Die AfD III

Re: Die AfD III

Beitragvon augenzeuge » 13. August 2026, 15:42

Hatte Politoffizier Sven Hüber für Gueffroy Verantwortung?

Hüber war Politoffizier im Grenzregiment 33 und später stellvertretender Kompaniechef.
Genau in dem Grenzabschnitt, für den seine Einheit zuständig war, wurde Gueffroy erschossen.
Er war aber nicht derjenige, der geschossen hat.
Das Berliner Kammergericht stellte ausdrücklich fest, dass Hüber Politoffizier war und dass Angehörige dieses Grenzregiments Gueffroy erschossen hatten. Es stellte aber ebenso fest, dass daraus nicht folgte, dass Hüber selbst der Schütze war oder den Schützen politisch angewiesen hatte.



Vermutlich kann der andr.k hier noch etwas beitragen.

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Re: Die AfD III

Beitragvon pentium » 13. August 2026, 15:52

augenzeuge hat geschrieben:Hatte Politoffizier Sven Hüber für Gueffroy Verantwortung?

Hüber war Politoffizier im Grenzregiment 33 und später stellvertretender Kompaniechef.
Genau in dem Grenzabschnitt, für den seine Einheit zuständig war, wurde Gueffroy erschossen.
Er war aber nicht derjenige, der geschossen hat.
Das Berliner Kammergericht stellte ausdrücklich fest, dass Hüber Politoffizier war und dass Angehörige dieses Grenzregiments Gueffroy erschossen hatten. Es stellte aber ebenso fest, dass daraus nicht folgte, dass Hüber selbst der Schütze war oder den Schützen politisch angewiesen hatte.



Vermutlich kann der andr.k hier noch etwas beitragen.

AZ


Im Nachhinein stellten Gerichte fest, dass der BGS bei der Übernahme dieser Offiziere "keine glückliche Hand bewiesen" hatte. Hüber fiel später (unter anderem im Jahr 2000 in einem Prozess gegen einen DDR-Bataillonskommandeur) dadurch auf, dass er laut Richtern versuchte, DDR-Verantwortliche durch Falschaussagen zu decken. Da er zu diesem Zeitpunkt aber längst im bundesdeutschen Beamtenverhältnis auf Lebenszeit stand, war eine Entlassung rechtlich kaum noch möglich.
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Re: Die AfD III

Beitragvon pentium » 13. August 2026, 15:54

Im Zuge der aktuellen Debatte um seine Äußerungen zur AfD herrscht auf der Wikipedia-Seite von Sven Hüber ein digitaler Kleinkrieg.
Beobachter aus Medien und sozialen Netzwerken – wie beispielsweise der Journalist Axel Bojanowski auf X (vormals Twitter) – weisen explizit darauf hin, dass in der Versionsgeschichte des Artikels derzeit massiv editiert wird.

Dabei lässt sich ein klassisches Muster beobachten, bei dem zwei Lager versuchen, die Deutungshoheit über seine Biografie zu erlangen: Was im Wikipedia-Artikel verändert werden soll Verharmlosung vs. Schärfe bei der DDR-Vita: Auf der einen Seite versuchen anonyme Accounts oder Unterstützer, Formulierungen rund um seine Vergangenheit als Politoffizier zu glätten, weicher zu formulieren oder Details zu seiner damaligen ideologischen Arbeit in den Hintergrund zu rücken.Betonung der juristischen Aufarbeitung: Auf der anderen Seite versuchen Kritiker, schärfere Begriffe einzubringen und seine Verbindung zu den Grenztruppen – die unter anderem für Verbrechen wie die Tötung von Chris Gueffroy verantwortlich waren – prominenter im Einleitungstext zu platzieren.
Einfügen der aktuellen Kontroverse: Der Streit um seinen aktuellen Artikel in der GdP-Zeitschrift und die Vorwürfe der politischen Instrumentalisierung der Polizei werden sekündlich aktualisiert und je nach politischer Richtung des Autors als „wichtiger Verfassungsschutz“ oder als „DDR-Denkweise“ gerahmt.
Das Prinzip des "Edit-Wars"Bei Wikipedia nennt man dieses Phänomen einen Edit-War (Autorenstreit). Da Wikipedia-Einträge von jedem bearbeitet werden können, führen politisch aufgeladene Debatten in den Medien fast immer dazu, dass die Biografien der Beteiligten im Minutentakt umgeschrieben werden.
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