Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 16. Dezember 2012, 18:51

Edelknabe hat geschrieben:Volker der Gerechte, der Kämpfer für alle geschundenen, benachteiligten, im Freiheitsdrang mißverstandenen,am Grenzzaun verletzten und getöteten, der im Knast mißhandelten, der per Befehl über die Sturmbahn gejagden und mit wochenlang Hühnerkeulen gefütterten, der Aufrechte, der Empörte, der..... was bist du eigentlich noch alles du" Wahnsinnskerl vor dem Herrn"?

Halt dich einfach raus Neidener Baupionier hinter Torgau mit der Wasserwaage und den vielen Gewichten daran, zumindest wenn es um die jungen Kerle an der damals innerdeutschen Grenze geht.Tue mir den Gefallen du künstlicher Aufreger und du machst den Rainer glücklich.

Und ja Peter S alter Exzöllner, auch wir haben blöde zugekniffene, auch manchmal ängstliche Gesichter an den Tag gelegt weil man eben am Kanten vorne nie wusste, was der Mann neben einem machen könnte, zumal wenn wir drei Pioniere an der Zahl hinterm Zaun I bei Kontrollen der Lichttrassen mit euch in ca. sieben Metern Entfernung auf gleicher Höhe gelaufen sind. Leider konnte man in nicht einen jungen Kerl hineinschauen aber man wusste schon...der und der vom eigenen Zimmer kam wieder nicht auf Urlaub, der und der war man vielleicht selber weil der unfähige Hauptmann einfach nicht den Arsch in der Hose hatte um die so schon dürftigen Urlaubsansprüche des jungen Wehrpflichtigen beim KC durchzusetzen , dieser junge Mann vom Zimmer tickte wohl innerlich schon wie eine Zeitbombe oder eben nicht und genau das war ein riesiger Unsicherheitsfaktor, war Angst vor Ort weil man nie wusste, was passieren könnte wenn hier einer losrennt.

Entschuldige aber auch ihr im Westen währt doch mit so einer extremen Situation vollkommen überfordert gewesen, hättet vor Schreck vielleicht noch nicht mal gewusst...gewähre ich dem über seinen familieren Kram verzweifelten jetzt Schutz hinter meinem Rücken oder was mache ich denn nun mal gleich wenns dann losgeballert hätte? Heute ja klar weiß man ja alles in seiner enormen schlauen Aufgeklärtheit, man ist ja so schlau und nein, es durfte doch nicht gen Westen geschossen werden und nein, nein, das hätte doch nicht Einer der die unklare Situation eben nicht erfassenden Posten vom Turm gemacht und nein, der Peter hätte dann auch keine Einschusslöcher in seiner schönen blauen Mütze gehabt

Dann war man selber innerlich auch nur aufgekratzt, wartete auf Briefe von Zuhause wie so ein kleines Kind auf den Weihnachtsmann und so summierte sich Problemchen mit Riesenproblemen nur niemanden hatte es interessiert denn der Vorgesetzte ging Abends aus dem Objekt, den drückte nix und nirgendwo so wie die tausenden jungen Kerle, der brauchte nicht, der brauchte überhaupt nix auszustehen weil das für den auch nur normaler Arbeitsablauf als Berufsoffizier war und keine langen 18 Monate Pflicht, Wehrpflicht die man doch überhaupt nicht wollte aber musste.

Rainer-Maria und da ereifert man sich heute drüber, macht sich noch selber verrückt als Einer der doch dabei war,streitet sich noch mit dem Anderen der doch auch nur dabei war und die ganze Scheiße auch nur durchgestanden hatte, da vorne am Kanten oder der Mauer in Berlin, ich könnte sprichwörtlich den Hammer nehmen über unsere eigene Dummheit.


... Vor allem bin ich glücklich und zufrieden!
Ich glaube nicht, dass ICH Dein Problem bin Rainer.
Ich muss nicht an der Grenze gewesen zu sein, um zu bemerken, dass in all Deinen sehr verwirrten Schilderungen viel Tragik liegt.
Mit irgend etwas aus damaliger Zeit scheinst Du noch nicht fertig zu sein. Oder auch mit der Nachwendezeit.
Irgendwas nagt gewaltig an Dir, und das versuchst Du hinter Deiner Phantasie zu verstecken. Mit seltsamen abstrusen Schilderungen und Geschichtchen wirst Du das aber nicht lösen können.

Gruß Volker
Zuletzt geändert von Volker Zottmann am 16. Dezember 2012, 19:17, insgesamt 2-mal geändert.
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Zicke » 16. Dezember 2012, 19:00

Ich glaube nicht, das sich ein als Kalkaffe einberufener Etappenhengst, als selbstherrlicher Alleswisser und über anderen Stehender ,ein Urteil erlauben kann.
Und die helfenden Psychoanalytiker sind alle schon im Harz voll eingebunden.
Zicke
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 16. Dezember 2012, 19:06

Hallo Zicke, auch Dir einen schönen 3. Advent. [santa]
Vielleicht fällts Dir leichter, Rainers verworrene Gedankenspiele zu deuten. Fällt mir aber jetzt bei ihm immer schwerer. [flash]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 16. Dezember 2012, 19:14

Als ich jünger war Volker war ich ein sehr sensibler junger Mensch aber das schrieb ich schonmal hier im Forum.Wichtig ist für mich heute, das junge Leute über des Rainers Schilderungen aus der alten Zeit ihre eigene Sensibilität gut in den Griff bekommen, genau so wie ich es getan habe.Trotzdem vielen Dank für das gut gemeinte Angebot im anderen Fred, ich habs nicht so mit Adressen und ruhe in mir selber, was besseres kann einem eigentlich garnicht passieren.

Rainer-Maria der doch annimmt, das es dir auch so geht...nich wahr Volker ? Zicke mein Freund, der Volker arbeitet doch noch an sich, der möchte bestimmt auch mal da hinkommen, wo der Rainer schon ist....mit sich im Reinen....nicht im Rainer.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 16. Dezember 2012, 19:27

Edelknabe hat geschrieben:Als ich jünger war Volker war ich ein sehr sensibler junger Mensch aber das schrieb ich schonmal hier im Forum.Wichtig ist für mich heute, das junge Leute über des Rainers Schilderungen aus der alten Zeit ihre eigene Sensibilität gut in den Griff bekommen, genau so wie ich es getan habe.Trotzdem vielen Dank für das gut gemeinte Angebot im anderen Fred, ich habs nicht so mit Adressen und ruhe in mir selber, was besseres kann einem eigentlich garnicht passieren.

Rainer-Maria der doch annimmt, das es dir auch so geht...nich wahr Volker ? Zicke mein Freund, der Volker arbeitet doch noch an sich, der möchte bestimmt auch mal da hinkommen, wo der Rainer schon ist....mit sich im Reinen....nicht im Rainer.



Rainer, da irrst Du schon wieder. ICH bin schon vor Jahren in meiner Wohlfühlphase angekommen und obendrein rundum zufrieden. [grins]

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Rüganer » 16. Dezember 2012, 19:32

vs1400 hat geschrieben:hi Rüganer,
wer hat denn dass behauptet?

gruß vs


Und ja, ich bin ansonsten hinterhergepeest oder habe Wege abgeschnitten und jeder meiner Festgenommenen hatte die Möglichkeit, sich zu ergeben und die Zusicherung, dass ihm dann nichts geschehen würde. Das gehörte dazu.
Zitat S51.



Gut, Entschuldigung, von Vorgelagertem steht da nichts, da sich S51 aber auch dort recht oft aufgehalten hat, ist mir da wohl das Pferd durchgegangen. Ändert aber nichts am Grundsatz, dass er hinterher gerannt ist...

Viel wichtiger finde ich diese Aussage:
@ S51,
im gegensatz zu dir, bekam ich, als gruppenführer, keine weiterbildung zum gebrauch der schusswaffe im grenzdienst. noch weniger kann ich mich erinnern, dass gwd' ler etwas in dieser art vermittelt bekamen. tapi oder weiterbildung, gab es zu meiner nicht mehr in diesem maße.
Zitat VS100

Dies ist doch schon mal eine klare Aussage..

Direkte Frage an Dich vs1400: Wusstest Du, dass Du nicht zu schießen brauchst? dass du zwar darfst, aber nicht musst?

der Rüganer
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 16. Dezember 2012, 20:01

Rüganer wir verstehen uns, mittlerweile auch ohne Texte und große Schreiberei.Aber na klar, Jeder hatte es neben uns und Anderen eben anders erlebt. Weißt du was, wir stehen einfach drüber...so wie der Andere natürlich über uns stehen wird, auch das gestehen wir großzügig zu. War das ne diplomatische Antwort vom schönen Sachsen an die schöne Küste? Ich denke schon.

Nur mit den Neunmalklugen, den Besserwissern heute, den Schlaubergern, immer schon Wissenden, mit heutiger Neugesetzgebung über damalige Altgesetzgebung gewindelten...keine Gnade, keine Nachsicht, da wird sich gewehrt das es kracht, da wird Klartext geredet auch auf den Ärger hin, sich irgendwie darüber unbeliebt zu machen.

Rainer-Maria dem seine Mutter immer sehr direkt war, das prägte enorm, tat aber auch manchmal enorm weh und voll reinhauen...bis ich die Wohnungstür vor Wut zuhaute und zu meiner junger Frau ging. Sie ist es heute noch, mein Mütterchen, dafür liebe ich sie....aber meine Frau noch mehr, für ihre Geduld meiner alten Mutter gegenüber.
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon ex-maja64 » 16. Dezember 2012, 21:55

Rüganer hat geschrieben:....man müsste hier Oetten oder Mario fragen, die auch in der Linie drin waren...



Nein Rüganer genauso wie dir, war es auch mir damals unbekannt.
Hatte für mich aber auch keine Auswirkungen, trotz zweier miterlebter Grenzdurchbrüche. Bei uns an der "Grünen", waren die Postenbereiche etwas größer als in Berlin.

Das ich an der Linie stand, daran zweifeln gerade hier ein paar Pharisäer und ihre Wadenbeißer. [grins]
ex-maja64
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon inel » 16. Dezember 2012, 22:02

Bei allem hin und her in der Debatte, Seltsam ist ja, das es auch damals durchaus welche gegeben hat, die im zarten Alter von 17, 18 oder 19 Jahren klipp und klar erklärt haben, sie schießen nicht auf unbewaffnete Leute an der Grenze.....die waren dann wohl aus heutiger sich ein Fall für die forensische Psychiatrie damals...... und denen ist übrigens nichts Nachteiliges widerfahren seinerzeit.
inel
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Rüganer » 16. Dezember 2012, 22:07

Rainer, Gruß von der Küste in die Stadt der Messe, die Stadt an der Pleiße...
Ich finde es absolut schlimm, dass wir, Du, Mario, Oetten und wer denn da noch so im Grundwehrdienst am Kanten oder der mauer gewesen ist, der Andreas nicht zu vergessen, dass wir angeblich so beschissen wurden. Ausgenutzt, unter Druck gesetzt, wie sich heute herausstellt von einer Bande feiger Typen.
Rainer und als eigentlich ruhiger Küstenbewohner sage ich Dir, diesen Beschiss, diesen Missbrauch muss ,am ganz deutlich beim Namen nennen.Ich erinnere mich an den Bericht von Oetten, in dem anderen Fred, dem Thema mit dem Rückenschuss, wo er seine Angst, seine Not, seinen "Zustand" schildert. In diesen "Zustand haben sie, die Genossen Kommandeure uns unisono hineingejaqgt, dabei hätten wir eigentlich nur mit dem Holzknüppel oder einem Fangnetz in aller Seelenruhe abwarten können. Keiner wäre an der Grenze erschossen worden, keiner derjenigen, die verurteilt wurden, hätte jemals in der Neuzeit vor dem Kadi gestanden.
Denn eines waren die Leute im Grundwehrdienst von Natur aus niemals, - als sie eingezogen wurden, war keiner der schießgeile Typ und keiner war darauf aus, einen Menschen zu erschießen. Wenn es denn nun trotzdem geschah, dann doch nur, weil irgendwas in uns und an uns beeinflusst wurde. Die Schuldigen daran lachen sich heute noch in das Fäustchen und verkünden - ihr hättet es ja nicht müssen....
Du hättest diese "Knallplätzchen" ja auch nicht von Dir aus an den Zaun gehängt.
Ich dachte, ich hätte diese Zeit damals verarbeitet, in letzter Zeit erfahre ich, man hat mich da verarscht. 12 Monate hat man mich belogen und betrogen....
Und nicht nur mich.. Rainer, Dir eine schöne Woche und ich wünsch Dir, dass Dich der Weihnachtsmann morgens beim Zeitungsaustragen mal beschenkt..

der Rüganer
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon vs1400 » 16. Dezember 2012, 22:25

Rüganer hat geschrieben:
vs1400 hat geschrieben:hi Rüganer,
wer hat denn dass behauptet?

gruß vs


Und ja, ich bin ansonsten hinterhergepeest oder habe Wege abgeschnitten und jeder meiner Festgenommenen hatte die Möglichkeit, sich zu ergeben und die Zusicherung, dass ihm dann nichts geschehen würde. Das gehörte dazu.
Zitat S51.



Gut, Entschuldigung, von Vorgelagertem steht da nichts, da sich S51 aber auch dort recht oft aufgehalten hat, ist mir da wohl das Pferd durchgegangen. Ändert aber nichts am Grundsatz, dass er hinterher gerannt ist...

Viel wichtiger finde ich diese Aussage:
@ S51,
im gegensatz zu dir, bekam ich, als gruppenführer, keine weiterbildung zum gebrauch der schusswaffe im grenzdienst. noch weniger kann ich mich erinnern, dass gwd' ler etwas in dieser art vermittelt bekamen. tapi oder weiterbildung, gab es zu meiner nicht mehr in diesem maße.
Zitat VS100

Dies ist doch schon mal eine klare Aussage..

Direkte Frage an Dich vs1400: Wusstest Du, dass Du nicht zu schießen brauchst? dass du zwar darfst, aber nicht musst?

der Rüganer


hi Rüganer,
kann ich alles mit nein beantworten.
nur mache ich dafür keinen anderen als mich verantwortlich. diese thematik wurde in der ausbildung wohl mal bearbeitet, doch ich hab mich darauf verlassen und keine fragen gestellt.
auch als gf wurden mir derartige fragen nicht gestellt, man sprach nicht darüber und ich sah mich daher auch nicht verpflichtet, mich darüber zu informieren.

das, was S51 mit hinterher gerannt aussagen wollte, verstehe ich eben anders als du. im wald, als gak war das handeln komplett anders als am kanten.

gruß vs
vs1400
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 16. Dezember 2012, 22:27

Langsam erfreut mich das Forum. Es wachen anscheinend endlich einige auf.
Hier in diesem Forum wurde ich fast zur Begrüßung runderneuert, wegen meiner Behauptung schon im WKK verkündet zu haben, nicht auf Menschen schießen zu werden.
Ich wurde vom Muldentaler Geschichtenerzähler verlacht, verhöhnt, beleidigt. Warum?
Nur weil ich MEINE Schinder beim Namen nannte?
Weil ich schildere, dass die NVA die ich ertragen musste, nichts mit Sozialismus zu tun hatte? Dass auch Sadisten Uniformen trugen?
Weil mir einige Erkenntnisse durch Vaters Erziehung eher kamen?
Jeder der möchte, braucht nur rückwärts nachlesen....
Nie, niemals hab ich dem einfachen, durch Politunterricht verblendeten Rekruten Vorhaltungen gemacht. Auch nie zum Tread mit dem Rückenschuss. Vorhaltungen kamen auch vom Mario.
Langsam begreift Ihr, worum es auch mir hier geht! Und selbst wenn mein manchem auf den Sack gehender Schreibstil missfällt, habe ich schon was erreicht, wenn nur einer endlich mit Nachdenken beginnt.
Hier beginnt langsam ein Wandel im Denken.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon ex-maja64 » 16. Dezember 2012, 22:41

Volker Zottmann hat geschrieben:Nie, niemals hab ich dem einfachen, durch Politunterricht verblendeten Rekruten Vorhaltungen gemacht. Auch nie zum Tread mit dem Rückenschuss. Vorhaltungen kamen auch vom Mario.



Ach Gott Zotti, ja wir waren damals alle verblendet, nur du, der Volker Zottmann aus Quedlinburg (später Harzgerode), der hatte schon damals den vollen Durchblick.
Deshalb ist er ja auch 1975 (also nach seiner ach so schrecklichen NVA-Zeit) in die SED eingetreten. [wut]

Ich spreche dir einfach ab, sich über solche Themen zu äußern, wo es irgendwie über Erlebtes als Grenzer geht. Du hast davon null Ahnung!!!!

NVA oder GT war nunmal eine Armee und dort wird niemand mit Samthandschuhen angepackt,in keinem Land der Welt!!!!
Das es bei deinem zarten Gemüt bis heute Spuren hinterlassen hat, bedauere ich zutiefst. [laugh]
ex-maja64
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Theo 85/2 » 16. Dezember 2012, 22:49

ex-maja64 hat geschrieben:
Volker Zottmann hat geschrieben:Nie, niemals hab ich dem einfachen, durch Politunterricht verblendeten Rekruten Vorhaltungen gemacht. Auch nie zum Tread mit dem Rückenschuss. Vorhaltungen kamen auch vom Mario.



Ach Gott Zotti, ja wir waren damals alle verblendet, nur du, der Volker Zottmann aus Quedlinburg (später Harzgerode), der hatte schon damals den vollen Durchblick.
Deshalb ist er ja auch 1975 (also nach seiner ach so schrecklichen NVA-Zeit) in die SED eingetreten. [wut]

Ich spreche dir einfach ab, sich über solche Themen zu äußern, wo es irgendwie über Erlebtes als Grenzer geht. Du hast davon null Ahnung!!!!

NVA oder GT war nunmal eine Armee und dort wird niemand mit Samthandschuhen angepackt,in keinem Land der Welt!!!!
Das es bei deinem zarten Gemüt bis heute Spuren hinterlassen hat, bedauere ich zutiefst. [laugh]




[super] [super] [super]
Theo 85/2
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Volker Zottmann » 16. Dezember 2012, 22:53

Oh Mario, Dein Mitgefühl zur Weihnachtszeit, was könnte es Schöneres geben.
Zum Gott Zotti solltest Du mich aber doch lieber nicht erheben.
Ich meinte es ganz ehrlich. Und selbst Du hats heute gleiche Feststellungen getroffen. Auch Dir hat also niemand erzählt, dass Du im Falle des Falles angeblich nicht hättest schießen brauchen.
Ich schrieb auch weniger zur Grenze, als zum Schießbefehl mein lieber Mario. Und der betraf auch mich!
So verkehrt war Dein heutiges Verstehen nicht. Und darum verstehe ich auch Deine erneute grundlose Nörgelei nicht.

Gruß Volker
Volker Zottmann
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon ex-maja64 » 16. Dezember 2012, 23:25

Volker Zottmann hat geschrieben:....als zum Schießbefehl mein lieber Mario. Und der betraf auch mich!



Ich erinnere mich. [grins]

Du hattest die Tribüne zu verteidigen, zwischen dem Ackerrand und Neiden, für den Generalleutnant (von) Allenstein.
Da warst du in deiner Haut nicht zu beneiden! [laugh]

Gehts eigentlich noch dümmer??? [denken]
ex-maja64
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon ex-maja64 » 16. Dezember 2012, 23:41

Volker Zottmann hat geschrieben:Hier in diesem Forum wurde ich fast zur Begrüßung runderneuert, wegen meiner Behauptung schon im WKK verkündet zu haben, nicht auf Menschen schießen zu werden.


Volker Zottmann hat geschrieben:Ich schrieb auch weniger zur Grenze, als zum Schießbefehl mein lieber Mario. Und der betraf auch mich!



Wie soll ich denn nun wieder das verstehen???? [denken]

Hattest du nicht schon hochfeierlich auf dem WKK deine Position verkündet??? [grins]
ex-maja64
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Edelknabe » 17. Dezember 2012, 05:56

Also Volker alter Exbaupionier aus Neiden hinter Torgau, nun lade nicht alles auf mir ab so der Rainer aus dem Muldental hat mich hier "verlacht, verhöhnt und beleidigt". Ich hatte lediglich zu deiner Anfangszeit im Forum nachgefragt, ob ihr auch im Laufschritt mit der Schubkarre voll Mörtel durchs Objekt, über eure große Häuserbaustelle mit Heizhaus und Schornstein gerannt seit? Denn so krass bis schräg kam dein Text, deine Beschreibung der alten Zeiten anfangs hier herüber und nicht anders.

Und du konntest es richtig stellen, das dies eben was die normale Tagesarbeit betraf nicht so war und alles war in Butter. Über den Rest der intensiv sportlichen Betätigungen vom täglich morgendlichen 3000 Meterlauf bis hin zum Häschenhüpf über hundert Meter brauchst du den damaligen Jungs von der Grenze nichts zu erzählen. Die kennen das nämlich selber zur Genüge, auch das Pfeife vorzeigen. Nur Hähnchen mussten sie nicht wochenlang essen wie ihr armen Schweine...du Volker,da fällt mir noch ein, also unser Verpflegungssatz war besser, der wahr wohl der Höchste bei der NVA. Nur zur Grundausbildung nahm wohl erstmal fast Jeder der Jungs paar Kilo ab weil einfach keine Zeit zum essen blieb. Aber das kennst du ja selber zur Genüge.

Hin zu Rüganer und ja, wir waren wohl damals die Doofen, da hast du vollkommen Recht. Früher fiel mir schonmal bei den Schilderungen unserer damaligen Gegenseite so BGS und ZGD inclusive Bundeswehr auf, das diese Truppen vor lauter Langeweile einfach nicht in den Schlaf kamen...sinngemäß jetzt und der Osten einen Sackgang veranstaltete, der einfach die jungen Kerle so uns an den Rand des Möglichen brachte. Wir hätten so ruhig leben können nein, das war garnicht gewollt, das war System und Tote hätten auch nicht sein müssen...aber darüber hattest du bereits getextet.

Das es paar Frager oder Hinterfrager gar Verweigerer gab so inel auf dem Wehrkreiskommandos, keine Ahnung, ich gehörte nicht dazu war nicht so jungschlau wie zum Beispiel der Volker laut seiner Schilderung.Deswegen ist er ja dann auch Baupionier am Arsch der Welt geworden und nicht Grenzpionier.

Ja und da stehen wir nun Rüganer, älter geworden und die noch älteren Genossen Generale lachen...wenn sie denn noch leben. Das soll aber nun kein Freibrief für uns damaligen verschlafenen Westwaffenbrüdergegenseite sein diese Schlawiner mit ihren heute noch feinen Freunden den Amis und ihrem blutigen Schlachtfeld Vietnam und anderswo. Ich denke, diese Truppen hätten im Ernstfall genauso in die Hosen geschissen wie wir wenns über unsere Köpfe losgeballert hätte und die Sowjets sich mit den Amis um die Pfründe der Weltherrschaft gestritten hätten und wir wohl dabei zwischendrin verheizt worden wären.

Rainer-Maria und einen guten Tag allen ins Forum
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon augenzeuge » 17. Dezember 2012, 08:21

ex-maja64 hat geschrieben:Gehts eigentlich noch dümmer??? [denken]


Mensch Kerl, nun verabschiede dich doch mal von deinem primitiven Auftreten. Es geht doch auch anders.....
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Berliner Göre » 17. Dezember 2012, 09:08

Berliner Göre
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon seaman » 17. Dezember 2012, 09:12

Berliner Göre hat geschrieben:http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=16771

[hallo] viel Spaß beim lesen!



Kannte ich noch nicht.
Sehr interessant!
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon HPA » 17. Dezember 2012, 10:30

Von wem ist dieser Artikel? Hans Fricke aus Rostock? Keine weiteren Fragen..... [grins]

http://www.spurensicherung.org/texte/Band2/fricke.htm

Gegen Altersstarrsinn scheint bei manchen kein Kraut gewachsen zu sein.

http://www.edition-ost.de/autoren-2/autor/820-hans-fricke.html
HPA
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon ratata » 17. Dezember 2012, 13:47

Politik http://www.n-tv.de/politik/DDR-Schiessb ... 26599.html
Samstag, 11. August 2007

Brutales DokumentDDR-Schießbefehl gefunden

Das neu entdeckte Dokument, das einen bedingungslosen Schießbefehl gegen DDR-Flüchtlinge belegt, zeugt nach den Worten der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, von großer Brutalität. "Das Dokument ist deswegen so wichtig, weil der Schießbefehl von den damals politisch Verantwortlichen nach wie vor bestritten wird", sagte Birthler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zufolge. Die DDR-Führung hatte stets behauptet, es habe keinen "Schießbefehl" gegeben.

Im Vergleich zu anderen Ländern könne man sich in Deutschland glücklich schätzen, dass man mit der Stasi-Unterlagenbehörde die Möglichkeit habe, Lügen und Legendenbildungen entgegenzuwirken. "Wir sind noch lange nicht am Ende der Aufarbeitung", wird Birthler zitiert. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, sagte im ZDF, er wünsche sich, dass solche Dokumente eher gefunden worden wären.

Neue Qualität

Der Schießbefehl für den Einsatz an der DDR-Grenze wurde in Dokumenten der Magdeburger Außenstelle der Stasi-Akten-Behörde entdeckt. "Der Befehl fordert zum rücksichtslosen Gebrauch der Schusswaffe ohne Vorwarnung an der Grenze auf - auch gegen Frauen und Kinder", sagte der Sprecher der Stasi-Unterlagenbehörde, Andreas Schulze. Er bestätigte damit einen Bericht der Magdeburger "Volksstimme".

Die Aufarbeitung der Vorfälle an der DDR-Grenze erhalte damit eine neue Qualität, so Schulze. "Bisher fanden wir in Dienstanweisungen zwar Passagen, die den Schusswaffengebrauch als letztes Mittel einräumten", sagte Schulze. Aber zuvor hätten die Grenztruppen laut Befehl immer erst mehrfach und eindeutig vorwarnen müssen. "Sie mussten die Flüchtlinge zum Beispiel zum Anhalten auffordern und Warnschüsse in die Luft abgeben." Davon stehe in dem nun entdeckten Schießbefehl nichts.

Auch auf Frauen und Kinder

Das in der Magdeburger Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde gefundene Dokument befahl einer Spezialeinheit des DDR-Geheimdienstes, deren Angehörige als normale Grenzsoldaten getarnt waren, das sofortige Schießen auf flüchtende Grenzsoldaten, selbst wenn diese Frauen und Kinder mitnahmen. In der Berliner Dienstanweisung vom 1. Oktober 1973 heißt es: "Zögern Sie nicht mit der Anwendung der Schusswaffe, auch dann nicht, wenn die Grenzdurchbrüche mit Frauen und Kindern erfolgen, was sich die Verräter schon oft zunutze gemacht haben."

Der Leiter der Magdeburger Außenstelle, Jörg Stoye, sprach in der "Volksstimme" von einem "aufsehenerregenden und für die Erforschung sowie Aufarbeitung der Stasi-Geschichte höchst bedeutsamen Fund".

Die Angehörigen der von 1968 bis 1985 bestehenden Stasi-Einheit sollten die Flucht anderer Soldaten im Grenzbezirk Magdeburg verhindern. Der siebenseitige Befehl wurde in den Akten eines Unterfeldwebels gefunden, der von 1971 bis 1974 in den Grenztruppen der DDR eingesetzt war. Laut Zeitung war der Stasi-Spitzel ein speziell ausgebildeter Einzelkämpfer, der die "Fahnenflucht" seiner Kameraden verhindern sollte. Allein von 1971 bis 1974 seien dem Bericht zufolge 144 Soldaten in den Westen geflohen. Insgesamt seien es mehr als 2.800 gewesen. Allein an der Berliner Mauer starben 133 DDR-Flüchtlinge.

Quelle: n-tv.de

Je mehr über den Schießbefehl diskutiert wird ,umso mehr wird alles zerredet , hier sind die letzten Hinweise . mfG ratata[url][/url]
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Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Zicke » 17. Dezember 2012, 14:01

WIKI schreibt dazu
Für eine kontroverse Diskussion sorgte eine am 11. August 2007 verbreitete Erklärung von Marianne Birthler, wonach in der Magdeburger Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde ein „sensationeller“ Fund in Form eines „uneingeschränkten Schießbefehls“ für eine Spezialeinheit der Grenztruppen gemacht worden sei. Tatsächlich war das siebenseitige Dokument aber bereits 1997 in einem Dokumentenband zur DDR-Geschichte auszugsweise erschienen. Öffentlich bekannt gemacht wurde das Papier bereits 1993.
Zicke
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Nov65 » 17. Dezember 2012, 14:02

Nach Lesen des angebotenen Links "zum 50. Jahrestag.."sage ich nur:
Wir Tausende Jungs an der Mauer waren allesamt blöd ,unsere Vorgesetzten alle schlau, die DDR war ein zutiefst humanistischer Friedensstaat.
Frohe Weihnachten
von Andreas
Nov65
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon inel » 17. Dezember 2012, 16:28

ABV hat geschrieben:
ex-maja64 hat geschrieben:Hast ne blühende Fantasie, aber wie es damals wirklich vor Ort abging, null Ahnung!

Was bitte ist ein Bimmelzaun? [denken]

Etwa ein Gartenzaun wo eine Schmalspurbahn vorbei fährt?


Sag mal Inel, kannst oder willst du eigentlich nicht begreifen, dass [color=#8000FF]deine kranken Phantasien[/color] jede sachliche Diskussion ins Gegenteil verkehren? Wir sind hier im Forum " Deutsche Einheit"und nicht in irgendeiner Eckkneipe.

Ohne Gruß Uwe


Wenn jemand anders das geschrieben hätte, dann stünde da jetzt "gelöscht wegen Beleidigung" und was die Bemerkung mit der Eckkneipe betrifft vermute ich mal, dass Du da gewisse schlechte Erfahrungen gemacht hast, sonst würdest Du Dich nicht derart despektierlich darüber äußern.

In der Sache selbst hatte ich bereits seinerzeit geschriben, dass wir damit OT sind und man nunmehr wieder zur Tagesordnung übergehen sollte...was dann auch ganz zwanglos geschah.

Zu Deiner Vorgehensweise jetzt und hier an dieser Stelle fällt mir ein Spruch aus dem arabischen Raum ein, er lautet übersetzt: Wenn über irgend eine Sache mal Gras gewachsen ist, kommt eines Tages ein Camel, und frisst alles wieder runter.

Da ich grundsätzlich keinen der Avatars hier grüße, kann ich mir das "ohne Gruß" ersparen.
Zuletzt geändert von inel am 17. Dezember 2012, 16:57, insgesamt 1-mal geändert.
inel
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Rüganer » 17. Dezember 2012, 16:30

vs1400 hat geschrieben:[
hi Rüganer,
kann ich alles mit nein beantworten.
nur mache ich dafür keinen anderen als mich verantwortlich. diese thematik wurde in der ausbildung wohl mal bearbeitet, doch ich hab mich darauf verlassen und keine fragen gestellt.
auch als gf wurden mir derartige fragen nicht gestellt, man sprach nicht darüber und ich sah mich daher auch nicht verpflichtet, mich darüber zu informieren.

das, was S51 mit hinterher gerannt aussagen wollte, verstehe ich eben anders als du. im wald, als gak war das handeln komplett anders als am kanten.

gruß vs


Hallo vs,

dass du da keinen anderen verantwortlich machst, ist großzügig, oder deinem Dienstgrad geschuldet.
Ich dagegen sage, eine solche nachhaltige und gezielte Ausbildung hatte ich niemals, ich habe im GAR Telefonleitungen gelegt. Und weshalb sollte jemand der 18 Monate macht nachfragen? Wo ihm doch selbst das Laufen beigebracht wird, das Betten machen und vor allem aber das Grüßen. Ein Ratschlag alter Landser, die mich damals im Dorf verabschiedet haben - niemals freiwillig melden und niemals auffallen, dann kriegst du den Kommis schon vorbei.
Bei uns war das tatsächlich noch so, viele ältere Männer, die ich kannte, hatten den Krieg überlebt und hatten dann solche und ähnliche Ratschläge drauf. dass war 1969, dies darf man auch nicht vergessen... später hatten sich ja alle zu sozialistischen Perönlichkeiten herausgebildet und haben wahrscheinlich andere Ratschläge parat gehabt..
Gruß, der Rüganer
Rüganer
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Neun » 17. Dezember 2012, 17:07

Ich lese hier als nie der Grenze Dienender nur interessiert mit und werde es auch größtenteils auch dabei belassen. Nach dem lesen eines Links stellt sich mir nur die Frage, was an der nachfolgenden Aussage nicht stimmen soll und ob diese Unwahrheit auch nachvollziehbar belegt werden kann...

HPA und Nov65!äußerten sich ja recht deutlich, da werden sie mir sicher eine Antwort geben können.

Alle in den Prozessen zur Grenzsicherung den Staatsanwaltschaften vorliegenden Dokumente beweisen, dass es niemals eine Aufforderung zum Töten gab. Die Angehörigen der Grenztruppen hielten sich an die geltenden Bestimmungen, wie die Untersuchungen der Staatsanwaltschaften der DDR bei Schusswaffenanwendungen bestätigt haben. Die Zahl der Versuche des illegalen Grenzübertritts hatte in den achtziger Jahren eine steigende Tendenz bei zunehmenden Gewaltakten gegen Grenzsoldaten und Grenzanlagen. Die Anwendung der Schusswaffe als letztes Mittel war jedoch im Verhältnis zu dieser steigenden Tendenz eindeutig rückläufig. Der Einfluss der Vorgesetzten aller Stufen auf eine solide Ausbildung und Erziehung und die enorme Arbeit zur Erhöhung der Sicherheit an der Staatsgrenze führten zu diesem Ergebnis. In der „Gemeinsamen Erklärung zu grundsätzlichen tatsächlichen und rechtlichen Aspekten der Aufgaben und der Tätigkeit der Angehörigen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen gemäß der Rechtsordnung der Deutschen Demokratischen Republik“ der Generäle der Führung der Grenztruppen vor dem Berliner Landgericht heißt es dazu unter anderem:

„Von 1979 bis 1989 erfolgte durch die Grenztruppen die Festnahme von 2.905 Personen, die versuchten, die Staatsgrenze zu verletzten bzw. durchzubrechen. Der Begriff „durchbrechen“ ist wohl berechtigt, wenn man ohne Voreingenommenheit berücksichtigt, dass diese Versuche in vielen Fällen unter Androhung bzw. Anwendung von Gewalt mittels schwerer Technik, wie LKW, Planierraupen, Traktoren sowie Stich-, Hieb- und auch Schusswaffen durchgeführt wurden. Bei diesen 2.905 Festnahmen erfolgte in 148 Fällen die Anwendung der Schusswaffe, also in 5,1 Prozent der Fälle, wobei in diesem elf Jahren leider 24 Personen verletzt und 17 tödlich verletzt wurden. Niemand hat das Recht, Tote und Verletzte aufzurechnen und wir maßen uns das nicht an. Zu groß ist das Leid, das durch den Kalten Krieg entstanden ist. Wir wiederholen: Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt allen Betroffenen. Mit Entschiedenheit verurteilen wir aber auch die widerwärtigen Bestrebungen, aus dem Leid der Menschen politisches Kapital zu schlagen und die Betroffenen in den Medien kommerziell zu missbrauchen. Die hohe Anzahl von Festnahmen ohne Anwendung von Schusswaffen bestätigt eindeutig, dass die Schusswaffenanwendung im wahrsten Sinne des Wortes die Ausnahme und das allerletzte Mittel war. Es war humanistisches Grundanliegen der DDR, das Leben zu achten, menschliches Leid möglichst zu vermeiden und sie hatte darüber hinaus ein hohes politisches Interesse daran, es nicht zu Todesfällen kommen zu lassen, weil jeder Tote an der Grenze zur politischen Diskreditierung der DDR missbraucht wurde. Zu keiner Zeit wurde den Angehörigen der Grenztruppen befohlen, Grenzverletzer vorsätzlich zu töten oder Leben und körperliche Unversehrtheit über das Maß des entsprechend der konkreten Lage Notwendigen hinaus zu gefährden. Bei einer Absicht, Grenzverletzer zu töten, hätten die Grenztruppen mit dafür geeigneteren Waffen ausgerüstet werden können. Aber gerade das ist unterblieben. Im Zuge der Umrüstung der NVA von der Maschinenpistole ‚Kalaschnikow’ (AK 47) auf die Maschinenpistole ‚AK 74’ fanden von etwa 1986 bis 1988 bei den Grenztruppen außerhalb des Grenzdienstes Erprobungen zur Einführung dieser Waffe statt. Im Ergebnis der Erprobungen unterbreitete die Führung der Grenztruppen dem Minister für Nationale Verteidigung den Vorschlag, die Einführung von ‚AK 74’ nicht vorzunehmen, weil die von dieser Maschinenpistole verschossenen Hochgeschwindigkeitsgeschosse dazu führen können, dass an sich nicht lebensgefährliche Verletzungen einen Schocktod bewirken. Da eine Schusswaffenanwendung im Grenzdienst stets dem Ziel diente, den Grenzverletzer - der trotz drohender oder gar erfolgter Schusswaffenanwendung sich der Festnahme zu entziehen suchte - letztlich durch Herbeiführung seiner Fortbewegungsunfähigkeit - dennoch festzunehmen, verbot sich die Einführung einer Waffe, die das Risiko erhöhte, dass Grenzverletzer getötet werden. Eine Umrüstung der Grenztruppen auf die Maschinenpistole ‚AK 74’ ist deshalb nicht vorgenommen worden.“
Neun
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon inel » 17. Dezember 2012, 17:16

Tja, Neun, was soll man dazu schon sagen?
Die alten Leute haben nicht verstanden, daß man im Frieden Soldaten nicht befehlen darf, auf unbewaffnete Leute mit Kriegswaffen zu schießen, die lediglich das eigene Land verlassen wollen.

Aber mit diesem Unvermögen sind die alten Leute ja teilweise in allerbester Gesellschaft, nicht wahr, Neun?
inel
 

Re: Aussagen von Ex-DDR-Grenzern zur Anwendung des Schiessbefehls

Beitragvon Rüganer » 17. Dezember 2012, 17:25

Neun hat geschrieben:Ich lese hier als nie der Grenze Dienender nur interessiert mit und werde es auch größtenteils auch dabei belassen. Nach dem lesen eines Links stellt sich mir nur die Frage, was an der nachfolgenden Aussage nicht stimmen soll und ob diese Unwahrheit auch nachvollziehbar belegt werden kann...

HPA und Nov65!äußerten sich ja recht deutlich, da werden sie mir sicher eine Antwort geben können.

Alle in den Prozessen zur Grenzsicherung den Staatsanwaltschaften vorliegenden Dokumente beweisen, dass es niemals eine Aufforderung zum Töten gab.


Feliks,

es hat auch keinen Befehl gegeben, der so sinngemäß lautete - erschieß den Flüchtenden.
Alles andere zu behaupten, ist Quatsch. Kein Mensch, auch kein junger, hätte solch einen Befehl befolgt, also was soll so eine Diskussion.
Nein, man war da sehr viel feiner und hat mit unseren Ängsten gespielt, die berühmten 3 D - Druck, Dampf, Drill kamen dazu, der Mythos Schwedt, bei dem Einen und dem Anderen mag ja auch irgendwas politisches gewirkt haben - dieser Vergatterungstext ....zu vernichten.. tat ein übriges.
Dazu muss man als Grenzer stehen, das Schuftige ist daran, heute zu sagen - ihr Idioten, ihr hättet gar nicht müssen... warum habt ihr euch Angst machen lassen?
Selbst Schuld, du Idiot, wenn du das Recht zur Anwendung der Schusswaffe auch als deine Pflicht zur Anwendung der Schusswaffe gesehen hast, aber nein... so war dies niemals gemeint...
Dies kommt davon, wenn mal militärische Laien an die Mauer stellt und sie dort auf Wache schickt... Ironie an: die bringen in ihrer Hilflosigkeit alles durcheinander, werden kopflos und ballern da rum. Ironie aus.
Und wenn man dies heute langsam frisst, dann Felix, dann ist da nur noch Wut, Verachtung und Ekel. Dann sind diese Verantwortlichen keinen Deut besser, als andere, die Studenten bei Langemark in den Tod gejagt haben, deren Ideale missbrauchten, keinen Deut besser, als diejenigen, die 5 vor 12 noch kleine Jungs in Panzergräben der Seelower Höhen schickten und sie mit dem EK dekorierten. Alle haben sie einer Jugend etwas vorgemacht. Einverstanden, die letzten haben nicht den Tod der Leute billigend in Kauf genommen. aber genug Grenzer sind ja auch nicht wieder nach Hause zurück gefahren.
Dies und alleine dies, Feliks, ist mein Vorwurf...
Rüganer
 

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