DDR - kennst Du das noch....

Aufarbeitung und Schlußfolgerungen

Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon augenzeuge » 8. Februar 2026, 13:00

Nostalgiker, ich meinte doch private Arbeit.... [flash]
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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon Nostalgiker » 8. Februar 2026, 13:08

Dann schreib es auch so AZ
Und Privat fiel der Hammer auch nicht unbedingt am Samstag Mittag
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, dass man nichts zu verlieren hat. Janis Joplin

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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon augenzeuge » 8. Februar 2026, 13:27

Nostalgiker hat geschrieben:Dann schreib es auch so AZ
Und Privat fiel der Hammer auch nicht unbedingt am Samstag Mittag


Nostalgiker, es war unterschiedlich und hing davon ab, ob du in der Platte oder Haus gewohnt hast, ob es einen Schrebergarten gab, ob man sich Geld verdiente, weil man seine Arbeitskraft privat verkaufte....

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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon Nostalgiker » 8. Februar 2026, 15:45

AZ, du vermischt bedenkenlos die staatlich festgelegte Arbeitszeit mit privater Arbeitszeit. So "argumentiert" man bei Dikussionen welche tendenziös sind und ein entsprechendes idologisches Vorurteil zementieren sollen.
die Art ist für dich ein Merkmal deiner Argunentationsschiene.

Kurz bei Wiki mal die Entwicklung der Arbeitszeit herausgesucht.

Die Arbeitszeit in der DDR entwickelte sich von einer 48-Stunden-Woche (sechs Tage) im Jahr 1946 schrittweise hin zu einer 5-Tage-Woche (ab 1967) und betrug in den 1980er Jahren im Schnitt etwa 43,75 Stunden.

1950er Jahre: Die 48-Stunden-Woche war üblich, 1955 teilweise sogar 49 Stunden.

1957: Einführung der 45-Stunden-Woche.

1966/1967: Einführung der 5-Tage-Woche (samstags arbeitsfrei), meist 43 3/4 Stunden Arbeitszeit. Ab 1967 jeden Samstag arbeitsfrei

1970er/80er Jahre: Durchschnittlich 43,5 bis 43,75 Stunden.

Urlaub: Der gesetzliche Mindesturlaub betrug 1967 15 Tage, ab 1975 18 Tage.

Zeitgleich zur Einführung der 5 Tage Arbeitswoche wurden mehrere Feiertage gestrichen:

wie Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Buß- und Bettag sowie der Reformationstag abgeschafft, um die fehlende Arbeitszeit wieder auszugleichen.
Ich nehme zur Kenntnis, das ich einer Generation angehöre, deren Hoffnungen zusammengebrochen sind.
Aber damit sind diese Hoffnungen nicht erledigt. Stefan Hermlin

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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon augenzeuge » 8. Februar 2026, 15:48

Ich vermische nichts. Denn die Samstags Arbeit im Beruf kenne ich gar nicht. Daher habe ich diese gar nicht berücksichtigt.

Du reimst dir ziemlich viel zusammen. [flash] Mir ging es nur darum, warum man eher Samstags als Freitags badete.

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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon Edelknabe » 8. Februar 2026, 17:43

Aufgewachsen im Leipziger Osten. Ich kenne eine Toilette auf der halben Treppe und ein Gußwaschbecken/kaltes Wasser. Aber gut einen Kilometer(2 Strassenbahnhaltestellen) war unter dem Grassimuseum eine Badeanstalt(Dusche/ Wanne) dazu ganz billig und so ging es einmal die Woche dorthin. Wenn man jung ist, dann wurde gerannt, ganz normal gerannt, hin und zurück.

Ab dem Zeitraum der Lehre/Arbeit hatte jeder VEB Duschen. Egal wo du gearbeitet hast. Aber auch Jeder und Wasser, das hatte nichts gekostet. Gar nichts. Heute ich falle da immer vom Glauben ab, gerade weil Wasser und Warmwasseraufbereitung mittlerweile kostet, da kommt einer meiner Schwiegersöhne von der Arbeit, wohl zu blöd um die Duschen auf Arbeit zu nutzen, da geht der Kerl lieber Zuhause duschen?

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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon augenzeuge » 8. Februar 2026, 17:49

Edelknabe hat geschrieben:da kommt einer meiner Schwiegersöhne von der Arbeit, wohl zu blöd um die Duschen auf Arbeit zu nutzen, da geht der Kerl lieber Zuhause duschen?
Rainer Maria


Da ist auch noch die Frage nach dem Job. Denn wenn der richtig schmutzig ist, zählt das Duschen sogar zur Arbeitszeit.

Ich erinnere mich an die DDR. Da war ich am Ende tatsächlich in einer Firma, wo der Meister die Zeit des Duschens, welches dort zur Arbeitszeit zählte, vorschrieb. 10min für Waschen und Umziehen gab es. In vorherigen Betrieb war das egal. [blush]

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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon Icke46 » 8. Februar 2026, 18:16

Edelknabe hat geschrieben:Aufgewachsen im Leipziger Osten. Ich kenne eine Toilette auf der halben Treppe und ein Gußwaschbecken/kaltes Wasser. Aber gut einen Kilometer(2 Strassenbahnhaltestellen) war unter dem Grassimuseum eine Badeanstalt(Dusche/ Wanne) dazu ganz billig und so ging es einmal die Woche dorthin. Wenn man jung ist, dann wurde gerannt, ganz normal gerannt, hin und zurück.

Ab dem Zeitraum der Lehre/Arbeit hatte jeder VEB Duschen. Egal wo du gearbeitet hast. Aber auch Jeder und Wasser, das hatte nichts gekostet. Gar nichts. Heute ich falle da immer vom Glauben ab, gerade weil Wasser und Warmwasseraufbereitung mittlerweile kostet, da kommt einer meiner Schwiegersöhne von der Arbeit, wohl zu blöd um die Duschen auf Arbeit zu nutzen, da geht der Kerl lieber Zuhause duschen?

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Da fällt mir eine lustige Geschichte aus der kapitalistischen Arbeitswelt ein: In der Uni gab es sowohl im Rechenzentrumsgebäude als auch im Hochhaus mit ich glaube, 10 verschiedenen Instituten, im Keller jeweils eine Dusche. Im Rechenzentrum deshalb, weil da im Druckbereich anfangs noch mit Chemikalien hantiert wurde. Im Hochhaus wir es ähnlich gewesen sein. Jedenfalls hatten wir in eben jenem Hochhaus eine Datenstation, in der sich Terminals und eine Druckausgabe befanden. Einer der Kollegen, die dort arbeiteten, hat sich in den Besitz des dortigen Duschschlüssels gebracht und hat die Dusche in seine Privatdusche umgewidmet, tatsächlich bis zur Pensionierung. Da kam er sogar Samstags und Sonntags zum duschen, wegen des Einsparpotentials [flash].....
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Re: DDR - kennst Du das noch....

Beitragvon Edelknabe » 8. Februar 2026, 18:38

icke seine Geschichte inspirierte mich. In die Heizhäuser der Sowjets in deren Kasernen der GSSD war duschen ein Muss. Gerade weil die Arbeit eben so schweißtreibend und schmutzig war. Nur war der Fussboden im Duschraum fast überall knöchelhoch mit Wasser bedeckt weil, es lief beschissen ab. Da war jeden Nachmittag guter Rat teuer denn Badelatschen kannte man noch nicht so und fiel das Handtuch in das Dreckwasser, dann war sinngemäß Polen offen. Nur irgend wie hatte man es trotzdem geschafft," geschniegelt und gebügelt" zum nächsten Zug/Strassenbahn zu kommen.

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