Berlin im Sommer 1937 – in seltenen originalen Farbaufnahmen und hier erstmals veröffentlicht. Der bislang unveröffentlichte private Farbfilm führt auf das Ausstellungsgelände unter dem Berliner Funkturm, wo die Gartenschau „Sommerblumen unterm Funkturm“ Blumenanlagen, Terrassen, Unterhaltung und öffentliche Vorführungen miteinander verband.
Zu Beginn zeigt der Film das Ausstellungsgelände mit einem geschnitzten Schild für ein Marionettentheater, Zuschauern vor einem traditionellen Kasperletheater und einem Kinderkarussell. Besucher spazieren zwischen Blumenbeeten und gestalteten Gartenanlagen, während über dem Gelände immer wieder der Berliner Funkturm zu sehen ist.
Der Funkturm war zu diesem Zeitpunkt bereits seit elf Jahren in Betrieb. Er wurde von 1924 bis 1926 nach Plänen des Architekten Heinrich Straumer errichtet und am 3. September 1926 anlässlich der dritten Großen Deutschen Funkausstellung eröffnet. Bis 1937 war die markante Stahlkonstruktion längst zu einem Wahrzeichen des Berliner Messegeländes geworden.
Neben dem sommerlichen Ausstellungs- und Freizeitbetrieb ist auch die politische Realität des nationalsozialistischen Deutschlands präsent. Eine Militärkapelle spielt vor den Besuchern; auf dem Gelände sind sowohl eine Fahne mit dem Berliner Bären als auch eine Hakenkreuzfahne zu erkennen.
AZ








