiwache,
hätte den Sachverhalt erklärt und darum gebeten mich zur Botschaft der BRD zu bringen.

Ich kann mir gerade nicht wirklich vorstellen, das die dänische Polizei DDR - Flüchtlinge ausgeliefert hat?

Aber nun mal weiter mit deiner Geschichte, Doc.

LG

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon vs1400 » 24. August 2014, 16:26

Spartacus hat geschrieben:Doc hat geschrieben.

Ohne Papiere würde ich spätestens an der nächsten Grenze ernsthafte Probleme bekommen.
Und die dänische Polizei, so hatte ich gehört, liefert Flüchtlinge auch schon mal gelegentlich an die DDR aus.
Ob es nur ein Gerücht ist wollte ich lieber nicht testen. Und so versuchte ich auch alles und jedem der eine Uniform trug aus dem Weg zu gehen.


Also so blauäugig wie ich damals war, wäre ich in der Situation eben genau einfach zur nächsten Polizeiwache,
hätte den Sachverhalt erklärt und darum gebeten mich zur Botschaft der BRD zu bringen.

Ich kann mir gerade nicht wirklich vorstellen, das die dänische Polizei DDR - Flüchtlinge ausgeliefert hat?

Aber nun mal weiter mit deiner Geschichte, Doc.

LG

Sparta


Spartacus,
da gab es mal nen vorfall in der botschaft, in börlin. [wink]

gruß vom Torsten [hallo]
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon augenzeuge » 24. August 2014, 16:33

vs1400 hat geschrieben: Spartacus,
da gab es mal nen vorfall in der botschaft, in börlin. [wink]

gruß vom Torsten [hallo]


Dieser Vorfall konnte kaum eine Rolle gespielt haben. Er passierte 1988 im Rahmen der Botschaftsbesetzungen und er hatte Konsequenzen für die dänischen Diplomaten zu Folge.
viewtopic.php?f=4&t=5596&p=108215

Meines Wissens haben Dänen nie DDR-Flüchtlinge ausgeliefert. Im Gegenteil, seit 1961 wurden sie sogar intensiv beschützt, wenn sie in Dänemark verfolgt wurden.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 24. August 2014, 16:56

Nur ein Gerücht, mit der Kenntnis von heute eher auch unwahrscheinlich.
Die schändlichen Vorgänger später in der Botschaft in Ost- Berlin sind nicht vergleichbar.



Der Toreby- Yachtclub

Durch einen Irrtum lief ich genau eine andere Schnellstraße entlang wieder hinaus aus der Stadt.
Es war nicht diejenige Schnellstraße, auf welcher ich am Morgen aus Richtung Gedser in die Stadt gekommen war.
Es hätte mir eigentlich sofort auffallen müssen. Denn der Weg führte mich dieses mal über eine große Klappbrücke.

Das große Einkaufszentrum auf der anderen Seite der Brücke gab es zu der Zeit dort noch nicht.
An der Stelle war damals nur das Gelände einer Baumschule oder Gärtnerei.
Zur Not wäre dort bestimmt ein guter Platz für eine Nacht, dachte ich.
Der leicht aufsteigende Bodennebel zwischen den Baumreihen deutete aber auf einen recht feuchten Untergrund hin.
Ich beschloß erst einmal, mich lieber nach einem besser geeigneten Schlafplatz umzusehen.

Ich weiß nicht warum, aber wie von einer fürsorglichen Hand gelenkt, verließ ich die Brücke und erreichte, wirklich wie ferngesteuert,
den schon von weitem und von der Brücke aus zu sehenden Bootsklub.
Genauer den Sportboothafen des Toreby- Segelklubs von Nyköbing.

Auf dem Clubgelände gibt es abseits einen Platz auf dem kleine Boote an Land aufgebockt herum standen.
Diese wurden anscheinend nur sehr selten benutzt obwohl für solche Boote gerade zu dieser Zeit Hauptsaison war.
Eines dieser Boote war etwas größer und hatte eine geräumigem Kajüte. Genau das richtige für eine Nacht.
Die Kajüte schien auch groß genug. Und weil das Boot auf einem Ständer an Land, und damit etwas höher gelagert war,
konnte von draußen niemand direkt in die Kajüte hinein gucken.

Hinten am Boot war eine Art Leiter angelehnt. Ich stieg hinauf.
Die Kajütentür war auch nicht verschlossen und so ging ich einfach hinein.

Aus den etwas entfernt liegenden Booten im Wasser hörte ich Musik, Stimmen und immer wieder lautes Lachen.
Das war sicher eine sommerliche Party an Bord von einem der Segelboote.
Erschöpft schlief ich dann trotz Lärm sehr schnell ein.
Der erste richtige Schlaf nach 36 aufregenden Stunden.
Und die erste Nacht in der Freiheit.

So gegen Mitternacht erwachte ich und fühlte mich besonders gut erholt.
An Schlaf war jedenfalls nicht mehr zu denken.
Ich verlasse die Kajüte und erkunde im Schutze der Dunkelheit vorsichtig das Hafengelände von dem Bootsklub.

Die Party auf dem Boot war wohl auch schon zu Ende denn im Hafen war nun alles ruhig.
Zu dem Segelklub gehörte ein recht modernes Clubhaus mit sanitären Einrichtungen für die Mitglieder und Gäste des Bootsclubs.
Alles sehr sauber und gepflegt. Und das beste: Die Tür wurde auch in der Nacht nie abgeschlossen.
Ich erfrischte mich und ging zurück zum Boot. Den Rest der Nacht schlief ich dann sehr fest.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 24. August 2014, 17:09

Sirius hat geschrieben: 50 % Zoll in DM auf ein Farbfernsehgerät - gerechnet nach DDR-Verkaufspreisen - kann man durchaus als dreiste "Abzockerei" ansehen, um die Staatskasse aufzufüllen, und das auch noch von Privatleuten für Weihnachtsgeschenke. Fair wäre doch dann der Umtauschkurs im Warenhandel von 1:4,5 gewesen oder ein deutlich niedriger Prozentsatz, oder zumindest über die Weihnachtsfeiertage ein temporäres Aussetzen solcher Abzockerei. Das mit der dreisten Abzockerei für Weihnachtsgeschenke hat wohl auch "Wosch´s Zöllner" so gesehen.

Natürlich kann man das und das war es mit Sicherheit auch, aber nun kommt mein Aber.Es kann nicht die Aufgabe eines Zöllners sein diese Abzockerei gerade zu biegen, er hat die Aufgabe diese Regelungen seines" Arbeitgebers"durchzusetzen oder notfalls eben den Job aufzugeben. Auch so manche Geschwindigkeitskontrollen in heutiger Zeit an völlig unsinnigen Stellen sind eindeutig Abzockerei, dienen nur dazu die Staatskasse aufzubessern, trotzdem kann der Staatsbedienstete nicht persönlich die Entscheidung treffen seinen Blitzer ab und an mal abzuschalten, weil gerade Weihnachten ist.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon karnak » 24. August 2014, 17:28

Interessierter hat geschrieben: Ich habe es nicht einmal erlebt, dass jemand die Stufen hinaufgeklettert ist, um von oben auf die Plane zu schauen. Selbst wenn es ein oder zwei Mal geschehen ist und ich es einfach nach den vielen Jahren vergessen habe, macht es Deine Aussage nicht richtiger.

Wenn Du es so gehandhabt hast, will ich das auf keinen Fall bezweifeln oder wenn die in Deiner Schicht Dir untergebenen es so handhabten, heißt es noch lange nicht, dass ohne Dich in anderen Schichten genauso 200prozentige gab.



Schlußendlich schließe ich mich gerne Volkers Meinung, dass ja wohl nicht so viele Menschen hätten über Güst fliehen können, wenn alle Handhabungen und Menschen so 200prozentig gedacht und funktioniert hätten, wie vielleicht Du.


[grin] Na dann, wenn Du das nicht einmal erlebt hast steht wohl Aussage gegen Aussage. Ich frage mich dann allerdings warum man ansonsten alles dafür getan hat diese Grenze undurchlässig zu machen, wenn man andererseits so leichtfertig beim Verhindern von eventuellen Republikfluchten vorgegangen ist, dass hat durchgehen lassen.
Ich habe aber nun die Vermutung, Deine Schilderung, dass nicht einmal erlebt zu haben hat etwas damit zu tun, dass Dir meine Fragen und Erläuterungen zur Flucht von dem Dr. nicht gefallen.
Und mit 200% hat das nichts zu tun, wenn ein Zöllner die ihm gestellten Vorgaben erfüllt und durchsetzt. Erklärt er sich bereit diese Arbeit zu tun ist er dazu verpflichtet. Die moralische Bedenklichkeit des DDR-Grenzregimes lasse ich dabei außer Acht. In jedem Fall kann es nicht die Aufgabe eines Zöllners sein, die Vorgaben seines Arbeitgebers zu"sabotieren" oder bewusst unzureichend durchzusetzen, weil er meint kein 200%iger sein zu wollen, oder diese Vorgaben für falsch hält, oder weil gerade Weihnachten ist.
Und gibt es denn ein paar Zahlen wie viele über diesen Weg in den Westen verschwunden sind? Weil Du doch meinst eben diese Kontrollen sind nicht so oft, eher gar nicht durchgeführt worden.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 24. August 2014, 17:48

Tag 3 der Flucht

Erst spät am Morgen wachte ich auf. Ich fühlte mich etwas benommen aber dennoch glücklich.
Die Morgensonne wärmte mich endlich. Eine Decke hatte ich in dieser Nacht noch nichtnoch nicht.
Den ganzen Tag verbrachte ich dann wieder in der Stadt. Es gab ja so viel neues zu sehen.
Am Abend schlich ich wieder zurück auf "mein" Boot.
Diese Nacht war jedoch anders. Ich konnte zuerst nicht einschlafen.
Das Boot war durch die Sonne am Tag immer noch stark aufgeheizt.

Nachdem die Sonne endlich untergegangen war, schlief ich für wenige Stunden ein.
Nach Mitternacht wachte ich wieder auf und war hellwach.
Ich begab ich mich zu der nahen Reihenhaus- Siedlung auf Erkundungstour.
Dort schaute ich durch die Fenster. Lauter glückliche Menschen.
Einer spielte am Computer ein Spiel.
Ich sah ihm von einem Gehweg aus etwas länger zu denn so etwas hatte ich noch nie gesehen.
Ich sehnte den Tag herbei, an dem das alles auch für mich etwas ganz selbstverständliches sein würde.

Bald stellte ich zu meiner Freude fest, dass die Dänen ihre Autos nachts so gut wie gar nicht abschlossen.
Fortan fand ich hier und da ein Paar Münzen und Pfandflaschen. Und auch endlich eine richtige Wolldecke für die Nacht.
Auf einem Pickup stand sogar einmal eine ganze volle Kiste Tuborg- Bier. Ich nahm sie natürlich mit zum Boot.
Nicht das ich Bier damals besonders mochte.
Ich sah eher das Pfandgeld darin und außerdem könnte ein kleiner Vorrat an Getränken nicht schaden.

So vergingen die folgenden Tage und Nächte alle in etwa immer gleich.
Nachts streunte ich wie ein Waschbär durch die totenstille Reihenhaus- Siedlung,
um gleich am Tag darauf die eingesammelten Pfandflaschen in Geld umzutauschen.
Zusammen mit den Münzen aus den Autos sammelte ich Stück für Stück eine stetig wachsende Summe dänischer Kronen.
Ich achtete streng darauf das ich nie mehr ausgab als ich in der Nacht zuvor "eingenommen" hatte.

An einem der folgenden Tage versuchte ich nach Kopenhagen zu trampen.
Unterwegs traf ich einen jungen Engländer. Er war auch ein Anhalter.
So sehr er sich aber auch anstrengte, es hielt einfach keiner an.
Wir wechselten ein paar Worte auf Englisch und gingen dabei ein ganzes Stück zusammen die Schnellstraße entlang.
Er war viel schneller als ich und versuchte dabei sichtlich von mir weg zu kommen. Ich ließ ihn Abstand gewinnen.
Nach wenigen Kilometern war er auch schon wieder verschwunden.
Ich brach dann wenig später meinen Versuch nach Kopenhagen zu trampen ab und ging zurück in die Stadt.
Die Straße war einfach nicht dazu geeignet um Anhalter aufzunehmen. Da konnte kein LKW rechts ranfahren.

Das wichtigste war nun möglichst unauffällig zu sein.
Und dazu paßte nun mal kein unrasiertes Gesicht wie bei einem Landstreicher.
Ich besorgte mir also am folgenden Tag einen Beutel Einwegrasierer.
Der Rasierschaum war unbezahlbarer Luxus, ich ersetzte ihn einfach durch aufgeschäumte Seife.
Das brannte ganz schön aber man gewöhnt sich dran.
Das wenige Geld wollte ich für wichtigere Sachen zusammen halten.

Das Essen wurde dank meiner nächtlichen Touren mit jedem weiteren Tag immer ein Stück abwechslungsreicher.
Ich leistete mir für einen recht hohen Kronen- Betrag Lachsschinken und eine ganze Stange Baguette.
Besonders gerne trank ich die dänische Jolly- Cola aus den kleinen Flaschen.

In der Nähe des Stadthafens von Nyköbing fand ich in einem alten Speichergebäude sogar einen Lebensmittel- Discounter.
Hier war alles noch ein Stück günstiger als im IRMA Supermarkt direkt in der Fußgängerzone.
So konnte ich es sicher noch eine ganze Zeit lang auf dem Boot aushalten.
Und ich hielt es für günstig wenn ich eine ganze Zeit wie vom Erdboden verschluckt und unentdeckt blieb.
Das würde es meinen Verfolgern unmöglich machen, irgendeine Spur zu verfolgen.

Und Spuren gingen sie, wie ich heute aus den Erzählungen meines Onkels weiß, so einigen nach. Die klammerten sich an alles.
So hatten sie kurz nach meiner Flucht in der Nähe von Berlin eine ganze Siedlung umstellt,
um dann erst am Haus Haus meines Onkels zu klingeln. Die wollten sogar auf dem Dachboden nachgucken.
War natürlich ein Schuss in den Ofen. Und eine Beleidigung für mich. Dachten die wirklich ich bin so dumm ?
Wie sie die Verfolgung aufnahmen, oder es zumindest versuchten, wird aber Gegenstand eines anderen Berichtes sein.

Zurück nach Dänemark.
Dort wird gleich ein Mann im Verlauf der weiteren Ereignisse auftauchen.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Dr. 213 » 24. August 2014, 17:53

Der Mann aus dem nichts

Eines Nachmittags traf ich bei meiner Rückkehr zum Bootsklub einen Mann.
Ich mußte ihn übersehen haben denn er kam, für mich sehr überraschend und wie aus dem nichts heraus, geradewegs direkt auf mich zu.

Auf "mein" Boot konnte ich erst einmal nicht gehen denn das hätte der Unbekannte natürlich gesehen.
Einen Rückzieher wollte ich aber auch nicht machen also ließ ich ihn näher an mich herantreten.
Er merkte schnell das ich deutscher war. In recht gutem Deutsch und mit skandinavischem Akzent fragte er mich,
ob ich auch Urlauber bin und was ich hier machen würde. Ich erfand sofort eine recht plausible Geschichte.

Ich sei aus Hamburg und mit meinen Eltern auf einem Segelurlaub hier.
Der Mann fragte auch gleich ob ich zu irgendeinem Boot gehören würde.

Ja, antwortete ich ohne lange zu zögern, ich würde hier auf das Boot meiner Eltern warten und es würde
ungefähr innerhalb der nächsten 2 Stunden hier vorbei kommen um mich hier im Hafen abzuholen.
Der Mann fragte mich so ganz betont beiläufig, und als ob es ihn gar nicht besonders interessieren würde,
nach dem Namen dieses Bootes. Darauf fiel mir spontan der Name "Tetje" ein.
Und Tetje, so hieß der Ausbildungskutter auf dem ich mal in Warnemünde während der GST Ausbildung gerudert bin.
Und dieser stand ja nur wenige Meter von der Stelle entfernt wo ich vor einigen Tagen in Warnemünde den LKW unbemerkt erklettert hatte.
Tetje paßte also recht gut als Schiffsname und verfehlte darum seine Wirkung auch scheinbar nicht.

Der Mann fragte noch nach dem Heimathafen worauf ich ohne zu zögern “Hamburg“ antwortete.
Ganz schön gewagt, denn hat Hamburg überhaupt einen Sportboothafen ?
Heute weiß ich, natürlich hat auch Hamburg so etwas. Sogar mehrere.

Dann lobte ich noch die Gastfreundlichkeit der Dänen in den höchsten Tönen und das wir immer jedes Jahr
gerne hier in den Ferien sein würden. Zum Schluß wünschten wir uns gegenseitig noch eine schöne Urlaubszeit
und einen angenehmen Spätsommer und verabschiedeten uns dann endlich.

Ich tat so, als wartete ich wirklich auf die Ankunft von "Tetje".
Genau so plötzlich wie der Mann gekommen war verlor ich ihn wieder aus den Augen.
Oder viel mehr, hatte ich vor lauter Aufregung nicht darauf geachtet wohin der Mann verschwunden war.
Mein Gehirn ratterte nämlich auf Hochtouren. Hatte ich das richtige gesagt ?
Wer war dieser neugierige Typ überhaupt ?
War es ein Agent aus dem Osten der nach genau mir suchte ?
Zweifellos hatte die DDR hier so dicht an der Grenze bestimmt auch ihre eigenen Spione und Helfer.

Zurück auf „mein“ Boot konnte ich erstmal nicht sofort, soviel stand fest.
Erst nach Sonnenuntergang schlich ich wieder vorsichtig zum Boot.
Mein unauffällig angebrachtes Zeichen an der Kajütentür war unversehrt.
Also war in der Zwischenzeit niemand hier gewesen.

Eines war aber klar, ich mußte von hier weg. Und zwar so schnell wie möglich.
Oder lieber doch nicht ? Nein, es muß sein. Gleich morgen früh.
Der Mann konnte nämlich sehr wohl ein Ost- Spitzel gewesen sein.
Ich räumte die Kajüte etwas auf denn ich wollte keinen Saustall hinterlassen.
Die noch nicht geleerten Bierflaschen aus der Kiste kippte ich schäumend aus. Um das Bier tat es mir nicht Leid.
Ich packte meine kleine Tasche schon mal für den nächsten Tag fluchtfertig zusammen.
In Gedanken ging ich noch einmal diese seltsame Begegnung mit diesem unbekannte Mann vom Bootsclub durch.
Dann schlief ich recht schnell ein.
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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon Edelknabe » 24. August 2014, 17:56

Was mich einmal interessiert, wie kam unser damals blutjunger Doktor eigentlich ausgerechnet auf die gar nicht so dumme Idee, übers Dach eines LKW einzusteigen? War das Zufall aus der Situation heraus, vorher schon ins Auge gefasst oder wie kam das eigentlich? Hatte gar vorher Einer(ein Freund, ein Bekannter etc) mal auf diese Art und Weise schon mal die Biege gemacht

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Re: Rette sich wer kann - Die Flucht des Dr. 213

Beitragvon augenzeuge » 24. August 2014, 17:59

Hallo Doc,

ein paar Fragen. [wink]

Wieviele Tage waren das insgesamt? Hat dir dieses obdachlose Herumlaufen etwa gefallen?

Warum hast du den Kontakt zur deutschen Botschaft nicht gesucht?

Welche Kenntnisse hast du heute über die Vorgänge danach in der DDR?
AZ
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