DDR Opferrente

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Sirius » 6. April 2013, 20:42

manudave hat geschrieben:Wäre zwar ein anderes Thema, Sirius - aber, wo bitteschön ist die Offensivtaktiv des WP in Details bekannt?
Nur so als Frage, weil die evtl. Antwort von historischer Bedeutung wäre...


In aufgefundenen Angriffsplänen in Straußberg. Wenn Du Dir z.B. die Karte der Stabsrahmenübung 1983 mit diesem Angriffsplan ansiehst, ist dort detailliert in kyrillischer Schrift aufgeführt, welche Armeen, welche Korps bis westlich der Seine in Frankreich in welchen Räumen nach wenigen Wochen stehen. Der "Hauptdurchbruch" war in dieser Übung übrigens nördlich von Helmstedt, also in der norddeutschen Tiefebene. Der Hauptstoß war aber, wie die USA erwarteten, im "Fulda-Gap", also eher im Süden. Ich müsste ein paar Seiten mit dieser Karte einscannen, ich habe aber Bedenken, ob das wegen der Urheberrechtsgründe erlaubt ist. Im Internet habe ich diese Karte auf die Schnelle nicht gefunden. Hier fehlt leider die Karte, aber der Artikel beschreibt das auch so:

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 46963.html

Davon abgesehen, wird in dem Video doch extra darauf hingewiesen, dass auf einem Treffen der WP-Staaten 1987 im Ostberliner Palasthotel die Offensivtaktik ab 1987 zu einer Defensivtaktik umgestellt wurde und das Übungskonzept der NVA geändert wurde.

Edit: Ich habe den Text korrigiert, bezüglich des Hauptstoßes und des Hauptdurchbruchs.
Zuletzt geändert von Sirius am 6. April 2013, 20:51, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Verfasser » 6. April 2013, 20:44

Merkur hat geschrieben:
Spartacus hat geschrieben:Wenn eben Thoth zum Beispiel den Unrechtsstaat DDR, mit dem Rechtsstaat BRD gleichzusetzen versucht

Das Gefasel vom "Unrechtsstaat" DDR darf natürlich nicht fehlen. Erklär mir doch mal, wer eigentlich festlegt, welcher Staat ein "Unrechtsstaat" ist und wie ein "Unrechtsstaat" definiert ist. In der DDR ist sicher (wie in jedem anderen Staat auch) Unrecht geschehen. Dennoch war sie wohl kaum ein "Unrechsstaat", sondern vielmehr ein Rechtsstaat sozialistischer Prägung.
Die DDR war nach meiner Auffassung während ihrer Existenz ein Staat, dessen Rechtssetzung dem international anerkannten Rechtsstandard entsprach. Zumindest hatte dies bis 1989 niemand in Frage gestellt.
Ist denn die BRD ein Rechtsstaat, wenn sie beispielsweise sämtliche Mitarbeiter des MfS ohne jeglichen individuellen Schuldnachweis pauschal mit Berufsverbot in öffentlichen Ämtern belegt ?

Verfasser K. hat geschrieben:Die DDR war seit ihrem Bestehen ein Unrechtsstaat. Das Unrecht begann mit der Zwangsvereinigung von KPD und SPD, mit der Unterdrückung und Gleichschaltung der anderen Parteien (Blockparteien) und Organisationen. Viele Mitglieder, die sich widersetzten, wanderten ins Zuchthaus. Ich kenne einen Haftkameraden in der VOS (Vereinigung der Opfer des Stalinismus). Er saß vier Jahre, weil er als Mitglied der LDPD und Bürgermeister "gute Reden schwingen" konnte (so erzählte er mir). Das konnten die Kommunisten nicht dulden.

Ohne die militärische Niederschlagung des Volkaufstandes am 17. Juni 1953 durch sowjetische Panzer hätte es keine DDR mehr gegeben. Auch hier zeigt sich der Zwangs- und Unrechtsstaat DDR.

Ohne den 13. August 1961, ohne Mauer, Stacheldraht und Schießbefehl hätte sich die DDR nicht halten können. Der Schießbefehl und die Ermordung unbewaffneter Flüchtender ist ein weiterer Beweis für den Unrechtsstaat DDR.

Später kam die Ausreiseantragswelle hinzu. Die Ausreisewilligen beriefen sich auf Helsinki, wo die DDR unterschrieben hat, dass jedem Bürger das Recht zusteht, sein Land zu verlassen, wenn er es will. Die DDR hielt sich nicht daran, sondern sperrte die Ausreisewilligen ins Zuchthaus, wenn sie ihren Ausreisewillen nicht aufgaben. Noch ein Beweis für den Unrechtsstaat.

In der Anwendung des politischen Strafrechts zeigt sich drastisch der Unrechtsstaat DDR, der internationale Verpflichtungen und Normen der Menschenrechte missachtete.

Der Unrechtsstaat DDR benutzte zur Durchsetzung des Unrechts seinen aufgeblähten Apparat der Staatssicherheit. Der Stasi-Apparat organisierte: Menschenraub, Auftragsmord, als Unfall getarnte Anschläge auf Leib und Leben von Regimekritikern, Wohnungseinbrüche, Zersetzung usw. Die Methode der Zersetzung wurde an der MfS-"Hochschule", JHS, Juristische Hochschule Potsdam, gelehrt. Die Zersetzung war erfolgreich, wenn die bearbeiteten Personen oder -gruppen dauerhaft handlungsunfähig bzw. aufgelöst waren (entsprechend des Wortsinns von Zersetzung).

Beispiel einer "erfolgreichen" Zersetzung mit Todesfolge: "Wolf, Kairo und Journalist", DER SPIEGEL Nr. 47/1995, S. 116ff. (S. 118)" DDR-Lexikon: Zersetzung

Mit den Methoden der Zersetzung wurden später vor allem die unter dem Dach der Kirche arbeitenden Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen bekämpft. In den Gruppen war auch ich zu finden.

In Artikel 1 der DDR-Verfassung heißt es:

"Die DDR ist ein sozialistischer Staat der Arbeiter und Bauern. Sie ist die politische Organisation der Werktätigen in Stadt und Land unter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei."

D. h., die Werktätigen in Stadt und Land lebten unter der Führung (Diktatur) einer Partei, der SED. Die SED-Kommunisten waren keine Demokraten. Rudi Dutschke bezeichnete seit der Ära des Stalinismus den Ostblock als Linksfaschismus. Kurt Schumacher sprach von "rot lackierten Faschisten".

Die DDR-Verfassung wanderte 1990 nach einer erfolgreich durchgeführten Revolution auf den Müllhaufen der Geschichte.

All das Unrecht und die Verbrechen des SED-Staates machen ihn zu einem typischen Unrechtsstaat.

Wikipedia hat geschrieben:Der Begriff "Unrechtsstaat" spielt insbesondere in der historisch-politischen Diskussion um die Bewertung der Deutschen Demokratischen Republik bis zur Wende 1989/90 eine Rolle.[17] Bundespräsident Roman Herzog etwa erklärte am 26. März 1996 vor der Enquête-Kommission Überwindung der Folgen der SED-Diktatur im Prozeß der deutschen Einheit über die DDR: „Sie war ein Unrechtsstaat.“[18] Ebenso äußerte sich im Jahr 2009 auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.[19] Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk vertritt ebenfalls die These, die DDR sei ein Unrechtsstaat gewesen. Dies begründet er mit dem Fehlen einer Verwaltungsgerichtsbarkeit und Gewaltenteilung: Die Justiz sei nie unabhängig von den politischen Vorgaben von Staat und Partei gewesen. Das Strafgesetzbuch der DDR habe zahlreiche politische Straftatsbestände gekannt wie Staatsfeindliche Hetze, Staatsverleumdung, Zusammenrottung usw., was zu einer großen Zahl von politischen Gefangenen geführt habe. Diese hätten in der Mehrzahl einfach nur das Land verlassen wollen oder seien wegen Weitergabe unerwünschter Literatur wie George Orwells 1984 kriminalisiert worden:
"Unrecht war strukturell und politisch bedingt, Recht blieb stets willkürlich."[20]

Nur die Linkspartei wehrt sich anzuerkennen, dass die DDR ein Unrechtsstaat war.

Wikipedia hat geschrieben:Andere hingegen, insbesondere Politiker der Linkspartei, wehren sich gegen die Charakterisierung der DDR als Unrechtsstaat, beispielsweise die Politikerin Gesine Lötzsch mit der Begründung, der Begriff "Unrechtsstaat" sei ein propagandistischer Kampfbegriff, der brandmarken solle.[21]

Darum muss die Linkspartei vom Verfassungsschutz beobachtet im Zaum gehalten werden. Es besteht die Gefahr, dass, wenn sie den Sozialismus einführen will, es nur wieder ein Unrechtsstaat werden kann.

rp-online.de hat geschrieben:Lötzsch habe verkündet, "dass sie den Kommunismus in Deutschland einführen will, dass das ein erklärtes Ziel der Linkspartei für Deutschland ist", behauptete Dobrindt auf der CSU-Klausurtagung in Wildbad Kreuth. Damit stelle sie sich außerhalb der Verfassung. Das bedeute, dass die Linkspartei "zwingend wieder in ganz Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet werden" müsse.

Bild
Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch

Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, sagte: "Wenn die Linken-Vorsitzende öffentlich darüber sinniert, welches der beste Weg zum Kommunismus ist, kann einem nur angst und bange werden." Die Darlegungen von Lötzsch seien "schmerzhaft und unerträglich" für die Opfer des Kommunismus.

Verfasser K.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 6. April 2013, 20:46

Dille hat geschrieben:
Thoth hat geschrieben:Die Ähnlichkeiten sind fataler Zufall, denn die gesamte politische Organisation wurde nach dem Vorbild der SU und nicht dem Dritten Reich aufgebaut.


Dann muß man vielleicht noch'n Stückchen weiter zurückgehen, so wie G. Orwell sein "1984" unter dem Eindruck von Stalinismus und Drittem Reich geschrieben hat ??

Gruß, DIlle


@Dille, Orwell hat sich vorrangig auf den Stalinismus beschränkt so wie er 'ihn' im Spanischen Bürgerkrieg kennengelernt hat......, und da besonder im Wirken der NKDW Berater .......

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon manudave » 6. April 2013, 20:50

@Sirius

Diese Übungen fanden als Reaktion auf die Erbeutung von Nato-Unterlagen statt, um deren geplante Verteidigungsstrategie zu unterwandern. Das wusste allerdings das Medienhaus der hier zitierten Quelle damals nicht...

Aktueller Forschungsstand vom militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam: "Kein konkreter Angriffsplan bekannt - weder hüben noch drüben."

Dem Prof. und dem Offizier dieser Behörde, die uns das in einer Fortbildung erklärten, glaube ich das einfach mal.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Verfasser » 6. April 2013, 22:16

Thoth hat geschrieben:@Dille, Orwell hat sich vorrangig auf den Stalinismus beschränkt so wie er 'ihn' im Spanischen Bürgerkrieg kennengelernt hat......, und da besonder im Wirken der NKDW Berater .......
Thoth

George Orwell meint mit seinem Buch 1984 genau die SED-Diktatur. Er beschrieb genau meine Situation im Jahre 1982 (konspirativer Wohnungseinbruch) bis 1984 (staatsanwaltschaftliche Hausdurchsuchung).

SED-Diktatur hat geschrieben:Die Stasi drang konspirativ in unsere Wohnung ein, schnüffelte in meinen Unterlagen, brachte auch den Nähkorb meiner Frau durcheinander und hängte zum Zeichen, dass sie da war, ein Bild von der Wand ab. Das sollte Angst und Unsicherheit verbreiten und zeigen, wer die Macht hatte, nicht der Bürger, sondern der Staat (Orwell "1984"!). Unser Auto, das in einem abgeschlossenen Gartengrundstück stand, wurde mit obszönen Texten beschmiert. Unterwegs hatte ich einen Platten. Ich bemerkte einen Nagel im Reifen.

Selbst das Jahr stimmt überein. Woher Orwell das bloß wusste? Na weil der Kommunismus (nicht der Stalinismus) eben so sein muss, wie er in der DDR 1984 war.

Verfasser K.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 6. April 2013, 22:24

Das dumme ist nur @Verfasser das in der DDR weder 1982 noch 1984 Kommunismus war. Es war noch nicht mal Sozialismus ...........
Aber das, so befürchte ich, verstehen Sie nicht mal ansatzweise ........

Thoth
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon vs1400 » 6. April 2013, 22:46

orwels 1984 erschien in der ddr 1986 zum 1.mal über den reclam verlag leipzig.
wer diese ausgabe selber gelesen hat und dann mal ne ausgabe aus dem westen lesen konnte ... es waren unterschiede wie tag und nacht.
ausdrucksstärker war die von leipzig, nur hat man in ihr nicht erfahren können warum orwell dieses werk erschuf. [wink]

gruß vs [hallo]
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Sirius » 6. April 2013, 23:07

Thoth hat geschrieben:Das dumme ist nur @Verfasser das in der DDR weder 1982 noch 1984 Kommunismus war. Es war noch nicht mal Sozialismus ...........
Aber das, so befürchte ich, verstehen Sie nicht mal ansatzweise ........

Thoth


Ein oft diskutierter Punkt. Dann einmal eine Frage an Dich: Die katholische Kirche hat nun öfters gegen die in der Bibel verkündeten Prinzipien (10 Gebote) verstoßen, auch gegen die Verlautbarungen der Gründer des Christentums. Sind also die heutige katholische Kirche und die protestantischen Kirchen deshalb nicht christlich, obwohl sie es für sich in Anspruch nehmen? Wenn sie keine christlichen Kirchen sind, was sind sie dann? Verschiedene Richtungen des Islam streiten sich auch um die richtige Interpretation des Korans, jeder nimmt für sich in Anspruch, ihn richtig zu interpretieren. "Kommunisten" in China nehmen für sich auch in Anspruch, Marx und Mao richtig zu interpretieren und wer das anzweifelt, gilt als Feind.

Ist es nicht so, dass am Ende nur das zählt, was die Menschen aus einer Weltanschauung in der Praxis machen? Was nützt die schönste Theorie, wenn sie nie 1:1 umgesetzt wird, weil sie aus verschiedenen Gründen - wie z.B. der "Natur des Menschen" - nicht umsetzbar ist? Am Ende ist es nichts weiter als eine Wortklauberei um Begrifflichkeiten, die völlig überflüssig ist, weil sie am Endresultat nichts ändert, denn nur auf das ENDRESULTAT in der PRAXIS kommt es an und nicht auf irgendwelche Theorien im Wolkenkuckucksheim.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Verfasser » 7. April 2013, 00:20

Thoth hat geschrieben:Das dumme ist nur @Verfasser das in der DDR weder 1982 noch 1984 Kommunismus war. Es war noch nicht mal Sozialismus ...........Aber das, so befürchte ich, verstehen Sie nicht mal ansatzweise ........
Thoth

Das dumme ist nur @ Thoth: Dr. Hubertus Knabe ist ein Wissenschaftler.

Wikipedia hat geschrieben:Knabe sieht seine Aufgabe darin, die Geschichte der DDR aufzuarbeiten und einer kritischen Sicht auf dieselbe mehr Geltung im öffentlichen Bewusstsein zu verschaffen. Dabei setzt er neben wissenschaftlichen Arbeiten vorwiegend auf populärwissenschaftliche Darstellungen.

Des Weiteren gilt er als Anhänger eines "totalitaristischen Diktaturbegriffs"[7] und stellt in Fragen der Aufarbeitung der SED-Diktatur häufig selbige in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus' vergleichend gegenüber.

Er weiß anhand eines Interviews, welches ich einem Mitarbeiter-Team von ihm gab, dass ich in der DDR von Kommunisten in einer Weise verfolgt wurde, wie sie Orwell in seinem Roman "1984" beschrieben hat. Er sieht in mir folgerichtig ein Opfer des Kommunismus (s. u.) und nicht des, wie Sie sagen "unsozialistischen" Systems Honecker & Co.

rp-online.de hat geschrieben:
Bild
Im N24 Studio: Hubertus Knabe, Stasi-Experte

Der Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, sagte: "Wenn die Linken-Vorsitzende öffentlich darüber sinniert, welches der beste Weg zum Kommunismus ist, kann einem nur angst und bange werden." Die Darlegungen von Lötzsch seien "schmerzhaft und unerträglich" für die Opfer des Kommunismus.

Warum der Wissenschaftler mich so bezeichnet?
Das, so befürchte ich, verstehen Sie nicht mal ansatzweise ........

Ich will trotzdem versuchen, es Ihnen mal zu erläutern: Ich bin ein Opfer des von Orwell beschriebenen Kommunismus, weil ich ein Opfer vom Kommunisten Honecker und seiner kommunistischen Clique bin.

Verfasser K.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon karnak » 7. April 2013, 06:11

Es gab ja da mal eine Weile so eine wundersame Gestalt,einen ehemaligen Präsidenten des Verfassungsschutzes,der wurde durch die Talkshows gereicht.Mittlerweile ist der Mann von den Bildschirmen verschwunden,man hat glaube ich erkannt,dass der Gute irgendwie unpassendes Zeug erzählt.Bei diesen Gesprächen ging es um die Frage,dass und wie man Abgeordnete der Linken beobachtet.Der Mann hat dann erzählt,man beobachtet die Linken,indem man ihre öffentlichen Reden und Texte mithört und mitschreibt,mitschneidet oder wie auch immer.Für die Vertreter der Linken war das natürlich ein gefundenes Fressen.Die hatten ihre Akten mit,irgendwie können die wohl diese Beantragen.Und da waren nun halbe Seiten geschwärzt.Auf die Frage warum denn das so sei,wenn es sich nur um öffentlich zugängliches Material handelt,hat diese Nase geantwortet,es kämen da manchmal Menschen zum VS,die wollten ihrer Bürgerpflicht nachkommen und über gewisse Dinge informieren,möchten aber nicht,dass ihre Namen öffentlich werden,deswegen die Schwärzungen,da hat es mich bald umgehauen.Bei der Staatssicherheit nannte man das"vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Bevölkerung". [grin] Wie auch immer,Die Linken sind ja nun mittlerweile zu einem linken,intellektuellen Diskutierclub verkommen,ich weiß nicht ob man sich Sorgen machen muss,dass die den Untergang des Abendlandes verursachen könnten und besonders ob man dem mit dem Lesen von öffentlich zugänglichen Schriften Einhalt gebieten kann.Ob das nicht eher Beschäftigungstherapie für ein dringend zu veränderndes Amt ist und gleichzeitig Propagandagetöns für eine gewisse Öffentlichkeit.
Die Frage die sich mir weiter stellt,was machen wir eigentlich wenn es mal eine linke Partei geben sollte die ernsthafte Wahlergebnisse erzielt,mit der Zielstellung die Gesellschaft grundlegend zu verändern,ich vermeide ausdrücklich den Begriff Sozialismus,"blähen"wir dann dieses Organ auch auf um diese Partei"im Zaum zu halten"und die entsprechenden Wähler gleich mit,oder wie ist das?Also ich habe erhebliche Probleme mit dem Gedanken,gerade weil ich die entsprechende Vergangenheit"mitgestaltet","im Zaum gehalten"habe.Der Verfasser scheint in dem Fall weniger Probleme zu haben,auch das gibt mir zu denken,bei seiner Vergangenheit.
Ach so,und dieser Präsident des VS hieß Heinz Fromm,war das bis 2012 und bat um seine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand wegen der Pannen zum NSU-Skandal,da scheint das mit dem Überwachen nicht so geklappt zu haben,kein Wunder bei diesem"Experte".Aber für ein sorgenloses Alter hat er wenigstens noch gesorgt,mit der Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand. [grin]
Die Sonne geht auf über der ehemaligen U-Haftanstalt des Mfs,es scheint schönes Wetter zu werden.Ich glaube ich fahre mit meiner Frau an die Ostsee und denke erstmal nicht mehr darüber nach was mir in der BRD [wink] nicht gefällt,genieße das was mir gefällt.
Ich schreibe das alles,weil mir die Aussage von Verfasser,die Linkspartei muss durch den VS beobachtet und im"Zaum gehalten werden"missfällt,mir Magendrücken verursacht,obwohl ich nicht unbedingt ein bedingungsloser Anhänger dieser Partei bin.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 7. April 2013, 08:01

Menschen die als "Wissenschaftler" eine Aufgabe; sprich Mission; haben und diese populistisch unters Volk bringen stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.

Sie sind in meinen Augen auf ihre Art Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten und Dogmatiker ...... alles Merkmale die einen unbefangenen, neutralen Wissenschaftler der einzig an der Erkenntnis interessiert ist auszeichnen ........

Thoth
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon augenzeuge » 7. April 2013, 11:06

Thoth hat geschrieben:Das dumme ist nur @Verfasser das in der DDR weder 1982 noch 1984 Kommunismus war. Es war noch nicht mal Sozialismus ...........
Aber das, so befürchte ich, verstehen Sie nicht mal ansatzweise ........

Thoth


Du fürchtest dich also, dass Verfasser zu wenig versteht? Ach, Thoth, du musst keine Angst haben, der hat einiges schon früher verstanden....als andere... [grins]

Auch wenn ich dir höflich geschrieben habe, wenn du den letzten Satz weggelassen hättest, wäre es besser gewesen. Man denkt sonst, du wärst der Lehrer und er der dumme Schüler.....
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"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Verfasser » 7. April 2013, 21:14

Thoth hat geschrieben:Menschen die als "Wissenschaftler" eine Aufgabe; sprich Mission; haben und diese populistisch unters Volk bringen stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.

Menschen, die als SED-Altkader und Besserwisser meinen, eine Aufgabe, sprich Mission, zu haben, den abgedankten abgehalfterten Kommunismus wieder salonfähig zu machen und ihn populistisch unters Volk zu bringen, z. B. mit Hilfe der SED/Linkspartei ( Gysi/Lötzsch), stehe ich äußerst skeptisch gegenüber.

Da lob ich mir den Wissenschaftler Dr. Hubertus Knabe, der seine wissenschaftlichen Aussagen ständig in der Praxis und in Verbundenheit mit Zeugen auf seine Richtigkeit überprüft, was die SED-Altkader und Besserwisser leider nicht schaffen. Dr. Hubertus Knabe ist klar im Vorteil, weil die SED-Altkader und Besserwisser ihre Untaten nun nicht mehr verstecken können, wie sie es damals machten, als sie noch an der Macht waren. So wurden mir damals weder die Verhandlungsschrift über meine ungesetzliche Entlassung, noch das Unrechtsurteil über meine menschenrechtwidrige Inhaftierung ausgehändigt. Jetzt ist Schluss mit dem Versteckspiel.

Thoth hat geschrieben:Sie sind in meinen Augen auf ihre Art Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten und Dogmatiker ...... alles Merkmale die einen unbefangenen, neutralen Wissenschaftler der einzig an der Erkenntnis interessiert ist auszeichnen ........
Thoth

Dr. Hubertus Knabe ist ein neutraler Wissenschaftler, im Gegensatz zu den kommunistischen Eiferern, Fanatikern, Fundamentalisten, Dogmatikern und Besserwissern.

Im Folgenden werde ich noch einmal die Beweise liefern, dass das Honecker-System, das sich verlogen DEUTSCHE "DEMOKRATISCHE" REPUBLIK nannte, genau der Kommunismus ist, den Orwell ausführlich und zutreffend in seinem Roman "1984" beschrieben hat. Ihr besserwisserisches Abstreiten, dass das Honecker-System gar kein Kommunismus war, hat auch keinen Zweck. Denn:

1. Beweis
Dass das Honecker-System in der DDR genau der Kommunismus war, den die Begründer/Weiterführer Marx/Lenin begründet und weitergeführt haben, beweist allein schon die Tatsache, dass der Marxismus/Leninismus ein Pflichtlehrfach auf der Ingenieurschule war:

Bild

Wenn man in dem Fach bestanden hat, war man nach der Logik der Kommunisten ein Kommunist, oder zumindest reif für den Kommunismus. Man hatte ja die Prüfung bestanden.

2. Beweis
Rezension hat geschrieben:Doch Orwell geht viel weiter und schmückt das Buch mit vielen paradoxen Theorien: "Krieg ist Frieden - Freiheit ist Sklaverei - Unwissenheit ist Stärke". So wird eine in sich logische (aber doch wahnsinnige) Politikstruktur der Macht selbst letztendlich paradox: Die Partei setzt sich zum Ziel die komplette "Macht über Menschen. Über den Körper - aber vor allem über den Geist." So legt die Roman-Figur O'Brien aus Sicht der Partei klar dar: "In unserer Welt wird es keine Gefühle geben außer Angst, Wut, Triumph und Selbsterniedrigung...Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine Wissenschaft geben...Es wird keine Neugier, keinen Lebensgenuss geben... immer wird es den Rausch der Macht geben, die ständig wächst und immer subtiler wird." An diesem Punkt werden Menschen zur leeren Hüllen zu leblosen Geschöpfen. Und sollte die Partei ihr Ziel erreichen, bliebe ihnen nur Macht über die Leblosigkeit, also leere Macht.

Die Beschreibung passt nahezu 100% auf den DDR-Kommunismus zu. Der "große Bruder" mit dem "Telescreens" sieht alles. Man kann nichts vor ihm verstecken.

Die DDR-Staatsmacht sieht alle. Man kann nichts vor ihr verstecken. 1982 (konspirativer Wohnungseinbruch), 1984 (staatsanwaltschaftliche Hausdurchsuchung).

SED-Diktatur hat geschrieben:Die Stasi drang konspirativ in unsere Wohnung ein, schnüffelte in meinen Unterlagen, brachte auch den Nähkorb meiner Frau durcheinander und hängte zum Zeichen, dass sie da war, ein Bild von der Wand ab. Das sollte Angst und Unsicherheit verbreiten und zeigen, wer die Macht hatte, nicht der Bürger, sondern der Staat (Orwell "1984"!). Unser Auto, das in einem abgeschlossenen Gartengrundstück stand, wurde mit obszönen Texten beschmiert. Unterwegs hatte ich einen Platten. Ich bemerkte einen Nagel im Reifen.

3. Beweis
In Orwells Buch "1984" (bzw. im Film) gibt es eine Szene, in der die Roman-Figur O'Brien durch Strecken auf einem Tisch gefoltert wurde. Er sollte zugeben, dass 2 und 2 gleich 5 ist.

DDR: Die Folterbank war der Prozess. Zum Prozess zugelassen war nur die Stasi, als Ersatz für das Volk. Sie machte von der Zulassung reichlich Gebrauch (ich schätze mindestens 10 Leute, wenn nicht noch mehr). Für die Stasi war die Veranstaltung ein Lehrstück wie aus dem Bilderbuch, wie "volksdemokratische" (Klassen)Unrechtssprechung zu funktionieren hat. Die Stasi war das Volk und die Klasse alles in einem. Es war für mich ein sehr unangenehmes Gefühl, dieses "Publikum" hinter mir zu wissen. Der Gedanke an Inquisition drängte sich mir auf. Die Stasi ("Der große Bruder" passte auf, dass die Folterknechte (Staatsanwalt, Richter, Schöffe, "Verteidiger") richtig folterten. Ergebnis der Folter: Der Pazifist, der wegen eines pazifistischen Aufrufes fristlos entlassen wurde und dies außerhalb der DDR weitererzählte, gab zu (er legte ja keine Berufung ein), dass er den Weltfrieden gefährdet hat.

Es wurde in der DDR wie bei Orwell alles auf den Kopf gestellt: "Krieg ist Frieden - Freiheit ist Sklaverei - Unwissenheit ist Stärke" usw.

4. Beweis
In Orwells Buch "1984" (bzw. im Film) gibt es eine Szene, in der dem Helden O'Brien ein Kasten mit Ratten vor das Gesicht gestellt wurde. Er sollte zugeben, dass er zu seiner Freundin keine Liebe mehr empfindet, sonst würde die Klappe geöffnet werden.

DDR: Ich sollte bei meiner Vernehmung zugeben, dass ich zu meiner Frau und meiner Tochter keine Liebe mehr empfinde und sie praktisch verrate und verleugne, dass mir ein Zusammenleben mit ihnen kein Glück mehr bedeutet und ich mein Kind lieber dem Staat und meine Frau lieber meinem Vernehmer überlassen sollte, weil diese meine Familie viel glücklicher machen können als ich es je kann.

Verfasser hat geschrieben:5. Also mein Vernehmer hatte den unbändigen Drang, sich wichtig zu machen. Das ging sogar soweit, dass er mir erzählte, dass er auch meine Frau vernimmt, und dass er sie attraktiv findet. Da mein Vernehmer altersmäßig in der Blühte seines Lebens stand und keine unansehnliche männliche Erscheinung war, deutete er mir somit an, dass er mit meiner Frau auch etwas anfangen könnte. Also es ging ihm einfach um Macht, und die hatte er ja auch vom Unrechtsstaat zu Unrecht wirklich erhalten, worüber er sich natürlich mächtig freute.

19. Dass mein Kind dem Staat gehört, war auch klar, seit mein Vernehmer mir sagte: "Um Ihr Kind kümmern wir uns. Sie müssen Ihrem Kind allerdings nur noch beibringen, dass Sie ein Verbrecher sind." Er erzählte mir weiter, dass das Kind einen Vater wie mich nicht brauche, es habe ja einen humanen Staat wie die DDR, der in der Lage wäre, die richtige Erziehung eines Kindes zu garantieren. Er meinte auch, dass ein Kind bis zum sechsten Lebensjahr überhaupt keine Eltern braucht, dass eine staatliche Krippe das viel besser machen würde.

5. Beweis
Orwell: Die Partei setzt sich zum Ziel die komplette "Macht über Menschen. Über den Körper - aber vor allem über den Geist." "Thought police" (Gedankenpolizei) interessiert sich für alles und verlangt, dass der Mensch sich keine falschen Gedanken macht.

DDR: Totale Ausschnüffelei durch den Staat:

Bild
Informationsbedarf

Was geht das eigentlich dem Staat an, welche Veranstaltungen der Kirche oder der Jungen Gemeinde ich privat besuche? Ob es private oder kirchliche Verbindungen zu Künstlern und Schriftstellern gibt? Oder zu westlichen Kircheneinrichtungen? Oder ob ich an einer öffentlichkeitswirksamen Friedensbibliothek mitwirke? Was ich im Wohngebiet mache, wenn ich nicht gerade Raubüberfälle, Geiselnahme o. ä. plane? Ob ich mich bemühe, meine Arbeitsstelle wiederzubekommen? Wie meine Frau im Wohngebiet auftritt? Ist sie zu zänkisch und die Nachbarn beschweren sich, oder was? Wie wir unsere Tochter erziehen, wenn wir sie nicht gerade verhungern lassen? Was wir in einer Elternversammlung sagen? Mit wem ich im Wohngebiet befreundet bin? Wie mein Verhhätnis zu meiner Mutter ist? Habe ich etwa die Absicht, meine Mutter umzubringen und man will sie warnen?

6. Beweis
Es gibt in Orwells Buch "1984" (bzw. im Film) auch eine Szene, wo der Held O'Brien durch ein Fenster auf eine friedliche und sehr schöne grüne Landschaft schaut.

Diese Szene gleicht meinem Erlebnis:

Verfasser hat geschrieben:Als ich am Kreisgericht Potsdam ausstieg, fielen mir das Grün der Bäume und das Rauschen der Blätter auf, so als ob ich vom anderen Stern kam und so etwas Schönes noch nie in meinem Leben gesehen und gehört habe. Vor allem das Rauschen der Blätter machte auf mich einen so starken Eindruck, dass ich es nie mehr vergessen werde.

7. Beweis
Orwell: So legt die Roman-Figur O'Brien aus Sicht der Partei klar dar: "In unserer Welt wird es keine Gefühle geben außer Angst, Wut, Triumph und Selbsterniedrigung...Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine Wissenschaft geben...Es wird keine Neugier, keinen Lebensgenuss geben... immer wird es den Rausch der Macht geben, die ständig wächst und immer subtiler wird." An diesem Punkt werden Menschen zur leeren Hüllen zu leblosen Geschöpfen. Und sollte die Partei ihr Ziel erreichen, bliebe ihnen nur Macht über die Leblosigkeit, also leere Macht.

DDR: Genauso habe ich es erlebt: Stasi-U-Haft, wo ich nur noch eine Nummer war (auch wieder eine Ähnlichkeit zum NS-KZ), bei Gericht mit mindestens 10 Stasi-Leuten im Hintergrund, die das Volk ersetzten, Erniedrigung im Strafvollzug usw. In den Strafvollzug wäre ich immer wieder hineingekommen, weil ich als normaler Mensch meine Menschenrechte (Meinungsfreiheit) immer wieder wahrgenommen und meine so genannten Straftaten von vorn begonnen hätte, wenn man mich aus dem Gefängnis in das größere Gefängnis DDR entlassen hätte, um mir zu beweisen, dass ich ein Mensch bin. So wie Wladimir Bukowski es für sich beweisen wollte. Übrigens habe ich in der DDR seine Interviews, die er nach seinem Austausch mit Corvalan 1976 im Westen gab, auf Kassette aufgenommen.

8. Beweis
Interview - DVD-Kassette

Bild

Verfasser K. hat geschrieben:Ich gab einem Kamerateam der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (ehemals Stasi-Gefängnis) ein 92-minütiges Interview. Darin schilderte ich die Ereignisse meiner 6-jährigen politischen Verfolgung, meines Berufsverbots und meiner Inhaftierung im Stasi-Gefängnis Berlin-Hohenschönhausen, Potsdam und Cottbus und schließlich meine Befreiung nach 1 1/2 Jahren Haft durch Freikauf.


Bild
Bild

Aus dem Interview für die Gedenkstätte - Verfasser K. hat geschrieben:K.: Wir hatten dann zwei Zimmer bekommen im Wohnheim... (Tränen, schluchzen). Pause

Reporter: War ein sehr bewegender Moment für Sie ja? Pause

K.: ...na jedenfalls ist meine Familie dann ins Wohnheim gekommen zu mir. Die Wiedersehensfreude war so groß, dass wir uns da gleich noch ein zweites Kind angeschafft haben. Und dieses Kind ist jetzt auch schon groß geworden und lebt in Köln und ist jetzt..., hat studiert. Meine große Tochter hat auch studiert und diese ganze Dramatik, ob sie jetzt überhaupt einen Studienplatz kriegt in der DDR bei dem Vater und mit der kirchlichen Einstellung, die hat sich dann auch vollständig erledigt, so dass wir in jeder Hinsicht gewonnen haben. Und das System ist auch noch kaputt gegangen, also das hab ich praktisch mit kaputt gekriegt. Denn diese Geschichten, also meine Geschichten, sorgten ja auch dafür, dass die DDR sich nicht mehr halten konnte, denn die Leute nur unterdrücken und noch Freikaufsgeld dafür kassieren, das war eben auch nicht die Lösung für die DDR, da musste sie untergehen.

Reporter: Am Ende haben sie gewonnen.

K.: Ja.

Reporter: Herzlichen Dank Herr Kotowski

Da Dr. Hubertus Knabe meine Geschichte wie auch ähnliche Geschichten kennt, also auf die Zeugenaussagen und deren schriftliche Dokumenten (Stasi-Unterlagen) zurückgreifen kann, ist er in der Lage, die Geschichtsschreibung richtig vorzunehmen und den Kommunismus in der DDR richtig zu bewerten. Ohne dass wir uns abgesprochen haben, stellt er wie ich auch Ähnlichkeiten mit dem Nationalsozialismus fest, was die kommunistischen Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten, Dogmatiker und Besserwisser leider auch nicht einsehen wollen.

Wikipedia hat geschrieben:Des Weiteren gilt er als Anhänger eines "totalitaristischen Diktaturbegriffs"[7] und stellt in Fragen der Aufarbeitung der SED-Diktatur häufig selbige in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus' vergleichend gegenüber.

Verfasser K.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nov65 » 8. April 2013, 07:53

Danke, lieber Ralf
für Deine Darlegungen. Mich haben diese sehr bewegt.
Dass es immer noch Leute gibt, denen Du etwas beweisen musst, ist traurig und niederträchtig zugleich.
Es bleiben aber nur Provokationen Gescheiterter. Und genau das einzugestehen ist deren große Hürde.
Sei gegrüßt von Andreas
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 8. April 2013, 08:35

Nov65 hat geschrieben:Danke, lieber Ralf
für Deine Darlegungen. Mich haben diese sehr bewegt.
Dass es immer noch Leute gibt, denen Du etwas beweisen musst, ist traurig und niederträchtig zugleich.
Es bleiben aber nur Provokationen Gescheiterter. Und genau das einzugestehen ist deren große Hürde.
Sei gegrüßt von Andreas


@Nov65, mal wieder ein schönes Beispiel dafür was Du unter Toleranz, etc. verstehst .........

___________________________________________________________________________________

@Verfasser, mit Verlaub, woher nehmen sie die Unverfrorenheit mich indirekt als " SED-Altkader und Besserwisser " zu bezeichnen?

Ihre angeblichen "Beweise" anhand von '1984', was soll das?

Falls es Ihnen entgangen ist, der von Ihnen gehuldigte und vergötterte Knabe, welchem es gelingt "Geschichtsschreibung richtig vorzunehmen"; klar im Sinne der Verteufelung; ist in Historikerkreisen sehr stark umstritten und zum "Liebling" des liberalen Feuilleton zählt er auch nicht gerade .......

Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Janko » 8. April 2013, 08:52

Werter "Verfasser".
Bei allen Widrigkeiten die sie erleben mussten und Respekt vor ihrer Personen, bleiben trotzdem immer Fragen unbeantwortet offen und sind sicherlich auch nicht im Rahmen eines derartigen Forum befriedigend für beide Seiten zu lösen.
Mir geht es dabei weder um vermutete Provokation Gescheiterter noch muss ich große Hürden überwinden, wie da mit vorschneller Taste nachfolgend sich geäußert wird.
Hubertus Knabe und Orwells - 1984 ( was ja eigentlich 1948 heißen sollte) sind da immer wieder Klassiker die derartige Diskussionen auch beflügeln. Ein "neutraler Wissenschaftler", was ist das überhaupt , welcher nicht nur bei Dogmatikern...etc. Unbehagen auslöst, sondern auch aus den eigenen Reihen in seiner Arbeitsweise angezweifelt wird, da sollte es schon gestattet sein, Aussagen seinerseits hinterfragen zu dürfen.
Wenn sie dann Orwells - 1984 (1948), inhaltlich gewollt dystopisch angelegt, als Schablone noch obendrauf lege, ist doch abzusehen zu welchen Ergebnissen und Vergleichen sie gelangen.
Ohne das ich sie, ihren Sachverhalt , noch Akten etc. detailiert kenne, sind diese Mittel der Analyse, wenn sie denn objektiv gewollt ist,weniger zielführend. Aber wie gesagt /geschrieben, das ist meine rein persönliche Meinung.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Verfasser » 8. April 2013, 12:20

Thoth hat geschrieben:@Verfasser, mit Verlaub, woher nehmen sie die Unverfrorenheit mich indirekt als " SED-Altkader und Besserwisser " zu bezeichnen?

Mit Verlaub, wenn ich Ihre Frage:

Thoth hat geschrieben:Ihre angeblichen "Beweise" anhand von '1984', was soll das?

lese, mit der Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie meine leicht verständlichen Beweise, dass die DDR ein Orwell-1984-Staat war, nicht kapieren, kann ich nicht anders, als Sie nach wie vor für einen unverbesserlichen kommunistischen Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten, Dogmatiker, Besserwisser und SED-Alterkader zu halten.

Dass Sie ein SED-Altkader sind, liegt auch auf der Hand. Denn es ist unvorstellbar, dass ein kommunistischer Eiferer in der DDR kein wichtiger Kader in der SED war. Dass Sie nicht aus der Kirche ausgetreten sind, sagt schon mal gar nichts. Der KPDSU-Altkader Putin geht jetzt auch wieder eifrig in die Kirche und ist trotzdem ein machtbesessener kommunistischer Hardliner geblieben, der wie in seinen besten Zeiten anders denkende Journalisten und Künstler unterdrückt und ausschaltet (wenn nicht sogar heimlich ermordet).

Thoth hat geschrieben:Falls es Ihnen entgangen ist, der von Ihnen gehuldigte und vergötterte Knabe, welchem es gelingt "Geschichtsschreibung richtig vorzunehmen"; klar im Sinne der Verteufelung; ist in Historikerkreisen sehr stark umstritten und zum "Liebling" des liberalen Feuilleton zählt er auch nicht gerade .......
Thoth

Falls Sie mal die Freundlichkeit hätten, mir anhand von Beispielen zu zeigen, wo Dr. Hubertus Knabe in Historikerkreisen sehr stark umstritten ist und wo er nicht zum "Liebling" des liberalen Feuilleton zählt (möglichst mit nachprüfbaren Zitaten aus dem Internet), wäre ich Ihnen sehr dankbar. Vielleicht würde sich ja herausstellen, dass das gar nicht stimmt, was Sie sagen.

Dass er bei den unverbesserlichen kommunistischen Eiferern, Fanatikern, Fundamentalisten, Dogmatikern, Besserwissern und SED-Alterkadern unbeliebt ist und sie in ihm einen Teufel sehen, wäre nur allzu verständlich.

Denn es ist ja genau umgekehrt, was den Teufel anbelangt. Die unverbesserlichen kommunistischen Eiferer, Fanatiker, Fundamentalisten, Dogmatiker, Besserwisser und SED-Alterkadern fürchten Dr. Hubertus Knabe wie der Teufel das Weihwasser.

Verfasser K.
Zuletzt geändert von Verfasser am 8. April 2013, 12:36, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 8. April 2013, 12:28

Zwecklos
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon karnak » 8. April 2013, 12:30

Thoth hat geschrieben:Zwecklos

Mach was Du willst,aber eine sonderlich gelungene Argumentation ist das nicht gerade. [wink]
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nostalgiker » 8. April 2013, 12:59

Süddeutsche Zeitung

hier ....

...und hier ...

....oder hier ....

Das sind 4 von ca. 290.000 Beiträgen welche die Suchmaschine des Vertrauens lieferte (in 0,24 Sekunden) .....

@Karnak, ich glaube ich erwähnte es irgendwo; mit fanatischen Fundamentalisten welche einen selbsternannten Missionar dessen inoffizielle Titel; aus verschiedenen Publikationen entnommen und nicht von mir : "Stasi-Jäger. Sprecher der Entrechteten. Volkstribun. Insinuist. Opferanwalt. Kommunistenfresser" lauten als ein "neutraler Wissenschaftler" zu benennen, dann ist es wirklich zwecklos sich mit ihm weiter auseinanderzusetzen .....

Thoth
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon karnak » 8. April 2013, 13:10

Schon besser.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Verfasser » 8. April 2013, 14:33

Janko hat geschrieben:Werter "Verfasser".
Bei allen Widrigkeiten die sie erleben mussten und Respekt vor ihrer Personen, bleiben trotzdem immer Fragen unbeantwortet offen und sind sicherlich auch nicht im Rahmen eines derartigen Forum befriedigend für beide Seiten zu lösen.

Persiflage

Werte "Juden".
Bei allen Widrigkeiten, die ihr erleben musstet und allem Respekt vor eurem persönlichen Schicksal der Vergasung, bleiben trotzdem immer Fragen unbeantwortet offen und sind sicherlich auch nicht im Rahmen eines derartigen Forum befriedigend für beide Seiten zu lösen. Stimmt das überhaupt mit den sechs Millionen, was die Siegermächte immer behaupten, um uns zu diffamieren? Mir ist nur so was von ein paar 100 Kriminellen bekannt.

Werte "Juden".
Seid ihr nicht selber ein bisschen Schuld daran, dass ihr eingesperrt und vergast wurdet? Schließlich habt ihr mit eurer Rasse, eurem Charakter, eurer Intelligenz und eurem Können in der Wissenschaft und der Finanzwelt Erfolge erzielt (wozu wir Nazis nicht in der Lage waren, weil wir einfach zu blöd dazu waren) und auf diese Weise Macht erworben, die euch gar nicht zusteht, weil ihr rassisch viel zu minderwertig seid.

Werte "Juden".
Mit eurer Macht, die euch gar nicht zusteht (wegen der minderwertigen Rasse), habt ihr unserem lieben Führer Adolf Hitler und uns Nazis beleidigt und uns den Krieg erklärt: Ihr habt den Weltfrieden gefährdet ( Zitat: Staatsanwalt beim Staatsanwalt des Bezirkes Ba als Anklagevertreter im Prozess am 01.10.1984 Kreisgericht Potsdam gegen den intelligenten Pazifisten K., dem diese Intelligenz gar nicht zusteht, weil er ein klassenmäßig minderwertiger Parteiloser ist):

Bild
Urteil komplett

Werte "Juden".
Ihr solltet euch also nicht wundern, wenn wir Nazis und unser lieber

Friedenskämpfer Adolf Hitler

entsprechend reagieren, euch einsperren und vergasen. Schließlich geht es ja um den Weltfrieden, der durch uns gerettet werden muss.

Janko hat geschrieben:Ohne das ich sie, ihren Sachverhalt, noch Akten etc. detailiert kenne, sind diese Mittel der Analyse, wenn sie denn objektiv gewollt ist, weniger zielführend. Aber wie gesagt /geschrieben, das ist meine rein persönliche Meinung.

Werte "Juden".
Ohne dass ich Euch, Euren Sachverhalt, noch Akten etc. detailiert kenne (also ich weiß nichts von Gas und sechs Millionen), sind diese Mittel der Analyse, wenn sie denn objektiv gewollt sind, weniger zielführend. Aber wie gesagt/geschrieben, das ist meine rein persönliche Meinung.
Verfasser
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon vs1400 » 8. April 2013, 15:52

hallo Ralf,
ich hoffe du bist nicht auf ewig der überzeugung in diesem stil eine sinnvolle diskussion zu entfachen. [denken]

gruß vom Torsten [hallo]

ps.: sorry fürs OT. [blush]
vs1400
 

Re: DDR Opferrente

Beitragvon Janko » 8. April 2013, 16:01

O, ha.....werter "Verfasser", mal zum Verständnis, im allg. reagiere ich höflich

....meinethalben kannst du auch Geschriebens persiflieren, nur wirds dadurch noch verworrener. Wenn du der Meinung bist, das da noch ein Kabarett-oder Theaterstück draus wird, ich kanns nicht verhindern.
Nur....meine Aussage bezog sich lediglich auf die Rolle des "neutralen Wissenschaftler" K. ?, was immer damit gemeint ist und Orwells - 1984 (1948) als das Vordergründige für eine Analyse.
Nicht mehr und nicht weniger. Darauf finde ich in deinem Einakter jedoch keine Reaktion.
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon dein1945 » 8. April 2013, 17:09

Geht es hier noch um DDR Opferrente ? Oder sind wir hier im Politzirkus, langsam bekomme ich einen sehr dicken Hals !

Alle was nicht dazu gehört in ein anderes Thema verschieben, aber schnell !

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Nov65 » 8. April 2013, 17:17

Die Diskutanten um Dr. H. Knabe, die Argumentationen mit dem Umgang mit Juden im Vergleich mit DDR-Verfolgten, die Vernichtungslager des Holocaust im Vergleich mit DDR-Gefängnissen u. a. m. schießen übers Ziel hinaus. Der eine will nicht wahrhaben, weil er abwehrt, und der andere überzieht, um zu überzeugen. Das führt dann unweigerlich zu einem Niveau, wo ein Halt-ein geboten ist.
Bislang waren die Darlegungen von verfolgten Zeitzeugen sehr aufschlussreich. So sollte es weitergehen.
Gruß, Andreas
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon dein1945 » 8. April 2013, 17:20

ABV hat geschrieben:Gegen einen dicken Hals soll gelegentliches Gurgeln helfen. [wink]

Gruß Uwe


Uwe,
ich kann garnicht soviel trinken wie ich gurgeln muß, aber fang lieber mit dem splitten an!

Gruß von der Spree
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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 8. April 2013, 17:50

dein1945 hat geschrieben:Geht es hier noch um DDR Opferrente ? Oder sind wir hier im Politzirkus, langsam bekomme ich einen sehr dicken Hals !

Alle was nicht dazu gehört in ein anderes Thema verschieben, aber schnell !

aus Berlin


Tja, in einem Forum wie diesen, scheint es nur normal, dass das eigentliche Thema zerredet
und Nebenkriegsschauplätze eröffnet werden. Ich denke mal, dass gehört aber irgendwie
dazu, denn auch ich tendiere dann dazu, da mitzumischen.

Aber recht hast Du natürlich schon, da sich interessierte Leser, sicherlich darüber ärgern, wenn
sie hier nach Informationen suchen.

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 8. April 2013, 18:05

Haste natürlich Recht, Uwe [hallo]

und deshalb geht es gleich weiter.

LG

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Re: DDR Opferrente

Beitragvon Spartacus » 8. April 2013, 18:05

Also es gibt schon etwas Neues, wie ich vor kurzem informiert wurde:

Weitere Voraussetzung: finanzielle Bedürftigkeit

Einkommensgrenzen, ohne Einkommen des Ehepartners/Lebensgefährten und bestimmte Rentenleistungen (Stand: Januar 2013):
EUR 1.146 bei Alleinstehenden
EUR 1.528 bei Verheirateten, Lebenspartnerschaft und bei ehe- oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaften

Für jedes Kind, für das ein Anspruch auf Kindergeld besteht, erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere EUR 382.


Quelle: http://amt24.sachsen.de/ZFinder/verfahr ... id=48358!0

Genau das von mir unterstrichene ist neu.

Was bedeutet das nun konkret für die Bedürftigen?

Die Gesamtsumme für Verheiratete mit Kind ( siehe Link oben) wird immer im Januar neu angepasst.

Aktuell also 1.910 Euro brutto. Wenn ein Anspruchsberechtigter mit Kind also beispielsweise 2.300 Euro brutto verdient, so ist er nicht außen vor, denn hier wird nun abgerechnet:

- alle Sozialabgaben ( also Krankenkasse, Soli, Rente, Arbeitslosenvers. etc)
- dann noch alle privaten Aufwendungen, also Versicherungen, wie etwa Haftpflicht, Unfall etc.

so das man sehr schnell bei der Grenze von 1.910 Euro angelangt ist.

Ist praktisch wie eine Steuererklärung.

Für die Beantragung der Opferrente braucht man dann noch die ganzen üblichen Dokumente, wie etwa den Rehabilitierungsbescheid, Führungszeugnis usw. ( steht auch alles im Link)

Ich habe das per Anruf abgeklärt, es ist also sicher so [super]

Liebe Grüße

Sparta


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