Wehrkundeunterricht in der Schule

Alles über die Schulsysteme, die Hochschulen und Universitäten in der DDR/BRD u.s.w.

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon lethale iniectio » 11. Januar 2013, 09:53

SkinnyTrucky hat geschrieben:...das man in Leipzig schon immer anders dachte, wie auf dem Dorf....


Mit Sicherheit.... dass lehren uns ja auch die Demos!! [wink]

Aber wenn du möchtest, dann nehme ich dich aus dem Club derer denen es Spaß gemacht hat, auch mit raus!
Nur redet nicht immer, von Allen und Keinen, nur weil ihr eure Jugend jetzt unbedingt in Abrede stellen wollt!!
Es gibt Menschen auf Erden, die sich heute noch gerne an ihre (in der DDR) Jugend zurück erinnern und das sind nicht gerade wenig, da ist nichts mit Allen, Jedem und Keinem, dass sollte man auch berücksichtigen!

Es tut mir schrecklich leid, wenn du nur diese eine Jacke hattest, aber da ist nicht die DDR dafür verantwortlich unsere Jungs waren im Besitz mehrerer Jacken, aber sie trugen die GST Jacken gerne, es war eben männlich und sie waren Teenager und keine schon immer alles gewusst habenden und reden heute noch mit Lachanfällen über diese Zeit!!
lethale iniectio
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 10:05

Naja Kertin, wenn man die Bilder der Demos anschaut, sieht man verschwindend wenig Menschen die eine GST-Jacke anhatten....

....und klar, et gibt auch Menschen, die die damalige Hitlerjugend heute noch immer toll finden....da gab es sogar ein Pedant für Mädchen....

....nee Kerstin, richtig lesen, ich hatte auch eine DRK-Jacke, genauso robust aber zum Schweine- und Biberausmisten war sie mir dann doch zu schade....

....stell dir ma vor, man hätte die GST-Klamotten im Stil der Bomberjacken gehalten, mein Gott, die männliche Jugend hätte reihenweise Tumore bekommen vom erhöhten Testosteron....die Beliebtheit dieser Jacken kann man heut noch spüren im Osten, wo sich so manche Kameradschaft damit sehr übermännlich fühlt....

groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon lethale iniectio » 11. Januar 2013, 10:13

SkinnyTrucky hat geschrieben:Naja Kertin, wenn man die Bilder der Demos anschaut, sieht man verschwindend wenig Menschen die eine GST-Jacke anhatten....
....und klar, et gibt auch Menschen, die die damalige Hitlerjugend heute noch immer toll finden....da gab es sogar ein Pedant für Mädchen....
....nee Kerstin, richtig lesen, ich hatte auch eine DRK-Jacke, genauso robust aber zum Schweine- und Biberausmisten war sie mir dann doch zu schade....
....stell dir ma vor, man hätte die GST-Klamotten im Stil der Bomberjacken gehalten, mein Gott, die männliche Jugend hätte reihenweise Tumore bekommen vom erhöhten Testosteron....die Beliebtheit dieser Jacken kann man heut noch spüren im Osten, wo sich so manche Kameradschaft damit sehr übermännlich fühlt....


Mara, der ganze Beitrag tut einfach nur noch weh, tut mir leid und darauf werde ich auch nicht eingehen!!

@Sirius, deinem Beitrag stimme ich voll und ganz zu, aber nach der Denke von manch einem User hier... kann da wohl nur die Heilsarmee helfen, obwohl die auch straffe Hierarchien hat!!
lethale iniectio
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 10:17

Ja, die Wahrheit schmerzt zuweilen....ich versteh dich....

niks für ungut

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon lethale iniectio » 11. Januar 2013, 10:21

SkinnyTrucky hat geschrieben:Ja, die Wahrheit schmerzt zuweilen....


Deine Wahrheit... oder was du für diese halten tust, nicht mehr und nicht weniger!!!
lethale iniectio
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Sirius » 11. Januar 2013, 10:23

SkinnyTrucky hat geschrieben:....und klar, et gibt auch Menschen, die die damalige Hitlerjugend heute noch immer toll finden....da gab es sogar ein Pedant für Mädchen....



Dazu muss ich jetzt einen Beitrag von Pentium - der ihn aus Wikipedia entnommen hat - zitieren, der passt hier so gut. Du musst nur "Rainer-Maria" durch "Skinny Trucky" ersetzen:

Wie kommst du auf den Herrn aus Braunau? Rainer-Maria! Mal ein Hinweis!

Godwin’s law (englisch für „Godwins Gesetz“) ist ein Begriff aus der Internetkultur, der von dem Rechtsanwalt und Sachbuchautor Mike Godwin 1990 geprägt wurde. Es besagt, dass im Verlaufe längerer Diskussionen, beispielsweise in Usenet-Newsgroups, mit zunehmender Dauer die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Nazi-Vergleich einbringt, gegen den Wert Eins tendiert. Ähnlich wie Murphys Gesetz enthält es eine sarkastische oder auch ironische Dimension.

Auf Englisch lautet die Regel:

“As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one.”
„Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.“
– Mike Godwin

Wie fast alle „Usenet-Gesetze“ ist auch Godwin’s law keine naturwissenschaftliche Regel oder Gesetz, sondern eine Vorhersage auf Grundlage der Erfahrung. Godwin’s law wird häufig nicht nur bei „Nazi“-Vergleichen, sondern auch anderen moralisch belegten Formeln herangezogen.
Teilweise wird diese Interpretation angewendet, ohne zu überprüfen, ob der Nazi-Vergleich im Kontext legitim sein könnte. Zudem wird oftmals der Autor des Vergleiches zum Verlierer der Diskussion erklärt. Der Text von Godwin’s law sagt jedoch weder aus, dass ein solcher Vergleich bedeute, dass die Diskussion vorbei sei, noch besagt er, dass der Verlierer gefunden sei. Häufig verschiebt sich die Diskussion nach der Erwähnung von Godwin jedoch zu einer Diskussion darüber oder über das Nazi-Thema. Damit verlässt der Thread das ursprüngliche Thema, so dass die vorherige Diskussion nicht mehr fortgeführt wird.

Quelle: Tante Wiki

Was will ich damit ausdrücken? Rainer-Maria, bitte keine Nazi-Vergleiche!

http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=6&t=4693&p=83787#p83787
Benutzeravatar
Sirius
 
Beiträge: 3915
Registriert: 21. September 2011, 10:01

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 10:30

Nazivergleiche bieten sich in der Diskussion aber an, denn es ist mehr wie offensichtlich, das nach ähnlichen Muster Jugendarbeit betrieben wurde....irgendwie gab es für jede Truppe bei den Braunen eine Äquivalente bei den Roten....

groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 10:34

lethale iniectio hat geschrieben:
SkinnyTrucky hat geschrieben:Ja, die Wahrheit schmerzt zuweilen....


Deine Wahrheit... oder was du für diese halten tust, nicht mehr und nicht weniger!!!


Wieso, dir tut's doch weh....oder wie war das.... [shocked]
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Sirius » 11. Januar 2013, 10:36

SkinnyTrucky hat geschrieben:Nazivergleiche bieten sich in der Diskussion aber an, denn es ist mehr wie offensichtlich, das nach ähnlichen Muster Jugendarbeit betrieben wurde....irgendwie gab es für jede Truppe bei den Braunen eine Äquivalente bei den Roten....

groetjes

Mara


Mara, der Vergleich passt insofern nicht, dass es bei der von Merkur vorgeschlagenen "Jugendarbeit" heute nicht um eine ideologische Komponente gehen soll, ebenso nicht um eine Kriegsvorbereitung, sondern darum, bestimmte Jugendliche von der Straße zu bekommen - so habe ich jedenfalls Merkur verstanden.
Benutzeravatar
Sirius
 
Beiträge: 3915
Registriert: 21. September 2011, 10:01

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 10:42

Sirius, ich vergleiche doch garnich mit heute bei dem Vergleich....

....was ich zum Heute geschrieben habe als Antwort auf Merkur, war doch frei davon....

groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Nov65 » 11. Januar 2013, 10:47

Sirius hat geschrieben:
SkinnyTrucky hat geschrieben:Nazivergleiche bieten sich in der Diskussion aber an, denn es ist mehr wie offensichtlich, das nach ähnlichen Muster Jugendarbeit betrieben wurde....irgendwie gab es für jede Truppe bei den Braunen eine Äquivalente bei den Roten....

groetjes

Mara


Mara, der Vergleich passt insofern nicht, dass es bei der von Merkur vorgeschlagenen "Jugendarbeit" heute nicht um eine ideologische Komponente gehen soll, ebenso nicht um eine Kriegsvorbereitung, sondern darum, bestimmte Jugendliche von der Straße zu bekommen - so habe ich jedenfalls Merkur verstanden.

Ich bin auch der Meinung, dass eine interessante Jugendarbeit, bei der auch Lagerfeuer und körperliche Herausforderungen Bestandteile sind, heute unverzichtbar ist. Ohne wehrsportliche Komponenten. Wir waren uns alle einig, dass Gewalt zurückgedrängt werden muss-siehe Thread mit Schusswaffen.Dazu muss der Staat aber das erforderliche Geld bereitstellen.
Gruß, Andreas
Nov65
 
Beiträge: 4338
Registriert: 1. März 2012, 14:09
Wohnort: Plau am See in M-V

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Wosch » 11. Januar 2013, 12:09

Merkur hat geschrieben:Ich fand die vormilitärische Ausbildung insgesamt gar nicht schlecht, stärkte sie doch Körper und Geist. So ein Programm würde ich den auf den Bahnsteigen rumrotzenden Teenagern auch gönnen. Ein wenig Militärsport, orientieren im Gelände, Erstversorgung von Wunden und die Bewegung in geschlossenen Formationen würden so manchem schlaffen Körper gut tun.


Dann müßtest Du ja eigentlich die vormilitärische Ausbildung der nationalsozialistischen Jugend ebenfalls als gar nicht so schlecht finden, oder besteht da ein Widerspruch und wenn, worin bestand der? Nun laß aber mal bitte dabei die spätere Verwendung, bzw. dessen Ziel außen vor, denn ich meinte nur die "Ausbildung", Wehrübungen, Zeltlager, Fahnenapell und das Absingen von "fröhlichen" Liedern, genau wie in der DDR.
Hast Du bei Deiner Aufzählung nicht vielleicht auch die "schlaffen" Hirne vergessen, denen diese militärsportlichen Orientierungen einen inhumanen Standpunkt zum Umgang mit dem "Klassenfeind" eintrichtern sollten und was hat das am Ende Alles gebracht, war die Jugend dadurch damals besser wie die heutige?

Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
Benutzeravatar
Wosch
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4204
Bilder: 0
Registriert: 24. April 2010, 23:13
Wohnort: Kassel, im Januar 1962 aus der DDR geflohen.

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Wosch » 11. Januar 2013, 12:38

lethale iniectio hat geschrieben:Wenn ich an die Jungs in unserem Viertel (welches nicht gerade klein war) denke, die waren stolz wie Oskar in ihren GST Klamotten
und fühlten sich wie Männer.
[flash]

Selbst wenn wir uns in der Clique trafen und sie kamen mit ihren Mopeds, hatten sie ihre GST Jacken an und lümmelten lässig auf ihren Mopeds.
Wenn ich das hier so lese, bekomme ich das Gefühl, dass es wirklich nur ums lamentieren geht, denn die damalige Realität sah dann doch wohl die Mehrheit betreffend anders aus, die hatten einfach nur Spaß bei der Sache.
Natürlich nehme ich da den Klavier- und Flötenschüler mal raus, der war vielleicht wirklich nicht dafür geschaffen!
Andererseits beschwert sich dann aber wieder Einer, der zur damaligen Zeit in Vereinen war, die ich nicht mal kannte, da kann doch das Erlebte, gar nicht so übel gewesen sein!! [wink]



Kerstin, es gibt auch andere Beispiele: Zum 34. Jahrestag der DDR gab es am Vorabend (6. Oktober) die übliche Militär-Parade in Ost-Berlin. Ich war damals dabei (natürlich nur als Zuschauer) und konnte selber sehen, wie sich beteiligte GSTler nach der Parade als erstes ihrer GST-Klamotten entledigten und wieder wie ganz normale Passanten rumliefen. Sicher waren das nicht alle der "Kameraden" aber doch sehr Viele. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sie damit ihren Stolz auf diese "Klamotten" ausdrücken wollten, eher glaube ich daß sie sich sehr unwohl in dieser "Verkleidung" gefühlt hatten. Nun rede ich vom Jahr 1983 und von Ost-Berlin.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
Benutzeravatar
Wosch
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4204
Bilder: 0
Registriert: 24. April 2010, 23:13
Wohnort: Kassel, im Januar 1962 aus der DDR geflohen.

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Neun » 11. Januar 2013, 12:46

augenzeuge hat geschrieben:Das die Mehrheit des Volkes Probleme mit dem Wehrkundeunterricht hatte, konnte man auch an den Slogans der Demos erkennen.

AZ


Von einem Solagan auf einem Demoplakat gleich auf die Mehrheit des Volkes zu schließen hat schon was; dafür muss man wohl Demokrat sein? [super]
Bild
Neun
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon augenzeuge » 11. Januar 2013, 12:55

Neun hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Das die Mehrheit des Volkes Probleme mit dem Wehrkundeunterricht hatte, konnte man auch an den Slogans der Demos erkennen.

AZ


Von einem Solagan auf einem Demoplakat gleich auf die Mehrheit des Volkes zu schließen hat schon was; dafür muss man wohl Demokrat sein? [super]
Bild


Neun, weißt du was? Als ich das schrieb, dachte ich gleich an dich...und ahnte, dass du das monieren würdest. [flash] Aber gut, die Mehrheit saß im Sessel bzw. stellte sich gegen die Demonstranten...und verlor gegen die Minderheit den Kampf..... [denken]

Später im März 1990 durfte dann die echte Mehrheit entscheiden. Und die entschied so, wie es die demonstrierende "Minderheit" 6 Monate früher forderte.... [wink]

AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 96021
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Wosch » 11. Januar 2013, 12:56

Neun hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Das die Mehrheit des Volkes Probleme mit dem Wehrkundeunterricht hatte, konnte man auch an den Slogans der Demos erkennen.

AZ


Von einem Solagan auf einem Demoplakat gleich auf die Mehrheit des Volkes zu schließen hat schon was; dafür muss man wohl Demokrat sein? [super]



Nach Deiner Logik, lieber Felix" war es sicher auch nicht die Mehrheit der DDR-Bevölkerung, die Euch vom MfS in die "Wüste" oder "Produktion" schicken wollte, oder? Nein,für solche Antworten braucht man nicht unbedingt ein "Demokrat" zu sein, es reicht schon eine etwas "realistische" Einschätzung.
Schönen Gruß aus Kassel. [hallo]
Ich bin stolz darauf, noch nie den "Melde-Button" benutzt zu haben!
Mecklenburger sind nicht nachtragend, aber vergessen tun sie auch nicht!
Benutzeravatar
Wosch
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 4204
Bilder: 0
Registriert: 24. April 2010, 23:13
Wohnort: Kassel, im Januar 1962 aus der DDR geflohen.

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Interessierter » 11. Januar 2013, 12:57

Neun hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Das die Mehrheit des Volkes Probleme mit dem Wehrkundeunterricht hatte, konnte man auch an den Slogans der Demos erkennen.

AZ


Von einem Solagan auf einem Demoplakat gleich auf die Mehrheit des Volkes zu schließen hat schon was; dafür muss man wohl Demokrat sein? [super]


Um Vernehmer in der DDR zu werden, durfte man es zweifelsfrei nicht sein ! [grin]

" Der Interessierte "
Interessierter
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Neun » 11. Januar 2013, 13:10

augenzeuge hat geschrieben:Neun, weißt du was? Als ich das schrieb, dachte ich gleich an dich...und ahnte, dass du das monieren würdest. [flash] Aber gut, die Mehrheit saß im Sessel bzw. stellte sich gegen die Demonstranten...und verlor gegen die Minderheit den Kampf..... [denken]


Unbestritten wollte die absolute Mehrheit aller Bürger Veränderungen in der DDR, alles andere was dann daraus wurde sei mal dahingestellt. Du hast deine Mehrheitsbestimmung jetzt allerdings speziell auf den Wehrkundeunterricht abgestellt und wegen dem war mit Sicherheit noch nicht einmal die Mehrheit der Demonstranten auf der Straße!

Deine obige Aussage ist also durch nichts zu belegen, auch wenn sich unbestritten durchaus Bürger daran störten.
Neun
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon augenzeuge » 11. Januar 2013, 13:19

Neun hat geschrieben: Deine obige Aussage ist also durch nichts zu belegen, auch wenn sich unbestritten durchaus Bürger daran störten.


Du willst mir jetzt nicht erzählen, dass die Mehrheit von WKU begeistert war.....?

Aber sei es drum, die Mehrheit entschied bei der Wahl....und da fiel der WKU voll durch.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 96021
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Neun » 11. Januar 2013, 13:34

Nein will ich nicht, der Mehrheit wars wahrscheinlich relativ egal. Mir ist auch nicht bekannt dass bei der Wahl explizit über den WKU abgestimmt wurde. Heute schickt dafür die Bundeswehr ihre Jugendoffiziere in die Schulen und wirbt für ihre "Abenteuercamps". http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 55922.html
Neun
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon augenzeuge » 11. Januar 2013, 13:38

Neun hat geschrieben: Heute schickt dafür die Bundeswehr ihre Jugendoffiziere in die Schulen und wirbt für ihre "Abenteuercamps".


Ja das müssen die auch tun. Es gibt ja keine Wehrpflicht mehr.....und somit wenig Nachwuchs.
AZ
"Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist."
„Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war“.
"Es ist manchmal gefährlich, Recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat. (Voltaire)"
Benutzeravatar
augenzeuge
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 96021
Bilder: 20
Registriert: 22. April 2010, 07:29
Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 13:55

Wie kann man es eigendlich verstehen, das es keine Wehrpflicht mehr gibt....???? Also ich hab in der Schule noch gelernt, das der böse Imperialismus auch noch ein ganz doller Militarismus ist....noch viel viel schlimmer als der Osten mit seiner Friedensarmee wo selbst die Kampfanzüge eine Homage auf friedliche Kiefernwälder darstellten.... [shocked]

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Nov65 » 11. Januar 2013, 14:02

Wisst Ihr, ich kann mir gut vorstellen, dass sich in ihrer Sicherheit bedrohte Staaten auch um eine vormilitärische Ausbildung ihrer Jugend kümmern, um sie schnell im Einsatzfall fit zu kriegen. Das ist doch normal, oder? Israel hat zum Einsatz von Frauen eine deutlichere Meinung als Deutschland. Wie in Israel die Jugend bereits herangezogen wird, weiß ich nicht, hat mich bisher nicht interessiert.
Es ist erwiesen, daß in der DDR die vormilitärische Ausbildung der Jugend hohe Priorität hatte. Berufsschullehrer waren in ihrem Arbeitsvertrag verpflichtet, als Ausbilder an der vorm. Ausbildung teilzunehmen. Verweigerte sich jemand,Lehrling oder Lehrer, war das dessen Aus.
Wir diskutieren heute, ob eine vormilitärische Ausbildung oder Wehrkundeunterricht an eine Schule gehörte oder noch heute gehört. Im Sinne einer humanistischen Erziehung jeder Schuljugend gehört das Kriegshandwerk auf keinen Fall zum Erziehungsinhalt, gestern nicht und heute nicht.
Seid gegrüßt von Andreas
Nov65
 
Beiträge: 4338
Registriert: 1. März 2012, 14:09
Wohnort: Plau am See in M-V

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Neun » 11. Januar 2013, 14:33

SkinnyTrucky hat geschrieben:Wie kann man es eigendlich verstehen, das es keine Wehrpflicht mehr gibt....???? Also ich hab in der Schule noch gelernt, das der böse Imperialismus auch noch ein ganz doller Militarismus ist....

Mara


Du bist sicherlich nicht wirklich so dumm wie Du dich jetzt gerade stellst! Genau das waren offiziell die Gründe für die Abschaffung der Wehrpflicht:
- effektiver
- flexibler
- schlagkräftiger
- ständig 10.000 Soldaten zeitgleich durchhaltefähig für Einsätze verfügbar halten
- weltweit einsetzbar ohne Beschränkungen durch Nichteinsetzbarkeit von Wehrpflichtigen

Da standen dann also rein humanistische Friedensgedanken hinter der Abschaffung der Wehrpflicht! Manchmal sollte man über das was man verfasst vorher auch einmal nachgedacht haben.
Neun
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 14:44

Neun hat geschrieben:Manchmal sollte man über das was man verfasst vorher auch einmal nachgedacht haben.


Ja, hab ich Feliks....

....noch 'ne Frage, warum war das Militärregime im Osten viel härter als im Westen....im Westen war man am Wochenende für gewöhnlich zu Hause und auch die Dienste kannten pro Tag auch weniger Stunden, nach Dienstschluss konnte man raus aus der Kaserne und und und....

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Neun » 11. Januar 2013, 14:59

Weil der Westen wusste das der Osten friedlich ist und nicht angreift, der Osten musste beim BBKF etwas mehr Befürchtungen haben.

So und jetzt im Ernst, dass lässt sich wohl auf die vorherrschende sowjetische Militärdoktrin zurückführen. Das Trauma des Überfalls vom 22.6.1941 saß halt tief, das sollte sich nicht wiederholen. War natürlich etwas Überzogen aber geschichtlich begründet.
Neun
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon SkinnyTrucky » 11. Januar 2013, 15:33

Wie jetz, der Westen brauchte nich so doll Angst haben....???? War es nich eher so, das man sich im Osten nich ständig in Revolution wähnte und eigendlich die ganze Welt kommunistisch werden lassen wollte....man sagte doch, das man sich im ständigen Klassenkampf befand und das Ziel der weltweite Kommunismus ist....

....mir klingen die Parolen noch im Ohr und sag jetz nich, das man das im Westen nicht auch registrierte....

Hör ma, oft sind es die naiven Fragen, die beantwortet gehören....

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
Benutzeravatar
SkinnyTrucky
Flucht und Ausreise
Flucht und Ausreise
 
Beiträge: 9275
Bilder: 73
Registriert: 25. April 2010, 20:07
Wohnort: at the dutch mountains

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Neun » 11. Januar 2013, 15:54

So und jetzt im Ernst
Bedeutet eigentlich dass der Teil darüber nicht ernst gemeint war.
Neun
 

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Sirius » 11. Januar 2013, 17:05

SkinnyTrucky hat geschrieben:Wie jetz, der Westen brauchte nich so doll Angst haben....???? War es nich eher so, das man sich im Osten nich ständig in Revolution wähnte und eigendlich die ganze Welt kommunistisch werden lassen wollte....man sagte doch, das man sich im ständigen Klassenkampf befand und das Ziel der weltweite Kommunismus ist....

....mir klingen die Parolen noch im Ohr und sag jetz nich, das man das im Westen nicht auch registrierte....

Hör ma, oft sind es die naiven Fragen, die beantwortet gehören....

Mara


Neun hat ja schon die richtige Antwort gegeben - die hohe Präsenz auch am Wochenende war eine sowjetische Forderung. Im Westen sah man das etwas lockerer. Man hielt einen "Angriff aus dem Stand" aus dem Osten für eher unwahrscheinlich, denn man ging bei der NATO davon aus, dass für einen erfolgreichen Angriff auf den Westen vorher Reserven aus der Sowjetunion herangeschafft werden mussten. Deshalb wurden die Transportwege mit militärischen Satelliten überwacht - mit Radarsatelliten. Dazu kamen die Beobachtungen der Verbindungsmission. Außerdem gab es weitere Aufklärung direkt in Moskau, wo die CIA aus der US-Botschaft heraus z.B. sämtliche Telefongespräche, die von hohen Politikern per Autotelefon geführt wurden, abgehört wurden. Dann hatte der Westen noch Agenten im sowjetischen Militär. In der Summe hielt man sich wohl für ausreichend informiert, um einen bevorstehenden Angriff rechtzeitig zu erkennen.
Benutzeravatar
Sirius
 
Beiträge: 3915
Registriert: 21. September 2011, 10:01

Re: Gehören Wehrsportübungen in den Schulunterricht?

Beitragvon Hamiota » 11. Januar 2013, 17:39

SkinnyTrucky hat geschrieben:Wie jetz, der Westen brauchte nich so doll Angst haben....???? War es nich eher so, das man sich im Osten nich ständig in Revolution wähnte und eigendlich die ganze Welt kommunistisch werden lassen wollte....man sagte doch, das man sich im ständigen Klassenkampf befand und das Ziel der weltweite Kommunismus ist....

....mir klingen die Parolen noch im Ohr und sag jetz nich, das man das im Westen nicht auch registrierte....

Hör ma, oft sind es die naiven Fragen, die beantwortet gehören....

Mara


Ich dachte immer das man "Revolution" nicht exportieren könne! Jedenfalls habe ich dass so in Erinnerung!
Hamiota
 

VorherigeNächste

Zurück zu Lernen und Wissen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste