Betrachtungen zu Palästina

Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Gerd Böhmer » 13. Oktober 2026, 10:54

pentium hat geschrieben:„Das ist historisch kompletter Unsinn. Das jüdische Volk hat seine Wurzeln, seine Sprache und seine Geschichte genau in dieser Region. Die antiken Königreiche Israel und Juda existierten dort jahrhundertelang vor unserer Zeitrechnung, mit Jerusalem als Hauptstadt. Archäologische Funde belegen das weltweit lückenlos. Geschichtsleugnung löst keine Konflikte.“
Während der Shoa wurden schätzungsweise 5,6 bis 6,3 Millionen jüdische Menschen von den Nationalsozialisten ermordet, was etwa zwei Dritteln aller damals lebenden europäischen Juden entspricht. Gazastreifen: rund 2,1 bis 2,3 Millionen Einwohner. Du solltest an deinem Text noch mal arbeiten. Dringend. Im übrigen kleiner Tip wegen dem "nie Land besessen" lies mal Ben Hur oder das alte Testament. Ach und komme nicht auf die Idee Weihnachten zu feiern. Ach und ein Besuch der Trajan Säule in Rom könnte dir auch weiter helfen.

Mal soviel, der Monumentalfilm "Ben Hur" um die Lebensgeschichte des jüdischen Kaufmannes Juda Ben Hur und seiner Familie ist mir sehr gut bekannt, ich habe diesen Monumentalfilm in meinem Leben mehrmals gesehen. Spielt doch die Handlung in der Zeit als die ollen Römer unter Kaiser Augustus, sowie seinem Nachfolger Kaiser Tiberius im Nahen Osten ihr Unwesen getrieben haben, sprich zur Zeit des Überganges der Zeit vor Christi zur Zeit nach Christi.
Anmerkungen - nicht nur das Judentum, sondern auch andere Glaubensrichtungen haben ihren Ursprung im Nahen Osten, auch in Jerusalem ...
... wobei, was ist das "jüdische Volk", gibt es auch ein "christliches Volk" ?
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2026, 08:28

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Ich bin ein „sogenannter Palästinenser“ ?

1947. Die UNO bot mir einen Staat an. Neben Israel. Grenzen, Unabhängigkeit, Anerkennung. Ich sagte Nein. Meine Anführer versprachen mir, der Krieg würde „die Juden ins Meer treiben“. Stattdessen verlor ich alles, und man nannte es eine Katastrophe. Nicht, weil man mir keinen Staat angeboten hatte, sondern weil ich ihn abgelehnt hatte.

1948–2025. Die arabischen Staaten hätten mich integrieren, mir Rechte, Pässe und Würde geben können. Stattdessen sperrten sie mich über Generationen hinweg in Flüchtlingslager, damit ich eine Waffe gegen Israel bliebe. Sie bauten Paläste für sich und Gefängnisse für mich. Sie benutzten mich als Propagandamittel, nicht als Menschen.

1967. Nach einem weiteren verlorenen Krieg hätte ich im Westjordanland und im Gazastreifen einen Staat aufbauen können. Stattdessen beharrte ich auf „weder Frieden noch Anerkennung noch Verhandlungen“. Drei Neins. Fünfzig Jahre später habe ich immer noch keinen Staat. Es stellt sich heraus: Ablehnung zahlt keine Miete.
Oslo, 1990er Jahre. Israel sagte: „Versuchen wir es.“ Es gewährte mir Autonomie. Waffen für die Polizei. Milliarden an Hilfsgeldern. Was taten meine Anführer? Sie haben das Geld gestohlen, Milizen bewaffnet und eine Intifada angezettelt. Selbstmordanschläge statt Schulen. Raketen statt Fabriken.

Gaza, 2005. Israel hat sich vollständig zurückgezogen. Ohne Siedler, ohne Soldaten. Ich hatte die Chance, Gaza in ein Singapur am Mittelmeer zu verwandeln. Ich habe für die Hamas gestimmt. Sie haben daraus ein Mogadischu am Meer gemacht. Milliarden an Hilfsgeldern? Tunnel, Raketen und Paläste für ihre Anführer, während mein Volk im Dunkeln Konservennahrung isst.

Demokratie? Seit fast 20 Jahren gab es keine Wahlen mehr. Die Hamas tötet Andersdenkende in Gaza. Die Fatah sperrt sie im Westjordanland ein. Meine Anführer sagen Wahlen ab, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, um die Macht zu kämpfen.

Religion. Anstatt eine Zukunft aufzubauen, lasse ich Geistliche im Fernsehen auftreten, die den Kindern beibringen, Juden zu hassen. Ich verherrliche die „Märtyrer“, die Busse in die Luft jagen. Ich erziehe meine Kinder mit Liedern von Blut und Feuer statt mit Büchern und Wissenschaft. Ich tausche Hoffnung gegen den Heiligen Krieg.

Arabische Welt. Die arabischen Regime nennen mich „Bruder“. Doch fragt sie, wie viele Palästinenser im Libanon, in Syrien, in Ägypten oder in Kuwait in Freiheit leben können. Sie schließen mich aus, feiern aber meinen Tod, denn mein Tod ist ihre Ausrede.

Absurd. Ich behaupte weiterhin, ich wolle einen „Staat aufbauen“. Und ironischerweise liegt direkt daneben Israel: der Nachbar, der eine blühende Demokratie aufgebaut hat, eine Technologie-Macht, Farmen in der Wüste, Städte aus dem Staub. Ohne Öl, ohne unendlichen Reichtum – nur mit Mut. Ich hätte lernen, kopieren und zusammenarbeiten können. Stattdessen habe ich mich für Neid und Wut entschieden.

Eine Besessenheit, die sich gegen Juden richtet. Ich hätte Juden als Nachbarn akzeptieren können. Ich hätte sagen können: „Zwei Völker, zwei Staaten“. Stattdessen wiederhole ich: „Vom Fluss bis zum Meer“. Anstatt Ehre, Gastfreundschaft und die reiche arabische Kultur zu zeigen, habe ich nur die Kultur des Schwertes demonstriert: Zorn, Extremismus und Blut. Anstatt den Israelis „Salaam“ (Frieden) zuzurufen, habe ich „Tod den Juden“ geschrien. Und dann tue ich überrascht, wenn die Israelis mir nicht vertrauen, wenn sie wütend und enttäuscht sind und davon überzeugt, dass ich gar keine Koexistenz will.

Verantwortung. Ich mache Israel für alles verantwortlich. Immer. Stehlen meine Anführer Milliarden? Israel ist schuld. Feuert die Hamas Raketen aus Krankenhäusern ab? Israel ist schuld. Verherrliche ich den Tod mehr als das Leben? Israel ist schuld. Verantwortung zu übernehmen ist nicht meine Stärke.

Ich bin ein sogenannter Palästinenser.

Ich hätte eine Nation aufbauen können und zwar mehrfach. Ich habe mich für Ablehnung, Korruption und einen endlosen Krieg entschieden. Ich hätte in Frieden mit Israel leben können, doch ich entschied mich dafür, im Schatten seiner Vernichtung zu leben.

Ja, ich bin ein Opfer. Doch allzu oft bin ich Opfer meiner eigenen Anführer, meiner eigenen Entscheidungen und meiner eigenen Weigerung, den Hass aufzugeben.
Und genau das, lieber Leser, ist die Tragödie, die niemand wahrhaben will.
https://x.com/AlexSchaumburg/status/210 ... 45413?s=20
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2026, 09:17

Ist das etwa der Kasper der diesen Mist verfasst hat. [grin]
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2026, 09:22

karnak hat geschrieben:Ist das etwa der Kasper der diesen Mist verfasst hat. [grin]


Wieso Mist und Kasper würde ich den Mann auch nicht nennen.Was passt dir denn an dem Text nicht? Der Text ist übrigens vom Prinzen aus Facebook bei X eingestellt wurden.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2026, 10:01

[grin] So sollte die Teilung aussehen, in etwa so wie die großzügige Zuwendung von Reservaten an die Indianer, also die Eingeborenen, genauso wie die Palästinenser im nahen Osten. Das die nun, weil sie wohl doch nicht so blöd waren wie die westliche Welt und die Juden sie hielten, in der üblichen Arroganz von Kolonialisten und Besatzern,und das abgelehnt haben.wen soll den das wundern. Die fruchtbaren Gebiete sollten den Juden zugesprochen werden, denn groß was anderes als Landwirtschaft gab es zu dieser Zeit ja nicht in dieser Region . Und die ursächlichen Eingeborenen sollten sich in unfruchtbare Wüstengebiete verpissen. Das ist das Eine der Vergangenheit, der Anfang des Problems. Das Andere, das heute, das Vorgehen dieses Israel,dass einfach nur abzulehnen und zu verurteilen ist.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2026, 10:21

Wo hast du denn Unsinn wieder her, besonders der Vergleich mit den Indianern.
Die Behauptung, die Juden bekamen das fruchtbare Land und die Araber nur Wüste, stimmt historisch so nicht ganz – die Aufteilung war für beide Seiten ein extrem schlechter Deal, nur aus unterschiedlichen Gründen:
Der jüdische Staat bekam zwar die fruchtbare Küstenebene, aber die war flächenmäßig klein. Über die Hälfte des gesamten jüdischen Gebiets bestand aus der Negev-Wüste, die damals als absolut unfruchtbar und unbewohnbar galt. Der hohe Landanteil (56 %) wurde von der UN nur gewährt, um Platz für künftige Flüchtlinge aus Europa zu schaffen.
Der arabische Staat bekam das zentrale Hügelland (heutiges Westjordanland) und Galiläa. Das war kein Wüstengebiet, sondern das traditionelle, historische Agrarland der Region, auf dem seit Jahrhunderten Oliven, Wein und Getreide angebaut wurden.

Das eigentliche Problem war nicht die Wüste, sondern die Demografie: Die arabische Bevölkerung lehnte den Plan völlig zu Recht ab, weil einer jüdischen Minderheit (die damals nur ca. 7 % des Landes real besaß) über Nacht 56 % des Staatsgebiets zugesprochen werden sollten. Das wurde als koloniale Ungerechtigkeit empfunden – unabhängig davon, wie viel Sand oder Ackerboden dabei war.
https://en.wikipedia.org/wiki/United_Na ... _Palestine
https://www.un.org/unispal/document/auto-insert-179435/
https://www.thecairoreview.com/essays/f ... palestine/
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Oktober 2026, 11:21

pentium hat geschrieben:Post
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Ich bin ein „sogenannter Palästinenser“ ?
...

Das würde glatt als Büttenrede im Karneval durchgehen [laugh]
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2026, 12:04

pentium hat geschrieben:Wo hast du denn Unsinn wieder her, besonders der Vergleich mit den Indianern.
/

[grin] Den habe ich mir selbst ausgedacht. Weil es nämlich genauso ist. In der Zeit haben sich die" Eingeborenen " mit dem Anbau von Zitrusfrüchten und wahrscheinlich ein bisschen Fischfang durchgeschlagen. Mit dieser Art von Teilung hat man denen diese Möglichkeiten maximal beschnitten. Das nächste Thema ist das Wasser des Jordan,exsistentiel für die feiste Gegend dort. Ich war ja nun schon in Israel und Jordanien. Der fließt schön durch das Staatsgebiet von Israel und wenn man an der Grenze von Jordanien und hin zum Westjordanland steht ist von dem Fluss nur noch etwas übrig geblieben was dem Niveau eines Dorfbaches entspricht. Der Rest wird wohl vorher in die Jaffa Plantagen der Israelis fließen.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Ari@D187 » 14. Oktober 2026, 13:43

Zunächst einmal lebte die arabische Bevölkerung im damaligen Palästina keineswegs nur vom Zitrusfrüchteanbau und etwas Fischfang. Das lässt sich bereits im UN-Bericht von 1947 nachlesen. Und der UN-Teilungsplan sah ausdrücklich eine Wirtschaftsunion zwischen dem jüdischen und dem arabischen Staat vor, einschließlich der Zusammenarbeit bei der Wasser- und Energieversorgung.

Was den Jordan betrifft: Dass der heute nur noch einen Bruchteil seiner ursprünglichen Wassermenge führt, stimmt. Allerdings wird das Wasser nicht nur von Israel, sondern auch von Jordanien und Syrien abgezweigt. Die großen Wasserbauprojekte entstanden zudem überwiegend erst nach 1948. Du erklärst also die Ablehnung des Teilungsplans von 1947 unter anderem mit Entwicklungen, die erst Jahrzehnte später eintraten.

Und an der entscheidenden Tatsache ändert das alles nichts: Die UNO sah 1947 zwei Staaten vor. Die jüdische Führung akzeptierte den Plan, die arabische lehnte ihn ab.

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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2026, 14:05

Ari@D187 hat geschrieben:. Die jüdische Führung akzeptierte den Plan, die arabische lehnte ihn ab.

Ari

[grin] Hätte ich als jüdische Führung natürlich auch akzeptiert. [flash] Für die war der Plan natürlich super. Aber das ist alles vergossene Milch. Es geht um heute, was man heute von Seiten Israels in der Region veranstaltet und besonders die explizite Ablehnung einer Zweistaatenlösung in welcher Form auch immer durch Israel.
Und wenn man sich die Karte von 47 ansieht, nicht nur, dass man diesem Israel die Filetstücke zugebilligt, man hat den Anderen ein Stückwerk zugestanden, isoliert voneinander und alle faktisch eingekesselt vom Staatsgebiet Israel. Wollte man von einen Teil in den Anderen, man musste immer durch das Gebiet von Israel und das konnte immer entscheiden wie und unter welchen Voraussetzungen. Von wem will man denn erwarten,dass er sich für so einen Plan begeistert und das sich kein Widerstand dagegen formiert?
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2026, 14:14

karnak hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:. Die jüdische Führung akzeptierte den Plan, die arabische lehnte ihn ab.

Ari

[grin] Hätte ich als jüdische Führung natürlich auch akzeptiert. [flash] Für die war der Plan natürlich super. Aber das ist alles vergossene Milch. Es geht um heute, was man heute von Seiten Israels in der Region veranstaltet und besonders die explizite Ablehnung einer Zweistaatenlösung in welcher Form auch immer durch Israel.


Stimmt so auch nicht. Es gibt auch Palästinensische Gruppierungen (insbesondere die Hamas) welche die Zweistaatenlösung ablehnen. Ihre Charta und Kernidee stehen der Existenz eines anerkannten Staates Israel im Sinne einer Zwei-Staaten-Lösung entgegen. Sie fordert stattdessen die Kontrolle über das gesamte historische Gebiet und lehnt die Anerkennung Israels ab.
https://www.friedensbildung-bw.de/israel-nahostkonflikt

Das Fehlen einer geeinten, handlungsfähigen palästinensischen Führung (andauernder Konflikt zwischen Fatah/Autonomiebehörde im Westjordanland und Hamas im Gazastreifen, keine Wahlen seit über 15 Jahren) schwächt die Verhandlungsposition für einen Staat erheblich.
Kritiker und Experten verweisen darauf, dass durch die starke Zersplitterung des Westjordanlands, den fortgesetzten Siedlungsbau und die Zerstörungen im Gazastreifen die territoriale Grundlage für einen lebensfähigen palästinensischen Staat weitgehend verbaut wurde.
https://internationalepolitik.de/de/das ... en-loesung
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Ari@D187 » 14. Oktober 2026, 14:26

Vielleicht hätte man den UN-Teilungsplan von 1947 besser angenommen, statt auf eine militärische Lösung zu setzen. Dann hätten bereits 1948 zwei Staaten entstehen können. Hitler wäre 1939 ebenfalls besser beraten gewesen, auf die Vermittlungsbemühungen Hendersons einzugehen, statt Polen anzugreifen. Die Folgen sind bekannt: Deutschland hat die Gebiete östlich der Oder-Neiße-Linie verloren und kann dort heute keinerlei staatliche Gebietsansprüche mehr erheben.

Kriege und politische Fehlentscheidungen können eben territoriale Folgen haben, die sich später nicht einfach rückgängig machen lassen.

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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2026, 14:32

Wie gesagt, man sollte von einem demokratischen Staat und Rechtsstaat schon etwas mehr erwarten dürfen als von einer Terrororganisation. Die allerdings und nicht unmaßgeblich ihre Zustimmung und ihr Personal aus dem Verhalten und Agieren eben dieses Israelis zieht. Auch für den sich ausweitenden Hass auf Juden, besonders im migrantischen Milieu, hierzulande und weltweit, trägt genau dieses Israel unter seiner Regierung maßgeblich bei. Und das ist ohne Wenn und Aber zu benennen, auch durch die Bundesregierung, da braucht man mir auch nicht mit unserer unsäglichen Geschichte und dem Existenzrecht von Israel und irgendwelchen Antisemitismus Verdächtigungen kommen mit denen man Kritik unterdrücken will. Damit hat das nicht das geringste zu tun. Und mir schwillt der Kamm wenn ein Bundeskanzler verkündet, wenn ein Kriegsverbrecher Netanjahu Deutschland besuchen will wird sich schon ein Weg finden, dass der Haftbefehl des internationalen Gerichtshof nicht vollzogen wird. Wenn das so ist muss man den Putin auch schon mal nach Dresen Touren lassen um seine Kumpels zu besuchen. [flash]
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Gerd Böhmer » 14. Oktober 2026, 14:47

von Ari@D187 » 14. Oktober 2026, 15:26,
...
Kriege und politische Fehlentscheidungen können eben territoriale Folgen haben, die sich später nicht einfach rückgängig machen lassen.

Danke das ist sehr gut formuliert und bestätigt meinen Gedanken, das einige Entscheidungen im Nahen Osten in den letzten etwas mehr als 100 Jahren über die Bevölkerungen der betroffenen Gebiete hinweg gefällt wurden (und auch in anderen Gebieten der Welt ...)

von pentium » 14. Oktober 2026, 15:14
...
Kritiker und Experten verweisen darauf, dass durch die starke Zersplitterung des Westjordanlands, den fortgesetzten Siedlungsbau und die Zerstörungen im Gazastreifen die territoriale Grundlage für einen lebensfähigen palästinensischen Staat weitgehend verbaut wurde.

Das ist nicht von der Hand zu weisen, das hier die aktuelle Politik und auch der Siedlungsbau Israels eine nicht unerhebliche Rolle spielen. In dem nachfolgenden Link kommt ein Gedanke zum Ausdruck, der unter dem gegenwärtigen Status quo unrealistisch ist - "die israelisch-palästinensische Konföderation".
Aber gab es etwas derartiges im Nahen Osten im Laufe der Geschichte nicht schon einmal ?
Zuletzt geändert von Gerd Böhmer am 14. Oktober 2026, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2026, 14:51

karnak hat geschrieben:Wie gesagt, man sollte von einem demokratischen Staat und Rechtsstaat schon etwas mehr erwarten dürfen als von einer Terrororganisation. Die allerdings und nicht unmaßgeblich ihre Zustimmung und ihr Personal aus dem Verhalten und Agieren eben dieses Israelis zieht. Auch für den sich ausweitenden Hass auf Juden, besonders im migrantischen Milieu, hierzulande und weltweit, trägt genau dieses Israel unter seiner Regierung maßgeblich bei. Und das ist ohne Wenn und Aber zu benennen, auch durch die Bundesregierung, da braucht man mir auch nicht mit unserer unsäglichen Geschichte und dem Existenzrecht von Israel und irgendwelchen Antisemitismus Verdächtigungen kommen mit denen man Kritik unterdrücken will. Damit hat das nicht das geringste zu tun. Und mir schwillt der Kamm wenn ein Bundeskanzler verkündet, wenn ein Kriegsverbrecher Netanjahu Deutschland besuchen will wird sich schon ein Weg finden, dass der Haftbefehl des internationalen Gerichtshof nicht vollzogen wird. Wenn das so ist muss man den Putin auch schon mal nach Dresen Touren lassen um seine Kumpels zu besuchen. [flash]


Bei dir scheint Israel an allem Schuld zu sein! Da ist jede weitere Diskussion eigentlich sinnlos. Zumal jetzt wieder der Putin ins Spiel gebracht wird.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 14. Oktober 2026, 16:28

Ich beschreibe lediglich ein paar Fakten weil es mich aufregt wie man mit denen umgeht. Weil man der Meinung ist dem Staat Israel steht auf Grund der Schandtaten die die Deutschen mit ihrer industriellen Vernichtung von Juden dieser religiösen und Volkgruppe angetan haben eine irgendwie geartete Sonderrolle und Verständnis zu, was ihre eigenen Sauereien nach dem Holocaust angeht. Und das ist und kann einfach nicht sein und ist beiweiten nicht so.
Den Putin bringe ich ins Spiel, wo ist denn der Unterschied bei mit Haftbefehl gesuchten Kriegsverbrechern wie Putin und Netanjahu wenn ein Bundeskanzler mit frechem Grinsen verkündet, wenn uns unser Freund Netanjahu besuchen will wird sich schon eine Möglichkeit finden den Haftbefehl nicht vollziehen zu müssen,während er umherpoltert wenn ein Exkanzler nach Moskau fliegt um mit seinem Kumpel Geburtstag zu feiern der vom gleichen Gericht ebenfalls mit Haftbefehl gesucht wird. Den Unterschied wirst Du mir doch sicherlich erklären können. [hallo]
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 14. Oktober 2026, 16:44

Der Holocaust begründet keine Blankovollmacht für Israel.
Historische Verantwortung ja – Straflosigkeit für mutmaßliche Kriegsverbrechen nein. Und der Doppelstandard ist peinlich:
ICC-Haftbefehl gegen Putin → Empörung, wenn jemand ihn trifft.
ICC-Haftbefehl gegen Netanjahu → „Wenn unser Freund kommt, finden wir schon eine Möglichkeit.“Gleiches Gericht, gleiche Pflicht – unterschiedliche Behandlung.
Das ist keine Diplomatie, das ist Heuchelei.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon augenzeuge » 15. Oktober 2026, 18:22

[shocked]
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Gerd Böhmer » 16. Oktober 2026, 14:33

Ich hänge es einmal an diesem Thema an:
Bäume niedergebrannt, Radikale israelische Siedler verletzen Palästinenser bei Olivenernte - 16.10.2026, 15:23 Uhr
Immer wieder greifen radikale israelische Siedler Palästinenser im Westjordanland an. Oft trifft es deren Häuser oder die Wasserversorgung. Nun attackieren Dutzende Männer Menschen bei der Olivenernte.

https://www.n-tv.de/politik/Radikale-israelische-Siedler-verletzen-Palaestinenser-bei-Olivenernte-id31426050.html,
es wurden auch wohl anwesende Journalisten von den israelischen Siedlern attackiert, gegen derartige Vorfälle sollten die zuständigen Stellen Israels einmal vorgehen.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 16. Oktober 2026, 14:38

Machen sie aber nicht, sie sehen nur zu, so wie die deutsche Polizei als Juden unter Aufsicht der SA mit der Zahnbürste den Bürgersteig schrubben mussten, oder dem kleinen jüdischen Händler das Schaufenster einschlugen.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon pentium » 16. Oktober 2026, 17:31

karnak hat geschrieben:Machen sie aber nicht, sie sehen nur zu, so wie die deutsche Polizei als Juden unter Aufsicht der SA mit der Zahnbürste den Bürgersteig schrubben mussten, oder dem kleinen jüdischen Händler das Schaufenster einschlugen.


ich verstehe jetzt, was du mit dem Vergleich meinst: Du willst sagen, dass die Polizei damals tatenlos zugesehen hat. Allerdings ist dir da ein grammatikalischer Fehler unterlaufen, durch den der Satz genau das Gegenteil aussagt. So wie es da steht (‚...wie die deutsche Polizei als Juden... schrubben mussten‘), klingt es, als wäre die Polizei gezwungen worden zu schrubben.
Um das historisch und sprachlich präzise auf den Punkt zu bringen, müsstest du den Satz anders aufbauen. Zudem wirfst du geografisch zwei verschiedene Ereignisse durcheinander:
1. Das Schrubben mit der Zahnbürste (die sogenannten ‚Reibpartien‘) fand im März 1938 in Wien statt, direkt nach dem Anschluss Österreichs. Dort zwang die SA jüdische Zivilisten auf die Knie, während die Polizei untätig zusah.

2. Das Einschlagen der Schaufenster von kleinen jüdischen Händlern passierte massenhaft im gesamten Deutschen Reich (also auch in Berlin, München etc.), vor allem während der Novemberpogrome 1938 („Kristallnacht“). Auch hier griff die Polizei bewusst nicht ein.
Wenn du den Satz so umformulierst, stimmt er sowohl sprachlich als auch historisch:

‚Machen sie aber nicht, sie sehen nur zu – genau so, wie die deutsche Polizei damals tatenlos zusah, als Juden unter Aufsicht der SA in Wien mit der Zahnbürste den Bürgersteig schrubben mussten oder Nationalsozialisten dem kleinen jüdischen Händler das Schaufenster einschlugen.‘“
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
Anton Günther

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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 16. Oktober 2026, 17:35

[flash] Danke
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Gerd Böhmer » 20. Oktober 2026, 14:41

gehen der israelischen Armee (der IDF) die Rekruten aus ?
Massenzugriff in Tel Aviv, Militärpolizei setzt Dutzende ultraorthodoxe Wehrdienstverweigerer fest - 20.10.2026, 14:15 Uhr
Die streng religiösen Juden in Israel entziehen sich seit Langem dem obligatorischen Wehrdienst. Nun greift die Militärpolizei rigoros durch und erzürnt Premierminister Netanjahu.

...
Der Streit um die Wehrpflicht für streng religiöse Juden sorgt seit Langem für heftige Spannungen in Israel. Die Armee dringt angesichts des anhaltenden Mangels an Kampfsoldaten auf deren Einberufung, während ultraorthodoxe Parteien eine Wehrpflicht für ihre Glaubensgemeinschaft ablehnen.

https://www.n-tv.de/politik/Militaerpolizei-setzt-Dutzende-ultraorthodoxe-Wehrdienstverweigerer-fest-id31437612.html,
die Betroffenen waren wohl auf dem Rückweg aus den USA.
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon karnak » 23. Oktober 2026, 10:29

Israel bereitet vollständige Blockierung des Westjordanlandes vor. Vorwand, 2, in Worten ZWEI Israelis wurden erschossen, ein Anschlag wurde verhindert. Wenige Tage vor der Wahl und der nächste Schritt in Richtung Großisrael .
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Re: Betrachtungen zu Palästina

Beitragvon Gerd Böhmer » 23. Oktober 2026, 10:35

verdreht hier Netanjahu die Tatsachen, bzw. die Rolle von Täter und Opfer ?
Nach "großem Anschlag", Israel lässt Westjordanland "vollständig" abriegeln - 23.10.2026, 09:52 Uhr
Nach einem Schusswaffenangriff nahe der Stadt Hebron im Westjordanland kündigt Israels Regierung weitreichende Sicherheitsmaßnahmen an. Im Zuge mehrerer Razzien wird das palästinensische Gebiet abgeriegelt.

https://www.n-tv.de/politik/Israel-laesst-Westjordanland-vollstaendig-abriegeln-id31450181.html, wenn israelische Siedler gegen die Bevölkerungen nicht nur im Westjordanland vorgehen ist das in Ordnung, aber wenn sich die betroffenen Bevölkerungen zur Wehr setzen ist es Terror, siehe in meinem Beitrag unter http://neues-forum.info/forum/posting.php?mode=reply&f=51&t=18180#pr588610 vom 16. Oktober 2026.
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