Leni Riefenstahl

Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Ari@D187 » 9. Dezember 2025, 22:04

Danny_1000 hat geschrieben:Ihren Nachlas hat sie ja vor ihrem Tode bearbeitet, also Dinge welche ihre mögliche und tiefe Verstrickung sowie auch Kenntnisse über die Untaten der Nazis hätten offenbaren können, hat sie entfernt.

Genau so wird das in der Doku als Fakt dargestellt, was wenig seriös erscheint. Woher wollen denn die Produzenten wissen, was, und aus welchem Grund, wie bearbeitet wurde? Schließt man ggf. von der eigenen Praxis zurück auf die Praxis anderer?

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 10. Dezember 2025, 09:02

Danke Ari für die Info und nee, so wird das wohl gelaufen sein. Maischberger bekam die Katze im Sack geschenkt und ja, die hätte bestimmt jedes Medienhaus gerne genommen. Nur dann stellte man fest, der Adolf war mit der Leni nicht im Bett, also Skandal Fehlanzeige weil der Farbfilm dazu fehlte denn den hatte anschließend der Michael im anderen Gesellschaftssystem vergessen und Maischberger, die musste dann das Beste draus machen.

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon pentium » 10. Dezember 2025, 09:28

Der Autor des Films sagte in einem Interview u.a. – Zitat: An ihrer Biografie lässt sich exemplarisch herausarbeiten, welche Prägung sie zu einer faschistischen Überzeugungstäterin hat werden lassen. Sie ist dazu erzogen worden, Schwäche zu verachten. Auch die eigene. Damit stand sie für eine ganze Generation.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/andr ... duced=true

Und:

Aber als begeisterte Leserin von „Mein Kampf“ war sie eine überzeugte Vertreterin einer Ästhetik des Starken, Schönen, Überlegenen. Die Nachtseite dieser Ästhetik war: die Vernichtung des vermeintlich Kranken und Schwachen. Dass Menschen im Sinne der Reinheit des Volkskörpers zwangssterilisiert wurden, passte zu Riefenstahls ideologischen Überzeugungen.

Das mit der Schönheit passt schon – auch bei Nuba-Fotos interessierte sie fast ausschließlich Schönheit und Stärke der Menschen. Es war wie eine Fortsetzung ihres Olympia-Films.
*Dos Rauschen in Wald hot mir'sch ageta, deß ich mei Haamit net loßen ka!* *Zieht aah dorch onnern Arzgebirg der Grenzgrobn wie ene Kett, der Grenzgrobn taalt de Länder ei, ober onnere Herzen net!* *Waar sei Volk verläßt, daar is net wert, deß'r rümlaaft of daaner Erd!*
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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 10. Dezember 2025, 10:10

Wenn die Frau nicht so eitel gewesen wäre wäre die nie so alt geworden. Also öfter mal Blick in den Spiegel, dann Kamm raus und gekämmt, sich bissel hübsch gemacht für den Gegenüber und schon könnte das klappen, mit dem länger leben.

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Ari@D187 » 10. Dezember 2025, 12:18

pentium hat geschrieben:[…]
Das mit der Schönheit passt schon – auch bei Nuba-Fotos interessierte sie fast ausschließlich Schönheit und Stärke der Menschen. Es war wie eine Fortsetzung ihres Olympia-Films.

Das mit der Schönheit bzw. Ästhetik hat Riefenstahl ja auch nie abgestritten. Was Veiel allerdings krampfhaft versucht daraus abzuleiten, ist schlicht unseriös. Genau so wie die Frage (bzgl. des Olympia-Films) eines Musikers in einer Talkshow um 1978: „Hätten sie auch einen Film über Behinderte gemacht? Das ist schlichtweg plump und voreingenommen.

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 10. Dezember 2025, 15:59

Entschuldigt Männer aber was hätte das den werden sollen? Ein hässlicher Mensch vor deren Leni Kamera, eventuell mit Bierbauch und O-Beine, dazu noch in einer Zeit wo der Deutsche etwas auf sich hielt. Der hätte doch nie für eine Skulptur vom Arno Breker Modell stehen können. Du lieber Gott was sollte denn da herauskommen? Selbst zu DDR-Zeiten lief der Bürger nicht herum wie im Heute, da hatte Mann wenigstens noch Präsent 20 an und Frau, die schneiderte selber nach Schnittmusterbogen. Und zum Turn-und Sportfest in Leipzig, da sah man noch hübsche Mädels und Jungen die dann logisch auch hübsche Kinder bekamen.

Heute "geh besser weg ich komme gleich im Schlussverkauf, in schwarzer Vollverhüllung oder aus dem Klamottencontainer" und wie eine Nähmaschine aussieht, das verwechselt junge Frau eventuell mit einem Expresso- Automaten.

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon pentium » 10. Dezember 2025, 17:10

Edelknabe hat geschrieben:Entschuldigt Männer aber was hätte das den werden sollen? Ein hässlicher Mensch vor deren Leni Kamera, eventuell mit Bierbauch und O-Beine, dazu noch in einer Zeit wo der Deutsche etwas auf sich hielt. Der hätte doch nie für eine Skulptur vom Arno Breker Modell stehen können. Du lieber Gott was sollte denn da herauskommen? Selbst zu DDR-Zeiten lief der Bürger nicht herum wie im Heute, da hatte Mann wenigstens noch Präsent 20 an und Frau, die schneiderte selber nach Schnittmusterbogen. Und zum Turn-und Sportfest in Leipzig, da sah man noch hübsche Mädels und Jungen die dann logisch auch hübsche Kinder bekamen.

Heute "geh besser weg ich komme gleich im Schlussverkauf, in schwarzer Vollverhüllung oder aus dem Klamottencontainer" und wie eine Nähmaschine aussieht, das verwechselt junge Frau eventuell mit einem Expresso- Automaten.

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Hast du überhaupt je einen Film von Riefenstahl gesehen?
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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon pentium » 10. Dezember 2025, 17:21

Ari@D187 hat geschrieben:
pentium hat geschrieben:[…]
Das mit der Schönheit passt schon – auch bei Nuba-Fotos interessierte sie fast ausschließlich Schönheit und Stärke der Menschen. Es war wie eine Fortsetzung ihres Olympia-Films.

Das mit der Schönheit bzw. Ästhetik hat Riefenstahl ja auch nie abgestritten. Was Veiel allerdings krampfhaft versucht daraus abzuleiten, ist schlicht unseriös. Genau so wie die Frage (bzgl. des Olympia-Films) eines Musikers in einer Talkshow um 1978: „Hätten sie auch einen Film über Behinderte gemacht? Das ist schlichtweg plump und voreingenommen.

Ari


In einem Geschichtsforum wurde folgende Frage gestellt:
Ich will hier mal ein bisschen Pfeffer ins Forum streuen. Fast jeder hat von Leni Riefenstahls NS-Propagandafilmen "Triumph des Willens" und Olympia 1936 gehört und womöglich (sehr) kurze Ausschnitte im TV gesehen.
Offiziell sind diese Werke in Deutschland verfemt, sie wurden auch noch nie im TV gezeigt und sind nicht legal erhältlich. Es heißt, Frau Riefenstahl hat Filmgeschichte geschrieben betr. Bildsprache, Kameraführung usw. - aber in Deutschland sind die Filme nach wie vor im Giftschrank.

Ich finde dies erstaunlich, begann man doch schon in den 1970ern alte Wochenschauen ("Vor 40 Jahren.") in den 3.Programmen zu zeigen.

Meine persönliche Meinung ist, nach nunmehr 70 Jahren ist es an der Zeit, diese Filme uns Deutschen zu zeigen, natürlich nicht unkommentiert. Ansonsten fühle ich mich nämlich entmündigt, oder soll uns das noch weitere 70 Jahre vorenthalten werden, aus Angst wir wählen dann alle braun?

Meinungen zu diesem Thema???


Vielleicht ist es der letzte Satz...?
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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 11. Dezember 2025, 09:17

Pentium mit dem hier: "Hast du überhaupt je einen Film von Riefenstahl gesehen?"

Die Krönung ist ja dein folgender Text aus dem Geschichtsforum wo X behauptet, der ganze Kram wäre heute noch unter Verschluss. Also über was texten wir hier überhaupt? Denn in der Doku von Maischberger war doch genug davon zu sehen. Und Recht hat der Mann oder die Frau aus dem Vortext. Sind wir etwa zu blöd uns eine eigene Meinung zu bilden. Erinnert etwas an die alte DDR, eben was bestimmte Literatur vom Klassenfeind betraf.

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon pentium » 11. Dezember 2025, 09:26

Edelknabe hat geschrieben:Pentium mit dem hier: "Hast du überhaupt je einen Film von Riefenstahl gesehen?"

Die Krönung ist ja dein folgender Text aus dem Geschichtsforum wo X behauptet, der ganze Kram wäre heute noch unter Verschluss. Also über was texten wir hier überhaupt? Denn in der Doku von Maischberger war doch genug davon zu sehen. Und Recht hat der Mann oder die Frau aus dem Vortext. Sind wir etwa zu blöd uns eine eigene Meinung zu bilden. Erinnert etwas an die alte DDR, eben was bestimmte Literatur vom Klassenfeind betraf.

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Filmausschnitte werden dir gezeigt, mehr nicht oder willst du ernsthaft behaupten "Triumph des Willens" schon mal in voller Länge bei den ÖFF gesehen zu haben, ganz zu schweigen vom Blauen Licht und von Tiefland?

Siri sagt dazu:
Triumph des Willens" ist in Deutschland nicht grundsätzlich verboten, wird aber wegen seiner NS-Propaganda streng bewertet und ist nur unter Auflagen zugänglich; er ist nicht indiziert (d.h. nicht jugendgefährdend eingestuft), aber seine Verbreitung kann unter den §§ 86, 86a StGB fallen, wenn sie der Propaganda dient und nicht der Aufklärung, Forschung oder Kunst, wobei die Abgrenzung fließend ist.
Bei "Triumph des Willens" liegt die Schwierigkeit in der Abgrenzung: Wird er als Kunst oder Geschichtsdokument gezeigt (was erlaubt ist) oder zur Verherrlichung des NS-Regimes (was strafbar wäre).

Fazit:
Der Film ist nicht "verboten" im Sinne einer generellen Ächtung, aber seine öffentliche Präsentation unterliegt strengen rechtlichen Regeln. Er wird oft nur in spezialisierten Kontexten oder mit umfangreicher Einordnung gezeigt, um eine Indoktrination zu verhindern.

...
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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 11. Dezember 2025, 09:36

Also von Filmausschnitten sich eine Meinung zu bilden Pentium, das ist nicht all zu schwer. Ich denke als Filmfan, ich kann das. Was sollte also jetzt das Unbekannte an deren nicht gezeigtem Rest vom Film sein?

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 11. Dezember 2025, 09:43

Auch so ein Quatsch im Vortext...."Abgrenzung, fließt über in Propaganda etc." Der erwachsene Bürger hier im Staat ist wahrscheinlich zu blöd um dementsprechendes sich in Ruhe anzuschauen. Nur zum wählen, da scheint Bürger nicht zu blöd zu sein? Ist schon komisch, was hier abgeht?

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Ari@D187 » 11. Dezember 2025, 12:14

Also diesen „Triumph des Willens“ wird man heutzutage in z.B. Schulen kaum sinnvoll zeigen können. Da schläft ja die ganze Klasse ein, alleine schon von der musikalischen Untermalung. Mit einigen Titeln aus Top Gun würde ich es ggf. schaffen, den Film am Stück anzuschauen. [hallo]

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Re: Leni Riefenstahl

Beitragvon Edelknabe » 11. Dezember 2025, 16:09

Nur mal als Bsp. Der Rainer ab und an im Internet auf Youtupe. Also was da gezeigt wird ist ja grenzwertig bis....und das kann "jedes Kind" mit bissel Umblick sich anschauen. Nicht zu fassen so etwas????? Ukrainer oder wars ein Russe weil Video in russisch im Kampfgebiet, dazu der arme Kerl bereits in Leichenstarre(wer bringt die Toten eigentlich zur Registrierung von deren Schlachtfeld?) wird herum gedreht, wird gefilzt, alle seine Taschen am toten Mann durchsucht, dann wieder herum gedreht und das war es wohl, keine Sau kümmert sich weiter um den Toten? Der Suchtrupp geht weiter. Der tote Soldat liegt dann da bis ultimo und in vielleicht einhundert Jahren wird der durch Zufall von einem Sondengänger gefunden?

Und da sollen diese Filme von der Riefenstahl irgend einer Kontrolle unterliegen, wenn der vorher getextete Kram von jedem Doofen, von jedem Kind angesehen werden können? Das ist erst recht nicht zu fassen.

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