Die Lage in der Ukraine Teil 6

Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon karnak » 7. Juli 2026, 07:19

Ari@D187 hat geschrieben:Dass die Alternative teurer ist, ist keine bloße Behauptung: Das Kiel-Institut (Policy Brief 2024) schätzt, dass ein russischer Sieg Deutschland jährlich das 10- bis 20-Fache der aktuellen Militärhilfe kosten würde.

Ari

Also kein russischer Sieg sondern eine Niederlage. Und jetzt wäre noch die Frage wie die aussehen soll. Ein zurücktreiben der Russen bis an die Grenze doch wohl nicht,denn da blieben die Kosten doch wohl gleich,was Militärhilfe für die Ukraine, Absicherung der Grenze und Abschreckung der Russen angeht. Ob die Ukrainer dann weniger Fluchtbedürfnis entwickeln als ob die Grenze irgendwo im Donbass gezogen würde könnte man auch noch fragen. Was also dann, eigentlich bliebe nur der Sturz des Regimes Putin, die bedingungslose Kapitulation, der damit verbundene Marsch bis Moskau mit all seinen Konsequenzen und Risiken, ich kann da nichts anderes erkennen und in den letzten 5 Jahren hat mir auch noch keiner was anderes erklärt. Außer den ständig nebulösen Satz" Der Putin muß erkennen,dass es sich für ihn nicht mehr lohnt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 8. Juli 2026, 18:17

Die Nato macht der Ukraine eine gewaltige Militärzusage – und sendet eine klare Botschaft an Kreml-Diktator Wladimir Putin (73). Bis 2027 sollen insgesamt 140 Milliarden Euro für Waffen, Munition, Ausbildung und militärische Unterstützung bereitgestellt werden. Allein in diesem Jahr fließen 70 Milliarden Euro. Auch 2027 soll die Hilfe mindestens auf diesem Niveau weitergehen. Außerdem kündigte Präsident Trump an, den USA würden der Ukraine künftig den Bau von Patriot-Abwehrraketen erlauben.


Die Patriot brauchen sie dringend.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon pentium » 8. Juli 2026, 18:41

karnak hat geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Dass die Alternative teurer ist, ist keine bloße Behauptung: Das Kiel-Institut (Policy Brief 2024) schätzt, dass ein russischer Sieg Deutschland jährlich das 10- bis 20-Fache der aktuellen Militärhilfe kosten würde.

Ari

Also kein russischer Sieg sondern eine Niederlage. Und jetzt wäre noch die Frage wie die aussehen soll. Ein zurücktreiben der Russen bis an die Grenze doch wohl nicht,denn da blieben die Kosten doch wohl gleich,was Militärhilfe für die Ukraine, Absicherung der Grenze und Abschreckung der Russen angeht. Ob die Ukrainer dann weniger Fluchtbedürfnis entwickeln als ob die Grenze irgendwo im Donbass gezogen würde könnte man auch noch fragen. Was also dann, eigentlich bliebe nur der Sturz des Regimes Putin, die bedingungslose Kapitulation, der damit verbundene Marsch bis Moskau mit all seinen Konsequenzen und Risiken, ich kann da nichts anderes erkennen und in den letzten 5 Jahren hat mir auch noch keiner was anderes erklärt. Außer den ständig nebulösen Satz" Der Putin muß erkennen,dass es sich für ihn nicht mehr lohnt.


Warum um Gottes Willen willst du immer nach Moskau marschieren und warum soll es eine bedingungslose Kapitulation sein...?
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon karnak » 8. Juli 2026, 20:54

Ich will überhaupt nicht irgendwo hinmarschieren. Ich frage mich nur was die Alternative ist, ich frage mich was warum billiger werden soll wenn irgendwann der Russe wieder über die russische Grenze getrieben worden ist und dann diese statt irgendwo im Donbass gesichert werden muss und das aggressive, imperiale Russland weiter existiert. Wenn das Problem beseitigt werden soll bleibt nur der Marsch bis Moskau und die Entmachtung des Systems Putin, ein Regime Change, wenn man nicht auf einen Umsturz setzen und hoffen will.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Gerd Böhmer » 9. Juli 2026, 11:41

karnak hat geschrieben:Ich will überhaupt nicht irgendwo hinmarschieren. Ich frage mich nur was die Alternative ist, ich frage mich was warum billiger werden soll wenn irgendwann der Russe wieder über die russische Grenze getrieben worden ist und dann diese statt irgendwo im Donbass gesichert werden muss und das aggressive, imperiale Russland weiter existiert. Wenn das Problem beseitigt werden soll bleibt nur der Marsch bis Moskau und die Entmachtung des Systems Putin, ein Regime Change, wenn man nicht auf einen Umsturz setzen und hoffen will.

hmmm ... deswegen hoffen ja führende Kreise in der westlichen Welt, auch NATO und EU immer noch darauf, das sich Russland und die Ukraine gegenseitig soweit schwächen, damit westeuropäische Truppen ohne nennenswerten Widerstand bis zum Ural durchmarschieren können, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben geht es um eine "Korrektur" der Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges im Sinne internationaler Monopole.

edit - was hatte der Selenskyj eigentlich beim Gipfel der NATO in Ankara zu suchen [denken]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon karnak » 9. Juli 2026, 12:08

Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... deswegen hoffen ja führende Kreise in der westlichen Welt, auch NATO und EU immer noch darauf, das sich Russland und die Ukraine gegenseitig soweit schwächen, damit westeuropäische Truppen ohne nennenswerten Widerstand bis zum Ural durchmarschieren können, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben geht es um eine "Korrektur" der Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges im Sinne internationaler Monopole.

edit - was hatte der Selenskyj eigentlich beim Gipfel der NATO in Ankara zu suchen [denken]

Und deswegen möchte ich eben mal ganz konkret hören ob das der Plan sein soll um "die Kosten zu minimieren", hinsichtlich des Umgangs mit einem imperialen Russland. Damit ich weiß was wir, das Volk,und die Völker der westlichen Welt zu erwarten haben.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Dille » 9. Juli 2026, 15:17

karnak hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... deswegen hoffen ja führende Kreise in der westlichen Welt, auch NATO und EU immer noch darauf, das sich Russland und die Ukraine gegenseitig soweit schwächen, damit westeuropäische Truppen ohne nennenswerten Widerstand bis zum Ural durchmarschieren können, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben geht es um eine "Korrektur" der Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges im Sinne internationaler Monopole.

edit - was hatte der Selenskyj eigentlich beim Gipfel der NATO in Ankara zu suchen [denken]



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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 9. Juli 2026, 15:22

Dille hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:hmmm ... deswegen hoffen ja führende Kreise in der westlichen Welt, auch NATO und EU immer noch darauf, das sich Russland und die Ukraine gegenseitig soweit schwächen, damit westeuropäische Truppen ohne nennenswerten Widerstand bis zum Ural durchmarschieren können, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben geht es um eine "Korrektur" der Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges im Sinne internationaler Monopole.

edit - was hatte der Selenskyj eigentlich beim Gipfel der NATO in Ankara zu suchen [denken]



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Ich freue mich ja über jede geschilderte Meinung. Aber eine Meinung besteht aus mehreren Sätzen, lieber Dille. Das schaffst du doch, oder? [hallo]

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon pentium » 9. Juli 2026, 17:44

Gerd Böhmer hat geschrieben:
karnak hat geschrieben:Ich will überhaupt nicht irgendwo hinmarschieren. Ich frage mich nur was die Alternative ist, ich frage mich was warum billiger werden soll wenn irgendwann der Russe wieder über die russische Grenze getrieben worden ist und dann diese statt irgendwo im Donbass gesichert werden muss und das aggressive, imperiale Russland weiter existiert. Wenn das Problem beseitigt werden soll bleibt nur der Marsch bis Moskau und die Entmachtung des Systems Putin, ein Regime Change, wenn man nicht auf einen Umsturz setzen und hoffen will.

hmmm ... deswegen hoffen ja führende Kreise in der westlichen Welt, auch NATO und EU immer noch darauf, das sich Russland und die Ukraine gegenseitig soweit schwächen, damit westeuropäische Truppen ohne nennenswerten Widerstand bis zum Ural durchmarschieren können, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben geht es um eine "Korrektur" der Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges im Sinne internationaler Monopole.

edit - was hatte der Selenskyj eigentlich beim Gipfel der NATO in Ankara zu suchen [denken]


Das eigentliche Problem an der These ist die militärische Realität. Kein ernstzunehmender westlicher Stratege plant einen Einmarsch in Russland. Die NATO besitzt im Gegensatz zur Wehrmacht 1941 weder die demografische noch die konventionelle Kapazität für eine dauerhafte Besetzung eines riesigen, atomar bewaffneten Landes. Die These dient in der politischen Debatte daher eher als Schreckgespenst (Slam-Dunk-Argument), um für Verhandlungen und gegen Waffenlieferungen zu argumentieren.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 9. Juli 2026, 18:15

Russische Verluste im Krieg gegen die Ukraine /Gefallene nach Region / Art der Truppen /Zeitschiene

https://zona.media/article/2026/07/03/verluste

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Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon pentium » 9. Juli 2026, 18:30

Mediazona führt in Zusammenarbeit mit dem BBC News Russian und einem Team von Freiwilligen eine namentliche Liste der im Krieg gefallenen russischen Militärangehörigen. Diese Liste wird aus verifizierten, öffentlich zugänglichen Quellen zusammengestellt, darunter Social-Media-Beiträge von Angehörigen, lokale Nachrichtenberichte und offizielle Mitteilungen regionaler Behörden. Die Liste ist nicht vollständig, da nicht jeder Todesfall an der Front öffentlich gemacht wird.

Um ein umfassenderes Bild von den Auswirkungen des Krieges zu vermitteln, ziehen wir eine zweite Kennzahl heran: eine Schätzung der Übersterblichkeit unter Männern, die auf Daten aus dem russischen Nachlassregister basiert. Diese Methode wurde gemeinsam mit Meduza entwickelt, um die Grenzen zu überwinden, die eine reine Zählung öffentlich gemeldeter Todesfälle mit sich bringt.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Ari@D187 » 9. Juli 2026, 19:01

augenzeuge hat geschrieben:Russische Verluste im Krieg gegen die Ukraine /Gefallene nach Region / Art der Truppen /Zeitschiene
[...]

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Genau wie von mir gestern bereits geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Mediazona liefert keine Verlustzahlen im militärischen Sinne. Aber lach' ruhig weiter...

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Gerd Böhmer » 9. Juli 2026, 19:22

pentium hat geschrieben:
Gerd Böhmer hat geschrieben:...
hmmm ... deswegen hoffen ja führende Kreise in der westlichen Welt, auch NATO und EU immer noch darauf, das sich Russland und die Ukraine gegenseitig soweit schwächen, damit westeuropäische Truppen ohne nennenswerten Widerstand bis zum Ural durchmarschieren können, um diese Gebiete wirtschaftlich ausbeuten zu können, wie schon an anderer Stelle von mir geschrieben geht es um eine "Korrektur" der Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges im Sinne internationaler Monopole.
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Da folge ich Dir sogar, die militärische Realität ist ja an den historischen Entwicklungen nicht nur einmal gescheitert (1812, 1914, 1919/20 und 1941 bis 1945). Anderseits wurde ja die von mir von Dir als These bezeichnete Argumentation schon 1944 von den westalliierten Mächten geprägt - "Neuordnung Europas nach der Niederlage Deutschlands". Dabei geht es nicht einmal um eine militärische Eroberung und Besetzung, sondern um die wirtschaftliche Ausbeutung. Sinngemäss hiess es in den geostrategischen Planungen der westlichen Welt schon ab 1944, das wir die Sowjetunion nur soweit unterstützen dürfen, damit Deutschland diesen Krieg nicht gewinnt, um dann die eigentlichen Sieger zu sein.
Was die Slam-Dunk-Argumention angeht, trifft es doch genauso bezüglich der angeblichen Bedrohung aus dem Osten zu. Die Argumentation ist auf beiden Seiten weltfremd und unrealistisch, genauso wir die heutige Wirtschaftsphilosophie (die eigentlich 200 Jahre alt ist).
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Gerd Böhmer » 9. Juli 2026, 19:53

Mal wieder zum eigentlichen Thema:
Mann entzieht sich Militärdienst, Ukrainische Politiker fordern Konsequenzen nach Angriff auf Armee-Rekrutierer - 09.07.2026, 18:55 Uhr
In ihrem Kampf gegen die russische Invasion verzeichnet die Ukraine jüngst einige Erfolge. Viele Ukrainer wehren sich aus Angst vor dem Dienst an der Front jedoch erbittert gegen Zwangsrekrutierungen auf offener Straße. Bei einem Vorfall in Lwiw gehen 200 Menschen gegen das Militär vor.

https://www.n-tv.de/politik/Ukrainische-Politiker-fordern-Konsequenzen-nach-Angriff-auf-Armee-Rekrutierer-id31068968.html,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 9. Juli 2026, 20:02

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Russische Verluste im Krieg gegen die Ukraine /Gefallene nach Region / Art der Truppen /Zeitschiene
[...]

AZ

Genau wie von mir gestern bereits geschrieben:
Ari@D187 hat geschrieben:Mediazona liefert keine Verlustzahlen im militärischen Sinne. Aber lach' ruhig weiter...

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Ist nur blöd, dass Pentium vorher die gefallenen Militärangehörigen genannt hat.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Ari@D187 » 9. Juli 2026, 20:09

Die deutsche Militärhilfe liegt laut Kiel-Institut bei rund 4 Milliarden Euro im Jahr, also ca. 0,1 % der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: Der Bundeszuschuss zur Rente liegt bei über 100 Milliarden, und allein das Dieselprivileg kostet den Steuerzahler jährlich etwa das Doppelte der Ukraine-Militärhilfe. Im Golfkrieg 1991 hat Deutschland in einem einzigen Jahr 0,6 % des BIP gezahlt. Heute wären das um die 25 Milliarden.
Und die Gegenrechnung: Das Kiel-Institut schätzt die Kosten eines Unterstützungsstopps und eines daraus folgenden russischen Sieges auf 1 bis 2 % des BIP pro Jahr, über fünf Jahre. Also round-about das 10- bis 20-Fache der jetzigen Militärhilfe. Und die drei Posten dahinter sind konkret benannt: zusätzliche Geflüchtete (Wohnraum, Gesundheit, Bildung), ein erheblich höherer eigener Sicherheitsbeitrag (man rechnet mit deutschen Kampfbrigaden im Baltikum und 0,5–1 % BIP mehr Militärausgaben, dauerhaft), sowie Handelsunterbrechungen und wegfallende Investitionen.
Das ist eine Modellrechnung, keine Messung. Über den Faktor lässt sich streiten. Über die Posten kaum.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Ari@D187 » 9. Juli 2026, 20:20

augenzeuge hat geschrieben:Ist nur blöd, dass Pentium vorher die gefallenen Militärangehörigen genannt hat.

AZ

Keine Ahnung was an Pentiums Beitrag nun wieder blöd sein soll.

Die 230.600 (Mediazona/BBC Russian) bzw. geschätzt 352.000 (Mediazona/Meduza) sind reine Todeszahlen. Verwundete und Vermisste sind darin nicht enthalten. Das liegt an der Methode: Man kann Tote über Nachrufe, Gräber, Erbschaftsregister und Angehörigen-Posts namentlich verifizieren. Bei Verwundeten geht das schlicht nicht. Es gibt keine öffentlichen Nachrufe für einen Verwundeten. Deshalb liefert Mediazona bewusst keine „Verlustzahlen" im militärischen Sinn (Gefallene + Verwundete + Vermisste).

Solche Zahlen (Schätzungen) liefert das CSIS. Damit ist man dann bei 30000 Verlusten pro Monat.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 9. Juli 2026, 20:58

Die Seite zeigt die Gefallenen, und du sagst mir, das hat keine militärische Relevanz?

Die Seite zeigt die Frontregion, die Truppe, und du sagst, es hat keine militärische Relevanz?

Dann soll ich an 30000 Gefallene glauben, obwohl es die gar nicht erfasst gibt....? Wer sind denn die 30000,differenzieren kannst du nicht?

Hier spricht man nochmal von anderen Zahlen.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs sowie Schätzungen westlicher Denkfabriken (wie dem Center for Strategic and International Studies, CSIS) verzeichnet Russland im Jahr 2026 im Durchschnitt täglich zwischen 1.000 und 1.400 Verluste.


Ari, irgendwie ist hier was faul. An so viele Verwunderte und Vermisste glaube ich nun nicht.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Gerd Böhmer » 10. Juli 2026, 10:37

Ari@D187 hat geschrieben:Die deutsche Militärhilfe liegt laut Kiel-Institut bei rund 4 Milliarden Euro im Jahr, also ca. 0,1 % der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: Der Bundeszuschuss zur Rente liegt bei über 100 Milliarden, und allein das Dieselprivileg kostet den Steuerzahler jährlich etwa das Doppelte der Ukraine-Militärhilfe. Im Golfkrieg 1991 hat Deutschland in einem einzigen Jahr 0,6 % des BIP gezahlt. Heute wären das um die 25 Milliarden.
Und die Gegenrechnung: Das Kiel-Institut schätzt die Kosten eines Unterstützungsstopps und eines daraus folgenden russischen Sieges auf 1 bis 2 % des BIP pro Jahr, über fünf Jahre. Also round-about das 10- bis 20-Fache der jetzigen Militärhilfe. Und die drei Posten dahinter sind konkret benannt: zusätzliche Geflüchtete (Wohnraum, Gesundheit, Bildung), ein erheblich höherer eigener Sicherheitsbeitrag (man rechnet mit deutschen Kampfbrigaden im Baltikum und 0,5–1 % BIP mehr Militärausgaben, dauerhaft), sowie Handelsunterbrechungen und wegfallende Investitionen.
Das ist eine Modellrechnung, keine Messung. Über den Faktor lässt sich streiten. Über die Posten kaum.
Ari

die hier vom Kiel-Institut erwähnte Hilfe von 4 Mrd € pro Jahr ist wohl ein Fehler, laut einer Anfrage im Bundestag wurde die Ukraine im Jahr 2025 mit 44 Mrd € unterstützt. Somit halte ich von den von Dir genannten Zahlen des Kiel-Institutes und auch anderen Wirtschaftsinstituten nicht allzuviel. Laut Bundeshaushalt beläuft sich das Volumen des Ministeriums für Verteidigung im Jahr 2026 auf 108 Mrd €, die Unterstützung für die Ukraine dürfte sich ergo mindestens auf dem Niveau des Jahres 2025 bewegen, dabei sind weitere Kosten für Auslandseinsätze wie dem Baltikum noch nicht einmal berücksichtigt.
MfG Gerd Böhmer,
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2026, 11:20

Die Menschen wehren sich gegen Zwangsmobilisierung! Protest gegen Wehrpflicht: Wütende Menge kippt Militärfahrzeug in Lwiw um.

Nach gewalttätigen Ausschreitungen infolge der versuchten Rekrutierung eines jungen Mannes für die Armee in der westukrainischen Stadt Lwiw haben die Justizbehörden dort Ermittlungen eingeleitet. Eine wütende Menschenmenge hatte am Mittwochabend nach einer Personenkontrolle im Kontext der Militärpflicht ein Fahrzeug der Armee attackiert und umgekippt. An den Zusammenstößen seien "Angehörige der ukrainischen Streitkräfte, Polizeibeamte und etwa 200 Zivilisten" beteiligt gewesen.


https://english.nv.ua/nation/civilians- ... 22967.html

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Gerd Böhmer » 10. Juli 2026, 11:28

augenzeuge hat geschrieben:Die Menschen wehren sich gegen Zwangsmobilisierung! Protest gegen Wehrpflicht: Wütende Menge kippt Militärfahrzeug in Lwiw um.
Nach gewalttätigen Ausschreitungen infolge der versuchten Rekrutierung eines jungen Mannes für die Armee in der westukrainischen Stadt Lwiw haben die Justizbehörden dort Ermittlungen eingeleitet. Eine wütende Menschenmenge hatte am Mittwochabend nach einer Personenkontrolle im Kontext der Militärpflicht ein Fahrzeug der Armee attackiert und umgekippt. An den Zusammenstößen seien "Angehörige der ukrainischen Streitkräfte, Polizeibeamte und etwa 200 Zivilisten" beteiligt gewesen.

https://english.nv.ua/nation/civilians- ... 22967.html
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Das hatte ich gestern Abend gegen 21:00 Uhr schon in diesem Thema geschrieben, mit einem Link zu ntv. Doppelt hält besser [wink]
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon Ari@D187 » 10. Juli 2026, 12:03

augenzeuge hat geschrieben:Die Seite zeigt die Gefallenen, und du sagst mir, das hat keine militärische Relevanz?[…]

Dass die Toten keine militärische Relevanz haben, ist deine Erfindung. Ich habe das nie geschrieben.

augenzeuge hat geschrieben:Die Seite zeigt die Frontregion, die Truppe, und du sagst, es hat keine militärische Relevanz? […]

Nein, du schreibst das.

augenzeuge hat geschrieben:Dann soll ich an 30000 Gefallene glauben, obwohl es die gar nicht erfasst gibt....? […]

30000 Gefallene hast du jetzt ins Spiel gebracht. Ich schrieb von 30000 Verlusten.

augenzeuge hat geschrieben:Wer sind denn die 30000, differenzieren kannst du nicht? […]

Wie in meinem letzten Beitrag bereits aufgeführt, setzen sich militärische Verluste aus Gefallenen, Verwundeten und Vermissten zusammen. Ich kann differenzieren zwischen Verlusten und Gefallenen, du offenbar nicht.

augenzeuge hat geschrieben:Hier spricht man nochmal von anderen Zahlen.

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs sowie Schätzungen westlicher Denkfabriken (wie dem Center for Strategic and International Studies, CSIS) verzeichnet Russland im Jahr 2026 im Durchschnitt täglich zwischen 1.000 und 1.400 Verluste.

Genau, das letzte Wort ist „Verluste“, nicht „Gefallene“.

augenzeuge hat geschrieben: Ari, irgendwie ist hier was faul. An so viele Verwunderte und Vermisste glaube ich nun nicht.

Glauben ist was für die Kirche, daher beschäftigen sich Institutionen wie das CSIS detailliert damit.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2026, 12:10

Ari@D187 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Die Seite zeigt die Gefallenen, und du sagst mir, das hat keine militärische Relevanz?[…]

Dass die Toten keine militärische Relevanz haben, ist deine Erfindung. Ich habe das nie geschrieben.
Ari


Stimmt! Du hast nur geschrieben:
Mediazona liefert keine Verlustzahlen im militärischen Sinne.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2026, 12:12

Ich schrieb von 30000 Verlusten.


Damit meinst du alles, Vermisste, Verwundete, Gefallene. Schoon klar.
Aber diese Zahlen sind aktuell völlig falsch. Sie gab es mal. Heute nicht mehr. Fortsetzung nächster Beitrag.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2026, 12:19

Ari@D187 hat geschrieben:
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs sowie Schätzungen westlicher Denkfabriken (wie dem Center for Strategic and International Studies, CSIS) verzeichnet Russland im Jahr 2026 im Durchschnitt täglich zwischen 1.000 und 1.400 Verluste.

Genau, das letzte Wort ist „Verluste“, nicht „Gefallene“.

augenzeuge hat geschrieben: Ari, irgendwie ist hier was faul. An so viele Verwunderte und Vermisste glaube ich nun nicht.

Ari@D187 hat geschrieben: Glauben ist was für die Kirche, daher beschäftigen sich Institutionen wie das CSIS detailliert damit.

Ari


Hier siehst du keinen Klärungsbedarf? Meinetwegen können wir bei den Verlusten bleiben.

CSIS muss unterschiedliche Zahlen haben. Sie schreiben aktuell von:
täglich zwischen 1.000 und 1.400 Verluste.


Du schreibst, dass deine Zahlen von CSIS kommen:
Ich schrieb von 30000 Verlusten.


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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon pentium » 10. Juli 2026, 13:07

Militärexperten und Thinktanks bewerten die jüngsten Verlustzahlen als Zäsur einer neuen, extrem verlustreichen Phase des Abnutzungskrieges, bei der Russland trotz massiver personeller Verluste kaum noch nennenswerte Geländegewinne erzielt. Die Analysen renommierter Institute wie dem Center for Strategic and International Studies (CSIS), dem Institute for the Study of War (ISW) und westlicher Geheimdienste konzentrieren sich auf folgende Kernpunkte: [1, 2, 3]

## 1. Historisch beispielloser Blutzoll für Russland

* Die Zahl der russischen Gefallenen (ca. 450.000) ist mehr als viermal so hoch wie alle US-Kriegstoten in sämtlichen Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg zusammen.
* Sie übersteigt alle sowjetischen und russischen Kriegstoten seit 1945 um das Neunfache.
* Die Gesamtverluste von rund 1,4 Millionen Menschen betreffen mittlerweile etwa 1 % der gesamten russischen Bevölkerung. [3, 4, 5]

## 2. Das "Fleischwolf"-Verhältnis (Explosion der Verlustrate)
Militäranalysten beobachten eine drastische Effizienzverschiebung an den Fronten: [1, 6]

* Steigerung auf 8:1: Lag das Verhältnis der Verluste über weite Strecken des Krieges bei etwa 2:1 bis 3:1 zu Ungunsten Moskaus, schätzen Experten das Verhältnis im ersten Halbjahr 2026 zeitweise auf fast 8 russische Opfer pro 1 ukrainischen Verlust. [6]
* Minimaler Raumgewinn: Laut dem [Institute for the Study of War (ISW)](https://www.fr.de/politik/putins-offens ... 82263.html) verlor Russland im Juni 2026 fast 40.000 Soldaten (getötet oder verwundet) für einen minimalen Raumgewinn von gerade einmal rund 30 Quadratkilometer. Das Eroberungstempo hat sich im Vergleich zum Vorjahr halbiert. [2, 7]

## 3. Der "Tipping Point" bei der Rekrutierung
Analysten weisen darauf hin, dass Moskau ein mathematisches Nachschubproblem droht: [7]

* Verluste übersteigen Nachschub: Russland verliert derzeit monatlich etwa 30.000 bis 34.000 Soldaten an der Front. [4, 7]
* Einbruch bei Freiwilligen: Gleichzeitig bricht die Zahl der echten Freiwilligen in Russland trotz enormer finanzieller Kopfprämien um ein Drittel ein. Die tatsächliche monatliche Rekrutierungsrate wird auf nur noch rund 27.000 Mann geschätzt. [4, 7]
* Unabhängige Medien wie das Portal Wjorstka berichten bereits über sichtbare Probleme bei der Personalrekrutierung in russischen Provinzen. Die Verluste treffen zudem überproportional ethnische Minderheiten und ärmere Regionen. [5, 7]

## 4. Methodik: Warum Experten den Zahlen glauben
Westliche Experten stützen ihre Schätzungen nicht auf ukrainische Erfolgsmeldungen, sondern auf einen Mix aus:

* Satellitenbildern und Analysen von Friedhofserweiterungen in Russland.
* Auswertung von Social Media, Todesanzeigen und Erbenregistern (geführt von [Mediazona und der BBC](https://zona.media/article/2026/07/03/verluste)), um eine namentlich verifizierte Mindestgrenze abzusichern.
* Geheimdienstberichten der USA und Großbritanniens, die Verwundetendaten aus Feldlazaretten hochrechnen. [8, 9]

[1] [https://www.welt.de](https://www.welt.de/politik/ausland/art ... -kiew.html)
[2] [https://www.fr.de](https://www.fr.de/politik/putins-offens ... 82263.html)
[3] [https://www.graphicnews.com](https://www.graphicnews.com/en/pages/48 ... wo_million)
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon karnak » 10. Juli 2026, 14:23

Und die Russen rennen immer noch in Sturmangriffen zu tausenden gegen ukrainische Stellungen an und dabei werden diese Massen an Soldaten niedergemäht? Anders ist das ja gar nicht erklärbar.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2026, 14:31

karnak hat geschrieben:Und die Russen rennen immer noch in Sturmangriffen zu tausenden gegen ukrainische Stellungen an und dabei werden diese Massen an Soldaten niedergemäht? Anders ist das ja gar nicht erklärbar.


Das ist schon länger nicht mehr so, auch wenn es gern erzählt wird. Einmal wird erzählt, dass man Verletzte erschießt, bevor sie gefangen genommen werden können, dann wird erzählt, es gebe Unmengen von Vermissten und Verletzen....

Ich tue mich sehr schwer, diesen Schilderungen folgen zu können.... die Logik spricht dagegen.

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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon karnak » 10. Juli 2026, 14:53

Dann wäre die Frage wo diese Massen an Toten herkommen. Ich befürchte der Propagandakrieg in seiner Eskalationsschraube ist der Eskalation auf dem Gefechtsfeld so um einiges voraus.
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Re: Die Lage in der Ukraine Teil 6

Beitragvon augenzeuge » 10. Juli 2026, 15:43

karnak hat geschrieben:Dann wäre die Frage wo diese Massen an Toten herkommen. Ich befürchte der Propagandakrieg in seiner Eskalationsschraube ist der Eskalation auf dem Gefechtsfeld so um einiges voraus.


Es gibt aktuell laut Bild, https://zona.media/article/2026/07/03/verluste keine Massen von Toten. Sie liegen bei unter 100 im Juni. Ari meinte, die Summe der Toten, Vermissten und Verletzten liegt nach CSIS bei 30.000. Das bezweifle ich. Seit Beginn des Krieges bei 450.000 oder über 1 Mio. Aber schau dir das Bild Verluste 2 an. Ergeben sich da nicht Widersprüche?

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