pentium hat geschrieben:Herrlich....
Was ist daran herrlich? Ist völlig normal.
Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt allen Ländern nationale, regionale und kommunale Hitzeaktionspläne.
Und wer glaubt, das passiert nur in Deutschland, hat keine Ahnung.
Europa: Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Belgien, Portugal und weitere europäische Staaten verfügen über nationale oder regionale Hitzeaktionspläne.
Nordamerika: Vereinigte Staaten und Kanada setzen auf Hitzewarnsysteme, kommunale Hitzepläne und Kühlzentren; die Umsetzung erfolgt häufig auf Ebene der Bundesstaaten oder Provinzen.
Asien: Indien gilt als Vorreiter unter den Schwellenländern. Städte wie Ahmedabad führten bereits 2013 einen Hitzeaktionsplan ein, der später als Vorbild für viele weitere Städte diente. Auch Japan, Südkorea, China und Singapur haben umfangreiche Hitzeschutzmaßnahmen entwickelt.
Ozeanien: Australien und Neuseeland verfügen über Hitzewarnsysteme und Gesundheitspläne, insbesondere wegen regelmäßig auftretender extremer Hitze.
Lateinamerika: Länder wie Brasilien, Chile und Mexiko bauen ihre Hitzeschutzstrategien zunehmend aus, allerdings mit regional unterschiedlichen Umsetzungsständen.
Afrika: Einzelne Staaten entwickeln nationale Strategien, flächendeckende Hitzeaktionspläne sind jedoch bislang seltener. Internationale Organisationen unterstützen den Ausbau solcher Programme.
Was du ganz sicher nicht weißt:
Hitzefrei wurde tatsächlich im Osten erfunden!
Karl Wilhelm Clauß war es, der seinen Schülern erstmals hitzefrei gab. Er war Schulleiter in Dresden und zweifelte den Sinn von Unterricht an, wenn sich wegen der Temperaturen sowieso keiner konzentrieren kann. Im August 1863 erteilte er seinen Schülern zum ersten Mal Hitzefrei. Seine Begründung: „Lässt sich voraussehen, daß bei einer solchen Temperatur der geistige Gewinn, den die Schüler mit nach Hause nehmen, gleich Null ist, so verdienen da die Rücksichten auf das physische Wohlbefinden der Kinder um so größere Beachtung.“
Heißt kurz und knapp: Bei Hitze kann man nicht nachhaltig lernen – das Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler ist an solchen Tagen wichtiger als der Unterricht.
AZ