Mythos Bergbau

Welche Musik ist gut? Einen guten Film gesehen? Büchervorstellungen oder -diskussionen? Irgend ein anderes Thema welches interessiert? Der Bereich für allgemeine Themen welche nicht das Thema DDR/BRD betreffen. Interessante Artikel, aktuelle Ereignisse und Entwicklungen.

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Nostalgiker » 15. März 2014, 11:42

Wenn Du meinst mit Sätzen welche inhaltlich weit unter der Gürtellinie angesiedelt mich zu einer "sachlichen" Diskussion zu animieren ....., tscha Herr Zottmann da kann ich nur sagen; fataler Irrtum vom Amt .....
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 15. März 2014, 11:57

Damit mal was zum eigentlichen Thema kommt!
Wikipedia meint zum Ereignis folgendes:

"Wesentlichstes Ereignis der Neuzeit war der Gebirgsschlag am 13. März 1989, 14:02 Uhr. Beim Zusammenbruch eines größeren Feldes im Schacht des Kalibergbaus „Ernst Thälmann“ während einer Sprengung entstand an der Oberfläche ein Erdbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala. Dabei wurden sechs Menschen verletzt und fast 80 % der Ortsbebauung beschädigt. Praktisch alle historischen Gebäude, das Schloss mit seinen Nebengebäuden, die Kirche und eine Reihe von Privathäusern mussten abgerissen werden. Damit erinnert im heutigen Ortsbild nichts mehr an die lange und wechselvolle Geschichte des Ortes. Noch in einem Umkreis von 12 km mussten beschädigte Gebäude abgetragen werden. Das Beben wurde deutschlandweit registriert. Es war in seiner Stärke dem bis dahin gewaltigsten bergbauinduzierten Beben in Witwatersrand in Südafrika 1977 gleichzusetzen."

Es handelte sich zwar um einen Gebirgsschlag, für den anfänglich der westliche Kaliabbauer verantwortlich gemacht wurde (Verklappung von Wasser) auf die Abbauhalden.
Nach der Untersuchung durch DDR-Seite kam heraus, dass etliche Stützpfeiler um knapp 50% reduziert (anstatt 12m nur noch 6m) waren und diese bei den Sprengungen dann zusammenbrachen.
Allerdings kündigte sich der Gebirgsschlag schon lange vorher an, denn viele Gebäude zeigten bereits schon knapp 1 Monat vorher erhebliche Risse in den Mauerwänden von teilweise 0,5-2cm, was auch durch die dort wohnenden Bürger an das Bergbauamt gemeldet wurde. Es fanden danach auch Untersuchungen statt, wo die Probleme der abgebauten minimierten Stützen erkannt wurde.
Aus ökonomischen Zwängen heraus wurde jedoch nur eine sehr kurze Einstellung des Salzabbaues (Zeitraum der Untersuchungen) vorgenommen.
Es hätte nämlich bedeutet, 17 Quadratkilometer unterirdischer Produktionskapazität einschließlich Werkstätten, Technik usw. stillzulegen, in Einzelteile zu zerlegen und nach oben zu befördern.

Dieser Abschlußbericht wurde jedoch nie in der Öffentlichkeit verbreitet.

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Interessierter » 26. März 2014, 08:34

Experte zum Gruben-Unglück in Völkershausen: "Ein Wunder, dass es nur drei Leichtverletzte gab"

Ein nach dem Unglück von Völkershausen aufgebautes Überwachungssystem in den Thüringer Gruben hat die Gefahr weiterer Gebirgsschläge spürbar verringert.

Der Gebirgsschlag von Völkershausen war nicht der erste und auch nicht der letzte in Thüringen. Aber er stellte eine Zäsur dar, denn es war das stärkste von einem Bergwerk ausgelöste Erdbeben weltweit, bestätigt der Geschäftsführer der Firma "Kutec Salt Technologies", Heiner Marx, in Sondershausen.

Auf mehr als sechs Quadratkilometern stürzten damals binnen Sekunden die Sicherheitspfeiler in der Grube des Kalireviers Merkers zusammen. "Die Oberfläche senkte sich um einen Meter ab und es grenzt an ein Wunder, dass es nur drei Leichtverletzte gab", sagte Marx.

Schon im Juli 1958 hatte es unter Merkers einen Gebirgsschlag gegeben. Am 23. Juni 1975 bebte die Erde im Feld Sünna bei Unterbreizbach.

Die Gefahr eines solchen Ereignisses ist im Revier an der Werra besonders hoch, erklärt der vereidigte Sachverständige für Geotechnik Axel Stäubert. Er beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem Salzbergbau.

Durch den Vulkanismus haben sich in dieser Region Basalt-Schollen wie große Würfel im Deckgebirge verkeilt. Sie stürzen großflächig zusammen, wenn es zum explosionsartigen Einsturz der großen Stützpfeiler aus Carnallitit kommt, wie in Völkershausen geschehen.

Der Rest hier:
http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... -927519630
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 27. März 2014, 21:15



Seit März 2012 werden die mittelalterlichen Bergwerke von Dippoldiswalde und Niederpöbel (Osterzgebirge) bis in Tiefen von 28 m unter der Oberfläche archäologisch und geologisch untersucht. Das Projekt „ArchaeoMontan -- Mittelalterlicher Bergbau in Sachsen und Böhmen" ermöglicht die Erforschung des Altbergbaus im Erzgebirgsraum auf eine breite wissenschaftliche, technisch-methodische Basis zu stellen. Der Kurzfilm bringt einen Blick auf die Methoden unter Tage.

www.archaeomontan.eu

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 17. April 2014, 11:34

Zitat:
In riesigen Halden im Erzgebirge lagert ein Schatz. Rohstoffe pur, Mineralien und Metalle. Forscher des Helmholtz-Instituts für Ressourcentechnologie in Freiberg (HIF) beginnen heute in Altenberg mit der bislang größten Bohrkampagne. „Wir wollen wissen, was in den Halden noch an Erzen enthalten ist und ob sich ein Abbau lohnt“, sagt Institutsleiter Jens Gutzmer.

Abwasser und Schlamm aus der Erzaufbereitung wurden nach 1900 in große Staubecken gespült. Feste Sandsedimente sind dies heute, mit sehr geschätzten Zutaten darin. Dort befinden sich vor allem noch Zinn, Zink, Silber, Wolfram, Lithium und Indium – alles, was vor ein paar Jahrzehnten technologisch noch nicht aus dem Gestein zu holen war. Grob geschätzt sind noch 6.000 Tonnen Zinn in der Altenberger Halde. Bestätigen dies die Bohrungen, dann wäre der Wert allein vom Zinn in dieser einen Halde rund 100 Millionen Euro. Und 20 derart große Halden gibt es im Erzgebirge. Die sollen nun chemisch bewertet werden...]

http://www.sz-online.de/nachrichten/wis ... 20427.html

Na dann Bergbau nach dem Bergbau!

Glück Auf!

pentium
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Spartacus » 17. April 2014, 17:52

Na wäre doch prima, bringt Arbeit und die 20 Halden verschwinden dann auch.

LG

Sparta


Ich bin stolz darauf, kein Smartdingsbums zu besitzen.
Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
Habeck und Baerbock in die Produktion. Die Grünen sind eine fortschrittsfeindliche Sekte.



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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 17. April 2014, 18:05

Ein Abbau wäre frühestens in drei bis fünf Jahren möglich. Die Freiberger Forscher wollen zudem neue Technologien entwickeln, um an die verborgenen Rohstoffe überhaupt heranzukommen.

Steht in meiner Tageszeitung.

Hier mal eine kleine Diskussion der Fachleute zum Thema:
http://forum.untertage.com/viewtopic.ph ... 75#p107851

Glück Auf!
pentium

Mein Erzgebirge,
hoch über dunklen Schächten lauscht deiner Halden wilde Einsamkeit.
Still raunen sie von guten Himmelsmächten,
von Berggeschrei aus längst vergangener Zeit.

Edwin Bauersachs
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon HPA » 17. April 2014, 19:12

Altenberg ist für seine Zinnwalditvorkommen sehr bekannt. Und für seinen Pyknit [wink]
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 17. April 2014, 19:26

Stimmt! HPA
Die Lagerstätte in Altenberg, der sogenannte Zwitterstock erwies sich im Laufe der Jahrhunderte als bedeutendste Zinnlagerstätte Mitteleuropas.
http://www.bergbautradition-sachsen.de/ ... berg-v.htm

mfg
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 14. Mai 2014, 21:09

Hunderte Tote bei Grubenunglück in der Türkei

Zitat:
Beim schwersten Grubenunglück in der Türkei seit über 20 Jahren sind mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Energieminister Taner Yildiz sprach am Kohlebergwerk Soma in der Provinz Manisa von mindestens 205 Todesopfern. Er befürchte aber einen weiteren Anstieg der Opferzahl, da die Hoffnung abnehme, noch Überlebende zu retten. In dem Bergwerk war nach einer Explosion ein Feuer ausgebrochen.

"Es ist schlimmer, als zunächst erwartet", sagte der Minister. Möglicherweise werde die Zahl der Opfer die des bislang schwersten Grubenunglücks in der Türkei im Jahr 1992 übersteigen. Damals waren 263 Menschen ums Leben gekommen. Yildiz machte auf Nachfrage von Reportern keine Angaben zu der genauen Zahl der Kumpel, die noch unter Tage eingeschlossen sind. Er hatte zuvor gesagt, insgesamt seien zum Zeitpunkt des Unglücks 787 Arbeiter in der Zeche gewesen. Der Verbleib von 363 Arbeitern sei geklärt. Darunter seien auch die Toten sowie 80 Verletzte. Die meisten Opfer seien an Kohlenmonoxidvergiftungen gestorben...]

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panor ... erkei.html

Erdogan spielt Grubenunglück herunter

"So etwas passiert eben"

Es liege in der Natur des Bergbaus, dass es Unglücke gebe, führte Erdogan weiter aus - und berief sich auf Unfälle aus dem 19. und 20. Jahrhundert. "Wenn wir in die Geschichte gehen, sind in England 204 Menschen im Jahr 1862 gestorben. 361 Menschen im Jahr 1866. Wieder in England 290 Menschen im Jahr 1894." ...

http://www.spiegel.de/politik/ausland/g ... 69413.html

Was für ein Trost für die Angehörigen, nicht zu fassen!

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon augenzeuge » 15. Mai 2014, 19:07

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[angst]
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Interessierter » 18. Mai 2014, 06:41

Grubenunglück in der Türkei: Polizei setzt Opfer-Anwälte fest

Die Stimmung in Soma ist angespannt: Niemand will verantwortlich sein für das Unglück. Die Polizei nimmt Opfer-Anwälte fest, sperrt sie ein und kontrolliert Zufahrtswege. Neue Bilder von Premierminister Erdogan sorgen außerdem für Ärger.

Auf die Fragen, was die Ursache der Katastrophe war, ob und gegen wen es Ermittlungen gebe und wer die Verantwortung trage, erhielten die Angehörigen der Opfer keine Antwort. Stattdessen wurden am Samstag 15 Anwälte, die den Familien helfen wollten, von der Polizei ohne Angabe von Gründen festgenommen und in eine Sporthalle gesperrt. Türkische Nachrichtensender zeigten Bilder von Menschen in Handschellen. Mehrere Journalisten berichteten, sie hätten gesehen, wie die Festgenommenen geschlagen und ihnen die Hände auf den Rücken gefesselt worden seien.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/g ... 70011.html
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Interessierter » 19. Mai 2014, 07:01

Kölns Oberbürgermeister rät Erdogan zu Absage

Am kommenden Wochenende will der türkische Ministerpräsident in Köln eine Rede halten. Doch der Auftritt ist umstritten, 10.000 Demonstranten werden erwarten. Inzwischen klagt die Türkei drei Manager des Bergwerks an, in dem letzte Woche rund 300 Menschen starben.

Vor dem für das kommende Wochenende geplanten umstrittenen Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln bereitet sich die örtliche Polizei auf einen Großeinsatz vor. Zu Kundgebungen gegen den wegen seines Umgangs mit dem Bergwerksunglück in Soma in der Kritik stehenden Erdogan hätten sich bereits mehr als 10.000 Demonstranten angemeldet, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Montag unter Berufung auf die Behörden. Den womöglich größten Protest organisiere die Alevitische Gemeinde Deutschland.

Der Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) riet Erdogan indirekt, den Besuch abzusagen. „Für mich als verantwortungsbewusster Politiker wäre die Entscheidung angesichts der dramatischen und noch zu klärenden Ereignisse mit so vielen Toten klar - es gibt jetzt Wichtigeres, als reine Wahlkampftermine im Ausland wahrzunehmen“, sagte er der Zeitung. Zuvor hatten bereits Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien den geplanten Auftritt kritisiert.

http://www.faz.net/aktuell/politik/tuer ... 46193.html
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 3. Juni 2014, 17:09

Bau eines Kupferbergwerks in der Lausitz wird unwahrscheinlicher

Zitat:
Cottbus (dpa) Der Bau eines Kupferbergwerks in der Lausitz rückt in weite Ferne. Es stehe kein Datum fest, ab wann Kupfererz in der Region bei Spremberg abgebaut werden könne, teilte das Bergbauunternehmen KSL Kupferschiefer Lausitz am Donnerstag mit. Seit 2007 gab es Vorbereitungen für den Abbau in einer Lagerstätte, die im Süden Brandenburgs und Teilen Sachsens liegt. 2013 war der Abbaubeginn noch auf etwa 2024 beziffert worden. Am Mittwoch wurde nun mitgeteilt, dass die Geschäftsstelle in Spremberg geschlossen und die weitere Planung von der Muttergesellschaft in den USA verfolgt wird. Hauptgrund für diesen Schritt seien sinkende Kupferpreise. Das Unternehmen halte aber weiter daran fest, Kupfererz in der Lausitz abbauen zu wollen...]

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1279381/

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon HPA » 3. Juni 2014, 17:15

Zumindestens hat man schon mal die Claims abgesteckt.
HPA
 

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon vs1400 » 3. Juni 2014, 21:37

derartige sondierungen gab es ja auch im mansfelder- revier.
ich sehe es wie HPA,
man steckt schon heute die abbaugebiete für die zukunft ab, denn ab irgendwann und das ist sicher, werden sogar heutige abraumhalden zur lohnenswerten investition.

gruß vs [hallo]
vs1400
 

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 4. Juni 2014, 19:30

Für unsere Tagebauexperten!

Der Tagebau Welzow-Süd ist ein Braunkohletagebau in der südlichen Niederlausitz im Landkreis Spree-Neiße, der von der Vattenfall Europe Mining AG betrieben wird. Im Tagebau Welzow-Süd werden bis zu 20 Millionen Tonnen Braunkohle im Jahr gefördert.
Der Tagebau Welzow-Süd ist der Hauptversorger für das Kraftwerk Schwarze Pumpe, sowie für die Brikettfabrik Schwarze Pumpe.

1957 begannen die ersten Rodungsarbeiten und Planierungen. Im Jahre 1959 begann die Entwässerung des Abbaufeldes durch Entwässerungsstrecken (Schachtholz-Legung). Die Aufschlussbaggerung erfolgte am 19. November 1962, die erste Kohle wurde am 14. November 1966 für das Gaskombinat Schwarze Pumpe gefördert. Aufgrund der stetig ansteigenden Mächtigkeit des Deckgebirges wurde im Jahre 1969 mit der Montage der ersten 60-Meter-Abraumförderbrücke der Welt begonnen. Diese begann Ende 1972 mit dem Probebetrieb und begann im Frühjahr 1973 in den regulären Förderbetrieb.

Bis zum Jahr 2011 wurden durch den Braunkohleabbau 17 Dörfer abgebaggert.[4] Dem Tagebau weichen mussten überwiegend sorbische Dörfer: Dollan (Dolań),Geisendorf (Gižkojce), Gosda (bei Spremberg) (Gózdź), Groß Buckow (Bukow), Haidemühl (Gózdź), Jessen (Jaseń), Josephsbrunn, Kausche (Chusej), Klein Buckow (Bukowk), Klein Görik (Gorki), Pulsberg (Lutoboŕ), Radeweise (Radojz), Roitz (Rajc), Sagrode, Stradow (Tšadow), Straußdorf (Tšuckojce), Wolkenberg (Klěšnik)

Der geplante Tagebau Welzow-Süd – Teilfeld II

http://www.lausitzer-braunkohle.de/feld_welzow.php

Quelle: Wiki

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Sirius » 4. Juni 2014, 19:55

pentium hat geschrieben:
Bis zum Jahr 2011 wurden durch den Braunkohleabbau 17 Dörfer abgebaggert.[4] Dem Tagebau weichen mussten überwiegend sorbische Dörfer: Dollan (Dolań),Geisendorf (Gižkojce), Gosda (bei Spremberg) (Gózdź), Groß Buckow (Bukow), Haidemühl (Gózdź), Jessen (Jaseń), Josephsbrunn, Kausche (Chusej), Klein Buckow (Bukowk), Klein Görik (Gorki), Pulsberg (Lutoboŕ), Radeweise (Radojz), Roitz (Rajc), Sagrode, Stradow (Tšadow), Straußdorf (Tšuckojce), Wolkenberg (Klěšnik)

Der geplante Tagebau Welzow-Süd – Teilfeld II

http://www.lausitzer-braunkohle.de/feld_welzow.php

Quelle: Wiki

mfg
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Für die Bewohner war die Zwangsumsiedlung sicher keine schöne Erfahrung. Wie sah es mit der Entschädigung aus? Da bekam doch sicher jeder für seine alte Hütte ein neues Haus an anderer Stelle hingestellt?
Sirius
 

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 4. Juni 2014, 20:07

Hier mal ein Link zu einem ausführlichen Beitrag über die Umsiedlung und den Unterscheid DDR und Heute. In der DDR gab es meistens eine "schicke Neubauwohnung." Kenne ich von Bekannten südlich von Leipzig. Die bekamen eine Neubauwohnung in Borna.

http://www.archiv-verschwundene-orte.de ... lung/67878

Im Gebiet der Sorben geht es viel auch um die Kultur welche bei solchen Abbruchmaßnehmen verloren geht!

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Sirius » 6. Juni 2014, 18:18

In dem Video, welches erst ein paar Tage alt ist, geht es - anders als der Titel vermuten lässt - auch um den Braunkohleabbau und die damit verbundenen Probleme der Umsiedlungen in Deutschland. @Edelknabe, schau dir das Video einmal an. Welchen Sinn würde es machen, Braunkohle vom Osten in den Westen Deutschlands zu liefern, wenn der Westen Deutschlands wiederum in die Schweiz liefert?


http://www.srf.ch/player/tv/rundschau/v ... form_anker
Sirius
 

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 10. Juni 2014, 14:32

Bilder der lausitzer und mitteldeutschen Braunkohlenindustrie

Ostkohle.de soll einen Überblick über die Tagebaue, Kraftwerke und Brikettfabriken in der Lausitz und Mitteldeutschland verschaffen.

http://www.ostkohle.de/index.html

Glück Auf!
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Interessierter » 24. Juni 2014, 11:08

Riskante Billig-Energie: Der wahnwitzige Braunkohle-Boom

Stromerzeugung aus Braunkohle ist extrem schädlich für unser Klima - doch in Deutschland ein Milliardengeschäft. In der Lausitz sollen nun sogar neue Tagebaue entstehen. Welche Folgen hat das und wie reagieren die Menschen in der Region?

Weiter hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 70690.html
Interessierter
 

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 24. Juni 2014, 12:36

Braunkohle ist nun einmal nach der Kernenergie die billigste Form der Stromerzeugung. Die Stromnetze sind da, die Braunkohle ist da und die Co2-Zertifikate sind ebenfalls da!

Zitat:
Der für die Energiewende unerlässliche Stromnetzausbau stockt. Von den Projekten des aktuell laufenden Ausbauprogramms EnLAG sei im ganzen Jahr 2013 kein einziger neuer Leitungskilometer tatsächlich gebaut worden, sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, der dpa.

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/netzausbau112.html

Über den geplanten Tagebau Welzow-Süd – Teilfeld II wurde schon weiter vorne berichtet!
Nun muss man hier auch trennen, denn das eine ist das Klima und die Enegiewende und das andere eben Bergbau. Gut, man kann den Tagebau schließen und dafür die Kohle für die Kraftwerke aus den USA exportieren.

Hier ein paar Leserkommentare aus SPON zum Beitrag

6. Eine unbequeme Wahrheit
wuxu heute, 11:30 Uhr
1. Die Hälfte der weltweiten Kohle wird in China verbrannt. 2. Wenn die Kohle nicht mehr aus Deutschland kommt, dann kommt sie aus dem Ausland. 3. Es ist für die Deutschen immer schon ganz toll gewesen, die Drecksindustrie in das Ausland zu verlagern. 4. Ob in China ein Sack Reis umfällt oder die Deutschen die gesamte Kohleproduktion stoppen würden, für den weltweiten Kohleverbrauch tut sich gar nichts.


20. Meine Meinung
holyfetzer86 heute, 11:59 Uhr
Unglaublich wie tendenziös der Artikel von SPON wieder ist. Aber immerhin über die Autoren Janosch Delcker Jahrgang 1985. Studium der Literatur-, Medien- und Musikwissenschaft in New York, Berlin und Salamanca. 2009 Bachelor of Arts an der Humboldt-Universität Berlin, 2011 Master of Arts an der New York University. Fulbright-Stipendiat. Christoph Seidler Jahrgang 1979, geboren in Halle (Saale). Volontariat bei SPIEGEL ONLINE. Studium der Internationalen Beziehungen in Dresden, Lausanne, Berlin und Oslo. Martin Sümening Jahrgang 1977. Geboren und aufgewachsen in Rinteln an der Weser. Zog gen Westen, studierte Politik, Geschichte und Anglistik in Köln und Madrid. Diese Leute mit ihrem themanahen wissenschaftlichen Hintergrund müssen natürlich wissen was gut für uns ist. Gar keine Frage. Die Befürworter dagegen sind alle bezahlte Brandstifter und bekommen daher auch nicht mehr als einen kleinen, verleumdenden Absatz geschenkt...]

Zukünftig können uns ja bei Versorgungsengpässen unsere Nachbarn
aushelfen:

Laut EU-Kommission sollen europaweit Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 104 Gigawatt gebaut werden - das entspräche 69 neuen Atommeilern. Demnach sollen etwa in Polen schon im kommenden Jahrzehnt sechs neue AKW ans Netz gehen, weitere vier in der Tschechischen Republik.

http://www.hannover-zeitung.net/aktuell ... -in-europa

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 25. Juni 2014, 15:14

Sollstedt/Bleicherode Ein Toter und ein Verletzter bei Grubenunglück

In einem stillgelegten Kali-Stollen im nordthüringischen Sollstedt ist am späten Dienstagnachmittag ein Mann ums Leben gekommen, ein zweiter wurde verletzt. Nach Polizeiangaben waren die beiden auf einem Kontrollgang in 700 Meter Tiefe verschüttet worden. Die Grubenrettung habe die Männer über verschiedene Schächte an die Oberfläche gebracht. Bei dem Toten handelt es sich um einen Gutachter. Der Verletzte ist der 69 Jahre alte Chef der NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft (NDH-E). Er wurde mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Seine Verletzungen sollen laut Polizei nicht so schwer sein wie zunächst angenommen. Er bleibe aber für weitere Untersuchungen in der Klinik...

http://www.mdr.de/nachrichten/schacht_s ... 417e7.html

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 16. Juli 2014, 18:18

Gera/Chemnitz. Der ehemalige Uran-Bergbau in Sachsen und Thüringen ist zu rund 80 Prozent saniert. Die Kosten hätten im vergangenen Jahr bei etwa 135,5 Millionen Euro gelegen, teilte die Wismut GmbH in ihrem Umweltbericht 2013 am Dienstag in Chemnitz mit.

Demnach habe der Bund von 1991 bis Ende 2013 insgesamt rund 5,8 Milliarden Euro dafür ausgegeben - 2,7 Milliarden Euro in Sachsen, 3,1 Milliarden Euro in Thüringen. Nach jetzigem Stand könne die Sanierung um 2020 zum größten Teil abgeschlossen werden, hieß es. Pflege- und Instandhaltungsarbeiten sowie die Umweltüberwachung würden hingegen noch auf unbestimmte Zeit fortgesetzt.

Dem Unternehmen zufolge werden sich die Kosten für die Sanierung und die anschließende Umweltüberwachung der ehemaligen Bergwerke und Aufbereitungsanlagen bis 2040 auf etwa 7,1 Milliarden Euro summieren. Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass die Sanierung ohne jene Langzeitaufgaben rund 6,6 Milliarden Euro kosten werde.

Dem Bericht zufolge ist im vergangenen Jahr nun auch in der Uranerzgrube in Königstein in der Sächsischen Schweiz der letzte Schacht verschlossen worden. Damit sei in letzten Grube der Uran-Bergbau nach rund 50 Jahren endgültig beendet, hieß es.

http://www.otz.de/startseite/detail/-/s ... 1963126694

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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 22. Juli 2014, 18:21

Schneeberg lädt zum 518. Bergstreittag

In Schneeberg steht am Dienstag alles im Zeichen bergmännischer Tradition. Zum 518. Mal lädt die Stadt zum Bergstreittag.
Höhepunkt ist die traditionelle Bergparade am Abend - sie startet 17:30 Uhr an der Marienstraße Richtung Zentrum. Danach wird der Berggottesdienst in der St. Wolfgangkirche abgehalten, bevor das Abschlusskonzert auf dem Markt steigt.

Historischer Hintergrund

Nach der Entdeckung der reichen Silbervorkommen um 1470 und dem großen „Berggeschrey“ entwickelte sich der Bergbau in Schneeberg stürmisch. Jedoch waren die Tage reicher Silberausbeute gezählt. Schon dreißig Jahre später war der Ertrag stark rückläufig. Um an die reichen Erzgänge unterhalb der Oberfläche zu gelangen, mußte der Aufwand erhöht werden. Das Betreiben der Gruben wurde teurer, deshalb beschlossen 1496 die Bergbautreibenden - die Gewerke -, den Wochenlohn der Häuer von zehn Groschen um einen Groschen zu „brechen“.

Das Leben der Bergleute war nicht einfach und trotz Privilegien, wie der Freiheit von Militärfrohn sowie verschiedener Steuerfreiheiten, war ihre wirtschaftliche Lage keineswegs rosig. Acht der zehn Groschen mußten sie für Kost und Unterkunft aufbringen; gerade zwei Groschen blieben ihnen, um sich zu kleiden und die Kinder zu versorgen. Zugleich wurden trotz der technischen Entwicklung im Bergbau die Arbeitsbedingungen härter.

In dieser Situation war „das Brechen um einen Groschen“ ein Einschnitt, der nicht hingenommen werden konnte. Die Schneeberger Knappen beschlossen, für diesen einen Groschen zu kämpfen. Dabei ließen sie sich auch von Geharnischten nicht schrecken und konnten so ihre Forderungen durchsetzen.

1498, nach einem erneuten Versuch der Gewerke den Wochenlohn zu kürzen, zogen die Bergleute mit der Knappschaftsfahne, dem Symbol des Bergreviers, aus der Stadt und besetzten den nahegelegenen Wolfsberg. Unter diesem Druck machten die Gewerke ihren Beschluß rückgängig und die Bergleute kehrten in die Stadt zurück. Als ehrfürchtige, religiöse Menschen führte sie ihr erster Weg zu einem Dankgottesdienst in ihre Kirche.

Von da an wurde dem „Schneeberger Streittag“ zu besonderen Anlässen mit einem festlichen Berggottesdienst und Bergaufzug gedacht. Der Streittag wurde zum arbeitsfreien Tag und mit dem Edikt Kurfürst Johann Georgs II. 1665 auf den 22. Juli festgeschrieben, dem Namenstag Maria Magdalenas.

Spätere Versuche, z. B. im 18. Jahrhundert, diesen freien Tag zu streichen, wurden nicht nur abgewehrt, sondern festigten dessen Ruf. Erst aufgrund der Industrialisierung und der Veränderung der sozialen und politischen Bedingungen im 20. Jahrhundert wurde dieser Tag als arbeitsfreier Tag abgeschafft.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurden die Knappschaften als selbständige Organisationen verboten und der Streittag nur noch in beschränktem Umfang begangen.

quelle
http://www.schneeberg.de/html/bergstreittag.html



Bergchoral "Herr der du meine Pfade lenkst"

Hochgeladen am 20.07.2010
Zitat:
Bergstreittag. Dankgottesdienst der Bergleute für einen erfolgreichen Lohnstreit um 1496 im Silberbergbau der Region. Zum Berggottesdienst wirkt neben Bergkapellen, Bergchor, Kurrende (Kinderchor) und Bläsern aus umliegenden Posaunenchören auch seit 1998 die neue Jehmlichorgel mit. Der Bergchoral "Herr der du meine Pfade lenkst" bildet den Abschluß des Gottesdienstes, bevor aus der Kirche wieder mit einem Bergmarsch ausgezogen wird. Nach dem Gottesdienst schließt sich ein Bergaufzug der Bergleute auf dem Marktplatz an. Es erklingen verschiedene regionale Bergparademärsche musiziert von den Bergkapellen der Parade und den Posaunenchorbläsern unter Leitung des Kantors an St. Wolfgang...]

Glück Auf!
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Spartacus » 22. Juli 2014, 18:42

Und wie war das zu DDR - Zeiten in Schneeberg, mit diesem Tag Pentium?

Kannst Du Dich erinnern?

Glück auf

Sparta


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Nicht Deutschland schafft sich ab, sondern Deutschland schaltet sich ab.
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon pentium » 22. Juli 2014, 19:30

Spontan fällt mir nur ein, erst nach 1990 war die St. Wolfsgangskirche wieder Ziel des Bergaufzugs.

Muss mich mal genauer umhören, sparta

Glück Auf!
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Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon HPA » 22. Juli 2014, 21:16

Die Erzgebirgler sind immer so furchtbar stolz auf ihre Silbervorkommen. Dabei wird oft vergessen,dass das meiste Silber im Mansfelder Land gewonnen wurde. Und das in Größenordnungen.
Übrigens sucht man jetzt für die Zinnwalditvorkommen von Altenberg Geldgeber. 70000 to Li werden dort vermutet.Früher ging das Zeug als Abfall auf die Halde oder in den Straßenschotter
HPA
 

Re: Mythos Bergbau

Neuer Beitragvon Volker Zottmann » 22. Juli 2014, 22:21

HPA vergiss mir den Harz nicht! Warum gibt es wohl zwei Orte namens Silberhütte? Nun ja, eine Silberstraße wie im Erzgebirge fehlt allerdings im Harz.

Gruß Volker
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