manudave hat geschrieben:Icke,
was Walesa vom Stapel gelassen hat, ist nicht wirklich neu. Denk mal an das Buch "Urbi et Gorbi" von Joachim Jauer. Dort wird der Papst in ähnlicher Rolle dargestellt...
Wenn ich mir jetzt die Glorifizierung der damaligen GT bzw. PKE in Berlin so anschaue und von "...was wollten die schon machen" lese, fällt mir ein Beitrag von S51 ein. Der saß damals mit LKWs in der Menschenmenge und unter der Plane waren Granatwerfer, wenn ich mich recht erinnere...
Von welchen Lkw und Granatwerfern schreibst du bitte?
Die Grenzöffnung habe ich als Offiziersschüler in Aschersleben "erlebt". Ich glaube, da kamen wir gerade von einer Demo in Leipzig, Halle oder Berlin als es in den Nachrichten zu hören war.
In Leipzig oder sonst auf den Demos hatten wir keine Granatwerfer mit. Es gab lediglich pro Zug eine MPi mit Wurfbecher, sechs CN-Reizwurfkörpern und einer Packung Platzpatronen für den Verschuß von Tränengas. Einer dieser MPi-Schützen war ich, ja. Zwar konnte man mit diesem aufschraubbaren Gerät auch Handgranaten verschießen aber wir hatten keine bei. Überhaupt keine scharfe Munition, auch nicht für unsere Pistolen. Jedenfalls am 9. Oktober 1989, später hatten wir dann auch wieder ein Magazin für unsere M-74 (damit ist eine Pistole im Kaliber 7,65 mm gemeint, nicht die MPi!) mit sieben Schuß dabei. Aber nur unterladen. Für die MPi gab es nie scharfe Munition bei solchen Einsätzen. Nicht vor dem Oktober 89 und nicht danach. Schon gar keine Granaten.
Granatwerfer (120 mm) gab es in Berlin, ja. Zum Beispiel in der Kaserne an der Elsenstr. Sie wurden aber nie im Grenzdienst mitgenommen und schon gar nicht vom Lkw aus abgefeuert. Den hätte es glatt umgeschmissen oder durchgebrochen. Eine 120-er Granate wog um die 16 Kilo ohne Ladung! Der Granatwerfer wurde mit einer Öse unterm Rohr ähnlich wie ein kleiner Lkw-Anhänger an die Kupplung gehängt aber abgefeuert konnte er nur von der Stellung aus werden.