Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Diskussionen über die Schlagzeilen in den Medien

Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon pentium » 20. Februar 2026, 09:13

Glückwunsch zur OAZ: Das erste ostdeutsche Medium für ganz Deutschland
Dreieinhalb Jahrzehnte hat es gebraucht. Seit heute hat der Osten mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung wieder eine eigene Stimme. Ein Unterfangen, so wichtig wie seit 1989 nicht mehr.
https://www.berliner-zeitung.de/politik ... i.10019807

Ein neues Kapitel im deutschen Journalismus: Die Ostdeutsche Allgemeine (OAZ) startet. Sie will dem Osten eine neue Stimme geben – und soll auch in Zusammenarbeit mit den Leserinnen und Lesern entstehen.
https://www.ostdeutscheallgemeine.com
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Edelknabe » 20. Februar 2026, 09:29

Wunderbar, und wird wo gedruckt? Etwa auch bei Madsacks in wars Magdeburg?

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 20. Februar 2026, 10:10

Nicht zu früh freuen. Die schreiben auch nix anderes als Freie Presse und Co.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon karnak » 20. Februar 2026, 10:17

Wenn es im Sinne von ,eine Zeitung für die" Neuen Bundesländer " produziert wird ist es einfach dämlich.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Icke46 » 20. Februar 2026, 11:00

Nach Selbstdefinition soll das eine Zeitung „aus Ostdeutschland für ganz Deutschland“ sein. Was dabei rauskommt, muss man sehen. Jedenfalls werde ich das so machen, auch wenn schon einige gesagt haben, dass das Putins deutsche Hauspostille ist, was ja das ideale Totschlagargument ist.

Gedruckt wird sie in Dresden, allerdings tatsächlich bei Madsack. Über das wirtschaftliche Konzept rätsele ich, gedruckt wird ja nur die Wochenendausgabe, alle anderen gibt’s nur online.

Jedenfalls bin ich gespannt, was drinsteht - und ob sich das Blatt dauerhaft halten kann.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Danny_1000 » 20. Februar 2026, 11:23

Sie ist ja quasi der Nachfolger der "Berliner Zeitung" des ostdeuschen Verlegers Holger Friedrich: Muß wohl ein sehr erfolgreicher und deshalb vermögender Unternehmer sein. Gibt auch schon einen Podcast unter dem Dach der OaZ bei Youtube mit dem Titel "Sachlich richtig". Zu empfehlen und anders wie SPIEGEL und Co, auf jeden Fall bis jetzt nicht diese westdeutsch geprägte Propaganda bei bestimmten Themen.

Und vor allem: Dort kommen auch Leute zu Wort, deren Meinung ich nicht immer teile, die mich aber interessiert. Die Meinungsvielfalt haben sich die Macher vermutlich auf die Fahne geschrieben. Das fehlt im ÖR total, immer nur die gleichen Gesichter in den selben Talk- Runden. Trotzdem: Mit dem ÖR gehen die mir zum Teil zu hart ins Gericht.

Ich verfolge die schon längere Zeit. Wenn's nur eine andere Art Abklatsch von NiUs wird, hat sich's für mich erledigt. Schaun me mal, wohin die Reise geht.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon steffen52 » 22. Februar 2026, 14:34

https://www.youtube.com/watch?v=Jr61whwownA&t=83s
Da kann man gespannt sein! Hoffentlich stuft Merz und Co. diese Zeitung nicht als zu rechts ein und will sie gleich wieder verbieten.... [blush]
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Danny_1000 » 23. Februar 2026, 08:45

Der letzte Podcast von "Sachlich richtig" war interessant. Als Gast hatten die Joana Cotar, eine AfD - Aussteigerin. Die Gründe ihres Exits waren aber ganz andere als die von Frau Petry und Herr Meuthen. Da spricht eine sehr gebildete Frau mit kompetenten Journalisten in völlig unaufgeregter Atmosphäre. Manches, was sie sagt, teile ich nicht, interessiert mich aber.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Ari@D187 » 23. Februar 2026, 12:03

Wofür steht sie laut Selbstbild? Z.B. „überregional aus ostdeutscher Perspektive“ und Ziel: „Leitmedium für Ostdeutschland“.

Nach erster Sichtung der Homepage: -> passt.
Und das Framing beherrschen sie dann auch erwartungsgemäß.

Wenn man sich die "überwiegenden" Ansichten und das Wahlverhalten von West- und Ostdeutschen heutzutage ansieht, dann ist man von einer "tatsächlichen" Wiedervereinigung heutzutage wohl Welten weiter entfernt als noch 1990.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon steffen52 » 23. Februar 2026, 12:34

Ari@D187 hat geschrieben:
Wenn man sich die "überwiegenden" Ansichten und das Wahlverhalten von West- und Ostdeutschen heutzutage ansieht, dann ist man von einer "tatsächlichen" Wiedervereinigung heutzutage wohl Welten weiter entfernt als noch 1990.

Ari

Was wird wohl die Ursache sein! Die Ostdeutschen haben eine Diktatur am eigenen Leibe schon erlebt und darum haben sie eine andere Ansicht
zu der heutigen Politik dieser SPD, CDU, als die Westdeutschen. Es gibt doch den Spruch:" Ein gebranntes Kind scheut das Feuer". [denken]
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 23. Februar 2026, 13:31

Das ist Unsinn, Steffen52. Weißt du warum?
Weil jene 1990 die Diktatur noch im Nacken hatten. Heute sind jene, die sie erleben durften, weniger geworden. Die Gründe des Wahlverhaltens heute liegen kaum in den DDR Erfahrungen begründet.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon pentium » 23. Februar 2026, 13:51

augenzeuge hat geschrieben:Das ist Unsinn, Steffen52. Weißt du warum?
Weil jene 1990 die Diktatur noch im Nacken hatten. Heute sind jene, die sie erleben durften, weniger geworden. Die Gründe des Wahlverhaltens heute liegen kaum in den DDR Erfahrungen begründet.

AZ


Die Gründe des Wahlverhaltens heute liegen kaum in den DDR Erfahrungen begründet.

Diese These ist in der Politikwissenschaft und Soziologie umstritten. Während einige Forscher betonen, dass aktuelle Krisen (Globalisierung, Migration, Inflation) das Wahlverhalten dominieren, sehen andere in den spezifischen Präferenzen Ostdeutschlands sehr wohl ein „demokratisches Erbe“ der DDR- und Nachwendezeit.

Hier sind die zentralen Argumente für beide Seiten:
Argumente dafür: Die DDR spielt kaum noch eine Rolle
Generationenwechsel: Über 30 Jahre nach dem Mauerfall ist eine Generation wahlberechtigt, die die DDR gar nicht oder nur als Kind erlebt hat. Für sie sind aktuelle wirtschaftliche und soziale Fragen (z.B. Mietpreise, Klimaschutz) entscheidend.

Globale Trends: Der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien ist kein ostdeutsches Phänomen, sondern findet sich in ganz Europa und den USA. Die Ursachen (Angst vor Statusverlust, Misstrauen gegenüber „Eliten“) sind grenzüberschreitend ähnlich.
Aktuelle Politikzufriedenheit: Wahlentscheidungen werden heute oft als Protest gegen die amtierende Bundesregierung (z.B. die Ampel-Koalition) getroffen, unabhängig von der historischen Biografie der Wähler.

Argumente dagegen: Die DDR-Erfahrung wirkt nach Politisches Sozialisationsdefizit: In der DDR wurde kein Vertrauen in pluralistische Institutionen gelernt. Laut dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung ist die Skepsis gegenüber Parteien, freien Medien und der parlamentarischen Demokratie in Gebieten der ehemaligen DDR statistisch signifikant höher.

Transformationstrauma: Die Erfahrungen der 1990er Jahre (Massenarbeitslosigkeit, Entwertung von Biografien) werden oft als direkte Folge des DDR-Zusammenbruchs gesehen. Dieses Gefühl, „Bürger zweiter Klasse“ zu sein, wird laut Studien des Else-Frenkel-Brunswik-Instituts oft an die nächste Generation weitergegeben.
A
ndere Erwartungen an den Staat: Die DDR war ein Versorgungsstaat. Viele Wähler in Ostdeutschland haben bis heute eine höhere Erwartungshaltung an staatliche Lenkung und soziale Sicherheit, was Parteien am linken und rechten Rand begünstigt, die einen starken, protektionistischen Staat versprechen.

Russland-Bild: Die DDR-Erfahrung (Pflicht-Russisch, engere Bindung an den Osten) prägt bis heute eine deutlich andere Einstellung zur Außenpolitik (z.B. im Ukraine-Krieg) als im Westen.

Fazit: Man kann das Wahlverhalten heute nicht allein durch die DDR erklären, aber sie bildet das Fundament, auf dem aktuelle Unzufriedenheit im Osten anders kanalisiert wird als im Westen. Die DDR-Erfahrung wirkt heute weniger als direkte Erinnerung, sondern eher als ein kulturell verankertes Misstrauen gegenüber dem „West-System“.
KI-Antworten können Fehler enthalten.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 23. Februar 2026, 15:37

Ergänzung [hallo]

Transformationserfahrung nach 1990
Sehr prägend ist weniger die DDR selbst als die Transformationsphase nach 1990: Deindustrialisierung, hohe Arbeitslosigkeit und Abwanderung haben viele Ostdeutsche politisch frustriert und misstrauisch gegenüber etablierten Parteien gemacht.

Diese Erfahrungen fördern Protestwahlverhalten und eine geringere stabile Parteiidentifikation, was zu höheren Stimmenanteilen für populistische Parteien führt.

Generationenunterschiede
Interessant ist, dass ausgerechnet die AfD in Altersgruppen besonders stark ist, die die DDR gar nicht mehr aus eigener Erfahrung erlebt haben.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon steffen52 » 23. Februar 2026, 15:39

augenzeuge hat geschrieben:Das ist Unsinn, Steffen52. Weißt du warum?
Weil jene 1990 die Diktatur noch im Nacken hatten. Heute sind jene, die sie erleben durften, weniger geworden. Die Gründe des Wahlverhaltens heute liegen kaum in den DDR Erfahrungen begründet.

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Ich merke du hast Null Ahnung! Die Erfahrungen wurde aber von den Erlebten weiter gegeben. Okay, kommt bestimmt wieder eine andere Ausrede
von dir... [frown]
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 23. Februar 2026, 15:44

steffen52 hat geschrieben:
augenzeuge hat geschrieben:Das ist Unsinn, Steffen52. Weißt du warum?
Weil jene 1990 die Diktatur noch im Nacken hatten. Heute sind jene, die sie erleben durften, weniger geworden. Die Gründe des Wahlverhaltens heute liegen kaum in den DDR Erfahrungen begründet.

AZ

Ich merke du hast Null Ahnung! Die Erfahrungen wurde aber von den Erlebten weiter gegeben. Okay, kommt bestimmt wieder eine andere Ausrede
von dir... [frown]
Gruß steffen52


Liest du eigentlich die letzten Beiträge? [angst]

Die Erfahrungen wurden weiter gegeben? Dann hätten deine Kinder zu dir nix dazugelernt. Wäre schlimm.
Auf deiner Basis hätte man 1949 ein ganz anderes Wahlverhalten haben müssen. [angst]

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Ari@D187 » 23. Februar 2026, 15:45

Es dürfte wohl beides zutreffen:

- DDR-Erfahrung
- Transformationserfahrung

Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung dürfte diesen Nerv treffen.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 23. Februar 2026, 15:49

Ari@D187 hat geschrieben:Es dürfte wohl beides zutreffen:

- DDR-Erfahrung
- Transformationserfahrung

Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung dürfte diesen Nerv treffen.

Ari


Nur gut, dass man den Wessis das nicht erzählt hat. [angst]

Die bis 44jährigen können nicht viel erlebt haben.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Danny_1000 » 23. Februar 2026, 17:17

Ari@D187 hat geschrieben:Wofür steht sie laut Selbstbild? Z.B. „überregional aus ostdeutscher Perspektive“ und Ziel: „Leitmedium für Ostdeutschland“.

Nach erster Sichtung der Homepage: -> passt.
Und das Framing beherrschen sie dann auch erwartungsgemäß.

Wenn man sich die "überwiegenden" Ansichten und das Wahlverhalten von West- und Ostdeutschen heutzutage ansieht, dann ist man von einer "tatsächlichen" Wiedervereinigung heutzutage wohl Welten weiter entfernt als noch 1990.

Ari

Na ja, eine Wiedervereinigung war es ja nicht, sondern der Beitritt der DDR zum Geltungsbereich Eures damaligen Grundgesetzes. Auf jeden Fall ein hauptsächlich von Kohl und der letzten DDR- Regierung weggeräumter Meilenstein.

Weiter entfernt als 1990 sind wir nicht. Eigene Sichtweisen zu dem, was DDR wirklich war - die Geschichte der DDR wurde ja hauptsächlich von Westdeutschen geschrieben - finde ich aus ostdeutscher Sicht nicht falsch. Bisher sind nahezu alle ostdeutschen Medien in westdeutscher Hand. Auch ein Coup vom Dicken: Das DDR- TV wickelte der olle Bayer Mühlfenzel ab und die auflagen starken DDR -Zeitungen schenkte der Dicke den Westverlagen. Das kam bei vielen Ossis überhaupt nicht gut an.

Wenn diese neue Zeitung nun den Blick auf Ostdeutschland etwas weitet und manches Stück Ostgeschichte neu erzählt ist das erstmal gut. Die vergangenen Gästelisten und Themen des Podcasts "Sachlich richtig" sind viel versprechend.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 23. Februar 2026, 17:57

Danny_1000 hat geschrieben:Eigene Sichtweisen zu dem, was DDR wirklich war - die Geschichte der DDR wurde ja hauptsächlich von Westdeutschen geschrieben - finde ich aus ostdeutscher Sicht nicht falsch.


Sie gab es doch. Eigene Sichtweisen wurden z.B. von Roman Grafe, Stefan Wolle und Ilko-Sascha Kowalczuk in sehr vielen Bereichen, besonders auch in Schulen, beleuchtet.

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Nostalgiker » 23. Februar 2026, 18:16

Also einem ISK eine eigene Sichtweise auf die DDR anzudichten halte ich für ziemlich Überspannt.
ISK lässt doch bekanntlich kein gutes Haar an der DDR, er sieht alles was sie betrifft aus seiner schnoddrigen, persönlich-diffamierenden Art mit seiner Punker Attitüde. Er redet den Wessis zu Munde und in ihre teilweisen Ahnungslosigkeit glauben sie auch noch was er für Bolzen er raushaut.
Mit seinem "Blickwinkel" scheint er sich als Nachfolger von Knabe zu empfehlen.
Da ist mir ein Stefan Wolle hundertmal lieber, in seinem Büchern über die DDR finde ich mich in großen Teilen wieder, bei Kowalczuk frage ich mich vorrangig; wo er denn bis 1989 gelebt.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Icke46 » 23. Februar 2026, 19:17

Naja, wenn er (ISK) so agiert, wie du es beschreibst, hat er doch eine eigene Sichtweise auf die DDR [grins] .

Ansonsten gebe ich dir durchaus recht, bei ihm handelt es sich um jemanden, der garantiert nicht unter Minderwertigkeitskomplexen leidet, eher unter dem Gegenteil.

Und er hat natürlich seine Fanbase, zum Beispiel bei Facebook wenn ich da manchmal die Kommentare da lese, wundere ich mich, warum er noch nicht vom Papst heilig gesprochen wurde.

Immerhin liest man viele schöne Kuriositäten, sei es, dass die Wirtschaft in den neuen Ländern fest in der Hand früherer Stasikader ist, sei es, dass es in Deutschland faschistische Universitäten gibt, was sich dadurch belegen lässt, dass sie in Diplom- und Doktor-Urkunden auch die Frakturschrift benutzen.
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Edelknabe » 23. Februar 2026, 19:19

War letzten Sonnabend früh mal bei meinem alten Arbeitgeber. Also die OAZ hat noch Keiner abonniert. Das wird wohl ne ganze Weile dauern, bestimmt bis das Blatt durch den Volksmund bekannt wird?

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon pentium » 23. Februar 2026, 19:25

Edelknabe hat geschrieben:War letzten Sonnabend früh mal bei meinem alten Arbeitgeber. Also die OAZ hat noch Keiner abonniert. Das wird wohl ne ganze Weile dauern, bestimmt bis das Blatt durch den Volksmund bekannt wird?

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 23. Februar 2026, 19:40

Nostalgiker hat geschrieben: bei Kowalczuk frage ich mich vorrangig; wo er denn bis 1989 gelebt.


Aha, du hast dich mit ihm also gar nicht beschäftigt? Ich mag ihn nicht wie Grafe, aber nachdem ich gelesen hatte, was er wann erlebt hat, begriff ich ihn besser.

https://t1p.de/ngx8a

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Icke46 » 24. Februar 2026, 00:07

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Nostalgiker » 24. Februar 2026, 05:54

augenzeuge hat geschrieben:
Nostalgiker hat geschrieben: bei Kowalczuk frage ich mich vorrangig; wo er denn bis 1989 gelebt.


Aha, du hast dich mit ihm also gar nicht beschäftigt? Ich mag ihn nicht wie Grafe, aber nachdem ich gelesen hatte, was er wann erlebt hat, begriff ich ihn besser.

https://t1p.de/ngx8a

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Das ist mal wieder typisch für dich, vollmundig etwas behaupten was du nicht beweisen kannst.

Neben zwei Büchern von ihm welche ich gelesen habe, was du natürlich aus "Zeitmangel" nicht getan hast, bin ich ihm auch eine ganze Zeit auf FB gefolgt.
allerdings habe ich den "Fehler" gemacht einen Beitrag von ihm kritisch zu hinterfragen. So schnell konnte ich überhaupt nicht gucken wie er mich geblockt hat. Widerworte verträgt der selbsternannte Messias nun überhaupt nicht.......
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 24. Februar 2026, 07:17

Seit wann ist ne Frage, welche sich aus deiner Aussage ableitet, eine Behauptung? Nostalgiker, du musst besser lesen.
Was ist typisch für mich?
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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Edelknabe » 24. Februar 2026, 16:16

Dieser Kowalczuk hatte etwas in der DDR erlebt? Was denn? Der Junge hatte ja noch nicht mal richtig gearbeitet?

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon augenzeuge » 24. Februar 2026, 16:18

Edelknabe hat geschrieben:Dieser Kowalczuk hatte etwas in der DDR erlebt? Was denn? Der Junge hatte ja noch nicht mal richtig gearbeitet?

Rainer Maria


Machte 1983 bis 1985 eine Ausbildung zum Baufacharbeiter. [hallo]

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Re: Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung

Beitragvon Ari@D187 » 24. Februar 2026, 17:46

augenzeuge hat geschrieben:Seit wann ist ne Frage, welche sich aus deiner Aussage ableitet, eine Behauptung? […]
AZ

Das ist so, seit es Behauptungen gibt, die im Deckmantel einer Frage daher kommen. Ist ein Teil schwarzer Rhetorik.

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