Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 20. Dezember 2012, 22:18

ABV hat geschrieben:Du hast wie immer nichts verstanden Volker.


@ABV,
so wird es sein mit Deiner Feststellung, Uwe... [denken]

Bisher bin ich recht gut mit eigener Kraft, Zuversicht und Beharrlichkeit an mein persönliches Ziel gelangt.

Uwe, eins habe ich verstanden, meines Erachtens werde ich es hier nie allen recht machen.
Allerdings hatte ich Dich ein paar mal öffentlich angemahnt, administrative Pflichten zu ergreifen, was scheinbar nicht in Dein Schema passte. Also habe ich mich letztendlich klar positioniert und mit einem Ex-User solidarisiert. Meine Sichtweise auf einige Dinge sind eben abweichend von DEINER Norm.

Meine Normung ist also eine andere, deshalb werde ich mich wegen Dir nicht verbiegen.

Wir müssen uns nun mal ertragen, selbst wenn ich nichts verstanden habe... [wink]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 20. Dezember 2012, 22:28

ex-maja64 hat geschrieben: Wenn du schon hier als oberster Forumsrichter aufrittst, so nehme doch bitte auch die Entgleisungen anderer Admin/Mods. hier zur Kenntnis!
ex-maja64 [santa]


Wenn du der Meinung bist, dass admins hier entgleisen, dann wende dich am besten an den admin deines Vertrauens. Möglicherweise wird er dir dazu Erläuterungen geben können.

AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Wosch » 20. Dezember 2012, 22:30

ex-maja64 hat geschrieben:Werter Herr aus Kassel.

Deine Entgleisungen gegenüber den Admin @ABV, sie sind hier mittlerweile zur Gewohnheit geworden.
Wenn du schon hier als oberster Forumsrichter aufrittst, so nehme doch bitte auch die Entgleisungen anderer Admins/Mods. hier zur Kenntnis!
Dein "Geschrei" mag man wohl von Kassel bis Garmisch-Partenkirchen hören, es ficht aber Viele hier nicht mehr an!

Ohne Gruss

ex-maja64 [santa]



Mir reicht es schon wenn es der Richtige hört!! Ansonsten immer weiter mit dem dicken Fell durch den Winter. Um Dich mach ich mir diesbezüglich keine Sorgen, Super Mario.
[santa]
Wosch
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon ex-maja64 » 20. Dezember 2012, 23:15

augenzeuge hat geschrieben:Wenn du der Meinung bist, dass admins hier entgleisen, dann wende dich am besten an den admin deines Vertrauens. Möglicherweise wird er dir dazu Erläuterungen geben können.



Danke für den Hinweis [crazy] , ich habe das aber schon, seitdem ich in diesem Forum User bin so gehalten. [wink]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 21. Dezember 2012, 07:56

Der war schön, ich musste so lachen...dieses sinngemäß: "Also werter User, sollte dir doch vor Kummer etwas auf der Seele drücken dann wende dich am besten an den Admin deines Vertrauens. Aber sieh dich vor, erwische dabei nicht den Falschen siehe den Jörg (das ist der junge Ostwestwechsler), denn der sperrt auch mal schnell alle mit Anfangsbuchstaben H wie Hamiota oder I wie inel."

Nur der icke unser Echtholzwessi, der ist sowas von Diplomat, der bekommt das hin und uns ABV verwarnt halt wie früher der ABV im Wohngebiet...bevor es dann bei Nichtbeachtung in den Jugendwerkhof ging, mit der richtigen Kriminalpolizei abging.

Rainer-Maria hatte ich noch Einen vergessen...egal
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 21. Dezember 2012, 08:36

Edelknabe hat geschrieben: Aber sieh dich vor, erwische dabei nicht den Falschen siehe den Jörg...denn der sperrt auch mal schnell alle mit Anfangsbuchstaben H wie Hamiota oder I wie inel."


Dat der dat darf? [shocked] Dann nimm dich nur in acht....Heiner.... [grin]

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 21. Dezember 2012, 23:51

zum thema http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=15&t=457&p=4114&hilit=stasi+in+der+truppe#p4114 gibt es ja bereits nen fred.
könnte man das nicht eventuell ab http://neues-forum.info/forum/viewtopic.php?f=15&t=829&start=210 , speziell ab ... von Neun » 19. Dezember 2012, 15:47 ... mit dem "stasi in der truppe" zusammenfügen?

gruß vs
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 22. Dezember 2012, 09:40

Hallo, vs,

die Themen sind nicht identisch, denke ich. Und das andere Thema (Stasi in der Truppe) besteht nur aus einer Seite.
Es ist gut, wenn wir hier den Hinweis auf das Thema geben, viewtopic.php?f=15&t=457&p=4114
...aber ich würds noch so lassen. Man müsste dagegen einige Beiträge rauswerfen, die sich nur mit Personen anstatt mit dem Thema beschäftigen. Wohin die Diskussionen gehen, weiß man ja letztendlich nicht genau. Obwohl, bei manchen Usern kann man das fast vorhersagen..... [flash] Schau mer mal.

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon manudave » 22. Dezember 2012, 15:25

Jörg, wenn wir das machen würden, hätte einige User kaum Beiträge und müssten sich selbst auf Listen setzen, die sie kürzlich gepostet haben. [laugh]
Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 22. Dezember 2012, 18:14

Sehr interessanter Bericht. Auch das ABV den Interessierten hier überholt hat, ohne ihn natürlich einzuholen.....respekt. [flash]

Davon gingen damals viele Menschen aus:

Zitat: "Ein erster Ost-Berliner Kommissionsbericht, der sich mit den Folgen des Honecker-Befehls vom September 1989 zur "Gewährleistung von Sicherheit und Ordnung" am 40. DDR-Jahrestag befaßte, kam kurz nach der Wende zu dem Schluß, die Befehlshaber hätten wohl auch eine gewaltsame "chinesische Lösung" einkalkuliert."

Von einem neuen Schießbefehl ab 10/1989 ist mir bisher nichts bekannt geworden. Theoretisch sollte das aber Rainman wissen....müssen.

AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 23. Dezember 2012, 10:08

Wenn es einen Schießbefehl am 9.11.89 noch gegeben hätte, dann wäre dies sicher von Harald Jäger bei seinen Schilderungen der Grenzöffnung erwähnt worden.

Gibts eigentlich einen Menschen, der Jägers Verdienst nicht würdigt?

AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Icke46 » 23. Dezember 2012, 10:31

augenzeuge hat geschrieben:
Gibts eigentlich einen Menschen, der Jägers Verdienst nicht würdigt?

AZ


Wenn Du diese Frage so rhetorisch stellst: Ich glaube, da gibt es einige, Merkel, Steinmeier, Gauck etc. - nur mal als Beispiele.

Zu bemerken war das bei den Feierlichkeiten 2009 zum 20jährigen Jubiläum der Öffnung des Übergangs Bornholmer Straße. Da waren die ganzen Helden von damals (Merkel, Biermann etc...) aufgeboten, die heldenhaft wieder die Grenze überschritten - da war so ein Diktatorenscherge wie Harald Jäger nicht erwünscht.

Ich glaube, man liest, dass mich dieser Ablauf heute noch ärgert - weil man damals wieder mal eine Chance vertan hat, zu zeigen, dass es damals auch eine Gemeinschaftsaktion von vernunftbegabten Menschen war - egal, ob und welche Uniform sie zu der Zeit trugen.

Gruss

icke
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nostalgiker » 23. Dezember 2012, 11:01

icke46 hat geschrieben:

Zu bemerken war das bei den Feierlichkeiten 2009 zum 20jährigen Jubiläum der Öffnung des Übergangs Bornholmer Straße. Da waren die ganzen Helden von damals (Merkel, Biermann etc...) aufgeboten, die heldenhaft wieder die Grenze überschritten - da war so ein Diktatorenscherge wie Harald Jäger nicht erwünscht.

Gruss

icke


Das meintest doch ironisch odär? [hallo]

Frau Merkel saß am bewußten Tag nach Eigenaussage in der Sauna der Schwimmhalle am Thälmann[sic!] Park und mutierte erst im Dezember 1989 zur "Heldin"......
Biermann? Wer ist Biermann? [laugh]

Thoth
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

Psychologen haben herausgefunden, dass Menschen, die immer bei anderen auf die Rechtschreibfehler hinweisen, eine Persönlichkeitsstörung haben und unzufrieden mit ihrem Leben sind. Netzfund
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Icke46 » 23. Dezember 2012, 11:13

Sicher meinte ich das ironisch [wink] - ich wollte nun nicht extra ironisch gemeinte Textabschnitte kennzeichnen,
sondern hoffe, dass man die auch so erkennt [grins] .

Gruss

icke
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Icke46 » 23. Dezember 2012, 11:38

ABV hat geschrieben:(...)
Warum können wir Deutschen nicht einfach mal über unseren Schatten springen?
(...)

Gruß an alle
Uwe


Das ist die grosse Frage - leider. Ich werde das wahrscheinlcih nie verstehen....

Gruß

icke
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 23. Dezember 2012, 11:55

icke46 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Gibts eigentlich einen Menschen, der Jägers Verdienst nicht würdigt?

AZ


Wenn Du diese Frage so rhetorisch stellst: Ich glaube, da gibt es einige, Merkel, Steinmeier, Gauck etc. - nur mal als Beispiele.
icke


Ok, dann sind das für mich Fehler. Aber wenn ich den Jäger so höre, dann unterscheidet er sich von anderen "MfS-Schergen" doch erheblich. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass sein Handeln von anderen MfSlern auch als Fehler betrachtet wird.

AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Icke46 » 23. Dezember 2012, 15:08

Das habe ich gerade gefunden: Ein Spiegelartikel über die Feiern zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung an der Bornholmer Straße bzw.
der Grenzöffnung überhaupt.

Zwei Dinge finde ich persönlich bemerkenswert. Einmal das Bild 14 in der Fotostrecke oben im Artikel, auf dem nun die angeblichen Haupt-
akteure der Grenzöffnung an der Bornholmer Straße zu sehen sind (Achtung, Ironie).

Und zweitens die Äusserung von Lech Walesa, dass Gorbatschow mit dem Mauerfall absolut nichts zu tun hat - sondern dass das Ganze einzig
und allein dem Wirken von Papst Johannes Paul II. zugeschrieben werden muss [flash] .

Da kann man nicht mal mehr staunen.

Hier der Link:

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 60233.html

Gruss

icke
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon manudave » 23. Dezember 2012, 20:08

Icke,
was Walesa vom Stapel gelassen hat, ist nicht wirklich neu. Denk mal an das Buch "Urbi et Gorbi" von Joachim Jauer. Dort wird der Papst in ähnlicher Rolle dargestellt...

Wenn ich mir jetzt die Glorifizierung der damaligen GT bzw. PKE in Berlin so anschaue und von "...was wollten die schon machen" lese, fällt mir ein Beitrag von S51 ein. Der saß damals mit LKWs in der Menschenmenge und unter der Plane waren Granatwerfer, wenn ich mich recht erinnere...
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 28. Dezember 2012, 23:03

Passt zum Thema und ist gleichzeitig ne Buchempfehlung:

"Ich hatte einen Schießbefehl: Gezählte Tage im Eichsfeld"

Gab es den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze oder gab es ihn nicht? Diese Frage beschäftigt Menschen in Ost und West seit Jahren. Für den ehemaligen Grenzer Paul Küch liegt die Antwort klar auf der Hand. Schließlich war er während seiner Dienstzeit im Eichsfeld unterwegs, "um Grenzdurchbrüche nicht zuzulassen, Grenzverletzer festzunehmen oder zu vernichten". Dieser Befehl schockiert, wenn man ihn das erste Mal bei der Vergatterung hört.

http://neuebuecher.de/vlbid/0-4161958/

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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon S51 » 29. Dezember 2012, 07:10

manudave hat geschrieben:Icke,
was Walesa vom Stapel gelassen hat, ist nicht wirklich neu. Denk mal an das Buch "Urbi et Gorbi" von Joachim Jauer. Dort wird der Papst in ähnlicher Rolle dargestellt...

Wenn ich mir jetzt die Glorifizierung der damaligen GT bzw. PKE in Berlin so anschaue und von "...was wollten die schon machen" lese, fällt mir ein Beitrag von S51 ein. Der saß damals mit LKWs in der Menschenmenge und unter der Plane waren Granatwerfer, wenn ich mich recht erinnere...


Von welchen Lkw und Granatwerfern schreibst du bitte?
Die Grenzöffnung habe ich als Offiziersschüler in Aschersleben "erlebt". Ich glaube, da kamen wir gerade von einer Demo in Leipzig, Halle oder Berlin als es in den Nachrichten zu hören war.
In Leipzig oder sonst auf den Demos hatten wir keine Granatwerfer mit. Es gab lediglich pro Zug eine MPi mit Wurfbecher, sechs CN-Reizwurfkörpern und einer Packung Platzpatronen für den Verschuß von Tränengas. Einer dieser MPi-Schützen war ich, ja. Zwar konnte man mit diesem aufschraubbaren Gerät auch Handgranaten verschießen aber wir hatten keine bei. Überhaupt keine scharfe Munition, auch nicht für unsere Pistolen. Jedenfalls am 9. Oktober 1989, später hatten wir dann auch wieder ein Magazin für unsere M-74 (damit ist eine Pistole im Kaliber 7,65 mm gemeint, nicht die MPi!) mit sieben Schuß dabei. Aber nur unterladen. Für die MPi gab es nie scharfe Munition bei solchen Einsätzen. Nicht vor dem Oktober 89 und nicht danach. Schon gar keine Granaten.
Granatwerfer (120 mm) gab es in Berlin, ja. Zum Beispiel in der Kaserne an der Elsenstr. Sie wurden aber nie im Grenzdienst mitgenommen und schon gar nicht vom Lkw aus abgefeuert. Den hätte es glatt umgeschmissen oder durchgebrochen. Eine 120-er Granate wog um die 16 Kilo ohne Ladung! Der Granatwerfer wurde mit einer Öse unterm Rohr ähnlich wie ein kleiner Lkw-Anhänger an die Kupplung gehängt aber abgefeuert konnte er nur von der Stellung aus werden.
S51
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon S51 » 29. Dezember 2012, 07:23

augenzeuge hat geschrieben:... Grenzverletzer festzunehmen oder zu vernichten". Dieser Befehl schockiert, wenn man ihn das erste Mal bei der Vergatterung hört.

http://neuebuecher.de/vlbid/0-4161958/

AZ


Hatten wir das nicht schon mal?
So etwas mag den Zivilisten schockieren. Den gedienten Soldaten auch? Das bezweifle ich. Denn den "Gegner zu vernichten" habe ich schon vorher in der Ausbildung auf dem Taktikacker ungezählte Male gehört. Das war dann regelmäßig mit der Gefangennahme der gegnerischen Einheit erledigt. Damit war diese eben "vernichtet", "unschädlich" gemacht und noch ein paar deftigere Ausdrücke mehr...
Leben alle noch - hoffe ich.
S51
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 26. Januar 2013, 14:04

3.4.1989
Honecker: "Wenn der Minister für Nationale Verteidigung sagt, daß kein Schießbefehl existiert, dann darf man auch an der Staatssgrenze nicht schießen oder der Verteidigungsminister verliert an Glaubwürdigkeit."

Verständlich ist das nur vor dem Hintergrund, dass dieser Minister, Heinz Kessler, in einem Interview behauptet hatte: "Es hat nie - nie! - einen Schießbefehl gegeben." (in: "Die Zeit" vom 30.9.1988) Nun erklärt Honecker: "Es darf nicht auf fliehende Menschen geschossen werden, wenn es keinen Schießbefehl gibt."

Beim Lesen des Dokumentes wird auch klar, wovor man am meisten Angst hatte.....

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGe ... nn=1932224

AZ
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon inel » 26. Januar 2013, 14:46

augenzeuge hat geschrieben:3.4.1989
Honecker: "Wenn der Minister für Nationale Verteidigung sagt, daß kein Schießbefehl existiert, dann darf man auch an der Staatssgrenze nicht schießen oder der Verteidigungsminister verliert an Glaubwürdigkeit."

Verständlich ist das nur vor dem Hintergrund, dass dieser Minister, Heinz Kessler, in einem Interview behauptet hatte: "Es hat nie - nie! - einen Schießbefehl gegeben." (in: "Die Zeit" vom 30.9.1988) Nun erklärt Honecker: "Es darf nicht auf fliehende Menschen geschossen werden, wenn es keinen Schießbefehl gibt."

Beim Lesen des Dokumentes wird auch klar, wovor man am meisten Angst hatte.....

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGe ... nn=1932224

AZ


Nein denke ich. Auslöser waren die Schüsse auf Chris Gueffroy und Christian Gaudian Anfang Februar 1989 an der Mauer am Britzer Zweigkannal in Berlin Johannistal. Chris Gueffroy wurde dabei durch eine ihm von einer Kugel zugefügte Herzbeutelruptur sofort getötet. Es hagelte internationale Proteste, die einfach nicht verstummen wollten. Die DDR-Regierung sah sich in ihrem weltweiten Ansehen massiv unter Druck und es musste ein modus vivendi gefuden werden, wie man zurück rudern konnte. Und dieser Zirkus zwischen Honecker und und den Minister ist wohl das Ergebnis dieses "Zurückruderns".
inel
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nov65 » 26. Januar 2013, 15:17

augenzeuge hat geschrieben:3.4.1989
Honecker: "Wenn der Minister für Nationale Verteidigung sagt, daß kein Schießbefehl existiert, dann darf man auch an der Staatssgrenze nicht schießen oder der Verteidigungsminister verliert an Glaubwürdigkeit."

Verständlich ist das nur vor dem Hintergrund, dass dieser Minister, Heinz Kessler, in einem Interview behauptet hatte: "Es hat nie - nie! - einen Schießbefehl gegeben." (in: "Die Zeit" vom 30.9.1988) Nun erklärt Honecker: "Es darf nicht auf fliehende Menschen geschossen werden, wenn es keinen Schießbefehl gibt."

Beim Lesen des Dokumentes wird auch klar, wovor man am meisten Angst hatte.....

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGe ... nn=1932224

AZ

Sind das nicht verachtenswerte Typen gewesen? 1989, als der Bommel brannte in den sozialistischen Bruderländern und es auch in der DDR bereits rumorte, als sich Staatsbesuch anmeldete und Gorbi peinliche Fragen wegen der Mauertoten stellte, da sollte nicht mehr geschossen werden, da gab es ja gar keinen Schießbefehl, da sollte bauliche Veränderungen das Schießen unnötig machen. "Lieben einen abhauen lassen als zu schießen",so die Notiz. Ich kann`s nicht fassen.
Gruß, Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon SkinnyTrucky » 26. Januar 2013, 15:29

Nov65 hat geschrieben:Sind das nicht verachtenswerte Typen gewesen? 1989, als der Bommel brannte in den sozialistischen Bruderländern und es auch in der DDR bereits rumorte, als sich Staatsbesuch anmeldete und Gorbi peinliche Fragen wegen der Mauertoten stellte, da sollte nicht mehr geschossen werden, da gab es ja gar keinen Schießbefehl, da sollte bauliche Veränderungen das Schießen unnötig machen. "Lieben einen abhauen lassen als zu schießen",so die Notiz. Ich kann`s nicht fassen.
Gruß, Andreas


Tjaaa Andreas....und keinem von den Staatsmafiapaten hat die Gerechtigkeit wirklich an's Bein pissen können....ich find das sehr traurig....

....es ist schon grotesk, das es nie einen Schiessbefehl gegeben hat aber trotsdem einen Bodycount....und diesen Bodycount dann doch gewollt....und sagt mir keiner, das se sich auf die Schulter hätten kloppen können indem se tiefe humanistische Gräben buddeln lassen wollen oder zumindestens nach 28 Jahren Grenzregime darüber nachgedacht hatten....nein, so bekommt man nicht den Status eines Humanisten....jedenfalls nich von mir in diesem Zusammenhang....

groetjes

Mara
Wenn es heute noch Menschen gibt, die die DDR verklären wollen, kann das nur damit zusammenhängen, dass träumen schöner ist als denken.... (Burkhart Veigel) Bild
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon inel » 26. Januar 2013, 15:30

Nov65 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:3.4.1989
Honecker: "Wenn der Minister für Nationale Verteidigung sagt, daß kein Schießbefehl existiert, dann darf man auch an der Staatssgrenze nicht schießen oder der Verteidigungsminister verliert an Glaubwürdigkeit."

Verständlich ist das nur vor dem Hintergrund, dass dieser Minister, Heinz Kessler, in einem Interview behauptet hatte: "Es hat nie - nie! - einen Schießbefehl gegeben." (in: "Die Zeit" vom 30.9.1988) Nun erklärt Honecker: "Es darf nicht auf fliehende Menschen geschossen werden, wenn es keinen Schießbefehl gibt."

Beim Lesen des Dokumentes wird auch klar, wovor man am meisten Angst hatte.....

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGe ... nn=1932224

AZ

Sind das nicht verachtenswerte Typen gewesen? 1989, als der Bommel brannte in den sozialistischen Bruderländern und es auch in der DDR bereits rumorte, als sich Staatsbesuch anmeldete und Gorbi peinliche Fragen wegen der Mauertoten stellte, da sollte nicht mehr geschossen werden, da gab es ja gar keinen Schießbefehl, da sollte bauliche Veränderungen das Schießen unnötig machen. "Lieben einen abhauen lassen als zu schießen",so die Notiz. Ich kann`s nicht fassen.
Gruß, Andreas


Eine sehr wohlwollende Beschreibung dieser "Typen". Das Leben hunderter ja wenn nicht über Tausend Menschen geht auf das Konto dieser Typen. Es gibt hier jemanden, der sagt immer so treffend "pfui deibel"....man möchte das auch sagen.....und äußert sich damit nur erneut sehr wohlwollend über diese Typen.

Für Neun: Ich denke Du stimmt mit mir wieder überein, wenn ich sage, dass sich vieles geändert hätte in der DDR, wenn man diese Parole "Lieber einen abhauen lassen als zu schießen" Jahre oder besser noch Jahrzehnte vor 1989 angewendet hätte. Aber das hätte dann in der Konsequenz einen Dialog bedeutet, in den die Politführung da hätte eintrezen müssen....und dazu waren die ganz sicher nicht in der Lage.....vom Intellekt her schon meine ich. (= siehe auch "charakterliche Mängel" in einem anderen thread).
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Wosch » 26. Januar 2013, 17:04

Schießbefehl hin - Schießbefehl her, wer hat eigentlich den Minen und Selbstschußanlagen befohlen daß sie "losgehen" sollten? Die brauchten keine Befehle, gingen ja von alleine los. Schuld waren natürlich die "Auslöser" und nicht die "Installateure", so wie gerne immer wieder behauptet. Pfui Deibel.
Aus Kassel, Wosch. [hallo]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon SkinnyTrucky » 26. Januar 2013, 18:01

Allet zum Wohle des Volkes....

....amen....
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon S51 » 27. Januar 2013, 08:00

Wosch hat geschrieben:Schießbefehl hin - Schießbefehl her, wer hat eigentlich den Minen und Selbstschußanlagen befohlen daß sie "losgehen" sollten? Die brauchten keine Befehle, gingen ja von alleine los. Schuld waren natürlich die "Auslöser" und nicht die "Installateure", so wie gerne immer wieder behauptet. Pfui Deibel.
Aus Kassel, Wosch. [hallo]


Wie Drohnen eben - ach nee, da gibt es auch Auslöser
S51
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon S51 » 27. Januar 2013, 08:10

Nov65 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:3.4.1989
Honecker: "Wenn der Minister für Nationale Verteidigung sagt, daß kein Schießbefehl existiert, dann darf man auch an der Staatssgrenze nicht schießen oder der Verteidigungsminister verliert an Glaubwürdigkeit."

Verständlich ist das nur vor dem Hintergrund, dass dieser Minister, Heinz Kessler, in einem Interview behauptet hatte: "Es hat nie - nie! - einen Schießbefehl gegeben." (in: "Die Zeit" vom 30.9.1988) Nun erklärt Honecker: "Es darf nicht auf fliehende Menschen geschossen werden, wenn es keinen Schießbefehl gibt."

Beim Lesen des Dokumentes wird auch klar, wovor man am meisten Angst hatte.....

http://www.bstu.bund.de/DE/Wissen/DDRGe ... nn=1932224

AZ

Sind das nicht verachtenswerte Typen gewesen? 1989, als der Bommel brannte in den sozialistischen Bruderländern und es auch in der DDR bereits rumorte, als sich Staatsbesuch anmeldete und Gorbi peinliche Fragen wegen der Mauertoten stellte, da sollte nicht mehr geschossen werden, da gab es ja gar keinen Schießbefehl, da sollte bauliche Veränderungen das Schießen unnötig machen. "Lieben einen abhauen lassen als zu schießen",so die Notiz. Ich kann`s nicht fassen.
Gruß, Andreas


Ja, wirklich? Oder ist das "nicht fassen" nur dieses abgrundtiefe S....-Gefühl, das, was passiert ist, doch an den eigenen Händen zu haben? Weil es eigentlich viel bequemer und vor allem einfacher ist, eine Entscheidung auf andere zu schieben? Und dann geben die da "oben" (ehemals oben) den Ball zurück. Handeln also ganz genauso wie man selber?
Und wer jetzt a´la Wosch die Hände reibt - was ist mit all den Kollateralschäden in Serbien, im Kossovo, in Afghanistan, in Mali, Lybien seit dem? Mehr als hundert Mal so viel wie seinerzeit an der Grenze? Das ist unser aller Päckchen und kein bischen bequemer.
Oder sollte ich schreiben, Alltag, Politik nun mal. Früher wie heute?
S51
 

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