DDR Opferrente

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 22. April 2013, 18:04

Danke Interessierter,

leider ist das nur Gelabber, mit dem man sich nur profilieren will und das nutzt den Opfern
nur wenig, bis eben gar nichts.

LG

Sparta


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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Interessierter » 20. Mai 2013, 09:07

Unter der Überschrift " Die Opfer leiden weiter " dazu die Meinung eines Zeitzeugen:


Ich bin ein "echter Ausreiser", Antragstellung am 29.04.1986, Ausreise nach 3 Jahren am 29.04.1989 innerhalb von 24 Stunden in einem vorgeschriebenen völlig überfüllten Zug nach dem Notaufnahmelager in Gießen.

Ich habe trotz über 40 Jahre Arbeitsleben nur eine bescheidene Rente 2005 erhalten, da ich weder in der SED noch in der Stasi engagiert war und meinen Handwerksbetrieb nach "DDR-Recht" 1987 an einen "SED"-E-Meister zwangsverkaufen mußte: "aus gesundheitlichen Gründen", wie die Genossen der Abteilung Inneres kundtaten.

Da wir als „negativ-feindliche Elemente“ eingestuft wurden, durfte meine Tochter (Abschluß 10. Klasse mit besten Noten und irrtümlicher Delegierung zur EOS) am ersten Tag nicht das DDR-Gymnasium (hieß EOS = Erweiterte Oberschule) betreten. Die zuständige SED-Stadtschulrätin: „Für den Klassenfeind bilden wir keine Leute aus“.

Meine Frau wurde wegen Nervenzusammnenbruchs in der DDR-Stasi-Psychiatrie (Arnsdorf bei Dresden) "behandelt", wir sollten unbedingt die Anträge zurücknehmen. Als sie 1990 sah, dass das SED-Regime zusammenbrach und vielen arrangierten DDR-Bürgern die Freiheit ohne jedwedes Zutun in den Schoß fiel, wählte sie den Freitod.

Als hätte sie geahnt, dass die Täter davonkommen…

Den ganzen Beitrag findet man hier:
http://www.ddr-zeitzeugen.de/html/die_o ... eiter.html

" Der Interessierte "
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 20. Mai 2013, 15:26

Sehr schön Interessierter.

Das wichtigste steht aber am Schluß.

Zitat:

"Die Täter erhalten heute vom einst bekämpften Klassenfeind Renten mit 30 %-Zusatzversorgungen (lt. Urteil des Bundesverfassungsgerichtes) in Höhe von 1.000 bis 3.500 EUR pro Monat. Uns Opfer behandelt man wie "normale DDR -Bürger nach DDR-Rentenrecht", obwohl mit Urkunde aus der „DDR-Staatsbürgerschaft“ entlassen.

Die Renten der Opfer, die als Andersdenkende in der DDR nicht „hochkamen“, bewegen sich zwischen 650 bis 850 EUR. Das gilt auch für mich als Ausweisinhaber "C", ein amtlicher Flüchtlingsausweis der BRD für anerkannte politische Flüchtlinge und Ausreiser aus der DDR, wurde schon 1992 vom Bundestag zu Makulatur erklärt.

Ehrungen, Ämter, Arbeitsplätze in Parteien, Verwaltungen, politische Positionen wurden den tausenden Andersdenkenden nie angetragen. Unterstützung durch BRD? Fehlanzeige.

Das alles wird festgestellt 17 Jahre nach der "Einheit"; dank eines übereilten Einigungsvertrages, zusammengeschustert von Kohl, Kinkel, Schäuble, Modrow u.a. mit dem folgenschweren Fehler (Absicht?), die SED und die DDR-Vasallen (Grenzoffiziere, NVA, Volkspolizei, Staatssicherheit, Behörden Abteilung Inneres etc.) nicht zu verbrecherischen Organisationen zu erklären, wie NSDAP und GESTAPO nach dem 8.5.1945...

Jährlich erhalten die DDR-Eliten 13 Milliarden EUR des deutschen Steuerzahlers für ihren Kampf des Sozialismus gegen den Kapitalismus in Form von Luxusrenten.

Man lebt in Saus und Braus. „Rot Front!“

Die Opfer leiden weiter und bleiben ungesühnt, die Täter kommen davon, erhalten wegen der Gesetzeslage auch noch Unterstützung von höchsten deutschen Gerichten.

Eine falsch verstandene Demokratie.

Ein veraltetes Wahlrecht mit einer 5 %-Klausel, das kleinen Parteien (wir müßten eine 3,5 Millionen Opferpartei bilden!) nicht erlaubt, ein Netzwerk der angestaubten und fest etablierten „Mächtigen der politischen Klasse“ zu kippen.

Über Opferrenten wird schon lange gestritten im Bundestag. So lange, bis das biologische Ende der Opfer die Angelegenheit un die Zahlungen überflüssig macht.

Machen Sie teure Reisen? Dann treffen Sie überall diese "SED-Reisekader"...


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Re: DDR Opferrente

Beitragvon inel » 20. Mai 2013, 18:59

@spartakus hat geschrieben "........übereilten Einigungsvertrages, zusammengeschustert von Kohl, Kinkel, Schäuble, Modrow u.a. mit dem folgenschweren Fehler (Absicht?), die SED und die DDR-Vasallen (Grenzoffiziere, NVA, Volkspolizei, Staatssicherheit, Behörden Abteilung Inneres etc.) nicht zu verbrecherischen Organisationen zu erklären, wie NSDAP und GESTAPO nach dem 8.5.1945..."

Ja, leider ist das so......man hätte die SED sofort verbieten sollen, das Zeigen der Symbole und Abzeichen, Singen deren Hymne u.s.w. unter Strafe stellen sollen und wesentlich konsequenter mit dem Bestrafen der Täter einschließlich aller Mitläufer vorgehen sollen. Mich hätte es nicht die Bohne interessiert, wenn die alle nach "Siegerjustiz" gejault hätten....... aber von den Täter wäre niemand mehr wirklich "hoch gekommen"..... das wäre man schon den Opfern dieser widerwärtigen Gewaltherrrschaft und ihrer Vollstrecker schuldig gewsen.......

Doch man ließ die Opfer ein zweites Mal sterben.......
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 3. Juli 2013, 17:54

Aktuell sehen die Kriterien für den bezug der Opfer - Rente so aus.

2 .Maßgebliche Einkommensgrenzen:

- für alleinstehende Berechtigte (3-facher Regelsatzbetrag), 1146,- Euro

- für verheiratete oder in Lebenspartnerschaft lebende Berechtigte sowie in eheähnlicher oder lebenspartnerschaftsähnlicher Gemeinschaft lebende Berechtigte ( 4-facher Regelbedarfsatz) 1528,- Euro


- für jedes Kind, für das ein Anspruch auf Kindergeld besteht (1 Regelbedarfssatz) 382,- Euro

http://www.lds.sachsen.de/soziales/inde ... _param=565

Wie ich gerade von einem Rentenbezieher erfuhr, hat man da mal wieder was wichtiges "vergessen" zu erwähnen
, denn zum Gehalt wird auch das Weihnachts - und Urlaubsgeld angerechnet. [mad]

Wer also einen "guten" Arbeitgeber hat, der kann sich dann die Rente auch in die Haare schmieren, da er dann
wahrscheinlich erheblich über die Einkommensgrenze kommt.

Was soll man dazu sagen?

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 23. August 2013, 10:52

Mal wieder eine neue Einschätzung, die tief blicken lässt. [smile]

DDR-Unrecht und Entschädigung in der Bundesrepublik. Nicht-Entschädigung als Menschenrechtsverletzung

Die Entschädigung von Folgeschäden der DDR-Dikatatur ist bis heute unbefriedigend. Während Haftopfer wenigstens zum Teil entschädigt wurden, haben es die Betroffenen von Berufsverboten, Repression, Psychiatrisierung und anderer Verfolgung besonders schwer. Dazu trägt auch bei, dass die Verbände der Verfolgten der DDR sich nur um die Haftopfer bemühten und alle anderen ausgrenzten. So steht auch die Entschädigung von Gesundheitsfolgeschäden in diesem Kontext. Seit Jahren wird eine Beweislastumkehr gefordert, weil Gerichte und beauftragte Gutachter im Umgang mit Betroffenen wenig Sensiblilität, Kompetenz und guten Willen zeigen und darüber hinaus oft medizinische Verantwortung mit politisch gewollter Willkür verwechseln. So ist in diesem Zusammenhang auch die Qualifikation der bestellten Gutachter zu hinterfragen. Es wird erkennbar, dass die Entschädigungen nicht nach rechtsstaatlichen Grundsätzen, sondern im Haushaltsinteresse entschieden werden. Die Menschen, die in der DDR durch ihr Engagement die größte Last trugen, brauchte man nach der Wiedervereinigung nicht mehr. Seinerzeit waren sie aus ideologischem Interesse der Bundesrepublik von zentraler Bedeutung. Die entwürdigen Prozeduren in den Antrags-, Gerichts,- und Begutachtungsverfahren, die oft jahrelang dauern, führen zu einem neuen Unrecht, was die politisch Verantwortlichen hinnehmen, da die Lobby der Betroffenen ohne Bedeutung ist. Die Stiftung Aufarbeitung DDR hat das auf der Veranstaltung “Verweigerte Anerkennung: Auswirkungen bei SED-Verfolgten” thematisiert. Die Referenten kommen zu einer Bewertung der Situation von DDR-Verfolgten, die alarmierend ist. Als Referenten konnte die Stiftung PD Dr. habil. Arnd Pollmann (Philosoph, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Arbeitsstelle Menschenrechte) und Prof. Dr. Jörg Frommer (Direktor der Universitätsklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie Magdeburg) gewinnen. Die Moderation hatte Pfarrer Curt Stauss (Studienleiter der evangelischen Akademie Wittenberg, Netzwerk DiktaturFolgenBeratung). Durch die verweigerte Anerkennung verstärken sich die Geundheitsschäden der Betroffenen in ungeahnter Weise – man spricht von kumulativer Traumatisierung. Damit entstehen für die Gesellschaft zusätzliche Behandlungskosten, die “gespartes Geld” wieder aufbrauchen. Die Auswirkungen für die Betroffenen sind gravierend, viele therapeutische Bemühungen über Jahre werden daurch zunichte gemacht. Das scheint die politisch Verantwortlichen, die sich sonst bei Diktaturthemen gern als Gutmenschen zeigen, wenig zu kümmern. Auch aktuelle politische Entwicklungen verstärken Re-Traumatisierungen von Verfolgten der DDR-Diktatur. So haben nach Aussage der “Vereinigung 17. Juni” Betroffene von DDR-Psychiatrisierung nach dem Bekanntwerden des Falles Gustl Mollath, der nach Medienrecherchen und Aussagen unabhängiger Gutachter zu Unrecht und gegen seinen Willen seit 7 Jahren in der Psychiatrie festgehalten wird, zu Re-Traumatisierungen geführt. Das ist nicht nur glaubhaft, sondern ein Armutszeugnis für den Rechtsstaat. Viele Verfolgte der DDR-Diktatur sehen in der aktuellen politischen Entwicklung der Bundesrepublik und auch der globalisierten Welt Parallelen zu ihren Erfahrungen in der DDR. Auch die Überwachung durch die Geheimdienste und der Umgang mit dem Ex-NSA-Mitarbeiter Snowden gehören dazu, dem die Bundesrepublik aus “Formgründen” humanistische Hilfe verweigert. Die Veranstaltung in der Stiftung Aufarbeitung zeigte klassische Abstinenz der Politik und der Medien.

Hier weiterlesen: http://text030.wordpress.com/2013/07/03 ... troffener/

Besonders bedenklich erscheint mir dieser Satz:

Viele Verfolgte der DDR-Diktatur sehen in der aktuellen politischen Entwicklung der Bundesrepublik und auch der globalisierten Welt Parallelen zu ihren Erfahrungen in der DDR.

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 11:59

Während Haftopfer wenigstens zum Teil entschädigt wurden, haben es die Betroffenen von Berufsverboten, Repression, Psychiatrisierung und anderer Verfolgung besonders schwer.


Was zählen wir dann alles als politisch verfolgt, reicht da auch ein Eintrag im Hausaufgabenheft oder muss es noch mehr sein? Ich musste einmal meinen Pionierausweis für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den Pionierversammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nov65 » 23. August 2013, 12:09

Neun hat geschrieben:
Während Haftopfer wenigstens zum Teil entschädigt wurden, haben es die Betroffenen von Berufsverboten, Repression, Psychiatrisierung und anderer Verfolgung besonders schwer.


Was zählen wir dann alles als politisch verfolgt, reicht da auch ein Eintrag im Hausaufgabenheft oder muss es noch mehr sein? Ich musste einmal meinen Pionierausweis für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den Pionierversammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?


@Neun, genau mit solchen Verhöhnungen von wirklichen Opfern(auch dank Deiner Mitarbeit im Regime) stehst Du außerhalb dieser Userrunde.
Immer wieder legst Du unbewusst Deine Maske ab und ordnest Dich selber zum Kreis damaliger Täter.
Schlimm!
Sei froh, so anonym sein und dennoch die Klappe aufmachen zu dürfen. Ein Aufeinandertreffen mit Opfern könnte für Dich bös' ausgehen.
Andreas
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 12:21

Neun hat geschrieben:Ich musste einmal meinen Pionierausweis für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den Pionierversammlungen ausgegrenzt.


Du Glücklicher, da haste dich aber bestimmt gefreut, wah....ich hab mal versucht aus der PionierOrganisation auszutreten, man liess mich nich und stellte mich zur Aussprache vor ein Klassentribunal....schrecklich....

groetjes

Mara
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 12:28

Statt hier immer die gleiche Keule zu schwingen könntest Du ja einfach einmal mithelfen den nichts sagenden Begriff "andere Verfolgung" hinreichend zu qualifizieren. Ich habe ein selbst erlebtes Beispiel einer "anderen Verfolgung" gebracht und nun kannst Du äußern ob diese bereits zum Empfang dieser Zuwendung berechtigt, oder wo wir die Grenze ziehen wollen.

Nicht mehr und nicht weniger! Wer hier wo steht hat mit diesem Thema nichts zu tun, dafür eröffne doch bitte, so rät es der Interessierte immer, ein eigenes Thema wenn Du da Gesprächsbedarf siehst. Ich für meinen Teil, dies sei Dir versichert, habe gar kein Interesse daran hier mit allen Teilnehmern in einem Kreis zu stehen. Dies muss ich mir bei einigen nicht antun! Auch die bisher stattgefunden Begegnungen mit ehemaligen Gegenübern gestalteten sich gänzlich anders als Du es vielleicht vermutest.
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 12:30

SkinnyTrucky hat geschrieben:
Neun hat geschrieben:Ich musste einmal meinen Pionierausweis für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den Pionierversammlungen ausgegrenzt.


Du Glücklicher, da haste dich aber bestimmt gefreut, wah....ich hab mal versucht aus der PionierOrganisation auszutreten, man liess mich nich und stellte mich zur Aussprache vor ein Klassentribunal....schrecklich....

groetjes

Mara


Nein in dem Alter fühlte ich mich dadurch wirklich bestraft und von einem Teil der gemeinschaftlichen Aktivitäten mit meiner Klasse und meinen Freunden ausgegrenzt. Dies war also tatsächlich eine unschöne Erfahrung, zumal als Kind, die jedoch dazu führte dass sich das so sanktionierte Fehlverhalten nicht wiederholte.
Zuletzt geändert von Neun am 23. August 2013, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 12:43

Feliks, wat haste denn angestellt, das man dich so geschasst hat.... [ich auch]

Mara.... [hallo]
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 13:07

Nix wildes eigentlich, meine Klassenlehrerin belogen. Ging um irgend einen dummen Jungenstreich den ich zu verantworten, aber unter Pionierehrenwort geleugnet hatte. Kam halt doch irgendwie raus und ich weiß nicht mal mehr worum es eigentlich ging, nur die Begründung Klassenlehrerin (die wohl auch immer Pionierleiterin der Klasse war?) belogen ist mir noch erinnerlich.

Nichts besonderes also, hat sich aber eingeprägt. Ist das dann schon ein Trauma, eine "andere Art der Verfolgung"?
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon karnak » 23. August 2013, 13:25

Neun hat geschrieben:
Was zählen wir dann alles als politisch verfolgt, reicht da auch ein Eintrag im Hausaufgabenheft oder muss es noch mehr sein? Ich musste einmal meinen Pionierausweis für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den Pionierversammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?

[flash] Entschuldigung für meinen Lacher.
Aber Neun,wenn es mal einen Orden für`s provozieren gibt,an Dir kommt man nicht vorbei.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 14:04

Lachen ist ja gesund und bei uns ist es ja schön das wir es noch können und auch allen Grund dazu haben, aber was ich denn nun alles unter "anderer Verfolgung" verstehen soll, und wie weit der Begriff gestreckt ist, weiß ich leider auch nach deinem Beitrag noch nicht.

Orden kenne ich nicht, meine größten Auszeichnungen waren stets die Streichungen einer Strafe. [wink]
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 14:27

Neun hat geschrieben:Nichts besonderes also, hat sich aber eingeprägt. Ist das dann schon ein Trauma, eine "andere Art der Verfolgung"?


Hmm, in wie weit dich dieses Erlebnis traumatisiert hat, kannst nur du beantworten Feliks....scheint aber dann doch nich sooo schlimm gewesen zu sein, denn aus dir ist ja dann doch was *Anständiges* geworden.... [flash]

Ansonsten einfach mal die Opferverbände abklappern und informieren, würd ich mal sagen.... [wink]

Schöne Grüsse aus den Dutch Mountains

Mara
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 15:11

SkinnyTrucky hat geschrieben:Ansonsten einfach mal die Opferverbände abklappern und informieren, würd ich mal sagen.... [wink]


Du hast wohl den Text auf den sich meine Ausgangsfrage bezog nicht gelesen, diese Opferverbände sind doch Schuld an der Misere.

Dazu trägt auch bei, dass die Verbände der Verfolgten der DDR sich nur um die Haftopfer bemühten und alle anderen ausgrenzten.


Da wird mir bei meiner Frage also eher nicht geholfen und ob ich noch ein zweites Mal ausgegrenzt werden will?
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 16:25

Na Feliks, offtoppic werden ist doch normaaal.... [muede]

Mein Mitleid haste auf jeden Fall....naja, auch wenn es sich sehr in Grenzen hält....solang du dich dann besser fühlst, kann's ja sicher nich schaden.... [wink]
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 23. August 2013, 18:06

Neun hat geschrieben: Ich musste einmal mein HJ-Fahrtenmesser für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den HJ - Versammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?


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Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 18:17

Spartacus hat geschrieben:
Neun hat geschrieben: Ich musste einmal mein HJ-Fahrtenmesser für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den HJ - Versammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?


Boar, das is jetz aber wirklich grob Spartacus.... [shocked]

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 23. August 2013, 18:42

SkinnyTrucky hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:
Neun hat geschrieben: Ich musste einmal mein HJ-Fahrtenmesser für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den HJ - Versammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?


Boar, das is jetz aber wirklich grob Spartacus.... [shocked]

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Mann muss solchen Typen immer wieder mal einen Spiegel vorhalten, damit sie sich selbst erkennen Mara.

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon augenzeuge » 23. August 2013, 18:45

Spartacus hat geschrieben: Mann muss solchen Typen immer wieder mal einen Spiegel vorhalten, damit sie sich selbst erkennen Mara.

Spartacus


Es soll einige geben, die denken, dass wäre ein anderer.....? [shocked]
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 19:09

Spartacus hat geschrieben:
Neun hat geschrieben: Ich musste einmal mein HJ-Fahrtenmesser für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den HJ - Versammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?


Hatten die Admins in Bezug auf den Verfasser nicht einmal klargestellt das solche Veränderungen unzulässig sind? Ich bestehe da ausdrücklich darauf dass hier eingegriffen wird und lasse mir nicht solches unterstellen, zumal das für unbedarfte Leser den Eindruck vermitteln kann dies wäre von mir.

Sowas muss natürlich gerade von einem charakterlosen Element kommen was sich allein für Geld verkauft und zu einem Söldner für fremde Interessen gemacht hat.

Ok, Neun, du hast recht. Man kann nicht Leuten ein Zitat in den Mund schieben, was sie nicht gesagt haben. Das geht nicht.

Nun will ich nicht alles löschen, aber klarstellen, dass die Einfügungen in ROT nicht vom User NEUN stammen.
AZ
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Neun » 23. August 2013, 19:23

Danke für die Klarstellung.
Neun
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Huf » 23. August 2013, 19:57

Nach meinem Empfinden, ist die zuvor durch den Admin gescholtene Vorgehensweise in diesem Forum ganz klar als Scheiße zu definieren, ausgesprochen: als Scheiße.
Niemand hat es hier nötig, auf primitivste Art einem User Falsch-Zitate anzuhängen, egal, welche Vita er hat!
Mit mir hätte das hier auch keiner gemacht, kann jeder von ausgehen!

VG und schönes WE von Huf [hallo]
Huf
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 21:06

Spartacus hat geschrieben:Mann muss solchen Typen immer wieder mal einen Spiegel vorhalten, damit sie sich selbst erkennen Mara.


Hmm, naja....ich denk mir immer, sie wurden allesamt schon beinahe ein viertel Jahrhundert und auch schön länger schief angeschaut, Zeit für mehr Sachlichkeit....

....klar, das deine Erfahrungen besonders sind und du das Recht hast Vergleiche zu ziehen und verbal grob zu sein aber trotzdem....du siehst ja die Resonanz....

....es steht dir einfach besser trocken zu erzählen, was du erlebt hast, denn damit gibst du ihnen die wenigsten Angriffspunkte und zeigst ihnen einfach besser den Spiegel....

in dat Sinn eben....

groetjes

Mara
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Wosch » 23. August 2013, 21:19

Huf hat geschrieben:Nach meinem Empfinden, ist die zuvor durch den Admin gescholtene Vorgehensweise in diesem Forum ganz klar als Scheiße zu definieren, ausgesprochen: als Scheiße.
Niemand hat es hier nötig, auf primitivste Art einem User Falsch-Zitate anzuhängen, egal, welche Vita er hat!
Mit mir hätte das hier auch keiner gemacht, kann jeder von ausgehen!

VG und schönes WE von Huf [hallo]



Na @Huf, reg Dich doch nicht künstlich auf, von Dir wollte doch auch Keiner was. Daß man mit Dir so was nicht machen kann wissen wir doch. [flash]
Ansonsten möchte ich nicht wissen, was uns Felix damals Alles in seine "Berichte" hinein interpretiert hatte. Da gab es keinerlei Schützenhilfe für die Betroffenen. In Anbetracht dessen daß die "Verunglimpfung" des Zitat´s für Felix keine schwerwiegenden Folgen gehabt hätte, finde ich die Zurechtweisung des Zitat-Entstellers durch Augenzeuge ausreichend, aber auch notwendig.

Schönen Gruß nach Wittenberge und in alle Himmelsrichtungen. [hallo]
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Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon vs1400 » 23. August 2013, 21:34

karnak hat geschrieben:
Neun hat geschrieben:
Was zählen wir dann alles als politisch verfolgt, reicht da auch ein Eintrag im Hausaufgabenheft oder muss es noch mehr sein? Ich musste einmal meinen Pionierausweis für 4 Wochen abgeben und war somit für die Zeit auch von den Pionierversammlungen ausgegrenzt. Durch diese Art von politischer Verfolgung und Ausgrenzung, zumal bei einer unschuldigen Kinderseele, habe ich mir diese "Opferrente" dann doch sicher auch verdient?

[flash] Entschuldigung für meinen Lacher.
Aber Neun,wenn es mal einen Orden für`s provozieren gibt,an Dir kommt man nicht vorbei.


zurück zum thema leutz.

kann mich da nur karnak anschließen,
hab mir den kleinen neun vorgestellt,
vor seiner an gebetenen pionierleiterin und die grenzt ihn für sagenhafte 4 wochen aus. [laugh] [laugh] [laugh] ... und neun hatte bestimmt noch die beste pionieruniform. [grin]

gruß vs und danke neun [hallo]
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nov65 » 23. August 2013, 22:00

Mit @Neun Geduld zu haben, überfordert so manchen User, mich inbegriffen, sicher auch @Spartacus. Deshalb wohl seine Überschreitung des Vorgeschriebenen und Üblichen. Meine Worte sollen seinen Übergriff nicht rechtfertigen. Sparta, das haben wir gar nicht nötig.
Die Ursache aber hat @Neun gesetzt. Da kann er faseln, wie er will, er hat provoziert. Seine lächerlichen Vergleiche aus seiner Pionierzeit sind Hohn für die Opfer von Willkür und Unmenschlichkeit, an der er freudig, nehme ich mal an, mitgewirkt hat.
Da hört auch der Spaß auf, Herr Neun, alias Feliks alias...
Solltest Du die Inhalte des Begriffs Opfer des DDR-Machtmissbrauchs nicht intus haben, google doch mal oder erinnere Dich einfach an Deine Glanzzeit.
@Huf, lieber Klaus, ich hätte mir Schelte von Dir auch gegen @Neun gewünscht. Leider Fehlanzeige. Seine(@Neuns) Proteste gegen das Handeln von @Spartacus blenden seine eigene Handlung einfach aus, wird so etwas akzeptiert?
Gruß in die Runde von Andreas
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon SkinnyTrucky » 23. August 2013, 22:35

vs1400 hat geschrieben:... und neun hatte bestimmt noch die beste pionieruniform. [grin]


Hmmm, womöglich hat er sie immernoch.... [flash]

[blush]

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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