Soldatensprache in der NVA

Alles zum Thema NVA, außer GT

Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 13:49

augenzeuge hat geschrieben:Dann zur anderen Frage des Umganges.

Ja, der Umgang veränderte sich 1989 spürbar, besonders in den letzten Monaten vor dem Mauerfall.

Neue Rekruten wurden zwar weiterhin militärisch ausgebildet, vereidigt und zum Grenzdienst herangezogen.

Aber viele Zeitzeugen berichten, dass:
der Ton der Vorgesetzten oft weniger scharf wurde,
politische Belehrungen an Wirkung verloren,
Ausbilder zurückhaltender auftraten,
und man neue Soldaten eher beruhigte als besonders hart „auf Linie“ brachte.

Ein wichtiger Punkt war die Unsicherheit über den Schusswaffengebrauch. Nach den Entwicklungen in Polen, Ungarn und den DDR-Demonstrationen wollte die Führung eine Eskalation vermeiden. Deshalb wurde gegenüber neuen Soldaten eher betont, besonnen zu handeln.

Die Veränderungen waren jedoch nicht überall gleich. In manchen Grenzkompanien blieb der Dienst bis Oktober 1989 nahezu unverändert; in anderen merkte man schon deutlich, dass das System an Autorität verlor.

AZ


Diese Darstellung ist falsch. Korrekt ist, dass Erich Honecker und das ZK im April 1989 anordneten, den Einsatz von Schusswaffen auszusetzen. Das Schießen sollte nur im äußersten Notfall erfolgen. Dies galt nicht nur für die neuen Soldaten.

Dok1.jpg
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 13:51

augenzeuge hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:
[...] Heute gibt es durch geöffnete Militär und MfS Archive weitaus bessere Infos. Ich kann diese gerne nennen. [...]


AZ


Das weckt durchaus mein Interesse. Wärst du bitte so nett?



Für die Erforschung der Bedingungen von Soldaten in der DDR (NVA) gibt es mehrere zentrale Archive:

**Militärische Unterlagen (NVA)**
- **Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA)** in Freiburg im Breisgau – zentrale Anlaufstelle für NVA-Akten, Dienstvorschriften, Personalunterlagen, Einheitengeschichte etc.

- **Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)** in Potsdam – forscht selbst zur NVA-Geschichte und kann bei der Quellensuche helfen.

**MfS-Unterlagen (Stasi)**
- Die ehemalige **BStU (Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen)** wurde 2021 in das **Bundesarchiv** integriert. Die Bestände heißen jetzt **„Stasi-Unterlagen-Archiv"** und sind über die Bundesarchiv-Website recherchierbar, teils auch mit Außenstellen in den jeweiligen Bundesländern.

**Weitere ergänzende Quellen
- **Landesarchive** der ostdeutschen Bundesländer – teils Wehrkreiskommando-Unterlagen, Einberufungsakten

- **Robert-Havemann-Gesellschaft** (Berlin) – Sammlung zu DDR-Opposition, auch Wehrdienstverweigerung/Bausoldaten

- **Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur** – falls es um konkrete Repressionsfälle geht (z. B. Bausoldaten, Zersetzung durch MfS während des Wehrdienstes)


AZ

Die entsprechenden Links wären hilfreicher. [hallo]
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 13:54

Da sollte der Rainer etwas finden.

Zum Alltag und Drill in den Grenztruppen gibt es einige konkrete Selbstzeugnisse:

**Bücher / Buchmanuskripte**
- **Georg Engel – "Ich war Grenzsoldat der DDR: Wahre Begebenheiten aus dem Alltag eines Grenzsoldaten"** – schildert (https://www.amazon.de/Ich-war-Grenzsold ... B091WJ9TXM) was aber laut Rezensenten auch daran liegt, dass der reale Alltag „nun mal aus ständigen Wiederholungen" bestand. Ein Rezensent bestätigt zudem den krassen Unterschied "am Kanten" zu den Ausbildungseinheiten, wo jeder kleine Unteroffizier ein kleiner König war. [Amazon](https://www.amazon.de/Ich-war-Grenzsoldat-
Begebenheiten-Grenzsoldaten/dp/B091WJ9TXM)

- **Dietrich Klug – "Grundwehrdienst an der DDR Grenze"** – ein Buchmanuskript (Auszüge online unter dietrichklug.de), das aus Sicht eines ehemaligen Grenzsoldaten den Alltag schildert, inklusive Einberufung in Plauen und Dienst in Mödlareuth.

**Frei online zugängliche Erfahrungsberichte** (falls Bücher schwer verfügbar sind, sind das gute Ergänzungen)

- **rolandpudimat.de** – detaillierter Bericht eines Grenzsoldaten (Jahrgang 1971er-Einberufung) über Grundausbildung in Rudolstadt und anschließenden Dienst in der Grenzkompanie.

- **widdershausen.de (GK Großensee)** – schildert die halbjährige Ausbildung in Eisenach, wobei der Politunterricht besonders ernst genommen wurde, da die Soldaten offiziell dem Klassenfeind gegenüberstehen sollten, [Widdershausen]
(https://www.widdershausen.de/gk-groszensee.html) sowie Gerüchte über einen Suizid eines Soldaten, der das Kasernenleben nicht mehr ausgehalten habe – Geheimhaltung und Desinformation prägten den Alltag. [Widdershausen](https://www.widdershausen.de/gk-groszensee.html)

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 13:58

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Dann zur anderen Frage des Umganges.

Ja, der Umgang veränderte sich 1989 spürbar, besonders in den letzten Monaten vor dem Mauerfall.

Neue Rekruten wurden zwar weiterhin militärisch ausgebildet, vereidigt und zum Grenzdienst herangezogen.

Aber viele Zeitzeugen berichten, dass:
der Ton der Vorgesetzten oft weniger scharf wurde,
politische Belehrungen an Wirkung verloren,
Ausbilder zurückhaltender auftraten,
und man neue Soldaten eher beruhigte als besonders hart „auf Linie“ brachte.

Ein wichtiger Punkt war die Unsicherheit über den Schusswaffengebrauch. Nach den Entwicklungen in Polen, Ungarn und den DDR-Demonstrationen wollte die Führung eine Eskalation vermeiden. Deshalb wurde gegenüber neuen Soldaten eher betont, besonnen zu handeln.

Die Veränderungen waren jedoch nicht überall gleich. In manchen Grenzkompanien blieb der Dienst bis Oktober 1989 nahezu unverändert; in anderen merkte man schon deutlich, dass das System an Autorität verlor.

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Diese Darstellung ist falsch. Korrekt ist, dass Erich Honecker und das ZK im April 1989 anordneten, den Einsatz von Schusswaffen auszusetzen. Das Schießen sollte nur im äußersten Notfall erfolgen. Dies galt nicht nur für die neuen Soldaten.

Dok1.jpg


Du musst schon genau sagen, was falsch ist. So geht es nicht. Es geht wohl nicht darum, wann der Befehl genau aufgehoben wurde, sondern wie die jeweiligen Offiziere den Schießbefehl vorher vermittelten. Das es da Unterschiede gab, weiß ich nicht zuletzt durch Rainman.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 14:00

augenzeuge hat geschrieben:Da sollte der Rainer etwas finden.

Zum Alltag und Drill in den Grenztruppen gibt es einige konkrete Selbstzeugnisse:

**Bücher / Buchmanuskripte**
- **Georg Engel – "Ich war Grenzsoldat der DDR: Wahre Begebenheiten aus dem Alltag eines Grenzsoldaten"** – schildert (https://www.amazon.de/Ich-war-Grenzsold ... B091WJ9TXM) was aber laut Rezensenten auch daran liegt, dass der reale Alltag „nun mal aus ständigen Wiederholungen" bestand. Ein Rezensent bestätigt zudem den krassen Unterschied "am Kanten" zu den Ausbildungseinheiten, wo jeder kleine Unteroffizier ein kleiner König war. [Amazon](https://www.amazon.de/Ich-war-Grenzsoldat-
Begebenheiten-Grenzsoldaten/dp/B091WJ9TXM)

- **Dietrich Klug – "Grundwehrdienst an der DDR Grenze"** – ein Buchmanuskript (Auszüge online unter dietrichklug.de), das aus Sicht eines ehemaligen Grenzsoldaten den Alltag schildert, inklusive Einberufung in Plauen und Dienst in Mödlareuth.

**Frei online zugängliche Erfahrungsberichte** (falls Bücher schwer verfügbar sind, sind das gute Ergänzungen)

- **rolandpudimat.de** – detaillierter Bericht eines Grenzsoldaten (Jahrgang 1971er-Einberufung) über Grundausbildung in Rudolstadt und anschließenden Dienst in der Grenzkompanie.

- **widdershausen.de (GK Großensee)** – schildert die halbjährige Ausbildung in Eisenach, wobei der Politunterricht besonders ernst genommen wurde, da die Soldaten offiziell dem Klassenfeind gegenüberstehen sollten, [Widdershausen]
(https://www.widdershausen.de/gk-groszensee.html) sowie Gerüchte über einen Suizid eines Soldaten, der das Kasernenleben nicht mehr ausgehalten habe – Geheimhaltung und Desinformation prägten den Alltag. [Widdershausen](https://www.widdershausen.de/gk-groszensee.html)

AZ

Einige dieser Bücher habe ich bereits gelesen. Mein Hauptinteresse gilt jedoch den Militär- und MfS-Archiven, da diese wesentlich aussagekräftiger sind als die vorgestellten Werke.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 14:04

augenzeuge hat geschrieben:
andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Dann zur anderen Frage des Umganges.

Ja, der Umgang veränderte sich 1989 spürbar, besonders in den letzten Monaten vor dem Mauerfall.

Neue Rekruten wurden zwar weiterhin militärisch ausgebildet, vereidigt und zum Grenzdienst herangezogen.

Aber viele Zeitzeugen berichten, dass:
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und man neue Soldaten eher beruhigte als besonders hart „auf Linie“ brachte.

Ein wichtiger Punkt war die Unsicherheit über den Schusswaffengebrauch. Nach den Entwicklungen in Polen, Ungarn und den DDR-Demonstrationen wollte die Führung eine Eskalation vermeiden. Deshalb wurde gegenüber neuen Soldaten eher betont, besonnen zu handeln.

Die Veränderungen waren jedoch nicht überall gleich. In manchen Grenzkompanien blieb der Dienst bis Oktober 1989 nahezu unverändert; in anderen merkte man schon deutlich, dass das System an Autorität verlor.

AZ


Diese Darstellung ist falsch. Korrekt ist, dass Erich Honecker und das ZK im April 1989 anordneten, den Einsatz von Schusswaffen auszusetzen. Das Schießen sollte nur im äußersten Notfall erfolgen. Dies galt nicht nur für die neuen Soldaten.

Dok1.jpg


Du musst schon genau sagen, was falsch ist. So geht es nicht. Es geht wohl nicht darum, wann der Befehl genau aufgehoben wurde, sondern wie die jeweiligen Offiziere den Schießbefehl vorher vermittelten. Das es da Unterschiede gab, weiß ich nicht zuletzt durch Rainman.

AZ

Bitte höre mit dieser Arroganz auf und bestimme nicht, was "geht" und was nicht. Danke! Ansonsten halte ich die blau markierten Stellen für falsch.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 15:12

Nochmal das ist so dokumentiert, ich betrachte es als korrekt. Von mir kommt das nicht, das haben Soldaten ausgesagt. Wo du Arroganz erkennst, ist mir rätselhaft.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 15:21

Es war in den Kompanien nicht einheitlich, was den Umgang mit dem Schießbefehl betrifft.

Im Zeitzeugenportal wie grenztruppen-ddr.de finden sich kontroverse, teils die DDR-Sicht verteidigende Berichte.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 15:23

augenzeuge hat geschrieben:Nochmal das ist so dokumentiert, ich betrachte es als korrekt. Von mir kommt das nicht, das haben Soldaten ausgesagt. Wo du Arroganz erkennst, ist mir rätselhaft.

AZ

Ich erwarte von dir, dass du in meinen Beiträgen das Jahr 1989 erkennst, da es im Zusammenhang mit der Frage des Edelknaben von Bedeutung ist. Sollte dies nicht der Fall sein, betrachte diese Nachricht als einen gezielten Hinweis für dich.

[hallo]
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 16:00

andr.k hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Nochmal das ist so dokumentiert, ich betrachte es als korrekt. Von mir kommt das nicht, das haben Soldaten ausgesagt. Wo du Arroganz erkennst, ist mir rätselhaft.

AZ

Ich erwarte von dir, dass du in meinen Beiträgen das Jahr 1989 erkennst, da es im Zusammenhang mit der Frage des Edelknaben von Bedeutung ist. Sollte dies nicht der Fall sein, betrachte diese Nachricht als einen gezielten Hinweis für dich.

[hallo]



Ich der Regel darfst du das von mir erwarten. [wink]
Nun, ich ging davon auch aus, dass dem Edelknaben die Aussetzung des Schießbefehls bekannt ist, seine Frage aber weitergehend war. Es ist logisch, dass alle Soldaten darüber informiert wurden.

Es gab jedoch eine Entwicklung vor dem Befehl. Und hier wurde in den Kompanien die Anwendung der "Schusswaffengebrauchsbestimmung" nicht immer gleich interpretiert. Am Ende liegts immer an den Menschen, wie man mit dem "jungen Nachwuchs" umgeht, damals und heute. I.d.R. hatten die jungen Wehrpflichtigen Angst, die Waffen einzusetzen, darauf konnte man unterschiedlich einwirken. Ich finds toll, dass man das heute alles nachlesen kann. Denn die Meisten können das nicht wissen.

AZ
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon pentium » 2. August 2026, 16:39

Weil wir es mit den Archiven hatten:

Meine Frage an Siri war:
die frage ist mehr, wenn ich privat forschungen zur lage der soldaten der nva in der wendezeit erforschen will, auf welche archive bekomme ich zutritt, also als privatmensch...

Als Privatperson haben Sie in Deutschland nach dem Bundesarchivgesetz das Recht, historische Sachakten einzusehen. Für Ihre private Forschung zur Situation der NVA-Soldaten in der Wendezeit (1989/1990) erhalten Sie Zutritt zu verschiedenen staatlichen Archiven. Sie müssen dafür kein ausgebildeter Wissenschaftler sein, sondern stellen einfach einen regulären Benutzungsantrag für die private Forschung. [1, 2]
Die wichtigsten Archive für Ihr Thema teilen sich wie folgt auf:
## 1. Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv (Freiburg im Breisgau)
Das ist die zentrale Anlaufstelle für Ihr Thema. Hier lagern die amtlichen Sachakten des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR, der Kommandos der Teilstreitkräfte sowie der einzelnen Truppenteile. [3, 4, 5, 6]

*
* Was Sie dort finden: Befehle, Berichte zur Stimmung und Disziplin in der Truppe während der Wende, Unterlagen zur schrittweisen Auflösung der NVA sowie Protokolle über den Übergang der Bestände an die Bundeswehr. [3, 5]
* Besonderer Schatz: Das Archiv verwahrt auch private Tagebücher und Feldpost von Soldaten, die die offiziellen Dokumente um die persönliche Perspektive ergänzen. [7]
* Recherche: Sie können vorab online über das System [invenio des Bundesarchivs](https://www.bundesarchiv.de/) nach Schlagworten suchen. [1]
*

## 2. Stasi-Unterlagen-Archiv (Bundesarchiv Berlin & Regionalstellen)
Die DDR-Geheimpolizei hat die NVA über die „Hauptabteilung I“ (Arbeitsrichtung Grenztruppen und NVA) extrem lückenlos überwacht.

*
* Was Sie dort finden: Berichte von Inoffiziellen Mitarbeitern (IM) direkt aus den Kasernen, Stimmungsberichte der Soldaten während der Demonstrationen 1989 und Akten über die Verhinderung von Desertionen oder Befehlsverweigerungen in der Wendezeit.
* Zutritt: Sie stellen einen Antrag zur Forschung/Medien (nicht zur personenbezogenen Akteneinsicht). Sie müssen Ihr Forschungsthema kurz beschreiben. Personenbezogene Daten Dritter (z. B. von Opfern) werden zum Schutz geschwärzt. [8]
*
## 3. Landesarchive der ostdeutschen Bundesländer
Die Auflösung der NVA-Standorte hatte massive Auswirkungen auf die jeweiligen Regionen (z. B. in Sachsen, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern).

*
* Was Sie dort finden: Dokumente der lokalen Behörden, Runden Tische und Kommunen aus den Jahren 1989/1990 zur Unterbringung, Entlassung und zum zivilen Übergang der Soldaten vor Ort.
*

------------------------------
## Wichtige rechtliche Spielregeln für Sie als Privatperson

*
* Die 30-Jahre-Schutzfrist: Grundsätzlich gilt für Archivgut eine Sperrfrist von 30 Jahren. Da die Wendezeit über 35 Jahre zurückliegt, sind die meisten allgemeinen Sachakten frei zugänglich.
* Datenschutz bei Personenbezug: Wenn Sie Akten einsehen, in denen Klarnamen von Soldaten, Offizieren oder Ärzten auftauchen, greifen Schutzfristen für personenbezogenes Gut (meist bis 30 Jahre nach dem Tod der Person). Für rein historische Strukturforschung (z. B. "Wie war die Versorgungslage in Kaserne X?") ist das jedoch selten ein Problem.
* Kosten: Der Besuch des Lesesaals und die Einsicht vor Ort sind in der Regel gebührenfrei. Kosten entstehen erst, wenn Sie Kopien, Scans oder Fotoaufträge bestellen. [9, 10, 11, 12, 13]
*
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon pentium » 2. August 2026, 16:50

Ein wichtiger Punkt war die Unsicherheit über den Schusswaffengebrauch. Nach den Entwicklungen in Polen, Ungarn und den DDR-Demonstrationen wollte die Führung eine Eskalation vermeiden. Deshalb wurde gegenüber neuen Soldaten eher betont, besonnen zu handeln.


Kann es sein, das diese Aussage überhaupt nichts mit der Grenze zu tun hat? Sondern mehr damit...

Die politische Führung der DDR um Egon Krenz und die Spitzen der Sicherheitsorgane wollten angesichts der Massendemonstrationen im Herbst 1989 eine gewaltsame Eskalation nach dem Vorbild des Tiananmen-Massakers in China (die sogenannte „chinesische Lösung“) unbedingt vermeiden.Nachdem in Polen und Ungarn bereits friedliche Systemwechsel eingeleitet worden waren, wuchs der Druck auf das SED-Regime massiv. Besonders kritisch war die Situation am 9. Oktober 1989 in Leipzig: Trotz der Mobilisierung von Tausenden Sicherheitskräften und bereitgestellten Blutkonserven wurde der Befehl zum Schusswaffengebrauch letztlich nicht erteilt. Die Angst vor unkontrollierbaren Unruhen, internationaler Isolation und dem endgültigen Verlust der Legitimität führte dazu, dass die Führung die Proteste friedlich gewähren lassen musste.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 17:35

pentium hat geschrieben:Ein wichtiger Punkt war die Unsicherheit über den Schusswaffengebrauch. Nach den Entwicklungen in Polen, Ungarn und den DDR-Demonstrationen wollte die Führung eine Eskalation vermeiden. Deshalb wurde gegenüber neuen Soldaten eher betont, besonnen zu handeln.


Kann es sein, das diese Aussage überhaupt nichts mit der Grenze zu tun hat? Sondern mehr damit...

Die politische Führung der DDR um Egon Krenz und die Spitzen der Sicherheitsorgane wollten angesichts der Massendemonstrationen im Herbst 1989 eine gewaltsame Eskalation nach dem Vorbild des Tiananmen-Massakers in China (die sogenannte „chinesische Lösung“) unbedingt vermeiden.Nachdem in Polen und Ungarn bereits friedliche Systemwechsel eingeleitet worden waren, wuchs der Druck auf das SED-Regime massiv. Besonders kritisch war die Situation am 9. Oktober 1989 in Leipzig: Trotz der Mobilisierung von Tausenden Sicherheitskräften und bereitgestellten Blutkonserven wurde der Befehl zum Schusswaffengebrauch letztlich nicht erteilt. Die Angst vor unkontrollierbaren Unruhen, internationaler Isolation und dem endgültigen Verlust der Legitimität führte dazu, dass die Führung die Proteste friedlich gewähren lassen musste.


Dürfte hinkommen ...
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 17:37

Ein Problem bei der Recherche von Fakten zu dieser Zeit im Internet besteht darin, dass in diesem Forum ausschließlich auf die von Google und KI bereitgestellten Ergebnisse zurückgegriffen wird. Ich bevorzuge hingegen Bücher seriöser Historiker und Autoren sowie Belege aus Archiven. Darüber hinaus habe ich kein Interesse daran, die oberflächlichen Beiträge auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, da diese ohne Quellenangaben grundsätzlich nicht als seriös gelten. Zeitzeugen sind, sofern Zeitpunkt und Ort stimmen, selbstverständlich stets willkommen.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon Edelknabe » 2. August 2026, 17:51

Karnak mit dem hier.

"Zeig doch mal." und ende und na klar Mann, ausgerechnet du? Kaufe dir einfach das Buch vom Edlef Köppen, dann klappt das schon. Der Rainer sah so ähnlich aus und ich dankte später meinem Vater dafür, das der mich zwei Jahre vorher zur Fahrschule "hinverpflichtet, hingeschubst" hatte. Ein Uffz. kam früh morgens ins Zimmer und fragte, wer schon die Fahrerlaubnis hätte? Das hieß dann "Aufsitzen" und am selben Vormittag ab an die Elbe, in den Ort Karnak wo wir Abends mit andr. Döner essen waren.

Rainer Maria

PS: Auf der Rücktour von Boizenburg lies mir das damals keine Ruhe, also Ort(Haar in Richtung Elbe) Neuhaus gesucht und gefunden. Aber es war ernüchternd.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 17:58

Edelknabe hat geschrieben:Karnak mit dem hier.

"Zeig doch mal." und ende und na klar Mann, ausgerechnet du? Kaufe dir einfach das Buch vom Edlef Köppen, dann klappt das schon. Der Rainer sah so ähnlich aus und ich dankte später meinem Vater dafür, das der mich zwei Jahre vorher zur Fahrschule "hinverpflichtet, hingeschubst" hatte. Ein Uffz. kam früh morgens ins Zimmer und fragte, wer schon die Fahrerlaubnis hätte? Das hieß dann "Aufsitzen" und am selben Vormittag ab an die Elbe, in den Ort Karnak wo wir Abends mit andr. Döner essen waren.

Rainer Maria

PS: Auf der Rücktour von Boizenburg lies mir das damals keine Ruhe, also Ort(Haar in Richtung Elbe) Neuhaus gesucht und gefunden. Aber es war ernüchternd.

Von dieser gelungenen Erkundung liegen tatsächlich seriöse Fotoaufnahmen vor.

[wink]
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon Ari@D187 » 2. August 2026, 18:09

augenzeuge hat geschrieben:Es war in den Kompanien nicht einheitlich, was den Umgang mit dem Schießbefehl betrifft.
[...]

AZ

Meinst du damit die Zeit ab dem 3. April 1989 oder davor?

Ari

Davor. Danach wars ja endlich aufgehoben.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 18:15

andr.k hat geschrieben:Ein Problem bei der Recherche von Fakten zu dieser Zeit im Internet besteht darin, dass in diesem Forum ausschließlich auf die von Google und KI bereitgestellten Ergebnisse zurückgegriffen wird. Ich bevorzuge hingegen Bücher seriöser Historiker und Autoren sowie Belege aus Archiven. Darüber hinaus habe ich kein Interesse daran, die oberflächlichen Beiträge auf ihre Richtigkeit zu überprüfen, da diese ohne Quellenangaben grundsätzlich nicht als seriös gelten. Zeitzeugen sind, sofern Zeitpunkt und Ort stimmen, selbstverständlich stets willkommen.


Ausschließlich ist nicht korrekt. Ich bevorzuge gern die KI, welche gleich die Quelle nennt. Geht etwas schneller. [grins]

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon karnak » 2. August 2026, 18:20

[quote="Edelknabe"]Karnak mit dem hier.

"Zeig doch mal." und ende und na klar Mann, ausgerechnet du? Kaufe dir einfach das Buch vom Edlef Köppen, dann klappt das schon. Der Rainer sah so ähnlich aus und ich dankte später meinem Vater dafür, das der mich zwei Jahre vorher zur Fahrschule "hinverpflichtet, hingeschubst" hatte. /quote]



Du willst also behaupten Du sahst nach Deinem Aufenthalt in diesem Glöwen so aus wie ein Häftling nach der Befreiung aus einem KZ? Das hat halt eine gewisse Verwunderung bei mir ausgelöst. Erinnert mich ein bisschen an die Geschichten eines Volker Zottmann. [flash] An was hat es denn gelegen mit dem Aussehen, an der täglichen dünnen Wassersuppe in Verbindung von 12 Stundenschichten im Steinbruch. [grin]
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon karnak » 2. August 2026, 18:24

karnak hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Karnak mit dem hier.

"Zeig doch mal." und ende und na klar Mann, ausgerechnet du? Kaufe dir einfach das Buch vom Edlef Köppen, dann klappt das schon. Der Rainer sah so ähnlich aus und ich dankte später meinem Vater dafür, das der mich zwei Jahre vorher zur Fahrschule "hinverpflichtet, hingeschubst" hatte. /quote]



Du willst also behaupten Du sahst nach Deinem Aufenthalt in diesem Glöwen so aus wie ein Häftling nach der Befreiung aus einem KZ? Das hat halt eine gewisse Verwunderung bei mir ausgelöst. Erinnert mich ein bisschen an die Geschichten eines Volker Zottmann. [flash] An was hat es denn gelegen mit dem Aussehen, an der täglichen dünnen Wassersuppe in Verbindung von 12 Stundenschichten im Steinbruch. [grin]

Und was kann ich bei diesem EDLEF [flash] dazu erfahren,der ist doch schon 39 gestorben.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 18:27

Was gab es denn damals bei den GT zu essen?
Hat das einer im Kopf oder in der Bibliothek stehen?
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon pentium » 2. August 2026, 18:29

karnak hat geschrieben:
Edelknabe hat geschrieben:Karnak mit dem hier.

"Zeig doch mal." und ende und na klar Mann, ausgerechnet du? Kaufe dir einfach das Buch vom Edlef Köppen, dann klappt das schon. Der Rainer sah so ähnlich aus und ich dankte später meinem Vater dafür, das der mich zwei Jahre vorher zur Fahrschule "hinverpflichtet, hingeschubst" hatte.



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Was mich wundert. Das der Edelknabe nicht damals einen Stuhlkreis gegründet hat, also mit dem Volker....?
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon karnak » 2. August 2026, 18:30

augenzeuge hat geschrieben:Was gab es denn damals bei den GT zu essen?
Hat das einer im Kopf oder in der Bibliothek stehen?
[flash]
AZ

Jedenfalls nichts was zu Hungerödemen geführt hat. Wenn ein Bananenverschieber irgendwo im Einsatz war konnte es in der Hinsicht vielleicht etwas eng werden.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon Edelknabe » 2. August 2026, 18:35

OK Ari ich bin nicht gemeint aber ich persönlich frage nach dem Verhalten der Offiziere, Soldaten und Gefreiten für die Zeit um die Grenzöffnung und später herum?

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PS: Gut Karnak wir wollen das hier nicht ins Lächerliche ziehen nur verging mir bestimmt für ne Woche vollkommen der Appetit in Glöwen und ich war so schon "mager"fing mich aber später wieder. Und bitte nicht alles auf die Goldwaage.....
schau dir nur sein Foto auf der Titelseite an. Das Buch ist jedenfalls Spitze...als Antikriegsroman.Or nee jetzt dieser Hobbystratege Pentium noch," ich liebe den Kerl"
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon andr.k » 2. August 2026, 18:35

augenzeuge hat geschrieben:Was gab es denn damals bei den GT zu essen?
Hat das einer im Kopf oder in der Bibliothek stehen?
[flash]
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Meine Verpflegung war völlig ausreichend und abwechslungsreich, sodass ich jederzeit in meinen Büchern lesen konnte und meine Segelerfolge in keiner Weise beeinträchtigt wurden.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon Edelknabe » 2. August 2026, 18:39

Wenn jetzt noch dieser andere Karl Marx Städter Brotfahrer hier mitmischt, dann wird es lustig werden.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon pentium » 2. August 2026, 18:41

Edelknabe hat geschrieben:OK Ari ich bin nicht gemeint aber ich persönlich frage nach dem Verhalten der Offiziere, Soldaten und Gefreiten für die Zeit um die Grenzöffnung und später herum?

Rainer Maria

PS: Gut Karnak wir wollen das hier nicht ins Lächerliche ziehen nur verging mir bestimmt für ne Woche vollkommen der Appetit in Glöwen und ich war so schon "mager"fing mich aber später wieder. Und bitte nicht alles auf die Goldwaage.....
schau dir nur sein Foto auf der Titelseite an. Das Buch ist jedenfalls Spitze...als Antikriegsroman.Or nee jetzt dieser Hobbystratege Pentium noch," ich liebe den Kerl"


Wieso ist doch eine berechtigte Frage? Und was soll das wieder mit Hobbystratege? So mindestens habe ich bei World of Warships meinen Kampfverband zum Sieg geführt.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon augenzeuge » 2. August 2026, 18:43

Nun, soweit ich das gelesen habe, war das Essen bei den GT besser als bei der NVA. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht.

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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon pentium » 2. August 2026, 18:46

augenzeuge hat geschrieben:Nun, soweit ich das gelesen habe, war das Essen bei den GT besser, als NVA. Ob das wirklich stimmt, weiß ich nicht.

AZ


Ich kann die Frage ja mal in der Facebook Gruppe der Grenztruppen und der NVA stellen....Jedenfalls hatten wir bei den Linientruppen genug zu Essen.
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Re: Soldatensprache in der NVA

Beitragvon pentium » 2. August 2026, 18:49

Essen Fassen!

Wir Soldaten der 4. Kompanie des Grenzregiment 35 hatten die Meinung, dass es uns bezogen auf die Verpflegung ein wenig besser ging, als in vielen anderen Einheiten der NVA. Man hatte den Eindruck, daß man uns bei Stimmung halten wollte und hat alle Organisationspotentiale genutzt, daß es uns einigermaßen gut ging. Was damals so eine DDR-Konsumkaufhalle im Angebot hatte, das hatten wir auch zum Frühstück und zum Abendessen. Niemals in meinem Leben habe ich so viele Äpfel gegessen wie bei der NVA. Neben der Essensausgabe standen oftmals Kisten oder Stiegen mit Äpfeln und man konnte immer ein zwei Äpfel mitnehmen und manchmal auch soviel man wollte. Südfrüchte waren ebenso knapp wie im zivilem Bereich und so sahen wir Apfelsinen, Mandarinen und Bananen (die einzigen Südfrüchte, welche wir kannten) höchstens einmal im Monat. Eine Ausnahme hier waren auch die sogenannten "Durchhaltebeutel", welcher jeder Grenzsoldat einmal in der Woche erhielt. Ein paar kleine Stückchen Schokolade, Kekse, Trockenobst kleinere Wurst- oder Fleischbüchsen und hart am Verfallsdatum grenzende Einsatzverpflegung (Suppenbrühwürfel, Suppenkonzentrate, Milchpulver, ein Gemisch aus Bohnenkaffee und Malzkaffe, Malz-und Fruchtbonbons, Tee und Trockenspiritustabletten).
http://www.rhebs.de/mauer/essen.htm
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