Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Hier bitte ausschließlich Themen die sich mit der Berliner Mauer beschäftigen.

Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 20:00

augenzeuge hat geschrieben:
Man wollte verhindern, dass man nicht früher abhauen kann, als man es lukrativ bewerten konnte. [grins]

Fakt ist, du wurdest das Ding auch dann nicht los, wenn der Antrag zurückgezogen wurde und du dich wie ein Lamm benahmst. Denn die Entscheidung traf Inneres nicht.

AZ

Also ich bin mein Leben lang, über zwei Systeme hinweg, noch nie von der Polizei auf der Straße nach dem Personalausweis gefragt worden. Was muss man denn tun,dass die Polizei ein Bedürfnis danach entwickelt? [flash]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Bahndamm 68 » 15. August 2026, 20:11

Die Bonbonträger (Parteiabzeichen), die es unter dem Revers trugen, von denen möchte ich deren Meinung wissen, wie sie heute über die Absperrmaßnahmen denken und sich äußern. [ich auch]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 15. August 2026, 20:52

Ich habe meine Meinung dazu schon vor Jahren formuliert. Aus Sicht des Staates DDR und ihre Machthaber wollte man natürlich nicht aufgeben und unter gehen. Also war die Grenzschließung am 13. bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. Aber das man mit dem 14.08. nicht begonnen hat alles zu unternehmen um die Bedingungen zu verändern die die Leute dazu gebracht haben das Land zu verlassen, eigentlich bis zum Ende der DDR nicht, dass war das viel größere Übel.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 16. August 2026, 06:56

Du musst zur falschen Zeit am falschen Ort sein, mit den falschen Leuten Kontakt gehabt haben und keine Unterstützung durch Parteimitglieder haben. Dann klappt es. Gilt natürlich nur für die Diktatur. [grin]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Edelknabe » 16. August 2026, 09:48

Ari mit dem hier:

"Ich erinnnere mich noch gut daran, dort auf der Ausssichtsplattform gestanden zu haben im Mai 1988. Irgendeiner erzählte dann, dass irgendwo da drüben auch der Führerbunker sei.
Das Ganze atmete förmlich Geschichte und man fragte sich, ob da nicht gleich Onkel Adolf ums Eck käme, nachdem man mit der Reichsbahn nach Berlin gefahren war, den Stechschritt und die wehrmachtsähnlichen Uniformen bestaunen durfte, usw." und ende

Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat. Und zwei Jahre später traf das ja zu nur ging erstmal alles unter wie beim Adolf damals, aber wie hatte das Manne Krug mal formuliert, " und es entwickelt sich" denn Alles dauert halt etwas länger. Der Bundi hatte das Deutsche in die Sechziger Jahre abgelegt, halt demokratisch untergehen lassen aber der Ossi hatte es noch, das Deutsche....wohl verinnerlicht. Und das wirkt bis ins Heute, wie dieses einatmen der Geschichte was der Ari so treffend oben beschrieb. Der Traum lebt fort Männer.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 16. August 2026, 09:50

karnak hat geschrieben:Ich habe meine Meinung dazu schon vor Jahren formuliert. Aus Sicht des Staates DDR und ihre Machthaber wollte man natürlich nicht aufgeben und unter gehen. Also war die Grenzschließung am 13. August 1961 bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. Aber das man mit dem 14.08. nicht begonnen hat alles zu unternehmen um die Bedingungen zu verändern die die Leute dazu gebracht haben das Land zu verlassen, eigentlich bis zum Ende der DDR nicht, dass war das viel größere Übel.

Andererseits war die damalige westliche Welt auch nicht bereit ihre Standpunkte aufzugeben und die Bedingungen, die zu den Ereignissen des 13. August 1961 geführt hatten zu verändern. Immerhin gab es in den ersten Tagen danach noch seitens der Berliner Senates grosse Sprüche von kurzfristigen Reaktionen der "Schutzmächte" wie es genannt wurde. Nur hielten eben diese "Schutzmächte" die Füsse still und forderten ihre Befehlshaber und den Senat im Westteil Berlins zur Mässigung auf.
Irgendwo gab es damals auch eine Karikatur "die Frontstadtpolitiker vor der Klagemauer" ... oder eine weitere "der Osten handelt, der Westen tut nichts".

zum Beitrag von @ Edelknabe » 16. August 2026, 10:48 Uhr [super]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 16. August 2026, 10:02

Gerd Böhmer hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Ich habe meine Meinung dazu schon vor Jahren formuliert. Aus Sicht des Staates DDR und ihre Machthaber wollte man natürlich nicht aufgeben und unter gehen. Also war die Grenzschließung am 13. August 1961 bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar. Aber das man mit dem 14.08. nicht begonnen hat alles zu unternehmen um die Bedingungen zu verändern die die Leute dazu gebracht haben das Land zu verlassen, eigentlich bis zum Ende der DDR nicht, dass war das viel größere Übel.

Andererseits war die damalige westliche Welt auch nicht bereit ihre Standpunkte aufzugeben und die Bedingungen, die zu den Ereignissen des 13. August 1961 geführt hatten zu verändern. Immerhin gab es in den ersten Tagen danach noch seitens der Berliner Senates grosse Sprüche von kurzfristigen Reaktionen der "Schutzmächte" wie es genannt wurde. Nur hielten eben diese "Schutzmächte" die Füsse still und forderten ihre Befehlshaber und den Senat im Westteil Berlins zur Mässigung auf.
Irgendwo gab es damals auch eine Karikatur "die Frontstadtpolitiker vor der Klagemauer" ... oder eine weitere "der Osten handelt, der Westen tut nichts".

zum Beitrag von @ Edelknabe » 16. August 2026, 10:48 Uhr [super]


Der Edelknabe hat den Verlust der DDR nie überwunden. Ist aber ein anderes Thema. Bedingungen verändern? Ist das die Theorie vom bösen Westen...? Zwischen der Gründung der DDR im Oktober 1949 und dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 verließen rund 2,7 bis 2,8 Millionen Menschen den sozialistischen Staat in Richtung Westen. Rechnet man die Jahre der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945 hinzu, waren es sogar über 3 Millionen Menschen – was etwa einem Sechstel der gesamten Bevölkerung entsprach....
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 16. August 2026, 10:13

Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat.
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[laugh]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 16. August 2026, 10:24

augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat.
Rainer Maria


[laugh]
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Warum soll er das gedacht haben? Aus den Erzählungen meiner Westverwandten haben die bei Besuchen an der Innerdeutschen Grenze immer in die Zone, nach Thüringen oder nach Sachsen geschaut....
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Edelknabe » 16. August 2026, 10:57

Ehrlich Freund Pentium, das ist deine Denke über den Rainer, dieses

"Der Edelknabe hat den Verlust der DDR nie überwunden. "und ende

Dann bezeichne ich das einfach nur als falsch, gerade weil ich diese Entwicklung des Landes seit sagen wir 1990 sehe. Ich würde sogar behaupten "das mit der Wirtschaft ist OK weil Kapital bringt es halt und das schon der Moderne wegen nur menschlich ist der derzeitige Staat stehen geblieben, vollkommen stehen geblieben." Man kann das schlecht begründen aber Staat verdummt regelrecht , anders kann man das nicht bezeichnen und diese Dummheit, die hat mittlerweile Ausmaße angenommen die weh tun. Statt zu lernen aus Umbrüchen wurde einfach nur weitergemacht wie vorher Drüben, sogar der Blick deiner damaligen Westverwandtschaft, der wurde von der nächsten Generation beibehalten.

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PS: Diese Aussage zu Ari, also bitte nicht alles für bare Münze nehmen.Denn da war auch viel Sarkasmus dabei.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 16. August 2026, 11:07

Edelknabe hat geschrieben:Ehrlich Freund Pentium, das ist deine Denke über den Rainer, dieses

"Der Edelknabe hat den Verlust der DDR nie überwunden. "und ende

Dann bezeichne ich das einfach nur als falsch, gerade weil ich diese Entwicklung des Landes seit sagen wir 1990 sehe. Ich würde sogar behaupten "das mit der Wirtschaft ist OK weil Kapital bringt es halt und das schon der Moderne wegen nur menschlich ist der derzeitige Staat stehen geblieben, vollkommen stehen geblieben." Man kann das schlecht begründen aber Staat verdummt regelrecht , anders kann man das nicht bezeichnen und diese Dummheit, die hat mittlerweile Ausmaße angenommen die weh tun. Statt zu lernen aus Umbrüchen wurde einfach nur weitergemacht wie vorher Drüben, sogar der Blick deiner damaligen Westverwandtschaft, der wurde von der nächsten Generation beibehalten.

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PS: Diese Aussage zu Ari, also bitte nicht alles für bare Münze nehmen.Denn da war auch viel Sarkasmus dabei.


Für das was du "Verdummung" nennst kann der Staat aber nichts...Wobei, wurden wir in der DDR nicht auch "verdummt"...?
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Edelknabe » 16. August 2026, 11:27

Wenn du das eigene Denken damals aufgegeben hattest tut mir das echt nicht leid. Uns wurde zwar ein großer Teil Vergangenheit vorenthalten(was nachgeholt wurde) nur waren wir in dieser damaligen DDR menschlich weiter, so meine Denke. Man hat übrigens sehr schnell gelernt, das unbegrenzter Konsum der vernünftigen Denke schadet. Ob ich das zulasse oder nicht.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 16. August 2026, 11:43

Edelknabe hat geschrieben:Wenn du das eigene Denken damals aufgegeben hattest tut mir das echt nicht leid. Uns wurde zwar ein großer Teil Vergangenheit vorenthalten(was nachgeholt wurde) nur waren wir in dieser damaligen DDR menschlich weiter, so meine Denke. Man hat übrigens sehr schnell gelernt, das unbegrenzter Konsum der vernünftigen Denke schadet. Ob ich das zulasse oder nicht.

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Wo bitte habe ich geschrieben, das ich das eigene Denken aufgegeben hatte...? In der DDR unbegrenzter Konsum...wo soll das gewesen sein, in Wandlitz. Menschlich weiter....? Ich lass das mal so stehen.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon karnak » 16. August 2026, 11:57

Edelknabe hat geschrieben: Man hat übrigens sehr schnell gelernt, das unbegrenzter Konsum der vernünftigen Denke schadet.

Und Du vermutest jetzt hinter der Vermeidung von unbegrenzten Konsum steckte in Wahrheit der Plan der Partei- und Staatsführung einer Schadensabwendung für das vernünftige Denken des Volkes? [flash]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 16. August 2026, 12:11

karnak hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben: Man hat übrigens sehr schnell gelernt, das unbegrenzter Konsum der vernünftigen Denke schadet.

Und Du vermutest jetzt hinter der Vermeidung von unbegrenzten Konsum steckte in Wahrheit der Plan der Partei- und Staatsführung einer Schadensabwendung für das vernünftige Denken des Volkes? [flash]


Genau. Man brauchte sich beim Einkaufen nicht denn Kopf zu zermartern, nehme ich jetzt die Schnitzel, das Gulasch oder das Rouladenfleisch....trinken wir heute Abend Braustolz oder Wernesgrüner...? Und durch die vielen Tauschgeschäfte wurde der Gemeinsinn gefördert....Jetzt begreife ich den großen Plan der Partei und Staatsführung.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 16. August 2026, 16:31

augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat.
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[laugh]
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Nein, am Potsdamer Platz stand mehr der Führerbunker und die Uniformen im Vordergrund. Beim Blick vom Inneren des Reichstags nach "Drüben" hingegen gingen die Gedanken in etwa so: "Die leben ja da drüben wie in einem überdimensionierten Gefängnis, schrecklich. Aber die Grenzen aufmachen geht ja auch nicht, dann kommen alle rüber". [shocked]

Und zum "wahren deutschen Staat": Nee, das wirkte alles mehr wie Westrussland. Habe mich niemals mehr so sehr als Ausländer gefühlt wie in der DDR.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 16. August 2026, 16:54

Warst du je in anderen Ländern des damaligen Ostblocks?
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 16. August 2026, 19:41

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat.
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Nein, am Potsdamer Platz stand mehr der Führerbunker und die Uniformen im Vordergrund ... [hallo]
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@ ari - im Jahr 1988 war vom Führerbunker im Bereich der im Krieg zerstörten Hitler'schen neuen Reichskanzlei, erbaut 1938/39 nichts mehr zu sehen. Das Gelände an der Wilhelmstrasse / Vosstrasse wurde 1987/88 mit Wohngebäuden überbaut.
Auf die weiteren Narrative des kalten Krieges Deines Beitrages will ich nicht weiter eingehen [blush]
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 16. August 2026, 19:53

Gerd Böhmer hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat.
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[laugh]
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Nein, am Potsdamer Platz stand mehr der Führerbunker und die Uniformen im Vordergrund ... [hallo]
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ari - im Jahr1988 war vom Führerbunker unter der im Krieg zerstörten Hitler'schen neuen Reichskanzlei, erbaut 1938/39 nichts mehr zu sehen. Das entsprechende Gelände an der Wilhelmstrasse / Vosstrasse wurde 1987/88 mit Wohngebäuden überbaut.
Auf die weiteren Narrative des kalten Krieges Deines Beitrages will ich nicht weiter eingehen [blush]


Natürlich konnte man den Bunker nicht mehr sehen. Man sah dort nur die Grenzanlagen, Wachtürme, die Mauer und ödes Niemandsland. Vielleicht war der Führerbunker auch als Fata Morgana zu sehen, was dann auch die Soldaten erklären würde...
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Edelknabe » 17. August 2026, 10:43

Besser lesen. Mit "unbegrenzten Konsum "meinte ich bestimmt nicht diese DDR-Zeit. Sondern das was dann nach 1990 kam. Für den Wessi Null Veränderung, voll Null denn der lebte weiter so wie immer schon, aber für den Ossi war es als wurde der genommen, um 360 Grad gedreht und dann wieder auf die Beine gestellt.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 17. August 2026, 11:33

Gerd Böhmer hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Wenn ich das mal erweitern darf, der Ari dachte bestimmt in 1988 so bei sich dort auf der Tribüne, das da drüber, das ist der wahre deutsche Staat.
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Nein, am Potsdamer Platz stand mehr der Führerbunker und die Uniformen im Vordergrund ... [hallo]
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@ ari - im Jahr 1988 war vom Führerbunker im Bereich der im Krieg zerstörten Hitler'schen neuen Reichskanzlei, erbaut 1938/39 nichts mehr zu sehen. Das Gelände an der Wilhelmstrasse / Vosstrasse wurde 1987/88 mit Wohngebäuden überbaut.
Auf die weiteren Narrative des kalten Krieges Deines Beitrages will ich nicht weiter eingehen [blush]

Oberirdisch war natürlich nichts mehr zu sehen, da freies Schussfeld benötigt wurde und die DDR keine Pilgerstätte wollte.
Im Mai 1988 war der Führerbunker noch vollständig, samt Decke und Vorbunker, erhalten, allerdings innen stark beschädigt durch Sprengungen und Wassereintritt. Überbaut war zu dem Zeitpunkt noch nichts.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 17. August 2026, 11:43

Ari@D187 hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:@ ari - im Jahr 1988 war vom Führerbunker im Bereich der im Krieg zerstörten Hitler'schen neuen Reichskanzlei, erbaut 1938/39 nichts mehr zu sehen. Das Gelände an der Wilhelmstrasse / Vosstrasse wurde 1987/88 mit Wohngebäuden überbaut.
Auf die weiteren Narrative des kalten Krieges Deines Beitrages will ich nicht weiter eingehen [blush]

Oberirdisch war natürlich nichts mehr zu sehen, da freies Schussfeld benötigt wurde und die DDR keine Pilgerstätte wollte.
Im Mai 1988 war der Führerbunker noch vollständig, samt Decke und Vorbunker, erhalten, allerdings innen stark beschädigt durch Sprengungen und Wassereintritt. Überbaut war zu dem Zeitpunkt noch nichts.
Ari

Nein ari - die Reste des Führerbunkers wurden 1987 im Rahmen der Neugestaltung des Bereiches an der Wilhelmstrasse beseitigt. Das wurde auch bestätigt, das die heutige Bebauung 1987/88 errichtet wurde.
Wenn Dir damals im Jahr 1988 etwas Anderes erzählt wurde, entspricht das definitiv nicht den Tatsachen.
siehe unter https://berliner-zeitung.imgix.net/2021/09/21/b47b64a4-5099-4031-83fb-9af9e73b51ca.jpeg?w=1410&auto=format&sharp=15&fit=crop&auto=compress. Das ist die Ecke an der Vosstrasse und die Neubebauung zur sich bis zur Mohrenstrasse (1988 Otto-Grotewohl-Strasse) hin und steht heute sogar unter Denkmalsschutz.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon pentium » 17. August 2026, 12:01

Von West-Berlin aus konnte man direkt auf das Gelände blicken, da sich das Areal im unverbauten DDR-Grenzstreifen ("Todesstreifen") direkt hinter der Berliner Mauer befand. Zu sehen war die Anlage selbst von außen jedoch kaum, da sie unterirdisch lag.
Der Blick von West-Berliner Aussichtsplattformen – wie der am nahegelegenen Potsdamer Platz – bot über die Jahrzehnte folgendes Bild:
## Das konnte man von Westen aus sehen

*
* Ein grüner Hügel: Nach den sowjetischen Sprengversuchen von 1947 bildete sich über den Trümmern des Bunkers ein sanfter, mit Gras und Gebüsch bewachsener Erdhügel im ansonsten flachen Brachland. [1]
* Ein Turmrest (bis 1960): Der oberirdische [Rundturm](https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BChrerbunker), der als Notausgang und Belüftungsturm diente, war nach 1945 schwer beschädigt, ragte aber zunächst noch als Ruine empor. Die DDR ließ diesen sichtbaren Betonrest jedoch um 1960 im Zuge der Grenzsicherung sprengen und planieren. [2]
* Die DDR-Großbaustelle (1987–1988): Als der finale Abriss und der Bau der Wohnanlage begannen, blickte man von West-Berlin aus direkt auf die schweren DDR-Baumaschinen, Kräne und die tiefen Ausgrabungen im Grenzgebiet. Der mächtige graue Betonklotz des freigelegten Vorbunkers und die freigemeißelte Decke des Hauptbunkers waren in dieser Phase für Beobachter mit Ferngläsern von Westen aus erkennbar. [1, 3]
*

[1] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=VhgY2xKdNSo&t=85)
[2] [https://www.morgenpost.de](https://www.morgenpost.de/bezirke/stegl ... ndorf.html)
[3] [https://www.spiegel.de](https://www.spiegel.de/geschichte/hitle ... 51137.html)
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pentium
 
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 17. August 2026, 15:11

@ pentium - vielen Dank, der dritte Punkt und Link (zum Spiegel) bestätigen meine Aussagen und Kenntnisse. Die im Jahr 1987 unter nicht ganz legalen Umständen im Rahmen der Baumassnahmen entstandenen Bilder von Herrn Robert Conrad, sind mir durch einige andere Dokumentationen bekannt.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 17. August 2026, 16:27

Gerd Böhmer hat geschrieben:Nein ari - die Reste des Führerbunkers wurden 1987 im Rahmen der Neugestaltung des Bereiches an der Wilhelmstrasse beseitigt.


Ich widerspreche, Euer Ehren. Zumindest was die erste Maihälfte 1988 betrifft. [grins] Schau dir nur die Fotos an. Jene von 1988 sind bis Mitte Mai 1988 gemacht worden.

Im Juni 1988 war fast alles gesprengt.

https://www.spiegel.de/fotostrecke/verb ... 53705.html

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Gerd Böhmer » 17. August 2026, 16:42

augenzeuge hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:Nein ari - die Reste des Führerbunkers wurden 1987 im Rahmen der Neugestaltung des Bereiches an der Wilhelmstrasse beseitigt.
Das Gelände an der Wilhelmstrasse / Vosstrasse wurde 1987/88 mit Wohngebäuden überbaut.

Ich widerspreche, Euer Ehren. Zumindest was die erste Maihälfte 1988 betrifft. [grins] Schau Dir nur die Fotos an. Jene von 1988 sind bis Mitte Mai 1988 gemacht worden.
Im Juni 1988 war fast alles gesprengt.
https://www.spiegel.de/fotostrecke/verb ... 53705.html
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Einverstanden, ich hatte ja von Anfang an dazu geschrieben 1987/88 als der Bereich umgestaltet wurde. Öffentlich zugänglich waren die Reste der Reichskanzlei und des Führerbunkers ja eh nicht.
Die Umgestaltung des Bereiches ging auf Planungen zur Umgestaltung der Stadtmitte von Berlin im Rahmen 750 Jahre Berlin ab Mitte der 1980-er Jahre zurück.
Andere Regierungsbauten in der Mitte Berlins aus der NS-Zeit werden ja bis Heute genutzt.

edit - ich habe mir erlaubt Dein Zitat der Vollständigkeit halber zu ergänzen.
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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon Ari@D187 » 17. August 2026, 17:15

Anscheinend wurde vom Hauptbunker auch "nur" die 4 Meter dicke Decke abgetragen und der Rest verfüllt. Die Archäologen wollen ja auch in 2000 Jahren noch was zu tun haben.

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Re: Was war das für 'ne Lust am 13. August 1961

Neuer Beitragvon augenzeuge » 17. August 2026, 17:57

Ari@D187 hat geschrieben:Die Archäologen wollen ja auch in 2000 Jahren noch was zu tun haben.

Ari


Da suchen sie eher hier.

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